DE3040233C2 - Vorrichtung zum Bestimmen eines temperaturabhängigen Parameters einer Flüssigkeitsprobe und Einweg-Probenträger für dieselbe - Google Patents

Vorrichtung zum Bestimmen eines temperaturabhängigen Parameters einer Flüssigkeitsprobe und Einweg-Probenträger für dieselbe

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DE3040233C2
DE3040233C2 DE19803040233 DE3040233A DE3040233C2 DE 3040233 C2 DE3040233 C2 DE 3040233C2 DE 19803040233 DE19803040233 DE 19803040233 DE 3040233 A DE3040233 A DE 3040233A DE 3040233 C2 DE3040233 C2 DE 3040233C2
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bestimmen eines temperaturabhängigen Parameters einer Flüssigkeitsprobe, insbesondere einer Körperflüssigkeitsprobe, wie zur Bestimmung des Hämatokritwertes und des ungefähren Hämoglobingehalts einer Blutprobe als Flüssigkeitsprobe, wobei die elektrische Leitfähigkeit der Flüssigkeitsprobe mit geringem Volumen mit Hilfe von in die Probe eintauchenden Elektroden in einem in die Vorrichtung einführbaren Probenträger gemessen wird, und einen Einweg-Probenträger für eine solche Vorrichtung.
Aus DE-AS 12 29 760 ist ein Gerät zur Anzeige des Hämatokritwertes von Blut bekannt, das die vorstehend genannten Merkmale hat und bei dem eine Außenverbindung mit der zu untersuchenden Flüssigkeitsprobe hergestellt wird. Da der zu bestimmende Parameter, wie der Hämatokritwert von Blut, temperaturabhängig ist,
sind die hierbei erhaltenen Meßwerte sehr ungenau und daher unzuvei lässig. Auch besteht eine Ansteckungsgefahr für den Anwender eines solchen Geräts, da keine Schutzmaßnahmen zum Abschirmen der Probe getroffen sind.
In der US-Re 3 000 ist eine Vorrichtung beschrieben, die einen Sondenstab aufweist, an dessen Spitze zwei leitende Elektroden vorgesehen sind. Diese Sonde wird dann zur Bestimmung des Hämatokritwertes in Verbindung mit einer Blutprobe angewandt und durch dieselbe wird ein elektrischer Strom geschickt Um möglichst genaue Meßwerte zu erhalten, ist es erforderlich, die Sonde jeweils zwischen den Untersuchungen gründlich zu reinigen.
Aus US-PS 41 23 701 oder DE-OS 27 29 131 ist ein Ein weg-Probenträger bekannt, der einen Probenträgerkörper aus elektrisch isolierendem Material aufweist. In dem Prohenträgerkörper ist eine Vertiefung für die Aufnahme der Blutprobe ausgebildet Diese Vertiefung ist so bemessen, daß sie etwa einen Bluttropfen aufnimmt. Als Volumen der Vertiefung ist etwa 0,05 ml angegeben. In der Vertiefung sind Elektroden angeordnet, die mit einer Vorrichtung zum Bestimmen des temperaturabhängigen Parameters der Flüssigkehsprobe verbunden werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Bestimmen eines temperaturabhängigen Parameters einer Flüssigkeitsprobe der gattungsgemäßen Art derart weiterzubilden, daß auf vereinfachte, gefahrlose Weise sich elektrische Kennwerte von Flüssigkeitsproben, insbesondere von Körperflüssigkeitsproben, genau bestimmen lassen, sowie einen hierfür bestimmten Einweg-Probenträger zu schaffen, der insbesondei e zur Verwendung der Vorrichtung zum Bestimmen eines temperaturabhängigen Parameters einer Flüssigkeitsprobe bestimmt ist
Nach der Erfindung wird diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, sowie mit dem Einweg-Probenträger gemäß Anspruch 13.
Die Vorrichtung nach Anspruch 1 weist ein Auflager aus einem sehr gut wärmeleitenden Material, wie Aluminium, auf. so daß dieses schnell die Temperatur der zu untersuchenden Probe annimmt und daher keine Meßfehler aufgrund von Temperaturunterschieden zwischen der Vorrichtung zum Bestimmen des temperaturabhängigen Parameters der Flüssigk<iitsprobe und der Flüssigkeitsprobe selbst zu befürchten sind. Ferner weist die Vorrichtung eine Führungseinrichtung für den Probenträger beim Einführen in die Vorrichtung auf, so daß der Probenträger in einer exakt vorbestimmbaren und wiederholbaren Lage in der Bestimmungsvorrichtung angeordnet werden kann. Da eine nachgiebige Andrückeinrichtung den Probenträger auf dem Auflager anliegend hält ist immer ein zuverlässiger Kontakt zwischen Probenträger und Auflager vorhanden, so daß die Bestimmung des temperaturabhängigen Parameters einer Flüssigkeitsprobe äußerst genau erfolgen kann. Auch enthält die Vorrichtung nach Anspruch 1 eine Auswerteinrichtung, die derart beschaffen ist, daß ein Korrekturwert für die Temperatur der zu untersuchenden Probe berücksichtigt werden kann, um den temperaturabhängigen Parameter möglichst genau und bei etwa konstanter Temperatur zu bestimmen.
Da bei der Bestimmung die zu untersuchende Flüssigkeitsprobe in dem Probenträger eingeschlossen ist und dieser insgesamt in die Bestimmungsvorrichtung eingeführt wird, sind auch die Anwender einer solchen Vorrichtung vor Ansteckungsgefahren geschützt.
Vorzugsweise ist die Bestimmungsvorrichtung tragbar und wird durch Batterien gespeist, so daß die Vorrichtung universell verwendet werden kann und leicht von einem Einsatzort zu einem anderen transportiert werden kann. Bei der Bestimmungsvorrichtung nach Anspruch 1 wird auch die Temperatur der zu untersuchenden Probe erfaßt und bei der Bestimmung des temperaturabhängigen Parameters berücksichtigt
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Vorrichtung zum Bestimmen eines temperaturabhängigen Parameters einer Flüssigkeitsprobe sind in den Ansprüchen 1 bis 12 angegeben.
