DE3045954C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Tauchkernspule zum Einsatz als
Erdschlußlöschspule in Versorgungsnetzen, mit nur einem axial
einseitig angeordneten Tauchkern, der in Achsrichtung in einer
auf ihren Außenseiten von Rückschlußschenkeln und Jochen eines
Eisenkreises umfaßten Wicklung mit kreisringförmigem Quer
schnitt verstellbar ist, mit einem aus Isolierwerkstoff be
stehenden, in den unbeweglichen Teil des Eisenkreises fest
eingespannten Wickelzylinder, dessen Innenseite als Gleit
bahn und Führung für das in die Wicklung eintauchende freie
Ende des Tauchkerns dient und mit einer koaxial zum Tauch
kern einseitig gelagerten Spindel zum Antrieb des Tauchkernes
(DE-A-14 88 841).
Zerstörerische Auswirkungen von Erdschlüssen zwischen Span
nung führenden Leitern und Erde in elektrischen Versorgungs
netzen auf nur mittelbar beteiligte Bauteile und Geräte wer
den üblicherweise durch den Einsatz von Induktivitäten, soge
nannten Erdschlußlöschspulen gemildert oder ganz vermieden.
Die Erdschlußlöschspulen werden auf die Erdkapazitäten des
zu schützenden elektrischen Versorgungsnetzes so abgestimmt,
daß an der Erdschlußstelle der kapazitive Erdschlußstrom
durch den induktiven Strom kompensiert ist. Sofern der Licht
bogen an der Fehlerstelle durch die Kompensation nicht er
lischt, fließen dort nur relativ leicht beherrschbare Rest
ströme, bestehend aus dem Wirkstromanteil des Erdschluß
stromes, den Ableitungsverlusten über die Isolierung gegen
Erde und den Oberschwingungsströmen.
Versorgungsnetze mit veränderlicher Ausdehnung und mit daher
unterschliedlichem Erdschlußstrom werden zweckmäßigerweise
mit stufenlos veränderbaren Induktivitäten in Tauchkernbau
weise ausgerüstet. Gesteuert von einer entsprechenden zu
sätzlichen Beschaltung, wird die Induktivität der Tauchkern
spule auf den dem jeweiligen Netzzustand entsprechenden Kom
pensationsstrom eingestellt.
In der durch die DE-A-14 88 841 bekannten Bauweise für der
artige Tauchkernspulen werden Anordnungen mit zwei Tauch
kernen verwendet, von denen einer in einer mittleren Stel
lung fest eingebaut und der andere mittels einer koaxial
zum Tauchkern einseitig gelagerten Spindel zwischen Grenz
werten in Achsrichtung verschiebbar ist. Durch Verschieben
dieses Tauchkerns in einem Wickelzylinder, dessen Innenseite
als Gleitbahn und Führung für das in die Wicklung eintau
chende Ende des Tauchkerns dient, wird der Abstand der bei
den Tauchkerne voneinander und damit die Größe der Induktivi
tät der Tauchkernspule insgesamt verändert.
Bei dieser Anordnung ragt der fest eingebaute Tauchkern unab
hängig von der jeweiligen Einstellung in die Wicklung hinein
und ruft dadurch besonders in den Tauchkerneinstellungen für
niedrige Ströme eine ungünstige magnetische Feldverteilung
hervor, was eine ungünstige Beaufschlagung des Eisenkernes
zur Folge hat. Wenn dabei die metallische Spindel zur Bewe
gung des oberen Tauchkernes bis in den Raum zwischen den
Tauchkernen geführt ist, wird sie bei ausgezogenem oberen
Tauchkern dem Hauptmagnetfeld ausgesetzt, wodurch hohe
Wirbelstromverluste auftreten.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, für Tauch
kernspulen der eingangs genannten Art eine Anordnung zu
schaffen, die trotz sehr einfachem Aufbau betriebssicher
arbeitet und dabei einerseits die elektromagnetisch ausge
nutzte Werkstoffmenge des Antivteils bei möglichst vielen
Tauchkernstellungen weitgehend gleichmäßig belastet und
Wirbelstromverluste in Konstruktionsteilen weitgehend ver
meidet.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die
im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
Durch die Anordnung der unbeweglichen Teile des Eisenkreises
außerhalb des von der Wicklung umfaßten Raumes ist eine von
der Tauchkernstellung unabhängige gleichmäßige Belastung der
Wicklung bei einfachem Aufbau der Tauchkernspule gewährlei
stet. Die Ausführung der Spindel aus metallischem Werkstoff
sowie die Lagerung des freien Endes des Tauchkernes zwischen
federbelasteten Rollen tragen entscheidend zur Betriebssicher
heit der Anordnung bei. Dabei ist die Verwendung metallischen
Werkstoffes für die Spindel zulässig, weil diese infolge ihrer
Anordnung außerhalb des Eisenkreises von Belastungen durch
Wirbelströme frei bleibt.
