DE3127929C2 - Treibstangenbeschlag mit an Rahmenprofilen aus Metall, Kunststoff od.dgl. von Fenstern oder Türen in hinterschnittenen Führungskanälen geführten Treibstangen - Google Patents

Treibstangenbeschlag mit an Rahmenprofilen aus Metall, Kunststoff od.dgl. von Fenstern oder Türen in hinterschnittenen Führungskanälen geführten Treibstangen

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DE3127929C2 DE19813127929 DE3127929A DE3127929C2 DE 3127929 C2 DE3127929 C2 DE 3127929C2 DE 19813127929 DE19813127929 DE 19813127929 DE 3127929 A DE3127929 A DE 3127929A DE 3127929 C2 DE3127929 C2 DE 3127929C2
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Abstract

Eine Eckumlenkung (1) für Treibstangenbeschläge von Fenstern und Türen od.dgl. mit aus Metall, Kunststoff oder ähnlichen Werkstoffen gefertigten Rahmenprofilen (2Δ, 2ΔΔ) soll so in die hauptsächlich zur Führung von längsschiebbaren Treibstangen dienenden und in die Rahmenprofile (2Δ, 2ΔΔ) eingeformten, hinterschnittenen und ein flaches Quer schnitts profil aufweisenden Führungskanäle (3) eingesetzt werden, daß aus der Treibstangenbetätigung resultierende, auf das Winkelgehäuse (6) der Eckumlenkung (1) wirkende Reaktionskräfte weitestgehend von zusätzlichen Beschlagteilen (14, 15) ferngehalten werden, die in unmittelbarer Nachbarschaft der Eckumlenkung (1) eingebaut werden müssen. Wesentlich dabei ist, daß der eine Schenkel (7) des Winkelgehäuses (6) ausschließlich an seinem freien Ende und der andere Schenkel (8) ausschließlich in der Nähe des bzw. mit geringem Abstand von dem Scheitel desselben an ihm befestigte, seitlich abstehende und in die Hinterschneidungen des Führungskanals (3) einrückbare Zapfen (9Δ, 9ΔΔ und 10Δ 10ΔΔ) als Halteglieder aufweist, die eine unmittelbare Abstützung des Winkelgehäuses (6) im Führungskanal (3) der beiden rechtwinklig zueinander gerichteten Flügelschenkel (2Δ und 2ΔΔ) gewährleisten.

Description

Die Erfindung betrifft einen Treibstangenbeschlag mit an Rahmenprofilen aus Metall, Kunststoff od. dgl. von Fenstern oder Türen in längsgeschlitzten hinterschnittenen Führungskanälen (Nuten) geführten Treibstangen, wobei die Hinterschneidung von zueinander gerichteten Wandungsansätzen gebildet ist, und mit einer ein Umlenkglied in einem Winkelgehäuse aufweisenden Eckumlenkung, dessen Schenkel zwischen den Ansätzen der an der Rahmenecke geöffneten Kanäle aufgenommen und dort dadurch befestigt sind, daß zumindest ein Schenkel beidseits abstehende, die Wandungsansätze untergreifende Schenkelansätze aufweist, während der andere Schenkel durch die Hinterschneidungsbereiche untergreifende Halteglieder festgelegt ist.
Ein derartiger Treibstangenbeschlag ist durch die DE-OS 25 09 440 bekannt. Er ist dabei so ausgelegt, daß auch bei Rahmenprofilen mit geringer Falzluft im Bereich eines Schenkels des Winkelgehäuses der Eckumlenkung in der Flügelebene ausreichend Raum zum Anordnen weiterer, einen hohen Einbauraum beanspruchender Beschlagteile zur Verfügung steht, ohne daß die Leichtgängigkeit der Eckumlenkung beeinträchtigt wird.
