DE3129984C2 - Beschickungseinrichtung mit automatischem Spulenwechsel für Verseilmaschinen der Kabelindustrie - Google Patents
Beschickungseinrichtung mit automatischem Spulenwechsel für Verseilmaschinen der KabelindustrieInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Beschickungseinrichtung mit automatischem Spulenwechsel für Verseilmaschinen der Kabelindustrie. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die Beschickungseinrichtung eine die vollen und die leeren Spulen (1a, 1b) zueinander parallel, aber in entgegengesetzter Richtung weiterleitende Zu- und Abführungseinheit (2), eine die einzelnen spulenaufnehmenden Joche (3) in einer revolvertrommelartigen Anordnung lagernde, um eine horizontale Achse drehbare Trommelkonstruktion (4) sowie wenigstens einen zwischen der Zu- und Abführungseinheit (2) und der jochlagernden Trommelkonstruktion (4) verfahrbaren, mit Hebevorrichtungen (5a, 5b) versehenen Spulenumladewagen (6) aufweist, wobei auf den Jochen (3) durch die Hebevorrichtungen (5a, 5b) des Spulenumladewagens (6) betätigbare Spuleneinspannvorrichtungen ausgebildet sind. Die erfindungsgemäße Einrichtung ist völlig automatisch und ermöglicht einen Spulenwechsel ohne manuellen Eingriff bei minimalen Stillstandzeiten.
Description
Die Erfindung betrifft eine Beschickungsvorrichtung mit automatischem Spulenwechsel für Verseilmaschincn
der Kabelindustrie nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
In der Kabelindustrie werden Verseilmaschinen mit einfacher oder mehrfacher Verseilung verwendet, deren
Aufgabe in der Verseilung von Drähten, Leitungen, Kabein
usw. besteht.
Das zu verseilende Ausgangsmaterial aus welchem die vorher erwähnten Produkte hergestellt werden,
werden meistens auf sogenannten Einsatzspulen oder Abwicklerspulen dem aktuellen technologischen Vorgang
zugeführt.
Die Kapazität der Einsatzspulen nimmt im Interesse der Erreichung von immer größeren Produktlängen immer
mehr zu. So übersteigt das Gewicht der Einsatzspulen in den meisten Fällen den Grenzwert von 20 kp, der
für das Anheben mit menschlicher Kraft noch zugelassen ist: dieses Gewicht kann sogar häufig das Mehrfache
von diesem Wert betragen. Am Anfang wurden zur Beschickung der Verseilmaschincn Einhebevorrichtungen
verwendet, die im wesentlichen einfache, mit der Hand
betätigbare Krananlagen waren, deren Betätigung mit einer ziemlich langen Stillstandszeit verbunden war.
Im Interesse des schnelleren Spulenwechsels sowie der Verminderung der Stillstandszeiten zur Erreichung
einei Erhöhung der Produktivität ist man weltweit bestrebt,
den Spulenwechsel zu mechanisieren, bzw. /u automatisieren. Es sind schon Vorrichtungen bekannt,
die mit Hilfe einer Hebebühne oder eines Hebebalkens gleichzeitig mehrere Spulen in die Verseilmaschine einsetzen
können, wonach aber die Einspannung der Spulen mit der Hand oder durch zentrale Handsteuerung
durchgeführt werden muß. Diese bisher bekannten verschiedenen Lösungen sind also in den meisten Fällen nur
halbautomatische Einrichtungen, weil beim Spulenwechsel der Bedienungsmann der Maschine immer noch
eine beachtliche Rolle spielt.
