DE3109770C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Leiterbaugruppe zum Leiten
elektrischer Energie einer Vielzahl von elektrischen Kreisen
zwischen zwei relativ zueinander um eine gemeinsame Achse
drehbaren Bauteilen, mit zumindestens einem ersten Paar von
kreisförmigen koplanaren elektrisch leitenden Leiterringen, von
denen einer an dem ersten Bauteil und der andere an dem zweiten
Bauteil angeordnet ist.
Zum Leiten und übertragen elektrischer Energie zwischen zwei
relativ zueinander um eine gemeinsame Achse drehbaren Bauteilen
sind Schleifring- und Bürstenbaugruppen bekannt. Aus der DE-AS
12 21 327 ist ein Schleifringsystem bekannt, bei dem Planschleifringe
auf beiden Seiten eines Isolierringes angeordnet
sind. Mit den Planschleifringen stehen Stromabnehmer in
Eingriff, die Kontaktzungen mit Kontakten aufweisen, die auf
den Planschleifringen gleiten. Hierdurch wird eine erhebliche
Reibung eingeführt, die in vielen Fällen, beispielsweise in
Luftfahrt- und Raumfahrtanwendungen nicht zulässig ist.
Weiterhin sind, wenn die elektrische Energie einer Vielzahl von
elektrischen Kreisen übertragen werden soll, die einzelnen
Schleifringe in Richtung der gemeinsamen Achse hintereinander
angeordnet, sodaß sich eine relativ große Baulänge ergibt.
Um die Reibung zu verringern, ist es weiterhin aus der DE-AS
11 52 459 sowie der DE-PS 11 04 583 bekannt, mit dem ersten bzw.
zweiten Bauteil verbundene Leiterringe zu verwenden, die in
Richtung der gemeinsamen Achse hintereinander angeordnet sind,
wobei zwischen den Leiterringen des ersten und zweiten Bauteils
jeweilige Lagerkugeln angeordnet sind, die die Stromübertragung
bewirken. Da die Leiterringe eines Paares hierbei in Richtung
der gemeinsamen Achse hintereinander angeordnet sind, ergibt
sich eine stark vergrößerte Baulänge, die insbesondere dann
ungünstig ist, wenn eine Vielzahl von elektrischen Kreisen
ausgebildet werden soll.
Aus der DE-AS 11 10 261 ist eine Leiterbaugruppe bekannt, bei
der die Leiterringe koplanar angeordnet sind und jeweilige
Innen- und Außenlagerringe eines Kugellagers bilden, dessen
Lagerkugeln die Stromübertragung bewirken. Auch hierbei werden
bei Verwendung einer Vielzahl von elektrischen Kreisen die
einzelnen die Übertragung der Energie bewirkenden Kugellager in
Richtung der gemeinsamen Achse hintereinander angeordnet, was zu
einer relativ großen Baulänge führt.
Aus der DE-OS 28 01 260 ist weiterhin eine Leiterbaugruppe
bekannt, bei der die Reibung noch weiter verringert ist.
Derartige Leiterbaugruppen finden vorzugsweise Anwendung bei
Kreiselgeräten und dergleichen, bei denen eine Reibung von im
wesentlichen Null erwünscht ist. Jede elektrische Übertragungseinheit
dieser Leiterbaugruppe weist hierbei zwei koaxiale
konzentrische, koplanare und kontinuierliche konkave Leiterringe
auf, von denen einer auf einem stationären Bauteil und der
andere auf einem drehbaren Bauteil befestigt ist, wobei zwischen
diesen Leiterringen ein elastischer, elektrisch leitender
fadenförmiger Kreisring angeordnet ist, dessen allgemein ebene
Außenoberfläche die konkave Oberfläche der Leiterringe berührt
und auf dieser abrollt. Die Kreisring-/Leiterring-Grenzschicht
ergibt Selbsteinfang- und Haltekräfte, wodurch irgendwelche
Fehlausrichtungen zwischen den Leiterringen und Bewegungen der
Kreisringe zwischen den Leiterringen bei durch Schwingungen
und/oder Stöße belasteten Anwendungen aufgefangen werden, ohne
daß Reibungs-Drehmomente auf das drehbare Bauteil ausgeübt
werden. Bei dieser bekannten Leiterbaugruppe kann lediglich eine
begrenzte Anzahl von elektrischen Strömen über eine relativ
kurze Strecke übertragen werden, die entlang der axialen Länge
der relativ zueinander drehbaren Bauteile gemessen ist. Wenn die
axiale Länge vergrößert wird, um eine größere Anzahl von
elektrischen Kreisen aufzunehmen, die die Übertragung von
elektrischen Strömen zwischen den gegeneinander drehbaren
Bauteilen erfordern, so ergibt die vergrößerte Länge thermische
und Schwingungsprobleme, die zu einer raumaufwendigen Anordnung
führen, die schwierig zusammenzubauen ist und die möglicherweise
unstabil ist, sodaß sie für viele Anwendungen ungeeignet ist.
Alle bekannten Versuche zur Lösung des Problems der Übertragung
von elektrischen Strömen von eine hohe Dichte aufweisenden
elektrischen Kreisen zwischen gegeneinander drehbaren Bauteilen
waren erfolglos oder konzentrierten sich auf die Vergrößerung
der axialen Länge der gegeneinander drehbaren Bauteile.
