DE3042736C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Mähdrescher der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 genannten Art.
Bei bekannten Mähdreschern wird das Dreschgut in einer Dresch-
und Trennvorrichtung gedroschen und getrennt, wobei die
abgetrennten Körner zusammen mit Verunreinigungen wie Spreu,
Staub, Strohteile und Ähren, zur Reinigung einer Reinigungsvorrichtung
zugeführt werden. Die gereinigten Körner werden
unterhalb der Reinigungsvorrichtung gesammelt und zwar
vorübergehenden Speicherung einem Korntank zugeführt. Die nicht
ausgedroschenen Ähren werden aus Körnern und den übrigen
Verunreinigungen zur nochmaligen Bearbeitung herausgetrennt. Bei
dieser nochmaligen Bearbeitung werden die Ähren entweder
abermals der Dresch- und Trennvorrichtung zugeführt oder in
einer besonderen Nachdreschvorrichtung behandelt.
Die hier verwendeten Ausdrücke wie "Körner", "Stroh" und
"Ähren" sollen nicht einschränkend aufgefaßt werden; vielmehr
sind in diesem Sinne unter der Bezeichnung "Körner" grundsätzlich
die aus dem mit "Stroh" bezeichneten Abfallanteil ausgedroschenen
und abgetrennten Anteile des Dreschgutes zu verstehen,
während nicht ausgedroschene Ähren und dergleichen zuweilen
als "Überkehr" bezeichnet werden. Die im Zusammenhang mit dem
Mähdrescher und/oder Bauteilen davon verwendeten Ausdrücke wie
"vorn", "hinten", "links", "rechts" haben ihren Bezug auf die
betriebsmäßige Vorwärtsfahrtrichtung des Mähdreschers, dürfen
aber ebenfalls nicht als einschränkend aufgefaßt werden.
Neuere Entwicklungen bei Mähdreschern haben zu sogenannten
rotierenden Maschinen der eingangs genannten Art (US-PS 39 46 746)
geführt, in denen der Dreschvorgang und der Trennvorgang
mit Vorrichtungen durchgeführt wird, die rotierende Bauteile
enthalten, welche jeweils mit ortsfesten Dreschkörben und Trennkörben
zusammenarbeiten. Bei herkömmlichen Mähdreschern erfolgt
die Körnerabtrennung durch Strohschüttler. Bei Mähdreschern mit
rotierender Trennvorrichtung wird das Dreschgut einer zwangsläufigeren
und aggressiveren Trennwirkung über eine verhältnismäßig
lange Zeitdauer unterworfen, so daß der Wirkungsgrad eines
Mähdreschers mit rotierender Trennvorrichtung gewöhnlich höher
liegt als derjenige einer herkömmlichen Maschine.
Der bekannte Mähdrescher weist eine übliche Dreschvorrichtung
auf, die sich in Querrichtung der Maschine erstreckt und einen
Dreschzylinder aufweist, der mit einem Dreschkorb zusammenwirkt,
um eine Dreschgutschicht zu dreschen, die durch die Dreschvorrichtung
hindurchbewegt wird. Dieser Mähdrescher weist weiterhin
eine rotierende Trennvorrichtung mit ersten und zweiten Trenneinheiten
auf, die die Dreschgutschicht von der Dreschvorrichtung
unterschiedlichen ersten und zweiten Trennwirkungen
unterwerfen. Die erste Trenneinheit umfaßt einen ersten Trennrotor
der mit einem Trennkorb zusammenwirkt und eine Vielzahl
von Trennzinken aufweist, die in Querrichtung mit Abstand
voneinander über einen Teil des Trennrotors angeordnet sind.
Die Trennzinken sind so ausgebildet, daß sie nach Art eines
Rechens durch die Dreschgutschicht hindurchgreifen, die von der
Dreschvorrichtung empfangen wird, so daß das Dreschgut einem
ersten Trennvorgang unterworfen wird. Die Trennzinken sind
weiterhin so angeordnet, daß sie das Erntematerial in der
Dreschgutschicht allgemein in Längsrichtung in der Bewegungsrichtung
der Dreschgutschicht von der Dreschvorrichtung aus
ausrichten, während dieses Dreschgut allgemein tangential von
dem ersten Trennrotor zur zweiten Trennbaugruppe überführt wird.
Die zweite Trenneinheit umfaßt einen zweiten Trennrotor, der mit
einem Trenngehäuse zusammenwirkt, das teilweise durch Trennkorbeinrichtungen
gebildet ist und das parallel zur Dreschvorrichtung
angeordnet ist. Die zweite Trenneinheit ist so
ausgebildet, daß sie Teile der Dreschgutschicht von der ersten
Trenneinheit um den zweiten Trennrotor herum und zurück zum
ersten Trennrotor auf zwei entgegengesetzten und nach außen
gerichteten allgemein wendelförmigen Bahnen befördert, während
das Erntematerial dem zweiten Trennvorgang ausgesetzt wird. Zu
diesen Zweck sind sich unter einem spitzen Winkel gegenüber der
Symmetrieebene der Trennvorrichtung erstreckende Flügel auf den
jeweiligen Trennrotoren angeordnet. Schließlich werden die zwei
Teile der Dreschgutschicht von dem zweiten Trennrotor weiterbefördert,
um schließlich aus dem Trenngehäuse abgegeben zu
werden.
Um die Unterteilung der Dreschgutschicht von der ersten Trenneinheit
sicherzustellen, weist die zweite Trenneinheit weiterhin
Dreschgutschicht-Teilereinrichtungen auf, die die Dreschgutschicht
vor ihrer wendelförmigen Bewegung in der zweiten Trenneinheit
in zwei Hälften unterteilen. Die Dreschgutschicht-Unterteilungseinrichtungen
weisen die Form von Flügeln auf, die
paarweise auf und um den Umfang des Trennrotors herum angeordnet
sind, wobei die Flügel jedes Paares entgegengesetzt zueinander
geneigt sind um ein V zu bilden, dessen Scheitelpunkt in die
Drehrichtung des Rotors weist. Gelegentlich entstehen durch
zähes Erntegut, z. B. feuchtes grünes Erntegut mit langem Stroh
oder stark mit Unkraut durchsetztes Erntegut, insofern
Schwierigkeiten, als die oben angegebene Teilung des herangeführten
Förderstroms nicht so gleichmäßig und fließend wie
erforderlich vor sich geht. Der bekannte Mähdrescher ergibt
unter bestimmten Umständen bei der Bewegung der Dreschgutschicht
eine gewisse Behinderung der Bewegung dieser Dreschgutschicht
durch die Trennvorrichtung. Diese Verzögerung oder Behinderung
der Bewegung der Dreschgutschicht führt in vielen Fällen zu
einem Verstopfen der Maschine, was bis zu einer Beschädigung der
Maschine führen kann.
Eine Behinderung oder Verzögerung der Bewegung des Erntematerials
durch die Maschine tritt insbesondere häufig an der Stelle
auf, an der die Dreschgutschicht in zwei Hälften für eine unabhängige
weitere Behandlung unterteilt wird. Diese Unterteilung
erfolgt bei dem bekannten Mähdrescher am Mittelpunkt der zweiten
Trenneinheit. Die Behinderung oder Verzögerung der Bewegung der
Dreschgutschicht wird beim Gegenstand der Entgegenhaltung
dadurch verringert, daß der zweiten Trenneinheit eine erste
Trenneinheit vorgeschaltet ist, die unter anderem die Dreschgutschicht
von der Dreschvorrichtung aus auf die zweite Trenneinheit
ausrichtet, so daß die Unterteilung der Dreschgutschicht in
zwei Hälften erleichtert wird.
Um eine vergrößerte Gesamtleitung zu erzielen und diese aufrechtzuerhalten,
ist es wesentlich, daß eine gleichförmige und
kontinuierliche Strömung des Erntematerials durch den Mähdrescher
hindurch unter allen Umständen sichergestellt wird,
unter denen der Mähdrescher möglicherweise betrieben wird.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
Mähdrescher der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten
Art zu schaffen, der einen verbesserten Korn-Trennwirkungsgrad
aufweist und damit eine Vergrößerung der Gesamtleistung des
Mähdreschers ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruch
1 angegebenen Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Bei dem erfindungsgemäßen Mähdrescher sind zwei vollständig
voneinander verschiedene Arten von hochwirksamen Trenneinheiten
miteinander kombiniert. Die erste Trenneinheit führt einen
Trennvorgang mit einer Schlagtrennwirkung aus, während die
zweite Trenneinheit einen Trennvorgang mit Reibwirkung ausführt.
Bei dem erfindungsgemäßen Mähdrescher wird der Materialfluß bzw.
die Bewegung der Dreschgutschicht dadurch weiter verbessert
daß Paare von Teilerflügeln, die die V-Form bilden, derart
angeordnet sind, daß die Scheitelpunkte benachbarter Paare von
Trennflügeln in Querrichtung des Trennrotors abgestuft angeordnet
sind, so daß sie auf gegenüberliegenden Seiten der längsverlaufenden
Mittelebene der Trennvorrichtung liegen. Hierdurch
wird die Wirksamkeit der Teilerflügel bei der Unterteilung der
Dreschgutschicht in zwei Hälften weiter verbessert, während
gleichzeitig irgendeine Behinderung oder Verzögerung der
Bewegung des Erntematerials durch die Maschine beseitigt wird,
insbesondere an der Stelle, an der die Dreschgutschicht in die
zwei Hälften unterteilt werden muß.
Diese abgestufte Anordnung ergänzt einerseits in vorteilhafter
Weise die Anordnung der Teilerflügel in V-Formen bildenden
Paaren, deren Scheitelpunkte in die Drehrichtung des Trennrotors
weisen, und andererseits die Anordnung einer weiteren,
die Ausrichtung des Erntematerials in der Dreschgutschicht
allgemein in Bewegungsrichtung des Erntematerials bewirkenden
ersten Trenneinheit vor der zweiten Trenneinheit, die die
Unterteilung der Dreschgutschicht hervorruft.
Vorzugsweise bilden die Teilerflügel einen Winkel in der Größenordnung
von 55° bezüglich der Rotorlängsachse. Jeder Teilerflügel
kann eine auswärts und in Drehrichtung des Rotors gesehene
rückwärts geneigte Vorderkante aufweisen sowie eine leicht gekrümmte
Außenkante, die im allgemeinen mit dem vom Trennrotor
umschriebenen Umkreis zusammenfällt. Die in Drehrichtung des
Rotors vorangehenden Kanten jedes Teilerflügelpaares können quer
zur Maschinenrichtung einen Abstand voneinander aufweisen.
Zweckmäßigerweise ist auf dem Trennrotor ein zusätzlicher Förderflügel
vorgesehen, der mit Abstand, jedoch parallel, zu dem
jeweiligen Teilerflügel verläuft. Die Förderflügel können eine
nach außen und in Rotordrehrichtung gesehen, rückwärts ansteigende
Vorderkante sowie eine leicht gekrümmte Außenkante aufweisen
die im allgemeinen mit dem vom Trennrotor umschriebenen
Kreis zusammenfällt. Vorzugsweise überlappen sich die Teilerflügel
und die benachbarten Förderflügel bezüglich der Richtung
der wendelförmigen Bewegung des Dreschgutes um den Trennrotor.
Auf dem Trennrotor können radial auswärts gerichtete Abwurfflügel
vorgesehen sein, die an den Rotorenden und in der Nähe
der Auslaßöffnungen parallel zur Rotorlängsachse verlaufen. Die
Abwurfflügel können aus Metallblech hergestellt sein und einen
im allgemeinen radial auswärts gerichteten Körperabschnitt aufweisen,
der eine nach hinten weisende Außenkante besitzt.
Das Trenngehäuse kann mit einer nach vorn gerichteten mittleren
Einlaßöffnung versehen sein, deren Breite kleiner ist als das
Gehäuse, und an beiden Enden des Gehäuses können bezüglich der
Einlaßöffnung quer versetzt im allgemeinen rückwärts gerichtete
Auslaßöffnungen vorgesehen sein. Die Trennvorrichtung ist vorzugsweise
bezüglich einer in Maschinenrichtung verlaufenden
senkrechten Mittelebene symmetrisch ausgebildet und breiter als
die Dreschvorrichtung, so daß die Enden der Trennvorrichtung
über die entsprechenden Enden der Dreschvorrichtung hinausragen.
Die Einlaßöffnung des Trenngehäuses ist vorzugsweise gleich
breit wie die Dreschvorrichtung.
