DE3143382C2 - - Google Patents
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E04F—FINISHING WORK ON BUILDINGS, e.g. STAIRS, FLOORS
- E04F15/00—Flooring
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Description
Die Erfindung betrifft ein Holzpflaster, bestehend aus ein
zelnen, etwa 30-100 mm dicken, aneinandergesetzt verlegten
Hirnholzklötzen mit einer den Querschnitt des Holzklotzes ver
mindernden Ausnehmung.
Ein Holzpflaster besteht aus scharfkantig geschnittenen
Vollholzklötzen, die einzeln zu gepflasterten Flächen so
verlegt werden, daß eine Hirnholzfläche als Lauffläche dient.
Durch das hygroskopische Verhalten von Holz ist jeder einzelne
Vollholzklotz des Holzpflasters Ausdehnungsschwankungen unter
worfen, die von der Luftfeuchtigkeit, aber auch der Temperatur
der unmittelbaren Umgebung abhängig sind. Innerhalb eines
Holzpflasters addieren sich die Ausdehnungsschwankungen jedes
einzelnen Holzklotzes, so daß im Randbereich des Holzpflasters
bereits erhebliche Verschiebungen auftreten können. In den
Randbereichen eines Holzpflasters wird vor Wänden, die einen
Innenraum begrenzen, deshalb eine Abschlußfuge freigelassen,
welche die Ausdehnungsschwankungen des Bodenbelags ausgleichen
soll. Da die Vollholzklötze für das Holzpflaster einzeln mit
dem Verlegungsuntergrund verklebt sind, werden die in den zur
Abschlußfuge benachbarten Randbereiche befindlichen Holz
klötze des Holzpflasters jedoch durch die von Spannungen im
Holzpflaster verursachten Verschiebungen aus dem Klebstoffbett
regelrecht abgeschert. Bei einem verlegten Holfpflaster sind
die in den Randbereichen verlegten Vollholzklötze demzufolge
nach kurzer Zeit nicht mehr fest mit dem Untergrund verbunden,
da ein Raumklima bezüglich der Luftfeuchtigkeit und Temperatur
nicht derart konstant gehalten werden kann, daß durch Spannun
gen verursachte Verschiebungen des Holzpflasters nicht mehr
auftreten.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, die Vollholzklötze ei
nes Holzpflasters derart zu verlegen, daß sich das Holzpfla
ster von Wand zu Wand erstreckt, daß also die einzelnen Voll
holzklötze praktisch zwischen den Wänden eingespannt sind. Das
Abscheren aus dem Klebstoffbett kann dabei nicht mehr auftre
ten. Die Klötze können sich jedoch kaum ausdehnen, so daß sich
im Holzpflaster erhebliche Druckspannungen aufbauen können,
die von den Innenwänden aufzufangen sind. Solche Druckspannun
gen im Holzpflaster können auch bei einem mit der vorgenannten
Abschlußfuge verlegten Holzpflaster auftreten, wenn z. B. durch
einen Wasserschaden, bedingt durch Rohrleitungsbrüche, un
dichte Dächer, aufsteigende Feuchtigkeit oder dergleichen das
Holzpflaster soweit quillt, daß die Abschlußfuge die durch das
Aufquellen bedingte Vergrößerung nicht mehr auffangen kann.
Dies hat, ebenso wie die eingespannte Verlegung des Boden
belags zwischen den Raumwänden, die negative Auswirkung, daß
schwere Gebäudeschäden verursacht werden, weil die Druckspan
nungen sogar zum Verschieben der Raumwände führen können.