Zusätzlich zu den Raumproblemen, die sich aus der Übertragung
von elektrischen Strömen von eine hohe Dichte aufweisenden
elektrischen Kreisen zwischen relativ zueinander drehbaren
Bauteilen ergeben, besteht weiterhin ein Bedarf nach einer
äußerst zuverlässigen und hinsichtlich von Umgebungsbedingungen
annehmbaren Einrichtung, die in wirkungsvoller Weise unter den
nachteiligen Bedingungen arbeiten kann, die bei Luft- und
Raumfahrt- und Satellitenanwendungen üblich sind.
Hierbei soll auch eine leichte Reparatur sowie eine hohe
Zuverlässigkeit erreicht werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Leiterbaugruppe
der eingangs genannten Art zu schaffen, die die Übertragung
von elektrischen Strömen von eine hohe Dichte aufweisenden
elektrischen Schaltungen zwischen zwei gegeneinander drehbaren
Bauteilen in wirkungsvoller und zuverlässiger Weise selbst
unter ungünstigen Umgebungsbedingungen ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des
Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus dem Unteransprüchen.
Die erfindungsgemäße Leiterbaugruppe ermöglicht die Übertragung
von elektrischen Strömen von eine hohe Dichte aufweisenden
elektrischen Schaltungen zwischen gegeneinander drehbaren
Bauteilen in wirkungsvoller und zuverlässiger Weise, sodaß die
Leiterbaugruppe beispielsweise bei Satellitenanordnungen und/
oder Meßinstrumenten, wie z. B. Kreiselgeräten, selbst
unter den manchmal harten Umgebungsbedingungen ermöglicht wird,
die für Luft- und Raumfahrtanwendungen typisch sind. Die
erfindungsgemäße Leiterbaugruppe weist eine äußerst hohe
Widerstandsfähigkeit gegenüber Umgebungsbedingungen auf und
sie kann in wirkungsvoller Weise elektrische Ströme von beispielsweise
bis zu 200 elektrischen Kreisen längs einer Länge
von lediglich 33 cm, gemessen entlang der Axiallänge der
gegeneinanderdrehbaren Bauteile, übertragen.
Die erfindungsgemäße Leiterbaugruppe weist eine Anzahl von
kreisringförmigen, mit radialem Abstand voneinander angeordneten
Radialspalten auf, die zwischen den konzentrischen leitenden
Leiterringen gebildet sind, die an den Stator- und Rotor-Bauteilen
in kreisförmigen, mit radialem Abstand angeordneten,
in den Bauteilen ausgebildeten Öffnungen befestigt sind.
Elastische, fadenförmige, leitende Kreisringe sind mit einem
freien Durchmesser, der größer als die Breite der kreisringförmigen
Radialspalte ist, in diesen Radialspalten angeordnet,
und sie berühren gegenüberliegende Oberflächen der Leiterringe
und rollen auf diesen ab. Im Gegensatz zu bekannten elektrischen
Leiterbaugruppen, bei denen lediglich ein kreisringförmiger
Radialspalt für die leitenden Kreisringe vorgesehen ist, weist
die erfindungsgemäße Leiterbaugruppe eine Anzahl von kreisringförmigen
konzentrischen Radialspalten auf, und die auf diese
Weise vergrößerte Anzahl von Radialspalten kann eine größere
Anzahl von elektrischen Kreisen aufnehmen.
Die kreisringförmigen Radialspalte können zwischen Wänden der
relativ zueinander drehbaren Bauteile ausgebildet sein. Diese
Wände können abgedichtete Umschließungen bilden, in denen die
elektrisch leitenden Kreisringe abrollen und die Oberflächen
der Leiterringe berühren können. Die Leiterringe sind mit
elektrischen Leitungen verbunden, so daß eine elektrische
Verbindung über die Stator- und Rotorbauteile für eine größere
Anzahl von elektrischen Kreisen geschaffen wird, ohne daß
Schwingungsprobleme und thermische Probleme entstehen, die sich
aus einer vergrößerten axialen Länge ergeben würden, die
anderenfalls zur Aufnahme einer großen Anzahl von elektrischen
Kreisen erforderlich wäre.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand
der Zeichnungen näher erläutert.
In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine Schnittansicht einer Ausführungsform der elektrischen
Leiterbaugruppe, die zu Erläuterungszwecken an
einer der Kardanrahmenachsen eines Kreiselgerätes
angeordnet ist,
Fig. 2 eine Teilschnittansicht der Ausführungsform der Leiterbaugruppe
entlang der Linie II-II nach Fig. 1,
Fig. 3 eine vergrößerte Teilschnittansicht einer einer Vielzahl
von elektrischen Leiterbaugruppenmodulen der Ausführungsform
der Leiterbaugruppe nach Fig. 1,
Fig. 4 eine vergrößerte Teilschnittansicht des Modul nach
Fig. 3 entlang der Linie IV-IV;
Fig. 5 eine Teilschnittansicht einer abgeänderten Ausführungsform
der Leiterbaugruppe mit drei kreisringförmigen
Spalten an Stelle der beiden kreisringförmigen
Spalte der Baugruppe nach den Fig. 1
und 2.
In Fig. 1 ist eine vergrößerte Teilschnittansicht der
Lagereinheit des Kardanrahmens eines Kreiselgerätes gezeigt,
wobei diese Anordnung einen Kardanrahmen 10,
d. h. ein rotierendes Bauteil, und eine Basis oder ein
Gehäuse 11 einschließt, d. h. ein stationäres Bauteil.
