DE3118399A1 - Anordnung zur fuehlerlosen temperaturermittlung bei einem herd - Google Patents
Anordnung zur fuehlerlosen temperaturermittlung bei einem herdInfo
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Description
ο 1 1 C O O Q J I ! O vj O J
P 608
La/ib
La/ib
DIEHL GMBH & CO., D-8500 Nürnberg
Anordnung zur fühlerlosen Temperaturermittlung bei einem Herd
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur fühlerlosen Temperaturermittlung bei einem Herd nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
Derartige Anordnungen sind zum Beispiel aus der DE-OS 28 08 181 bekannt. Dort wird vorgeschlagen, bei
einem Glaskeramik-Kochfeld mit mehreren Kochstellen die Temperatur derselben durch eine Simulationsanordnung zu
ermitteln. Dazu wird ein Heizwiderstand mit zwei Birnetall-Springschaltern
verwendet, welche in einem gemeinsamen, wärmeisolierten Gehäuse untergebracht sind. Werden eines
oder mehrere der zu den Kochstellen gehörigen .Heizaggregate eingeschaltet, so wird automatisch der Heizwiderstand
eingeschaltet, und heizt die gesamte An-Ordnung auf. Einer der beiden Bimetall-Springschalter
schaltet den Heizwiderstand bei Erreichen einer oberen Grenztemperatur wieder aus. Der zweite Bimetall-Springschalter
schaltet oberhalb einer bestimmten, niedrigeren Temperatur eine Lampe als Warnanzeige ein. Die Wärmeisolierung
des Gehäuses ist nun so ausgelegt, daß die Zeit, die zur Abkühlung bis zum Ausschalten der Lampe benötigt
wird, derjenigen Zeit entspricht, in der das Glaskeramik-Kochfeld von seiner Höchsttemperatur bis zu einer vorbestimmten
Temperatur von ca. 70° C abgekühlt 1st.
.\ }'-..:-: *; 3 ι ι s3S3
-G-
Weiterhin wird vorgeschlagen, daß diese Gesamtanordnung vorzugsweise unmittelbar unterhalb des Glaskeramik-Kochfeldes
angeordnet ist, um bei einem sehr langen Einschalten aller Heizaggregate durch die thermische Einwirkung
auf die Gesamtanordnung eine zusätzliche Verzögerung der Abkühlung bis zum Abschalten der Lampe zu
erreichen. Schließlich wird noch vorgeschlagen, die Bimetall-Springschalter durch andere temperaturempfindliche
Bauelemente, wie. z. B. Kaltleiter, zu ersetzen. 10
Bei dieser Anordnung wird demnach nicht die Temperatur
einer bestimmten Kochstelle ermittelt, sondern es kann nur festgestellt werden, daß die gesamte Füächedes Glaskeramik-Kochfeldes
an keiner Stelle eine Temperatur von z. B. 70° C überschreitet. Insbesondere wird bei der
Abkühldauer immer die maximal erreichbare Temperatur der Kochstellen zugrunde gelegt, und nicht die tatsächlich
erreichte Temperatur der einzelnen Kochstellen.
Demgegenüber ist es Aufgabe der vorliegenden 3rfindung, eine Anordnung anzugeben, die, bei Kenntnis der
technischen und thermischen Parameter der Kochstellen und der Heizeinrichtungen, die tatsächliche Temperatur
jeder einzelnen Kochstelle ermittelt. Weiterhin soll dies ohne Einbau einer zusätzlichen Wärmequelle unterhalb
des Kochfeldes möglich sein, und zusätzlich soll die Anordnung zur Temperaturermittlung so mit einer
bereits vorhandenen Leistungssteuerung verbindbar sein, daß Schaltungsteile gemeinsam verwendet werden können.
Schließlich soll die Anordnung zur Ansteuerung einer Anzeigeanordnung verwendbar sein, welche nach dem
Abschalten der Leistungszufuhr zu den Kochstellen eine
ο ι -ι ρ ο C q
O ! I O υ ^ J
Nutzung der vorhandenen Restwärme im Sinne einer Energieeinsparung
ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Anordnung nach dem Oberbegriff des Anspruches 1, welche gemäß
dem Kennzeichen des Anspruches 1 ausgebildet ist, gelöst,
Dabei wird in vorteilhafter Weise eine elektronische Schaltungsanordnung zur Ermittlung der Temperatur der
Kochstelle verwendet, welche weder einen Temperaturfühler benötigt, noch in der Nähe der Kochstellen angeordnet
sein muß.
