DE304443C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64B—LIGHTER-THAN AIR AIRCRAFT
- B64B1/00—Lighter-than-air aircraft
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 304443 KLASSE Uh. GRUPPE
REINHOLD RICHTER in BERLIN-FRIEDENAU.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. März 1916 ab.
Bei den bisher ausgeführten .Starrschiffen
lehnen sich die Gaszellen gegen Netze aus Drähten, Schnüren o. dgl., welche in den Ebenen
der Seitenflächen straff gespannt und an den Längsträgern, Ringstäben und Diagonalen
befestigt sind, sowie gegen diese Teile selbst. Die Ebene der den Druck aufnehmenden
Teile steht also senkrecht zum Druck. Deshalb ist ein Gleichgewichtszustand, d. h.
ίο eine Aufnahme des Druckes erst möglich,
nachdem die Netze und die übrigen genannten Teile sich gekrümmt haben. Die Netze
müssen sich infolge der großen Spannkräfte, die im ersten Augenblick in ihnen entstehen,
erst dehnen und können dann erst die für den Gleichgewichtszustand nötige Wölbung annehmen,
ebenso die Diagonalen; die Längsträger und Ringstäbe müssen sich erst durchbiegen.
Es sind sehr große Spannkräfte, die bei diesem Vorgang in den Netzen entstehen
und sich auf die Träger übertragen. Beim Reißen des Netzes eines Feldes entstehen in
den Trägern, an denen es befestigt ist, große Biegungen nach dem Nachbarfelde hin. Da
die Gaszellen sich an verschiedene Konstruktionsteile anlehnen und überdies ihre Form je
nach dem Füllungszustande ändern, wird die Kraftübertragung unklar.
Es ist bekannt, bei Starrschiffen unter Fortfall eines Zwischennetzes zwischen Gaszellen
und Gerippe die in der oberen Hälfte verstärkte Gaszelle mittels Längsgurte an den
beiden verstärkten seitlichen Mittelträgern unterhalb der Mitte annähernd tangential
aufzuhängen. Hierbei sind Dehnungsbeanspruchungen und Formänderungen der Zellenhülle
unter dem Einfluß des nach den Erfahrungen bei Pralluftschiffen die Hüllenform
elliptisch verzerrenden ungleichmäßigen inneren Gasdruckes nicht verhindert, so daß
die Zellenhülle wechselnden Dehnungsbeanspruchungen unterliegt und eine Sicherheit
gegen ein Anlegen der Hülle an die oberen Träger nur durch entsprechende Verringerung
des Zellendurchmessers und damit ungünstige Ausnutzung des verfügbaren Raumes
erzielbar ist.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird demgegenüber das Zwischennetz beibehalten,
aber zu einer Übertragungshülle ausgebildet, die von vornherein regelbar in ihre den Gerippedurchmesser
weitmöglichst ausfüllende Kreiszylinderform an mehreren am Umfang verteilten Punkten tangential verspannt wird,
derart, daß unter Vermeidung jeder Dehnungsbeanspruchung der Gaszellenhülle ein
Anlegen der in ihrer Form erhaltenen Übertragungshülle an den Oberteil des Gerippes
und das Auftreten unregelmäßiger Kräfte außer den vorher festgelegten verhütet wird,
unabhängig von der Größe des Auftriebes. Die Gaszellenhülle braucht nicht verstärkt zu
werden und wird erheblich geschont, da sie nicht wechselnd ausgedehnt wird. Demnach
lehnt sich beim Erfindungsgegenstand die Haut der Gaszelle, soweit sie unter Über^-
druck steht, mit ihrer ganzen Fläche gegen eine von Anfang an gewölbte, zugfeste Hülle
aus Gewebe, Haut, Netzwerk, Gurten, Seilen o. dgl. Diese ist am Gerippe so befestigt,
daß nur an der Befestigungsstelle Kräfte übertragen werden können, und zwar Kräfte,
die nahezu tangential zur Hülle und zur Fläche des Gerippes verlaufen und so reguliert werden
können, daß sie die Hülle in. der vorgeschriebenen Form halten. Hierdurch wird
Klarheit über die Größe der Spannungen und
ίο über den Verlauf der Kräfte erlangt. Durch
die tangentiale Überleitung der Kräfte auf das Gerippe wird dessen Beanspruchung vermindert.
In der Hülle gleichen sich die von den Gasdrücken erzeugten Spannungen im wesentlichen aus. Die zwischen ihr und dem
Gerippe wirksamen Kräfte haben deshalb annähernd nur diejenige Größe, die erforderlich
ist, um den Auftrieb auf das Gerippe zu übertragen.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel in Fig. ι im Querschnitt, in Fig. 2 einen
Abschnitt in Ansicht.
Die Gaszelle α lehnt sich auf dem Umfangteil
b, b gegen die Festigkeitshülle c. Auf diese sind Liekbogen d aufgenäht, in welchen
Liekleinen e lose laufen. Sie sind am Gerippe / in den Mitten der Ringstäbe befestigt ■
und werden so eingestellt, daß sie kein ArP-lehnen
der Festigkeitshülle an das Gerippe zulassen. Nur auf die Befestigungspunkte kann deshalb Kraft übertragen werden.
Claims (1)
- . Patent-Anspruch:Hülle zur Übertragung der vom Gasdruck in den Gaszellen erzeugten Kräfte auf das Gerippe von Starrluftschiffen, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülle (c) regelbar, z. B. mittels Liekbogen (d) und in diesen lose geführter Liekleinen (<?) an mehreren am Umfang verteilten Punkten tangential zu der zum lichten Querschnitt des Gerippes konzentrischen Kreiszylinderform verspannt ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE304443C true DE304443C (de) |
Family
ID=558044
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT304443D Active DE304443C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE304443C (de) |
-
0
- DE DENDAT304443D patent/DE304443C/de active Active
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