Wie dies gezeigt ist, lagert das stationäre Gehäuse 11
in drehbarer Weise den Kardanrahmen 10 in Präzisionskugellagern
12 über einen Lagerzapfen 13, der an dem
Kardanrahmen 10 für eine Drehung um eine Mittelachse
14 befestigt ist. Das Gehäuse 11 schließt Kanäle für
Leitungen 45, 48 von stationären elektrischen Geräten
zu der Leiterbaugruppe in der Kardanrahmen-Lagerungseinrichtung
ein. Der Lagerzapfen 13 ist im wesentlichen zylindrisch
und der Kardanrahmen 10 weist Kanäle für elektrische
Leitungen 46, 47 von der Leiterbaugruppe zu den
elektrischen Geräten auf, die von der beweglichen Kardanrahmenbaugruppe
getragen werden. Der Lagerzapfen 13
ist an dem Kardanrahmen 10 mit Hilfe gegeigneter Einrichtungen,
wie z. B. von Befestigungsschrauben 15 befestigt.
Ein Lagerhaltering und Klemmschrauben 16 dienen zum Festklemmen
der Kugellager 12 an ihrem Platz.
Die elektrische Leiterbaugruppe dient zur Übertragung
von elektrischer Leistung oder einer Vielzahl von elektrischen
Signalen zwischen dem stationären Gehäuse 11
und dem relativ hierzu drehbaren Kardanrahmen 10 mit
einer mechanischen Reibung und mechanischen Kupplungsdrehmomenten
von im wesentlichen Null. Das stationäre
Gehäuse 11 weist eine einstückig ausgebildete hohlzylindrische
Halterung
11′ auf, die eine zylindrische Innenoberfläche
21 aufweist, die konzentrisch zu einer inneren
zylindrischen Oberfläche 20 des Gehäuses 11 ist. Entlang
der Oberflächen 20 und 21 des Gehäuses 11 sind Sätze
von koplanaren, kreisförmigen, konkave Stirnflächen
aufweisende elektrisch leitenden Leiterringen 22 und 23 gleichmäßig
in Axialrichtung verteilt. In der folgenden Beschreibung
werden die Leiterringe 22 in manchen Fällen
als die äußeren Gehäuse-Leiterringe bezeichnet, während
die Leiterringe 23 in manchen Fällen als die inneren
Gehäuse-Leiterringe bezeichnet werden. Die Gehäuseleiterringe
22, 23, die ausführlicher in Fig. 3 gezeigt sind, können
aus einem geeigneten, elektrisch leitenden Material hergestellt
sein, und eine Goldlegierung, wie sie üblicherweise
für derartige Anwendungen benutzt wird, ist auf
den konkaven Oberflächen der Gehäuseleiterringe abgeschieden,
wie dies in der DE-OS 28 01 260
beschrieben ist. Der Lagerzapfen 13 weist eine
in Radialrichtung äußere Oberfläche 30 und eine in
Radialrichtung äußere Oberfläche 30 und eine in Radialrichtung
innere Oberfläche 31 auf, wobei sich jede
dieser Oberflächen in axialer Richtung über die gleiche
Strecke erstreckt, wie die Oberflächen 20 und 21. Entlang
der Außenoberfläche 30 und der Innenoberfläche 31 des
Lagerzapfens 13 sind ähnliche Sätze von kreisförmigen,
eine konkave Stirnfläche aufweisenden, elektrisch leitenden
Leiterringen 32 un d33 gleichförmig verteilt. Im folgenden
werden die Leiterringe 32 teilweise als die
äußeren Lagerzapfen-Leiterringe bezeichnet, während die
Leiterringe 33 als innere Lagerzapfen-Leiterringe bezeichnet
werden. Die Lagerzapfen-Leiterringe 32, 33
können ähnlich wie die Leiterringe 22 und 23 hergestellt sein.
Die Leiterringe 22, 23, 32, und 33 sind voneinander durch geeignete
Isolationsplatten oder Abstandsstücke 40 getrennt
(die am besten aus Fig. 3 zu erkennen sind), die
aus Kunststoff oder irgendeinem anderen geeigneten Isoliermaterial
hergestellt sind. Jeder innere Gehäuse-Leiterring
23 ist derart in dem Gehäuse 11 angeordnet, daß
er genau und in Axialrichtung derart ausgerichtet ist,
daß er koplanar zu einem entsprechenden inneren Lagerzapfen-
Leiterring 33 angeordnet ist, der dem Lagerzapfen
13 zugeordnet ist. Der radiale Abstand zwischen den Leiterringen
23, 33 bildet einen kreisringförmigen Radialspalt 37.
In ähnlicher Weise ist jeder äußere Gehäuse-Leiterring
22 in dem Gehäuse 11 derart angeordnet, daß er genau
und in Axialrichtung mit einem entsprechenden äußeren
Lagerzapfen-Leiterring 32 ausgerichtet ist, der dem
Lagerzapfen 13 zugeordnet ist. Der radiale Abstand zwischen
den Leiterringen 22, 32 bildet einen kreisförmigen Radialspalt
36. In jedem dieser konzentrischen, kreisringförmigen
Radialspalte 36, 37 ist zumindestens ein elastischer
fadenförmiger leitender Kreisring 44 angeordnet, der
die konkaven Kontaktoberflächen auf den Leiterringen
22, 32 und 23, 33 berührt und auf diesen abrollt. Die
Kontaktgrenzflächen zwischen den Leiterringen und den
fadenförmigen leitenden Kreisringen 44 sind gleich oder
im wesentlichen gleich denen, die in der genannten DE-OS
beschrieben sind, so daß die Kreisringe automatisch
zwischen den Leiterringen eingefangen und ausgerichtet werden.