Nachteilig bei der Durchführung der Anschlagarbeiten für Treibstangenbeschläge mit solchen Eckumlenkungen ist jedoch, daß eine formschlüssige Lagcnfixicrung beider Schenkel des Winkelgehäuses an den RahmenDrofilen erst dann erreichbar ist, wenn zusätzlich zu den vom einen Schenkel beidseits abstehenden Schenkelansätzen auch die mit dem anderen Schenkel zusammenwirkenden Halteglieder die Hinterschneidungsbereiche des Führungskanals ordnungsgemäß untergreifen. Am Treibstangenbeschlag während der Durchführung der Anschlagarbeiten vorzunehmende Funktionsprüfungen setzen also in jedem Falle voraus, daß die Winkelgehäuse aller Eckumlenkungen durch Einsetzen der zusätzlichen Haltegiieder fixiert sind. S:nd dann ίο noch weitere Arbeiten zum Beispiel Nachstellen der Kupplungen usw. erforderlich, müssen anschließend an die Funktionsprüfung die zusätzlichen Halteglieder nochmals gelöst werden, was arbeitsaufwendig ist
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für Treib-Stangenbeschläge der gattungsgemäßen Art eine Eckumlenkung zu schaffen, die nach ihrem Einsetzen z. B. das Durchführen einer Funktionsprüfung zuläßt, ohne daß die zusätzlichen Halteglieder angebracht werden müssen. Außerdem ist angestrebt, eine unmittelbar formschlüssige Lagenfixierung und Ausrichtung beider Schenkel des Winkelgehäuses mit den hinterschnittenen Führungskanälen an beiden Holmen der Flügelecke zu erhalten, sobald die Eckumlenkung dort eingesetzt worden ist.
Die Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale eceichL Vorteilhaft bei dieser Ausgestaltung ist schon das Einbauverfahren für die Eckumlenkung. Diese läßt sich nämlich zunächst mit dem nahe dem freien Ende ihres ersten Schenkels sitzenden Zapfenpaar in den hinterschnittenen Führungskanal mit einer zu dessen Längsrichtung geneigten Lage soweit einschieben, bis der zweite Schenkel im wesentlichen quer zu seiner Längsrichtung zwischen die hakenförmigen Ansätze des hinterschnittenen Führungskanals am anderen Rahmenschenkel gelangt und dort an der Flügelecke gegen den Boden des Führungskanals anstößt. Nunmehr läßt sich die Eckumlenkung um das Zapfenpaar am ersten Schenkel so verschwenken, daß beide Schenkel des Winkelgehäuses in Parallellage zur Längsrichtung des jeweiligen Führungskanal gelangen. Dabei gelangt das am zweiten Schenkel nahe dem Winkelgehäusescheitel angeordnete Zapfenpaar in den Hinterschneidungsbereich des anderen Führungskanals. Sind beide Treibstangen angekuppelt, wird das Winkelgehäuse provisorisch so gehalten, daß beispielsweise eine Funktionsprüfung durchführbar ist.
Die zur endgültigen Lagensicherung der Eckumlenkung dienenden zusätzlichen Halteglieder müssen erst bei der Schlußmontage eingesetzt werden. Bei derartigen Eckumlenkungen ist bekanntlich der eine Schenkel höher als der andere, um die Leichtgängigkeit eines flexiblen Umlenkgliedes zu gewährleisten. Zweckmäßig ist in einem solchen Fall, daß das eine Zapfenpaar, das am freien Schenkelende angeordnet ist, dem dickeren Schenkel zugeordnet ist.
Wenn die Breite des zweiten Schenkels des Winkelgehäuses der Öffnungsweite des Führungskanals entspricht, kann dieser Schenkel neben dem Hinterschneidungsbereich des Führungskanals Absätze, Stufen oder Nuten aufweisen, in die sich als Halteglieder Keile öder Federn vom freien Ende des Schenkels her einschieben lassen, welche auch in den Hinterschneidungsbereich des Führungskanals eingreifen.
b5 Ist die Breite wenigstens eines Schenkels des Winkelgehäuses der Eckumlenkung kleiner als die Öffnungsweile des Führungskanals im Rahmenprofil bemessen, dann bestehen verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten.
