DE3125932C2 - Verfahren und Einrichtung zum Dichten einer Koksofentür - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Dichten einer Koksofentür

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DE3125932C2
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Egon 4250 Bottrop-Kirchhellen Schulte
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B25/00—Doors or closures for coke ovens
    • C10B25/02—Doors; Door frames
    • C10B25/16—Sealing; Means for sealing

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
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Abstract

Zum Dichten von Koksofentüren gegenüber den Türrahmen werden Dichtmassen in einen Kanal eingepreßt. Es soll zum Einbringen der Dichtmasse kein hoher Druck notwendig sein. Hierfür wird die Dichtmasse vor dem Schließen der Koksofentür in einen sich längs des Kanals erstreckenden Vorratsraum eingebracht. Beim Schließen der Tür wird die Dichtmasse aus dem Vorratsraum in einen durch den Türrahmen abgeschlossenen Dichtraum des Kanals gedrückt.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Dichten einer Koksofentür mit einer aufbereitbaren Dichtmasse, z. B. Lehm, die in einen um die Tür umlaufenden und durch Anlage gegen den Türrahmen abgeschlossenen Kanal eingedrückt wird. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Dichteinrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
In der DE-OS 25 48 714 ist ein derartiges Verfahren beschrieben. Dabei wird in den Kanal, dann wenn dieser an den Türrahmen angesetzt ist, die Dichtmasse eingedrückt. Am Boden des Kanals sind hierfür einzelne Bohrungen vorgesehen. Entsprechend der Anzahl der Bohrungen müssen Anschlüsse an einen Vorratsbehälter, der die Dichtmasse enthält, vorgesehen sein. Sind viele Bohrungen vorgesehen, dann ist der Aufwand, diese anzuschließen, beträchtlich; sind wenige Bohrungen vorgesehen, ist es schwierig, die gewünschte gleichmäßige Einbringung der Dichtmasse zu erreichen. Der Einstellung der Fließfähigkeit vor deren Erhärten sind durch das mögliche Nichtanliegen der Kanalränder am Türrahmen Grenzen gesetzt
In der DE-OS 28 52 013 ist ein Verfahren beschrieben, bei dem der Kanal an zwei Stellen von unten her gefüllt wird und oben eine Oberströmöffnung aufweist Um den Kanal mit der Dichtmasse füllen zu können, muß ein beträchtlicher Druck aufgebracht werden. Dies ist notwendig, da sichergestellt sein soll, daß die Dichtmasse den Kanal nicht nur im wesentlichen ausfüllt, sondern auch in den Bereich der Anlagestellen der ICaialränder
ίο und Türrahmen gelangt
In der DE-PS 2 73 606 ist eine Koksofentürabdichtung beschrieben, die zur Bildung eines Aufnahmeraumes für Dichtungsmaterial eine die Flanken und die Oberseite der Tür rahmenartig umgebende Wandung
i* aufweist Dieser Aufnahmeraum ist auf der Oberseite des Türrahmens offen und wird von dort aus erst nach dem Schließen der Tür mit dem Dichtmaterial aufgefüllt Diese Anordnung des seitlich und oben ran die Tür gebildeten Hohlraumes soll die Verwendung kleinstükkigen, porösen Materials wie Koksasche als Dichtmaterial ermöglichen. Diese Koksasche wird nach DE-PS 3 00 577 aus einem längs der Koksofenbatterie verfahrbaren Beschickungsgefäß in den Hohlraum eingefüllt. Mangels eines unteren waagerechten Verbindungskanals zwischen den Türflankenräumen kann das Einfüllen der Koksasche ohne Druck erfolgen und man setzt zur weitgehenden At-dichtung die Wirkung ein, daß das poröse Material die austretenden Teerdämpfe aufsaugt und mit dem verdichteten Teer zu einer dicht schließenden Masse zusammenbackt Mindestens bis dahin ist das Dichtmaterial undicht und auf der Türunterseite fehlt diese Abdichtung gänzlich. Eine solche Koksofentürabdichtung entspricht nicht den heutigen Anforderungen an den Umweltschutz, zumal sie zu Beginn der Ofenreise mit frischgefüllten Ofenkammern während der besonders intensiven Rauchgasentwicklung kaum abdichtend wirkt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein von Anfang an gut wirkendes Abdichtverfahren und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art vorzuschlagen, wobei das Einfüllen der Dichtmasse in den Abdichtkanal unabhängig von dem Druck ist, mit dem die Dichtmasse an den Türrahmen gedruckt wird.
