DE3033342C2 - - Google Patents
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- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Regulating Braking Force (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Antiblockiersystem für Fahrzeug
bremsen.
Es sind bereits Bremsanlagen bekannt, die ein
Blockieren von Fahrzeugrädern verhindern, wenn
die Bremsen durch den Fahrzeugführer angelegt werden. Solche
Vorrichtungen haben Mittel zum Regeln der Frei
gabe und des Wiederanlegens der Radbremsen. Solche Antiblockier
vorrichtungen werden bei Fahrzeugen, wie Lastwagen, Lastwagen mit
Anhänger und Autobussen sowie bei Eisenbahnwagen verwendet.
Es wurde bereits ein Antiblockiersystem vorgeschlagen, die nicht vorveröffentlichte
(DE-OS 30 10 380), bei dem eine spezielle Schaltvorrichtung mit
einem Schwungrad zum Öffnen und Schließen von Ventilen vorge
sehen ist. Das Schwungrad steuert dabei das Anlegen eines
Betriebsdrucks an die Bremse, um ein Blockieren des Rades zu
verhindern.
Bei der Antiblockiervorrichtung nach dem älteren Vorschlag
bildet das Schwungrad eine Schalteinheit und ist so angeschlossen,
daß es sich mit dem Fahrzeugrad um seine Achse dreht. Die
Schalteinheit ist über das Rad mit einer Steuerdruckquelle ver
bunden, die sich ebenfalls in der Drehachse des Rades befindet.
Dies ist möglich, weil eine Konstruktion mit einem hohlen Rohr
an der Radachse sowie innerhalb des Rades für die Aufnahme der
Anschlüsse von der Schalteinheit angeordnet ist. Bei dieser
Anordnung ergibt sich jedoch dann ein Problem, wenn die Mittel
zum Regeln des Steuerdrucks nicht in der Drehachse des
Rades angeordnet werden können, beispielsweise wenn massive
Antriebsachsen verwendet werden, wie dies bei einem Zugfahrzeug
oder anderen ähnlichen Fahrzeugen der Fall ist.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht deshalb
darin, ein pneumatisches Antiblockiersystem für ein Fahrzeugrad
zu schaffen, das sich auf einer massiven Treibachse dreht,
beispielsweise für ein Rad eines Zugfahrzeugs oder eines
ähnlichen Fahrzeugs, bei welchem ein Schalter axial auf der
Außenseite angeschlossen ist, um sich mit einem Fahrzeugrad
zu drehen, wobei der Druck im Rad mittels eines Druckkanals
von außen nach innen gesteuert werden soll, der zur Radachse
versetzt ist.
Diese Aufgabe wird durch den kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1
gelöst.
Dadurch ist es auf einfache Weise möglich, den Steuerdruck
von der sich drehenden Schalteinrichtung mit mechanischen
Mitteln auf die drehfest verbundenen Teile der Bremse zu
übertragen.
Anhand der Zeichnungen wird die Erfindung beispielsweise näher
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Druckluftbremssystem für ein Zugfahrzeug
mit einer einzigen Antriebsachse, das für den
Einbau des erfindungsgemäßen Systems geeignet
ist;
Fig. 2 in einer Seitenansicht ein für die Aufnahme
des erfindungsgemäßen Antiblockiersystems modi
fiziertes Fahrzeugrad;
Fig. 3 im Schnitt eine Ausführungsform der eingesetz
ten Antiblockiervorrichtung und des Antiblockier
systems;
Fig. 4 isometrisch teilweise geschnitten einen Ab
schnitt der Vorrichtung von Fig. 3; und
Fig. 5 in einer Einzelheit eine weitere Ausführungsform
der Vorrichtung im Schnitt.
Zur Erleichterung des Verständnisses werden zunächst allgemein
die Bauelemente beschrieben, wie sie bei vielen konventionellen
Zugfahrzeug-Anhängerbremsen vorliegen.
