DE3032142A1 - Harnabsaugvorrichtung - Google Patents
HarnabsaugvorrichtungInfo
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Description
•J' Registered Representatives
before the European Patent Office
Kimura Bed Mfg. Company Limited, ' Möhlstraße37
Tokio, Japan D-8000München80
Tel.: 089/982085-87
Telex: 0529802 hnkl d
Telegramme: ellipsoid
KP-5
26. te
Harnabsaugvorrichtung
Die Erfindung betrifft eine mit Unterdruck arbeitende Harnabsaugvorrichtung
(vacuum suction type, urinating aid) .
Bestimmte bettlägerige Personen bedürfen beim Harnlassen einer Hilfe. Bei solchen Personen handelt es sich um
bettlägerige Greise, schwererkrankte Patienten, an Harnfluß (Inkontinenz) leidende Patienten usw., die ihren Harnfluß
bei Harndrang nicht kontrollieren können, sowie um Patienten, die nicht in der Lage sind, die Toilette allein
aufzusuchen.
Für diesen Zweck ist eine Vorrichtung bekannt, bei welcher ein Auffanggefäß, das zur Harnaufnahme vom Patienten an
dessen Urogenitalbereich angesetzt wird, mit einem Behälter zum Sammeln des Harns mittels eines Schlauches verbunden ist.
Bei dieser bisherigen Vorrichtung tropft jedoch der vom Auffanggefäß aufgefangene Harn lediglich unter Schwerkrafteinfluß
in den Behälter, weshalb der Schlauch und der Behälter unter der Höhe des Auffanggefäßes angeordnet sein
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müssen. Wenn beispielsweise der Patient seine Lage ändert, so daß der Schlauch auch nur teilweise über dem Auffanggefäß
zu liegen kommt, strömt der Harn aus dem Schlauch in das Auffanggefäß zurück, so daß Patient und Bettwäsche genäßt
werden. Diese bisherige Vorrichtung ist daher bezüglich Verwendungsort und Körperhaltung beim Urinieren in· unvorteilhafter
Weise Einschränkungen unterworfen.
Aufgabe der Erfindung ist damit insbesondere die Schaffung einer verbesserten Harnabsaugvorrichtung, welche den Harn
bzw. Urin des Patienten o.dgl. in einem an seinem entsprechenden Körperbereich angesetzten Harnsammler auffängt und unter
Unterdruckwirkung zusammen mit Luft zwangsweise über einen Förderschlauch zu einem Harn-Behälter fördert. Hierdurch
werden die Nachteile der bisherigen Vorrichtung sicher vermieden. Genauer gesagt: auch wenn Schlauch und Behälter nicht
unterhalb des Harnsammlers angeordnet werden können, wird der Harn unter sicherer Verhinderung einer Rückströmung in
jedem Fall in den Behälter gefördert.
Insbesondere soll die erfindungsgemäße Harnabsaugvorrichtung
so ausgelegt sein, daß auch beim Öffnen des Startschalters nach erfolgter Benutzung die Unterdruck-Saugvorrichtung noch
während einer bestimmten Zeitspanne automatisch weiter in Betrieb gehalten wird, um sämtliche Flüssigkeit aus dem Förderschlauch
sicher abzusaugen und damit einen Rückfluß von Harn bei abgeschalteter Saugvorrichtung sicher zu verhindern.
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den in den beiliegenden Patentansprüchen gekennzeichneten Merkmalen.
Im folgenden sind bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
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— JBr —
•5"·
Fig. 1 eine schematische perspektivische Darstellung der allgemeinen Anordnung einer Harnabsaugvorrichtung
gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eine schaubildliche Darstellung der Benutzung der erfindungsgemäßen Vorrichtung und
Fig. 3 eine Schnittansicht mit einem Schaltbild eines Schaltkreises für die Harnabsaugvorrxchtung.