Zwischen der Einlaßöffnung und den Enden des Trenngehäuses
einerseits und zwischen den Auslaßöffnungen andererseits können
im allgemeinen senkrecht verlaufende Trennroste vorgesehen sein.
Ein weiterer Trennrost kann zwischen der Einlaßöffnung und den
Auslaßöffnungen im wesentlichen über die gesamte Breite des
Trenngehäuses vorgesehen sein, während die Oberseite des Gehäuses
durch eine Abdeckplatte gebildet wird.
Beiderseits der in Maschinenrichtung verlaufenden senkrechten
Mittelebene des Trenngehäuses können auf dessen Innenseite
wendelförmige Rippen vorgesehen sein, die von einer hinter der
Einlaßöffnung liegenden Stelle aus in entgegengesetzte Richtung
verlaufen und unter einem spitzen Winkel, vorzugsweise in der
Größenordnung von 45° bezüglich der Rotordrehrichtung angeordnet
sind. Zusätzliche Rippen können entlang der jeweiligen Seiten
der Einlaßöffnung vorgesehen sein, die über den unteren Abschnitt
des Trenngehäuses wendelförmig nach außen und entlang
der Innenseiten der Auslaßöffnungen verlaufen.
Die rotierende Fördereinrichtung kann aus einem Zylinder bestehen,
der mit einem weiteren Trennrost zusammenarbeitet. Zylinder
und Trennrost können im wesentlichen genauso breit wie die
Dreschvorrichtung sein und sich parallel zur Dreschvorrichtung
und zur Trennvorrichtung erstrecken.
Die auf der rotierenden Fördereinrichtung angeordneten Schlagförderelemente
können die Form von Zinken haben, die flache, in
Drehrichtung rückwärts geneigte Arbeitsflächen besitzen und so
angeordnet sein, daß sie das Dreschgut bei seiner Zuführung in
die Trennvorrichtung schlagend erfassen. Die Schlagzinken können
mit versteifenden Seitenwänden versehen sein und bestehen vorzugsweise
aus Metallblech. Die Schlagzinken werden außerdem
vorzugsweise in einer Mehrzahl von Reihen angeordnet, die unter
gleichen Winkelabständen rund um den Zylinder verteilt und
parallel zu dessen Drehachse verlaufen. Die Schlagzinken einer
Reihe können bezüglich der Zinken der benachbarten Reihen versetzt
sein.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachfolgend
mit weiteren Einzelheiten anhand von Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform des Mähdreschers,
Fig. 2 in vergrößertem Maßstab eine Seitenansicht
der Dresch-, Trenn- und Reinigungsvorrichtungen
des Mähdreschers nach Fig. 1,
Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung des in Fig. 2 an
der Stelle III umrandeten Ausschnittes,
Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung der in Fig. 2 an
der Stelle IV umrandeten Bereiche,
Fig. 5 eine teilweise schematische Abwicklung der in
Fig. 3 an der Stelle V bezeichneten Bauteile,
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI in Fig. 5,
Fig. 7 eine schematische Abwicklung der in Fig. 3 an
der Stelle VII gezeigten Bauteile,
Fig. 8 eine vergrößerte Draufsicht auf die in Fig. 2
an der Stelle VIII gezeigten Bauteile,
Fig. 9 eine vergrößerte Ansicht des in Fig. 2 an der
Stelle IX umrandeten Bereiches,
Fig. 10 eine Teildraufsicht in Richtung des Pfeiles X
auf die Anordnung nach Fig. 9,
Fig. 11 eine Teilansicht der Anordnung nach Fig. 9 in
Richtung des Pfeiles XI in Fig. 9,
Fig. 12 eine vergrößerte Darstellung des in Fig. 2 an
der Stelle XII umrandeten Bereiches,
Fig. 13 in ähnlicher Darstellung wie Fig. 3 eine
abgeänderte Ausführungsform und
Fig. 14 in ähnlicher Darstellung wie in Fig. 9 eine
abgeänderte Ausführungsform eines Bereiches
der Reinigungsvorrichtung.
Wie hauptsächlich aus Fig. 1 hervorgeht, umfaßt ein Mähdrescher
1 einen Maschinenrahmen 2, der auf zwei vorderen
Antriebsrädern 3 und zwei rückwärtigen Lenkrädern 4 abgestützt
ist. Auf dem Hauptrahmen 2 befinden sich ein Fahrerstand
5 mit einem Sitz 6 und einem Lenkrad 7, ein Korntank 8,
ein Dresch- und Trennmechanismus 9, eine Reinigungsvorrichtung
11 und ein nicht gezeigter Antriebsmotor. An der
Vorderseite des Hauptrahmens 2 ist ein herkömmlicher
Schneidtisch 12 und ein Schrägaufzug 13 vorgesehen, wobei
der am Maschinenrahmen schwenkbare Schneidtisch eine
gesteuerte Höhenverstellung mit Hilfe ausfahrbarer Hydraulikzylinder
14 aufweist.
Bei Vorwärtsfahrt des Mähdreschers über ein Feld wird
das stehende Erntegut mit Hilfe eines nicht gezeigten
Messerbalkens auf dem Schneidtisch 12 abgeschnitten und
mit Hilfe einer Haspel 15 und einer Querförderschnecke 16
dem Schrägaufzug 13 zugeführt, der das Dreschgut dem
Dresch- und Trennmechanismus 9 zuführt. Dort wird das
Dreschgut (z. B. Weizen, Mais, Sojabohnen, Roggen, Grassaat,
Gerste, Hafer u. dgl.) gedroschen, gewalkt und geschlagen,
so daß die Körner oder die Saat aus den Halmen, Stengeln,
Ähren u. dgl. Abfallteile des Dreschgutes herausgelöst und
herausgetrennt werden.
Die herausgetrennten Körner fallen auf die Reinigungsvorrichtung
11, die Einrichtungen enthält, um Spreu und
andere Verunreinigungen aus den Körnern herauszutrennen
und um noch nicht ausgedroschenes Material (die sog.
"Überkehr") herauszutrennen. Gereinigte Körner werden
dann in den Korntank 8 befördert, während die Überkehr
zur nochmaligen Dreschbearbeitung in den Dresch- und
Trennmechanismus 9 zurückgeleitet wird.
Der gezeigte Schneidtisch 12 ist zur Ernte von Getreidegut
bestimmt, kann jedoch selbstverständlich auch dort
andere dem jeweiligen Erntegut angepaßte Vorsatzgeräte
ersetzt werden, z. B. durch ein Maisvorsatzgerät.
Die Dreschvorrichtung 17 enthält eine rotierende Dreschtrommel
18, die mit einem ortsfesten Dreschkorb 19 zusammenarbeitet.
Die Dreschtrommel 18 ist aufgebaut aus einer
Mehrzahl von Flanschscheiben 21, die unter seitlichen
Abständen zueinander auf einer querverlaufenden Welle 22
befestigt sind, die im Hauptrahmen 2 umläuft. Am Umfang
der Flanschscheiben 21 sind mehrere herkömmliche Schlagleisten
23 befestigt, die sich über die gesamte Trommelbreite
erstrecken, die ihrerseits der Breite des Schrägaufzuges
oder Strohelevators 13 auf dem Hauptrahmen 2
entspricht.
Der Dreschkorb 19 ist aufgebaut aus einer Anzahl von längsgerichteten
bogenförmigen Hauptträgern 24 (Fig. 2) und einer
Mehrzahl von Querschienen 25. Außerdem erstrecken sich
unter regelmäßigen Abständen nebeneinander mehrere gekrümmte
Dreschstangen 26 in Längsrichtung durch Öffnungen in den
Querschienen 25 und bilden mit diesen ein Gitter oder
einen Rost. Der Dreschkorb 19 erstreckt sich über eine
Bogenlänge von etwa 100° ungefähr von der Unterseite
der Dreschtrommel 18 aus in der Nähe des Abgabeendes
des Schrägaufzuges 13 nach hinten rund um die Dreschtrommel
bis etwa in die Höhe von deren Welle 22.
Zwischen dem Abgabeende des Schrägaufzuges 3 und der
Vorderkante des Dreschkorbes 19 ist eine Steinfalle 27
angeordnet.
Hinter der Dreschvorrichtung 17 ist als Umlenkeinrichtung
entsprechend Fig. 2 ein Strohförderer 28 vorgesehen, der
mit einem Trennrost 29 zusammenwirkt. Der Strohförderer 28
besitzt einen kleineren Durchmesser als die Dreschtrommel 18
und ist oberhalb des Abgabeendes des Dreschkorbes 19 angeordnet.
Der Strohförderer 28 und der Trennrost 29 haben
etwa die gleiche Breite wie die Dreschvorrichtung 17. Der
Strohförderer 28 besteht aus einem im allgemeinen zylindrischen
Trommelabschnitt 31 auf einer querverlaufenden Welle 32
und mit einer Anzahl von darauf befestigten Schlagplatten
oder Umlenkflügeln 33. Die Umlenkplatten 33 verlaufen über
die gesamte Breite des Strohförderers 28 und haben eine
bezüglich der Drehrichtung 34 des Strohförderers rückwärtige
Neigung.
Der Aufbau des Trennrostes 29 ähnelt dem des Dreschkorbes 19
und umfaßt in Längsrichtung verlaufende gebogene Hauptträger
25, Querschienen 36 und längsgerichtete gebogene
Stangen 37. Der Dreschkorb 19 ist bezüglich der Dreschtrommel
18 und der Trennrost 29 bezüglich des Strohförderers 28
einstellbar. Der Trennrost 29 reicht über einen Bogenwinkel
von etwa 50° bis 60° und befindet sich im wesentlichen waagerecht
hinter dem Abgabeende des Dreschkorbes 19.
Entsprechend Fig. 2 und 3 enthält die Trennvorrichtung 38
eine erste Trenneinheit 39 und eine zweite Trenneinheit 41.
Die erste Trenneinheit 39 umfaßt einen drehbaren Trennrotor
42, der mit einem ortsfesten Trennkorb 42
zusammenwirkt.
Der Trennrotor 42 besteht aus einer Mehrzahl von unter
seitlichen Abständen auf einer Welle 45 angeordneten
Flanschscheiben 44. Auf den Flanschscheiben 44 sind mehrere
Tragschienen 46 befestigt, die ihrerseits eine Mehrzahl von
Bearbeitungszinken 47 so haltern, daß die Zinken einer
Tragschiene in Querrichtung bezüglich der Zinken der
benachbarten Tragschienen versetzt bzw. auf Lücke angeordnet
sind. Die Bearbeitungszinken 47 haben eine längliche Form
mit einer aktiven Vorderfläche 48 und zwei verstärkenden
Seitenflanschen 49. Die Frontflächen 48 sind bezüglich
der Drehrichtung 51 des Trennrotors 42 soweit rückwärts
geneigt, daß sie sich mehr oder weniger parallel zur
Bewegungsrichtung des Dreschgutes erstrecken, das vom
Strohförderer 28 und dem Trennrost 49 an der Stelle abgegeben
wird, wo die Zinken 47 von oben her durch dies
Dreschgut hindurchbewegt werden. An dieser Stelle bewegen
sich die Zinken 47 noch weiter abwärts, wozu die Rotorwelle
45 niedriger als die Welle 32 der Strohfördertrommel
28 angeordnet ist. Der Durchmesser des Trennrotors
42 entspricht ungefähr dem der Dreschtrommel 18
und ist somit größer als der Durchmesser der Strohfördertrommel
28.
Der Trennkorb 43 verläuft vom rückwärtigen Ende des
Trennrostes 29 aus rückwärtig nach unten und schließt
den Trennrotor 42 über einen Winkel von ungefähr 120°
ein. Der Trennkorb 43 besteht aus drei Sektionen 52, 53
und 54 von unterschiedlicher Aggressivität, wobei die
aggressivste Trennkorbsektion 52 am vorderen Ende und
die am wenigsten aggressive Sektion 54 am rückwärtigen
Ende angeordnet ist.
Die vordere Trennkorbsektion 52 enthält ähnlich dem
Dreschkorb 19 mehrere in Längsrichtung verlaufende
gekrümmte Hauptträger 55, eine Anzahl von Querschienen 56,
durch die sich in Längsrichtung verlaufende bogenförmige
Stangen 57 erstrecken, die zusammen mit den Querschienen
56 die Öffnungsweite dieser Sektion bestimmen.