Die Abstandsstücke 40 bilden einzelne Umschließungen,
die in wirksamer Weise jeden Kreisring 44 von den anderen
trennen, so daß selbst im unwahrscheinlichen Fall eines
Bruches eines Kreisringes dieser von den anderen getrennt
ist und nicht einen weiteren Kreisring zerstört
oder kurzschließt. Die Abstandsstücke 40 schützen die
leitenden Kreisringe 44 weiterhin während des Modul-
Zusammenbaus gegen Beschädigungen. Die Abstandsstücke
40 weisen derartige Radien auf, daß sie sich in die
kreisringförmigen Radialspalte 36 und 37 erstrecken,
wobei ein kleiner kreisringförmiger Abstand zwischen
den Abstandsstücken 40 verbleibt, um eine Umschließung
für jeden der Kreisringe zu bilden. Endkappen 41, 42
erstrecken sich in Radialrichtung über die Spalte 36,
37 am oberen Ende jedes Moduls 50 (Fig. 3) und wirken
mit Modulwänden 53 und 54 zusammen, um das Modul zu
umschließen. Die Endkappen 41, 42 und die Modulwände
53, 54 können so geformt sein, daß eine Labyrinthdichtung
51 zum Schutz der Radialspalte 36 und 37 gegen Verunreinigungen
geschaffen wird. Entsprechend weisen die relativ
zueinander drehbaren Bauteile 10, 11 Wände auf, die
sich parallel zu der Mittelachse 14 erstrecken und die
zwischen sich die beiden konzentrischen kreisringförmigen Radialspalte
36, 37 bilden. Es ist verständlich, daß die
beschriebene Leiterbaugruppe auch auf andere Anordnungen
als Kreiselgeräte oder dgl. anwendbar ist. Beispielsweise
kann sie zur Übertragung elektrischer Ströme zwischen den
relativ zueinander drehbaren Strukturen von Raumfahrzeugen
verwendet werden, beispielsweise zwischen in Drehung versetzten
und gegen eine Drehung geschützten Strukturen
von Satelliten und zwischen den Richtsystemachsen von
Satelliten.
In der Praxis ist die im vorstehenden beschriebene elektrische
Leiterbaugruppe aus getrennten Bauteilen aufgebaut,
die mit Hilfe geeigneter Befestigungsmittel, beispielsweise
von Schrauben aneinander befestigt sind, um kreisringförmige
Moduln 50 zu bilden, wie sie weiter unten
beschrieben werden. Die Moduln 50 werden dann in die
kreisringförmigen Räume in dem Gehäuse und dem Lagerzapfen
eingesetzt und in diesen befestigt, um die gesamte
Leiterbaugruppe herzustellen. Beispielsweise werden die
Konzentrischen Moduln mit Hilfe einer auf einen Teil 34
der Gehäusehalterung 11′ aufgeschraubte Mutter 35 und
durch geeignete ringförmige Halterelemente 29 festgehalten.
Die elektrische Leiterbaugruppe kann unter Verwendung
der Kunststoffformungstechniken hergestellt werden,
die in der oben genannten DE-OS beschrieben ist.
Wie dies weiter oben erläutert wurde, sind Löcher durch
den Kardanrahmen 10 gebohrt, um Kanäle für die elektrischen
Leitungen 46, 47 zu bilden, die sich zu elektrischen Bauteilen
erstrecken, die von dem Kardanrahmen getragen
werden. Ähnliche Bohrungen sind in das Gehäuse 11 gebohrt,
um den Durchgang von elektrischen Leitungen 45,
48 zu ermöglichen, die sich zu festen elektrischen Bauteilen
erstrecken, die mit dem Gehäuse verbunden sind.
Es ist aus Fig. 1 zu erkennen, daß insgesamt 16 getrennte
Kreise durch die hier gezeigte Leiterbaugruppe betrieben
werden können. Wenn jedoch eine äußerst hohe Zuverlässigkeit
erwünscht ist, können die einzelnen Leitungen
überkreuzt verbunden werden, so daß sich zwei Leiterring-
Kreisring-Kontakte pro Kreis ergeben. Beispielsweise können
die elektrischen Leitungen 47, 48 nach Fig. 2, die mit
einem Satz von Leiterringen 32, 22 verbunden sind, mit
elektrischen Leitungen 46 bzw. 45 verbunden werden, die
mit einem entsprechenden Satz von Leiterringen 33, 23
verbunden sind, um parallele oder redundante Leiterring-
Kreisring-Kreise zwischen den Rotor- und Statorbauteilen
zu schaffen. Diese redundante Schaltungsanordnung kann
bei Raumfahrtanwendungen sehr vorteilhaft sein, weil in
diesem Fall bei Ausfall eines fadenförmigen leitenden
Kreisringes der andere Kreisring die elektrische Verbindung
aufrechterhält. Alternativ können die Leiterringe
32, 33 für diesen Zweck als ein einstückiger Leiterring anstatt
in Form von getrennten Leiterringen ausgebildet sein.