Die erfindungsgemäße Harnabsaugvorrichtung enthält einen
Harnsammler bzw. Trichter 1, der mit einer am betreffenden
Körperbereich ansetzbaren Harn-Absaugöffnung 2 sowie mit einer Luftansaugöffnung 3 versehen ist. Ein Harn-Förderschlauch
5 ist am einen Ende mit einem Harn-Auslaß(stutzen) 4 des Trichters 1 und am anderen Ende mit einem Harn-Behälter 6
verbunden. An den Oberteil des Behälters 6 ist ein Unterdruck-Saugschlauch 7 angeschlossen, der mit einer Unterdruck-Saugvorrichtung
V in Verbindung steht. Letztere wird durch eine Steuerschaltung C gesteuert, die einen Startschalter SW
und einen Abschalt-Verzögerungszeitgeber T aufweist. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 wird ein gewöhnlicher, am Handgriff
8 des Trichters 1 angebrachter Handschalter als Start-.schalter benutzt; bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 ist
dagegen ein noch näher zu beschreibender automatischer Schalter vorgesehen. Die Verbindung zwischen dem Startschalter SW
und der Steuerschaltung C sowie die Verdrahtung zwischen Steuerschaltung C und Saugvorrichtung V kann auf beliebige
passende Weise erfolgen. Wenn die elektrischen Leitungen beispielsweise längs des Harn-Förderschlauches 5 verlaufen, stehen
sie nicht im Wege und gewährleisten ein gutes Aussehen der Gesamtanordnung. Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform ist ein Harnsammler bzw. Trichter 1 mit der erwähnten
Absaugöffnung 2 und der Luftansaugöffnung 3 vorgesehen. Der Förderschlauch 5 ist dabei am einen Ende mit dem Auslaß 4
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des Trichters 1 über einen Harn-Detektorzylinder 9 verbunden, der einen noch näher zu beschreibenden Harndurchgang
bildet, während das andere Ende dieses Schlauches an den Behälter 6 angeschlossen ist. Im Detektorzylinder 9 sind
innerhalb eines elektrisch isolierenden Zylinders 10 in
gegenseitigem Abstand zwei Elektroden 11 und 11' angeordnet,
die eine ringförmige oder eine beliebige andere Gestalt besitzen können. Die beiden Elektroden bilden einen
Startschalter. Beim Startschalter SW gemäß Fig. 3 sind die Elektroden 11 und 11' an die Wechselspannungsseite eines
Gleichrichterkreises C2 angeschlossen, der mit dem Basiskreis C1 eines Transistors TR verbunden ist. Wenn aufgrund
der Benetzung der Flächen zwischen den Elektroden 11 und
11 ' durch Harn bzw. Flüssigkeit der elektrische Widerstand
abnimmt, wird der zwischen den Elektroden 11 und 11· fließende
Wechselstrom gleichgerichtet und als Basisstrom an den Transistor TR angelegt, so daß letzterer durchschaltet.
Der durch die Elektroden 11 und 11' gebildete Startschalter kann jedoch auch einen beliebigen anderen Aufbau besitzen.
Da bei der dargestellten Ausführungsform zwischen den Elektroden 11 und 11' ein Wechselstrom fließt, wird eine
elektrolytische Korrosion der Elektroden vermieden. Die Unterdruck-Saugvorrichtung V wird durch die Steuerschaltung
C angesteuert, welche den die Elektroden 11 und 11' enthaltenden
Startschalter SW sowie den Verzögerungszeitgeber T enthält. Als Abschalt-Verzögerungszeitgeber T kann ein
beliebiger geeigneter Bauteil verwendet werden. Die Steuerschaltung enthält weiterhin einen Regelwiderstand 13 zur
Einstellung der Harnmeßempfindlichkeit sowie einen Verstärker 14.
Die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist nachstehend
anhand von Fig. 3 erläutert.