I 3 4
II So kann der Schenkel auch hier an seinen Seitenflächen kenförmigen Ansätze 4 entspricht Die Länge der paar- m Absätze, Stufen oder Nuten haben, in die zusätzliche weise angeordneten Zapfen 9', 9" und 10', 10" ist so Ü Halteglieder, wie Keile oder Federn, einschiebbar sind. bemessen, daß der Abstand zwischen ihren Stirnflächen |: Dabei überbrücken sie einerseits die Spalte zwischen je Paar, geringfügig kleiner als die größte Breite 12 des iß dem Schenkel und den die Hinterschneidungen des Füh- 5 Führungskanals 3 in dessen Hinterschneidungsbereich fe rungskanals bildenden, zueinander gerichteten Wan- ist
Wi dungsansätzen, während sie andererseits in die Hinter- Beim Einsetzen wird die Eckumlenkung 1 gemäß
f - schneidungsbereiche eingreifen. F i g. 2 zunächst mit den am freien Ende des Schenkels 7
fi! Als zusätzliche Haltegliedei können im Schenkel des sitzenden Zapfen 9' und 9" von der Ecke her in den
iv Winkelgehäuses aber auch Schrauben sitzen, die sich to Führungskanal 3 beispielsweise am Flügelhoim 2' so
I mit Umfangsabschnitten ihres Gewindes in Kantenflä- eingeschoben, daß die Zapfen 9' und 9" die Hinter-
;t chen der die Hinterschneidungen des Führungskanals schneidungsbereiche untergreifen. Da die Zapfen 9'und
[V begrenzenden, zueinander gerichteten Wandungsansät- 9" einen runden Querschnitt haben, kann dabei der
Λ ze des Rahmenprofils einschneiden. Schenkel 7 zur Längsrichtung des Führungskanals 3 in
1B Ist an der Außenseite des schmalen Schenkels ein mit 15 eine Neigungslage gebracht werden.
Κ einer Treibstange gekuppelter Schieber längsbeweglich Der erste Schenkel 7 wird in dieser Neigungslage
g vorbeigeführt, dann kann dieser mit seinen Fußteilen in soweit eingeschoben, bis der zweite Schenkel 8 im Eck-
:x den an das scheitelnahe Zapfenpaar unmittelbar an- bereich am Boden des zugehörigen Führungskanals 3
:ß schließenden Hinterschneidungsbereich des Führungs- am anderen Flügelholm 2" anstößt (F i g. 3). Dabei grei-
I? kanals der Rahmenprofile eingreifen. 20 fen beide Schenkel 7 und 8 durch den öffnungsbereich 5
ii Der Gegenstand der Erfindung und verschiedene Ein- nur teilweise in den Führungskanal 3 eiY-, Nunmehr kann
r5 satzmögiichkerten desselben werden nachfolgend an- das Winkelgchäuse 6 zum die Zapfen S% 9" mit seinem
« hand der Zeichnungen näher erläutert. Hierbei zeigt Schenkel T in eine Parallellage zum Führungskanal 3
jli bzw. zeigen am Flügelhotm 2" geschwenkt werden. Dabei treten die
r; Fig. 1 in räumlicher Ansichtsdarstellung und etwa in 25 Zapfen 10' und 10" am zweiten Schenkel 8 in den Hin-
% natürlicher Groß« den Grundaufbau einer Eckumlen- terschneicüungsbereich des Führungskanals 3 am Flügel-
I:λ kung vor dem Einbau in die Treibstangen-Führungska- holm 2" ein, wie das ohne weiteres aus F i g. 4 hervor-
:-: näle der Flügelecke eines Fensters oder einer Tür, geht Das Winkelgehäuse 6 sitzt nunmehr am Boden der
f.J F i g. 2 bis 4 jeweils in Seitenansicht die Arbeitsschrit- Führungskanäle auf.