In Fig. 2 ist eine Endansicht der Leiterbaugruppe gezeigt,
die die typische zufällige Verteilung der kreisförmigen
fadenförmigen leitenden Kreisringe 44 in den kreisringförmigen
Radialspalten 36, und 37 zeigt. Wie dies
in der genannten DE-OS beschrieben ist, weisen die elektrisch
leitenden kontinuierlichen fadenförmigen Kreisringe
44, die in dem kreisringförmigen Radialspalt
36 angeordnet sind, (zumindest ein Kreisring pro Ringsatz)
einen allgemein langgestreckten Querschnitt auf,
so daß ihre Außenkantenoberflächen, die vorzugsweise
eine abgerundete Abschrägung zur Vergrößerung der elektrischen
Leitfähigkeit aufweisen können, die auf sie gerichteten
konkaven Oberflächen der konzentrischen Leiterringe 22 und 32
berühren und auf diesen abrollen, wobei sich eine die Kreisringe
in ihrer Lage festhaltende mechanische Kraft und
eine elektrische Verbindung zwischen den Leitungen 48,
47 ergibt. In gleicher Weise rollt die Vielzahl von
elastischen, elektrisch leitenden, kontinuierlichen
fadenförmigen Kreisringe 44, die in dem kreisringförmigen
Radialspalt 37 angeordnet sind (zumindestens ein Kreisring
44 pro Leiterringsatz 23, 33) auf den konkaven Oberflächen
der konzentrischen Leiterringe 23, 33 ab.
Die wesentlichen Erwägungen, die die Auswahl der konstruktiven
Parameter für die elastischen, fadenförmigen
leitenden Kreisringe bestimmen, bestehen in der Verringerung
des wirksamen Kontaktwiderstandes über eine vorgegebene
Betriebslebensdauer an der Kreisring-Leiterring-
Grenzfläche, in der Erzielung einer möglichst großen
Selbsthalteeigenschaft der Kreisringe zwischen den Leiterringen
bei Stoß- und Schwingungseinwirkungen ohne
das Auftreten erheblicher Kupplungsdrehmomente, in der
Erzielung einer möglichst großen Stromübertragungsfähigkeit
der Kreisring-/Leiterring-Grenzfläche, sowie in
der Erzielung der größtmöglichen Zuverlässigkeit und
Lebensdauer der Baugruppe. Es ist aus Fig. 2 zu erkennen,
daß die Kreisringe 44 und die Leiterringe 22, 23, 32, und
33 alle innerhalb des Gehäuses 11 angeordnet sind, so
daß sie im Betrieb gegenüber benachbarten Einrichtungen
geschützt sind und während der normalen Handhabung keiner
zufälligen Berührung oder einem Herausdrücken aus den
Leiterringen ausgesetzt sind.
In Fig. 3 ist eine vergrößerte Teilschnittansicht des
elektrischen Leitermoduls 50 dargestellt. In dem Modul
50 ist eine typische Kreisring 44-/Leiterring 22-Grenzfläche
sowie eine typische Kreisring 44-/Leiterring 32-
Grenzfläche dargestellt. Die aufeinandergerichteten konkaven
Oberflächen der Leiterringe 22, 32 ergeben Selbsteinfang-
und Haltekräfte für den zwischen ihnen leicht
zusammengedrückten Kreisring 44, und die Tiefe der konkaven
Oberfläche ist in Abhängigkeit von der Stärke
der Stoß- und Schwingungseinflüsse ausgewählt, unter
denen das Kreiselgerät betrieben werden soll, wie dies
in der oben genannten DE-OS beschrieben ist. Weiterhin
erstrecken sich die isolierenden Abstandsstücke 10,
die zwischen den benachbarten Leiterringen der Leiterringsätze
22, 32 angeordnet sind, über den kreisringförmigen
Radialspalt 36, so daß ein sehr kleiner Spalt,
vorzugsweise in der Größenordnung von einigen tausendstel
Zentimetern verbleibt. Die isolierenden Abstandsstücke
40 bilden einzelne kreisringförmige Umschließungen
oder Kammern für jeden der leitenden Kreisringe 44
derart, daß bei der Abnutzung entstehender Abrieb
andere Kreisringe nicht verschmutzen kann, wie dies
weiter oben erläutert wurde. Es ist weiterhin zu erkennen,
daß sich die Endkappen 41, 42 ebenfalls über den kreisringförmigen
Radialspalt 36 erstrecken und so geformt
sind, daß sie labyrinth-artige Dichtungen 51
bilden, wie dies weiter oben erwähnt wurde. Die äußeren
Labyrinthdichtungen 51 bilden kleine Spalte, vorzugsweise
in der Größenordnung von 0,025 cm, zwischen den
Endkappen 41, 42, die Fremdkörper daran hindern, im Betrieb
das Innere der Leiterbaugruppe zu verunreinigen,
wobei sich die zusätzliche Funktion ergibt, daß die
zusammengebauten Bestandteile der Moduln für einen
Einbau in das Gehäuse zusammengehalten werden und die
leitenden Kreisringe 44 vor und während des Zusammenbaus
und des Einbaus gegen Schäden geschützt werden.
Insbesondere bei Raumfahrtanwendungen kann es jedoch
wünschenswert sein, große Löcher in die Endkappen 41,
42 zu bohren, um eine Evakuierung zu erleichtern, wenn
die Anordnung einem Unterdruck ausgesetzt wird und sich
auf einer Umlaufbahn im Raum befindet, wo Verunreinigungen
allgemein kein schwerwiegendes Problem darstellen.
Es ist verständlich, daß es bei manchen Anwendungen in
Abhängigkeit von dem Ausmaß der Umgebungseinflüsse ausreichend
sein kann, die bogenförmigen Oberflächen der
Leiterringe 22, 23 nur auf einem der Leiterringe auszubilden.