So ist aus der DD-PS 70 249 eine Einrichtung zum halbautomatischen Beschicken von Scheibenverseilmaschinen
bekannt. Bei dieser Einrichtung werden die Spulen über einen parallel mit der Verseilmaschine angeordneten
Spulentransporter auf einen die Spulen aufnehmenden,
verschwenkenden und absenkenden Hubtisch gelagert. Diese Spulen werden in einem unter Flur
liegenden Spulenmagazin in Richtung Verseilmaschine geschoben, wo sie von einem zweiten Hubtisch erfaßt.
bO über Murhöhe hochgehoben und auf einen dritten Hubtisch
abgeschoben werden. Dieser dritte, ebenfalls sty tionärc Hublisch hebt nun die Spulen bis zu einer Tromnielkonstruktion,
in weiche die Spulen in leere, zueinander parallele Joche einer Trommelkonstruktion einge-
bi schoben werden. Die leeren Spulen werden aus den Jochen
mit Hilfe einer weiteren stationären Hubeinrichtung entnommen, abgesenkt und auf den Flur geschoben.
Diese bekannte Einrichtung ist folglich relativ korn-
plex aufgebaut, benötigt sehr viel Platz und ermöglicht
auch nicht einen vollautomatischen Spulenwechsel.
Die DE-OS 20 17 626 zeigt eine automatische Beschickungsvorrichtung
für Verseilkörbe. Da.. Spulenmagazin dieser Einrichtung ist als ein unbewegliches Lagergestell
ausgebildet und kann nur mit zwei übereinander angeordneten Umladewagen gleichzeitig bedient
werden. Die Gestaltung dieser Umladewagen ist elativ kompliziert und vor allem mit großem Platzbedarf verbunden.
Außerdem müssen sie auch in vertikaler Ebene bewegt werden, um die Spulen aus dem Regalmagazin
entnehmen zu können.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Beschickungseinrichtung für Verseilmaschinen der Kabelindustrie zu
schaffen, die einen vollautomatischen Spulenwechsel ermöglicht, wenig Platz dabei benötigt und einen relativ
einfachen Aufbau aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Spulenmagazin als eine die vollen un1 die leeren
Spulen zueinander parallel, aber in entgegengesetzter Richtung weiterleitende Zu- und Abführeinheit ausgebildet
ist. Zudem besteht die Hebevorrichtung des Spuienumladewagens aus zwei Hebevorrichtungen, deren
Hebegabeln mit spulentragenden Prismen sowie mit den Entriegelungs- und Verriegelungseinheiten zur automatischen
Betätigung der auf den Jochen ausgebildeten Spuleneinspannvorrichtungen versehen sind.
Die Bewegungsrichtung des Spulenumladewagens ist erfindungsgemäß parallel zur Hauptebene der jochlagernden
Trommelkonstruktion und senkrecht zu der Längsachse der Zu- und Abführungseinheit.
Nach einer zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung besteht die Zu- und Abführungseinheit aus einer
zwischen den beiden Endlagen vorwärts und rückwärts alternierend beweglichen, horizontalen Leiterkonstruktion
und aus zwei, unter der Leiterkonstruktion, in deren Längsrichtung angeordneten zueinander
parallelen und sich im Vergleich zueinander in entgegengesetztem Takt alternierend auf und abbewegenden
spulenhebenden Gabelreihen.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung besteht die auf den Jochen ausgebildete,
durch die Hebevorrichtung aus einer im Mantel der Achse der Spuleneinspannpinole ausgebildeten schrägen
Nut. einem mit dieser Nut zusammenwirkenden. eine prismenförmige Führung aufweisenden und in einer
zu der Achse der Spuleneinspannpinole senkrechten Zwangsbahn geführten Riegel, sowie einem zu diesem
Riegel senkrechten, sich mit seinem zylinderförmigen
Mantel im Verriegelungs/ustand in den Ausschnitt des Riegels hineinpassenden und im entriegelten Zustand
durch einen in seinem zylinderförmigen Mantel ausgebildeten Ausschnitt den Riegel durchlassenden, von
oben durch eine Feder gedrückten Sicherungsbolzen, und ferner einer über das Ende des Joches hinausragenden
und der Rückführung des Riegels in den Verriegelungszustand dienenden Nase.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung bestehen die Entriegelungseinheiten der
Hebevorrichtung aus einem auf der Hebegabel befestigten, riegelöffnenden Arbeitszylinder und einer den
Sicherungsbolzen gegen die Kraft einer Feder hochdrückenden Entsicherungsvorrichtung, während die
Verriegelungseinheiten der Hebevorrichtung des Spulenumladewagens aus einem auf dem Hebegabel befestigten,
riegelschließenden Arbeitszylinder und einen mit der über das Ende des Joches hinausragenden Nase
zusammenwirkenden Abslützelement besteht.
