DE3105122C2 - Neue Piperazin-Verbindungen, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltende Immunverstärker - Google Patents
Neue Piperazin-Verbindungen, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltende ImmunverstärkerInfo
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine neue Piperazin-Verbindung der allgemeinen Formel (I) (1. Formel) worin R für eine Alkyl- oder Phenylgruppe steht und n die Zahl 4 oder 5 ist. Diese Verbindungen sind als Immunverstärker gegen chronisch rheumatoide Arthritis und zur Immuntherapie von Krebs von Wert.
Description
R_N N —C —Cl
li O
worin R wie oben definiert ist, mit einem cyclischen Amin der allgemeinen Formel (III)
HN
ÖD
worin η wie oben definiert ist, in an sich bekannter Weise kondensiert wird.
6. Immunverstärker, enthaltend eine Verbindung gemäß einem der Ansprüche I bis 4 in Form einer freien
Base oder eines biologisch annehmbaren Säureadditionssalzes als wirksamem Bestandteil.
Die Erfindung betrifft Piperazin-Verbindungen, ein Verfahren zu ihrer Herstellung und diese Verbindungen
als aktiven Bestandteil enthaltende Immunverstärker.
Erfindungsgemäß werden Piperazin-Verbindungen der allgemeinen Formel (t)
R —N
(CH2),
(D
worin R für eine Alkylgruppe mit 1-3 C-Atomen, die η-Butyl-, i-Butyl- oder Phenylgruppe >teht und /i die
Zahl 4 oder 5 ist. zur Verfugung gestellt.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung ier o. g. Verbindungen, bei dem ein 1-substituiertes
4-Chlorcarbonylpiperazin der allgemeinen Formel (II)
R_N N —CCI
w Il ο
worin R wie oben definiert ist, mit einem cyclischen Amin der allgemeinen Formel (III)
(II)
HN
(CH2).
(ΠΙ)
worin n eine Zahl 4 oder 5 ist, in un sich bekannter Weise kondensiert wird.
Weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Immunverstärker, derals aktiven Bestandteil eine Verbindung der
allgemeinen Formel (I) enthält.
Dieser Immunverstärker wird gegen chronischen Rheumatismus und zur Immuntherapie des Krebses verwendet.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen werden nach der durch das folgende Reaktionsschema dargestellten
Umsetzung erhalten:
R —N N —C —CI + HN (CH,),
^ Il O
(Π) (ΠΙ)
R—N
(D
Im einzelnen wird die Reaktion, wenn gewünscht, in eineiri inerten Lösungsmittel, wie Benzol oder Toluol, bei
etwa 0 bis etwa 1200C und in 1 bis 5 h im allgemeinen duichgeführt.
Die Verbindung der allgemeinen Formel (I), nach der obigen Umsetzung erhalten, kann nach einer üblichen
Methode isoliert und gereinigt werden, z. B. einer Methode, beider das Reaktionsgemisch mit einer verdünnten
Säure extrahiert, der Extrakt zur Freisetzung der erfindungsgemäßen Verbindung alkalisch gemacht und unter
vermindertem Druck destilliert wird. Die so erhaltene freie Base der erfindungsgemäßen Verbindung kann in
ein Säuresa!/ pach einer üblichen Arbeitsweise umgewandelt werden. Ferner kann eine Methode gewählt werden,
bei der das Produkt in Form emes üaureadditionssaizes gereinigt und dann mit einem geeigneten Alkali
behandelt wird, um eine freie Base zu erhalten.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel (II) können nach einem bekannten Verfahren hergestellt werden,
z. B. einem solchen, bei dem ein 1-substituiertes Piperazin mit Phosgen umgesetzt wird.
Spezielle Beispiele der erfindungsgemäßen Verbindungen sind folgende:
■MethyM-fN-pyrrolidinocarbonyilpiperazin, I-Äthyl-4-(N-pyrrolidinocarbonylipiperazin,
■n-PropyI-4-(N-pyrrolidinocarbonyl)piperazin, l-i-PropyM-tN-pyrrolidinocarbonylipiperazin,
■n-Butyl-4-(N-pyrrolidinocarbony!)pipera/in, I-i-Butyl-4-(N-pvrrolidinocarbon\l)piperazin.
■MethyM-(N-piperidinocarbonyl)piperazin, l-Äthyl-HN-pipcridinocatbonylipiperazin, -n-Propyl-.-iN-piperidinocarbonybpiperazin, l-i-Propyl-i-fN-piperidinocarbonylipiperazin,
■n-Butyl^-iN-pipen'Jinocar^onyl(piperazin, und l-i-ButyM-fN-piperidinocarbonylipiperazin.
■n-PropyI-4-(N-pyrrolidinocarbonyl)piperazin, l-i-PropyM-tN-pyrrolidinocarbonylipiperazin,
■n-Butyl-4-(N-pyrrolidinocarbony!)pipera/in, I-i-Butyl-4-(N-pvrrolidinocarbon\l)piperazin.