Die mittlere Trennkorbsektion 53 umfaßt ebenfalls bogenförmige
längsgerichtete Hauptträger 58 und Querschienen 59
mit einem Profil entsprechend einem auf dem Kopf stehenden
U. Durch Öffnungen in den Querschienen 59 erstrecken sich
bogenförmig gekrümmte Stangen, die gemeinsam die Öffnungsweite
des Trennkorbes in dieser Sektion bestimmen.
Die rückwärtige Trennkorbsektion 54 besteht allein aus
den rückwärtigen Verlängerungen der Stangen 61 hinter der
letzten U-förmigen Querschiene 59. Diese Trennkorbsektion
54 ist bezüglich der Waagerechten leicht aufwärts geneigt
und an ihrem rückwärtigen Ende mit kontinuierlichem
Übergang abwärts gebogen, um einen kontinuierlichen
Übergang zur nächsten Trenneinheit herzustellen.
Die Breite von Trennrotor 42 und zugeordnetem Trennkorb 43
entspricht der Breite der Dreschvorrichtung 17 und des
Strohförderers 28. Die Abmessungen der verschiedenen
Bauteile der Dreschvorrichtung 17, des Strohförderers 28
und des Trennrostes 29 sowie der ersten Trenneinheit 39
und die Relativlagen dieser Einrichtungen machen es möglich,
Trennflächen (Trennroste oder -körbe) mit einer wirksamen
Länge in Maschinenlängsrichtung vorzusehen, welche die von
diesen Einrichtungen in der Maschine besetzte Länge
wesentlich übersteigt.
Die zweite Trenneinheit 41 umfaßt entsprechend Fig. 2
und 3 grundsätzlich ein Trenngehäuse 62 und einen darin
angeordneten Trennrotor 63, wobei die Breite des Trenngehäuses diejenige des
Trennrotors wesentlich übertrifft. Das Trenngehäuse 62
ist vorzugsweise ungefähr zweimal oder nicht ganz zweimal
so breit wie der Trennrotor 42.
Der Trennrotor 63 besteht aus einer mittleren Welle 64
mit mehreren darauf gehalterten Flanschscheiben 65 und
auf diesen befestigten über die gesamte Rotorlänge
verlaufenden U-Profilteilen 66. Die U-Profilteile 66 haben
jeweils nach außen abgebogene radiale Innenkanten, die
entsprechend Fig. 3 zur Befestigung auf den Flanschscheiben
65 verwendet werden. Insgesamt sind sechs
U-Profilteile 66 vorgesehen, und die Abstände zwischen
benachbarten Profilteilen sind durch Platten 67 so überdeckt,
daß der Rotorkörper 63 damit einen zwölfeckigen Umfang erhält.
Auf dem Umfang des Rotorkörpers 63 angeordnete Bearbeitungs-
und Förderelemente 68 für das Dreschgut sind nachfolgend
im einzelnen beschrieben.
Fig. 5 zeigt einen Teil einer schematischen Abwicklung
des Rotors 63 mit den verschiedenen darauf befestigten
Bauteilen. Der Rotor 63 ist beiderseits
einer in Maschinenlängsrichtung verlaufenen Symmetrieebene
69, abgesehen von kleineren Abweichungen, gleichmäßig
aufgebaut. In der Mitte des Rotors 63 sind rund
herum Teilerflügel 71 vorgesehen. Die Teilerflügel 71
sind paarweise in V-Form so angeordnet, daß ihre
Scheitel in Drehrichtung 72 des Rotors vorangehen, wobei
benachbarte Flügelpaare mit ihren Scheitelpunkten
versetzt sind, die abwechselnd auf der einen oder
anderen Seite der Symmetrieebene 69 liegen. Die Vorderkanten
74 jedes Paares von Teilerflügeln 74 können in
Querrichtung des Rotors mit einem geringen Abstand
auseinanderliegen.
Parallel zu den Flügeln 71 sind mit Abstand dazu weitere
Förderflügel 73 vorgesehen, die die gleiche Form wie die
Flügel 71 aufweisen. Somit sind auf dem Rotor insgesamt
vier Flügel jeweils in Längsreihen vorgesehen, und da
insgesamt sechs Längsreihen über den Umfang vorhanden
sind, gibt es insgesamt 24 Flügel, die bezüglich der
Rotorachse sämtlich in einem verhältnismäßig steilen
Winkel stehen. Sämtliche Flügel 71 und 73 haben, in
Drehrichtung gesehen, eine abgerundete Vorderkante 74
und eine abgerundete Hinterkante 75, die jeweils an einer
Platte 76 angeschweißt sind, die ihrerseits mit den
Platten 67 des Rotorkörpers verbunden ist. Die vorangehenden
Kanten 74 erstrecken sich vom Rotorkörper auswärts
und bezüglich der Drehrichtung 72 in rückwärtiger
Neigung, während die Außenkanten 75 kurvenförmig verlaufen.
In Richtung der Bewegung des Dreschgutes um den Motor
herumgesehen (Linie 191 in Fig. 5) überdecken sich die
benachbarten Flügel 71 und 74 jeder Reihe zueinander.
Von den rückwärtigen Enden der Förderflügel 73 aus
verlaufen Trennflügel 56 bis an Stellen jeweils kurz
vor dem äußeren Ende des Rotors 63, und zwar unter
einem Winkel zur Rotorachse, der wesentlich geringer
ist als der Neigungswinkel der Förderflügel 73. Vorzugsweise
besitzen die Trennflügel 76 eine Neigung von etwa
15° und die Förderflügel 73 eine Neigung von ungefähr 55°
bezüglich der Rotorachse. Die Trennflügel 76 sind aus
Metallblech geformt und bestehen aus einem Körperteil 77,
der radial vom Rotorkörper wegsteht und eine rückwärtige
in Drehrichtung 72 geneigte Außenkante 78 besitzt. Entsprechend
Fig. 6 fallen die gekrümmten Außenkanten 78
mit dem vom Rotor insgesamt umschriebenen Umkreis zusammen.
Aufgrund ihrer Länge und Neigung erstrecken sich die
Trennflügel 76 über mehr als eine Teilfläche des
zwölfeckigen Rotorkörpers. Deshalb sind die Trennflügel 76
auch an den Bodenenden der U-Profile 66 und an benachbarten
Platten 67 befestigt.
Am äußeren Ende des Rotors sind die Trennflügel 76
verlängert und bilden Abwurfflügel 79, die parallel zur
Rotorachse verlaufen und sich im wesentlichen radial
auswärts vom Rotorköper erstrecken. Die Abwurfflügel 79
bestehen ebenfalls aus Metallblech und haben einen radial
auswärts gerichteten Körperschnitt mit einer äußeren
rückwärts geneigten Kante, die mit dem Umkreis des Rotors
zusammenfällt.
Entsprechend Fig. 3 besteht das Trenngehäuse 62 teilweise
aus Trennkörben 81 und teilweise aus undurchlässigen Abschnitten in Form von Deckplatten 82
mit einer mittleren nach vorwärts gerichteten Einlaßöffnung
83 und zwei rückwärts gerichteten Abwurföffnungen
84 an den gegenüberliegenden Enden des Rotorgehäuses.
Der Einlaß 83 besitzt eine Breite, die im wesentlichen
der Breite des Trennrotors 42 entspricht und dient zur
Aufnahme des dort herkommenden Erntegutes. Die Abwurföffnungen
84 haben eine Breite, die etwas kleiner ist
als die halbe Breite der Einlaßöffnung 83.
Die Trennkörbe 81 sind ähnlich wie der dem Trennrotor
42 zugeordnete Trennkorb 42 aufgebaut und umfassen
bogenförmige Hauptträger 85, Querschienen 86 und bogenförmige
durch die Querschienen 86 hindurchgeführte
Längsstangen 87. In Drehrichtung 72 gesehen befinden
sich an einer Stelle hinter der Einlaßöffnung 83 und
unterhalb des Rotors 63 die Trennkörbe 81, die sich
über die gesamte Breite des Gehäuses 62 im Trennkorbabschnitt 185
erstrecken. Rückwärtig davon, d. h. in dem Trennkorbabschnitt
186, der sich ungefähr in Vertikalrichtung
am rückwärtigen Rotorende erstreckt, hören
die Trennkörbe 81 vor den entsprechenden Enden des Rotorgehäuses
62 auf, um mit diesem die oben beschriebenen
Abwurföffnungen 84 zu bilden.
Schließlich
sind auch zwischen den Seitenkanten der Einlaßöffnung 83
und den entsprechenden Enden des Rotorgehäuses 62 am
vorderen vertikal verlaufenden Bereich Trennkorbabschnitte
187 entsprechend Fig. 4 vorgesehen.
Am rückwärtigen Ende der Trennkorbabschnitte 186 sind in Drehrichtung
72 gesehen eine Anzahl von Querschienen 86 weggelassen, und
die längsverlaufenden Stangen 86 gegen die Enden des Rotorgehäuses
62 gebogen, so daß längliche Öffnungen entstehen.
Dieser Trennkorbabschnitt ist in Fig. 3 und 8 mit 89
bezeichnet. Man erkennt außerdem vor allem aus Fig. 3 und
8, daß die Längsstangen 87 vor dem angrenzenden oder benachbarten
Rand der Deckplatte 82 und vor der Vorderkante
einer Abdeckung 94 enden, um mit diesen eine Öffnung 192
zu bilden.
Entsprechend Fig. 4 besitzt der Trennkorbabschnitt 185
an den Enden des Rotors abgeflachte Bereiche 188, die
in Drehrichtung 72 gesehen, vor den Abwurföffnungen 84
liegen. Die Bereiche 188 verlaufen im allgemeinen
tangential zu dem verbleibenden Bereich des Trennkorbabschnittes
185 vor den Abwurföffnungen 84 und umfassen,
wie auch alle anderen Trennkörbe, gerade Querschienen 85.
Jedoch sind die Längsstangen 87 hier gerade und nicht
gekrümmt und rückwärts über die letzten Querschienen 86
verlängert, um eine Kammanordnung 189 zu bilden.
Die Deckplatten 82 sind bogenförmig ausgebildet und
oberhalb des Trennrotors 63 zwischen dem Trennkorbabschnitt 89
der Trennkörbe 81 und der Oberkante der Einlaßöffnung 83
zum leichten Zugang zu den Einzelteilen der Trenneinheit
leicht entfernbar.
Wie am besten Fig. 7 zeigt, erstrecken sich die Ablenkrippen
91 in einem Winkel von etwa 25° zur senkrechten
Längssymmetrieebene 69 der Maschine und wendelförmig
um den Rotor 63 an der Innenseite des Trenngehäuses 62.
Es sind drei zueinander parallele Rippen 91 unter regelmäßigen
Abständen zu beiden Seiten der Symmetrieebene 69
vorgesehen. Die beiden inneren Rippen fluchten an ihren
Enden mit der Unterkante der Einlaßöffnung 83 an einer
Stelle zwischen dem Einlaß und den entsprechenden Enden
des Gehäuses 62. Die äußersten Rippen 91 fluchten an
ihren Enden mit der Oberkante der Einlaßöffnung 83.
Die mittleren und äußeren Rippen 91 beiderseits der
Symmetrieebene 69 liegen mit ihren Enden innerhalb der
äußeren Enden des Rotorgehäuses 62. Die beiden inneren
Rippen 91 bilden zusammen ein V, dessen Spitze nach vorn
weist und in der Symmetrieebene 69 der Maschine an einer
Stelle dem Trennkorbabschnitt 185 liegt. Die Rippen 91
erstrecken sich außerdem teilweise über die Trennflügel 81
und über die gesamte Breite der Deckplatte 82. Somit
verlaufen die Rippen 91 über die Queröffnung 192 und
sind zur Beseitigung der Abdeckplatte 82 an der Stelle
193 gemäß Fig. 8 unterteilt. Man erkennt, daß die rückwärtigen
Enden der Trennkorbstangen 87 die gleiche Neigung
wie die Rippen 91 besitzen und mit bestimmten Endabschnitten
dieser Stangen ungefähr ausgefluchtet sind.
Entsprechend Fig. 7 verlaufen zusätzliche Rippen 90
unter einem Winkel über den Trennkorbabschnitt 185 von
den unteren Enden der Einlaßöffnung 83 aus bis zu einer
Stelle, die mit den Innenkanten der Abwurföffnungen 84
im unteren Abschnitt des Trennkorbabschnittes 186 im allgemeinen
ausgerichtet sind. Diese Rippen 90 sind parallel
zur Symmetrieebene 69 entlang der inneren Seitenkanten
der Abwurföffnungen 84 und entlang der Kanten der Einlaßöffnung
83 verlängert.