Die Erfindung wird ausführlicher anhand der Zeichnung
erläutert, in welcher einige zweckmäßige Ausführungsformen dargestellt sind. Es zeigt
F i g. 1 eine schematische axonometrische Darstellung
einer Beschickungseinrichtung:
F i g. 2 eine jochlagernde Trommelkonstruktion und eine deren schrittweise Verdrehung bewirkende Einheit,
schematisch dargestellt;
Fig.3 eine Spuleneinspannvorrichtung und die Entriegelungseinheit
der Hebevorrichtung des Spulenumladewagens in Vorderansicht, mit einer ausgebrochenen
Teilansicht:
F i g. 4 eine Seitenansicht des in F i g. 3 gezeigten Teiles der Einrichtung;
Fig. 5 die Spuleneinspannvorrichtung nach Fig.3 und ί und die Verriegelungseinheit der Hebevorrichtung
des Spulenumladewagens. in Seitenansicht:
Fig. 6 eine schematische Seitenansicht eines Teiles der Spuleneinspannvorrichtung nach F i g. 3 bis 5, im
Verriegelungszustand:
F i g. 7 eine Draufsicht des in F i g. 6 gezeigten Teiles;
F i g. 8 eine Draufsicht des in F i g. 6 und 7 gezeigten Teiles der Spuleneinspannvorrichtung, in entriegeltem
Zustand;
Fig.9 eine axonometrische Darstellung des Sicherungsbolzens
und des Riegels der Spuleneinspannvorrichtung, im Verriegelungszustand;
F i g. 10 den gleichen Teil, wie F i g. 9. im entriegelten
Zustand.
Wie aus F i g. 1 ersichtlich, besteht die Beschickungsvorrichtung im wesentlichen aus drei Hauptteilen; aus
einer Zu- und Abführungseinheit 2 für die vollen und leeren Spulen, einer die Spulen aufnehmenden Joche 3
in einer revolvertrommelartigen Anordnung lagernden,
um eine horizontale Achse drehbaren Trommelkonstruktion 4. sowie einem zwischen dei Zu- und Abführungseinheil
2 und der jochlagernden Trommelkonstruktion 4 verfahrbaren, mit Hebevorrichtungen 5a. 5b
versehenen Spulenumladewagen 6.
Die Zu- und Abführungseinheit 2 weist eine die Anordnung der vollen Spulen la und der leeren Spulen Xb
nebeneinander ermöglichende, horizontale Leiterkonstruktion 7 auf, die zwischen ihren beiden Endlagen vorwärts
und rückwärts alternierend beweglich ist. Unter der Leiterkonstruktion 7 sind in deren Längsrichtung
zwei zueinander parallele, sich im Vergleich zueinander im entgegengesetzten Takt alternierend auf- und abbewegende
spulenhebende Gabelreihen 8a. b angeordnet. Als Ergebnis der miteinander abgestimmten Bewegung
der Leiterkonstruktion 7 und der Gabelreihen 8a. b bewegen sich die vollen Spulen la und die leeren Spulen
Io parallel zueinander, aber in entgegengesetzter Richtung;
die bereitgestellten vollen Spulen 1 a bewegen sich zur Hebevorrichtung 5;j des am Ende der Leiterkonstruktion
7 wartenden Spulenumladewagens 6 hin, während die leeren Spulen Xb. die Hebevorrichtung 5b des
Spulenumladewagens 6 verlassend, zur Stelle der Vorbereitung zurückgeführt werden.