Weitere Vorteile sind den Unteransprüchen entnehmbar:
So kann der Rechenteil und der Speicherteil der Anordnung auch zur Steuerung der Leistungszufuhr zu den
Heizeinrichtungen der Kochstellen verwendet werden. Insbesondere kann als Rechenteil ein Mikroprozessor
verwendet werden, bzw. ein Einchip-Mikrocomputer, welcher zusammen mit geeigneten Interfaceschaltung die
Gesamtschaltung ersetzt.
Schließlich kann die Anordnung zur Ansteuerung einer Anzeigeanordnung verwendet werden, welche einen Benutzer
über die Restwärme der einzelnen Kochstellen informiert, und so einen besonderen energiesparenden
Betrieb ermöglicht.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung im Folgenden näher erläutert. Im einzelnen zeigt
• ·
3118
Fig. 1 ein Blockschaltbild eines Herdes mit einer elektronischen Schaltung zur Leistungssteuerung und
zur fühlerlosen Temperaturermittlung.
Fig. 2 ein Blockschaltbild der elektronischen Schaltung
nach Fig. 1,
Fig. 3 ein Blockschaltbild einer weiteren bevorzugten
elektronischen Schaltung nach Fig. 1, 10
Fig. 4 eine bevorzugte Schaltanordnung zur fühlerlosen Temperaturermittlung mit einem Mikrocomputer.
In Fig. 1 ist schematisch ein Herd 1 dargestellt, mit
einer Schaltungeanordnung 2, einer Anzeigeanordnung 3, einer Bedienungseinrichtung 4, sowie mit einer Schalteinrichtung
5 zur Regulierung der Leistungszufuhr zu einer, einer Kochstelle zugeordneten Heizeinrichtung 6. Dabei
sollen, im Sinne der Erfindung , im folgenden Text im Begriff "Kochstelle" auch eine Backröhre, bzw. äquivalente
Einrichtungen bei einem Herd eingeschlossen sein.
Die Bedienungseinrichtung 4 dient zur manuellen Einstellung der gewünschten Schaltstufe, sowie zum Abschalten
der Kochstellen und steuert über Eingabeleitungen 7 die Schaltungsanordnung 2. Die Schaltungsanordnung
2 erzeugt entsprechend der gewählten Schaltstufe erste Steuersignale, welche über Steuerleitungen
die Schalteinrichtung 5 steuern. Die Schalteinrichtung 5 ist über Netzleitungen 9 mit dem Stromnetz verbunden
und reguliert entsprechend den in der Schaltungsanordnung 2 erzeugten ersten Steuersignalen die Leistungszufuhr
* · «ft ■·**« · C. S ft *
- 3-
.· zur Heizeinrichtung 6, welche über Leistungszufuhrleitungen
10 mit der Schalteinrichtung 5 verbunden ist. Weiterhin erzeugt die Schaltungsanordnung 2 zweite
Steuersignale zur Ansteuerung der Anzeigeanordnung 3 über Anzeigeleitungen 11.
Unter dem oben verwendeten Begriff der Schaltstufe soll hier sowohl eine Temperaturstufe als auch eine Leistufe
verstanden werden, d. h. einer bestimmten Schaltstellung, welche mittels der Bedienungseinrichtung 4
eingegeben wird, kann sowohl eine bestimmte Endtemperatur der Kochstelle, als auch eine bestimmte Leistungszufuhr, ohne Definition der erreichbaren Endtemperatur
der Kochstelle, zugeordnet sein.
Die Funktion der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung soll nun im folgendem anhand der Figuren 2 und 3 erläutert
werden.