Im Bedarfsfall erfaßt ein Patient o.dgl. Benutzer den Handgriff
8 und setzt die Absaugöffnung 2 am betreffenden
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Körperbereich an, um hierauf den Harn in den Trichter 11
abzulassen. Wenn die über den Auslaß 4 in den Detektorzylinder
9 fließende Flüssigkeit die Fläche zwischen den beiden Elektroden 11 und 11' benetzt, verringert sich der
Widerstand zwischen den Elektroden 11 und II1, so daß ein
Meßstrom fließt, durch den die Steuerschaltung C betätigt
und die Saugvorrichtung V in Betrieb gesetzt wird. Hierbei wird die Flüssigkeit aus dem Trichter 1 zwangsweise über
den Auslaß 4 durch den Detektorzylinder 9 in den Förderschlauch 5 gesaugt,-und zwar zusammen mit Luft, die über
die Luftansaugöffnung 3 und den Zwischenraum zwischen der
Absaugöffnung 2 und dem Körper des Patienten eingesaugt wird. Die Flüssigkeit, d.h. Harn, wird über den Förderschlauch
5 in den Harnsammei-Behälter 6 gefördert. Da hierbei der mit der Saugvorrichtung V in Verbindung stehende Unterdruck-Saugschlauch
7 an den Oberteil des Behälters 6 angeschlossen ist, wird der Harn nicht in den Saugschlauch
7 eingesaugt, sondern in den Behälter 6 ausgetragen und dabei von Luft getrennt. Da weiterhin neben der Absaugöffnung
2 die Luftansaugöffnung 3 im Trichter 1 vorgesehen ist, wird ein Anhaften der Absaugöffnung 2 am Körper des
Patienten unter dem anliegenden Unterdruck verhindert, wodurch die bequeme Benutzung der Vorrichtung verbessert wird.
'Auch wenn die Absaugöffnung 2 nicht am Körper des Patienten anliegt, kann die für die Harnabführung erforderliche Luftmenge
über die Luftansaugöffnung sicher eingesaugt werden. Der Öffnungsgrad der Luftansaugöffnung 3 kann frei einstellbar
sein. Selbst wenn bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung der FÖrderschlauch 5 und der Behälter 6 nicht unterhalb der
Ebene des Trichters 1 liegen, kann keine Flüssigkeit zurückfließen, weil sie zusammen mit der eingesaugten Luft zwangsweise
vom Auslaß 4 in den Förderschlauch 5 hineingesaugt und
in den Behälter 6 ausgetragen wixd.
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Da bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung die Unterdruck-Saugvorrichtung
V bei Feststellung des Vorhandenseins von Flüssigkeit mittels des Detektorzylinders 9 automatisch in
Betrieb gesetzt wird, ist die Bedienung der Vorrichtung einfach und nicht mit Fehlermöglichkeiten, wie versehentlicher
Nichtbetätigung oder nicht rechtzeitiger Betätigung eines
Handschalters, behaftet. Da zudem der Detektorzylinder 9 in der Nähe des Auslasses des Trichters 1 angeordnet ist,
kann es nicht vorkommen, daß die Flüssigkeit aus dem Trichter 1 herausfließt, bevor die Saugvorrichtung V in Betrieb
gesetzt wird.
Nach erfolgter Benutzung der Vorrichtung wird entweder der manuelle Startschalter SW zum öffnen erneut betätigt oder
der automatisch durch die Flüssigkeit betätigte Startschalter geöffnet, um den Abschaltvorgang der Unterdruck-Saugvorrichtung
V einzuleiten. Die Saugvorrichtung V bewirkt eine fortdauernde Absaugung von Flüssigkeit bzw. Harn, indem
ihr Betriebszustand während einer am Abschalt-Verzögerungszeitgeber T eingestellten Zeitspanne automatisch weiter
erhalten bleibt. Wenn das Abschalten der Saugvorrichtung V unmittelbar durch den Startschalter SW erfolgt, schaltet die
Saugvorrichtung ab, sobald der Startschalter SW von Hand oder infolge nicht mehr vorhandener Flüssigkeit zwischen den
Elektroden 11 und 11', wie im Fall von Fig. 3, unmittelbar
nach erfolgter Benutzung automatisch geöffnet wird. Hierbei kann in nachteiliger Weise Flüssigkeit im Förderschlauch 5
zurückbleiben und dann über den Trichter 1 herausfließen.