Mit dem Einweg-Probenträger gemäß Anspruch 13 werden zahlreiche Vorteile erzielt:
In dem Einweg-Probenträger kann die zu untersuchende Probe ohne weiteres einer Kapillarwirkung unterworfen werden und die Probe kann in den Probenträger aus einem Reagenzglas oder unmittelbar bei eier beim Patienten vorgenommenen Probenahme eingeführt werd/n. Wenn der Einweg-Probenträger durchsichtig ist und der den Kapillarkanal ' sigrenzende Teil als Lupe ausgebildet ist, lassen sich vor außen ohne weiteres Lufteinschlüsse oder andere Unstetigkeiten in der zu untersuchenden Probe erkennen, die zu ungenauen Meßergebnissen führen können. Gleichzeitig bildet die Lupe ":n der Nähe des Kapillarkanals auf der oberen Fläche des Probenträgers ein vorspringendes Teil, das zusätzlich noch die Aufgabe erfüllt, den Ein weg-Probenträger im eingeführten Zustand in der Vorrichtung festzulegen. Infolge des sehr kleinen /tbsfandes zwischen der Unterseite des Probenträgers und der im Kapillarkanal eingeschlossenen zu untersuchenden Probe ist eine nahezu verlustfreie Wärmeübertragung zwischen der Probe und dem Auflager in der Bestimmungsvorrichtung gewährleistet um äußerst genaue Meßergebnisse zu erzielen.
Ferner dient der Einweg-Probeiiiräger auch gleichzeitig dazu, die Bestimmungsvorrichtung einzuschalten, wenn der Probenträger ordnungsgemäß in der vvrbestimmten Lage sich in der Bestimmungsvorrichtung befindet. Um den Energieverbrauch in Grenzen zu halten, v/ird die Bestimmungsvorrichtung wiederum selbsttätig abgeschaltet, wenn der Probenträger aus dieser entnommen wird.
Die Erfindung wird nachstehend an einem Beispiel unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Darin zeigt
F i g. 1 eine schematische Ansicht einer Vorrichtung zum Bestimmen eines temperaturabhängigen Parameters einer Flüssigkeitsprobe,
F i g. 2 eine Draufsicht auf die in F i g. 1 gezeigte Vorrichtung,
F i g. 3 eine Seitenansicht der Vorrichtung von F i g. 1, 7ig.4 eine schematische Ansicht eines Einweg-Probenträgers in auseinandergezogener Darstellung,
F i g. 5 eine Schriittansicht längs der LirJe 5-5 in Fig. 4,
Fig.6 eine Schnittansicht längs der Linie 6-6 in Fig. 4,
Fig. 7 eine Unteransicht des Ein weg-Probenträgers von F i g. 4,
F i g. 8 eine schematische Ansicht einer Aufpahineeinrichtung der Vorrichtung und eines Probenträgers, der noch vor dem Einführen in die Vorrichtung dargestellt ist,
Fig.9 bis 12 Längsschnittansichten der Aufnahmeeinrichtung der Bestimmungsvorrichtung nach F i g. 8,
F i g. 13 eine Draufsicht auf die Aufnahmeeinrichtung
von F i g. 8,
Fig. 14 eine Draufsicht der Aufnahmeeinrichtung in teilweise geschnittener Darstellung zur Verdeutlichung der innenliegenden Einzelheiten,
Fig. 15 eine Seitenansicht der Aufnahmeeinrichtung von F i g. 8,
Fig. 16a, 16b und 17 Ausschnittsansichten von in der Aufnahmeeinrichtung vorgesehenen Teilen, und
F i g. 18 ein Blockschaltbild einer Schaltung zum Ausweiten der mit der Vorrichtung erhaltenen Meßwerte.
In die in Fi g. 1 gezeigte Vorrichtung 10 zum Bestimmen eines temperaturabhängigen Parameters, wie des Häniatokritwertes oder des Hämoglobingehalts einer Blutprobe als Flüssigkeitsprobe, ist ein Probenträger 12 einführbar. Die Vorrichtung 10 ist batteriebetrieben.
Die Vorrichtung 10 weist eine digitale Sichtanzeige 14 für die Meßwerte, wie den Hämatokritwert und den ungefähren Hämoglobingehalt, auf. Die Vorrichtung wird uuiomiimcn cingcschäiici, wenn der Einwcg-Pro benträger 12 eingeführt ist.
Der Einweg-Probenträger 12 ist durch Präzisions-Formpressen hergestellt und enthält Elektroden 22, 24 aus einer nichtrostenden Stahllegierung. Der Probenträger 12 weist einen ebenen Probenträgerkörper 16 auf. in dem ein Kapillarkanal 18 zur Aufnahme einer Flüssigkeitsprobe ausgebildet ist. Am freien Ende des Kapillarkanals 18 ist eine Düse 20 zum Einleiten einer zu untersuchenden Blutprobe vorgesehen.
Im Kapillarkanal 18 sind im Abstand voneinander zwei Elektroden 22 und 24 angeordnet, und der zwischen den Elektroden liegende Bereich des Kapillarkanals 18 bildet eine Meßzelle 26 mit einem vorbestimmten Volumen.
Die Elektroden 22 und 24 sind elektrisch über eine von zwei scheibenförmigen, leitenden Auflagen 28, 30 gebildete Anschlußeinrichtung mit einer elektrischen MeßsehaliüRg einer Auswerteeinrichtung 32 der Vorrichtung 10 verbindbar.
Die A iswerteeinrichtung 32 der Vorrichtung 10 bestimmt aus den von der zu untersuchenden Probe im Probenträger 12 erhaltenen Meßwerten der. jeweiligen temperaturabhängigen Parameter.
Eine Aufnahmeeinrichtung 34 für den Probenträger 12 sveist ein Führungsteil 36 auf, das mit einem Auflager 40 derart verbunden ist, daß eine einwandfreie Einführung des Probenträgers 12 in die Vorrichtung 10 gewährleistet ist. Das Auflager 40 besteht zweckmäßigerweise aus einem sehr gut wärmeleitenden Material, wie Aluminium.
Eine in der Vorrichtung 10 angeordnete Rollenanordnung hält den ProLanträger 12 fest anliegend an der oberen Fläche des Auflagers 40. Die Aufnahmeeinrichtung 34 enthält ferner einen etwa L-förmigen Kontaktträger 44, der elektrische Kontaktanordnungen 46 und 48 enthält und derart schwenkbar gelagert ist, daß beim Einführen des Probenträgers 12 die Kontaktanordnungen 46,48 mit den Auflagen 28 und 30 der Anschlußeinrichtung des Einweg-Probenträgers 12 in Berührung kommen.