Die meisten Zugfahrzeug-Anhängerbremsanlagen haben Tanksysteme für
den Betriebsdruck und den Speisedruck. Der Vorratsdruck
bei einem Anhänger wird durch die Druckluft aus dem Zugfahrzeug
über die Versorgungsleitung geladen. Wenn die Druckluft aus
dem Zugfahrzeug ein Ventil (Anhängerbremsventil) erreicht,
werden der Vorratstank, verschiedene Schläuche und die mechani
schen Federspeicherbremsen geladen.
Wenn der Druck im Vorratstank eine vorher festgelegte Höhe von
beispielsweise 1,5 bar erreicht, beginnt ein Lösen der
Federspeicherbremsen. Dabei ermöglicht ein Wechsel
ventil, daß der Luftdruck den
Vorratsbehälter lädt. Die Federspeicherbremsen werden
bei einem höheren Druck, gewöhnlich bei beispielsweise 4,2 bar
vollständig freigegeben.
Beim Anlegen der Parkbremse oder beim Verlust des Versorgungs
leitungsdrucks wird der Druck eines Relaisventils frei
gegeben und die Druckluft kann von
Federspeicherbremsen abströmen. Wenn der Druck unter 1,8 bar fällt,
werden automatisch die mechanischen Federbremsen angelegt.
Wenn die Federspeicherbremsen freigegeben sind und die Betriebsbremsen
durch eine Bedienungsperson im Zugfahrzeug angelegt werden,
strömt Druckluft aus einer Quelle im Zugfahrzeug über die
Betriebsleitung in das Betriebsbremssystem des Anhängers.
Der Steuerdruck wird dem Relaisventil zugeführt, das
Druckluft aus dem Vorratsbehälter an die Bremsen an
legt.
Die Freigabe der Bremsen vom Zugfahrzeug aus
hat zur Folge, daß die Druckluft in der Steuerleitung abge
lassen wird, wodurch das Relaisventil die zugeführte Druckluft
von den Bremsgliedern freigibt, wodurch die
Bremsen gelöst werden.
Die in Fig. 1 teilweise gezeigte Druckluftbremsanlage ist mit einem
Antiblockiersystem versehen, von dem bereits
Abschnitte in dem eingangs erwähnten älteren Vorschlag be
schrieben sind. Aus einem Vorratsbehälter 10 eines Anhängerversor
gungssystems wird Druckluft über ein Parkbremsventil 11 und dann
durch ein Druckbegrenzungsventil 12 einem Servoventil 14
zugeführt, um Ventilelemente 16 und 17 aus der gezeigten
Schließstellung zwangsweise in die Offenstellung zu bringen,
so daß Druck aus der Leitung 22 zur Leitung 32
gelangen kann. Der sich aus der Betätigung eines Bremsventils 20
durch den Fahrer ergebende Steuer
druck gelangt von der Leitung 22 über das Servoventil 14 durch
eine Leitung 32 zu dem Relaisventil 24.
Der Druck aus der Leitung 32 gelangt über einen Kanal im
Ventil 24 in eine Kammer des Relaisventils 24. Der Druck in der Kammer
wirkt der Kraft einer Feder entgegen, wodurch ein Kolben im
Ventil bewegt wird, wodurch im Ventil 22 Öffnungen freigegeben
werden, die mit Druckleitungen 36 und 38 verbunden sind. Der
Abstand, um den der Kolben bewegt wird, ist proportional zum
Steuerdruck in der Leitung 32. Dadurch wird an die Bremszylinder
40, welche Stelleinrichtungen 31 aufweisen, Bremsdruck aus dem
Vorratsbehälter 10 über die Bremsleitungen 36 und 38 des Relaisventils 24
angelegt. Die Bremsen haben weiterhin Einstelleinrichtungen 43.
Der Druck aus dem Vorratsbehälter 10 geht durch das Ventil 12,
welches den Betrag des Steuerleitungsdrucks reguliert und die
Leitungen 44, 45, 46, 47 und 48 füllt.