Diese Bewegung erfolgt in der Weise, daß, wenn sich bo die Leiterkonstruktion 7 nach vom bewegt, sie dabei in
Richtung des Spulenumladewagens 6 die vollen Spulen Ii) mit sich nimmt. Unterdessen hebt aber die Gabelreihe
8b die leeren Spulen 1 b an. und senkt diese erst in der vorgeschobenen Lage der Leiterkonstruktion 7 herunb5
ter, wodurch die leeren Spulen Ib um eine Teilung weiter
nach hinten ihre Plätze einnehmen. Bei der Rückbewegung der Leiterkonstruklion 7 werden die vollen
Spulen la durch die Gabelreihe 8a angehoben, während
sich die leeren Spulen Xb zusammen mit der Leiterkonstrukiion
7 nach hinten bewegen. Nachdem die Leiterkonstrulction 7 ihre hintere Endlage erreicht hat, werden
die vollen Spulen la durch die Gabelrcihe 8a auf die Leiterkonstruktion 7 heruntergesenkt, also um eine
Teilung weiter nach vorn abgesetzt. Dieser Vorgang wiederholt sich so lange, bis auch die letzten Spulen
ausgewechselt wurden.
Die leeren Spulen IZj können aus der Zu- und Abführungseinheit
2 während des Betriebes der Maschinenreihe, d. h. während der Laufzeit entfernt werden, was
eine sehr günstige Zeitausnützung ermöglicht.
Die die Abgabespulen aufnehmenden Joche 3, wie es schon erwähnt wurde, sind in einer neuartigen Weise
auf einer Trommeikonsirukiion 4 mit horizontaler Achse
gelagert, mit gleicher Teilung am Umfang eines Kreises. Diese revolvertrommelartige Anordnung ermöglicht,
daß mit einer Teilung von 2.rln alle Spulen nacheinander in eine durch den Spulenumladewagen 6 zugängliche
Spulenwechsellage gebracht werden können. Die Bewegungsvorrichtung der auf der Trommelkcnstruktion
4 gelagerten Joche 3 ist so ausgebildet, daß sich bei der schrittweisen Verdrehung der Trommelkonstruktion
4 die Joche 3 um ihre eigenen Achsen nicht drehen, also u, = 0 ist. Diese Ausführung entspricht eigentlich
dem sogenannten Planetenbetrieb. Bei der Verseilung können die Joche 3 durch eine Einlagewelle, die
mit einer beliebigen Drehgeschwindigkeit w, gedreht werden kann, in eine Drehbewegung κ, = c ■ w, versetzt
werden. Durch eine zweckmäßig ausgebildete kinematische Kette können alle Joche 3 gleichzeitig in den
verschiedensten Betriebsarten bewegt werden.
Der zwischen der Zu- und Abführungseinheil 2 und der jochlagernden Trommelkonstruktion 4 verfahrbare
Spulenumladewagen 6 weist zwei, mit Hebegabeln 10 versehene, auf- und abbewegliche Hebevorrichtungen
5a, Sb auf. wobei die paarweise angeordneten, spulenhaltenden
Prismen 11 der Hebegabeln 10 die auszuwechselnde Spule von zwei Seilen unterstützen. Die
Hebegabeln 10 sind außer der Prismen 11 auch mit einer
Verriegelungs- bzw. einer Entriegelungseinheil (zweckmäßigerweise paarweise) versehen, die, mit der auf der.
Jochen 3 ausgebildeten Spuleneinspannvorrichtung zusammenwirkend, die Entnahme bzw. die F.inspannung
der Spulen mit Hilfe der Hebevorrichtungen, ohne manuellen Eingriff, ermöglichen. Der Aufbau und die Arbeitsweise
der Verriegelungs- und der Entriegelungseinheit wird im Zusammenhang mit anderen Figuren
noch ausführlich erläutert.