■MethyM-(N-piperidinocarbonyl)piperazin, l-Äthyl-HN-pipcridinocatbonylipiperazin, -n-Propyl-.-iN-piperidinocarbonybpiperazin, l-i-Propyl-i-fN-piperidinocarbonylipiperazin,
■n-Butyl^-iN-pipen'Jinocar^onyl(piperazin, und l-i-ButyM-fN-piperidinocarbonylipiperazin.
Die erfindungsgemäßen VerOind ngen haben eine hohe immunverstärkende Wirkung. Die Toxizitäl ist sehr
gering.
Bekannt ist, daß Diäthykarbamazin immunverstärkende Wirkungen besitzt (vgl C. A. 70 (1969), 56 183 z,
C. A. 76 (1972), 81 242 ζ und C. A. 85(1976». 87 247 n), jedoch mit anderer Wirkungsrichtung und Intensität der
Wirkungen als bei den rrfindungsgemäßen Verbindungen, die der in gleich hoher Dosis zum Vergleich herangezogen
gut wirksamen Verbindung Levamisol überraschend überlegen sind.
Dieser Umstand wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Tests im einzelnen beschrieben:
Verschiedene Testsysteme unter Verwendung von Tieren wurden zur Bestimmung der immunverstärkenden
Wirkung vorgeschlagen. Ergebnisse des Tests zur Verstärkung der verzögerten Überempfindlichkeit, der unter
diesen Tests ein typischer Test ist, werden nachfolgend beschrieben.
Die verzögerte Überempfindlichkeit, die induziert wird, wenn Picrylchlorid(2-Chlt)r-1.3.5-trinitrobenzol)auf
die Haut einer Maus aufgebracht wird, ist als eine typische Zellimmunität bekannt, und dies ist eines der weitweit
gewählten Testsysteme (vgl. Asherson, G L, und Ptak. W.: Contact and Delayed Hypersensitivity in the
Mouse I, Active Sensitization and Passive Transfer, immunology 15. 405 -416 (1968 m
Dieses Sv stern wurde für den Test zur Verstärkung der verzögerten Übererrpfindhehkeit herangezogen.
Test 1 (Test auf Verstärkung der verzögerten Überempfindlichkeit)
Testarbeitsweisen
Line Ciruppe von acht männlichen IC R-Mausen mitjeweils einem Körpergewicht von etwa 30 g wurde lürden
Test verwendet
Die Sensibilisicrun^- .-rlolgte durch Aufbringen einer 7 ,igen Lösung von Picr.lchUirid in einem 4/1-Gemisch
aus Olivenöl und Aceton auf den rasierten Unterleib der Maus
Gleichzeitig mit der Sensibilisierung wurde eine Lösung oder Suspension der erhndungsgemäßen Verbindung
in 0.2'"niger I ösung von Carboxymethylcellulose in einer physiologischen Salzlösung der Maus in einer
Dosis νυη 50 mg/kg kurpcrgcwiuht oral verabreicht. Ebenso wurde tier Kontrollgruppe eine O.2Toige Carbm)- ου
melhylccllulose-Lösung in physiologischer Salzlösung verabreicht.
Die verzögerte Überempfindlichkeit wurde 7 Tage nach der Sensibilisierung geprüft, indem das Ohr der Maus
durch eine Pinzette oder Zange ergriffen wurde, die mit einem mit einer l%igen Picrylchloridlösung in Olivenöl
imprägnierten Filz belegt war, und die Lösung wird auf das Ohr aufgebracht. Die Dicke des Ohres wird davor und
24 h danach gemessen und das Verhältnis der Zunahme der Dicke (Durchschnittswert beider Ohren bei
8 Mäusen ± Standardabweichung) wurde erhalten, wie in Tabelle I gezeigt.
Ahnlich wurde der Test zum Vergleich durchgeführt, indem Lcvamisol-Hydrochlorid verwendet wurde, und
die erhaltenen Ergebnisse zeigt ebenfalls Tabelle I. F ■ t-Tests wurden durchgeführt. Die Gruppe, bei der das
Testergebnis bei einem Wert von P < 0,05 signifikant war, wurden mit * markiert, und die Gruppe, bei der das
Testergebnis bei einem Wert von Ζ3
< 0,01 signifikant war, wurde durch ** markiert.
Ergebnisse
Wenn die erfindungsgemäßen Verbindungen simultan mit der Sensibilisierung verabreicht wurde, wurde die
durch die Prüfung verursachte verzögerte Überempfindlichkeit verstärkt, und der verstärkende Effekt war höher
als der durch Levamisoi erzielte.
So bestät:gte sich, daß die erfindungsgemäßen Verbindungen eine die Zellimmunreaktion aktivierende Wirkung
(immunverstärkende Wirkung) bei Mäusen haben, und diese Wirkung ist größer als die von Levamisoi.