Der Druck in den Leitungen 44 und
45 hält das geschlossen gezeigte Ventil 14 offen. Wenn eines
der Schaltventile 50 oder 52, die mit einem der Räder 62 verbunden
sind, während des Verriegelns öffnet, fällt der Druck in den
Steuerleitungen einschließlich des Drucks in den Leitungen
46, 47 und 48 ab. Das Ventil 14 schließt, wie es in der
Zeichnung gezeigt ist. Dadurch wird verhindert, daß
Druck in der Leitung 22 aus dem Relaisventil 24 zu den Bremsen
40 gelangt. Diese zu dem Antiblockiersystem gehörenden Merk
male von Fig. 1 sind bereits anhand des älteren Vorschlags
erläutert worden. Es können nun die gleichen Anti
blockiermittel verwendet werden, wobei die Schaltventile 50 und 52
mit den Rädern eines Zugfahrzeugs mit Massivachsen für den
Antrieb der Räder oder eines anderen antriebsfreien Fahrzeugs
mit Massivachsen verbunden sind. Die Schaltventile 50 und 52
sind an die Naben der Räder so angeschlossen, daß sie sich mit
um deren Achsen drehen. Damit jedes der Schaltventile 50 und 52 den
Steuerdruck regulieren kann, muß es mit der Leitung 46 über
Leitungen 47 und 48 verbunden werden. Die dafür erforderlichen,
im einzelnen erläuterten Einrichtungen sind in Fig. 1 mit der
Klammer 51 gekennzeichnet. Der Druck in den Leitungen 44 und 45
steuert das Anlegen der Bremsen des Fahr
zeugs, wobei das Servoventil 14 zum Öffnen oder Schließen
gebracht wird. Im folgenden werden nun die Merkmale beschrieben,
die sich auf die Anwendbarkeit des Antiblockiersystems auf Zug
fahrzeuge oder Fahrzeuge beziehen, welche massive Antriebs
achsen haben.
Die in Fig. 3 gezeigte Schaltvorrichtung 54, die an die
Leitungen 47 und 48 mittels zu beschreibender Einrichtungen an
schließbar ist, hat ein Gehäuse 54 mit einem Deckel 56 und einer
Abdeckung 58, die an dem Antriebsteil 60 sitzen, das an einer
Kappe 62 am Rad 64 und an einer Treibachse 68 befestigt ist.
Die Schaltvorrichtung 54 ist für eine Drehung mit dem Antriebs
teil 60 und der Kappe 62 des Rades 64 des Fahrzeuges angeordnet.
Das Rad 64 sitzt auf Lagern 66 für die Drehung um
die Achse 68. Teile der Schaltvorrichtung 54 erstrecken sich
durch das Antriebsteil 60 und sind dann durch das Rad 64 des
Fahrzeugs hindurch oder quer über das Rad mit einer der Druck
leitungen 47 und 48 zur Schaffung der Antiblockiereinrichtung
verbunden, wie dies anhand von Fig. 1 beschrieben wurde.
Von innerhalb der Abdeckung 58 erstreckt sich zum Inneren
des Antriebsteils 60 ein Verteiler 70, der die Elemente des
Schaltventils trägt. Der Verteiler 70 erstreckt sich durch
eine Mittelöffnung im Antriebsteil 60 und im Deckel 56 und
wird an Ort und Stelle auf einer Seite durch einen Ansatz 72
gehalten, der an der Innenseite des Deckels 56 anliegt. Ein
Haltering 74 in einer Nut des Verteilers hält die Bauteile 76
und 78, die innerhalb des Antriebsteils 60 an einem Ende des
Verteilers 70 angeordnet sind. Zwischen den Bauteilen 76 und 78
ist ein kompressibles Element 80 angeordnet, welches einen Teil
einer Energieabsorptionsanordnung bildet. Auf beiden Seiten
des Antriebsteils 60 sind Distanzringe 82 und 84 vorgesehen.
