DE304251C - - Google Patents

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DE304251C
DE304251C DENDAT304251D DE304251DA DE304251C DE 304251 C DE304251 C DE 304251C DE NDAT304251 D DENDAT304251 D DE NDAT304251D DE 304251D A DE304251D A DE 304251DA DE 304251 C DE304251 C DE 304251C
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C14—SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14C—CHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C1/00—Chemical treatment prior to tanning
    • C14C1/06—Facilitating unhairing, e.g. by painting, by liming

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 1. MARZ 1921.
REICHSPATENTAMT
■PATENTSCHRIFT
JVr 304251 KLASSE 28 a GRUPPE
Wilhelm Rautenstrauch in Trier.
mittels Barytlösung.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. April 1917 ab.
Das gewöhnlichste Mittel zum sogenannten Äschern der Häute und Felle bzw. dem Vorbereiten für den Gerbeprozeß ist Kalkwasser; der eingedrungene Kalk wird durch Auslaugen nüt Wasser oder verdünnten Säuren zum großen Teil entfernt!
Stiasny (»Der Gerber«, Band 32 [1906], S. zooff.) hat theoretisch untersucht, ob verdünnte Lösungen anderer Erdaikalien oder Alkalien ähnlich wirken wie Kalk. Diese Untersuchung hat nichts ergeben, was einen Vorzug eines anderen Stoffes gegenüber dem Kalk begründen könnte.
Es wurde nun gefunden, daß das Äschern mit sehr starken Barytlösungen unerwartete Vorteile mit sich bringt; abgesehen von einer starken Abkürzung des Verfahrens, erzielt man auf diesem Wege eine weit höhere Gewichtsausbeute an Leder, als beim Äschern mit Kalk. Der Grund liegt in folgendem.
Kalk kann wegen seiner geringen Löslichkeit in Wasser nur in sehr schwacher Lösung verwendet werden. Das Kalkwasser löst -allmählich erhebliche Mengen stickstoffhaltiger Hautsubstanz auf, aber die keimtötende Kraft der Kalklösung ist zu gering, um diese Stoffe gegen Fäulniserreger zu schützen. Der Äscher fängt also bald an zu faulen oder »schlägt um«, wie die Fachleute sagen, besonderem der warmen Jahreszeit, worauf er weggegossen und frischer Äscher angesetzt werden muß. Der frische Äscher löst wieder beträchtliche Mengen Hautsttbstanz usf. ■ .
Während Kalziumhydroxyd 760 Teile kaltes and noch mehr warmes Wasser zur Lösung erfordert, löst sich Bariumhydroxyd in 20 Teilen kalten und 3 Teilen kochenden Wassers. Es hat sich gezeigt, daß Barytlösungen, die stärker sind als 1J10 normal (8,6 g im Liter), dauernd als Äscher benutzt werden können, ohne jemals' »umzuschlagen«. Man kann sie also nicht nur verwenden, bis sie ganz mit Eiweißstoffen aus der Haut gesättigt sind, sondern noch weit '··.■/ darüber hinaus, natürlich unter Ersatz des von den Häuten aufgenommenen Baryts. In dem *S; Maße aber, wie sich der Äscher mit Eiweißstoffen sättigt, nimmt er immer träger neue > Mengen davon und zuletzt gar keine mehr auf.
Wie durch hinreichend lange Beobachtung festgestellt ist, schaden starke Barytlösunigen $.0: den Häuten in keiner Weise, wie es gleichstarke Lösungen von Ätzalkalien tun..
Der Baryt wird den Fellen oder Häuten iii ähnlicher Weise wie der Kalk durch Auslauge» mit Wasser entzogen. Dieser Vorgang kann gegen Ende dadurch beschleunigt werden, daß:-.... man dem Wasch wasser, eine geringe Menge Säure, zusetzt. Man kann dazu Schwefelsäure, Salzsäure, auch organische Säuren, wie Milchsäure oder Buttersäure, oder saure Salze verwenden. 6© Bemerkenswert ist, daß bei Verwendung von Schwefelsäure die Häute anscheinend kein Bariumsulfat zurückhalten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: .
    Verfahren zum Enthaaren und Vorbereiten von Häuten und Fellen für den Gerbeprozeß mittels Barytlösung, dadurch gekennzeichnet, daß die letztere in einer Stärke benutzt wird, die größer ist als ΐ/10 normal.
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