In dem deutschen Gebrauchsmuster 71 44 332 ist ein Holz
pflaster beschrieben, dessen Holzklötze eine vom Rand aus ein
geschnittene sich über die Höhe des Klotzes erstreckende keil
förmige Nut aufweisen, die bis zum Zentrum des Klotzes vor
dringt. Durch die Nut können Quellkräfte innerhalb des Klotzes
ausgeglichen werden, jedoch nur bis sich die Nut durch Auf
quellen geschlossen hat. Quillt der Klotz danach weiter, tre
ten die vorbeschriebenen Nachteile dennoch auf. Eine sich über
die Höhe des Klotzes erstreckende Nut hat auch den Nachteil,
daß die Oberfläche des Holzpflasters nicht mehr geschlossen
ist. Geringe Feuchtigkeitsmengen, beispielsweise Aufwischwas
ser, können unmittelbar in die Nuten der Holzklötze des Holz
pflasters eindringen. Außerdem füllen sich die Nuten mit der
Zeit durch Staub und Schmutzpartikel.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Bodenbe
lag, insbesondere ein Holzpflaster, derart auszubilden, daß Ge
bäudeschäden bei einem Aufquellen der einzelnen Holzklötze
nicht mehr auftreten können.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Ausnehmungen in die Unterseite des Holzklotzes eingeschnitten
sind, wobei diese eingeschnittenen Holzklötze im Verbund mit
Vollholzklötzen in ausgewählten Bereichen des Holzpflasters
verlegt sind.
Die erfindungsgemäße Ausführung des Holzpflasters hat den
Vorteil, daß durch Aufquellen verursachte Druckspannungen in
nerhalb des Bodenbelags, die sich auf ihn durch die jeweils be
nachbart verlegten Holzklötze übertragen, zu einem Bruch des
Holzklotzes an solchen Stellen führen, wo sein Querschnitt
durch die Ausnehmung geschwächt ist. Damit ist es möglich, ein
Holzpflaster zwischen Raumwänden eingespannt zu verlegen, so
daß das Abscheren einzelner Klötze aus dem Klebebett nicht
mehr auftritt. Die den Querschnitt eines Holzklotzes vermin
dernden Ausnehmungen sind dabei so bemessen, daß der Holzklotz
Quetschkräfte bis zu einer Größenordnung auffangen kann, die
kurz vor dem Erreichen eines Sollwertes liegen, bei dessen
Überschreitung ein Gebäudeschaden auftreten würde. Durch die
in die Holzklötze eingeformten Ausnehmungen werden somit Soll
bruchstellen geschaffen, die bei Überschreiten einer bestimm
ten Druckspannung im Holzpflaster zu einer Zertrümmerung des
Holzklotzes führen.
Die den Querschnitt vermindernden Ausnehmungen können be
liebig ausgeformt sein. Wichtig ist dabei lediglich, daß sie
zu Materialschwächungen des Holzklotzes führen, die diesen bei
auf seine Seitenflächen einwirkenden Druckspannungen zerbre
chen lassen. Die Ausnehmungen können als in die Unterseite ein
geschnittene Sacklöcher ausgeführt sein, die sich bis kurz un
ter die als Lauffläche dienende Stirnfläche des Holzklotzes er
strecken. Die zwischen den Ausnehmungen stehenbleibenden Stege
können dann bei auftretenden Druckspannungen zerbrechen.
Die Ausnehmungen können auch als Nuten, Schlitze oder der
gleichen ausgebildet sein.
Es ist auch möglich, innerhalb eines Klotzes Ausnehmungen
unterschiedlicher Formgebung und Abmessung anzuordnen. Daraus
ergibt sich der Vorteil, daß auf relativ einfache Weise die Be
lastung vorbestimmt werden kann, bei welcher der Klotz zerbre
chen soll. Bleiben z. B. stärkere Stege zwischen geringer dimen
sionierten Ausnehmungen stehen, zerbricht der Holzklotz erst
bei Auftreten höherer Druckspannungen. Ebenso ist es möglich,
bei gleich dimensionierten Ausnehmungen die Bruchgrenze durch
die Anzahl der eingeschnittenen Ausnehmungen vorzubestimmen.
Sind innerhalb eines Klotzes Ausnehmungen mit unterschied
lichen Abmessungen angeordnet, tritt auch eine stufenweise Zer
störung eines Holzklotzes bei einer durch Aufquellung des Bo
denbelags langsam anwachsenden Druckspannung auf.
