DE3033780C2 - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
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- B65H9/20—Assisting by photoelectric, sonic, or pneumatic indicators
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern der Ankunft
einzeln vorgeschobener Bogen aus biegsamem Material nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Weiterhin betrifft die Er
findung eine Vorrichtung zur Durchführung eines solchen Ver
fahrens nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 2.
Ein derartiges Verfahren und eine derartige Vorrichtung ist aus der
DE-OS 22 02 851 bekannt.
Bei bogenverarbeitenden Maschinen, beispielsweise Offsetdruck
maschinen, in denen Papierbogen ein- oder mehrfarbig bedruckt
werden, ist eine Anlegevorrichtung vorhanden, welche die ein
zelnen Bogen der Maschine zuführt, so daß sie innerhalb eines
vorgegebenen Zeitintervalls einer Anlagestelle in der Nähe des
Maschinen-Einlasses ankommen und von da durch Greiferglieder
oder dergleichen in die Maschine eingegeben werden können. Die
Zuführung der Bogen muß mit dem Maschinentakt, d. h. der Umlauf
geschwindigkeit bogenführender Walzen synchronisiert sein. Ein
außerhalb des vorgegebenen Zeitintervalls, also zu früh oder
zu spät ankommender Bogen, würde zu Störungen des Produktions
ablaufs führen.
Es ist daher aus der DE-OS 22 02 851 bekannt, die Ankunft der
einzelnen Bogen an der Anlegestelle, beispielsweise durch
elektrooptische Tastmittel (Reflexlichtschranken) daraufhin
zu überwachen, ob sie im vorgegebenen Zeitintervall, d. h.
innerhalb eines vorgegebenen Drehwinkelbereichs einer Maschi
nenwalze liegt. Fällt die Bogenankunft außerhalb dieses Tole
ranzbereiches, wird die Maschine automatisch abgestellt.
Die Synchronisation zwischen Anlegevorrichtung und bogenver
arbeitender Maschine ist vom Maschinenhersteller fest einge
stellt. Fällt die Bogenankunft außerhalb des vorerwähnten
Toleranzbereiches, so muß beispielsweise durch Blasluftänderung
oder Verstellung der Anlegevorrichtung der Bogenlauf manuell
korrigiert werden, wobei es in der Regel keinen Anhalt für die
Veränderung der betreffenden Stellgröße gibt. Man ist daher
weitgehend auf die Empirie angewiesen, d. h. es verstreicht
oft eine lange Zeit, bis die veränderlichen Stellgrößen so
eingestellt sind, daß bogenverarbeitende Maschine und Anlege
vorrichtung wieder im richtigen Takt arbeiten.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Steuern der Ankunft einzeln vorgeschobener Bogen aus bieg
samem Material am Einlaß von bogenverarbeitenden Maschinen,
insbesondere Druckmaschinen, anzugeben, wodurch die Steuerung
der Bogenankunft verfeinert und Stillstandszeiten der Maschine
vermieden werden können.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die An
kunft des Bogens an der Anlagestelle zusätzlich noch mit Bezug
auf einen kleineren, innerhalb des vorgegebenen Zeitintervalls
gelegenen, der optimalen Bogenankunft entsprechenden Zeitbe
reiches überwacht und in Abhängigkeit hiervon der Bogenvorschub
geregelt wird.
Bei einer Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens ist
erfindungsgemäß vorgesehen, daß ein die optimale Ankunft an
zeigender Signalgeber vorgesehen ist, dessen Ausgangssignal
eine manuelle oder automatische Nachstellung des Bogenvor
schubs auslöst.
Die nachstehende Beschreibung eines Ausführungsbeispiels dient
im Zusammenhang mit der Zeichnung der weiteren Er
läuterung der Erfindung. Es zeigt
Fig. 1 schematisch eine Anlegevorrichtung, welche
Papierbogen einer am Einlaß einer Druck
maschine angeordneten, elektrooptisch
überwachten Anlagestelle zuführt;
Fig. 2 ein die grobe Bogenüberwachung und Ankunfts
steuerung schematisch wiedergebendes Schau
bild;
Fig. 3 ein schematisches Schaubild für eine ver
feinerte Bogenankunftssteuerung und
Fig. 4 schematisch eine verfeinerte Bogenankunfts
steuerung an einer Maschinenwalze.