Nach den F i g. 4 bis 8 hat der Ptobenträger 12 einen langgestreckten, ebenen Probenträgerkörper 16, der aus einem durchscheinenden Kunststoff, wie LEXAN oder Plexiglas, hergestellt ist Der Probenträgerkörper 16 läßt sich mit einer Länge von 635 mm und einer Breite von 36,6 mm ausbilden. In F i g. 8 ist der Probenträger 12 kurz vor dem Einführen in die Vorrichtung 10 gezeigt Nach den F i g. 3 bis 5 und 8 weist der Probenträgerkörper 16 eine ebene obere Fläche 56 und eine ebene untere Fläche 58 auf, sowie einen vorderen Rand 60 und einen hinteren Rand 62. Jeder Seitenrand 60,62 des Probenträgerkörpers 16 endet in einem im Querschnitt gekrümmten Flügel 64 bzw. 66, der von der Ebene der oberen Fläche 55 vorsteht und glatt und stufenlos in die Ebene übergeht.
In der Nähe des vorderen Endes des Probenträgerkörpers 16 bildet dieser eine nach oben vorstehende Querleiste 70, die sich über den Seitenrand des Probenträgerkörpers 16 hinaus erstreckt und dort den Flügel 66 unterbricht. Diese Querleiste 70 bildet auf der unteren Fläche 58 des Probenträgers 12 eine halbzylindrische Quernut 72.
Auf die untere Fläche 58 des Probenträgers 12 ist ein
is gestanztes Deckblatt 74 geklebt, das aus Kunststoff, wie Mylar, besteht und derart bemessen ist, daß es die halbzylindrische Quernut 72 vollkommen abdeckt und mit ihr den Kapillarkana! 18 mit der Düse 20 begrenzt.
Zwischen dem Deckblaü 7& und der unteren Fläche des Probenträgers 12 sind die beiden mit dem Deckblatt 74 verklebten Elektroden 22 und 24 im Abstand voneinander angeordnet, die sich quer in dem Kapillarkanal 18 erstrecken und zwischen sich die Meßzelle 26 begrenzen. Der Probenträgerkörper 16 besitzt zwei Ausnehmungen 80 und 82 für die Verbindung der Meßzelle 26 über die Anschlußeinrichtung 28 und 30 mit der Vorrichtung Ϊ0.
An seine· > der Düse 20 entgegengesetzten Ende besitzt der Kapillarkanal 18 eine kleine öffnung 86 zur Entlüftung des Kapillarkanals 18, wenn durch Kapillarwirkung die Blutprobe als Flüssigkeitsprobe in den Kapillarkanal 18 gesaugt wird. Die Öffnung 86 ist vollständig von einem erhabenen Rand 88 umgeben, der einem Anschluß an übliche Vorrichtungen zur automatischen Abgabe von Flüssigkeiten dient, wenn der Probenträger 12 bei seiner Herstellung gereinigt und geprüft und mit einem Tensid versehen wird.
Der Probenträgerkörper 16 besitzt in der Nähe des Kapillarkanals 18 eine große rechteckige Ausnehmung 90, so daß im Bereich der Blutprobe die wärmeaufnehmende Masse des Probenträgerkörpers 16 verkleinert ist. Diese rechteckige Ausnehmung läßt sich mit einer Länge von etwa 30,2 mm und einer Breite von etwa 14,9 mm ausbilden.
Der Probenträger 12 wird in üblicher Weise im Spritzguß aus einem Kunststoff hergestellt, der gut benetzbar ist, wie aus PoIycarbonatv(LEXAN), Polymethylmethacrylat (Plexiglas) oder einem Styrol-Butadien-Harz(K-Harz).
Für das Deckblatt 74 wird ein auf beiden Seiten klebfähiges Blatt verwendet, das auf beiden Seiten mit ei.er Papierauflage zum Schutz des Klebers versehen ist. Die Papierauflage wird von der einen Seite des Blattes abgezogen, und die jetzt freiliegende Klebefläche wird auf eine Mylarfolie gelegt. Dann wird die Papierauflage von der anderen Seite des Blatts abgezogen und ein vorher passiviertes Blechstück aus nichtrostendem Stahl mit einer Dicke von beispielsweise 0,127 mm mit der freiliegenden Klebefläche verklebt. Man erhält auf diese Weise einen Schichtkörper aus nichtrostendem Stahl und Mylar.
Nun wird in einem üblichen Ätzverfahren der nichtrostende Stahl überall von der Mylarfoiie entfernt, außer an den Stellen, an denen die Elektroden 22, 24 und die die Anschlußeinrichtungen bildenden Auflagen 28, 30 zu sehen sind. Zu diesem Zweck wird der nichtrostende Stahl an den für die Elektroden 22, 24 und Auflagen 28,30 bestimmten Bereichen mit einem Photolack über-
zogen. Der mit dem Photolack versehene, nichtrostende Slahl wird belichtet: dann wird ein Ätzmittel, beispielsweise Eiscn(lll)-chlorid, aufgetragen, das den Klebstoff nicht angreift. Auf diese Weise erhält man auf dem Deckblatt 74 aus Mylar zwei Elektroden 22, 24 und ihnen zugeordnete Auflagen 28, 30. Dabei bleibt die nicht von dem nichtrostenden Stahl bedeckte Oberfläche d<r> Deckblatts 74 überall klebfähig. Nach dem Ätzen wird das Auflagerpapier wieder auf das Deckblatt •74 geklebt und dieses in der in -F i g. 3 gezeigten Form ausgestanzt.
Ohne einen Ätzvorgang lassen sich die Elektroden 22, 24 an dem Deckblatt 74 mit zwei Bändern aus nichtrostendem Stahl befestigen, die direkt quer auf das Deckblatt 74 gelegt und mit diesem gestanzt und dabei mit dem Deckblatt 74 verklebt werden.