\[: te beim Einbau der Eckumlenkung in die Flügelecke, 30 Durch die Zapfenpaare 9', 9" und (0'^ 10" wird das
H F i g. 5 einen Schnitt längs der linie V-V in F i g. 4, Winkelgehäuse 6 über jeden seiner beiden Schenkel 7
'U F i g. 6 einen Schnitt entlang der Linie VI-VI in F i g. 4, und 8 innerhalb der Hinterschneidungsbereiche der
i■· F i g. 7 einen der F i g. 5 entsprechenden Schnitt durch Führungskanäle 3 in den beiden Flügelholmen 2' und 2"
if· eine Eckumlenkung in abgewandelter Ausführungs- abgestützt, obwohl die Breite seiner beiden Schenkel 7
!; I form, 35 und 8 höchstens gleich, vorzugsweise aber kleiner als
\ 'i F i g. 8 einen der F i g. 6 entsprechenden Schnitt durch die Breite des Öffnungsbereichs 5 des Führungskanals 3
i; eine Eckumlenkung ebenfalls abgewandelter Ausfüh- ist.
' rungsform und Beim Betätigen der durch die Eckumlenkung 1 ge-
'.■' Fig.9 einen wiederum der Fig.6 entsprechenden trieblich miteinander gekuppelten Treibstangen über
'''. Schnitt durch eine Eckumlenkung in einer weiteren ab- 40 das im Winkelgehäuse 6 schiebbar geführte, biegsame
gewandelten Ausführungsform. Umlenkglied 13, das beispielsweise aus Federstahlbän-
In den Fig. 1 bis 4 ist eine Eckumlenkung 1 für Treib- dem bestehen kann, werden die am Winkelgehäuse 6
Stangenbeschläge an Fenstern, Türen od. dg*, gezeigt, wirksam werdenden Reaktionskräfte zu einem großen
deren Flügelrahmen aus Metall, Kunststoff oder ähnli- Teil durch die Zapfenpaare 9', 9" und 10', 10'' unmittel-
chen Werkstoffen gefertigt sind. 45 bar in die beiden rechtwinklig zueinander gerichteten
In F i g. 1 ist der Eckbereich des Flügels (Rahmenpro- Flügelholme 2' und 2" eingeleitet. Dabei werden über
fil) 2 dargestellt und zwar nur der Teil der Flügelfalzum- das Zapfenpaar 9', 9" die parallel zur Längsrichtung des
fangsfläche, an dem sich ein längsgeschlkzter, hinter- Schenkels 8 gerichteten Kräfte teilweise, und über das
schnittener Führungskanal 3 befindet, welcher durch Zapfenpaar 10', 10" die sich parallel zur Längsrichtung
zwei im Abstand parallele und spiegelbildlich zueinan- 50 des Schenkels 7 gerichteten Kräfte fast vollständig auf
der liegende, hakenartig zueinander gerichtete Ansätze das Winkelgehäuse 6 übertragen. Diese Anordnung ist
4 der Flügelholme 2', 2" begrenzt ist. bei gebräuchlichen Treibstangenbeschlägen günstig.
Am Eckbereich sind der waagerechte Flügelholm 2' weil bei diesen die Treibstange am lotrechten Flügel-
und der lotrechte Flügelholm 2" miteinander verbun- ho'm C angetrieben wird. Die im Bereich des Schenkels
den. An der Ecke ist der hinterschnittene Führungskanal 55 8 angekuppelte Treibstange verhindert ein Ausschwen-
3 beispielsweise durch einen Schrägschnitt geöffnet. ken des Winkelgehäjses und zwar auch dann, wenn die-
Der Führungskanal 3 an beiden Flügelholmen 2' und se Treibstange angetrieben wird.