Ergebnisse von Tests zur Verstärkung verzögerter Überempfindlichkeit
Verbindung
Verhältnis der Zunahme der Ohrdicke (Durchschnittswert
± Standardabweichung, %)
Kontrolle
29,6 ±1,9
CH3N N —C —N
Citrat
36,7 ± 2,5'
CH3
Citrat
N N —C —r/ \
N / Il N /
^S-N N — C — t/ N ·
35 O
Levamisol-Hydrochlorid
Hydrochlorid
43,5 + 2,8**
45,0 + 4,6**
35,6 + 2,4
Die Aajuvans-Arthritis in Ratten, ausgelöst durch Injektion von Mycobacteriuni tuberculosis-Adjuvans, wird
häufig als Modelltest für chronischen Rheumatismus von Menschen herangezogen.
Der Mechanismus des Inerscheinungtretens dieser Krankheit ist nicht vollständig durchleuchtet, bekannt ist
aber, daß die Zellimmunität eine wichtige Rolle spielt. Die immunaktive Wirkung der erfindungsgemäßen Verbindung
wurde nach diesen bekannten Adjuvans-Arthritis-Tests getestet.
Test 1 (Adjuvans-Arthritis-Test, Tabelle II)
Testarbeitsweisen
Eine Gruppe von 10 männlichen SD-Ratten im Alter von 9 Wochen wurde für diesen Test verwendet. In 0,1 ml
{lüssigem Paraffin wurden 0,4 mg trockene tote Zellen von Mycobacterium tuberculosis suspendiert, und die
Suspension wurde unter die Fersenhaut des rechten Hinterbeines injiziert. Die erfindungsgemäße Verbindung
wurde neunmal als Ganzes subkutan verabreicht, und zwar '"ir und nach der Injektion des Adjuvans. Die Testverbindung
wurde in einer physiologischen Salzlösung gelöst und in einer Dosis von 5 mg/kg Körpergewicht
verabreicht. Das Schwellungsvolumen des linken Hinterbeins wurde in der Zeit vom Tag der Injektion bis zum
Tag des Testendes gemessen, und das Schwellungsverhältnis wurde errechnet. Der Test wurde zum Vergleich
ebenso unter Verwendung von Levamisol-Hydrochlorid durchgeführt. Die erhaltenen Ergebnisse zeigt
Tabelle II. F t-Tests erfolgten aufgrund der erhaltenen Testergebnisse. Die Gruppe, bei der das Testergebnis bei
einem Wert von P< 0,05 signifikant war, wurde mit * markiert, die Gruppe, bei der das Testergebnis bei einem
Wert von f<ü,ül signifikant war, wurde mit ** markiert.
Ergebnisse
Die Sekundärentzündung der Adjuvans-Arthritis wurde durch die erfindungsgemäßen Verbindungen merklich
gesteuert, und die Wirkung war im Hinblick auf die Kontrollgruppe, der keine Verbindung verabreicht
wurde, statistisch signifikant. Die Wirkung dererfindungsgemäßen Verbindungen war höher als die von Levamisoi,
das als VergleicHsverbindung verwendet wurde, aber zwischen den beiden Verbindungen besteht kein statistisch
signifikanter Unterschied. So wurde bestätigt, daß die erfindungsgemäßen Verbindungen eine immun-
modulierende Aktivität und eine antiarthritische Aktivität haben, und diese Aktivitäten sind höher als die von
Levamisol.
5 Ergebnisse des Adjuvans-Arthritis-Tests
Verbindung Schwellungsvcrhültnis
(Durchschnittswert ± Standardabweichung, %)
15 Tage 18 Tage 21 Tage
Kontrolle 84,4 ± 9,0 103,2 ±9,7 107,5 ±13,3
CH1N N —C —N I· Citrat 54,6+11,3 61.7 ± 13,0* 73,3 ± 14,6 1S
Citrat 49.4±10,3* 62,0 ± 11,5* 68,1 ± 14,0
<f\— N N —C —N/J>
· Hydrochlorid 39,5 ±11.7** 56.1 ± 10.8** 74.4±13.9 ,5
O
Levamisol-Hydrochlorid 65,2 ± 5,9 69,3 ±7,1* 80,7 ± 9,6
Levamisol-Hydrochlorid 65,2 ± 5,9 69,3 ±7,1* 80,7 ± 9,6
Wie in den Tests 1 und 2 veranschaulicht, sind die erfindungsgemäßen Verbindungen als Immunverstärker
sehr wirksam, und daher als Heilmittel für Erkrankungen wirksam, die von einer Herabsetzung oder einer
anomalen Änderung der Immunfunktionen begleitet sind, z. B. für Autoimmunerkrankungen, wie chronisch
rheumatoide Arthritis.
