DE3035558C2 - Bremsvorrichtung für Lamellenführungsgetriebe photographischer Schlitzverschlüsse - Google Patents
Bremsvorrichtung für Lamellenführungsgetriebe photographischer SchlitzverschlüsseInfo
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- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B9/00—Exposure-making shutters; Diaphragms
- G03B9/08—Shutters
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Description
Die Erfindung betrifft eine Bremsvorrichtung für ein Lamellenführungsgetriebe eines photographischen
Schlitzverschlusses, das zunächst vorwärts beim Durchführen einer Aufnahme und dann in entgegengesetzter
Richtung zurück in die Ausgangsstellung antreibbar ist.
Bei Verschlüssen dieser Art ist es zum Vermeiden von Prellerscheinungen erforderlich, das aus der gespannten
Ausgangsstellung zunächst vorwärts zum Einleiten oder Beenden einer Belichtung antreibbare Lamellenführungsgetriebe
durch eine Bremsvorrichtung abzufangen. Eine bekannte Anordnung (DE-OS 23 41 750) weist
deshalb in die Ablaufebene bewegter Verschlußglieder ragende starre Bremsnocken auf, denen die Verschlußglieder
jeweils gegen Ende ihrer Ablaufphase federnd ausweichen. Eine andere bekannte Bremsvorrichtung
(DE-OS 25 54 424) ist analog so ausgestaltet, daß federnde Bremsnocken von Stiften des ablaufenden Lamellenführungsgetriebes
erfaßt werden. Die bekannten Bremsvorrichtungen behalten bei der Rückbewegung dieselbe Bremskraft vollständig bei, die bei der Vorwärtsbewegung
die Lamellen bzw. das Lamellenführungsgetriebe abgefangen hat. Beim manuellen Zurückbewegen
des Lamellenführungsgetriebes in die Ausgangsstellung durch Betätigen eines Spannhebels der
Kamera steht ausreichend Kraft auch zum Überwinden der Bremskraft dieser Bremsvorrichtungen zur Verfügung,
Erfolgt jedoch das Zurückbewegen des Lameüen- ^Tührungsgetriebes durch einen vorher gespannten
Kraftspeicher (DE-OS 27 35 693) oder durch einen angesetzten Motoraufzug, dann steht lediglich eine begrenzte
Rückführkraft zur Verfügung. Infolgedessen wird das Reduzieren der das ungewollte Zurückbewegen
des Lamellenführungsgetriebes verhindernden Bremskraft angestrebt.
Aufgabe der Erfindung ist es eine Bremsvorrichtung für Lamellenführungsgetriebe der eingangs genannten
Art so weiterzubilden, daß die Bremskraft beim Antrieb des Lamellenführungsgetriebes in seine Ausgangsstellung
reduziert ist
Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, daß das in entgegengesetzten Richtungen antreibbare Lamellenführungsgetriebe
an einem Hebel einen Stift trägt, der zunächst in der Vorwärtsrichtung und dann in der
entgegengesetzten Rückwärtsrichtung mit bewegbar ist, und daß ein in entgegengesetzten Richtungen
ίο schwenkbarer Bremshebel eine Bremsweiche aufweist
welche die Laufbahn des Stiftes schräg schneidet so daß der Bremshebel zur Erzeugung einer ersten Bremskraft
auf den Stift in einer ersten Richtung entgegen einer en ten Bremsfeder und zur Erzeugung einer zweiten
Bremskraft auf den Stift in der entgegengesetzten zweiten Richtung entgegen einer zweiten Bremsfeder
schwenkbar ist
Eine gewünschte Veränderung der Länge bzw. Dauer der Bremswirkung beim Zurückbewegen des Lamellenführungsgetriebes
kann zweckmäßig dadurch erreicht
' werden, daß der Bremsweiche ein Bremsbacken zugeordnet
ist, der in Ruhestellung des Bremshebels außerhalb der Laufbahn des Stiftes liegt.
Die Erfindung ist an Hand dargestellter und beschriebener Ausführungsbeispiele erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen VerschHß in Spannstellung
F i g. 2 eine Bremsvorrichtung bei gespanntem Verschluß
F i g. 1 einen VerschHß in Spannstellung
F i g. 2 eine Bremsvorrichtung bei gespanntem Verschluß
F i g. 3 die Bremsvorrichtung nach Verschlußablauf in Vorwärtsrichtung
F i g. 4 die Bremsvorrichtung nach Verschlußablauf in Rückwärts richtung
Fig.5 eine weitere Ausbildung der Bremsvorrichtung
und
F i g. 6 den Schnitt entlang der Linie A-A bei F i g. 5.