Fig. 2 zeigt die Schaltungsanordnung 2, bestehend aus einem Rechenteil 12, aus einer Speichereinrichtung 13
und einer Schnittstelle 14 für die Anzeigeanordnung Der Rechenteil 12 wird über die Eingabeleitungen 7 von
der Bedienungseinrichtung 4 entsprechend der eingestellten Schaltstufe angesteuert. Weiter ist der Rechenteil
12 über Befehls- und Datenleitungen 15 mit der Speichereinrichtung verbunden. Außerdem verfügt der
Rechenteil 12 über die Schnittstelle 14, welche über die Anzeigeleitungen 11 die Anzeigeanordnung 3 ansteuert.
Wie bereits oben erwähnt, wird die Schaltungsanordnung 2, bzw. der Rechenteil 12, über die Eingabeleitungen
mittels der Bedienungseinrichtung 4 angesteuert. Wird
nun an der Bedienungseinrichtung 4 eine bestimmte Schaltstellung
eingegeben, so wird dem Rechenteil 12 über die Eingabeleitungen 7 ein Signal zugeführt, dem dieser die
gewählte Schaltstellung zuordnen kann. In der Speichereinrichtung 13 sind nun Informationen über <?.ie Art der
Leistungszufuhr zu den Heizeinrichtungen 6 enthalten, welche Informationen der gewählten Schaltstellung zugeordnet
sind. Dabei kann z. B. die Dauer der "Ankochperiode ", d. h. Jenes Zeitraums zu Beginn eines
Kochvorganges, während dem der Heizeinrichtung 6 die
maximale Leistung zugeführt wird, und außerdem die "Fortkochleistung" gespeichert sein, d. h., bei getakteter
Leistungszufuhr die Periodendauer und das
Puls-Pausen-Verhältnis eines Taktschrittes. Aus diesen in den Speichereinrichtung 13 enthaltenen Informationen
erzeugt der Rechenteil 12 Steuersignale zur Ansteuerung der Schalteinrichtung 5 über die
Steuerleitung 8, welche Schalteinrichtung 5 dann entsprechend die Leistungszufuhr zur Heizeinrichtung 6
schaltet. Weiterhin ermittelt der Rechenteil 12, z. B. mittels einer integrierten Uhr, die Einschaltdauer der
Heizeinrichtung 6. In der Speichereinrichtung 13 sind nun weitere Informationen über die technischen und thermischen
Parameter der Kochstelle abgespeichert. Mit Hilfe dieser Parameter ist der Rechenteil 12 in der Lage, aus
der gemessenen Einschaltdauer der Heizeinrichtung 6 sowie der gewählten Schaltstufe, eine angenäherte Temperatur
der Kochstelle zu errechnen.
Da die Schaltungsanordnung 2 keinerlei Informationen über die tatsächliche Temperatur der Kochstelle erhält,
ist es notwendig, bei der Errechnung der Temperatur während des Aufheizens der Kochstelle von einer bestimmten
Ausgangstemperatur der Kochstelle auszugehen.
Es wird dabei angenommen, daß nach einer bestimmten Zeit die Kochstelle auf Raumtemperatur abgekühlt ist. Diese
Bedingung ist jedoch nicht erfüllt, wenn der Zeitraum zwischen zwei Aufheizungen der Kochstelle zu gering ist.
Aus desem Grund ist es notwendig, auch die Temperatur der Kochstelle nach dem Ende der Leistungszufuhr zu den Heiz-·
einrichtungen 6 zu errechnen. Diese Werte können dann gegebenenfalls als Ausgangswert jfür die Temperaturberechnung
bei einer erneuten Aufheizung dienen. In einer bevorzugten Ausgestaltung der Schaltungsanordnung 2 ist
desshalb in der Speichereinrichtung 14 eine Tabelle der Abkühlkurven der Kochstellen bzw. eine äquivalente Information
gespeichert. Mittels dieser Abkühlkurve ist nun der Rechenteil 12 bei ein- und ausgeschalteten Heizeinrichtungen
6 in der Lage, ständig die angenäherte Temperatur der Kochstellen zu bestimmen. Das gleiche
gilt sinngemäß auch bei einem Wechsel der Schaltstufe, wobei dann die in der ersten Schaltstufe erreichte Temperatur
als Ausgangswert für die Berechnung der Temperatür in der neuen Schaltstufe dient.