Bei der in Fig. 1 schematisch dargestellten Anlegevorrichtung 1
ruht ein Stapel 2 aus zu bedruckenden Papierbogen auf einer
Plattform 3 auf, die in Richtung des Pfeiles 4 anhebbar ist,
so daß sich bei kontinuierlicher Abnahme der Bogen vom Stapel
der oberste Bogen 5 im wesentlichen immer in der gleichen
Höhe befindet. Eine an sich bekannte, beispielsweise mit Saug
köpfen 6 ausgerüstete Überführungseinrichtung 7 überführt die
jeweils obersten Bogen 5 auf einen schrägen Vorschubtisch 8,
auf dem sie unter teilweiser Überlappung bis zu einem an der
Vorderkante des Tisches 8 angeordneten Anschlag 9 vorwandern.
Die Ankunft eines Bogens 5 wird, beispielsweise in einem
kleinen Spalt zwischen Vorderkante des Tisches 8 und Anschlag 9
durch eine aus zwei oder mehr, elektrooptischen Reflextastern
bestehende Lichtschranke 10 abgefühlt.
Hinter dem eine Anlagestelle für die Bogen 5 bildenden Anschlag
9 liegt der Einlaß einer Druckmaschine, von der in Fig. 1
lediglich eine Walze 11 ganz und eine weitere Walze 12 teil
weise dargestellt sind. Die Walzen 11, 12 laufen in Richtung
der Pfeile 13 mit gleichmäßiger Geschwindigkeit um. Auf der
Walze 11 sind an sich bekannte Greifer 14 angeordnet, welche
die an der Anlagestelle angekommenen Bogen 5 erfassen und in
die Maschine einführen, nachdem vorher der Anschlag 9 im
richtigen Zeitpunkt automatisch außerweges bewegt worden ist.
Nach Einzug des Bogens 5 in die Maschine kehrt der Anschlag 9
in seine Ausgangslage zurück. Die Bewegung des Anschlages 9
erfolgt in Richtung des Doppelpfeiles 15.
Offensichtlich kann ein Bogen 5 vom Greifer 14 nur dann erfaßt
werden, wenn zwischen den durch die Anlegevorrichtung 1 zuge
führten und vorgeschobenen Bogen und der umlaufenden Walze 11
eine Synchronisation in der Weise hergestellt ist, daß ein
Bogen 5 immer dann an der Anlagestelle vorhanden ist, wenn
sich der Greifer 14 innerhalb eines bestimmten Drehwinkel
bereiches in der Nähe der Anlagestelle befindet.
Dieser Drehwinkelbereich entspricht einem bestimmten Zeit
intervall, welches in Fig. 2 durch die Strecke zwischen A
und B dargestellt ist. Bei herkömmlichen bogenführenden
Maschinen sind elektrische Schalteinrichtungen vorgesehen,
welche einen das vorgegebene Zeitintervall zwischen A und B
erfassende Drehwinkelgeber einschließen, der mit der Licht
schranke 10 so zusammenwirkt, daß stets feststellbar ist, ob
im Zeitintervall A, B ein Bogen ordnungsgemäß am Anschlag 9
anliegt. Ist dies nicht der Fall, wird die Maschine automatisch
abgeschaltet.
Die optimale Bogenankunft liegt etwa in der Mitte des Zeit
intervalls A, B und ist in Fig. 3 durch den wesentlich
kleineren, innerhalb des Intervalls A, B gelegenen Zeitbereich
E, F repräsentiert. Erfindungsgemäß wird die in diesem Zeit
bereich E, F gelegene Bogenankunft zusätzlich überwacht und
in Abhängigkeit hiervon der Bogenvorschub bereits an der
Anlegevorrichtung 1 entsprechend geregelt. Der Erfindungs
gedanke besteht also darin, nicht zu warten, bis die Bogenan
kunft außerhalb des vorgegebenen Zeitintervalls A, B fällt
und damit die Maschine zum Stillstand gebracht, wird sondern
zusätzlich innerhalb des Intervalls A, B eine Überwachung
vorzunehmen und hierdurch ein Herausfallen der Bogenankunft
durch entsprechende Justierungen, beispielsweise an der An
legevorrichtung 1, zu verhindern, so daß es gar nicht erst
zu einem Abschalten der Maschine und einem damit verbundenem
Produktionsausfall kommen kann.