Die Bahn des Spulenumladewagens 6 ist übrigens so ausgebildet, daß die Bewegungsrichtung des Spulefiurnladew
agens 6 zur Hauptebene der jochlagernden Trommelkonstruktion 4 parallel und in bezug auf die Längsachse
der Zu- und Abführungseinheit 2 senkrecht ist. Die eine Endlage des Spulenumladewagens 6 ist an einem
Ende der Zu- und Abführungseinheit 2 wo seine Hebevorrichtung 5a praktisch als letztes Element der
Gabelreihe 8a und seine Hebevorrichtung Sb als letztes Element der Gabelreihe Zb gilt. Die andere Endlage des
Spulenumladewagens 6 befindet sich neben der Trommclkonstruktion 4. unterhalb der loche 3. und zwar dort,
wo sich die Hebevorrichtung Sb unter dem tiefstliegenden Joch 3 befindet.
Die Arbeitsweise der Beschickungsvorrichtung ist wie folgi:
Während des Betriebes der Verseilmaschine steht der Spulenumladewagen 6 am Ende der Zu- und Abführungscinhcit
2. Wenn der Spulenwechsel durchgeführt werden kann, fährt der Spulenumladewagen 6 unter die
Joche 3. Die Hebevorrichtung 5b steigt hoch, öffnet mit Hilfe ihrer Entriegelungseinheit die Spuleneinspannvorrichtung,
hebt die erste leere Spule ib heraus und trägt sie zur Zu- und Abführungseinheit 2. Nun bewegt sich
die Leiterkonstruktion 7 der Zu- und Abführungseinheit 2 um eine Teilung nach vorn. Daraufhin legt die Hebevorrichtung
50 des Spulenumladewagens 6 die aus dem Joch 3 herausgenommene leere Spule Xb unter Absenkung
auf die letzte Teilung (Abschnitt) der Leiterkonstruktion 7. Im gleichen Takt damit fährt die Hebevorrichtung
5a hoch und hebt dabei von der anderen Seite der Leiterkonstruktion 7 eine volle Spule 1 a ab.
Während sich der Spulenumladewagen 6 bei der Zu- und Abführungseinheit 2 aufhält, wird die Trornmelkop.-struktion 4 durch ihre in F i g. 2 dargestellte, die schrittweise Verdrehung bewirkende Einheit um einen Winkel von 2.rln gegen den Uhrzeigersinn gedreht. So befindet sich nun das vorher entleerte Joch 3 in Einsetzungsposition, während der Entleerungsposition ein neues, eine leere Spule lagerndes Joch zugestellt wird. Die die schrittweise Verdrehung der Trommelkonstruktion 4 bewirkende Einheil kann verschiedenartig ausgebildet werden. Bei der in F ι g. 2 dargestellten Lösung wird das F.nde eines aus einem Arbeitszylinder ausgebildeten Armes K durch einen Mitnehmerbolzen R (zweckmäßigerweise ebenfalls ein Arbeitszylinder) in der auf der Trommelkonstruktion 4 ausgebildeten Teilung festgehalten (Richtung R 1). Wenn sich der Arm K zusammenzieht (in Richtung K 2). bewegt sich die Trommelkonstruktion 4 um eine Teilung. (Die neue Lag des Armes K ist in der Abbildung durch eine gestrichelte Linie bezeichnet.) Dabei zieht sich der Mitnehmerboben R zurück (Richtung R 2) und entsichert den Arm K, während die Trommelkonstruktion 4 gegen Verdrehung durch einen nicht dargestellten Feststellbolzen gesichert wird. Danach streckt sich der Arm K wieder aus (Richtung K 1) und der Vorgang wiederholt sich.