Wie oben weiter erwähnt, verfügt der Rechenteil 12 über eine Schnittstelle 14, welche über die Anzeigeleitung 11
die Anzeigeanordnung 3 ansteuert. Der Rechenteil 12 kann also, entsprechend dem vorgegebenen Programm, verschiedene
Anzeigen auf der Anzeigeanordnung 3 erzeugen. Bei ausgeschalteten Heizeinrichtungen 6 kann auf der Anzeigeanordnung
3 im einfachsten Fall ein Symbol für "Ausgeschaltet"
oder gar keine Anzeige erscheinen. Bei eingeschalteten Heizeinrichtungen 6 können, entsprechend
der gewählten Schaltstellung, Symbole angezeigt werden, die dieser Schaltstellung zugeordnet sind, z. B. fortlaufende
Ziffern entsprechend der Anzahl der möglichen Schaltstufen.
3118393
Außerdem ist es möglich, die vom Rechenteil 12 ermittelten
Kochstellenjtemperatüren zur Anzeige zu
bringen; dies kann als Zahlenwert geschehen, so daß auf der Anzeigeanordnung 3 z. B. die Anzeige "150° C"
dargestellt ist, wobei diese Anzeige bevorzugt entsprechend der Genauigkeit der ermittelten Temperaturwerte in 10- oder 20- Grad- Schritten veränderbar ist.
Weiterhin ist es möglich, zur Anzeige der Temperatur fortlaufende Ziffern zu verwenden, wobei die einzelnen
Ziffern einem bestimmten Temperaturbereich zugeordnet sind; beispielsweise wird bei einer Kochstellentemperatur
zwischen 140° C und 16O° C eine "7" angezeigt. Dabei sind die einzelnen Ziffern vorzugsweise den
Temperaturen der Kochstelle zugeordnet, die als Bndtemperatur in der jeweiligen Schaltstufe mit der
gleichen Ziffer erreichbar sind. Schließlich ist es auch noch möglich, für die Anzeige der Temperatur bestimmte
Symbole zu verwenden, die den beim Kcchvorgang üblichen Begriffen zugeordnet sind. Als Beispiel können,
bei Verwendung einer geeigneten Anzeigeanordnung 3 (z. B. 16-Segment. oder Matrix- Anzeigeanordnungen),
die den drei Begriffen "Fortkochen, Garen und Warmhalten" zugeordneten Temperaturbereiche durch die Anzeige der
Anfangsbuchstaben F, G, W dargestellt werden. Bei Verwendung
einer Siebensegment-Anzeigeanordnung können zur Anzeige der Temperatur ausschließlich die drei Querbalken
herangezogen werden, wobei dann drei Querbalken dem Temperaturbereich "Fortkochen" entsprechen, zwei
Querbalken dem Temperaturbereich "Garen" und ein Querbalken dem Temperaturbereich "Warmhalten".
Die Anzeige der Temperatur der Kochstelle kann nun auf Abruf durch den Benutzer erfolgen, und zwar bei ein-
und ausgeschalteten Heizeinrichtungen 6, oder aber
» * mm w
-43-
permanent. In einer bevorzugten Ausgestaltung wird zur Anzeige der gewählten Schaltstufe und zur Anzeige
der Temperatur das gleiche Anzeigeelement aus der Anzeigeanordnung 3 verwendet. Dieses Anzeigeelement
arbeitet z. B.. intermittierend, d. h. es zeigt bei eingeschalteten Heizeinrichtungen 6 abwechselnd die Schaltstufe
und die Temperaturstufe an, während bei abgeschalteten Heizeinrichtungen 6 die Anzeige der Temperatur
permanent oder intermittierend erfolgen kann, wobei bei intermittierendem Betrieb die Anzeige der Temperatur
mit der Anzeige des Symbols für "Ausgeschaltet" abwechseln kann. Zur Verbesserung der Unterscheidbarkeit
der Anzeige der Schaltstufe und der Anzeige der Temperatur kann eine auf zwei unterschiedliche Farben
umschaltbare Anzeigeanordnung 3 verwendet werden; bspw. erfolgt dann die Anzeige der Schaltstufe in roter Farbe,
und die Anzeige der Temperatur in gelber Farbe.