Zum Verkleben des Probenträgerkörpers 16 mit dem Deckblatt 74 wird das Auflagepapier von dem Deckblatt 74 ahgp7ogf>n und sie werden in einem üblichen Walzvorgang zusammengedrückt. Die Anordnung der Mylarfolie auf der unteren Fläche 58 des Probenträgerkörpers 16 ist nicht kritisch, wenn nur der Kapillarkanal 18 richtig ausgebildet wird und die beiden Elektroden 22, 24 aus nichtrostendem Stahl den Kapillarkanal 18 etwa rechtwinklig kreuzen.
Nach den Fig.8 bis 17 wird durch das Einführen des Probenträgers 12 in die Aufnahmeeinrichtung 34 der Vorrichtung 10 die Bestimmung des Hämatokritwertes eingeleitet
Der Einweg-Probenträger 12 ist mit einem eingeformt η Richtungspfeil 92 oben liegend und zur Vorrichtung 10 weisend in den Spalt 94 auf der Vorderseite der Vorrichtung 10 eingeführt. Dadurch werden die beiden Kontaktanordnungen 46 und 48 mit den Auflagen 28 und 30 der Anschlußeinrichtung des Probenträgers 12 in Berührung gebracht, so daß der Probenträger 12 jetzt mit der Auswerteeinrichtung 32 der Vorrichtung 10 verbunden ist, um die elektrische Leitfähigkeit der zu untersuchenden Probe zu messen, den Hämatokritwert zu bestimmten und ihn auf der digitalen Sichtanzeige 14 anzuzeigen.
Das Auflager 40 ist beispielsweise ein Körper mit sechs Flächen. Auf seiner oberen Fläche 100 wird der Probenträger 12 in die Aufnahmeeinrichtung eingeschoben. An der unteren Fläche 102 des Auflagers 40 ist idie Aufnahmeeinrichtung 34 in dem Gehäuse 11 der Vorrichtung 10 befestigt.
An der oberen Fläche des Auflagers 40 ist ein langgestrecktes Führungsteil 36 mit Schrauben 104 befestigt In dem Führungsteil 36 ist eine dem Flügel 64 des Probertträgers 12 angepaßte Längsnut 106 als Führungseinrichtung ausgebildet, die so lang ist, daß eine einwandfreie Führung des Probenträgers 12 in der Vorrichtung 10 gewährleistet ist
Nach den Fig.8, 13 und 14 sind in der Nähe des hinteren Endes der oberen Fläche 100 des Auflagers 40 Stehlager 108 und 110 vorgesehen, in deren Öffnungen 114 und 116 ein Schwenkzapfen 112 befestigt ist, dessen Achse zu der Führungsnut 106 in dem Führungsteil 36 rechtwinkelig angeordnet ist Auf dem Schwenkzapfen 112 ist ein Tragrahmen 118 schwenkbar gelagert, dessen Lagerkörper 120 eine den Schwenkzapfen 112 aufnehmende Längsbohrung 122 besitzt Der Tragrahmen 118 besitzt femer einen von dem Lagerkörper 120 quer zu diesem vorkragenden Teil 124 mit zwei Schenkeln 126 und 128, die sich von dem Lagerkörper 120 zu der Vorderseite der Vorrichtung 10 hin erstrecken und in je einem zu dem Schenkel rechtwinkelig stehenden Teil 130 bzw. 132 enden. Die stehenden Teile 130 und 132 sind durch eine Querleiste 134 miteinander verbunden.
In dem Tragrahmen 118 ist an den Übergängen zwischen jedem stehenden Teil 130 und 132 und dem zuge-5 ordneten Arm 126 bzw. 128 eine Bohrung 136 bzw. 138 ausgebildet, die einen Schwenkzapfen 140 aufnimmt, dessen Achse zu der Längsnut 106 des Führungsteils 36 rechtwinkelig ist.
Auf dem Schwenkzapfen 140 ist eine elastische Rolle
ίο il42 drehbar gelagert, die ein Mantelrohr 144 und eine Nabe 146 besitzt. Das Mantelrohr 144 besteht beispielsweise aus elastischem Werkstoff, wie Bernsteinlatex. Die Nabe 146 besteht beispielsweise aus Nylon.
In jedem der Schenkel 126 und 128 ist eine Bohrung 150 bzw. 152 unmittelbar vor der Stelle ausgebildet, an welcher der Schenkel an den Lagerkörper 120 angesetzt ist. In den Bohrungen 150 und 152 ist ein Schwenkzapfen 154 befestigt, dessen Achse zu der l.ängsnut 106 des Führungsteils 36 rechtwinkelig ist. Auf dem Schwenkzapfen 154 ist der Kontaktträger 44 mit den Kontaktanordnungen 46, 48 schwenkbar gelagert, der beispielsweise aus Delrin durch Formpressen hergestellt ist.
Nach F i g. 11 weist jede Kontaktanordnung 46, 48 einen üblichen federbelasteten Kontaktmechanismus auf. Beispielsweise wird bei der Kontaktanordnung 46 das Kontaktstück 162 von einer Druckfeder 160 ständig aus der Anordnung herausgedrückt, so daß beim Einschieben des Probenträgers 12 in die Vorrichtung ein zuverlässiger Kontakt zwischen dem Kontaktstück 162 und der Stahlauflage 28 als Anschlußeinrichtung hergestellt wird.
Auf der von dem Kontaktstück 162 abgekehrten Seite des Kontaktträgers 44 ist ein Anschlußpunkt 164 für die Kontaktanordnung 46 vorgesehen, an dem ein Zuleitiungsdraht 166 befestigt ist In diesem Bereich ist die Kontaktanordnung mit einer formgepreßten Schutzkappe 168 abgedeckt, die beispielsweise aus Sylastic besteht.
Nach den Fig. 13 und 16a ist in geringem Abstand vor dem Stehlager 110 eine Stütze 170 angeordnet, deren Ausnehmung 172 das eine Ende einer Torsionsfeder !174 aufnimmt, deren anderes Ende an dem Schenkel 128 des Tragrahmens 118 befestigt ist und über den Tragrahmen 118 die elastische Rolle 142 gegen die obere !Fläche 100 des Auflagers 40 drückt. Auf dem Schwenkzapfen 154 ist eine zweite Torsionsfeder 176 (Fig. 17) angeordnet, deren einer Schenkel gegen die Unterseite lies Kontaktträgers 44 und deren anderer Schenkel gegen die obere Fläche 100 des Auflagers 40 drückt. Diese
so Torsionsfeder 176 drückt die Kontaktanordnungen 46 fend 48 des Kontaktträgers 44 ständig von der oberen Fläche 100 des Auflagers 40 weg.