Während sich der Spulenumladewagen 6 bei der Zu- und Abführungseinheit 2 aufhält, wird die Trornmelkop.-struktion 4 durch ihre in F i g. 2 dargestellte, die schrittweise Verdrehung bewirkende Einheit um einen Winkel von 2.rln gegen den Uhrzeigersinn gedreht. So befindet sich nun das vorher entleerte Joch 3 in Einsetzungsposition, während der Entleerungsposition ein neues, eine leere Spule lagerndes Joch zugestellt wird. Die die schrittweise Verdrehung der Trommelkonstruktion 4 bewirkende Einheil kann verschiedenartig ausgebildet werden. Bei der in F ι g. 2 dargestellten Lösung wird das F.nde eines aus einem Arbeitszylinder ausgebildeten Armes K durch einen Mitnehmerbolzen R (zweckmäßigerweise ebenfalls ein Arbeitszylinder) in der auf der Trommelkonstruktion 4 ausgebildeten Teilung festgehalten (Richtung R 1). Wenn sich der Arm K zusammenzieht (in Richtung K 2). bewegt sich die Trommelkonstruktion 4 um eine Teilung. (Die neue Lag des Armes K ist in der Abbildung durch eine gestrichelte Linie bezeichnet.) Dabei zieht sich der Mitnehmerboben R zurück (Richtung R 2) und entsichert den Arm K, während die Trommelkonstruktion 4 gegen Verdrehung durch einen nicht dargestellten Feststellbolzen gesichert wird. Danach streckt sich der Arm K wieder aus (Richtung K 1) und der Vorgang wiederholt sich.
Nach der Drehung der Trommeikonsiruktion 4 um eine Teilung fährt der Spulenumladewagen 6 mit abgesenkten
Hebevorrichtungen 5a. 56 wieder unter die Joche 3. Die Hebevorrichtung Sb des Spulenumladewagens
6 hebt wieder eine leere Spule Xb heraus, während
die andere Hebevorrichtung 5a die erste volle Spule la in das leere Joch 3 hineinsetzt und mit Hilfe ihrer Verriegelungseinheit
die Spuleneinspannvorrichtung verriegelt.
Danach fördert der Spulenumladewagen 6 die leere Spule Xb zur Zu- und Abführungseinheit 2. wonach er
von dort wieder eine volle Spule la mitnimmt und sie in
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lange wiederholt, bis der Spulenumladewagen 6 auch die letzte, n-te Spule in das Joch hineingesetzt hat. Danach
fährt der Spulenumladewagen 6 zum Ende der Zu- und Abführungseinheit 2 und wird abgestellt.
Die schrittweise Versetzung (Verdrehung) der Trommelkonstruktion 4, die Betätigung aller Elemente des
Spulenumladewagens 6 sowie die Betätigung der Elemente der Zu- und Abführungseinheit 2 kann zweckmä-
W) ßigerwci.se sowohl durch hydraulische als auch durch
pneumatische Betätigungselemente gelöst werden.
Die F i g. 3 bis 5 zeigen die Spuleneinspannvorrichtung
und die Entriegelungs- bzw. Verriegelungseinheil der Hebevorrichtungen 5a und 56 des Spulenumlade-
bi wagens 6 mit deren Hilfe die Spuleneinspannvorrichtung
ohne manuellen Eingriff entriegelt und verriegelt werden kann. Die auf den Jochen 3 ausgebildete Spuleneinspannvorrichtung
ist folgendermaßen aufgebaut: in
dem Mantel der Achse 14 der im Joch 3 gelagerten Spuleneinspannpinole 13 der Spuleneinspannvorrichtung
ist, wie in Fig.6 dargestellt, eine schräge Nut 15 ausgebildet. Mit dieser Nut 15 wirkt ein in einer zu der
Achse 14 der Spuleneinspannpinole 13 senkrechten ■;
Zwangsbahn 16 geführter Riegel 17 zusammen, der eine in die Nut 15 hineinpassende prismenförniige Führung
18 aufweist. Im Verriegelungszustand des Riegels 17, d. h. im eingespannten Zustand der Spule, wird eine
eventuelle Lockerung des Riegels 17 durch einen von oben durch eine Feder 19 gedrückten, zylindrischen Sicherungsbolzen
20 verhindert, der mit seinem zylindrischen Mantel in den halbkreisförmigen Ausschnitt 21
des Riegels 17 hineinpaßt. Im zylinderförmigen Mantel
des Sicherungsbolzens 20 ist dagegen ein den Riegel 17 im entriegelten Zustand durchlassender Ausschnitt 22
ausgebildet. Der Aufbau des Sicherungsbolzens 20 und sein Zusammenwirken mit dem Riegel 17 sind aus
F i g. 9 und 10 deutlich ersichtlich. Zu der den automatischen Spulenwechsel ermöglichenden .Spuleneinspannvorrichtung
gehört auch eine über das F.nde des Joches 3 hit,ausreichende und dem Zurückschieben des Riegels
17 in Verriegelungs/ustand dienenden Nase 23.