Aus der US-PS 27 31 608 ist eine Tauchkernspule bekannt, deren Tauchkern
am von der Wicklung abgewandten Ende ein senkrecht zur Achse gerichtetes gabelförmiges
Teil aufweist, an dem zwei Rollen befestigt sind, die sich entlang einem
dazwischen liegenden und parallel zur Achse verlaufenden Führungsglied
bewegen. Die DE-Anmeldung L 18 992 VIII b/21d² zeigt eine regelbare
Drosselspule, deren Wicklung aus axial übereinander angeordneten elektrisch parallel
geschalteten Wicklungsgruppen besteht und deren Tauchkern über die gesamte Spulenlänge
bewegbar ist.
Nach zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung ist vorge
sehen, daß Teilquerschnitte des Wickelleiters jeder Windung
wenigstens annähernd gleichmäßig über die gesamte Wicklungs
länge verteilt sind, daß der Tauchkern mit Kufen aus Kunst
harz auf der Innenseite des Wickelzylinders gleitet und daß
der Wickelzylinder durch auf seinen Außenmantel aufgepaßte
Halteplatten geführt ist, die gleichzeitig Druckplatten für
die axiale Pressung der Wicklung sind und sich in axialer
und radialer Richtung an der Kernpreßeinrichtung abstützen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung bestehen auch
darin, daß die dem in die Wicklung eintauchenden Ende des
Tauchkernes gegenüberliegenden Begrenzungsflächen des un
beweglichen Teiles des Eisenkreises in einer Ebene liegen und
daß mindestens die Enden der Blechlamellen in dem dem freien
Ende des Tauchkernes gegenüberliegenden Teil des unbeweg
lichen Eisenkreises miteinander verklebt sind.
Dabei besteht der unbewegliche Teil des Eisen
kreises aus mehreren Rückschlußschenkeln und mit diesen ver
bundenen oberen und unteren Jochstümpfen, wobei die unteren
Jochstrümpfe mit grober Verzahnung ineinandergreifen.
Die erfindungsgemäße Anordnung und Ausgestaltung einer Tauch
kernspule ist sehr vorteilhaft, denn sie ermöglicht eine
gleichmäßige Ausnutzung des eingesetzten Werkstoffes und eine
im Sinne einer rationellen Fertigung günstige Gestaltung der
einzelnen Bauteile und Baugruppen. Dies ist insbesondere durch
den Verzicht auf einen zweiten, feststehenden Tauchkern ge
währleistet.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer
Zeichnung näher erläutert.
In einem ölgefüllten Kessel 1 ist der Aktivteil einer
Tauchkernspule aufgestellt. Ein Eisenkreis des Aktiv
teiles besteht aus Rückschlußschenkeln 2, unteren Jochen 3,
oberen Jochen 4 sowie einem Tauchkern 5 und steht mit
Füßen 9 auf dem Boden des Kessels 1.
Der unbewegliche Teil des Eisenkreises aus den Rück
schlußschenkeln 2 sowie den Jochen 3 und 4 umfaßt räum
lich eine Wicklungsanordnung aus Wicklungsgruppen 6, die
axial übereinander fest auf einen Wickelzylinder 7 aufge
bracht sind. Dabei sind vier Rückschlußschenkel 2 gleich
mäßig auf den Umfang der Wicklungsanordnung verteilt,
deren Stirnseiten von den rechtwinkelig mit den Rück
schlußschenkeln 2 verbundenen Jochen 3 und 4 überdeckt
werden.
Die freien Enden der unteren Joche 3 sind stufenförmig
ausgebildet und greifen mit grober Verzahnung ineinander.