Vorzugsweise sind die Leiterringe 22, 23 aus
einer Kupferlegierung hergestellt und maschinell auf
die gewünschte konkave Form bearbeitet, worauf Legierungen
von Rhodium, Nickel und Gold oder andere geeignete
Materialkombinationen aufeinanderfolgend auf dieser
Oberfläche abgeschieden werden, um die fertigen konkaven
Leiterringe zu bilden. Alternativ können in der
in der genannten DE-OS beschriebenen Weise konkave Nuten
maschinell oder auf andere Weise auf den Oberflächen
des Kunststoffgehäuses 11 und des Lagerzapfens 13 mit
einem gewünschten Radius und einer gewünschten Tiefe
ausgebildet werden, worauf diese Oberflächen in geeigneter
Weise abgedeckt werden und eine Goldlegierung auf
die Nuten oder konkaven Oberflächen mit der gewünschten
Stärke abgeschieden wird. Die leitenden Kreisringe 44
sind ebenfalls galvanisch mit einer gutleitenden
Legierung übergezogen, um die elektrischen Leitfähigkeitseigenschaften
der Leiterbaugruppe zu verbessern.
Wie dies in Fig. 3 gezeigt ist, wird das kreisringförmige
Modul 50 dadurch aufgebaut, daß die Leiterringe 32, 33
und die isolierenden Abstandsstücke 40 aufeinanderfolgend
auf Schrauben 24 innerhalb der Modulwände 53, 54 aufgestapelt
werden. Das resultierende Modul wird in den
kreisringförmigen Raum zwischen dem Gehäuse 11 und dem
Kardanrahmen 10 eingebaut, in dem es in der vorstehend
beschriebenen Weise an seinem Platz befestigt wird. Beispielsweise
sind Löcher in die unteren Flansche der Modulwände
53, 54 eingebohrt, um die Schrauben 24 aufzunehmen.
Die Schrauben 24 sind mit Isolierhülsen 26′ versehen
und werden durch Muttern 26 befestigt. Ein erster Satz
von isolierenden Abstandsstücken 40 und Leiterringen
22 und 32 wird dann auf die isolierten Schrauben 24
aufgelegt und der fadenförmige leitende Kreisring 44
wird dann zwischen den Leiterringen 22, 32 komprimiert. Die
zweite Schicht von isolierenden Abstandsstücken 40 und
Leiterringen 22, 23 wird dann auf die erste Schicht
aufgelegt und ein Kreisring 44 zwischen diesen Ringen
zusammengedrückt. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis
das Modul vollständig gefüllt ist. Die Endkappen 41,
42 werden dann über dem obersten Abstandsstück 40 aufgelegt.
Daraufhin können die Befestigungsmuttern 26
auf die Schrauben 24 aufgeschraubt werden, um das Modul
50 zusammenzuhalten. Es ist zu erkennen, daß die
Labyrinthdichtung die Einstückigkeit des Moduls während
des Einbaus in das Gehäuse aufrechterhält.
Fig. 4 zeigt eine vergrößerte Teil-Endansicht des elektrischen
Leitermoduls 50. Der Umfang der Leiterringe 22, 32
ist weggeschnitten, um sich in Längsrichtung erstreckende
Kanäle 52 zu bilden, die sich von den Endkappen 41,
42 und entlang der Innenflächen der Modulwände 53, 54
erstrecken, so daß Kanäle für Leitungen 47, 48 gebildet
werden. Die Teile der äußeren Lagerzapfen-Leiterringe
32, die an die Modulwand 53 anstoßen, und die Teile der
äußeren Gehäuse-Leiterringe 22, die an die Modulwand 54
anstoßen, sowie die jeweils anliegenden Abstandsstücke
40 sind ausgeschnitten, so daß sich die Kanäle 52 vom
Boden der Modulwände zu den Endkappen 41, 42 erstrecken.
Die Leitungen 47 und 48 sind isolierte Drähte, die in
Bohrungen eingelötet sind, die in die Leiterringe 32
bzw. 22 eingebohrt sind. Vorzugsweise werden die Leitungen
an die Leiterringe vor deren Zusammenbau zur Bildung des
Moduls angelötet.
Es ist zu erkennen, daß das radial innere Modul mit
den Leiterringen 23, 33, den zugehörigen Kreisringen
und den entsprechenden Endkappen 41, 42 und den Modulwänden
53, 54 ähnlich dem ist, das für das radial äußere
Modul 50 nach Fig. 3 beschrieben wurde.
In Fig. 5, in der gleiche Bauteile mit gleichen Bezugsziffern
wie in den Fig. 1 bis 4 bezeichnet sind, ist
eine Teilschnittansicht einer elektrischen Leiterbaugruppe
gezeigt, die eine abgeänderte Ausführungsform
darstellt. Bei dieser Ausführungsform ist eine noch größere
Anzahl von Kreisen in der gleichen Axialrichtung
vorgesehen. Es sind drei kreisringförmige Radialspalte 63, 64
und 65 anstelle der zwei kreisringförmigen Radialspalte
gemäß der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 4
vorgesehen. Die Konstruktion der elektrischen Leiterbaugruppe
mit den drei kreisringförmigen Radialspalten 63,
64, 65 ist ähnlich der Konstruktion der Ausführungsform
nach den Fig. 1 bis 4. Es ist zu erkennen, daß ein zusätzlicher
Lagerzapfen-Zylinder 66 und zwei zusätzliche
Sätze von Leiterringen 67, 68 und der zugehörigen Bauteile
benötigt werden. Auf Grund der Verwendung der zusätzlichen
Sätze von Leiterringen 67, 68 und der zugehörigen (nicht
gezeigten) Kreisringe ergibt die Ausführungsform nach
Fig. 5 im Vergleich mit der Ausführungsform nach den Fig. 1
bis 4 zusätzliche Strompfade durch die Leiterbaugruppe,
wobei diese zusätzlichen Strompfade die zusätzlichen
Leitungen 69, 79 nach Fig. 5 verbinden. Es ist zu erkennen,
daß die radiale Ausdehnung der Leiterbaugruppen bis zu
irgendeiner praktischen gewünschten Grenze fortgesetzt
werden kann.