Wie am besten aus Fig. 2 ersichtlich, befinden sich die
von den verschiedenen rotierenden Dresch- und Trennvorrichtungen
umschriebenen Kreise dicht beieinander. Vorzugsweise
werden die Dreschtrommel 18, die Strohfördertrommel 28
der Trennrotor 42 und der Trennrotor 63 in gleicher Drehrichtung
entweder mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit
oder mit zunehmend ansteigenden Umfangsgeschwindigkeiten
angetrieben.
Das Trenngehäuse 62 ist im Bereich oberhalb der Reinigungsvorrichtung
11 angeordnet, so daß das im mittleren Bereich
des Gehäuses abgetrennte Gut direkt nach unten auf die
Reinigungsvorrichtung fällt. In den äußeren Abschnitten
des Trenngehäuses 62, die sich bis über die Seitenwände
des Mähdreschers hinauserstrecken, abgetrennte Gut wird
gesondert aufgefangen und in Richtung auf die Reinigungsvorrichtung
11, über deren Breite verteilt, zugeführt.
Mit einem rückwärtigen Abstand von dem oberen rückwärtigen
Viertel des Trenngehäuses 62 ist an einer
Stelle zwischen den Abwurföffnungen 84 eine Ablenkplatte
92 angeordnet, um abgetrenntes Gut in die darunter
befindliche Reinigungsvorrichtung 12 abzulenken. Die
Ablenkplatte 92 ist im allgemeinen vertikal angeordnet
und befindet sich mit ihrer unteren Kante in einem
geringen Abstand oberhalb der Reinigungsvorrichtung 11.
Die Oberkante 93 der Ablenkplatte 92 endet kurz vor der
Abschirmung 94, um dazwischen einen Lufteinlaß 95 vorzusehen,
dessen Wirkung weiter unten beschrieben ist.
Die Reinigungsvorrichtung 11 erstreckt sich von einer
Stelle unterhalb der Vorderkante des Dreschkorbes 19
aus bis an eine hinter der Trennvorrichtung 38 liegende
Stelle und besitzt eine Breite, die ungefähr der Breite
der Dreschvorrichtung entspricht. Somit ragen die Enden
des Trennrotors 63 und des Trenngehäuses 62 über die
Seitenkanten der Trennvorrichtung hinaus.
Die Reinigungsvorrichtung umfaßt drei Hauptbestandteile,
nämlich vorbereitende und fördernde Oberflächen,
Reinigungssiebe und ein Reinigungsgebläse.
Die vorbereitenden und transportierenden Oberflächen
sind abgestuft und werden im Betrieb in Schwingungen
versetzt, um dadurch die Schicht von abgetrenntem
Gut bei seiner Bewegung in Richtung auf die Reinigungssiebe
vorzubereiten. Diese Oberflächen bestehen aus
einer vorderen, einer mittleren und einer rückwärtigen
Körnerpfanne 101, 102 bzw. 103 entsprechend Fig. 2 und 9.
Die erste Körnerpfanne 101 besitzt ein übliches Profil
und erstreckt sich im allgemeinen waagerecht oder mit
einer geringen Aufwärtsneigung zwischen Stellen unterhalb
des vorderen Endes des Dreschkorbes 19 und des
dem trennenden Rotor 42 zugeordneten Trennkorbes 43 und
ist somit geeignet, das im Dreschkorb 19, im Trennrost
29 und in einem Abschnitt des Trennkorbes 43 abgetrennte
Gut aufzunehmen. Das in den äußeren Abschnitten des
Trenngehäuses 62 abgetrennte Gut wird zusammen mit der
Überkehr über die Körnerpfanne 101 verteilt. Am Abgabeende
der vorderen oder ersten Körnerpfanne 101 ist eine
übliche Kammanordnung 104 befestigt.
Die vordere Körnerpfanne 101 ist in der Nähe ihres
vorderen Endes auf zwei Kurbeln 105 und an ihrem rückwärtigen
Ende auf Schwenkzapfen 106 an einem oberen
Reinigungsschuh 107 aufgehängt bzw. unterstützt. Der
obere Reinigungsschuh 107 besteht aus einem Rechteckrahmen
mit gegenüberliegenden Seitenwänden 108, vorderen
und rückwärtigen Querträgern 109 und 111 und dazwischen
angeordneten Versteifungsträgern 112, die entsprechend
Fig. 9 auch noch dazu dienen, bestimmte Bauelemente zu
unterstützen. Der obere Reinigungsschuh 107 erstreckt
sich vom Abgabeende der vorderen Körnerpfanne 101 bis
zum rückwärtigen Ende der Reinigungsvorrichtung 11.
Der obere Reinigungsschuh 107 ist in der Nähe des rückwärtigen
Endes auf dem Maschinenrahmen an der Stelle 110
über schematisch gezeigte Schwenkarme 115 beweglich abgestützt.
Die mittlere Körnerpfanne 112, die rückwärtige
Körnerpfanne 103 und ein Vorreinigungssieb 113 sowie ein
Spreusieb 114 sind sämtlich durch den oberen Reinigungsschuh
107 unterstützt.
Das Vorreinigungssieb 113 erstreckt sich unter einem
geringen Winkel zur Waagerechten rückwärts nach oben
von einer Stelle unterhalb und vor dem Abgabeende der
vorderen Körnerpfanne 101 und enthält eine Mehrzahl von
sich überlappenden und winklig verstellbaren jalousieartigen
Blechen, die gemeinsam eine Siebfläche für durchzulassende
Körner bilden. An seinem rückwärtigen Ende trägt das
Vorreinigungssieb 113 eine Kammanordnung 116 ähnlich dem
Kamm 104.
Unterhalb des Vorreinigungssiebes 113 ist die mittlere
Körnerpfanne 102 angeordnet, die kurz vor dem rückwärtigen
Ende des Vorreinigungssiebes 113 aufhört.
Das Spreusieb 114 ist im allgemeinen mit der mittleren
Körnerpfanne 102 ausgerichtet und erstreckt sich mit
einem kleinen Neigungswinkel bezüglich der Waagerechten
von einer Stelle unterhalb des Abgabeendes des Vorreinigungssiebes
113 rückwärts und nach oben. Zwischen der
mittleren Körnerpfanne 102 und dem Spreusieb 114 ist eine
Abgabeöffnung 117 vorgesehen. Das Spreusieb 117 besitzt
eine übliche Form und umfaßt eine rückwärtige winklig
verstellbare Verlängerung 118 (Fig. 2). Wie das Vorreinigungssieb
113 ist auch das Spreusieb 114 sowie seine
rückwärtige Verlängerung 118 mit einer Mehrzahl von
winklig verstellbaren und einander überlappenden jalousieartigen
Klappen versehen.
Die hintere Körnerpfanne 103 umfaßt einen im allgemeinen
waagerechten vorderen Abschnitt 119 und einen leicht aufwärts
geneigten rückwärtigen Abschnitt 121. Beide Siebabschnitte
119 und 121 sind abgestuft oder im Profil sägezahnförmig
ausgebildet, wobei jedoch die Richtung der
Stufen entgegengesetzt zu derjenigen bei den vorderen
und mittleren Körnerpfannen 101 und 102 ist. Die rückwärtige
Körnerpfanne 103 erstreckt sich unterhalb des
Mittelabschnittes des Trenngehäuses 62 und oberhalb des
Spreusiebes 114 sowie eines Teils des Vorreinigungssiebes 113.
Sie besitzt ein vorderes Abgabeende, das etwas hinter dem
Abgabeende der vorderen Körnerpfanne 101 liegt. Die hintere
Körnerpfanne 103 ist mit ihrer rückwärtigen Kante unterhalb
der Ablenkplatte 92 angeordnet und mit Tragarmen 122
verbunden, deren andere Enden an Kurbelarmen 123 zu beiden
Seiten des Reinigungsschuhes 107 angelenkt sind. Die
hintere Körnerpfanne 103 ist außerdem in der Nähe ihrer
Vorderkante auf Kurbelarmen 124 gelagert. Die Kurbelarme 123,
124 haben im allgemeinen eine Dreieckform und sind jeweils
an einer Ecke 125 gelenkig an die Seitenwand 108 des oberen
Reinigungsschuhes 107 angeschlossen. Die Kurbelarme 123,
124, die zu beiden Seiten des Reinigungsschuhes 107 paarweise
angeordnet sind, sind an einer anderen Ecke 127 über eine
Verbindungsstange 126 miteinander gekuppelt.
Die rückwärtigen Kurbelarme 123 umfassen an ihrem Schwenkanschluß
am Reinigungsschuh 107 eine Stummelwelle 128, die
an ein Ende eines Lenkers 129 angeschlossen ist, dessen
anderes Ende gelenkig mit einem Lenker 130 in Verbindung
steht, der seinerseits an der Stelle 131 am Maschinenrahmen
schwenkbar gelagert ist. Wenn dementsprechend der obere
Reinigungsschuh 107 entlang der in Fig. 2 gezeigten nach
oben und rückwärts verlaufenden gekrümmten Bahn 181 zu
einer Schwingbewegung angetrieben wird, werden die
Schwenkzapfen zwischen den Lenkern 129 und 130 veranlaßt,
sich auf Bogenbahnen 182 um die Schwenkpunkte 130 am
Maschinenrahmen zu bewegen, wodurch die Kurbeln 123 und
die darauf befindlichen Schwenkzapfen 183 sich entlang
bogenförmiger aufwärts gerichteter Bahnen 184 entsprechend
Fig. 9 bewegen. Diese Bewegung wird mit Hilfe der Verbindungsstangen
126 auf die vorderen Kurbeln 124 übertragen,
so daß die dritte oder rückwärtige Körnerpfanne 103
eine Schwingbewegung ausführt, bei der das darauf befindliche
Gut nach vorn befördert wird.
Unterhalb des oberen Reinigungsschuhes 107 ist ein unterer
Reinigungsschuh 132 angeordnet, der einen Förderboden 133
für gereinigte Körner und einen Förderboden 134 für Überkehrmaterial
aufweist, die oberhalb einer Körner-Förderschnecke
135 bzw. einer Überkehr-Rückführungsschnecke 136
enden. Der untere Reinigungsschuh 132 dient zur Halterung
eines unteren Reinigungssiebes 137, dessen Vorderkante
vor und unterhalb des Abgabeendes der mittleren Körnerpfanne
102 liegt und dessen Hinterkante vor und unterhalb
der Höhe der Verlängerung 118 des Spreusiebes liegt.
Der untere Reinigungsschuh 132 ist auf dem Maschinenrahmen
an der Stelle 138 mit Hilfe von Schwenkarmen 139
und an der Stelle 141 an Schwenkarmen 142 aufgehängt.
Die Schwenkarme 182 beiderseits der Reinigungsvorrichtung
11 sind bis über die Höhe der Schwenkzapfen 141
am Maschinenrahmen verlängert und an der Stelle 143
gelenkig an den oberen Reinigungsschuh 107 angeschlossen.
Die Antriebseinrichtung für die Reinigungsschuhe 107
und 132, welche die Körnerpfanne 101, 102 und 103
und die damit verbundenen Reinigungssiebe 113 und 114
aufweisen, umfassen Kurbelwellen 144, die sich zwischen
exzentrischen Anschlüssen 145 auf einer Zwischenwelle
146 und Schwenkzapfen 147 am unteren Reinigungsschuh 132
erstrecken.
Das Reinigungsgebläse 151 ist entsprechend Fig. 2 und 12
im allgemeinen unterhalb der vorderen Körnerpfanne 101
angeordnet und umfaßt ein im allgemeinen zylindrisches
Gebläsegehäuse 152 und zwei gegenüberliegenden Lufteinlässen
153. Ein weiterer Lufteinlaß 154 ist im oberen
Abschnitt des Gehäuses 152 über dessen gesamte Breite
vorgesehen. Dieser zusätzliche Lufteinlaß 154 ist durch
eine perforierte Abdeckung 158 geschlossen, um Verunreinigungen
nicht in das Gebläsegehäuse 152 eindringen zu lassen.
Der Auslaß 155 erstreckt sich über die gesamte Breite des
Gebläsegehäuses 152 und ist an eine kombinierte Auslaßanordnung
159 angeschlossen, die eine Hauptauslaßleitung
163 und eine zusätzliche Auslaßleitung 164 enthält.
