DE303880C - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
Ammoniumverbindungen finden vorzugsweise in der Sprengstoff- und Pulverindustrie
Verwendung, und zwar insbesondere in der Form von Ammonsalpeter für Sprengstoffmischungen
und -ladungen, der bisher entweder pulverig oder gepreßt angewendet wurde.
Durch die französische Patentschrift 350371 ist ein Verfahren bekannt geworden, äqui-
»o molekulare Mengen zweier Metallnitrate
oder eines Metallnitrats und eines organischen Nitrats zusammen zu benutzen, wobei
Körper erhalten werden, deren Schmelzpunkt niedriger liegt als der der einzelnen
Bestandteile. Soweit bekannt, hat dieses Verfahren aber keinerlei Verwendung in der
■Praxis gefunden.
Das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Verfahren bezieht sich auf
die Herstellung gießbarer Ammoniumverbindungen sowie deren Verwendung bei der Herstellung von Schießpulver, Sprengstoffen
und Sprengladungen.
Das Verfahren besteht darin,. Ammoniumverbindungen, beispielsweise Ammonsalpeter,
im Gemisch mit Halogenverbindungen, ζ. Β. mit Natriumchlorid, einzuschmelzen. Während
nämlich der Schmelzpunkt des Ammonsalpeters bei i66° C und der des Natriumchlorids
bei 8130C liegt, hat es sich erwiesen,
daß, im Gemisch, der Ammonsalpeter bei 1250C leicht schmilzt.
Der hierdurch erzielte technische Fortschritt liegt darin, daß, was zunächst die
Sprengstoff- und Pulverindustrie angeht, es hierdurch gelingt, zu spezifisch schweren
Sprengstoffen zu gelangen, ganz im Gegensatz zu den sonst üblichen pulverigen Ammonsalpetersprengstoffen.
Diese schweren Sprengstoffe besitzen neben einer guten Detonationsfähigkeit noch den Vorteil, daß sie,
gegenüber den technisch schwerer herzustellenden gießbaren Nitroprodukten, die gänzliche
Ungefährlichkeit ihrer Handhabung in sich schließen, einen Vorteil, der für die Sprengstoffindustrie nicht hoch genug anzuschlagen
ist. Ohne Zuhilfenahme kostspieliger maschineller Anlagen können Füllungen hergestellt werden, die sich, gegenüber
den bisher hierfür nach üblichem Verfahren verwendeten pulverigen oder gepreßten
Ammonsalpeter sprengstoff en, durch größere Dichte und geringere Wasseranziehung auszeichnen.
Die Schmelze kann hierfür allein oder in Verbindung mit anderen, geeigneten Zuschlagen
verwendet werden, wobei man ihre Wirkungsweise so abzutönen vermag, daß sie hinsichtlich ihrer Leistung den gießbaren
Nitroprodukten nicht nachstehen.
Was insbesondere die Verwendung für die Pulverindustrie angeht, so muß als besonders
günstiger Umstand hervorgehoben werden, daß es einer verhältnismäßig leichten Arbeit,
nämlich nur des Einschmelzens bedarf, um sofort ein spezifisch schweres Produkt zu erhalten,
das weiter verarbeitet werden kann.
Die ganze Anschaffung von hydraulischen Pressen erübrigt sich hierdurch, wobei recht
erheblich an Kosten gespart werden kann.
Zu bemerken wäre noch, daß von allen Halogenverbindungen es das Kochsalz ist,
welches in gewaltigen Mengen in der Natur vorkommt und dessen Beschaffung auf keinerlei
Schwierigkeiten stößt. Hierdurch sowie durch sein^■Ä^tok^t^iin^dffieine vollkommene
5. Ungefährtrcnkeft ^'Bein? 'Zusammenschmelzen
mit AmmoÄmmittoligen ist gerade Natriumchlorid mit Ammoniaksalpeter für diese
technische Verbindung als besonders geeignet anzusehen. Durch Beigabe von geeigneten
ίο Zusätzen ist es leicht möglich, auch hier die
Wirkung des Produktes besonders günstig
zu gestalten. . ■ · »
Aber auch für andere technische Zwecke
können die gießbaren Ammoniumverbindüngen ausgezeichnet verwandt werden, so
z.B.· als. Heizmittel für technische Bäder, da sie vor den übrigen in dieser Beziehung gebräuchlichen
Hilfsmitteln den Vorteil haben, nicht zu verdampfen oder zu vergasen.
. ■ . ,
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:ι . Verfahren zur Herstellung gießbarer Ammoniumverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß Ammoniumsalze im Gemisch mit Halogenverbindungen eingeschmolzen werden.γ." 2. Ausführungsverfahren des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Ammonsalpeter und Natrimchlorid im Gemisch miteinander eingeschmolzen werden.3. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 zur -Herstellung von Sprengstoffen, Sprengladungen und Schießpulver, dadurch gekennzeichnet, daß Ammoniumverbindungen im Gemisch mit Halogenverbindungen eingeschmolzen und allein oder mit geeigneten Zusätzen verwandt werden. . .. . , .4. Anwendung, des Verfahrens nach Anspruch 1 zur Herstellung von Sprengstoffen, Sprengladungen und Schießpulver, dadurch gekennzeichnet, . daß Ammoniaksalpeter und Natriumchlorid im Gemisch miteinander eingeschmolzen und allein oder mit" arideren geeigneten Zusätzen verwandt werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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ID=557546
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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