Während des Normalbetriebs wird der Steuerdruck aus den Lei
tungen 46, 47 und 48 (Fig. 1) in eine Kammer 86 mittels der
nachstehend beschriebenen Einrichtungen geführt. Der Ansatz 72
hat eine sich radial erstreckende Öffnung 88 mit einer senk
rechten Bohrung 90, die von der Kammer 88 ausgeht. Die
Bohrung 90 wird normalerweise durch ein Ventil
geschlossen gehalten, das bei einem Blockierzustand des
Rades 64 öffnet, um den Steuerdruck freizugeben.
Auf dem sich nach außen erstreckenden Abschnitt des Verteilers
70 sitzt ein Schwungrad 92 auf Lagern 94 und 96 und wird
durch Lagerhalter 106 an Ort und Stelle gehalten. Das Schwung
rad 92 wird normalerweise mit der gleichen Drehzahl wie das Fahrzeugrad
angetrieben.
Das Schwungrad 92 hat eine durchgehende Öffnung 98 für die
Aufnahme eines Ventils 100 und einer vorgespannten
Feder 102. Die Feder 102 wird durch eine Platte 106 gehalten
und vorgespannt. Sie drückt das Ventil 100
auf eine Bohrung 90,
welche ihrerseits zu einer Kammer 96 über die Öffnung 88
im Verteiler 70 geht. Das Schwungrad 92 ist normalerweise in
eine Richtung federvorgespannt, um das Ventil 100 in
einer geschlossenen Stellung bezüglich der Öffnungen 88 und 90
zu halten. Dies kann mittels einer Feder erreicht werden, die
zwischen einen ersten Zapfen am Schwungrad 92 und einen
zweiten Zapfen am Verteiler 70 angebracht ist. Ein Anschlag
81, der am Verteiler 70 befestigt und in einem Hohl
raum 83 im Schwungrad 92 angeordnet ist, treibt das Schwung
rad 92 in der gleichen Richtung und mit der gleichen Geschwindig
keit wie den Verteiler 70 und das Rad 64. Das Ventil 100 hält
die Bohrung 90 normalerweise geschlossen infolge der Zugspannung
in der Feder, welche den Anschlag 85 gegen
den Verteileranschlag 81 zieht.
Zum Verständnis
genügt es, daß das Schwungrad unter Spannung
gehalten wird, um das Ventil im Normalbetrieb geschlossen zu
halten und unter Blockierungsbedingungen zu öffnen.
Während des Normalbetriebs ist der Verteiler 70 so verbunden,
daß er sich mit dem Rad 64 des Fahrzeugs dreht.
Wenn das Rad 64 plötzlich zu
drehen aufhört oder sich mit einem übermäßigen, festgelegten
Wert verlangsamt, hält der Verteiler 70 an oder wird lang
samer. Wenn jedoch die Drehverzögerung relativ groß ist,
möchte das Schwungrad 92 sich weiterdrehen, wodurch es die
Vorspannung der Feder überwindet und sich bezüglich des
Verteilers 70 dreht. Dadurch öffnet das Ventil 100 die
Bohrung 90 und gibt den Steuerdruck aus der Steuerleitung frei,
wodurch verhindert wird, daß Bremsdruck anliegt.
Wenn das Rad 64 wieder zurück auf die Fahrzeuggeschwindigkeit
kommt, beschleunigt der Verteiler 70 schneller als das Schwung
rad 92 in eine Stellung, in welcher sich beide zusammen mit
dem Anschlag 81 in Kontakt mit dem Anschlagelement 85
bewegen. Die Feder, die während der Verzögerung gedehnt worden
ist, entspannt sich wieder, wodurch das Ventil 100 und die
Öffnung 90 geschlossen werden, wodurch mit dem Bremsen wieder
begonnen werden kann.