Die Hauptauslaßleitung 163 erstreckt sich nach hinten
aufwärts und liegt der Unterseite des unteren Siebes 137
gegenüber sowie der Unterseite des Spreusiebes 114 und
dem Abstand zwischen dem Abgabeende der mittleren Körnerpfanne
102 und dem unteren Sieb 137 sowie dem Bereich
unterhalb des unteren Siebes 137 gegenüber.
Die Hauptauslaßleitung 163 umfaßt eine Bodenwand 165,
die eine tangentiale Verlängerung des Gebläsegehäuses 152
ist und eine Deckwand 166, die im allgemeinen parallel
zur Bodenwand 165 verläuft. Die Deckwand 166 ist mit
ihrem vorderen Ende 167 mit Abstand vom Gebläseumfang
angeordnet und so abgerundet, daß sie in eine etwa
vertikal verlaufende Wand 168 übergeht, die einen Teil
des zusätzlichen Auslaßkanals 164 bildet. Ein winklig
verstellbares Leitblech 169 ist am vorderen Ende 167
der Deckwand 166 angeordnet und in der Lage, den Luftstrom
durch den zusätzlichen Auslaßkanal 164 bis zu
einem gewissen Grad zu regeln. Außerdem sind im Hauptauslaßkanal
163 zwei winklig verstellbare Leitbleche 161
und 162 entsprechend Fig. 12 vorgesehen.
Der zusätzliche Auslaßkanal 164 wird begrenzt durch den
bereits genannten Wandabschnitt 168 und einen weiteren
Wandabschnitt 171, der im allgemeinen parallel zu einer
Tangente an den Umkreis des Gebläses 157 verläuft und
mit seiner unteren Kante diesem Umkreis dicht benachbart
liegt, und zwar an einer Stelle, die sich etwa
oberhalb der Höhe des unteren Endes des Wandabschnittes
168 befindet. Der obere Teil des Wandabschnittes 171
ist um nahezu 90° gekrümmt und weist aufwärts nach
hinten oberhalb der Höhe der Oberkante des anderen
Wandabschnittes 168, von dem ein Dichtstreifen 172
ausgeht, der an der Unterseite der mittleren Körnerpfanne
102 dichtend anliegt. Der zusätzliche Auslaßkanal
164 ist so angeordnet, daß sein Auslaß dem Bereich
gegenüberliegt, der sich zwischen dem Abgabeende der
vorderen Körnerpfanne 101 und der Vorderkante der
mittleren Körnerpfanne 102 befindet. Die Vorderkante
des Vorreinigungssiebes 113 befindet sich ungefähr in
der Mitte dieses Bereiches.
Der zusätzliche Gebläseeinlaß 154 erstreckt sich von
der Oberkante des Wandabschnittes 171 aus in Drehrichtung
156 des Gebläses 157, so daß er bezüglich dieser Gebläsedrehrichtung
hinter dem Auslaß 155 liegt.
Das Gebläse 157 besitzt eine zentrische Welle 173 mit
mehreren davon im allgemeinen radial ausgehenden Tragarmen
174, an deren äußeren Enden die besonders geformten
Gebläseflügel 175 befestigt sind. Die Gebläseflügel 175
sind im allgemeinen konkav ausgeführt und bestehen vorzugsweise
aus Metallblech, wobei ein mittlerer im allgemeiner
flacher Abschnitt 176 unter einem kleinen Winkel zu und
vor dem Radius des Gebläses 157 liegt und winklig abgebogene
innere und äußere Abschnitte 177 bzw. 178 vorgesehen
sind, die zusammen mit dem Abschnitt 176 die konkave
Gestalt bilden. Die äußeren Abschnitte 178 sind somit
unter einem größeren Winkel bezüglich des Radius und
diesem voreilend vorgesehen als die Mittelabschnitte 176,
während die inneren Abschnitte 177 unter einem nacheilenden
Winkel zum Radius vorgesehens ind. Auf diese Weise entstehen
die sogenannten vorwärts gekrümmten Gebläseflügel
175. Aus dem Vorangehenden ergibt sich außerdem,
daß das Gebläse 157 eine Kombination darstellt zwischen
einem sogenannten Zentrifugalgebläse und einem sogenannten
Querflußgebläse.
Im Betrieb wird der Mähdrescher über ein Feld gefahren,
wo das stehende Erntegut abgeschnitten und von der Haspel 15
und der Querförderschnecke 16 dem Schrägaufzug 13 zugeführt
wird. Der Schrägaufzug 13 bringt das Dreschgut in einer
Schicht von mehr oder weniger gleichmäßiger Dicke und einer
Breite, die der gesamten Breite des Schrägaufzuges entspricht,
in die Dreschvorrichtung 17 ein. Die mit relativ
hoher Drehzahl umlaufende Dreschtrommel 18 wirkt mit ihren
Schlagleisten 23 auf das zugeführte Dreschgut ein und nimmt
es nach hinten zum Durchgang durch den Raum zwischen Dreschtrommel
18 und Dreschkorb 19 mit. Bei dem Durchgang wird
das Dreschgut gewalkt und geschlagen, so daß die Körner
aus den Ähren freikommen. Dadurch fällt ein größerer
Körneranteil zusammen mit Verunreinigungen unmittelbar
durch den Dreschkorb 19 aus und ist bereits vom Dreschgut
abgetrennt.
Die Strohmatte gelangt nunmehr von der Dreschtrommel 18
und dem Dreschkorb 19 aus rückwärtig nach oben zur Strohfördertrommel
28, die dahingehend wirksam ist, die von
der Dreschtrommel 18 herangeführte Dreschgutmatte auszukämmen
und sie in rückwärtiger Richtung zwischen sich
und dem Trennrost 29 abzulenken und dem Trennrotor 42
zuzuführen, wobei das Dreschgut wiederum einer gewissen
Trennwirkung unterliegt. Tatsächlich werden über den
Trennrost 29 gewisse Körneranteile zusammen mit Verunreinigungen
abgetrennt.
Wenn die Strohmatte aus dem Spalt zwischen Strohfördertrommel
28 und Trennrost 29 über dessen gesamte Breite
austritt, wird sie von den Bearbeitungszinken 47 auf
dem Trennrotor 42 erfaßt. Diese Zinken schlagen mit
ihren vorangehenden aktiven Oberflächen 48 auf die
Matte ein und lenken diese durch den Zwischenraum
zwischen Trennrotor 42 und zugeordneten Trennkorb 43
ab. Diese Schlagwirkung auf die Dreschgutmatte und
die darin noch verbliebenen Körner ist besonders kräftig
aufgrund der im wesentlichen rechtwinklig verlaufenden
Lage der Dreschgutmatte bezüglich der Bewegungsrichtung
der Zinken 47 an deren Eingriffsstelle auf die Dreschgutmatte
mit Hilfe der Zinken. Dabei entsteht eine
plötzliche Änderung in der Bewegungsrichtung der Dreschgutmatte,
wobei die darin enthaltenen Körner aufgrund
ihres größeren spezifischen Gewichtes als das Stroh und
auch aufgrund ihrer größeren Trägheitskraft mit Hilfe
der Bearbeitungszinken 47 besonders am Einlaßende der
Trennvorrichtung 38 herausgetrennt und in die unteren
Bereiche der Dreschgutmatte gelangen und dabei in einem
größeren Trennwirkungsgrad durch den Trennkorb 43 herausgelangen.
Der höhere Wirkungsgrad wird noch dadurch
verbessert, daß die Bearbeitungszinken 47 eine verhältnismäßig
geringe Breite aufweisen und daß sie in benachbarten
Reihen zueinander gestaffelt bzw. auf Lücke angeordnet sind.
Da der Umkreis der Bearbeitungszinken 47 dicht am Umkreis
der Förderplatten 33 auf dem Strohförderer vorbeiläuft,
üben die Bearbeitungszinken 47 eine wirksame Kombinationswirkung
auf das Dreschgut aus, das sonst geneigt ist, sich
nach der Übergabe um den Strohförderer herumzuwickeln.
Die Bearbeitungszinken 47 erfassen die Dreschgutmatte
über die gesamte Breite des Trennrotors 42 und ziehen
sie über den Trennkorb 43 bis zu dessen Abgabeende, wobei
sie einer fortgesetzten Trennwirkung ausgesetzt wird,
indem die Körner ständig in tiefer liegende Bereiche
der Dreschgutmatte und auch durch die Trennkörbe hindurchgelangen.
Außerdem wird, wenn auch in einem geringeren
Umfang eine fortgesetzte Dreschwirkung auf die Dreschgutmatte
ausgeübt, um die noch in den Ähren haftenden Körner
herauszulösen.
Während der Bewegung über den Trennkorb 43 wird die Dreschgutmatte
durch die Bearbeitungszinken 47 einer Kämmwirkung
derart unterworfen, daß das die Matte bildende Stroh im
allgemeinen auf die Maschinenlängsrichtung ausgerichtet
und in einer mehr oder weniger gleichmäßigen Dicke über
die Breite der Trennvorrichtung 38 verteilt wird. Dies
ist besonders vorteilhaft in Bezug auf die nachfolgende
Verarbeitungsstufe.
Wenn die Dreschgutmatte von der Trenneinheit 38 aus durch
den Einlaß 53 in die Trenneinheit 41 gelangt, wird sie von
auf dem Rotor 63 angeordneten Bearbeitungs- und Förderelementen
68 erfaßt. Im Mittelbereich des Rotors 63 sind
die Teilerflügel 71 wirksam, um die Dreschgutmatte, die
zunächst eine Breite entsprechend derjenigen des Trennrotors
42 aufweist, in zwei etwa gleich große Hälften
aufzuteilen. Da das Stroh in dieser Matte bereits im
allgemeinen in Längsrichtung orientiert ist, läßt sich
die Aufteilung in zwei gleiche Hälften leicht durchführen.
Die in Querrichtung bestehende Staffelung der Scheitelpunkte
der V-förmigen Anordnung der Teilerflügel 71 bezüglich
der senkrechten Symmetrieebene 69 trägt außerdem
dazu bei, die Teilung ohne Verzögerung in der Bewegung
der Dreschgutmatte durchzuführen.
Eine wesentliche Verbesserung wird folglich mit der zunächst
durchgeführten Ausrichtung des Strohs in der Trenneinheit
38 in Maschinenlängsrichtung erreicht und in zweiter Linie
durch den Versatz der Trennflügel 71.
Die Teilerflügel 71 und die Förderflügel 73 drängen die
beiden Hälften der Strohmatte auswärts in Richtung auf
die von den Bearbeitungselementen 68 auf dem Rotor 63
erzeugten Außenlinie, so daß das Dreschgut um den Rotor
herum geführt wird und dabei an der Innenseite des
Trenngehäuses 62 vorbeigeführt wird. Dies ist hauptsächlich
auf die Ausrichtung der Teilerflügel 71 und
Förderflügel 73 zurückzuführen.
Auch die Teilerflügel 71 und die Förderflügel 73 in
Verbindung mit den Trennflügeln 76 lenken aufgrund
ihrer winkligen Anordnung bezüglich der Richtung der
ankommenden Dreschgutmatte die beiden Mattenhälften
in entgegengesetzten Bahnen wendelförmig um den Rotor
herum in Richtung auf dessen Enden. Die steilere Neigung
der Flügel 71 und 73 im Verhältnis zu derjenigen der
Trennflügel 76 ist außerdem notwendig, um das Dreschgut
von der allgemeinen Längsbewegungsrichtung in die
wendelförmige Bewegung zu überführen, und nachdem die
Wendelbewegung einmal eingeleitet worden ist, reicht
die geringere Neigung der Trennflügel 76 aus, um diesen
Bewegungsverlauf aufrechtzuerhalten. Die Wendelbewegung
wird außerdem durch die ortsfesten wendelförmig verlaufenden
Rippen 91 hervorgerufen.
Im Betrieb fällt die Bewegung des Dreschgutes mehr oder
weniger mit der Richtung der ortsfesten Rippen 91 zusammen,
und wenn diese Richtung auf die Abwicklung des Rotors
entsprechend Fig. 5 an der Stelle 191 projiziert wird,
erkennt man, daß in dieser Richtung sich die Flügel 71
und 73 in jeder Längsreihe von Flügeln einander überlappen.
Gleichfalls überlappen sich in der gleichen
Richtung benachbarte Trennflügel 76. Diese Überlappung
sorgt dafür, daß das Dreschgut nicht in Taschen zwischen
benachbarten Flügeln 71, 73 und 76 hängenbleibt, wodurch
sonst die wendelförmige Bewegung des Dreschgutes unterbrochen
würde.