Als Immuntherapie für Krebs kann ein Verfahren angesehen werden, bei dem eine spezifische oder nichtspezifische
Immunfunktion, durch den krebsträchtigen Zustand herabgesetzt, durch die eine oder andere Reaktion
erhöht und dem lebenden Körper zur Heilung des Krebses Widerstandsfähigkeit gegen diesen verliehen
wird. Die Beteiligung von Makrophagen bei einer solchen Reaktion ist unerläßlich. Im einzelnen (1) hat deraktivierte
Makrophage eine krebszellvermittelte Zytotoxizität, (2) ist der Makrophage eine der Einfluß ausübenden
Zellen für die Antikörper-abhängige, zellvermittelte Zytotoxizität und (3) sollte, wenn eine spezifische Immunitat
gegenüber Krebszellen aufgebaut ist und abtötende T-Zellen induziert sind, das Krebsantigen auf den Krebszellen
auf die T-Zellen übertragen und als Antigen angesehen werden, zu diesem Zweck werden die durch die
Reaktionen (1) und (2) vermittelten Krebszellen durch den Makrophagen phagocytisiert. Somit ist der Makrophage
für die Immuntherapie von Krebs sehr wichtig.
Nachfolgend werden unter Bezugnahme auf die folgende Tabelle III die Ergebnisse des Tests zur Wirkung des
wirksamen Bestandteils gemäß der Erfindung auf den Makrophagen beschrieben. Der abgetrennte Makrophage
und EI-4-LeukämiezelIen wurden gemischt und gezüchtet, und 3H-Thymidin wurde einem Kulturmedium zugesetzt
und die Menge des Ή-Thymidins, die in die EL-4-Zelle eingebaut war, bestimmt, um die Makrophagenaktivität
zu prüfen. Wenn der Makrophage durch Verabreichung des wirksamen Bestandteils gemäß der Erfindung
aktiviert wird, wird eine Hemmung des Wachstums der EL-4-Zelle, d. h. Phagocytosis der Krebszelle durch
den Makrophagtn beobachtet. Wenn also die aufgenommene Menge an 3H-Thymidin gemessen wird und diese
Menge sinkt, bestätigt sich, daß der Makrophage aktiviert worden ist.
Test 3 (in-vitro-Test zur Hemmung des Wachstums von Krebszellen durch Makrophagen}
Testarbeitsweisen
Einer Gruppe von drei weiblichen ddY-Mäusen (mit einem Körpergewicht von 25 g) wurden 0,5 ml einer
Suspension von 2 mg des wirksamen Bestandteils gemäß der Erfindung in 5 ml einer physiologischen Salzlösung
intraperitoneal verabreicht. Die Dosis war 8 mg/kg Körpergewicht. Ebenso wurde der Kontrollgruppe
eine physiologische Salzlösung verabreicht. Nach 4 Tagen wurden abgestoßene Unterleibszellen gesammelt
und auf eine Kunststoff-Petrischale gebracht, um Makrophagen zu sammeln.
Dann wurden 1 x 106 der so erhaltenen Makrophagen und 1 x 105 EL-4-LeukämiezeIIen der C57 BL/6J-Maus
gemischt und in einem Kulturmedium RPM 1 1640, dem 10% Rinderembryosemm zugesetzt waren (bei
37°C in Gegenwart von 5% CO2) 24 h gezüchtet. Dann wurden 0,1 ;iCi Ή-Thymidin zugesetzt und weitere 16 h
kultiviert. Zellen wurden auf einem Filterpapier aus dem Kulturmedium gewonnen und die Menge des aufgenommenen
Ή-Thymidins durch einen Flüssigszintillationszähler bestimmt. Das Aufnahmeverhältnis (%)
wurde nach folgender Formel berechnet:
AuVnahmeverhältnis (%)
(Anzahl der Zählimpulse
(Anzahl der Zählimpulse - im Falle der Einzelkultur im Falle gemischter Kultur) von Makrophagen)
(Anzahl der Zählimpuise der Einzelkultur von El-4-Zellen)
x 100
Der Durchschnittswert (%) in einer Gruppe von drei Mäusen wurde bestimmt, um die in Tabelle III wiedergeguöenen
Ergebnisse zu erhalten. Zum Vergleich wurde der Test ebenso unter Verwendung von Levamisol-Hydrochlorid
durchgeführt.
Ergebnisse
Es bestätigte sich, daß der wirksame Bestandteil gemäß der Erfindung die Aufnahme von 3H-Thymidin durch
EL-4-Leukämie-Zellen hervorragend hemmt, während Levamisol-Hydrochlorid eine solche Wirkung nicht
zeigt.
Im einzelnen wurde bestätigt, daß der wirksame Bestandteil gemäß der Erfindung den Makrophagen dazu
aktiviert, Phagocytose von Krebszellen auszulösen, während Levamisol eine solche Wirkung kaum zeigt.
In-vitro-Test der Hemmung des Wachstums von Krebszellen durch Makrophagen
Verbindung
Aufnahmeverhältnis (Durchschnittswert, %)
Kontrolle
CHjN N —C—N
CH3N N —C—N
\. / a
Citrat
Citrat
80,2
25,7
22,6
Ν — C-I
O Levamisol-Hydrochlorid
Hydrochloric 21,9
49,0
Die Krebsheilungsergebnisse von Tieren durch den wirksamen Bestandteil gemäß der Erfindung wird nachfolgend
unter Bezugnahme auf die folgenden Tests 4 und 5 beschrieben.