Die Verwendung der Anzeigeanordnung 3 zur Anzeige der Restwärme nach dem Abschalten der Heizeinrichtungen 6
ermöglicht die kontrollierte Nutzung dieser Restwärme für einen weiteren Kochvorgang oder zum Warmhalten
und dient damit der Energieeinsparung.
Fig. 3 zeigt das Blockschaltbild einer weiteren bevorzugten Schaltungsanordnung 2, welche weitgehend dem
Blockschaltbild nach Fig. 2 entspricht. Gegenüber Fig. ist hier Jedoch zusätzlich eine Takterzeugungsschaltung
16 vorgesehen, welche über eine Taktleitung 17 mit dem Rechenteil 12 verbunden ist. Das von dieser Takterzeugungsschaltung
16 erzeugte Taktsignal wird dem Rechenteil 12 zur Ermittlung der Einschaltdauer der
Heizeinrichtung 6 und zum Feststellen des nach dem Abschalten der Leistungszufuhr verstrichenen Zeitraums
... 10
zugeführt. Dabei ist die Takterzeugungsschaltung 16 vorzugsweise über eine weitere Netzleitung 18 direkt
oder über einen Transformator mit dem Stromnetz verbunden, und leitet das Taktsignal direkt aus der Netzfrequenz
ab. Gegenüber der bei der Beschreibung zur Fig. 2 genannten integrierten Uhr stellt dies einen
erheblich veringerten Bauelementeaufwand dar. Es ist lediglich im Programm für den Rechenteil 12 ein Programmteil
zur Zählung der Taktimpulse vorzusehen. Aus diesem Zählerstand ist dann in einfacher Weise die verstrichene
Zeit ermittelbar.
Fig. 4 zeigt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Anordnung zur fühlerlosen Temperaturermittlung mit einem
Mikrocomputer 19 aus den S.erie TMS 1000. Die in Fig. 4
verwendeten Bezeichnungen der Anschlüße des Mikrocomputers 19 sind dem "TMS 1000 Series Data Manual" von
Texas Instruments entnommen.
Der Mikrocomputer 19 ersetzt schaltungstechnisch den Rechenteil 12, die Speichereinrichtung 13 und die Schnitsteile
14 in der Schaltungsanordnung 2 nach Fig. 3. Die Ausgänge 00 bis 07 und RO bis R3 des Mikrocomputers 19
sind über Anzeigeleitungen 11 mit der Anzeigeanordnung 3 verbunden. Bevorzugt können hier als Anzeigeanordnung 3
Fluoreszenzdisplays verwendet werden, die dann ohne Treiberschaltung direkt von Mikrocomputer 19 gesteuert
werden können. Die Ausgänge R4 bis R7 des Mikrocomputers steuern über die Steuerleitungen 8 die Schalteinrichtung
3. Die Schalteinrichtung 5 enthält mehrere Interfaceschaltungen aus einem Transistor 20 und einem Relais 21,
wobei hler nur eine Interface-Schaltung dargestellt ist. Dabei wird die Basis des Transistors'20 direkt vom Ausgang
R7 des Mikrocomputers 19 angesteuert. Der Emitter
11
118399
des Transistors 19 ist über die Spule des Relais 21 mit dem Massepol einer Spannungsstabilisierungsschaltung
22 verbunden, der Kollektor ist mit dem positiven Pol Uoo der Spannungsstabilisierungsschaltung 22 verbunden.
Der Schalter des Relais 21 ist in eine der Leistungszufuhrleitungen 10 geschaltet und kann die
Leistungszufuhr zu der Heizeinrichtung 6 unterbrechen. Die Heizeinrichtung 6 besteht aus einem Heizwiderstand
23> welcher thermisch an eine Last 24, bestehend aus Kochstelle, Topf, Gargut etc., gekoppelt ist
10
Weiter ist ein Trafo 25 primärseitig über Netzleitungen 9 mit dem Stromnetz verbunden. Sekundärseitig ist der
Trafo 25 über einen Brückengleichrichter 26 in einer üblichen Schaltung mit der Spannungsstabilisierungsschaltung
22 verbunden. Die Spannungsstabilisierungsschaltung 22 liefert die positive Spannung Ugs und
eine negative Spannung U0^, sowie an einem weiteren Ausgang
INIT ein Signal zum Rücksetzen des Mikrocomputers 19 über dessen Eingang INIT, z. B. nach dem Einschalten.