2" dient zur Aufnahme von Treibstangen und des Win- Zusätzliche, dem Winkelgehäuse 6 zugeordnete und
kelgehäuses 6 einer Eckumlenkung 1. im Bereich des hinterschnittenen Führungskanals 3 der
Zum Festlegen des Winkelgehäuses 6 im Führungska- 60 beiden Flügelholme 2' und 2" angreifende Halteglieder,
nal 3 ist einerseits dessen Schenkel 7 ausschließlich an die bei dem Ausführungsbeispiel einer Eckumlenkung
seinem freien Ende mit je einem seitlich abstehenden nach den Fig. 1 und 4 bis 6 mit den Bezugszeichen 14
Zapfen 9', 9" versehen, während dessen zweiter Sehen- und 15 versehen sind, dienen daher lediglicti der zusätz-
kel je einen seitlich abstehenden Zapfen 10', 10" in der liehen Lagensicherung der Eckumlenkung 1 im Füh-
Nähe des Winkelgehäuse-Scheitels trägt Der Durch- 65 rungskanal 3, haben aber im wesentlichen keine bzw.
messer der Zapfen 9', 9" und 10', 10" ist so gewählt, daß nur einen sehr geringen Anteil der am Winkelgehäuse 6
er mit geringem Spiel de·· Höhe 11 des Führungskanals wirksam werdenden Reaktionskräfte aufzunehmen.
3 im Hinterschneidungsbereich, also unterhalb der ha- Wenn daher die Einbaubreite 16 der Schenkel 7 und 8
des Winkelgehäuses 6 kleiner als die Öffnungsseite 5 der Führungskanäle 3 in den beiden Flügelholmen 2' und 2" bemessen ist, wie das beispielsweise die F i g. 5 und 6 erkennen lassen, dann ist es möglich, die zusätzlichen Halteglieder 14 und 15 als längsschiebbare Treibstangen-Teilstücke zu benutzen, die im wesentlichen an der Außenseite des Winkelgehäuses 6 bzw. an dessen Schenkel 7 und 8 vorbeigeführt sind und mit seitlich abstehenden Haltenasen 17 bzw. 18 od. dgl. in den Hinterschneidungsbereichen unterhalb der hakenförmigen Ansätze 4 des Führungskanal 3 der Flügelholme 2' und 2" geführt werden.
In vielen Anwendungsfällen kommt es vor, daß nur im Einbaubereich eines Schenkels der Eckumlenkung 1 gleichzeitig die Unterbringung eines verschiebbaren Treibstangenstücks erforderlich oder wünschenswert ist. Dann erweist es sich als zweckmäßig, die Eckumlenkung 1 so in den hinterschnittenen Führungskanal 3 der die jeweilige Flügeieckc bildenden F!üge!ho!me 2' und 2" einzusetzen, daß das als zusätzliches Halteglied dienende, verschiebbare Treibstangenstück 15 wie in den F i g. 1 und 4 gezeigt, parallel zu demjenigen Schenkel 8 des Winkelgehäuses 6 verlaufend eingebaut wird, an dem sich das Zapfenpaar 10', 10" in der Nähe des Scheitels des Winkelgehäuses 6 befindet. Das dem anderen Schenkel 7 des Winkelgehäuses 6 zugeordnete zusätzliche Halteglied 14 ist dann als unbewegliches Teil einzubauen, das ggf. eine Zusatzfunktion beispielsweise die Funktion eines Auflaufbocks, einer Stützplatte, einer Aushebesicherung oder auch einer Kupplungsklaue, zu übernehmen vermag, wie das im Fenster- und Türenbau vielfach erforderlich ist.
Fig.5 der Zeichnung zeigt die Zuordnung des als verschiebbares Treibstangenteilstück dienenden zusätzlichen Halteglieds 15 zum Schenkel 8 des Winkelgehäuses 6 der Eckumlenkung und zum hinterschnittenen Führungskanal 3 des Flügelholms 2", während Fig.6 die Zuordnung des beispielsweise als Auflaufbock benutzten zusätzlichen Halteglieds 14 zum Schenkel 7 des Winkelgehäuses 6 der Eckumlenkung 1 und zum hinterschnittenen Führungskanal 3 des Flügelholms 2' wiedergibt.