Test 4 (Test der Antitumor-Wirkung bei Sarcoma 180 durch orale Verabreichung)
Testarbeitsweisen
Eine Gruppe von sechs weiblichen ICR-Mäusen wurde mit 2 x 106 Sarcoma 180-Zellen intradermal beimpft,
und während 10 Tagen nach Ablauf von 24 h wurde eine Lösung oder Suspension der wirksamen Verbindung in
einer physiologischen Salzlösung in einer Dosis von 0,1 ml/10 g Körpergewicht einmal täglich oral verabreicht.
Ebenso wurde der Kontrollgruppe eine physiologische Salzlösung verabreicht. Die Dosis der Verbindung war
100 mg/kg Körpergewicht. Der Durchmesser D (mm) des Tumors wurde gemessen, und der Durchschnittswert
und die Anzahl ;VderlebendenMäusewurdebestimmt,umsodiein Tabelle IVwiedergegebenen Ergebnisse zu
erhalten.
Ergebnisse
Die eingeimpften Tumorzeiien wurden vermehrt und wuchsen zu festen Tumoren. Wenn jedoch der wirksame
Bestandteil gemäß der Erfindung wiederholt oral verabreicht wurde, wurde der Tumor kleiner oder verschwand.
Ähnlich wurde der Vergleichstest mit Levamisol-Hydrochlorid durchgeführt, es wurde aber keine wesentliche
karzinostatische Wirkung beobachtet.
Test des karzinostulischen Einflusses auf Sarcoma 180 bei oraler Verabreichung
Verbindung
/eil (Wochen)
0 2 4
0 2 4
10
Kontrolle
—C—N
Il ο
— C —
Il ο
Citrat
Citrat
D -
/V 6
D -
N 6
10,6 15,2 22,4 31,5 37,6 10
6 6 6 5 1
7,7 6,3 5,5 4,7 0
6 6 6 6 6
6,0 4,7
6 6
6 6
4,8
6
6
3,3 0 6 6
Levamisol-Hydrochlorid
Hydrochlorid D —
N 6
N 6
D -
N 6
N 6
6,2 3,8 4,4 5,3 0 6 6 6 6 6
10,2 16,2 20,7 29,6 28,1 6 6 6 6 6
Anmerkung:
D: durchschnittlicher Durchmesser (mm) des Tumors.
N: Anzahl der lebenden Mäuse.
Test 5 (Test auf karzinostatischen Einfluß auf Sarcoma 180 durch subkutane Verabreichung
Testarbeitsweisen
Der Test erfolgte ebenso, wie bei Test 4 beschrieben, mit der Ausnahme, daß die wirksame Verbindung subkutan
verabreicht wurde und die Dosis zu 20 mg/kg Körpergewicht abgeändert wurde.
Ergebnisse
Die Änderung des Durchmessers D (mm) des Tumors und die Anzahl der lebenden Mäuse wurde geprüft, um
die in Tabelle V wiedergegebenen Ergebnisse zu erhalten. Selbst wenn die Dosis 1/5 der im Falle oraler Verabreichung
gewählten Dosis war, konnte die gleiche Wirkung wie bei oraler Verabreichung erzielt werden. Im
Gegensatz dazu hatte Levamisol-Hydrochlorid keine wesentliche karzinostatische Aktivität.
Test des karzinostatischen Einflusses auf Sarcoma 180 bei subkutaner Verabreichung
| Verbindung |
D
N |
Zeit 0 |
(Wochen) 2 |
4 | 6 | 8 | 10 |
| m S 1 Kontrolle > |
D
N |
6 | 10,8 6 |
16,6 6 |
20,3 6 |
31,2 4 |
40,5 1 |
| j CH3N |
D
N |
6 | 2,2 6 |
3,6 6 |
6,1 6 |
1,2 6 |
0 5 |
| I CH3N^ | 6 | 1,6 6 |
3,7 6 |
5,7 6 |
0,8 6 |
0 6 |
|
| N—C—N ] · Citrat ' Il \X O |
|||||||
| ~N—C—N' y ■ Citrat ' Il ^-/ O |
|||||||
JLZ-Z.
Fortsetzung
Verbindung Zeit (Wochen)
0 2 4 6 8 10
Hydrochlorid D - 2,4 3,9 5,2 0,2 0 /V 6 6 6 6 6 6
D - 7,7 14,8 14,4 30,2 31,6 N 6 6 6 6 3 2
Anmerkung:
O: durchschnittlicher Durchmesser (mm) des Tumors
iV: Anzahl der lebenden Miiuse.
Wenn die in den Tests 4 und 5 erhaltenen Ergebnisse im Zusammenhang mit den in den Tests 1 und 3 erhaltenen
Ergebnissen gesehen werden, zeigt sich, daß der wirksame Bestandteil gemäß der Erfindung die immunisierende
Funktion des krebsträchtigen Wirts aktiviert und so eine karzinostatische Aktivität entwickelt. Der karzinostatische
Einfluß der erfindungsgemäßen Verbindungen ist stärker als der von Levamisol.