Nach den Fig. 13 und 11 weist das Auflager 40 eine Bohrung 180 auf, in der ein Thermistor 182 eingegossen fet Der Endteil 184 der Bohrung 180 ist so ausgebildet, liiaß der Thermistor 182 relativ nahe bei jedem Bereich 186 (Fig. II) der oberen Fläche 100 angeordnet ist, an i[!er sich nach dem Einschieben des Probenträgers 12 die zu untersuchende Probe befindet
Nach den Fig. 13 und 11 enthält das Führungsteil36 'Pinen langgestreckten Hohlraum 190, der sich von dem hinteren Bereich des Führungsteils 36 beträchtlich in die Längsnut 106 als Führungseinrichtung hinein erstreckt und in dem ein Teil 192 angeordnet ist, dessen Form dem Querschnitt des Kohlraums 190 derart angepaßt ht daß das Teil 192 in dem Hohlraum iSö verschiebbar ist Zweckmäßigerweise sind das Teil 192 und der Hohlraum 190 etwa zylindrisch ausgebildet
Das zylindrische Teil 192 besitzt eine Hülse 194, in der ein Dauermagnet 196 befestigt ist. Dieser ist zweckmäßigerweise ein Samariumkobaltmagnet, der in der Hülse 194 mit einem geeigneten Epoxidharz 198 vergossen ist. Das zylindrische Teil 192 ist in dem Hohlraum 190 derart angeordnet, daß es sich in die Längsnut 106 des Führungsteils 36 erstreckt. In dem Hohlraum 190 ist hinter dem Magneten 196 eine Druckfeder 200 angeordnet, die das zyliadrische Teil 192 ständig vorwärts drückt. Das Teil 192 und die Feder 200 werden in dem Hohlraum 190 mittels einer Kappe 202 gehalten, die den Hohlraum 190 hinten abschließt.
Der Probenträger 12 bildet eine Mikrovolumen-Leitfähigkeitsmeßzelle von 0,2 cm3 und er wird in dem vom Hersteller gelieferten Zustand verwendet. Nach seiner einmaligen Verwendung wird der Probenträger 12 weggeworfen, so daß keine Reinigung nach der Messung erforderlich ist.
Die Blutprobe als zu untersuchende Probe tritt bei ihrer Entnahme von dem Patienten direkt in den Kapiilarkanal 18 des Probenträgers 12 ein, ohne daß sie vorher verdünnt oder mit einem Antikoagulans versetzt wird. Bei der Entnahme der Probe von einem Patienten wird die Fläche beispielsweise eines Fingers oder eines Ohrläppchens, an welcher die Blutprobe entnommen werden soll, zunächst mit Isopropylalkohol gereinigt. Dann läßt man die Fläche trocknen und durchsticht sie danach mit einer Lanzette. Der erste Bluttropfen wird mit reiner Gaze weggewischt. Ohne die Probenahmefläche zu quetschen, wird dann die Düse 20 des Probenträgers 12 an die Einstichstelle angesetzt, worauf durch die Kapillarwirkung die Blutprobe in den Kapillarkanal 18 gesaugt wird. In den Kapillarkanal 18 muß so viel Blut eintreten, daß es beide Elektroden 22 und 24 bedeckt und den Raum zwischen ihnen ausfüllt. Die Blutprobe muß frei sein von Luftbläschen, Schaum, Gerinnsel usw.
Wenn eine Laborprobe untersucht werden seil, wird
rührt, das bei der Venenpunktion zugesetzt worden ist. Zusätzliches Antikoagulans braucht nicht zugesetzt zu werden. Die Düse 20 des Probenträgers 12 wird in die Nähe der Laborblutprobe gebracht, die dann wieder infolge der Kapillarwirkung im den Kapillarkanal 18 gesaugt wird.
Da der Probenträger 12 durchsichtig ist. kann der Benutzer den Träger 12 gegen das Licht halten und hindurchschauen, um zu prüfen, ob die Blutprobe frei ist von Unreinheiten. Die den Kapillarkanal 18 begrenzende Leiste 70 dient als Lupe, so daß auch kleine Lufteinschlüsse und andere Unstetigkeiten in der Blutprobe leicht erkennbar sind.
Zur genauen Bestimmung des Hämatokritwertes müssen die elektrische Leitfähigkeit und die Temperatur des Blutes bekannt sein. Das Volumen der Meßzelle 26 in dem Kapillarkanal 18 des Probenträgers 12 ist so klein, daß es sehr schwierig ist, die Temperatur der Blutprobe direkt zu messen.
Zum Zeitpunkt der Messung wird der Probenträger 12 eng anliegend gegen die obere Fläche 100 des Auflagers 40 der Aufnahmeeinrichtung 34 der Vorrichtung 10 gedruckt. Da das Auflager 40 aus einem sehr gut wärmeleitenden Werkstoff, wie Aluminium, besteht, nimmt bei gegen das Auflager 40 gedrücktem Probenträger 12 das Blut die Temperatur des Auflagers 40 an, so daß der in dem Auflager 40 eingebettete Thermistor 182 die Blutternperaiur genau mißt.
Zur Bestimmung des Hämatokritwertes wird dir Probenträger 12 in die Vorrichtung 10 so eingeführt, daß der Flügel 64 des Probenträgers 12 in der Längsnut 106 der Führungseinricht'jng 36 gleitet (F i g. 8).
Bei in der Längsnut der Führungseinrichtung 36 und längs der oberen Fläche 100 des Auflagers 40 gleitendem Probenträger 12 gelangt die den Kapillarkanal 18 begrenzende Leiste 70 mit der Rolle 142 in Berührung (F i g. 10). Beim Durchgang der Leiste 70 unter der Rolle 142 wird diese von der Torsionsfeder 174 gegen die obere Fläche 56 des Probenträgers 12 gedrückt und die untere Fläche 58 des Probenträgers 12 wird eng anliegend an der oberen Fläche 100 des Auflagers 40 gehalten (F ig. 11).