F i g. 7 der Zeichnung zeigt eine gegenüber F i g. 5 etwas abgewandelte Ausbildung für den Schenkel 8 des Winkelgehäuses 6 der Eckumlenkung 1. Hiernach weist der Schenkel 8 mindestens in einem vom Zapfenpaar 10', 10" entfernten Längenbereich, beispielsweise in der Nähe seines freien Endes, eine Einbaubreite 16 auf, die nur geringfügig, nämlich um das nötige Einbauspiel, kleiner als die Öffnungsweite 5 des hinterschnittenen Führungskanais 3 ist. An seinen Längsseitenflächen hat er dabei Ansätze 19, Stufen 20 oder auch Nuten 21, in die Keile oder Federn 22 als zusätzliche Halteglieder einschiebbar sind, welche andererseits in die Hinterschneidungsbereiche des Führungskanals 3 unterhalb der hakenartigen Ansätze 4 eingreifen. In F i g. 7 sind zwei spiegelbildlich zueinander ausgebildete Keile oder Federn 22 gezeigt, die entweder unabhängig voneinander vorgesehen werden oder aber an einem ihrer Enden durch einen Quersteg miteinander in Verbindung stehen und die Schenkel eines im wesentlichen U-förmig gestalteten Haltebügels bilden können.
In diesem Falle füllt der Schenkel 8 des Winkeigehäuses 6 zusammen mit den Keilen oder Federn 22 den Profiiquerschnitt des Führungskanals 3 praktisch völlig aus. Sofern sich jedoch die Zuordnung der zusätzlichen Halteglieder zum Schenkel 8 des Winkeigehäuses 6 nur über einen verhältnismäßig kurzen Bereich des Schenkels 8 erstreckt, kann auch dort ein Treibstangenstück 15 eingebaut werden, wenn dafür gesorgt ist, daß zwischen dem Zapfenpaar 10', 10"und den Keilen oder Federn 22 ein genügend großer Freiraum liegt, innerhalb dessen sich die seitlichen Haltenasen 18 des Treibstangenstücks 15 um das notwendige Maß in Längsrichtung verschieben lassen.
In F i g. 8 ist eine Ausbildungsvariante für den Schenkel 7 des Winkelgehäuses 6 gezeigt, die sich vorteilhaft im Anschluß an den Scheitelbereich des Winkeigehäuses 6, also ebenfalls in großem Abstand von dem Zapfenpaar 9', 9" vorsehen läßt. Hierbei ist die größte Einbaubreite 16 für den Schenkel 7 insgesamt schmaler gehalten als die öffnungsweite 5 des Führungskanals 3 zwischen den einander zugewendeten Enden der hakenförmigen Ansätze 4. An einer oder an beiden Längsseiten des Schenkels 7 befinden sich dabei hinterschnittene Absätze bzw. Längsleisten 23, mit denen entsprechend komplementär profilierte Keile oder Federn 24 als zusätzliche Halteglieder in Eingriff gebracht werden können, die andererseits wiederum die Hinterschneidungsbereiche des Führungskanals 3 unterhalb der hakenförmigen Ansätze 4 formschlüssig untergreifen. Auch in diesem Falle wäre es dann denkbar, an der Außenseite des Schenkels 7 verschiebbare Treibstangenstücke vorbeizuführen und diese über seitliche Haltenasen in den Hinterschneidungsbereichen des Führungskanals 3 funktk-jissicher auszurichten, wenn zwischen dem Zapfenpaar 9', 9" und den zusätzlichen Halteteilen 24 ein Abstand vorhanden ist, der eine Längsverschiebung der Haltenasen des Treibstangenstücks zuläßt.