Der Verteiler 70 sitzt nicht starr auf dem Antrieb 60,
so daß er gedreht werden kann. Die Anordnung hat eine drehbare
Passung, wodurch sich die Anordnung 54 einschließlich des
Verteilers 70 mit dem Schwungrad 92 bei Vorhandensein einer
übermäßigen Verzögerung drehen kann, wodurch sich eine Energie
absorption ergibt, wie sie in dem erwähnten älteren Vorschlag
erläutert ist.
Man kann die Abdeckung 58 von Hand
betätigen, in dem sie gegriffen und gedreht wird. An der Ab
deckung 58 ist ein Verbindungsstück 108 befestigt, das
mit dem Verteiler verbunden ist. Die Drehung der Abdeckung 58
bedingt eine Drehung des Verteilers 70 und somit eine Überprü
fung des Schaltventils.
Wie in den Fig. 2 sowie 3 und 4 gezeigt ist, sitzt ein modi
fiziertes Speichenrad oder eine Nabe 64 mit der Schaltvorrich
tung 54 am Antriebsteil 60. Der Antrieb 60 sitzt an der
Kappe 62 (Fig. 3) mittels Bolzen 110. Ein Verlängerungs
abschnitt 112 kann in einem Stück mit dem Antrieb 60
ausgebildet sein.
Der Antrieb 60 hat einen Kanal 114,
der fluchtend zu einer Öffnung 116 ausgerichtet ist, die zur
Kammer 86 des Verteilers 70 führt. Der Kanal 114 erstreckt
sich durch den Verlängerungsabschnitt 112 des Antriebs
60. Eine Kupplungseinheit 118 hat eine mittig angeordnete
Öffnung 119, die zur Öffnung 114 ausgerichtet ist, sowie einen
Kanal 122. Der Kanal 122 verläuft von außerhalb des Rads 64
nach innerhalb des Rads über einen Anschluß 124, der zur
Steuerleitung 48 bzw. 47 führt. Der Kanal 122 erstreckt sich
durch einen Ansatz 120, der an einem herkömmlichen Rad mittels
geeigneter Einrichtungen angefügt werden kann, durch oder über
die Nabe 128 und in die Radkonstruktion 130 zu Verbindungs
einrichtungen 124, die zur Steuerleitung 48 (Fig. 1) führen.
Der Innenaufbau 130 kann massives Material aufweisen, das
an ein herkömmliches Rad angefügt ist, was durch die ge
strichelten Linien veranschaulicht ist. Die in Fig. 1 allgemein
der Klammer 51 zugeordneten Elemente bestehen aus den Bauteilen
60, 112, 118, 120, 64, 130 und 124 nach Fig. 3. Der Kanal
51, wie er in Fig. 1 durch die Klammer 51 dargestellt ist,
erstreckt sich von der Außenseite zur Innenseite des Rads
von Fig. 3 und umfaßt die Kammer 86, die Öffnungen 88 und 90,
sowie die Kanäle 114, 116, 119 und 122.
In Betrieb drehen sich die Schaltvorrichtung 54, der Antrieb
60 und die Kappe 62 alle mit dem Rad, wobei der Steuer
druck aus den Leitungen 46 und 48 über stationäre Einrichtungen
132 an der Kammer 86 des Verteilers 70 anliegt. Fig. 4 zeigt
Einzelheiten der stationären Einrichtungen 132, welche die
stationäre Steuerdruckquelle von dem Verbindungsstück 124 mit
der rotierenden Antiblockiersteuerdruckquelle, die von der
Schalteinheit 54 gebildet wird,
verbindet.
Wie aus Fig. 4 zu ersehen ist, ist ein Ring
132, der einer Staubabdeckung ähnlich ist, der bei vielen
herkömmlichen Nabenöldichtungen vorgesehen ist, an Ort und
Stelle festgelegt, wobei die Nabendichtung 134 mit dem Rad 64
drehbar ist. Die Nabendichtung 134 umfaßt
starre Ringe 136, 138 und eine nicht starre Dichtungslippe 140.