Die Toxizität der erfindungsgemäßen Verbindungen wird nachfolgend unter Bezugnahme auf den Test 6
Die Toxizität der erfindungsgemäßen Verbindungen wird nachfolgend unter Bezugnahme auf den Test 6
25 beschrieben.
Test 6 (Test der akuten Toxizität durch orale Verabreichung)
Testarbeitsweisen
Eine Lösung oder Suspension der Verbindung in einer physiologischen Salzlösung wurde einer Gruppe von
drei männlichen ddY-Mäusen oral verabreicht, und nach 7 Tagen wurde der geschätzte LD5Ö-Wert ermittelt.
Ergebnisse
Der geschätzte LD50-Wert des erfindungsgemäß wirksamen Bestandteils lag im Bereich von 600 bis
1500 mg/kg, was viel höher liegt als der geschät7te LDso-Wert für Levamisol-Hydrochlorid, der im Bereich vnn
150 bis 200 mg/kg liegt. So bestätigte sich, daß die Toxizität der erfindungsgemäßen Verbindungen sehr gering
ist.
AO Wenn die erfindungsgemäßen Verbindungen als Arzneimittel verwendet werden, können sie in Form einer
freien Base verwendet werden. Im Hinblick auf die Stabilität und Leichtigkeit der Rezepturzusammenstellung
eines Arzneimittels jedoch werden die Verbindungen bevorzugt in Form eines pharmazeutisch annehmbaren
Salzes, wie eines Hydrochlorids, eines Citrats oder eines Phosphats, verwendet, insbesondere, wenn, wie im
Falle einer Injektion, Wasserlöslichkeit erforderlich ist.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können in Form einer üblichen Zusammenstellung nach einer üblichen,
für einen herkömmlichen immunverstärker oder karzinostatische Mittel gewählten Methode verabreicht
werden. Als Präparat für die orale Verabreichung z. B. kann eine Kapsel, Granulat, eine Pille, ein Feingranulat,
eine Tablette und ein Sirup erwähnt werden. Ferner eignet sich ein Suppositorium für die direkte, rektale Verabreichung.
Weiter kann eine Injektion für intravenöse, subkutane oder intramuskuläre Verabreichung ange-
50 wandt werden.
Der erfindungsgemäße Immunverstärker kann zur Heilung von Krankheiten verwendet werden, die von einer
Herabsetzung oder anomalen Änderung der immunisierenden Funktion begleitet sind, z. B. Autoimmunerkrankungen,
wie chronisch rheumatoider Arthritis und multipler Myositis, verschiedener Infektionskrankheiten
und verschiedener Krebsformen. Die Wiedergewinnung oder Normalisierung der immunisierenden Funktion
von Patienten, die an diesen Krankheiten leiden, kann durch die Verabreichung einer erfindungsgemäßen
Verbindung erwartet werden. Als Krebs, gegen den eine erfindungsgemäße Verbindung in geeigneter Weise
angewandt wird, kann erwähnt werden: Magenkrebs, Dickdarm krebs, Rektalkrebs, Brustkrebs, Leberkrebs,
Uteruskrebs, andere Tumore, Sarkom des Reticulums, Lymphosarkomatose, andere Sarkome und Leukose.
Durch die Verabreichung einer erfindungsgemäßen Verbindung ist eine Linderung der subjektiven und objekti-
60 ven Symptome zu erwarten.
Die Anwendungsmethode und Herstellungsform kann je nach Art der Erkrankung und dem Zustand des
Patienten geeignet gewählt werden. Im Falle oraler Verabreichung ist die Dosis einer erfindungsgemäßen Verbindung
1 bis 100 mg, vorzugsweise 1 bis 20 mg/kg Körpergewicht pro Tag. Im Falle rektaler Verabreichung ist
die Dosis vorzugsweise 1 bis 100 mg/kg Körpergewicht pro Tag, im Falle intravenöser Verabreichung vorzugsweise
1 bis 10 mg/kg Körpergewicht pro Tag und im Falle subkutaner oder intramuskulärer Verabreichung ist
die Dosis vorzugsweise 1 bis 30 mg/kg Körpergewicht. Vorzugsweise wird die Dosis der Art der Erkrankung und
dem Zustand des Patienten angemessen geeignet eingestellt. Die Wirkung einer erfindungsgemäßen aktiven
Verbindung kann durch die Verwendung anderer Arzneimittel in geeigneter Kombination je nach Art der
Erkrankung und dem Zustand des Patienten erhöht werden. Wenn beispielsweise chemotherapeutisch!- Krebsmittel,
wie Antimetaboliten und Alkylierungsmittel, die Nebenwirkungen haben oder das Immunisierungsvermögen des Patienten herabsetzen, verabreicht werden, wird, wenn eine erfindungsgemäß wirksame Verbindung
in Kombination verwendet wird, das Auftreten solcher Nebenwirkungen verhindert und die Heilwirkung
synergistisch gesteigert.