Wenn der vordere Rand 60 der Probenkarte 12 an dem L-förmigen Kontaktträger 44 angreift (Fig. 10).
werden die beiden Kontaktanordnungen 46 und 48 abwärts in die Ausnehmungen 80 und 82 des Probenträgers 12 bis zur Berührung mit den die Anschlußeinrichtungen bildenden Auflager 28 und 30 gedrückt, die den beiden Elektroden 22 und 24 zugeordnet sind (Fig. 11).
Da die Kontaktanordnungen 46 und 4S federbelastet sind, ist ein zuverlässiger Kontakt zwischen den Kontaktstücken 162 der Kontaktanordnungen 46 und 48 und den Auflagen 28 und 30 gewährleistet.
Nach dem Messen wird der Probenträger herausgenommen, worauf der L-förmige Kontaktträger 44 in seine Ausgangsstellung zurückkehrt. Die Leiste 70 des Probenträgers 12 greift erneut an der Unterseite der Rolle 142 an. Nach dem Vorbeigang der Leiste 70 unter der Rolle 142 läßt sich der Probenträger 12 ohne weiteres entnehmen.
Die Kontaktanordnungen 46 und 48 der Vorrichtung 10 lassen sich leicht reinigen. Die Vorrichtung 10 besitzt einen Deckel 220, der hochgedrückt und dann weggenommen werden kann, so daß dann die Rollenanordnung 42 mit dem Tragrahmen 118 und der Rolle 142 freiliegt. Jetzt kann die Bedienungsperson die Querleiste 134 des Tragrahmens 118 erfassen und die Roilenanordiiiins 42 hochscWwsriksii wie dies in ο**π p!17. !2 un^ 16b gezeigt ist. so daß sich die Kontaktanordnungen 46, 48 und die sie umgebenden Flächen in einer Stellung befinden, in der sie leicht gereinigt werden können, und auch jener Bereich des Auflagers 40, auf dem i'.ch geronnenes Blut befindet.
Die elektronische Schaltung zum Erzeugen einer Sichtanzeige des Hämatokritwertes und des ungefähren Hämoglobingehalts der zu untersuchenden Blutprobe ist in der F i g. 18 schematisch dargestellt. Der Ausgang 202 einer Bezugsspannungsquelle 200 ist über die Drähte 166, die Kontaktanordnungen 46, 48 und die als An-Schlußeinrichtung dienenden Auflagen 28, 30 mit den Elektroden 22,24 des Probenträgers 12 verbunden. Die Bezugsspannungsquelle 200 ist ein wechselstromgekoppelter Rechteckwellengenerator, in dem ein Zähler 204 ein gleichstromfreies Rechteckwellensignal mit einer Frequenz von etwa 25 kHz erzeugt, das über die Leitung 206 an ein NAND-Glied 208 abgegeben wird Dessen Ausgangssignal wird über einen Verstärker 210 an die Ausgangsleitung 202 angelegt Wie nachstehend erläutert wird, gibt ein Mikroprozessor 220 ein Signal über die Leitung 212 an das NAND-Glied ab, so daß der von der Bezugsspannungsquelle abgegebene Erregerstrom unter Steuerung durch den Mikroprozessor alle 4 Sekunden etwa 0,5 Sekunden lang durch die Blutprobe fließt.
b5 Die Elektroden 22,24 des Probenträgers 12 sind ferner über die Auflagen 28,30, die Kontaktanordnungen 46,48 und die Drähte 166 mit dem Eingang eines Leitfähigkeits-Spannungswandlers 214 verbunden. Dieser be-
sitzt einen Spitzenwertdetektor ,?16, der in Reihe mit einem Verstärker 218 geschaltet ist, dessen Ausgangssi- ?nal über dk- Leitung 222 einem Analog-Digital-Wandier 224 zugeführt wird.
Die Temperatur der zu uniersuchenden Blutprobe wird in eine Analogspannung von einem Temperatur-Spaimungswandier 226 umgewandelt, in dem ein Thermistor 182 mit einem Verstärker 228 in Reihe geschaltet ist. Dessen Ausgangssignal wird über eine Leitung 230 einem Analog-Digital-Wandler 232 zugeführt.
Der mit den digitalen Ausgangssignalen der Analog-Digital-Wandler 224 und 232 versorgte Mikroprozessor verarbeitet die Daten in der nachstehend ausführlich beschriebenen Weise und liefert an einen Sichtanzeigeteil 236 eine Darstellung des Hämatokritwertes und auf einem Sichtanzeigeteil 238 eine Darstellung des angenäherten Hämoglobingehalts.
Der Mikroprozessor 220 kann ferner über eine Leitung 240 si" Si**ü2! 242 2n eine Lünine 242, beisnie!sweise eine Leuchtdiode, anlegen, um anzuzeigen, daß in der Vorrichtung 'ie Bestimmung des Parameters erfolgt. Zur Fehleranzeige gibt der Mikroprozessor über die Leitung 244 ein Signal an eine Lampe 246 ab. Schließlich kann der Mikroprozessor über die Leitung 258 ein Signal zum Tasten eines üblichen Summers 250 abgeben. Die elektrische Schaltung des Instruments wird von einem Batteriesatz 252 gespeist. Bei geschlossenem Zungenschalter 191 wird Spannung von dem Batteriesatz über einen Spannungsstabilisator 254 und die Leitungen 256 an die elektronische Schaltung des Instruments angelegt.