Die Lippe 140 wird
an dem Ring 132 durch eine Feder 142
gehalten.
Der Ring 132 hat eine
Verlängerung 144, die sich über die anderen Elemente
der Nabendichtungsanordnung hinaus erstreckt. Dieser Abschnitt
bildet Teil der Einrichtungen zum Verbinden der rotierenden
Elemente einschließlich der Schaltvorrichtung 54, die außerhalb
am Rad 64 angeordnet ist, mit den stationären Elementen ein
schließlich der Steuerdruckquelle, die innerhalb des Rades 64
vorgesehen sind.
Der innenliegende Abschnitt 130 des Rades 64 hat konzentrische
Nuten 146 und 148 für die Aufnahme von flexiblen nicht starren
Dichtungsringen 150 bzw. 152. Der Abschnitt 130 bildet nor
malerweise einen Teil des Rades, in manchen Fällen kann er
jedoch an dem Rad angebracht werden,
um einen Kanal zu bilden, wie dies gestrichelt gezeichnet ist.
Die Dichtungsringe 150 und 152 sind in geeigneter Weise durch
Klebstoff oder durch andere geeignete Einrichtungen in den
Nuten 146 und 148 angebracht, um einen fortlaufenden Gleitkon
takt mit dem Abschnitt 144 während der Drehung des Rades zu
ermöglichen. Zwischen den Ringen 150 und 152 ist eine kreisför
mige Kammer 154 vorgesehen. Während der Drehung
des Rads 64 und seines Innenabschnitts 130 wird eine fortlaufen
de Dichtung aufrechterhalten, so daß der Druck von der Leitung
48 zum Kanal 122 gelangen kann.
Der Ring
154 ist so ausgerichtet, daß er immer eine Verbindung von der
Steuerleitung 48 zum Kanal 122 herstellt, während sich das Rad
bezüglich des Rings 132 dreht.
Während des Normalbetriebs und während des Blockierens der
Bremsen wird der Steuerdruck aus der Leitung 48 an die Schalt
vorrichtung 54 über die Kammer 154 und den Kanal 122 angelegt.
Wenn die Schaltvorrichtung mit dem Ventil 100 öffnet, bei
spielsweise beim Blockieren, wird der Steuerdruck über die
Öffnungen 88 und 90 (Fig. 3) abgegeben, um so zu verhindern,
daß der Bremsdruck, wie dies anhand von Fig. 1 erläutert
wurde, angelegt wird.
Fig. 5 zeigt eine gegenüber Fig. 3 verschiedene Ausführungsform,
wobei nur die wesentlichen Teile gezeigt sind. Das
Rad 64 mit der Verlängerung 126 und der Kappe 62 entspricht
der Ausführung von Fig. 3. Anstelle eines Antriebs, der
dem Antrieb 60 entsprechen würde, wird ein Antrieb
156 verwendet, der sich in der Form unterscheidet, um eine
richtige Passung 62 zu erzielen, die in Größe und Profil
variieren kann. Der Antrieb 156 weist keinen Kanal auf,
der beispielsweise dem Kanal 114 entsprechen würde, wobei der
Kanal 116 im Verteiler nicht erforderlich ist. Der Verteiler 70,
der einen Teil der nicht gezeigten Schalteinrichtung 54 bildet,
wird durch Schweißen oder auf andere Weise in der Mittelöffnung
des Antriebs 156 angebracht. Die Antiblockier-Schaltvorgänge
sind bei der Ausführungsform von Fig. 3 und Fig. 5 gleich, wobei
die sich auf das Prüfen und die Energieabsorption beziehenden
Einzelheiten in Fig. 5 nicht gezeigt sind.