In F i g. 9 ist schließlich noch gezeigt, daß das Winkelgehäuse 6 der Eckumlenkung 1, beispielsweise am Schenkel 7, nahe seines Scheitelbereichs auch mit Madenschrauben 25 als zusätzlichen Haltegliedern ausgestattet werden kann. Diese Madenschrauben 25 sitzen dabei in einem Gewindeloch eines seitlich an den Schenkel 7 angeformten und oberhalb der hakenförmigen Ansätze 4 des Führungskanals 3 gelegenen Auges 26. Die Anordnung der Madenschrauben 26 ist dabei so getroffen, daß diese sich mit Umfangsabschnitten ihres Gewindes in die Kantenflächen der einander zugewendeten Enden der hakenförmigen Ansätze 4 des Führungskanals 3 einschneiden können und hierdurch mittelbar einen formschlüssigen Halteeingriff zwischen dem Winkelgehäuse 6 der Eckumlenkung 1 und dem Führungskanal 3 herstellen.
Das wesentliche Ausbildungskriterium bei allen vorstehend beschriebenen Ausführungsformen einer Eckumlenkung 1 liegt darin, daß die beiden Schenkel 7 und 8 des Winkelgehäuses 6 jeweils an bestimmten Steilen mit seitlich abstehenden Zapfenpaaren 9', 9" bzw. 10', 10" versehen sind, die eine unmittelbare Abstützung des Winkelgehäuses 6 im Führungskanal 3 der beiden die Flügelecke bildenden Holme 2' und 2" in zueinander rechtwinkligen Richtungen gewährleisten und dadurch die aus der Betätigung des Treibstangenbeschlags resultierenden Reaktionskräfte von nur der zusätzlichen Lagensicherung dienenden, aber hauptsächlich andere Funktionen erfüllenden Haltegliedern fernzuhalten.
Ein anderer wichtiger Vorteil der dargestellten und beschriebenen Eckumlenkung 1 liegt darin, daß diese sich zusammen mit den als zusätzliche Halteglieder wirkenden, aber hauptsächlich andere Beschlagfunktionen
&5 erfüllenden Teilen problemlos und sicher in die allgemein üblichen, einen flachen Profilquerschnitt aufweisenden, hinterschnittenen Führungskanäle 3 von Flügelholmen 2', 2" einbauen lassen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Treibstangenbeschlag mit an Rahmenprofilen aus Metall, Kunststoff oddgL von Fenstern oder Türen in längsgeschlitzten, hinterschnittenen Führungskanälen geführten Treibstangen, wobei die Hinterschneidung von zueinander gerichteten Wandungsansätzen gebildet ist, und mit einer ein Umlenkglied in einem Winkelgehäuse aufweisenden Eckumlenkung, dessen Schenkel zwischen den Ansätzen der an der Rahmenecke geöffneten Kanäle aufgenommen und dort dadurch befestigt sind, daß zumindest ein Schenkel beidseitig abstehende, die Wandungsansätze untergreifende Schenkelansätze aufweist, während der andere Schenkel durch die Hinterschneidungsbereiche untergreifende Halteglieder festgelegt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkelansätze von jeweils einem Paar Zapi'in (9', 9" bzw. 10', 10") an jedem Schenkel (7 bzw. S> gebildet sind, die am ersten Schenke! (7) zumindest nahe seinem freien Ende und am zweiten Schenkel (8) nahe dem Winkelgehäusescheitel angeordnet sind und daß die Halteglieder (14) am ersten Schenkel (7) anordenbar sind.
2. Treibstangenbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteglieder (14) am ersten Schenkel (7) des Winkelgehäuses (6) wenigstens in der Nähe des Winkelgehäusescheitels anordenbar sind (F i g. 1 und 4).
3. Treibstangenbeschlag nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß wahlweise auch am zweiten Sehenkel (8) des Winkelgehäuses (6) Halteglieder (22) wenigstens nahe dem freien Schenkelende anordenbar sinu (F i g. 7).
DE19813127929 1981-07-15 1981-07-15 Treibstangenbeschlag mit an Rahmenprofilen aus Metall, Kunststoff od.dgl. von Fenstern oder Türen in hinterschnittenen Führungskanälen geführten Treibstangen Expired DE3127929C2 (de)

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