Erfindungsgemäß ist obige Aufgabe dadurch gelöst, daß die Dichtmasse vor dem Schließen der Koksofentür in einen sich längs im Kanal erstreckenden Vorratsraum der Tür eingebracht und beim Schließen der Tür aus diesem Vorratsraum in einen an den Türrahmen anschließenden EXichtraum des Kanals gedruckt wird.
Hierdurch wird eine in der Handhabung und Wirkung verbesserte Abdichtung erreicht. Es wird dabei der zum Kanal offene Vorratsraum bei offenem Kanal, d. h. bei abgehobener Tür, auf die Länge des Kanals gut verteilt, mit der blähenden Dichtmasse befüllt. Eines hohen Druckes bedarf es hierfür nicht. Danach wird die Tür an den Türrahmen angesetzt und die Dichtmasse gleichmäßig aus dem Vorratsraum an den Türrahmen gedrückt, wodurch sich die gewünschte Dichtwirkung ergibt.
Eine Dichteinrichtung zur Durchführung des vorbeschriebenen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal einen längs neben dem Diehtraum verlaufenden, in diesen übergehenden Vorratsraum aufweist, welcher so bemessen ist, daß er die gesamte zur Dichtung vorgesehene Dichtmasse aufnimmt, und daß im Vorratsraum an der Kanalsohle ein sich parallel zum Verlauf des Dichtraumes erstreckendes Druckelement in Richtung zum Diehtraum bewegbar ist und Dichtmasse des Vorratsraumes in den Diehtraum preßt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in der folgenden Beschreibung erläutert. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine Schnittdarstellung einer an einen Türrahmen angesetzten Keksofentür, jeweils abgebrochen, mit einem Querschnitt durch eine Dichteinrichtung;
F i g. 2 eine Tßilansicht der abgehobenen Koksofentür nach F i g. 1, mit der Draufsicht auf die Dichteinrichtung und eine angesetzte Füll- und Reinigungskatze, im Schnitt längs der Linie II-II nach Fig.3 und im verkleinerten Maßstab; und
F i g. 3 einen Querschnitt nach Linie III-1II der F i g. 2, im vergrößerten Maßstab.
Eine Koksofentür 1 weist einen umlaufenden Kanal 2 auf, dessen Seitenwände Dichtleisten 3 zur Ablage an einem Türrahmen 4 (vgl. F i g. 1) bilden.
Der Kanal 2 ist in einen Vorratsraum 5 und einen Dichtraum 6 durch Profilleisten 7 unterteilt. Die Profilleisten 7 sind so geformt, daß der Dichtraum 6 eine im Querschnitt trichterförmige, sich zum Vorratsrauji 5 verjüngende Form aufweist. An der Trichterengstelle 8 gehen der Vorratsraum 5 und der Dichtraum 6 in der gesamten Kanallänge frei ineinander über. Der Dichtraum 6 liegt in dem der Kanalsohle 9 gegenüberliegenden Kanalbereich. An der Kanalsohle 9 ist ein sich über die gesamte Kanallänge erstreckendes Druckblech 10 gelagert Zu dessen Verschiebung in Richtung auf den Dichtraum 6 sind an verteilten Stellen Druckstempel 11 vorgesehen (vgl. F i g. 1 und 3).
Das Volumenverhältnis des Vorratsraum 5 zum Dichtraum 6 beträgt etwa 3:1. Der Vorratsraum 5 ist zur Befüliung mit einer aufbereitbaren Dichtmasse wie Lehm vorgesehen.
Der Vorratsraum 5 wird gefüllt, wenn die Koksofentür 1 mittels einer nicht näher dargestellten Türabhebeeinrichtung vom Türrahmen 4 abgehoben ist. Hierbei liegt der Kanal 2 mit seinen vorstehenden Dichtleisten 3 frei und offen. Zur Befüliung des Vorratsraums 5 dient -ίο eine von der kanaloffenen Seite aus auf die Dichtleisten 3 aufsetzbare Füll- und Reinigungskatze 12 (F i g. 3). Sie hat einen Querschnitt U-förmigen Körper und weist an ihren Schenkelenden innenseitig Rollen 13 auf, mit denen sie an Schienen 14, die auf beiden Außenseiten der Dichtleisten 3 fest angeordnet sind, längs des Kanals 2 Verfahrbar ist An der Katze 12 ist ein Rohr 15 m=t einer nicht näher dargestellten Exzenterschneckenpumpe und einem Vorratsbehälter, welcher die Dichtmasse liefert, sowie wahlweise mit einer Lieferstelle für Hochdruckwasser oder Preßluft verbunden.