Arzneimittel d.*r erfindungsgemäßen Verbindung können nach üblichen Rezepturen und Verfahren hergestellt
werden, wie sie für gewöhnliche Immunverstärker oder Antitumormittel gewählt werden.
Herstellungsbeispiele ίο
Beispiel 1
l-MethyM-fN-pyrrolidinocarbonylipiperazin
l-MethyM-fN-pyrrolidinocarbonylipiperazin
In 50 ml Toluol wurden 8,1 g (0,05 Mol) l-Methyl-i-chlorcarbonylpiperazin bei Raumtemperatur gelöst, und
eine Lös'irg von 10,7 g (0,15 Mol) Pyrrolidin in 50 ml Toluol wurde der obigen Lösung bei 00C über 30 min
zugetropft. Das Gemisch wurde 1 h bis zur beendeten Reaktion rückllußgekocht. Das Reaktionsgemisch wurde
gekühlt, und die ausgefallenen gelben Kristalle (Pyrrolidin-Hydrochlorid) abfiltriert. Das Filtrat wurde über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel Toluol unter vermindertem Druck destillativ entlernt.,
um rohe«; l-Methy!-4-(N-pyrTo!idinQcarbony!)p!per3Z!na!s Destillationsrückstand zu erhalten. Das Rohprodukt
wurde unter vermindertem Druck destillativ gereinigt, um 6,6 g eines Reinproduktsmit einem Sdp. von
109,5-110,0°C/0,5-0,6 mm Hg (beobachtet) zu erhalten. Ausbeute 66,9%.
Elementaranalyse:
ber. für C,„H|gN,O: C = 60,87%, H = 9,73%, N = 21,30%,
gef.: C = 61,07%, H = 9,89%, N = 21.20%.
gef.: C = 61,07%, H = 9,89%, N = 21.20%.
l-Methyl-^HN-pyrrolidinocarbonyUpiperazin-Citrat
In 20 ml Aceton wurden 2,0 g (0,01 Mol) l-MethyI-4-(N-pyrrolidinocarbonyI)piperazin bei Raumtemperatur
gelöst, und eine Lösung von 1,9 g(0,01 Mol)Zintronensäureanhydridin30 ml Aceton wurde bei Raumtemperatür
über etwa 30 min der obigen Lösung zugetropft. Das Gemisch wurde eine bestimmte Zeit bei der gleichen
Temperatur gerührt und der kristalline Niederschlag abfiltriert und mit Aceton gewaschen. Dieser kristalline
Niederschlag wurde in 50 ml Äthylacetat bei 500C unter 3-stündigem Rühren gewaschen. Die Kristalle wurden
abfiltriert, mit Äthylacetat gewaschen und zu 5,6 g l-MethyM-tN-pyrroIidinocarbonyljpiperazin-Citrat mit
einem Schmp. von 160-161°C getrocknet. Ausbeute 71.9%. 40 t
Hementaranalyse: f
her für CH2-N1O,: C = 49,34%, H = 7,00%. N = 10,79%,
ge!': C - 49,21%, H = 7,00%. N = 11,00% 45 |
Beispie! 3 i
l-Methyl^-iN-piperidinocarbonyllpiperazin und sein Citrai
Umsetzung und Nachbehandlung erfolgten wie in Beispiel I beschrieben, mit der Ausnahme, daß 12,8 g
(0.15 Mol) Piperidin anstelle von Pyrrolidin verwendet wurden, um l-Methyl-4-(N-piperidinocarbonyl)pipera-/in
mit einem Sdp. von IS1 — l53°C/4—5 mm Hg (beobachtet) zu erhalten. ;
Llementaranalyse: 55 ,
her fur C111Hi11N4O: C = 56,43%. H = 9,72%, N = 26.09%,
get.: C- = 56.57%, H = 9,49%, N - 26,39%.
Die Umsetzung erfolgte in der gleichen Weise, wie in Beispiel 2 beschrieben, mit der Ausnahme, daß die so oo
gebildete freie Base verwendet wurde, um ein Citrat mit einem Schmp. von 115-120°C (Zers.) zu erhalten.
Beispiel 4
l-PhenyM-CN-piperidinocarbonyOpiperazin und sein Hydrochlorid
l-PhenyM-CN-piperidinocarbonyOpiperazin und sein Hydrochlorid
Umsetzung und Nachbehandlung erfolgten wie in Beispiel 1 beschrieben, mit der Ausnahme, daß 11,2 g
(0,05 Mol) l-Phenyl^-chlorcarbonylpiperazin anstelle von l-Methyl-4-chlorcarboiiylpiperazin und 12,8 g
(0,15 Mol) Piperidin anstelle von Pyrrolidin verwendet wurden, um l-Phenyl-4-(N-piperidinocarbonyl)piperazin
mit einem Sdp. von 106-114°C/15 rnm Hg und einem Schmp. von 63-66,5°C zu erhalten.