Sowohl die Rückschlußschenkel 2 als auch die Joche 3 und 4
sind aus in achsparallelen Ebenen geschichteten Blech
lamellen zusammengesetzt, die durch eine nicht näher dar
gestellte Preßvorrichtung zusammengehalten sind. Zur Ent
lastung dieser Preßvorrichtung und gleichzeitig zur Unter
drückung von Geräuschen sind die Enden der Blechlamellen
in den freien Enden der Joche 3 und 4 miteinander verklebt.
Die von dem unbeweglichen Teil des Eisenkreises umfaßten
Wicklungsgruppen 6 sind elektrisch parallel geschaltet
und enthalten alle eine gleiche Anzahl von Windungen.
Durch die elektrische Parallelschaltung sind praktisch
die Querschnitte der Leiter in den einzelnen Wicklungs
gruppen 6 jeweils lediglich als Teilquerschnitte eines
entsprechend der Anzahl von Wicklungsgruppen 6 aufge
teilten Wickelleiters. In Achsrichtung auf die Wicklungs
gruppen 6 einwirkende Kräfte werden von Halteplatten 8
aufgenommen, die ihrerseits in nicht dargestellter Weise
von der Preßvorrichtung für den unbeweglichen Teil des
Eisenkreises gehalten sind.
Anstelle der dargestellten Wicklungsanordnung aus
Wicklungsgruppen 6 kann auch eine aus einer spiralig
aufgewickelten Folie bestehende Wicklung eingesetzt
werden, in der die Folienbreite gleich der axialen
Wicklungslänge ist. Diese sogenannte Folienwicklung ist
besonders in den Fällen zweckmäßig, in denen verhältnis
mäßig kleine Nennspannungen der Wicklung vorhanden sind,
so daß nur relativ wenige Windungen vorzusehen sind und
damit der zur Isolierung der Windungen voneinander er
forderliche Raum nicht zu unwirtschaftlich niedriger
Belegung des Wickelraumes mit Wickelleiter selbst führt.
Der in die beim dargestellten Ausführungsbeispiel in
die Wicklungsanordnung aus den Wicklungsgruppen 6 ein
tauchende Tauchkern 5 ist an seinem unteren Ende unmittel
bar von der Innenseite des Wickelzylinders 7 geführt. Da
bei dienen zur Verminderung der Reibkräfte und der hierzu
proportionalen Verschleißerscheinungen Kufen 10 aus
Kunstharz, die in Aussparungen am unteren Ende des Tauch
kernes 5 eingesetzt sind und durch einen Sicherungsring 11
in ihrer Einbaulage festgehalten sind. Die Kufen 10
ragen in radialer Richtung geringfügig aus der Kontur des
vorzugsweise radial geblechten Tauchkernes 5 heraus und
verhindern dadurch unmittelbare Berührungen zwischen
der Oberfläche des Tauchkernes 5 und dem in üblicher Weise
aus Hartpapier hergestellten Wickelzylinder 7.
Der die Öffnung zwischen den freien Enden der oberen
Joche 4 durchsetzende Tauchkern 5 ist oberhalb der
Joche 4 zwischen kugelgelagerten Rollen 14 geführt, die
von Führungsbolzen 13 getragen sind. Die Führungs
bolzen 13 ihrerseits sind in Lagerblöcken 12 gelagert
und drücken die kugelgelagerten Rollen 14 durch ent
sprechend vorgespannte Tellerfedern 16 gegen den Tauch
kern 5. Die Lagerböcke 12 sind in nicht näher darge
stellter Weise ebenso wie die Halteplatten 8 für den
Wickelzylinder 7 mit der Preßvorrichtung für den unbe
weglichen Teil des Eisenkreises verbunden.