Claims (13)
1. Leiterbaugruppe zum Leiten elektrischer Energie einer
Vielzahl von elektrischen Kreisen zwischen zwei relativ
zueinander um eine gemeinsame Achse drehbaren Bauteilen, mit
zumindestens einem ersten Paar von kreisförmigen koplanaren
elektrisch leitenden Leiterringen, von denen einer an dem ersten
Bauteil und der andere an dem zweiten Bauteil angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die jeweiligen
Durchmesser des ersten Paares von Leiterringen (23, 33) zwischen
diesen Leiterringen einen ersten relativ großen Radialspalt (37)
ergeben, daß zumindest ein zweites Paar von kreisringförmigen
Koplanaren, elektrisch leitenden Leiterringen (22, 32) vorgesehen
ist, von denen einer an dem ersten Bauteil (11) und der andere
an dem zweiten Bauteil (10) angeordnet ist, wobei die jeweiligen
Durchmesser des zweiten Paares von Leiterringen (22, 32) einen
zweiten relativ großen Radialspalt (36) zwischen diesen Leiterringen
ergeben, daß zumindestens ein elastischer, fadenförmiger
leitender Kreisring (44) in jedem der ersten und zweiten Radialspalte
(37, 36) angeordnet ist und einen freien Durchmesser
aufweist, der größer ist als die Breite des Radialspaltes, so
daß die Kreisringe Druckkräfte auf die Leiterringe ausüben, um
eine elektrische Leitfähigkeit zwischen den Paaren von Leiterringen
zu ergeben, wobei die relativ großen Durchmesser der
ersten und zweiten Paare von Leiterringen derart sind, daß sie
auf einer im wesentlichen gemeinsamen Ebene senkrecht zur
gemeinsamen Achse (14) angeordnet sind, so daß die Vielzahl von
elektrischen Kreisen ohne eine wesentliche Vergrößerung der
Länge der Leiterbaugruppe entlang der Achse (14) unterbringbar
ist.
2. Leiterbaugruppe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Leiterring jedes
der Paare von Leiterringen elektrisch mit einem gemeinsamen
Kreis verbunden ist, der einem der Bauteile zugeordnet ist,
während der andere Leiterring jedes Paares von Leiterringen
elektrisch mit einem gemeinsamen elektrischen Kreis verbunden
ist, der dem anderen Bauteil zugeordnet ist, so daß die leitenden
Kreisringe (44) eine redundante elektrische Verbindung
zwischen den relativ zueinander drehbaren Bauteilen (10, 11)
ergeben.
3. Leiterbaugruppe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß zumindestens eine
der aufeinander gerichteten Oberflächen jedes der Paare von
Leiterringen eine relativ flache bogenförmig konkave Form
aufweist und jeder der leitenden Kreisringe (44) eine im
wesentlichen ebene Außenoberfläche aufweist, daß die mit Abstand
angeordneten Außenkanten der im wesentlichen ebenen Außenoberfläche
die konkaven Oberflächen entlang sich ändernder Kontaktlinien
berühren, die von irgendwelchen begrenzten axialen,
radialen und Winkelfehlausrichtungen der Ringe bei Relativbewegungen
zwischen den Bauteilen (10, 11) hervorgerufen werden und
daß die Druckkräfte zwischen den Kreisringen (44) und den
konkaven Oberflächen Kraftkomponenten auf die Kreisringe (44) in
derartigen Richtungen hervorrufen, daß die Kreisringe (44) in
den konkaven Oberflächen gehalten werden.
4. Leiterbaugruppe nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die ersten und
zweiten Paare von Leiterringen (22, 32, 23, 33) und die zugehörigen
leitenden Kreisringe (44) eine Anordnung bilden, die lediglich
eine einer Vielzahl von im wesentlichen identischen, aus Paaren
von Leiterringen von zugehörigen Kreisringen bestehenden Anordnungen
darstellt, daß die Vielzahl von Anordnungen sich hintereinander
parallel zu der gemeinsamen Achse erstreckt und daß
jede Anordnung weiterhin kreisringförmige Isoliereinrichtungen
(40) zur elektrischen Isolation benachbarter Leiterringe voneinander
einschließt.
5. Leiterbaugruppe nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß sich jede der
kreisringförmigen Isoliereinrichtungen (40) im wesentlichen in
die Radialspalte (36, 37) erstreckt und einzelne Kammern für
jeden der leitenden Kreisringe (44) bildet.
6. Leiterbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß jedes Bauteil (10,
11) eine Vielzahl von kreisringförmigen, mit radialen Abstand
angeordneten Wänden aufweist, die sich parallel zur gemeinsamen
Achse (14) erstrecken, daß die Wände eine Vielzahl von mit
radialem Abstand angeordneten konzentrischen Öffnungen zwischen
sich ausbilden, daß jede der Öffnungen eine darin angeordnete
Vielzahl von Paaren von kreisringförmigen koplanaren elektrisch
leitenden Leiterringen (22, 32, 23, 33) einschließt, daß ein
Leiterring jedes Paares von einer der die Öffnung ausbildenden
Wände gehaltert ist, während der andere Leiterring jedes Paares
durch die gegenüberliegende, Öffnungen ausbildende Wand
gehaltert ist, und daß zumindestens ein elektrisch leitender
Kreisring (44) in dem jeweiligen Radialspalt zwischen den Leiterringen
jedes Paares angeordnet ist.
7. Leiterbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Vielzahl von
konzentrischen, elektrisch leitenden Leiterringen (22, 32, 67) mit
unterschiedlichen Durchmessern an dem ersten Bauteil (11)
befestigt ist, daß eine Vielzahl von konzentrischen, elektrischen
leitenden Leiterringen (32, 22, 68) mit unterschiedlichen Durchmessern
an dem zweiten Bauteil (10) befestigt und gegenüberliegend
zu den konzentrischen Leitenden Ringen angeordnet ist,
die an dem ersten relativ drehbaren Bauteil befestigt ist, um
eine Vielzahl von kreisringförmigen Radialspalten zwischen den
konzentrischen Leiterringen, die an dem ersten und dem zweiten
Bauteil befestigt sind, zu schaffen, daß eine Vielzahl von
Kreisringen (44) in den Radialspalten angeordnet ist, die
durch die einander gegenüberliegenden Leiterringe gebildet ist,
und daß Halteeinrichtungen zum Halten der Kreisringe (44) in den
Radialspalten vorgesehen sind.
8. Leiterbaugruppe nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die konzentrischen
Leiterringe, die an dem ersten Bauteil (11) befestigt sind,
zumindestens zwei unterschiedliche Durchmesser aufweisen, und
daß die konzentrischen Leiterringe, die an dem zweiten Bauteil
(10) befestigt sind, zumindestens zwei unterschiedliche Durchmesser
aufweisen, so daß zwischen diesen zumindestens zwei
kreisringförmige Radialspalte (36, 37) gebildet werden.
9. Leiterbaugruppe nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die konzentrischen
Leiterringe, die an dem ersten Bauteil (11) befestigt sind,
zumindestens drei unterschiedliche Durchmesser aufweisen, und
daß die konzentrischen Leiterringe, die an dem zweiten Bauteil
(10) befestigt sind, zumindestens drei unterschiedliche Durchmesser
aufweisen, so daß zumindestens drei kreisringförmige
Radialspalte (63, 64, 65) zwischen diesen Leiterringen gebildet
sind.
10. Leiterbaugruppe nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtungen
für die Kreisringe (44) eine Vielzahl von konkaven
Oberflächen auf den leitenden Ringen und eine Vielzahl von
Wänden einschließen, die sich senkrecht von zumindestens einem
der drehbaren Bauteile aus erstrecken und eine kreisringförmige
Umschließung zum Trennen der Kreisringe (44) bilden.
11. Leiterbaugruppe nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Halteeinrichtungen weiterhin Endwandelemente (41, 42, 53, 54) mit
dazwischen befindlichen Abständen einschließen , die eine
labyrinth-artige Dichtung (51) bilden.
12. Leiterbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das erste Bauteil
(11) eine erste zylindrische Oberfläche (21) und eine zweite
zylindrische Oberfläche (20) mit größerem Durchmesser als die
erste zylindrische Oberfläche aufweist, daß das zweite Bauteil
(10) um die Drehachse (14) drehbar ist und eine dritte zylindrische
Oberfläche (31) und eine vierte zylindrische Oberfläche
(30) aufweist, die zwischen den ersten und zweiten zylindrischen
Oberflächen des ersten Bauteils angeordnet sind, daß ein Leiterring
des ersten Paares von Leiterringen (23, 33) auf der ersten
zylindrischen Oberfläche (21) des ersten Bauteils angeordnet
ist, während der andere Leiterring des ersten Paares von Leiterringen
auf der dritten zylindrischen Oberfläche (31) des zweiten
Bauteils (10) angeordnet ist, und daß der eine Leiterring des
zweiten Paares von Leiterringen (22, 32) auf der zweiten zylindrischen
Oberfläche (20) des ersten Bauteils (11) angeordnet
ist, während der andere Leiterring des zweiten Paares von
Leiterringen auf der vierten zylindrischen Oberfläche (30) des
zweiten Bauteils (10) angeordnet ist.
13. Leiterbaugruppe nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß das erste Bauteil
(11) weiterhin eine fünfte zylindrische Oberfläche mit größerem
Durchmesser als die zweite zylindrische Oberfläche (20)
aufweist, daß das zweite Bauteil (10) weiterhin eine sechste
zylindrische Oberfläche mit größerem Durchmesser als die fünfte
zylindrische Oberfläche des ersten Bauteils (11) aufweist, daß
zumindestens ein drittes Paar von kreisförmigen koplanaren
elektrisch leitenden Leiterringen (67, 68) vorgesehen ist, von
denen einer auf der fünften zylindrischen Oberfläche des ersten
Bauteils (11) und der andere auf der sechsten zylindrischen
Oberfläche des zweiten Bauteils (10) angeordnet ist, und daß die
Leiterringe des dritten Paares von Leiterringen einen dritten
Radialspalt (65) zwischen sich ausbilden, in dem zumindestens
ein elastischer leitender Kreisring angeordnet ist.
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