Die so erhaltene freie Base wurde in Chloroform gelöst und die Lösung mit gasförmigem Chlorwasserstoff
gesättigt und eine gewisse Zeit gerührt. Die Lösung wurde in üblicher Weise aufgearbeitet, um 1-Phenyl-4-(N-piperidinocarbonyl)piperazin-Hydrochlorid
mit einem Schmp. von 186,5-189°C zu erhalten.
Elementaranalyse:
ber. für C16H14N ,OCl: C = 62,02%, H = 7,81%, N = 13,56%, Cl = 11,44%,
gef.: C = 62,04%, H = 7,86%, N = 13,60%, Cl = 11,23%.
gef.: C = 62,04%, H = 7,86%, N = 13,60%, Cl = 11,23%.
Anwendungsbeispiele
I.) Tabletten mit l-MethyM-iN-pyrrolidinocarbonyDpiperazin-Citrat als wirksamem Bestandteil
I.) Tabletten mit l-MethyM-iN-pyrrolidinocarbonyDpiperazin-Citrat als wirksamem Bestandteil
Ein Gemisch aus 50 g l-Methyl^HN-pyrrolidinocarbonyljpiperazin-Citrat, 38 g Lactose, 35 g Maisstärke und
20 g kristalliner Cellulose wurde genügend gerührt und das Gemisch mit einer Lösung von 5 g Hydroxypropyl-
celluiose in 100 ml Wasser geknetet, granuliert und 4 h bei 500C getrocknet. Das Granulat wurde mit 2 ■% Magne-
siumstearat gemischt und in einer Tablettiermaschine zu Tabletten mit einem Gewicht von jeweils 150 mg
gepreßt.
II.) Kapseln mit l-MethyM-CN-pyrrolidinocarbonylJpiperazin-Citrat als wirksamem Bestandteil
Ein Gemisch aus 100 g l-MethyW-iN-pyrrolidinocarbonyDpiperazin-Citrat, 94 g Lactose, 60 g Maisstärke,
40 g kristalliner Cellulose und 6 g Magnesiumstearat wurde genügend gerührt und in einer Menge von 300 mg
pro Kapsel unter Verwendung einer Einkapselungsmaschine in harte Kapseln gefüllt.
III.) Granulat mit l-PhenyM-CN-piperidinocarbonyDpiperazin-Hydrochlorid als wirksamem Bestandteil
Ein Gemisch aus 100 g l-PhenyM-fN-piperidinocarbonyOpiperazin-Hydrochlorid, 152 g Lactose, 140 g Maisstärke
und 80 g kristalliner Cellulose wurde genügend gerührt, das Gemisch mit einer Lösung von 20 g Hydroxypropylcellulose
in 400 ml Wasser geknetet, granuliert und 4 h bei 500C getrocknet. Die Granula wurden zur
Klassierung durch ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von 1,68 mm geführt, mit 8 g Magnesiumstearat
ge-nischt und das Gemisch zu Granula ausreichend gerührt.
IV.) Suppositorien mit l-Methyl-4-(N-piperidinocarbonyi)piperazin-Citrat als wirksamem Bestandteil
Ein Gemisch aus 10 g l-Methyl-4-(N-piperidinocarbonyl)piperazin-Citrat und 90 g Suppositorienmasse auf
der Basis von modifizierten Triglyceriden gesättigter Pfianzenfettsäuren wurdeauf 600C erwärmt und geschmolzen
und die Schmelze in Formen gegossen, so daß das Gewicht eines jeden Suppositoriums 1,5 oder 3 g betrug.
Die vergossene Schmelze wurde gekühlt und erstarrte zu Suppositorien.
V.) Injektionslösungen mit l-Methyl-4-(N-piperidinocarbonyl)piperazin-Citrat als wirksamem Bestandteil
Em Gemisch aus 10 g I-McthyM-fN-piperidinocarbonyljpiperazin-Citrat und 0,4 g Natriumchlorid wurde in
einer geeigneten Menge destillierten Wassers Tür Injektionen gelöst, so daß die Gesamtmenge 100 ml betrug.
Die so gebildete Injektinnslösung eignete sich für die intravenöse Verabreichung.
Claims (5)
- Patentansprüche: 1. Piperazin-Verbindungen der allgemeinen Formel (I)R_N N — C— N(I)worin R für eine Alkylgruppe mit 1 -3 C-Atomen, die η-Butyl-, i-Butyl- oder Phenylgruppe steht und η die Zahl 4 oder 5 ist, und deren anorganische oder organische Säuresalze.
- 2. Verbindung nach Anspruch 1, bei der R in der allgemeinen Formel (I) eine Methylgruppe und η Α ist.
- 3. Verbindung nach Anspruch 1, bei der R in der allgemeinen Formel (I) eine Methylgruppe und η 5 ist.
- 4. Verbindung nach Anspruch 1, bei der R in der allgemeinen Formel (I) eine Phenylgruppe und η 5 ist.
- 5. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein !-substituiertes 4-ChIorcarbonylpiperazin der allgemeinen Formel (II}
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