Im "kameragehäuse 1 (vergl. F i g. 1) ist die Sucheröffnung
3 und darunter das Bildfenster 4 vorgesehen. Das Bildfenster 4 ist durch die Öffnungsir Quellen 5 (a, b, c)
und die Schließlamellen 6 (a, b, ^verschiebbar. Die Off-
nungslamellen 5 sind durch den Öffnungshebel 9 und dessen Scherenhebel 7 bewegbar; die Schließlamellen 6
sind durch den Schließhebel 2 und dessen Scherenhebel 8 bewegbar. Die Öffnungsfeder 10 ist einerseits am Öffnungshebel
9 und andererseits an der Spannplatte 11 befestigt; entsprechend ist die Schließfeder 13 mit einem
Ende am Schließhebel 2 und dem anderen Ende an der Spannplatte 14 befestigt. Der Öffnungshebel 9 besitzt
einen Mitnehmer 19, der im Schwenkweg des Anschlages 17 der Spannplatte 11 angeordnet ist. Der Schließhebel
2 besitzt einen Mitnehmer 12, der im Schwenkweg des Anschlages 18 der Spannplatte 14 angeordnet ist.
Der Öffnungshebel 9 ist am Stift 20 entgegen der Öffnungsfeder 10 durch die Öffnungsklinke 21 und der
Schließhebel 2 ist entgegen der Schließfeder 13 durch die Schließklinke 22 festhaltbar. Die beiden Spannplatten
11 und 14 sind durch die Koppelstange 15 miteinander verbunden. Die Koppelstange 15 ist durch die Rückstellfeder
16 bewegbar und durch den Rasthebel 30 entgegen der Stellfeder 16 festhaltbar.
Inder Laufbahn 1 des Stiftes 20 liegt die Bremsweiche
23 eines Bremshebels 24 (vergl. F i g. 2). Der Bremshebel
24 ist auf dem Zapfen 25 schwenkbar gelagert. An der ersten Bremsfeder 26 liegt der Bolzen 27 infolge der
zweiten Bremsfeder 28. Die erste Bremsfeder 26 sucht den Bremshebel'24 am Schwenken im Uhrzeigersinn zu
hindern, während die zweite Bremsfeder 28 das Schwenken des Bremshebels 24 entgegen dem Uhrzeigersinn
zu verhindern sucht. Der Bremsweiche 23 ist ein
Bremsbacken 29 zugeordnet, der in Ruhestellung des Bremshebels 24 außerhalb des ablaufenden Stiftes 20
liegt.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende Bei gespanntem Verschluß befinden sich die Teile in
der Stellung gemäß F i g. 1 bzw. F i g. Z Durch Betätigen der Öffnungsklinke 21 wird diese im Uhrzeigersinn außer
Eingriff m;t dem Öffnungshebel 9 geschwenkt. Infolge der Öffnungsfeder 10 werden der Öffnungshebel 9
und der Scherenhebel 7 zum Bewegen der Öffnungslamellen
5 (a, b, c) veranlaßt; die Öffnungslamellen 5 (a. b, c) laufen dann nach oben gegen die Sucheröffnung 3, so
daß das Bildfenster 4 zur Belichtung eines Filmes geöffnet wird. Der Mitnehmer 19 des Öffnungshebels 9 gelangt
in Berührung mit dem Anschlag 17 der Spannplatteil.
Mit den Öffnungslamellen 5 (a, b, c) läuft der Stift 20 entlang der Laufbahn 1 ebenfalls nach oben (vergl.
F i g. 3). Gegen Ende seines Ablaufes gleitet der Stift 20 zunächst neben dem Bremsbacken 29 vorbei bis er auf
die Bremsweiche 23 trifft Beim weiteren Abiaufen wird der Bremshebel 24 entgegen der ersten Bremsfeder 26
in die unterbrochen gezeichnete Stellung geschwenkt Dabei wird der Stift 20 entlang der Strecke a gebremst.
Nach Erreichen der gezeichneten Wendestellung des Öffnungshebels 9 nimmt der Bremshebel 24 wieder seine
Ruhestellung ein.