Von der Einlaßöffnung 83 aus wird das Dreschgut im allgemeinen
rückwärts über den mittleren Trennkorbabschnitt
185 zwischen den zusätzlichen Rippen 90 rückwärts befördert
und daraufhin in entgegengesetzten Schraubenbahnen
auswärts über den aufrechten Trennkorbabschnitt 186 geführt,
wobei das Dreschgut jedoch noch zwischen den zusätzlichen
Rippen 90 verbleibt. Die Dreschgutschichten bewegen sich
danach wendelförmig über den Deckel 82 von einem Bereich
zwischen den Rippen 90 weiter in Richtung auf einen
Bereich außerhalb dieser Rippen 90 auf den Trennrostabschnitten
187. Somit werden die Mattenhälften nunmehr
in die Bereiche zwischen den beiden Rotorenden und den
Bereich seitlich des Einlasses 83 bewegt. Das Dreschgut
gelangt dann ein zweites Mal über den unteren Trennrostabschnitt 185,
jedoch über dessen äußere Bereiche, die zwischen den
Rotorenden und den zusätzlichen Rippen 90 liegen, worauf
die Mattenhälften über die Abwurföffnung 84 zum Boden
abgeworfen werden. Daraus läßt sich erkennen, daß die
Mattenschichten ungefähr 1 ¼mal um den Trennrotor 63
herumgeführt und die Mattenhälften durch die zusätzlichen
Rippen 90 sauber voneinander getrennt gehalten werden.
An den Enden des Rotors verlaufen die Abwurfflügel 79
parallel zur Rotorachse, da dem Dreschgut keine weitere
Axialbewegung erteilt werden soll und die Flügel zur
Abgabe des Strohs aus der Trenneinheit 41 dienen. Man
erkennt aus Fig. 7, daß die Abwurfflügel 79 kürzer sind
als die Breite der Abwurföffnungen 84 und daß sie in der
Nähe der äußeren Abschnitte der Auslaßöffnungen 84
liegen, woraus sich ergibt, daß die Trennflügel 76 die
Auslaßöffnungen teilweise überdecken. Versuche haben
gezeigt, daß damit die vorteilhafteste Kombination
erreicht wird.
Weiterhin ergibt sich aus Fig. 7, daß die Abwurföffnungen 84
eine Breite aufweisen, die kleiner ist als die halbe Breite
der Einlaßöffnung 83, so daß die beiden in die Trenneinheit 41
gelangenden Mattehälften während ihrer Wendelbewegung um
den Rotor soweit verdichtet werden, daß sie problemlos
durch die Abwurföffnungen hindurchgehen. Dies wird hauptsächlich
erreicht durch den steileren Neigungswinkel der
Flügel 71, 73 bezüglich der senkrechten Symmetrieebene 69.
Dies ist deshalb vorteilhaft, weil damit die Mattenhälften
an den Seitenkanten der Einlaßöffnung 83 ohne Verzögerung
an der Stelle vorbeigeführt werden, wo die ersten Schleifen
rund um den Trennrotor 63 vervollständigt sind.
Versuche haben außerdem gezeigt, daß die Förderflügel 73
gegebenenfalls weggelassen werden können, so daß die beiden
Mattenabschnitte nach dem Eintritt durch die Öffnung 83
noch ausreichend schnell auf die Wendelbahnen 191 abgelenkt
werden können und dazu nur die Teilerflügel 71 und die
ortsfesten Rippen 91 notwendig sind.
Wenn das Dreschgut auf Wendelbahnen vom Einlaß 83 auf
Wendelbahnen zu den Abwurföffnungen 84 bewegt wird,
wirken die Außenkanten 75 und 78 der Teiler- und Förderflügel
71 bzw. 73 sowie der Trennflügel 76 reibend oder
walkend auf das Dreschgut ein, das sie über die Trennkörbe
81 ziehen, wodurch das Dreschgut einer weiteren
und endgültigen ständig aufrechterhaltenen Trennwirkung
unterworfen wird. Die bei diesem Vorgang sowie unter
dem Einfluß der Zentrifugalkräfte abgetrennten Körner
fallen durch die Trennkörbe 81 hindurch. Im Mittelabschnitt
der Trenneinheit 41 abgetrennte Körner fallen direkt auf
die hintere Körnerpfanne 103, während die in den Endabschnitten
der Trenneinrichtung 41 abgetrennten Körner aufgefangen
und der vorderen Körnerpfanne 101 zugeführt werden.
Da der Trennrotor 63 in der Drehrichtung 72 angetrieben
wird, verursachen die Bearbeitungsflügel 71, 73, 76 und
79 Luftströme, die von einer mittleren Stelle hinter der
Trenneinheit 41 aus rund um den Trennrotor 63 und hauptsächlich
innerhalb des Trenngehäuses 62 in Richtung auf
dessen Enden und nach vorn verlaufen. Ohne besondere
Vorkehrungen würden diese Luftströme eine Saugwirkung
in dem Bereich oberhalb der dritten Körnerpfanne 103
hinter und unterhalb der Trenneinheit 41 erzeugen, womit
Staub, Strohteile, Spreu usw. in den Hohlraum zwischen
dem Trennkorbabschnitt 186 und der Ablenkplatte 192 hineingesaugt
würden. Nach kurzer Zeitdauer würde dieser Hohlraum
vollständig gefüllt sein und somit der Trennkorbabschnitt 186
blockiert oder so verstopft sein, daß sich die Trennfläche
verringert und nur noch eine unzureichende Trennwirkung
zur Verfügung stehen würde.
Die Öffnung 95 befindet sich zwischen dem Ablenkblech 92
und der oberen Abschirmung 94, d. h. im wesentlichen am
oberen Abschnitt des Hohlraumes zwischen Trennkorbabschnitt 186
und Ablenkplatte 92, wo der Aufbau von Spreu usw. auftritt
und die Verstopfung beginnt, wenn keine Gegenmaßnahmen
getroffen werden. Die Öffnung 95 ist in einer
beträchtlichen Höhe oberhalb der Reinigungsvorrichtung 11
angeordnet und an einer Stelle, wo für die durch den
Trennkorbabschnitt 186 abgetrennten Körner keine Gefahr mehr besteht,
durch die Öffnung nach außen zu gelangen. Die oben
beschriebenen Luftströmungen erzeugen durch die Öffnung 95
hindurch eine Saugwirkung, so daß Spreu und andere
leichte Dreschgutteile nicht mehr aus der Reinigungs-
Vorrichtung 11 angehoben werden und somit ein Verstopfen
des Trennkorbabschnittes 186 vermieden wird. Mit Hilfe der Öffnung 95
wird folglich ein Problem beseitigt, das auch bei bekannten
Maschinen vorhanden ist.
Ohne besondere Vorkehrungen im Zusammenhang mit dem Trennkorbabschnitt
89 würde dort ebenfalls eine Verstopfungsgefahr
entstehen, womit der Trennwirkungsgrad sich verringern
würde. Dieser Vorgang ist durch Versuche belegt
worden und rührt offensichtlich daher, daß in diesem
Bereich des Trennkorbes die normalerweise dort vorgesehenen
Querschienen eine falsche Richtung aufweisen,
da sie dahingehend wirksam werden, das Hindurchfallen
des Dreschgutes aufgrund seiner Schwerkraft zu behindern.
Tatsächlich erstrecken sich in diesem Trennkorbabschnitt
die Querschienen normalerweise mit ihren flachen Seiten
im allgemeinen waagerecht oder leicht aufwärts geneigt,
wenn man von der Innenseite des Trenngehäuses 62 ausgeht.
Dadurch hat jegliches darauffallende Gut die Neigung,
dort zu verbleiben. Dies gilt insbesondere für Strohteile.
Dieser Nachteil hat eine deutliche Beziehung zu dem Nachteil
des oben beschriebenen Hohlraums, der sich mit Spreu
und dergleichen anfüllt und für den besondere Abhilfemaßnahmen
bereits beschrieben sind.
Um einem leicht verstopfenden Trennkorbabschnitt 89 entgegenzuwirken,
werden die Querschienen 86 in dem Trennkorbabschnitt
89 beseitigt, womit jedoch noch nicht das
gesamte Problem beseitigt ist. Dies rührt daher, daß
sich das Stroh nunmehr zwar nicht mehr um die fehlenden
Querschienen herumlegen kann, aber nach Beseitigung
einer Anzahl von Querschienen 86 für lange Strohhalme
noch die Gefahr besteht, daß sie durch die länglichen
Schlitze zwischen den Längsstangen 87 in den Trennkorbabschnitt 89
hindurchragen und an die Abschirmung 94 anschlagen und
sich demzufolge dort zusammenrollen. Diese zusammengeschobenen
oder -gerollten Halme haben das Bestreben,
sich um die Trennkorbstangen 87 herumzulegen, wobei
sie teilweise innerhalb und teilweise außerhalb des
Trenngehäuses 62 hängen. Sobald dieser Vorgang auftritt,
folgt bald darauf die vollständige Verstopfung. Um dies
zu verhindern, ist zwischen den Enden der Trennkorbstangen
87 und der benachbarten Kante der Deckplatte 82
ein freier Raum oder eine Öffnung 192 vorgesehen, damit
der Trennrotor 83 zusammengeschobene Halme von den Enden
der Trennkorbstangen 87 abstreifen und sie in das Trenngehäuse
62 zurückziehen kann. Somit erhält die Trenneinheit
41 eine Selbstreinigungswirkung im Bereich des
Trennkorbabschnittes 89. Die oben beschriebenen Luftströme, die
hauptsächlich im Mittelabschnitt der Trenneinheit 41
auftreten, wirken unterstützend, um das zusammengeschobene
oder zusammengerollte Stroh in das Trenngehäuse zurückzubewegen,
so daß die Verstopfungsgefahr vermieden wird
und der Trennwirkungsgrad außergewöhnlich hoch bleibt.
Nachdem vorangehend die Dresch- und Trennfunktionen
der Maschine im einzelnen beschrieben worden sind, wird
nachfolgend der Reinigungsvorgang erläutert. Im Betrieb
läuft das Gebläse 157 in Richtung des Pfeiles 156 um,
und die Reinigungsschuhe 107 und 132 mit den daran
gekuppelten Bauteilen werden in Schwingbewegungen
versetzt. Der untere Reinigungsschuh 132 schwingt längs
einer rückwärts leicht nach oben gerichteten Bahn 181
hin und her. Der obere Reinigungsschuh 107 wird im
wesentlichen in der gleichen Richtung schwingend angetrieben,
jedoch mit einem Phasenversatz von 180°. Die
dritte Körnerpfanne 103 schwingt aufgrund ihrer Schwenklagerung
auf dem oberen Reinigungsschuh 107 und ihres
in oben beschriebener Weise davon abgeleiteten Antriebes
auf einer nach vorn und aufwärts gerichteten Bahn hin
und her. Reinigungsluftströme werden aus dem Gebläsegehäuse
152 durch die Auslaßkanäle 163 und 164 gerichtet.
Das durch den Dreschkorb 19, den Trennrost 29 und den
dem Trennrotor 42 zugeordneten Abschnitt des Trennkorbes
43 sowie durch die Trennkorbabschnitten an den Enden der
Trenneinheit 41 abgetrennte Gut fällt direkt auf die
Körnerpfanne 101, das, vor allem bei Mähdreschern mit
großer Verarbeitungskapazität in verhältnismäßig großer
Schichtdicke anfallen kann. Außerdem kann diesem Gut die
nachgedroschene Überkehr zugefügt werden. Das im Mittelabschnitt
der Trenneinheit 41 und im rückwärtigen Abschnitt
der Einheit 39 abgetrennte Gut fällt direkt auf die
hintere Körnerpfanne 103. Aufgrund der entgegengesetzten
Schwingbewegungen der Körnerpfannen 101 und 103 wird das
darauf befindliche Gut schrittweise in Richtung auf die
entsprechenden Abgabeenden bewegt, wobei die schwereren
Körner in die unteren Bereiche der Materialschichten
gelangen können, während die leichtere Spreu Strohteile,
Staub und andere Verunreinigungen mit leichtem Gewicht
nach oben gelangen.