Wie aus Fi g. 3 und 4 ersichtlich, sind auf der Hcbegabel
10 der die leeren Spulen ^entnehmenden Hebcvorrichtung
Sb des Spuienumladewagens 6 neben den den Flansch 29 der Spulen unterstützenden Prismen 11 —
ebenfalls an beiden Seiten des Joches 3 in symmetrischer Anordnung — riegelöffnende Arbeitszylinder 24
und den Sicherungsbolzen 20 gegen die Kraft der Feder
19 hochdrückende Entsicherungsvorrichtungen 25 angebracht.
Auf der Hebegabel 10 der die vollen Spulen 5a einsetzenden Hebevorrichtung 5a des Spuienumladewagens
10 sind neben den die Spulen unterstützenden Prismen
11 aus einem riegelschlicDenden Arbeitszylinder 27 und
einem mit der über das Ende des Joches 3 hinausragenden Nase 23 zusammenwirkendem Abstützelement 28
bestehende Verriegelungseinheilen an den das Joch 3 umgebenden beiden Seiten der Hebegabel 10 angcordnet.
Die Entriegelung der Spuleneinspannvorrichiung durch die Hebevorrichtung Sb erfolgt in der Weise, daß
die Entsicherungsvorrichtung 25 gegen die Kraft der Feder 19 den Sicherungsbolzen 20 hochdrückt, damit
der Ausschnitt 22 des Sicherungsbolzens 20 in die Höhe des Riegels 17 gelangt, wodurch der Riegel 17 verschoben
werden kann. Danach wird der Riegel 17 durch den auf einem Riegelvorsprung 30 abgestützten, riegelöffnenden
Arbeitszylinder 24 in der Zwangsbahn 16 verschoben, worauf sich die Achse 14 der Spuleneinspannpinole
13 infolge des Zusammenwirkens der Nut 15 und der in diese Nut hineinpassenden, prismenförmigen
Führung 18 senkrecht zu der Zwangsbahn 16 verschiebt und die Spuleneinspannpinole 13 aus dem Hohlraum der
Spulenspindel herausgezogen wird. Nachdem auf dem anderen Ende der Spulen der gleiche Vorgang vor sich
geht, wird die leere Spule \b freigegeben, worauf sie sich auf den Prismen 11 auflegt.
Bei dem Einspannen der vollen Spule la in das Joch 3 t>o
wird die volle Spule la durch die Hebevorrichtung 5a in die Achsenhöhe der Spuleneinspannpinolen 13 angehoben,
wonach der Riegel 17 mit Hilfe des auf der Hebegabel 10 angebrachten, riegelschließenden Arbeitszylinders
27 in seine Ausgangslage zurückgeschoben wird. während das Abstützelement 28 auf der Nase abgestützt
ist. Mit der Verschiebung des Riegels 17 bewegt sich die Achse 14 in entgegengesetzter Richtung und die
Spuleneinspannpinole 13 wird in Spulenspindel hineingeschoben.