Die Funktionsweise der beschriebenen Einrichtung ist etwa folgende:
1st die Tür 1 vom Türrahmen 4 abgehoben, dann wird die Katze 12 an sie angefahren. Durch das Rohr 15 wird der Vorratsraum 5 gleichmäßig und blasenfrei mit Dichtmasse gefüllt, indem die Katze 12 längs des Rahmens 4 fährt Ist die Befüliung des Vorratsraums 5 abgeschlossen, dann wird die Katze 12 von dem Kanal 2 entfernt und die Tür mit dem Kanal 2 an den Türrahmen 4 angefahren. Es Hegen dann die Dichtleisten 3 dichtend am Türrahmen 4 an.
Anschließend werden die Druckstempel 11 betätigL Zur Betätigung der Druckstempel 11 können Feder-, Spindel-, Hydraulik- oder Pneumauäantriebe vorgesehen sein. Mittels der Druckstempei 11 wird das Druckblech 10 in Richtung auf den Dichtraum 6 bewegt Dabei wird die Dichtmasse über die gesamte Kanallänge aus dem Vorratsraum 5 in den Dichtraum 6 gepreßt. Durch die trichterförmige — venturidüsenartige — Formung des Dichtraums 6 ist eine Strömungsbeschleunigung gegeben. Die Dichtmasse gelangt damit unter dem Druck des Druckblechs 10 über die gesamte Kanallänge praktisch gleichzeitig in die kritischen Zonen zwischen Dichtleisten 3 und Türrahmen 4. Es ist damit eine wirkungsvolle Abdichtung der Tür 1 schnell erreicht. Solange die Dichtmasse unter der Einwirkung der Ofenhitze noch nicht erhärtet ist, steht sie unter dem Druck des Druckblechs 10.
Nach dem Erhärten der Dichtmasse kann der Druck von dem Druckblech 10 genommen werden.
Nach Abschluß der Ofenreise wird die Tür 1 wieder abgehoben und die Katze 12 angefahren. Durch das Rohr 15 wird jetzt Wasser unter Hochdruck in den VoTatsraum 5 gedrückt. Es wird damit die verbrauchte Dichtmasse aus dem Dichtraum 6 herausgedrückt und dieser gereinigt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Dichten einer Koksofentür mit einer aufbereitbaren Dichffiiasse, z. B. Lehm, die in einen um die Tür umlaufenden, und durch Anlage gegen den Türrahmen abgeschlossenen Kanal eingedrückt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtmasse vor dem Schließen der Koksofentür in einen sich längs im Kanal erstrekkenden Vorratsraum der Tür eingebracht und beim Schließen der Tür aus diesem Vorratsraum in einen an den Türrahmen anschließenden Dichtraum des Kanals gedrückt wird.
2. Dichteinrichtung einer Koksofentür mit einem durch den Türrahmen abgeschlossenen, um die Tür umlaufenden Kanal, der einen Dichtraum für eine aufbereitbare Dichtmasse, z. B. Lehm, enthält, zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal (2) einen längs neben dem Dichtraum (6) verlaufenden, in diesen übergehenden Vorratsraum (5) aufweist, welcher so bemessen ist, daß er die gesamte zur Dichtung vorgesehene Dichtmasse aufnimmt, und daß im Vorratsraum (5) an der Kanalsohle (9) ein sich parallel zum Verlauf des Dichtraumes (6) erstreckendes Druckelement (10, 11) in Richtung zum Dichtraum bewegbar ist und Dichtmasse des Vorratsraumes (5) in den Dichtraum (6) preßt.
3. Dichteinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Vorratsraum (5) und dem Dichtraum (6) eine Verengung (8) vorgesehen ist.
4. Dichteinrichtk/ig nac-i Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtraum (6) im Querschnitt trichterförmig au; jebüdet ist.
5. Dichteinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Volumenverhältnis des Vorratsraums (5) zum Dichtraum (6) etwa 3 :1 beträgt
6. Dichteinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Füll- und Reinigungskatze (12) vorgesehen ist, welche mit einem Rohr (15) in den Vorratsraum (5) ragt und längs des Kanals (2) verfahrbar ist.
DE3125932A 1981-07-01 1981-07-01 Verfahren und Einrichtung zum Dichten einer Koksofentür Expired DE3125932C2 (de)

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ZA824344A ZA824344B (en) 1981-07-01 1982-06-18 A method of and an arrangement for sealing a coke oven door

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DE3125932A1 (de) 1983-01-20
ZA824344B (en) 1983-04-27

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