Wenn diese Materialschichten von den Abgabeenden der
Körnerpfannen 101 und 103 herabfallen, werden sie durch
die Kammanordnung 104 aufgelockert und daraufhin bei
ihrem Fall in Richtung auf das Vorreinigungssieb 113
durch einen starken Luftstrom aus dem Auslaßkanal 164
ausgesetzt. Dadurch wird der größere Anteil der leichten
Verunreinigungen sofort in schwebenden Zustand versetzt
in Richtung auf das Auslaßende der Reinigungsvorrichtung
11 bewegt. Indem man den Reinigungsluftstrom auf und durch
die während ihres Falles aufgelockerte Gutschicht lenkt,
geht die Reinigung wesentlich wirksamer von statten, als
wenn der gleiche Luftstrom auf und durch eine Gutschicht
gelenkt wird, die sich auf der Oberseite eines Reinigungssiebes
befindet. Ferner ergibt sich, daß die von den
Körnerpfannen 101 und 103 kommenden Gutschichten nicht
übereinander abgegeben werden, sondern eher die eine
rückwärtig von der anderen nach unten fällt. Außerdem
besteht an dieser Stelle der Maschine keine nennenswerte
Gefahr, daß ein starker Reinigungsluftstrom Körner aus
der Maschine herausbläst und damit erhöhte Körnerverluste
verursacht. Da infolgedessen ein starker Luftstrom angewendet
werden kann, läßt sich auch ein guter Vorreinigungsbetrieb
durchführen.
Somit fällt eine in ihrer Dicke bereits reduzierte Trenngutschicht
auf das Vorreinigungssieb 113, dessen Maschenweite
an die Art des zu bearbeitenden Erntegutes angepaßt
ist. Ein Reinigungsluftstrom wird von unten durch
das Vorreinigungssieb 113 wie auch durch den Bereich
zwischen dem Sieb und der darunter befindlichen mittleren
Körnerpfanne 102 gerichtet. Wenn die Gutschicht
über das Trennsieb 113 in Richtung auf dessen Abgabeende
bewegt wird, fallen schon weitgehend gereinigte
Körner durch das Sieb 113 und durch den Reinigungsluftstrom
hindurch auf die mittlere Körnerpfanne 102, um
von dort direkt auf das Untersieb 137 der Hauptreinigungseinheit
zu gelangen, die aus dem Untersieb und dem
darüber liegenden Spreusieb 114 besteht. Wenn die Körner
von der mittleren Körnerpfanne 102 auf das Untersieb 137
fallen, sind sie abermals der Reinigungsluft ausgesetzt,
die diesmal aus dem Hauptauslaßkanal 163 des Gebläses
stammt. Man erkennt hier, daß die durch das Vorreinigungssieb
113 abgetrennten Körner das Spreusieb 114
umgehen.
Der Rest der Trenngutschicht auf dem Vorreinigungssieb
113 wird wiederum bei seinem Herabfallen auf das Spreusieb
114 mit Hilfe der Kammanordnung 116 aufgelockert
und auseinandergezogen. Die aus dem zusätzlichen Auslaßkanal
164 stammende Reinigungsluft ist auf das herabfallende
Trenngut gerichtet, wobei das Profil 112 am
rückwärtigen Ende des Vorreinigungssiebes 113 so gestaltet
und gerichtet ist, daß von der Reinigungsluft
auch ein Teil an der Unterseite der Kammanordnung 116
vorbeistreicht. Dadurch gelangt ein weiterer Anteil
der Verunreinigungen in den Schwebezustand und kann
zusammen mit den von der vorangehenden Stufe ankommenden
Verunreinigungen aus der Maschine ausgetragen werden.
Obwohl die Verarbeitungskapazität des Mähdreschers und
damit auch diejenige der Reinigungsvorrichtung 11 sehr
hoch ist, wird die Belastung des Spreusiebes 114 beträchtlich
verringert und damit wiederum dessen Wirkungsgrad
entsprechend erhöht. Tatsächlich wird ein großer Anteil
der Verunreinigungen bereits abgetrennt, bevor die
Trenngutschicht das Spreusieb 114 erreicht, während
andererseits ein großer Anteil von vorgereinigten
Körnern von der mittleren Körnerpfanne 102 aus direkt
auf das Untersieb 137 gelangt und damit das Spreusieb 114
umgeht. Aufgrund dieser reduzierten Beanspruchung des
Spreusiebes 114 kann die darauf gelangende Materialmenge
leichter und schneller durch den Reinigungsluftstrom
durchblasen werden um somit sämtliche Verunreinigungen
in den Schwebezustand zu überführen und aus der Maschine
heraus zu bringen, ohne dabei Körnerverluste in Kauf zu
nehmen.
Die hauptsächliche Reinigungseinheit, nämlich das Spreusieb
114 zusammen mit dem Untersieb 137 und dem zugeordneten
Gebläseauslaß 163, werden im allgemeinen in üblicher
Art betrieben und benutzt. Ein Luftstrom wird sowohl durch
die Bereiche unterhalb der beiden Siebe 114 und 137 als
auch von unten durch die Siebe hindurchgerichtet. Dadurch
gelangen die verbleibenden Verunreinigungen im Schwebezustand
und werden dann aus der Maschine herausgeblasen,
während gereinigte Körner durch die Siebe und die Luftströme
hindurch auf den Förderboden 133 fallen, der die
gereinigten Körner zur Förderschnecke 135 zum weiteren
Transport in den Korntank 8 bringt.
Zu große Stücke aus der Überkehr, die nicht durch das
Spreusieb 114 hindurchfallen, werden zu der Siebverlängerung
114 befördert, wo sie entweder durch größere Öffnungen
oder durch die dort angebrachte Kammanordnung hindurchfallen.
Diese Umkehr wird auf dem Förderboden 134
gesammelt und mit Hilfe der Überkehrschnecke 136 zur
nochmaligen Bearbeitung zurückgeführt.
Das Reinigungsgebläse 151 arbeitet teilweise als Zentrifugalgebläse
und teilweise als Querstromgebläse. Die Gebläseflügel
175 sind wirksam, um Luft nicht nur durch die
gegenüberliegenden stirnseitigen Einlaßöffnungen 153 wie
bei herkömmlichen Zentrifugalgebläsen anzusaugen, sondern
auch durch die querverlaufende Einlaßöffnung 154, wie bei
Querstromgebläsen. Diese Arbeitsweise wird aufgrund der
besonderen Ausbildung der Gebläseflügel 175 ermöglicht,
die eine konkave Form besitzen und von vornherein unter
einem spitzen Winkel voreilend zum jeweiligen Radius
des Gebläselaufrades angeordnet sind. Demzufolge wird
der Reinigungsluftstrom über die Breite der Reinigungsvorrichtung
11 selbst dann sehr gleichmäßig verteilt,
wenn ein verhältnismäßig breites Gebläse benutzt wird.
Ein in Querrichtung gleichmäßig verteiltes Luftstromprofil
ist für eine Reinigungsvorrichtung mit großem
Wirkungsgrad ein absolutes Erfordernis. Da diese Voraussetzung
gegeben ist, kann ohne Beachtung der Breite des
Gebläses eine Reinigungsvorrichtung vorgesehen werden,
die eine gegenüber bekannten Maschinen erhöhte Breite
aufweist. Auch das Volumen der von dem Gebläse erzeugten
Reinigungsluft wird beträchtlich erhöht, so daß größere
Verarbeitungskapazitäten erreicht werden können.
Der größere Anteil von Reinigungsluft wird aus dem
Gebläsegehäuse durch den Hauptauslaßkanal 163 abgegeben,
während der verbleibende Anteil durch den zusätzlichen
Auslaßkanal 164 entweicht. Das anteilige Abgabeverhältnis
von Reinigungsluft durch die Auslaßkanäle 163 und
164 ist mit Hilfe der winklig verstellbaren Leitbleche 161,
162 und 169 veränderbar, so daß die Reinigungsluft dorthin
gerichtet werden kann, wo sie benötigt wird.
Man erkennt, daß bei der den beschriebenen Mähdrescher eine Hochleistungs-Dreschvorrichtung
mit einer Hochleistungstrennvorrichtung
kombiniert worden sind. Der hohe Leistungsgrad der Trennvorrichtung
beruht hauptsächlich auf der Kombination
zwischen Trennrotor und damit zusammenwirkendem Trennrost
einerseits und zwischen Trennrotor und zugeordneten Trenngehäuse
andererseits. Die Trennwirkung in der ersten
Einheit beruht weitgehend auf den Trenn- bzw. Berarbeitungszinken,
die schlagend auf das Dreschgut bzw. die Körner
einwirken, während der Trennvorgang in der zweiten Einheit
weitgehend aus den dauernd aufrechterhaltenen Zentrifugalkräften
resultiert, denen die Körner ausgesetzt sind.
Dessen ungeachtet wird ein gleichmäßiger Dresch- bzw.
Trenngutfluß durch die Maschine erreicht. Dies ist teilweise
darauf zurückzuführen, daß der Trennzylinder das
Stroh in der Dreschgutschicht umorientiert bzw. weitgehend
in Lämgsrichtung ausrichtet, bevor die Teilerflügel 71
die herangeführte Dreschgutschicht in zwei Hälften aufgeteilt.
Dabei wird außerdem die schraubenlinienförmige
Bewegung der beiden Mattenhälften in Richtung auf die
Abgabeenden zwangsläufig eingeleitet. Probleme durch
Luftturbulenzen, die auf den Trennrotor zurückgehen
und zu Verstopfungen von Bereichen des Trenngehäuses
führen, sind auf sehr einfache Art beseitigt worden.
Hochleistungs-Dresch- und Trennvorrichtungen erfordern
notwendigerweise auch Hochleistungsreinigungsvorrichtungen,
insbesondere bei Mähdreschern rotierender Bauart
die bekanntermaßen die Reinigungsvorrichtung mit Kurzstroh
stärker beanspruchen als die sogenannten herkömmlichen
Mähdrescher. Dabei schirmt die hintere Körnerpfanne
die Reinigungsvorrichtung gegenüber der Trennvorrichtung
so ab, daß die in letzterer abgetrennten
Körner nicht direkt auf die Reinigungssiebe fallen
können, die hinter dem vorderen Ende der Trennvorrichtung
angeordnet sind. Anstatt dessen wird das Trenngut zweckmäßigerweise
zu einer weiter vorn liegenden Stelle der
Reinigungsvorrichtung befördert, und zwar in entgegengesetzter
Richtung zu der Strömungsrichtung im weiteren
Verlauf der Reinigungsvorrichtung.
Für den Fachmann ist klar, daß die gezeigten Ausführungsformen
nach Fig. 1 und 12 auf verschiedene Art und Weise
abgeändert werden können. Beispielsweise können die
Ablenkplatte 92 und die Abschirmung 94 mit dem dazwischen
vorgesehenen Lufteinlaß 95 zur Bildung eines Hohlraums
mit offenem Ende auch in der Art nach Fig. 13 angeordnet
sein. Bei der Bauart nach Fig. 3 kann es vorkommen, daß
die durch den oberen Trennkorbabschnitt 186 abgetrennten
Körner durch den Lufteinlaß 95 hindurchgeschleudert
und nicht von der Ablenkplatte 92 in die
darunter befindliche Reinigungsvorrichtung 11 abgelenkt
werden. Bei der Anordnung nach Fig. 13 hat die Abschirmung 94
mehr die Form einer Haube, deren rückwärtige Unterkante 201
vor und unterhalb der Oberkante 202 der Ablenkplatte 92
liegt. Dadurch hat der Lufteinlaß 95 nunmehr eine im
allgemeinen vertikale oder eine leicht abwärts geneigte
Form bzw. Richtung, im Gegensatz zu der nahezu waagerechten
Anordnung nach Fig. 3. Somit werden die aus dem oberen Bereich
des Trennkorbabschnittes 186 radial herausgeschleuderten
Körner daran gehindert, durch den Lufteinlaß 95
zu entweichen, da sie nunmehr von der konkaven Abschirmung 94
und anschließend von der Ablenkplatte 92 in die darunter
befindliche Reinigungsvorrichtung befördert werden.
Auch die Antriebs- und Aufhängungseinrichtung für die
dritte bzw. rückwärtige Körnerpfanne 103 kann gegenüber
der Ausführungsform nach Fig. 2 und 9 abgeändert werden.
Bei einer solchen abgeänderten Ausführungsform nach Fig. 14
können der rückwärtige Schwenkhebel 115, der Lenker 129
sowie der Lenker 130 zu beiden Seiten der Maschine durch
einen einzigen Lenker 203 ersetzt werden, der am Schwenkzapfen
125 in fester Verbindung mit dem Kurbelarm 123
steht, und zwar unter Bildung eines Winkels vorzugsweise
in der Größenordnung von 90°. Der Kurbelarm 123 und der
Lenker 203 sind auf beiden Seiten der Maschine vorgesehen,
so daß der Schwenkzapfen 125 auf einer Seite einer vertikalen
Ebene liegt, die durch den Schwenkzapfen 131 verläuft, während
der Schwenkzapfen 183 auf der anderen Seite dieser Ebene
liegt. Vorzugsweise sind die Lenker 203 parallel zu den
Schwenkhebeln 142 angeordnet, und ihre Länge entspricht
dem Abstand zwischen den Schwenkzapfen 141 und 143 der
Schwenkhebel.