Nach dieser Beschreibung der Bauelemente der elektronischen Schaltung der Vorrichtung 10 sei die Funktion dieser Schaltung erläutert:
Es ist bekannt daß stromdurchflossenes Blut trachtet, sich den den Elektrodenflächen zu polarisieren, so daß seine elektrische Leitfähigkeit mit der Zeit abnimmt. Diese Erscheinung wird durch die Verwendung einer besonderen Bezugsspannungsquelle auf ein Minimum reduziert wobei sich die elektrische Leitfähigkeit des Blutes entsprechend einer Rechteckwelle ändert. Der mit dem Verstärker 218 in Reihe geschaltete Spitzenwertdetektor 216 ist parallel zu der Bezugsspannungsquelle 200 an die Elektroden 22 und 24 des Probenträgers 12 angeschlossen und gewährleistet, daß die Leitfä-.higkeitsamplitude der Blutprobe knapp nach der Vorder- und der Rückflanke der Rechteckwelle gemessen wird. Dadurch wird die sonst durch die Polarisierung des Blutes verursachte Ungenauigkeit auf ein Minimum reduziert. Das verstärkte Ausgangssignal des Spitzenwertdetektors 210 wird dem A/D-Wandler 224 zugeführt
Das von dem Verstärker 228 verstärkte Ausgangssignal des Thermistors 182 wird einem anderen A/D-Wandler 232 zugeführt Anstelle der A/D-Wandler 224 und 232 kann man einen einzigen A/D-Wandler zusammen mit einem üblichen Multiplexer verwenden, der die Ausgangssignale des Spitzenwertdetektors 216 und des Thermistors 182 empfängt und unter Mehrfachaasnutzung überträgt
Das Ausgangssignal des A/D-Wandlers 224 ist ein Digitalsignal, das die elektrische Leitfähigkeit der Blutprobe in dem Einweg-Probenträger 12 darstellt Das Ausgangssignal des zweiten A/D-Wandlers 232 ist ein Digitalsignal, das die Temperatur der Blutprobe darstellt Diese Ausgangssignale werden dem Mikroprozessor 220 zugeführt, der durch Abgabe von unter Verwendung von Nachüchlagetabellen erzeugten Signalen das Sichtanzeigeteil 236 veranlaßt, eine lesbare Darstellung des Hämatokritwertes zu erzeugen, und das Sichtanzeigeteil 238 veranlaßt, eine lesbare Darstellung des annähernden Hämoglobingehalts zu erzeugen.
Vor dem Abfragen der Nachschlagetabellen stellt der Mikrprozessor sicher, daß zwei Bedingungen gfcgeben sind. Die erste Bedingung ist, daß die Differenz zwischen zwei aufeinanderfolgenden Leitfähigkeitssignalen, die der A/D-Wandler 224 abgegeben hat, höchstens
ίο einer Hämatokritdifferenz von etwa 0,1% entspricht. Die zweite Bedingung ist. daß die Differenz zwischen zwei aufeinanderfolgenden Temperatursignalen, die der A/D-Wandler 228 abgibt, höchstens einer Temperaturdifferenz von etwa 0.1°C entspricht. Wenn beide Bedingungen erfüllt sind, fragt der Mikroprozessor die Nachschlagetabellen ab und erzeugt ein Signal, das einer Korrekturwert für die Temperatur der zu untersuchenden Probe berücksichtigt.
7wprlimäßigprwei";e sind im Speicher dauernd die Nachschlagetabellen gespeichert, die man aufgrund von Leitfähigkeitsmessungen erhält, die an Blutproben mit einem bekannten Hämatokritwert über einen bekannten Temperaturbereich vorgenommen wurden. Es wird eine Kurvenschar erzeugt und zu Speicherung ir, dem Speicher des Mikroprozessors wie folgt digitalisiert: Bei einer gegebenen Temperatur im Bereich von 10 bis 46°C wird die elektrische Leitfähigkeit einer genügenden Anzahl von Blutproben mit bekanntem Hämatokritwert im Bereich von 7 bis 80% gemessen. Dies wird bei verschiedenen Temperaturen in dem vorstehend angegebenen Bereich genügend oft wiederholt Dann wird die elektrische Leitfähigkeit einer Blutprobe mit bekanntem Hämatokritwert bei verschiedenen Temperaturen in dem angegebenen Temperaturbereich gemessen, und dadurch der Einfluß der Temperatur auf die elektrische Leitfähigkeit der Probe festgestellt. Dieser Vorgang wird mit verschiedenen Blutproben mit bekannten Hämatokritwerten im Bereich von 7 bis 80% wiederholt Auf diese Weise wird eine Schar von Temperaturkorrekturkurven erstellt Diese Information ist im Speicher des Mikroprozessors permanent gespeichert
Zum Erzeugen des Signals, das den Korrekturwert für die Temperatur beim Hämatokritwert berüwsichtigt. wählt der Mikroprozessor auf Grund des von D/D-Wandler 232 abgegebenen Temperatursignals die entsprechende Nachschlagetabelle aus, der er einen Hämatokritwert entnimmt, welcher dem Meßwert der elektrischen Leitfähigkeit der zu untersuchenden Blutprobe entspricht Gleichzeitig wählt der Mikroprozessor aufgrund des von dem A/D-Wandler 232 abgegebenen Temperatursignals die entsprechende Nachschlagetabelle aus, der er den angesichts der Temperatur der zu untersuchenden Blutprobe zur Kompensation erforderliehen Korrekturwert entnimmt der dann zu dem unkomplizierten Leitfähigkeitssignal entweder addiert oder von ihm subtrahiert wird. Dadurch erhält man das Signal, das den Korrekturwert für die Temperatur der zu untersuchenden Probe hinsichtlich des Hämatokritwertes berücksichtigt
Um die einwandfreie Funktion der Vorrichtung 10 zu gewährleisten, führt der Mikroprozessor 220 übliche Kontrollvorgänge aus, augrund derer die Bedienungsperson eine optische Anzeige des Betriebszustandes der Vorrichtung 10 erhält Die Lampe 242 blinkt bis sich die Blutprobe stabilisiert hat und zeigt dadurch an, daß in der Vorrichtung 10 gerechnet wird. Gewöhnlich beträgt die Stabilisierungszeit zwischen 10 und 40 Sekunden.
13
Nachdem der Mikroprozessor in den in seinem Speicher befindlichen Tabellen den Hämateskritwert abgefragt hat, erlischt die Lampe 242 und wird der Hämatokritwert durch das Sichtanzeigeteil 236 lesbar dargestellt.
Der Speicher des »likroprozessors enthält Nach-Schlagstabellen für Hämatokritwerte im Bereich von 10 bis 70%. Wenn der Mikroprozessor keine Tabellenwerte Findet, die den ihm zugeführten Werten für die elektrische Leitfähigkeit und die Temperatur entsprechen, laßt der Mikroprozessor die Fehleranzeigelampe 246 blinken. Wenn nach dem Ablauf einer vorbestimmten Zeit von beispielsweise 40 Sekunden kein gültiger Wert ermittelt werden konnte, blinkt die Fehleranzeigelampe
246 weiter.