Fig. 4 zeigt vergrößert noch einmal die in Richtung des Pfeiles
13 umlaufende Walze 11 mit dem Greifer 14. Die Markierungen A
und B geben den Drehbereich oder das diesem entsprechende
Zeitintervall an, innerhalb dessen ein Bogen 5 vom Greifer 14
erfaßt und in die Maschine eingezogen werden kann. Innerhalb
dieses Zeitintervalls muß ein Bogen am Anschlag 9 angekommen
und ordnungsgemäß angelegt sein, was durch die Lichtschranke 10
im Zusammenhang mit einem das Zeitintervall A, B signalisieren
den Schaltglied erfolgt. Erfindungsgemäß wird nun der Licht
schranke 10 ein weiteres, die optimale Bogenankunft signali
sierendes Schaltglied zugeordnet, welches in Fig. 4 schematisch
durch einen Mikroschalter 16 und eine diesen betätigende, an
der Welle 17 der Walze 11 angeordnete Nocke 18 repräsentiert
ist. Diese als Drehwinkelgeber funktionierende Anordnung
liefert ein den Zeitbereich E, F, also der optimalen Bogen
ankunft zugeordnetes Signal, welches im Verein mit der Licht
schranke 10 in bekannter Weise dazu ausgenutzt wird, in einer
elektrischen Vergleichsschaltung festzustellen, ob die Bogen
ankunft zu früh erfolgt, also vor dem Zeitpunkt E liegt, ob
die Bogenankunft richtig im Zeitbereich zwischen E und F liegt,
oder ob der Bogen zu spät kommt, also nach dem Zeitpunkt F
am Anschlag 9 ankommt.
Diese drei Möglichkeiten können nun in einfacher Weise, bei
spielsweise durch drei Lampen oder Leuchtdioden an der
Maschine zur visuellen Darstellung gebracht werden, so daß
dann beispielsweise manuell eine entsprechende Nachregelung
des Bogenvorschubs durch Neueinstellung der betreffenden
Stellgrößen an der Anlegevorrichtung vorgenommen werden kann.
Als Ergebnis dieser Nachregelung verbleibt die Bogenankunft
immer im optimalen Zeitbereich E, F, sie fällt also nie außer
halb des vorgegebenen Zeitintervalls A, B, so daß die Maschine
nicht mehr abschaltet.
Die Korrektur und Nachregelung des Bogenvorschubs kann mit
Hilfe des beschriebenen Verfahrens auch automatisch vorge
nommen werden. Wird eine der oben genannten, drei Möglich
keiten signalisiert, so kann durch einfache Schaltmittel ein
Verstellmotor der Anlegevorrichtung 1 für eine bestimmte
Zeit den Befehl erhalten, vorwärts oder rückwärts zu drehen,
bis die Bogenankunft wieder in den optimalen Zeitbereich E, F
fällt.
Um eine Nachregelung zu vermeiden, wenn zufällig nur ein
einzelner Bogen nicht ordnungsgemäß ankommt und anliegt, kann
auch vorgesehen werden, daß ein in an sich bekannter Weise
in die der Maschine zugeordnete Schaltanordnung eingebauter
Zähler die Anzahl der zu früh oder zu spät ankommenden Bogen
summiert und einen Verstellbefehl erst dann auslöst, wenn eine
bestimmte Anzahl nacheinander ankommender Bogen, beispiels
weise drei Bogen, bezüglich ihrer Ankunftszeit nicht ordnungs
gemäß in den Bereich E, F fallen.
Die beschriebene Anordnung gemäß der Erfindung hat den Vor
teil, daß ein zusätzlicher Einbau von Meßeinrichtungen oder
Meßfühlern in Gestalt von Lichtschranken 10 od. dgl. nicht
erforderlich ist. Es genügt lediglich, den durch die Teile
16 und 18 repräsentierten, den Zeitbereich E, F abfragenden
Drehwinkelgeber zusätzlich einzubauen, um eine manuelle oder
automatische Korrektur der Anlegevorrichtung 1 durchzuführen.
Da der Zeitbereich E, F bei bekannten Maschinen nicht abge
fühlt und zur Steuerung nicht ausgenutzt wurde, war es bisher
überhaupt nicht möglich, die optimale Bogenankunft mit Bezug
auf den Drehwinkel der Walze 11 zu erkennen und entsprechende
Korrekturen an der Anlegevorrichtung durchzuführen.