Bei der beschriebenen Ausführungsform der Erfindung wird dagegen
die Unterdruck-Saugvorrichtung V während der am Zeitgeber T eingestellten Zeitspanne automatisch weiter im Betriebszustand
gehalten, so daß die nach dem öffnen des Startschalters SW nach erfolgter Benutzung der Vorrichtung im
Förderschlauch 5 verbleibende Flüssigkeit während der er-
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wähnten Zeitspanne vollständig in den Behälter 6 ausgetragen werden kann und somit keinerlei Flüssigkeit über
den Trichter 1 herausfließen kann.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung bietet den besonderen
Vorteil, daß selbst dann, wenn der Förderschlauch und der Behälter nicht unterhalb des Niveaus des Harnsammlers bzw.
Trichters angeordnet werden können, der Harn einwandfrei und ohne Rückströmung im Behälter aufgefangen werden kann, so
daß ein bettlägeriger Patient o.dgl. unabhängig von Benutzungsort und Körperhaltung die Vorrichtung benutzen kann, wobei der
in dem am Körper des Patienten o.dgl. angesetzten Harnsammler bzw. Trichter aufgefangene Harn zusammen mit Luft zwangsweise
unter einem Unterdruck über den Förderschlauch in den Harn-Behälter gefördert wird.
Die vorstehend beschriebene Erfindung bietet insbesondere den speziellen Vorteil, daß auch nach dem öffnen des Startschalters
für die Unterdruck-Saugvorrichtung nach Benutzung der Harnabsaugvorrichtung die Unterdruck-Saugvorrichtung automatisch
während einer bestimmten Zeitspanne weiter arbeitet, so daß die gesamte Flüssigkeit aus dem Förderschlauch abgesaugt
und daher eine Rückströmung dieser Flüssigkeit bei abgeschalteter Saugvorrichtung einwandfrei verhindert wird.
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Claims (2)
- Henkel, Kern, Feiler & Hai izal PatentanwälteRegistered Representativesbefore theEuropean Patent OfficeKimura Bed Mfg. Company Limited, oloOOMÜnchen 80Tokio, JapanTe!.: 089/982085-87 · Telex: 05 29 802 hnkl dTelegramme: ellipsoidKP-526. Ru-. 1980HarnabsaugvorrichtungPatentansprüche./ Harnabsaugvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß sie y einen Harnsammler bzw.Trichter (1) mit einer am Körper bzw. Urogenitalbereich ansetzbaren Harn-Absaugöffnung (2) , einer Luftansaugöffnung (3) und einem Harn-Auslaß-(stutzen) (4), einen .am einen Ende an den Auslaß und am anderen Ende an einen Harnsammel-Behälter (6) angeschlossenen Harn-Förderschlauch (5) und einen mit einer Unterdruck-Saugvorrichtung (V) in Verbindung stehenden und an den Oberteil des Behälters (6) angeschlossenen Unterdruck-Saugschlauch (7) aufweist und daß die Saugvorrichtung (V) durch eine Steuerschaltung (C) mit Startschalter (SW) und Abschalt-Verzögerungszeitgeber (T) steuerbar ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Startschalter (SW) ein an einem Handgriff (8) des Trichters (1) angeordneter Handschalter ist.1300Ϊ8/0619ο _.Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Starts charter1 (SW) ein automatischer Schalter ist, der dann schließbar ist, wenn durch die Flüssigkeit (Harn) zwischen zwei mit gegenseitigem Abstand in einem Harndurchgang angeordneten Elektroden (11, 11') ein elektrischer Strom fließt.130018/0619
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