Es ist auch möglich, zueinander benachbart verlegte Holz
klötze mit jeweils unterschiedlichen Abmessungen aufweisenden
Ausnehmungen zu versehen.
Die Holzklötze werden mit Ausnehmungen
innerhalb eines Holzpflasters im Verbund mit benachbart verleg
ten Vollholzklötzen verlegt. Dadurch
wird erreicht, daß bei durch Quellung der Vollholzklötze
auftretende Druckspannungen der Bodenbelag nur in vorbestimm
ten Bereichen zerstört wird. Solche Bereiche, in denen eine
Zerstörung auftreten kann, können durch Verlegung der Holz
klötze mit Ausnehmungen z. B. dort festgelegt werden, wo später
ein leichteres Auswechseln der zerquetschten Holzklötze mög
lich ist.
Ein solcher bevorzugter Bereich der Anordnung von Holzklöt
zen mit Ausnehmungen befindet sich z. B. in zu Begrenzungswän
den eines Innenraums benachbarten Randbereichen eines Bodenbe
lags aus üblichen Vollholzklötzen, und zwar dort, wo bei bis
herigen Holzpflasterungen eine seitliche Abschlußfuge angeord
net wurde. Eine Sollbruchzone innerhalb des Holzpflasters zum
Ausgleich der Verschiebungen bei Quellung kann z. B. durch drei
Reihen parallel zueinander im Randbereich verlegte Holzklötze
mit Ausnehmungen gebildet sein. Solche Sollbruchzonen, z. B.
Randbereiche eines Holzpflasters können sich beispielsweise
vor jeweils zwei einander gegenüberstehenden Begrenzungswänden
eines Innenraumes befinden. Es ist unter Umständen auch ausrei
chend, lediglich vor einer Begrenzungswand von zwei einander
gegenüberstehenden Begrenzungswänden eine Sollbruchzone aus
Holzklötzen mit Ausnehmungen zu verlegen.
Der Einsatz von Holzklötzen mit Ausnehmungen ermöglicht
das eingespannte Verlegen eines Holzpflasters, dessen Klötze
sich von Wand zu Wand eines Innenraumes erstrecken. Demzufolge
können bei geringfügigen Ausdehnungsschwankungen des Fußboden
belags keine Abscherungen der am Randbereich befindlichen
Klötze aus dem Klebstoffbett auftreten. Nehmen die durch die
Ausdehnungsschwankungen bedingten Druckspannungen im Holzpfla
ster dann soweit zu, daß Gebäudeschäden zu befürchten sind,
treten die Holzklötze in Funktion, indem sie durch die Druck
spannungen zertrümmert werden, bevor eine zu Gebäudeschäden
führende Größenordnung der Druckspannungen erreicht wird.
Zertrümmerte Holzklötze können einfach ausgewechselt werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische schematische Darstellung ei
ner Randzone eines Holzpflasters vor einer Wand,
mit Vollholzklötzen und mit Holzklötzen mit Ausneh
mungen,
Fig. 2 ein anderes Ausführungsbeispiel der Formgebung von
Ausnehmungen eines Holzklotzes und
Fig. 3 eine Ausführung des Holzklotzes mit als Querschlit
zen ausgeführten Ausnehmungen.
In Fig. 1 ist in schematischer perspektivischer Darstel
lung eine Randzone eines aus Holzklötzen gebildeten Holzpfla
sters in einem Innenraum dargestellt, der durch Innenwände 1
begrenzt wird. Das Holzpflaster besteht aus einzeln aneinan
dergesetzt verlegten Vollholzklötzen 2. Der an die Innenwand 1
angrenzende Randbereich des Holzpflasters besteht aus einer
Reihe von Holzklötzen 3, von denen jeder Holzklotz mit seinen
Querschnitt vermindernden Ausnehmungen 4 versehen ist, die bei
diesem Ausführungsbeispiel als von der Unterseite 5 des Holz
klotzes aus eingeschnittene, zueinander parallel ausgerichtete
kammförmige Nuten ausgebildet sind. Jede Ausnehmung 4 er
streckt sich bis kurz unter die als Lauffläche des Holzpfla
sters dienende Stirnfläche des Holzklotzes 3.