Ferner können bei der Ausführungsform nach Fig. 14 die
Verbindungsstangen 126 weggelassen sein. Dies ist möglich
und auch praktisch sinnvoll unter der Voraussetzung, daß
in allen Betriebsstellungen die Gelenkanschlüsse zwischen
den Kurbelarmen 123 und den weiteren Kurbelarmen 124
einerseits, und der Körnerpfanne 103 andererseits einen
ausreichenden Abstand von der Totpunktlinie bezüglich
der Schwenkzapfen 125 aufweisen. Vorzugsweise verlaufen
die Kurbelarme 123, 124 von den Schwenkzapfen 125 aus
geneigt aufwärts, haben die gleiche Länge und liegen
parallel zueinander.
Gemäß einer anderen Ausführungsform können die zusätzlichen
Kurbelarme 124 durch Kurbelarme ersetzt werden,
die an ihrem einen Ende an der Körnerpfanne 103 und an
ihrem anderen Ende am Maschinenrahmen 2 angelenkt sind.
Bei dieser Ausführungsform verlaufen die Kurbelarme
vorzugsweise parallel zu einer gedachten geradlinigen
Verbindung zwischen den Schwenkzapfen 183 und 131 am
rückwärtigen Ende der Körnerpfanne 103 und besitzen
eine Länge, die dem Abstand zwischen den Schwenkzapfen
entspricht.
Bei einer weiteren Ausführungsform können die Verbindungsstangen
126 weggelassen sein, und die weiteren Kurbelarme
124 und die oberen Hälften der Schwenkhebel 142
können fest miteinander so verbunden sein, daß sie
eine Trag- und Antriebseinrichtung bilden, die dem
Aufbau entspricht, wie er durch die Lenker 203 und
Kurbelarme 123 gemäß Fig. 14 gebildet wird.
Claims (27)
1. Mähdrescher mit
- - einer quer zur Maschinenrichtung angeordneten Dreschvorrichtung, die einen mit einem Dreschkorb zusammenwirkenden Dreschzylinder zum Dreschen einer durch die Dreschvorrichtung hindurchgeführten Dreschgutschicht aufweist,
- - mit einer Trennvorrichtung, die erste und zweite, parallel zur Dreschvorrichtung angeordnete Trenneinheiten aufweist, die die von der Dreschvorrichtung zugeführte Dreschgutschicht einem ersten bzw. einem zweiten Trennvorgang unterwerfen, wobei
- - die erste Trenneinheit einen mit einem Trennkorb zusammenwirkenden Trennzylinder mit einer Vielzahl von Bearbeitungselementen aufweist, die in Querrichtung des Zylinders mit Abstand angeordnet sind und eine Ausrichtung des Erntematerials in der Dreschgutschicht allgemein in Längsrichtung in der Bewegungsrichtung der Dreschgutschicht von der Dreschvorrichtung in Richtung auf die zweite Trenneinheit bewirken,
- - die zweite Trenneinheit einen mit einem teilweise durch einen Trennkorb gebildeten Trenngehäuse zusammenwirkenden Trennrotor aufweist und Teile der von der ersten Trenneinheit empfangenen Dreschgutschicht auf allgemein wendelförmigen Bahnen in Richtung auf seine jeweiligen Enden bewegt, während das Erntematerial einer Reibwirkung unterworfen wird, die allgemein den zweiten Trennvorgang darstellt, und
- - die zweite Trenneinheit Dreschgut-Teilereinrichtungen aufweist, die eine Unterteilung der von der ersten Trenneinheit empfangenen Dreschgutschicht in die Teile von der wendelförmigen Bewegung in der zweiten Trenneinheit bewirken und die die Form von Flügeln aufweisen, die paarweise auf und um den Umfang des Trennrotors herum angeordnet sind, wobei die Flügel jedes Paares in entgegengesetzten Richtungen geneigt sind und ein V bilden, dessen Scheitelpunkt in die Drehrichtung des Rotors weist,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Bearbeitungselemente des Trennzylinders (43) durch eine Vielzahl von Schlagelementen (42) gebildet sind, die eine schlagende Bearbeitung der von der Dreschvorrichtung zugeführten Dreschgutschicht hervorrufen, wobei diese Schlagbearbeitung allgemein den ersten Trennvorgang darstellt, und
- - daß die Scheitelpunkte benachbarter Paare von Teilerflügeln (71) des Trennrotors (63) in Querrichtung der Maschine abgestuft angeordnet sind, sodaß sie auf gegenüberliegenden Seiten der längsverlaufenden Mittellinie (69) des Rotors liegen.
2. Mähdrescher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Teilerflügel
(71) jeweils unter einem Winkel in der Größenordnung von 55°
bezüglich der Rotorlängsachse angeordnet sind.
3. Mähdrescher nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß sechs Paare von
Teilerflügeln (71) vorgesehen sind.
4. Mähdrescher nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Teilerflügel
(71) jeweils eine auswärts und bezüglich der Rotordrehrichtung
rückwärts geneigte Vorderkante (74) sowie eine leicht gekrümmte
Außenkante (75) aufweisen, die im allgemeinen mit dem von
Trennrotor (63) beschriebenen Umkreis zusammenfällt.
5. Mähdrescher nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderkanten
jedes Paares von Teilerflügeln (71) unter seitlichen Abstand
zueinander angeordnet sind.
6. Mähdrescher nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Trennrotor (63)
zusätzliche Förderflügel (73) trägt, die parallel und unter
Abstand jeweils zu einem Teilerflügel (71) angeordnet sind.
7. Mähdrescher nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Förderflügel
(73) jeweils auswärts und bezüglich der Rotordrehrichtung
rückwärts geneigte Vorderkante (74) sowie eine leicht gekrümmte
Außenkante (75) aufweisen, die allgemein mit dem vom Trennrotor
beschriebenen Umkreis zusammenfällt.
8. Mähdrescher nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß sich die Teilerflügel
(71) und die jeweils benachbarten Förderflügel (73) in
Richtung der wendelförmigen Bewegung des Dreschgutes um den
Trennmotor (63) gesehen, einander überdecken bzw. überlappen.
9. Mähdrescher nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schlagelemente
des Trennzylinders (42) die Form von Zinken (47) aufweisen, die
eine bezüglich der Drehrichtung (51) des rotierenden Bauteils
rückwärts geneigte flache Arbeitsfläche (48) aufweisen.
10. Mähdrescher nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der Trennzylinder
(42) eine Mehrzahl von Schlagzinken-Reihen aufweist, die unter
gleichen Winkelabständen um den Umfang des Trennzylinders (42)
verteilt sind, und daß die Schlagzinken-Reihen parallel zur
Drehachse des Trennzylinders (42) verlaufen.
11. Mädrescher nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schlagzinken
(47) jeder Reihe bezüglich der Schlagzinken benachbarter Reihen
versetzt bzw. auf Lücke angeordnet sind.
12. Mähdrescher nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Dreschvorrichtung
(17) und dem Trennzylinder (42) eine mit einem
Trennrost (29) zusammenwirkende Strohfördertrommel (28) vorgesehen
ist, um aus der Dreschvorrichtung austretendes Dreschgut
dem Trennzylinder (42) etwa senkrecht zur Bewegungsrichtung der
Schlagelemente (47) an dem Punkt zuzuführen, an dem die Schlagelemente
mit dem Dreschgut in Eingriff kommen.
13. Mähdrescher nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Trenngehäuse
(62) eine mittlere nach vorn gerichtete Einlaßöffnung (83),
deren Breite kleiner als diejenige des Gehäuses ist, um vom
Trennzylinder (42) herangeführtes Dreschgut aufzunehmen, und
im allgemeinen rückwärts gerichtete Auslaßöffnungen (84) an
beiden Enden des Trenngehäuses aufweist, die bezüglich der
Einlaßöffnung seitlich versetzt sind.
14. Mähdrescher nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Enden
des Trenngehäuses (62) und der Einlaßöffnung (83) einerseits
sowie zwischen den beiden Auslaßöffnungen (84) andererseits im
allgemeinen senkrecht verlaufende Trennroste (187 bzw. 186)
vorgesehen sind.
15. Mähdrescher nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet, daß der untere Abschnitt
des Trenngehäuses einen weiteren Trennrost (185) und der obere
Abschnitt eine Deckplatte (82) enthält.
16. Mähdrescher nach einem der Ansprüche 13 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einlaßöffnung im
wesentlichen rechteckförmig ausgebildet ist und ihre Breite im
wesentlichen derjenigen der Dreschvorrichtung entspricht.
17. Mähdrescher nach einem der Ansprüche 13 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß beiderseits der
senkrechten Längsmittelebene (69) auf der Innenseite des Trenngehäuses
(62) sich in entgegengesetzte Richtungen wendelförmig
errstreckende Rippen oder Leitbleche (91) vorgesehen sind, die,
in Rotordrehrichtung gesehen, von einer hinter der Einlaßöffnung
liegenden Stelle ausgehen und in ihrem Verlauf mit der
Drehrichtung (72) einen spitzen Winkel bilden.
18. Mähdrecher nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel in der
Größenordnung von 25° liegt.
19. Mähdrescher nach Anspruch 17 oder 18,
dadurch gekennzeichnet, daß beiderseits der
senkrechten Längsmittelebene (69) mehrere zueinander parallele
und unter gleichen Abständen verlaufende Rippen (91) vorgesehen
sind.
20. Mähdrescher nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet, daß die auf beiden
Seiten der senkrechten Längsmittelebene (69) liegenden und
dieser unmittelbar benachbarter Rippen (91) gemeinsam ein V
bilden, dessen Scheitel in die der Rotordrehrichtung entgegengesetzte
Drehrichtung weist.
21. Mähdrescher nach Anspruch 19 oder 20,
dadurch gekennzeichnet, daß beispielsweise der
senkrechten, in Maschinenrichtung verlaufenden Längsmittelebene
(69) drei Rippen (91) vorgesehen sind, deren vordere Enden auf
einer quer zur Maschine verlaufenden Linie liegen.
22. Mähdrescher nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der
Trennvorrichtung (38) eine Reinigungsvorrichtung (11) angeordnet
ist, daß Einrichtungen (92, 94) in Verbindung mit einem Trennrost
(186) des Trenngehäuses (62) einen an einem Ende offenen
Hohlraum bilden, dessen offenes Ende zur Reinigungsvorrichtung
(11) weist und von dem durch den Trennrost abgetrennte
Körner in die Reinigungsvorrichtung abgelenkt werden, wobei im
oberen Abschnitt der den Hohlraum bildenden Einrichtungen ein
Lufteinlaß (95) vorgesehen ist.
23. Mähdrescher nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnt, daß die Einrichtungen
(92; 94) eine Ablenkplatte (92) enthalten, die mit Abstand von
dem Trennrost (186) und an ihrer Unterkante mit einem Abstand
oberhalb der Reinigungsvorrichtung (11) angeordnet ist, und daß
der Trennrost (186) und die Ablenkplatte (92), die den Hohlraum
bilden, allgemein in Vertikalrichtung angeordnet sind.
24. Mähdrescher nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite des
Hohlraums von einer Abschirmung (94) gebildet ist, daß der
Lufteinlaß (95) zwischen der Abschirmung und der Ablenkplatte
(92) vorgesehen ist, und daß der Lufteinlaß (95) eine längliche
flache Form aufweist und im allgemeinen parallel zur Längsachse
des Trenngehäuses (62) verläuft.
25. Mähdrescher nach einem der Ansprüche 23 bis 24,
dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum im
wesentlichen die gleiche Breite wie die Reinigungsvorrichtung
(11) aufweist und senkrecht oberhalb dieser sowie zwischen den
an den Enden des Trenngehäuses befindlichen Auslaßöffnungen (84)
angeordnet ist.
26. Mähdrescher nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Trennvorrichtung
(41) eine größere Breite als die Dreschvorrichtung (17)
aufweist, sodaß die seitlichen Enden der Trennvorrichtung über
die entsprechenden Enden der Dreschvorrichtung hinausragen.
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