Der mechanische Antrieb des Tauchkernes 5 erfolgt über
eine nur oben gelagerte, zur Vermeidung von Wirbel
stromverlusten nicht in den Raum zwischen dem Tauch
kern 5 und den unteren Jochen 3 hineinragende Spindel 17
mit Trapezgewinde, die in eine entsprechend gestaltete
und fest in den Tauchkern 5 eingepaßte Mutter 18 ein
greift. Das freie Ende der Spindel 17 ist bis über den
Deckel des Kessels 1 geführt und dort mit einem vorzugs
weise elektromotorischen Antrieb gekuppelt, der durch
Drehen der Gewindespindel 17 den Tauchkern 5 in die je
weils erforderliche Stellung innerhalb der Wicklungs
anordnung und dem unbeweglichen Teil des Eisenkernes
bringt. Dabei sind im wesentlichen lediglich die den
Luftspalt zwischen dem unteren Ende des Tauchkernes 5
und dem unteren Joch 3 flankierenden Wicklungsgruppen 6
stromführend, weil der magnetische Spannungsfall im
wesentlichen in diesem Bereich auftritt.
Claims (7)
1. Tauchkernspule zum Einsatz als Erdschlußlöschspule in Ver
sorgungsnetzen, mit nur einem axial einseitig angeordneten
Tauchkern (5), der in Achsrichtung in einer auf ihren Außen
seiten von Rückschlußschenkeln (2) und Jochen (3, 4) eines
Eisenkreises umfaßten Wicklung (6) mit kreisringförmigem
Querschnitt verstellbar ist, mit einem aus Isolierwerkstoff
bestehenden, in den unbeweglichen Teil (2, 3, 4) des Eisenkrei
ses fest eingespannten Wickelzylinder (7), dessen Innenseite
als Gleitbahn und Führung für das in die Wicklung (6) ein
tauchende freie Ende des Tauchkernes (5) dient und mit einer
koaxial zum Tauchkern (5) einseitig gelagerten Spindel (17) zum
Antrieb des Tauchkernes (5), dadurch gekenn
zeichnet,
- - daß alle der Stirnseite des in die Wicklung (6) eintauchen den Endes des Tauchkernes (5) gegenüberliegenden Begren zungsflächen des unbeweglichen Teiles (3) des Eisenkreises außerhalb des von der Wicklung (6) umfaßten Raumes liegen,
- - daß die Spindel (17) aus metallischem Werkstoff besteht und bei keiner Stellung des Tauchkerns (5) in den Raum zwischen Tauchkern (5) und unteren Jochen (3) hineinragt und
- - daß das aus der Wicklung (6) und aus dem unbeweglichen Teil (2, 3, 4) des Eisenkreises herausragende Ende des Tauchkernes (5) unmittelbar zwischen federnd gelagerten und mit dem unbeweglichen Teil des Eisenkreises verbundenen Rollen (14) geführt ist.
2. Tauchkernspule nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß Teilquerschnitte des Wickel
leiters jeder Windung wenigsten annähernd gleichmäßig über
die gesamte Wicklungslänge verteilt sind.
3. Tauchkernspule nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Tauchkern (5) mit Kufen
(10) aus Kunstharz auf der Innenseite des Wickelzylinders (7)
gleitet.
4. Tauchkernspule nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Wickelzylinder (7)
durch auf seinen Außenmantel aufgepaßte Halteplatten (8)
geführt ist, die gleichzeitig Druckplatten für die axiale
Pressung der Wicklung (6) sind und sich in axialer und
radialer Richtung an einer Kernpreßeinrichtung abstützen.
5. Tauchkernspule nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die dem in die Wicklung
(6) eintauchenden Ende des Tauchkernes (5) gegenüberliegenden
Begrenzungsflächen des unbeweglichen Teiles (3) des Eisen
kreises in einer Ebene liegen.
6. Tauchkernspule nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das unbewegliche Eisenteil aus in achsparallelen Ebenen geschichteten
Blechlamellen zusammengesetzt und mindestens die Enden der
Blechlamellen in dem dem freien Ende des Tauchkerns (5)
gegenüberliegenden Teil (3) des unbeweglichen Eisenteiles
miteinander verklebt sind.
7. Tauchkernspule nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der unbewegliche Teil des
Eisenkreises aus mehreren Rückschlußschenkeln (2) und mit
diesen verbundenen oberen (4) und unteren (3) Jochen besteht
und daß die freien Enden der unteren Joche (3) mit grober
Verzahnung ineinandergreifen.
Priority Applications (3)
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Publications (2)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8120 | Willingness to grant licences paragraph 23 | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: TRANSFORMATOREN UNION AG, 8500 NUERNBERG, DE |
|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: SIEMENS AG, 1000 BERLIN UND 8000 MUENCHEN, DE |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |