DE3142698C2 - Bremsrinne für Walzstäbe, insbesondere Rundstäbe - Google Patents

Bremsrinne für Walzstäbe, insbesondere Rundstäbe

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DE3142698C2 DE19813142698 DE3142698A DE3142698C2 DE 3142698 C2 DE3142698 C2 DE 3142698C2 DE 19813142698 DE19813142698 DE 19813142698 DE 3142698 A DE3142698 A DE 3142698A DE 3142698 C2 DE3142698 C2 DE 3142698C2
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    • B21B—ROLLING OF METAL
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Abstract

Die schieberlose Bremsrinne für Walzstäbe umfaßt ein ortsfestes Rinnenteil (38) für jede Walzader mit je zwei nach unten offenen Kammern (38a, 38b), die durch die Rutschfläche (37a) eines Pendelkörpers (37) normalerweise verschlossen sind, so daß die Walzstäbe abgebremst werden. Zum Auswerfen der Stäbe auf das Kühlbett wird der Pendelkörper taktweise nach rechts und links verschwenkt, bis die Auswerfer-Öffnungen (40) unter ein Kammerpaar gelangen. Es ist auch die kinematische Umkehr denkbar, in der das Rutschteil (37) feststeht und die Rinnenteile (38) eine Pendelbewegung ausführen.

Description

Die Erfindung betrifft eine Bremsrinne für Walzstäbe, insbesondere Rundstäbe, die mit hoher Geschwindigkeit aus einer Walzstraße auslaufen, mit mindestens zwei Laufrinnen, deren durchgehend offene Längsschlitze durch reversierende Bewegungen der Laufrinne wahlweise durch ortsfeste Überdeckungen verschlossen oder zum Abwerfen des Walzgutes nach unten geöffnet werden können.
Eine derartige Bremsrinne ist durch die DE-PS 4 65 625, Fig. 2, bekanntgeworden. Hierbei sind zwei mit einem Längsschlitz versehene Laufrinnen um ihre Längsachsen drehbeweglich reversierend steuerbar, um jeweils eine Laufrinne durch Wegsteuern des Längsschlitzes aus dem Bereich einer Überdeckung zu öffnen, damit der in der Bremsrinne zur Ruhe gekomriene Walzstab durch freien Fall abgeworfen ν irü. LJiese bekannte Bremsrinne benötigt für jede Lautrinne einen für sich steuerbaren Drehantrieb, um den Längsschlitz einer Laufrinne aus dem Bereich ihrer Überdeckung hinaustreten zu lassen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäßc Bremsrinne baulich und hinsichtlich des Bewegungsantriebes zum Abwerfen von zur Ruhe gekommenen Walzstäben zu vereinfachen. Die Lösung dieser Aufgabe besteht gemäß der Erfindung darin, daß die Laufrinnen von nach unten offenen Kammern eines einstückigen, aus einer Mittelstellung hin und her querverschieblichen Rinnenteils gebildet sind, daß die ortsfesten Überdeckungen aus einem einstückigen, jeweils zwei benachbarte Kammern in der Mittelstellung des Rinnenteils verschließenden Rutschteil bestehen, wobei die Kammern durch die Querbewegungen des Rinnenteils wechselweise bis außerhalb des Rutschteils in eine Abwerfstellung bewegbar sind, und daß an der Einlaufseite der Bremsrinne in Verlängerung von ortsfesten Führungsrohren für die aufeinanderfolgenden, abzubremsenden Walzstäbe für jede Kammer ein Schwenkrohr vorgesehen ist, das den Bewegungen des Rinnenteils zwangsläufig folgt.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß zum Abwerfen der Walzstäbe nur ein einziger Antrieb erforderlich ist, da die beiden aufeinanderfolgenden Walzstäbe den
Bewegungen des einheitlichen Rinnenteils gemeinsam folgen, wobei aber in den Endlagen des Rinnenteils jeweils nur ein Walzstab abgeworfen wird.
Da die Bremsrinne gemäß der Erfindung insbesondere Walzstäbe in Kühlbettlängen abbremsen und auswerfen soll, ist es zweckmäßig, daß das Rinnenteil und das Rutschteil jeweils aus mehreren hintereinander angeordneten, mit Einlauftrichtern versehenen Abschnitten besteht, wobei die Abschnitte des Rinnenteils gemeinsam antreibbar sind, wie es durch die Drahtbremsvorridimng nach der DE-AS 28 26 460 vorgezeichnet ist Dabei erhält jedes Einzelelement einlaiifseitig der Kammern des Rinnenteils trichterförmige Erweiterungen, wie bei Drahtführungs-Rohrelementen bekannt
Die Querverschiebung des Rinnenteils kann geradlinig erfolgen, jedoch wird eine Schwenkbewegung vorgezogen, wie sie für offene Laufrinnen durch die DE-OS 20 08 250 bekanntgeworden ist Zweckmäßigerweise wird die Schwenkbewegung des Rinnenteils dadurch erhalten, daß das Rinnenteil am unteren Ende eines bzw. mehrerer reversierend schwenkbarer Schwenkhebel befestigt ist und die Rutschfläche des ortsfesten Rutschteils kreisförmig gekrümmt verläuft, wobei der Krümmungsmittelpunkt die Schwenkachse des Schwenkhebels bzw. der Schwenkhebel ist
Das ortsfeste Rutschteil wird zweckmäßig durch in Längsrichtung der Laufrinnen beiderseits des Schwenkhebels bzw. der Schwenkhebel angeordnete, das Rinnenteil in Querschlitzen durchgreifende Hängebolzen gehalten. Die Querschlitze sind dabei so lang, daß in jeder Abwerfstellung des Rinnenteils der in der noch geschlossenen Kammer befindliche Walzstab die Hängebolzen im Abstand passiert
Auch bei der bereits erwähnten Auflösung der Bremsrinne gemäß der Erfindung in eine Mehrzahl von Einzelelementen ist ein gemeinsamer Schwenkantrieb für die Abschnitte des Rinnenteils möglich, indem die Schwenkachse mit den darauf befestigten Schwenkhebeln von einem umsteuerbaren Stellzylinder taktweise aus der Mittelstellung in zwei Abwerfstellungen des Rinnenteils schwenkbar ist.
Für paarweise zusammenhängend gewalzte, vor dem Eintritt in die Bremsrinne durch Längstrennen vereinzelte Walzstäbe ist die zugrundegelegte Aufgabe mit den im Kennzeichen des Anspruchs 6 angegebenen Maßnahmen gelöst.
Eine der Voraussetzungen für das mehradrige Aufnehmen von Walzstäben in Bremsrinnen mit einstückigem Rinnenteil ist ein Gleichlauf von zwei Adern nebeneinander, d. h. von Adern gleicher Länge mit gleicher Lage der Vorder- und Hinterenden. Diese Voraussetzung ist bei dem genannten paarweisen Walzen der Stäbe gegeben. Hierbei werden die vereinzelten Walzstäbe eines zusammenhängend gewalzten Stabpaares nicht etwa benachbarten Kammern zugeführt, sondern der ersten und dritten bzw. zweiten und vierten Kammer, so daß in einer Abweristellung des gemeinsamen Rinnenteils die beiden vereinzelten, ursprünglich zusammenhängenden und gleichlaufenden Walzstäbe gemeinsam abgeworfen werden.
Aus dem vorher Gesagten geht hervor, daß eine Bremsrinne mit vier Kammern im gemeinsamen Rinnenteil einen mittleren freien Auswerfraum zwischen den zwei voneinander getrennten Rutschteilen erfordert. Zum Verteilen der gleichzeitig ausgeworfenen vereinzelten Walzstäbe beispielsweise auf die Rasten eines Schwingrechenkühlbeites wird empfohlen, zwischen den ortsfesten Rutschteilen senkrechte ortsfeste Trennstangen anzuordnen, die den durch den Abstand der Rutschteile voneinander bestimmten freien Auswerfraum in zwei Hälften unterteilen. Durch diese Trennstangen in Verbindung mit weiteren Leitflächen für die seitlich außerhalb der Rutschteile ausgeworfenen Walzstäbe kann sichergestellt werden, daß die jeweils gleichzeitig ausgeworfenen Walzstäbe in die beiden ersten Rasten des Schwingrechenkühlbettes geleitet ίο werden, dessen Schwinghub zwei Zackenteilungen des Kühlbettes umfaßt Es ist in diesem Zusammenhang zu vermerken, daß die Bremsrinne gemäß der Erfindung natürlich auch angewendet werden kann, wenn Walzstäbe von einer gemeinsamen Kühlgrube aufgenommen werden sollen. Ferner ist es denkbar, die Bremsrinne gemäß der Erfindung einem Schwingrechenkühlbett konventioneller Art vorzuschalten, um wahlweise dicke oder profilierte Stäbe abzubremsen oder querzufördern. In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele einer Bremsrinne gemäß der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
F i g. 1 ein Bremsrinnen-Element einer mehrgliedrigen Bremsrinne in Seitenansicht
F i g. 2 einen Schnitt nach der Linie H-II in F i g. 1, Fig.3 eine vergrößerte Schnittdarstellung nach F i g. 2 zur Darstellung von Auswerferstellungen,
Fig.4 eine zweiadrige Bremsrinne für paarweise gewalzte Walzstäbe,
F i g. 5a bis 5c verschiedene Stellungen einer zweiadrigen Bremsrinne gemäß F i g. 4, und
Fig.6 eine Zuführung der Walzstäbe für eine mehradrige Bremsrinne nach F i g. 4.
Wie Fig. 1 zeigt, besteht die Bremsrinne aus einer Mehrzahl von Einzelelementen A, B, Q usw. in enger Aufeinanderfolge, wobei das erste Bremsrinnenelement A, das ebenso wie das Element C nur teilweise dargestellt ist, am Anfang des in Fig.2 teilweise dargestellten Rechenkühlbettes R angeordnet ist. Der ortsfeste Teil des Rechenkühlbettes R hat hochgezogene Wände Wzum Befestigen der Bremsrinnen-Elemente. Zum gemeinsamen Antrieb aller Bremsrinnenelemente gehört eine sich über die gesamte Länge der Bremsrinne erstreckende Schwenkachse 3, mit der mindestens ein Winkelhebel 4 drehverbunden ist, an dem die Kolbenstange 5 eines druckmittelbetriebenen Stellzylinders 6 angreift.
Die Bremsrinne umfaßt eine Mehrzahl von auf der Schwenkachse 3 aufgekeilten Schwenkhebeln 7, die am unteren Ende ein Rinnenteil 8 mit zwei nach unten so offenen Kammern 8a, 8b tragen. In der dargestellten Mittelstellung der Schwenkhebel 7 bzw. der Rinnenteile 8 sind beide Kammern 8a, 8b durch ein einheitliches ortsfestes Rutschteil 9 verschlossen. Die Rutschfläche des Rutschteils 9 ist kreisbogenförmig entsprechend der kreisförmigen Bewegung des Rinnenteils 8 gekrümmt, d.h. der Krümmu;,gsmittelpunkt der Rutschfläche ist die Mittellinie der Schwenkachse 3. Zwischen den die beiden Kammern 8a, 8b umfassenden Stegen des Rinnenteils 8 und der Rutschflächs des Rutschteiis 9 ist ein geringfügiges Spiel eingestellt.
Wie insbesondere aus F i g. 1 hervorgeht, ist das ortsfeste Rutschteil 9 durch außerhalb eines jeden Schvenkhebels 7 angeordnete Hängebolzen 10 gehalten, die mit ihren oberen Enden an Querstegen W der Kühlbettwände W befestigt sind und das bewegliche Rinnenteil 8 in Querschlitzen 5 (F i g. 3) durchgreifen. Die Bedeutung dieser Querschlitze 5 wird im Zusammenhang mit F i g. 3 näher erläutert.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Bremsrinne ist für einadrigen Betrieb des vorgeordneten Walzwerkes ausgelegt, d. h. den Kammern 8a und Sb des Rinnenteils 8 werden abwechselnd die durch eine rotierende Schere geschnittenen Walzstäbe 1 bzw. la in Aufeinanderfolge zugeführt. Die Zuführungsrohre für die Walzstäbe 1 und la vor dem ersten Rinnenelement A und ihre Besonderheiten werden später im Zusammenhang mit Fig.6 erläutert. Es sei angenommen, daß der Stab 1 durch die Bremswirkung des Rutschteils 9 und eines Stegeteils des Rinnenteils 8 zur Ruhe kommt, wobei der nachfolgende Stab la in die Kammer Sb einläuft. Zum Abwerfen des Stabes 1 wird nunmehr das Rinnenteil 8 über eine Schwenkbewegung des Schwenkhebels 7 im Uhrzeigersinn in die in Fig.3 gezeigte Stellung geschwenkt. Hierdurch verläßt die Kammer 8a den Abdeckungsbereich des Rutsciiteils 9, so daß der Walzstab 1 frei nach unten austreten kann und über die geneigten Kühlbettwände W der ersten Raste des Kühlbettes R zugeführt wird. Der Stab la in der Kammer Sb folgt dieser Querverschiebung des Rinnenteils 8 nach links. Kehrt der Schwenkhebel 7 bzw. das Rinnenteil 8 in die Mittelstellung nach Fig. 1 zurück, kann in die nunmehr wieder verschlossene Kammer 8a ein nächster Walzstab einlaufen. Die Auswerferstellung des Rinnenteils 8 für den Stab la ist in Fig.3 strichpunktiert angedeutet. In beiden Auswerferstellungen befinden sich die Querschlitze S — wie in F i g. 3 für eine Auswerferstellung ersichtlich - in einer Grenzlage, in der das Rinnenteil 8 an den Hängebolzen 10 höchstens zur Anlage kommt, so daß das in den Kammern befindliche Walzgut die Hängebolzen 10 mit Abstand passiert. Die minimale Länge der Querschlitze S entspricht somit mindestens dem gesamten Querverschiebeweg des Rinnenteils 8.
Die F i g. 4 bis 6 betreffen ein Ausführungsbeispiel für paarweise gewalzte Walzstäbe. Walzstäbe 1 mit la und 2 mit 2a werden zusammenhängend gewalzt und durch Längsschlitzen vereinzelt Gemäß Fig.4 weist das Rinnenteil 18 vier nach unten offene Kammern und zwei durch einen freien Auswerferraum voneinander getrennte ortsfeste Rutschteile 19 in spiegelbildlicher Anordnung auf, die in der dargestellten Mittelstellung des Rinnenteils 18 jeweils ein benachbartes Kammerpaar verschließen. In diesem Falle sind selbstverständlieh jedem Rutschteil 19 eigene Hängebolzen 10 zugeordnet Der Schwenkhebel 17 ist entsprechend dem Rinnenteil 18 verbreitert
Der zwischen den Rutschteilen 19 befindliche Auswerferraum ist durch senkrechte ortsfeste Trenn- so stangen 20 in zwei Hälften unterteilt, wenn die in diesen Auswerferraum freigegebenen Walzstäbe benachbarten Rasten des Rechenkühlbettes R zugeführt werden sollen.
Die Wirkungsweise einer solchen Bremsrinne geht am besten aus p i g. 5a bis 5c hervor. F i g. 5a zeigt die Mittelstellung des Rinnenteils 18 gegenüber den beiden Rutschteilen 19, die zwischen sich den gemeinsamen Auswerferraum 21 bilden. Von einem ersten zusammenhängend gewalzten Doppelstab werden die vereinzelten Stäbe 1 und la denjenigen Kammern des Rinnenteils 18 zugeleitet, die bei einer Schwenkbewegung des Rinnenteils 18 gleichzeitig geöffnet werden, wie F i g. 5b zeigt. Die Stäbe 1 und la, die wegen ihres gleichzeitigen Einlaufes auch gleichzeitig zur Ruhe gekommen sind, treten ebenso gleichzeitig im freien Fall nach unten aus. Während der einen Abwurfstellung nach F i g. 5b oder in der Mittelstellung nach Fig.5a des Rinnenteils 18 werden den verbleibenden beiden Kammern die vereinzelten Walzstäbe 2 und 2a eines nachfolgenden Doppelstabes zugeführt. Diese Stäbe werden in der anderen Abwurfstellung nach F i g. 5c abgeworfen, wonach ein weiteres Stabpaar 1, la einlaufen kann.
F i g. 6 zeigt die einer Bremsrinne nach F i g. 4 vorgeordneten Elemente. Jeder der einlaufseitig trichterförmig ausgebildeten Laufrinnen bzw. Kammern 18a bis iSddcs Rinnenteils 18 eines ersten Bremsrinnenelementes A sind Schwenkrohre 23, 24, 25, 26 vorgeordnet, die einlaufseitig schwenkbar gelagert sind und auslaufseitig über Gelenkbolzen 28 derart am Rinnenteil 18 angeschlossen sind, daß jedes Schwenkrohr den Bewegungen des Rinnenteils in dem Sinne folgt, daß die Schwenkrohre ständig den ihnen zugeordneten Kammern 18a bis 18c/ folgen. Einlaufseitig vor den Schwenkrohren 23 bis 26 liegen ortsfeste Führungsrohre 29,30,31,32, wobei in die Rohre 29 und 31 und damit in die Kammern 18a und 18cdie Walzstäbe 1, la eines zusammenhängend gewalzten Doppelstabes einlaufen. Das nächste Aderpaar wird den Führungsrohren 30, 32 zugeführt Die Schwenkrohre 23 bis 26 sind alle aus einer geradeaus gehenden Mittelstellung verschwenkt dargestellt, etwa entspreche.^ d.r Situation nach F i g. 5c, in der die Kammern 186 und iSd zum Auswerfen eines vorhergehenden Stabpaares noch auf Auswerferstellung stehen, die Kammern 18a und 18c für nachfolgende Stäbe 1,1a jedoch verschlossen si nd.
Für das Alisführungsbeispiel nach F i g. 2 und 3 sind der Bremsrinne natürlich nur zwei Schwenkrohr^ 23,24 und zwei Zuführungsrohre 29,30 zugeordnet
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

Patentansprache:
1. Bremsrinne für Walzstäbe, insbesondere Rundstäbe, die mit hoher Geschwindigkeit aus einer Walzstraße auslaufen, mit mindestens zwei Laufrinnen, deren durchgehend offene Längsschlitze durch reversierende Bewegungen der Laufrinnen wahlweise durch ortsfeste Überdeckungen verschlossen oder zum Abwerfen des Walzgutes nach unten geöffnet werden können, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufrinnen von nach unten offenen Kammern (8a, 8b) eines einstückigen, aus einer Mittelstellung hin und her querverschieblichen Rinnenteils (8) gebildet sind, daß die ortsfesten Überdeckungen aus einem einstückigen, jeweils zwei benachbarte Kammern in der Mittelstellung des Rinneineils verschließenden Rutschteil (9) bestehen, wobei die Kammern durch die Querbewegungen des Rinnenteils wechselweise bis außerhalb des Rutschteils in eine Abwertstellung bewegbar sind, und daß an der Einlaufseite der Bremsrinne in Verlängerung von ortsfesten Führungsrohren (29, 30) für die aufeinanderfolgenden, abzubremsenden Walzstäbe für jede Kammer ein Schwenkrohr (23, 24) vorgesehen ist das den Bewegungen des Rinnenteils zwangsläufig folgt
2. Bremsrinne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß das Rinnenteil (8) und das Rutschteil (9) aus mehreren hintereinander angeordneten, mit Einlauftrichtern versehenen Abschnitten (A, B, C) bestehen, und daß die Abschnitte des Rinnenteils (8) gemeinsam antreibbar sind.
3. Bremsrinne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Rinnenteil (8) am unteren Ende eines bzw. mehrerer reversierend schwenkbarer Schwenkhebel (7) befestigt ist und die Rutschfläche des ortsfesten Rutschteils (9) kreisförmig gekrümmt verläuft, wobei der Krümmungsmittelpunkt die Schwenkachse (3) des Schwenkhebels bzw. der Schwenkhebel ist.
4. Bremsrinne nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das ortsfeste Rutschteil (9) durch in Längsrichtung der Laufrinnen beiderseits des Schwenkhebels (7) bzw. der Schwenkhebel angeordnete, das Rinnenteil (8) in Querschlitzen (S) durchgreifende Hängebolzen (10) gehalten ist
5. Bremsrinne nach dem auf Anspruch 2 rückbezogenen Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (3) mit den darauf befestigten Schwenkhebeln (7) von einem umsteuerbaren Stellzylinder (6) taktweise aus der Mittelstellung in zwei Abwerfstellungen des Rinnenteils schwenkbar ist.
6. Bremsrinne für Walzstäbe, insbesondere Rundstäbe, die mit hoher Geschwindigkeit aus einer Walzstraße auslaufen, mit mindestens zwei Laufrinnen, deren durchgehend offene Längsschlitze durch reversierende Bewegungen der Laufrinnen wahlweise durch ortsfeste Überdeckungen verschlossen oder zum Abwerfen des Walzgutes nach unten geöffnet werden können, für paarweise zusammenhängend gewalzte, vor dem Eintritt in die Bremsrinne durch Längstrennen vereinzelte Walzstäbe, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufrinnen von vier nach unten offenen Kammern eines einstückigen, aua einer Mittelstellung hin und I1T querverschieblichen Rinnenteils (18) gebildet sind, daß die ortsfesten Überdeckungen aus zwei, jeweils ein benachbartes Kammerpaar in der Mittelstellung des Rinnenteils verschließenden ortsfesten Rutschteilen (19) bestehen, die durch einen freien Auswerfraum (21) voneinander getrennt sind, wobei die Kammern durch die Querbewegungen des Rinnenteils (lö) wechselweise bis außerhalb der Rutschteile (19) in eine Abwerfstellung bewegbar sind, und daß an der Einlaufseite der Bremsrinne in Verlängerung von ortsfesten Führungsrohren (29 bis 32) für die aufeinanderfolgenden, abzubremensenden Walzstäbe für jede Kammer ein Schwenkrohr (23 bis 26) vorgesehen ist das den Bewegungen des Rinnenteils zwangsläufig folgt
7. Bremsrinne nach Anspruch 6, zum Verteilen der gleichzeitig ausgeworfenen vereinzelten Walzstäbe auf die Rasten eines Schwingrechenkühlbettes, dadurch gekennzeichnet daß zwischen den ortsfesten Rutschteilen (19) senkrechte ortsfeste Trennstangen (20) angeordnet sind, die den durch den Abstand der Rutschteile voneinander bestimmten freien Auswerfraum (21) in zwei Hälften unterteilen.
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