Der Trafo 25 ist zusätzlich sekundärseitig über die weitere Netzleitung 18 mit der Takterzeugungsschaltung 16
verbunden. Die Takterzeugungsschaltung 16 erzeugt vorzugsweise eine 50 Hz-Takt, welcher als Zeitbasis für
die Messung z. B. der■Einschaltdauer der Heizeinrichtung
6 dient. Dieser 50 Hz-Takt wird über die Taktleitung 17 dem Eingang K 8 des Mikrocomputers 19 zugeführt.
Die Takterzeugungsschaltung 16 besteht bevorzugt aus einer seriellen Schaltung aus einer Gleichrichterdiode
27 und einem Strombegrenzungswiderstand 28, wobei am Ausgang der Takterzeugungsschaltung 16 noch
ein Kondensator 29 gegen Masse geschaltet ist.
... 12
30
-4G-
Die Anschlüsse OSC 1 und OSC 2 des Mikrocomputers sind verbunden und werden über einen Widerstand 30 mit dem
Ausgang tW, und über einen weiteren Kondensator 31 mit
dem Ausgang U33 der Spannungsstabilisierungsschaltung
verbunden. Die Spannungsversorgungseingänge USq, bzw.
UDD des Mikrocomputers 19 sind mit den entsprechenden
Ausgängen der Spannungsstabilisierungsschaltung 22 verbunden.
Die Eingänge K1 und K4 , sowie die Ausgänge R9 und R 10 des Mikrocomputers 19 sind über die Eingt-beleitung
7 mit der Bedienungseinrichtung 4 verbunden. Die Bedienungseinrichtung 4 besteht vorzugsweise aus einer Tastatur,
welche mit einem Pufferspeicher verbunden sein kann. Eine Eingabe wird durch Befehle abgerufen , welche über
die Ausgänge R9 und R10 des Mikrocomputers 19 ausgegeben werden,und über die Eingänge K1, K2 und K4 des Mikrocomputers
19 eingelesen werden.
Der Ausgang R8 des Mikrocomputers 19, der in Pig. 4 nicht belegt ist, kann in bevorzugter Weise zur Ansteuerung
einer Einrichtung dienen, welche akustische Signale, z. B. als Warnung oder bei Eingabefehlern,abgibt.
Die Funktion der Schaltungsanordnung nach Fig. 4 entspricht der bei den vorangegangenen Figuren gegebenen
Beschreibung.
35
| Benennung | |
| Bezugs | |
| zeichen | Herd |
| 1 | Schaltungsanordnung |
| 2 | Anzeigeanordnung |
| 3 | Bedienungseinrichtung |
| 4 | Schalteinrichtung |
| 5 | Heizeinrichtung |
| 6 | Eingabeleitungen |
| 7 /:. | Steuerleitungen |
| 8 | Netzleitungen |
| 9 | Leistungszufuhrleitungen |
| 10 | Anzeigeleitungen |
| 11 | Rechenteil |
| 12 | Speichereinrichtung |
| 13 | Schnittstelle |
| 14 | Befehls- und Datenleitungen |
| 15 | Takterzeugungsschaltung |
| 16 | Taktleitung |
| 17 | weitere Netzleitung |
| 18 | Mikrocomputer |
| 19 | Transistor |
| 20 | Relais |
| 21 | Spannungsstabilisierungsschaltung |
| 22 | Heizwiderstand |
| 23 | Last |
| 24 | Trafo |
| 25 | Brückengleichrichter |
| 26 | Gleichrichterdiode |
| 27 | Strombegrenzungswiderstand |
| 28 | Kondensator |
| 29 | Widerstand |
| 30 | weitererKondensator |
| 31 | |
q ι ι ·~ Q Q π
J ! ! υ Ο 3 ο
Claims (11)
- PatentansprücheAnordnung zur fühlerlosen Temperaturermittlung bei einem Herd mit einer oder mehreren Kochstellen mit elektrischen Heizeinrichtungen, mit einer Eingabe- und einer Schalteinrichtung, durch welche die Heizeinrichtungen auf mehrere Schaltstufen einstellbar sind, und mit einer Schaltungsanordnung zur Ermittlung einer vorgegebenen Temperatur der Kochstellen bei ausgeschalteten Heizeinrichtungen, dadurch gekennzeichnet,daß die Schaltungsanordnung (2) aus einem Rechenteil (12), aus einer Speichereinrichtung (13) und aus einer Schnittstelle (14) für eine Anzeigeanordnung (3) besteht, daß der Rechenteil (12) mit der Bedienungseinrichtung (4) verbunden ist, daß die Speichereinrichtung (13) Daten über die Ankochdauer und die Fortkochleistung in den verschiedenen Schaltstufen enthält, und daß durch die Schaltungsanordnung (2) aufgrund der in der Speichereinrichtung (13) und/oder im Rechenteil (12) abgelegten Daten über die Einschaltdauer der einzelnen Heizeinrichtungen (6), sowie der eingestellten Schaltstufen die jeweilige Temperatur der Kochstellen bei ein- und ausgeschalteten Heizeinrichtungen (6) ermittelbar ist.... 14::.. ·..· ·: q -ι ι ο ο ο q
- 2. Anordnung nach. Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,daß der Rechenteil (12) mit der Speichereinrichtung (13) über Befehls- und Datenleitungen (15) verbunden ist, daß der Rechenteil (12) mit einer Takterzeugungsschaltung (16) verbunden ist, und daß durch den Rechenteil (12) die Einschaltdauer der einzelnen Heizeinrichtungen (6) feststellbar ist. - 3. Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 1 oder 2,dadurch gekennzeichnet,daß der Rechenteil (12) mit einer Schalteinrichtung(5) zur Regulierung der Leistungszufuhr zu den Heizeinrichtungen (6) verbunden ist.
- 4. Anordnung nach Anspruch 3f
dadurch gekennzeichnet,daß die Schalteinrichtung (5) durch den Rechenteil (12) anhand der in der Speichereinrichtung (13) abgelegten Daten steuerbar ist, wobei die Daten der mittels der Bedienungseinrichtung (4) eingegebenen Schaltstufe zugeordnet sind. - 5. Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 4,dadurch gekennzeichnet,daß durch die Takterzeugungsschaltung (16) ein aus der Frequenz der Leistungsversorgung der Heizeinrichtung (6) abgeleitetes Taktsignal erzeugbar ist.... 15ο ι ι ο ο cο i ι υ ^ι ο
- 6. Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5,dadurch gekennzeichnet,daß die Anzeigeanordnung (3) über die Schnittstelle (14) so ansteuerbar ist, daß für verschiedene, vorgebbare Bereiche der Temperatur der Kochstellen unterschiedliche Zeichen darstellbar sind.
- 7. Anordnung nach Anspruch 6,
^O dadurch gekennzeichnet,daß die Anzeige der Temperatur der Kochstellen derjenigen Anzeige entspricht, die der Schaltstufe zugeordnet ist, bei welcher bei eingeschalteten Heizeinrichtungen (6) die gleiche Temperatur als End-1^ temperatur erreichbar ist. - 8. Anordnung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,daß die Anzeige der Temperatur der Kochstellen ^ von der Anzeige der Schaltstufe durch Färbung, Betriebsart oder Auswahl der Zeichen unterscheidbar ist. - 9. Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8,dadurch gekennzeichnet,daß in der Speichereinrichtung (13) eine Tabelle der Abkühlkurven der Kochstellen gespeichert ist.
- 10. Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9,dadurch gekennzeichnet,daß als Rechenteil (12) ein Mikroprozessor (19) verwendet ist, und daß die Speichereinrichtung (13) ein Arbeitsprogramm für den Mikroprozessor (19) enthält.... 16^.Γ:·::!.:::: ': 31 183S3Λ-
- 11. Verwendung einer Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10 zur Ansteuerung einer Anzeigeanordnung (3) zur Anzeige verschiedener Zeichen, welche mindestens drei aufeinander folgenden Bereichen der Temperatur der Kochstelle nach dem Abschalten der Leistungszufuhr zugeordnet sind.35
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