Bei in Richtung des Pfeils 6 von rechts im Holzpflaster
auftretenden Druckkräften, die z. B. durch Quellen bei Wasser
schäden oder dergleichen entstehen können, kann der durch die
Ausnehmungen 4 geschwächte Holzklotz 3 zertrümmert werden, so
daß sich die Druckspannungen nicht auf die Innenwand 1 auswir
ken können, was andernfalls zu Gebäudeschäden führen würde.
Die Fig. 2 und 3 zeigen Holzklötze mit keilförmigen Aus
nehmungen 4, die sich zum einen in Längsrichtung des Holzklot
zes erstrecken (Fig. 2) und zum anderen in der Querrichtung
(Fig. 3).
Claims (5)
1. Holzpflaster, bestehend aus einzelnen, etwa 30-100 mm
dicken, aneinandergesetzt verlegten Hirnholzklötzen mit einer
den Querschnitt des Holzklotzes vermindernden Ausnehmung,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmungen (4) in die Unterseite des Holzklotzes (3)
eingeschnitten sind, wobei diese eingeschnittenen Holzklötze
im Verbund mit Vollholzklötzen (2) in ausgewählten Bereichen
des Holzpflasters verlegt sind.
2. Holzpflaster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmungen (4) Bohrungen, Nuten, Schlitze oder der
gleichen sind.
3. Holzpflaster nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen (4) eines Klotzes (3)
unterschiedliche Abmessungen aufweisen.
4. Holzpflaster nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß zueinander benachbart verlegte Holzklötze
(3) Ausnehmungen (4) mit jeweils anderen Abmessungen aufwei
sen.
5. Holzpflaster nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß eingeschnittene Holzklötze (3) in
zu Begrenzungswänden eines Innenraums benachbarten Randberei
chen eines Bodenbelags aus Vollholzklötzen (2) angeordnet
sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813143382 DE3143382A1 (de) | 1981-11-02 | 1981-11-02 | Holzklotz fuer eine aus einzeln aneinandergesetzt verlegbaren holzkloetzen gebildete flaechenbedeckung, vorzugsweise fuer einen bodenbelag |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813143382 DE3143382A1 (de) | 1981-11-02 | 1981-11-02 | Holzklotz fuer eine aus einzeln aneinandergesetzt verlegbaren holzkloetzen gebildete flaechenbedeckung, vorzugsweise fuer einen bodenbelag |
Publications (2)
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|---|---|
| DE3143382A1 DE3143382A1 (de) | 1983-05-11 |
| DE3143382C2 true DE3143382C2 (de) | 1987-05-27 |
Family
ID=6145382
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813143382 Granted DE3143382A1 (de) | 1981-11-02 | 1981-11-02 | Holzklotz fuer eine aus einzeln aneinandergesetzt verlegbaren holzkloetzen gebildete flaechenbedeckung, vorzugsweise fuer einen bodenbelag |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3143382A1 (de) |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE7144332U (de) * | 1972-03-09 | Orban Bois Sa | Senkrecht zur Faser geschnittener Klotz zur Herstellung von Hirnholzbelag | |
| CH86520A (de) * | 1920-02-13 | 1920-09-01 | Johansson Frans Hugo | Holztafel, insbesondere zur Herstellung von Fussböden. |
| DE1978790U (de) * | 1967-08-21 | 1968-02-15 | Jakob Kink & Cie Holzbearbeitu | Hirnholzpflasterboden-bauelement. |
-
1981
- 1981-11-02 DE DE19813143382 patent/DE3143382A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3143382A1 (de) | 1983-05-11 |
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