den Hohlraum der
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Beschickungsvorrichtung mit automatischem Spulenwechsel für Verseilmaschinen der Kabelindustrie,
bestehend aus einer an einer horizontalen Λ :h· se gelagerten Trommelkonstruktion mit revolvertrommelförmig
angeordneten Jochen auf denen freilaufende Einsatzspulen zur Aufnahme des zu verseilenden
Ausgangsmaterials gelagert sind, mit einem Antrieb zum schrittweisen Verdrehen der Trommelkonstruktion
beim Spulenwechsel, einem Spulenmagazin sowie einem zwischen der Tromnielkonstruktion
und dem Spulenmagazin verfahrbaren Spulenumladewagen,
mit einer Hebevorrichtung, die automatisch die an den Jochen ausgebi'dete Spuleneinspannvorrichtung
betätigt, dadurch gekennzeichnet,
daß das Spulenmagazin als eine die vollen und die leeren Spulen (la, löj zueinander parallel,
aber in entgegengesetzter Richtung weiterleitende Zu- und Abführeinheit (2) ausgebildet ist, und
daß die Hebevorrichtung des Spulenumladewagens (6) aus zwei Hebevorrichtungen (5a, Sb) besteht, deren
Hebegabeln (10) mit spulentragenden Prismen (11) sowie mit den Entriegelungs- und Verrie.gelungseinheiten
zur automatischen Betätigung der auf den Jochen (3) ausgebildeten Spuleneinspannvorrichtungen
versehen sind.
2. Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zu- und Abführungseinheit (2) auf einer zwischen den beiden Endlagen
vorwärts und rückwärts alternierend beweglichen horizontalen Leiterkonstruktion (7) und aus zwei unter
der Leiierkonstrukilon (7). in deren Längsrichtung
angeordneten, zueinander parallel und sich im Vergleich zueinander in entgegengesetztem Takt
auf- und abbewegenden spulenhebenden Gabelreihen (8a. 86; besteht.
3. Beschickungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß die
auf den Jochen (3) ausgebildete, durch die Hebevor richtungen (5a, 5b)aes Spulenumladewagens (6) be
tätigbare Spuleneinspannvorrichtung aus einer im Mantel der Achse (14) der Spuleneingangsspannpinole
(13) ausgebildeten schrägen Nut (15), eine mit dieser Nut zusammenwirkenden, prismenfönnige
Führung (18) aufweisenden und in einer zu der Achse (14) der Spuleneinspannpinole (13) senkrechten
Zwangsbahn (16) geführten Riegel (17) sowie einem zu diesem Riegel senkrechten, sich mit seinem zylindrischen
Mantel im Verriegelungszustand in den Ausschnitt (21) des Riegels (17) hineinpassenden und
im entnegelten Zustand den Riegel (17) durch einen in seinem zylindrischen Mantel ausgebildeten Aus
schnitt (22) durchlassenden, von oben durch eine Feder (19) belasteten Sicherungsbolzen (20) und ferner
einer über das Ende des Joches (3) hinausragenden und der Rückführung des Riegels (17) in den Verriegelungszustand
dienenden Nase (23) besteht.
4. Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet. daß die üntricgelungscinhcilen
von wenigstens einer der Hebevorrichtungen (56^dCS Spulenumladewagens (6) aus einem auf der
Hebegabel (10) befestigten riegelöffnenden Arbeitszylinder (24) und einer den Sicherungsbolzen (20)
gegen die Kraft der Keder(19) hochdruckenden I-ntsidieningsvorrichuing
(25) besteht.
5. Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungseinheiten
von wenigstens einer der Hebevorrichtungen (5a) des Spulenumladewagens (6) aus einem auf der
Hebegabel (10) befestigten, riegelschließenden Arbeitszylinder (27) und einem mit der über das Ende
des Joches (3) hinausragenden Nase (23) zusammenwirkenden Abstützelement (28) bestehen.
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