Insgesamt ermöglicht es die Erfindung also, daß die Anlege
vorrichtung 1 unabhängig von Maschinengeschwindigkeit, Be
schaffenheit der vorzuschiebenden Bogen 5 und deren Ober
fläche stets optimal - gegebenenfalls auch durch Fernbedienung -
eingestellt werden kann, so daß Stillstandszeiten der Maschine
vermeidbar sind. Eine höhere Maschinengeschwindigkeit (Druck
geschwindigkeit) und größere Maschinenleistung bei verhältnis
mäßig geringem, zusätzlichem Aufwand ist hierdurch ermöglicht.
Das erfindungsgemäße Regel- oder Steuerprinzip ist im übrigen
nicht auf eine Überwachung der Ankunft einzelner Bogen be
schränkt. In analoger Weise ermöglicht dieses Prinzip bei
spielsweise auch eine Anlege-Register-Kontrolle bei einer
Druckmaschine od. dgl. zugeführten Bogen. Auch dort ist ein
größerer, der genauen Bogenanlage und/oder Bogenausrichtung
zugeordneter, von einer Lichtschranke od. dgl. abgetasteter
Meßbereich vorgesehen. Liegt ein Bogen kurz vor seinem Einzug
in die Maschine außerhalb dieses Meßbereiches, wird die
Maschine abgeschaltet. Erfindungsgemäß wird nun, beispiels
weise durch eine zweite, in Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 20
bezeichnete Reflexlichtschranke noch ein kleinerer Meßbereich
abgetastet und mit den anliegenden und ausrichtenden Bogen in
Beziehung gebracht. Der größere Meßbereich kann beispielsweise
1 bis 2 mm betragen. Der genauere, von der Lichtschranke 20
abgetastete Meßbereich kann kleiner als 1/10 mm sein. Durch
ständige Überwachung der Bogen in diesem kleinen Meßbereich
und entsprechende Nachregulierung der verantwortlichen Stell
größen kann dann ohne Abschaltung der Maschine ein ordnungs
gemäßer Bogeneinzug gewährleistet werden. Auch bei dieser
Anordnung kann die Abfragung der verschiedenen Meßbereiche zu
verschiedenen Zeitpunkten erfolgen. Die Vorteile dieser Anord
nung liegen wiederum darin, daß rechtzeitig Maßnahmen zur
Behebung von Anlege- und/oder Registerfehlern eingeleitet
werden können, daß ständig eine Aussage über die Anlege
qualität der verarbeiteten Bogen möglich ist und daß eine
höhere Druckgeschwindigkeit durch bessere Maschineneinstellung
erreichbar ist.
Claims (3)
1. Verfahren zum Steuern der Ankunft einzeln vorgeschobener
Bogen aus biegsamem Material am Einlaß von bogenverarbeiten
den Maschinen, insbesondere Druckmaschinen, bei dem die
Ankunft des Bogens an einer Anlegestelle durch Tastmittel
innerhalb eines vorgegebenen Zeitintervalls festgestellt,
wird, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ankunft des Bogens (5) an der Anlegestelle (9) zu
sätzlich noch mit Bezug auf einen kleineren, innerhalb
des vorgegebenen Zeitintervalls (A, B) gelegenen, der
optimalen Bogenankunft entsprechenden Zeitbereiches (E, F)
überwacht und in Abhängigkeit hiervon der Bogenvorschub
geregelt wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Signalgeber (16, 18) vorge
sehen ist, der für einen kleineren, innerhalb des vorge
gebenen Zeitintervalls (A, B) liegenden, der optimalen
Bogenankunft an der Anlegestelle (9) entsprechenden Zeit
bereich (E, F) ein Signal liefert, das zusammen mit dem
Tastmittelsignal einer Vergleichsschaltung zugeführt wird,
deren Ausgangssignal wiederum eine manuelle oder auto
matische Nachstellung des Bogenvorschubs auslöst.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Signalgeber einen elektrischen Schalter (16) umfaßt,
der von einer umlaufenden Welle (17) der Maschine betätigt
wird.
Priority Applications (3)
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Family
ID=6111411
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Legal Events
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| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8330 | Complete disclaimer |