Nach Ansprechen einer mechanischen oder elektronischen Vorrichtung zum Bilden unterschiedlicher Belichtungszeiten
wird in bekannter Weise die Schließklinke 22 im Uhrzeigersinn geschwenkt und außer Eingriff
mit dem Schließhebel 2 gebracht. Infolge der Schließfeder 13 werden der Schließhebel 2 und der Scherenhebel
8 zum Bewegen der Schließlamellen 6 (a, b, ^veranlaßt, die Schüeßlameüen β (a, b, c) laufen dann ebenfalls nach
oben ab, so daß das Bildfenster 4 wieder verschlossen wird. Der Mitnehmer 12 des Schließhebels 2 gelangt in
Berührung mit dem Anschlag 18 der Spannplatte 14.
Bei Beendigung seines Ablaufes trifft der Scherenhebel
8 mit seinem Ende 31 auf den Rasthebel 30 und schwenkt diesen im Uhrzeigersinn außer Eingriff mit
der Koppelstange 15. Durch die Rückstellfeder 16 wird die Koppelstange 15 nach unten bewegt, so daß die
beiden Spannplatten 11 und 14 im Uhrzeigersinn gedreht werden. Dabei bewegt die Spannplatte 11 durch
den Anschlag 17 über den Mitnehmer 19 den Öffnungshebel 9 und die Spannplatte 14 durch den Anschlag 18
über den Mitnehmer 12 den Schließhebel 2 im Uhrzeigersinn, so daß die Öffnungslamellen 5 und die Schließlamellen
6 wieder in ihre Ausgangsstellungen bewegt werden. Dabei läuft der Stift 20 ebenfalls in seine Ausgangsstellung
zurück (vergl. Fig.4), wobei er aus der entgegengesetzten Richtung auf die Bremsweiche 23
trifft. Demzufolge wird der Bremshebel 24 entgegen der zweiten Bremsfeder 28 in die unterbrochen gezeichnete
Stellung geschwenkt, wobei der Stift 20 entlang der Strecke b gebremst wird, die aus der Bremsweiche 23
und dem Bremsbacken 29 gebildet wird. Nachdem der Stift 20 den Bremsbacken 29 verlassen hat, kehrt der
iBremshebel 24 infolge der zweiten Bremsfeder 28 in seine Ruhestellung zurück.
Durch Verändern der beiden Bremsfedern 26 und 28 können die Bremskräfte für den Vorwärtslauf und den
Rückwärtslauf variiert werden; durch Verändern des Bremsbackens 29 kann die Bremsstrecke b gegenüber
der Bremsstrecke a variiert werden. Gegebenenfalls
kann auf den Bremsbacken 29 gänzlich verzichtet werden (vergl, Fig.5), so daß durch die Bremsweiche 23.1
ein gleicher Bremsweg c für den Vorwärtsfauf und den Rücklauf geschaffen wird.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Bremsvorrichtung für ein Lamelienführungsgetriebe
eines photographischen Schlitzverschlusses, das zunächst vorwärts beim Durchführen einer Aufnahme
und dann in entgegengesetzter Richtung in die Ausgangsstellung antreibbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß das in entgegengesetzten Richtungen antreibbare Lamellenführungsgetriebe
an einem Hebel (9) einen Stift (20) trägt, der zunächst in der Vorwärtsrichtung und dann in der
entgegengesetzten Rückwärtsrichtung mit bewegbar ist, und daß ein in entgegengesetzten Richtungen
schwenkbarer Bremshebel (24) eine Bremsweiche (23, 23.1) aufweist, welche die Laufbahn des Stiftes
(23) schräg schneidet, so daß der Bremshebel (24) zur
Erzeugung einer ersten Bremskraft auf den Stift (20) in einer emeu Richtung entgegen einer ersten
Bremsfeder (26) und zur Erzeugung einer zweiten Bremskraft auf den Stift (20) in der entgegengesetzten
zweiten Richtung entgegen einer zweiten Bremsfeder (28) schwenkbar ist.
2. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bremsweiche (23) ein
Bremsbacken (29) zugeordnet ist, der in Ruhestellung des Bremshebels (24) außerhalb der Laufbahn
des Stiftes (20) liegt.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE3035558C2 true DE3035558C2 (de) | 1986-04-17 |
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Family Applications (2)
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Family Applications After (1)
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|---|---|---|---|
| DE19808025322 Expired DE8025322U1 (de) | 1979-12-17 | 1980-09-22 | Bremsvorrichtung fuer lamellen von schlitzverschluessen |
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- 1980-12-04 GB GB8038886A patent/GB2065315B/en not_active Expired
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