; I Unter Steuerung durch den Mikroprozessor ertönt
der Summer 250. sobald der Einweg-Probenträger 12 in der Vorrichtung richtig positioniert ist Während der Untersuchung der Blutprobe bleibt der Summer still; er ertönt erst wieder, wenn der Hämatokritwert und der
Hämoglobingehalt angezeigt werden. Danach ertönt der Summer die 10 Sekunden, um der Bedienungsperson anzuzeigen, daß sich der Einweg-Probenträger 13, noch in des· Vorrichtung befindet und diese daher eingeschaltet ist so daß Batteriestrom verbraucht wird. Der Mikroprozessor schaltet den Summer auch ein, so lange die Fehleranzeigelampe 246 brennt
Die Anordnung des Batteriesatzes 252 in der Vorrichtung IC geht aus der F i g. 2 hervor. Zweckmäßigerweise besteht der Batteriesatz 252 aus sieben wiederaufladbaren Nickel-Cadmium-Zeilen. Diese können sowohl innerhalb als auch außerhalb des Instruments über eine zu dem Batteriesatz 252 gehörende Ladebuchse 256 aufgeladen werden, die gemäß F i g. 2 durch einen Schlitz 258 in der Seitenwand der Vorrichtung 10 zugänglich ist, wenn sich der Batteriesatz 252 in der Vorrichtung 10 befindet, und die direkt zugänglich ist, wenn sich der Batteriesatz 252 außerhalb der Vorrichtung 10 befindet. Die Vorrichtung 10 ist ferner mit einem Traggriff 260 versehen und mit einem Fach 262 zur Aufnahme der vorverpackten Einweg-Probenträger 12.
Hierzu 11 Blatt Zeichnungen
Jf ν 45
50
55

Claims (21)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Bestimmen eines temperaturabhängigen Parameters einer Flüssigkeitsprobe, insbesondere einer Körperflüssigkeitsprobe, wie zur Bestimmung des Hämatokritwertes und des ungefähren Hämoglobingehalis einer Blutprobe als Flüssigkeitsprobe, wobei die elektrische Leitfähigkeit der Flüssigkeitsprobe mit geringem Volumen mit Hilfe von in die Probe eintauchenden Elektroden in einem in die Vorrichtung einführbaren Probenträger gemessen wird, gekennzeichnet durch
ein Auflager (40) aus einem sehr gut wärmeleitenden Material, wie Aluminium, eine Führungseinrichtung (36,106), die mit dem Probenträger (12) bei seinem Einführen zusammenarbeitet,
eine nachgiebige Andrückeinrichtung (42, 142), d;s als Halterung *ür den Probenträger (12) denselben auf äcir, Auflager (40) anliegend hält, und
eine Auswerteinrichtung (32,182), die mit den Elektroden (22,24) und dem Auflager (40) verbunden ist und die einen Korrekturwert für die Temperatur der zu untersuchenden Probe berücksichtigt
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Sichtanzeige (14, 236, 238) für die Meßwerte.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtung (36) eine Führungsnut (106) τ «fweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eisie Auslöseeinrichtung, die die Auswerteinrichtung (3£, 182) nach dem Einführen und Positionieren des Proberurägers (12) aktiviert.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch
einen Signalgeber (200) für ein Signal mit vorbestimmter Frequenz, und eine Steuereinrichtung (220), die den Signalgeber (200) zur Verhinderung einer Polarität der Flüssigkeitsprobe im Bereich der Elektroden (22,24) in regelmäßigen, vorbestimmten Zeitabständen aktiviert.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Signalgeber ein Rechteckwellengenerator (200) ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Rechteckwellengenerator (200) eine Rechteckwelle mit einer Frequenz von etwa 25 kHz liefert.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (220) den Signalgeber (200) in Zeitabständen von etwa 4 Sekunden aktiviert.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Leitfähigkeitsmeßeinrichtung (214, 216,218,222,224), die mit den Elektroden (22, 24) verbunden ist. eine Temperaturmeßeinrichtung (182). und eine Korrekturwertermittlungseinrichtung für die Temperatur der zu untersuchenden Probe.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitfähigkeitsmeßeinrichtung (214, 216, 218, 222, 224) einen Spitzenwertdetektor (216) aufweist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperaturmeßeinrichtung
einen Thermistor (182) aufweist
12. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Fehlersignalgeber, der ein Fehlersignal liefert, wenn der Leitfähigkeitsmeßwert außerhalb eines vorbestimmten Bereiches liegt
13. Einweg-Probenträger für eine Vorrichtung zur Bestimmung eines temperaturabhängigen Parameters einer Flüssigkeitsprobe nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch:
einen Probenträgerkörper(16),
einen im Probenträgerkörper(16) ausgebildeten Kapillarkanal (18) zur Aufnahme der Flüssigkeitsprobe, zwei Elektroden (22, 24/, die in dem Kapillarkanal f 18) in einem Abstand voneinander angeordnet sind und eine Meßzelle (26) zur Aufnahme eines vorbestimmten Volumens der Flüssigkeitsprobe bilden, und
eine Anschlußeinrichtung (28, 30) für die beiden Elektroden (22, 24) an die Bestimmungsvorrichtung (to).
14. Einweg-Probenträger nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch einen Eintrittskanal (20) zum Einführen der Flüssigkeitsprobe in den Kapillarkanal (18).
15. Einweg-Probenträger nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichn^i, daß der Eintrittskanal von einer Düse (20) gebildet wird.
16. Einweg-Probenträger nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch eine Lupe zur vergrößerten Abbildung der Meßzelie (26).
17. Einweg-Probenträger nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch eine Entlüftungseinrichtung (86) für den Kapillarkanal (18).
18. Einweg-Prcbenträger nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Probenträgerkörper (16) in der Nähe des Kapillarkanals (18) einen evakuierten Teil (90) aufweist.
19. Einweg-Probenträger nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch ein Führungsteil (66,64) und ein Positionierteil (92) am Probenträgerkörper (1δ).
20. Ein weg-Probenträger nach einem der Ansprüche 13 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Kapillarkanal (18) im Querschnitt halbkreisförmig ist
21. Einweg-Probenträger nach einem der Ansprüche 13 bis 20. dadurch gekennzeichnet, daß er ein Blutprobenträger ist.
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