Anstelle des Kanals 114 von Fig. 3, der von der Öffnung 116
im Verteiler 70 zum Kanal 122 führt, wird eine Leitung 158
verwendet. Die Leitung 158 ist an einer Dichtung 160
befestigt, die am Verteiler angreift, um den aus der Öffnung
122 durchgehenden Luftstrom aufzunehmen. Die Kupplungsein
heit 118 von Fig. 3 ist nicht erforderlich. Die Leitung 158
wird an der Verlängerung 126 durch Schrauben gehalten, um
die Druckluft aus der Leitung 158 zwischen den Kanal 122
und die Kammer 86 zu führen. Die Arbeitsweise des Antiblockier
systems der Ausführungsform von Fig. 5 entspricht der von
Fig. 3. Die beschriebenen Ausführungsformen haben herkömmliche
Räder oder Naben, die mit Ansätzen oder Verlängerungen zur
Bildung der Verbindungskanäle modifziert sind. In manchen
Fällen kann ein Kanal im Rad ohne eine solche Modifizierung
während oder nach der Herstellung des Rades ausgebildet
werden.
Claims (6)
1. Antiblockiereinrichtung für eine druckluftbetätigte Fahr
zeugbremse, bei der einem abzubremsenden Rad zugeordnet
sind:
- a) eine außerhalb des Rades (64) und in Verlängerung seiner Drehachse angebrachte Schalteinrichtung (54);
- b) die Schalteinrichtung (54) in einem Gehäuse gekapselt und von einem mit der Radnabe verbundenen Antrieb (60) angetrieben ist;
- c) die Schalteinrichtung (54) ein Schwungrad (92) enthält, das mit ihr umläuft und beim Überschreiten einer vor gegebenen Drehverzögerung des Rades um einen begrenzten Drehwinkel voreilt;
- d) das Schwungrad (92) ein Ventil (100) enthält, das in radialem Abstand von der Drehachse versetzt in der Normalstellung eine Bohrung verschließt, die es bei der begrenzten Verdrehung freigibt;
- e) die Bohrung (90) zu einer feststehenden Steuerleistung (48) führt, welche über ein Ventil mit der vom Bremsventil (20) zu einem Relaisventil (24) führenden Brems-Steuerlei tung (32) verbunden ist;
- f) die im Blockierfall offene Bohrung (90) ihre nachge schalteten Steuerleitungen entlüftet und dadurch den Bremsdruck am Rad abbaut;
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerleitung (114, 119, 122) zum Verbinden vom
Ventil (100) Bohrung (90) zur Steuerdruckquelle außerhalb
der Drehachse des Rades verläuft und der Steuerdruck
mittels Dichtungen (150, 152) auf die drehfeste Steuer
leitung (48) übertragen wird.
2. Antiblockiereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß sich ein Kanal (122) durch
die Radnabe (128) von der Schalteinrichtung (54)
über den Antrieb (60) zur Steuerdruckquelle erstreckt.
3. Antiblockiereinrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine Verdickung (130) der Rad
nabe zur Aufnahme des Kanals (122) vorgesehen ist.
4. Antiblockiereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß Dichtungsringe (150, 152)
in konzentrischen Nuten (146, 148) in einer ebenen Stirn
fläche angeordnet sind, auf die der Kanal (122) von der Schalt
einrichtung zur Steuerdruckquelle mündet, und daß der durch
die Dichtungsringe (150, 152) abgesperrte ringförmige Raum
sich im Dichtungseingriff mit einem ortsfesten Teil (144)
befindet, das einen Anschluß (48) zur Steuerdruckquelle
aufweist.
5. Antiblockiereinrichtung nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß der ortsfeste Teil (144)
gegenüber dem Inneren der Radnabe (128) mittels zweier
konzentrischer Dichtungsringe (138, 140) abgedichtet ist,
die zwischen sich einen ringförmigen Raum bilden.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| US06/073,010 US4290509A (en) | 1979-09-06 | 1979-09-06 | Anti-lock system |
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|---|---|
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Family Applications (1)
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