DE3143708A1 - Trichterklappensteuerung - Google Patents

Trichterklappensteuerung

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DE3143708A1
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Description

Glawe, DeIfs, Moll St. Partner - p~ 10188/81 - Seite 3
Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung an einem Brenngutkühler zum füllstandsabhängigen Steuern der Entleerungsorgane einer von einem Kühlluftgebläse beaufschlagten Kammer zum Sammeln und diskontinuierlichen Entleeren von im Förderweg durchfallendemBrenngut«
Das im Förderweg des Brennguts, insbesondere durch den Kühlrost eines Rostkühlerss durchfallende Brenngut muß aus dem Kühler, der durch die Kühlluft mit Überdruck beaufschlagt ist, ausgeschleust werden. Zur Vermeidung aufwendiger kontinuierlich arbeitender Schleusen wird es in der Kammer gesammelt und aus dieser jeweils beim Überschreiten eines bestimmten Füllstands durch Öffnen der Entleerungsorgane der Kammer abgelassen. Es ist bekannte die Entleerungsorgane automatisch zu betreiben in Abhängigkeit von bei dem maximalen Füllstand angeordneten Füllstandsanzeigern«
Für die Feststellung des Füllstands werden bislang in den Trichterkammern unter Rostkühlern kapazitive Füllstandsmeßeinrichtungen verwendet. Die Meßsonden werden an der Innenseite der Trichterwandung untergebracht, und ihre Verbindung zum elektronischen Meßteil wird durch die Trichterwandung hindurchgeführt. Sowohl die Meßsonden als auch die Durchführung sind hohen Temperaturen und dem stark abrasiven Klinkerstaub ausgesetzt. Dies hat den Nachteil der Störanfälligkeit und hoher Ersatzteilkosten.
Möglich ist auch der Einsatz von mechanischen Füllstands-
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Glawe, DeIfs, Moll & Partner - ρ 10188/81 - Saite 4-
anzeiger. Das sind, rotierende Paddel, die bei Berührung mit dem Schüttgut gebremst werden und durch diese Bremswirkung eine Füllstandsanzeige auslösen. Auch diese Fühler sind nicht zuverlässiger.
Zuverlässiger ist die Verwendung eines Gamma-Strahlers in Verbindung mit einem Empfänger. Der Nachteil dieser Meßmethode liegt außer im hohen Investitionsaufwand in den die Verwendung erschwerdenden gesetzlichen Auflagen. Im Ausland ist diese Meßmethode teilweise nicht zugelassen.
In anderem Zusammenhang, vorwiegend bei der Fahrzeugbeladung, sind pneumatische Fühler bekannt. Sie bestehen aus einem Gebläse, einer Luftleitung, die bei dem Meßfüllstand im Behälter sich frei öffnet, und einem den Druck in der Luftleitung gegen Atmosphäre messenden Druckschalter. Es wird ständig Luft von dem Gebläse durch die Luftleitung geblasen, die aus der Austrittsöffnung nur dann frei austreten kann, wenn der Schüttgutspiegel die Austrittsöffnung noch nicht erreicht hat. Anderenfalls wird die Austrittsöffnung verschlossen oder verkleinert und der Druck in der Luftleitung steigt an, wodurch der Druckschalter einen Signalkontakt auslöst, der beispielsweise die Beendigung eines FüllVorgangs veranlaßt. - Der Nachteil, des pneumatischen Fühlers liegt darin, daß er nur bei geringer Druckdifferenz funktioniert. Bei zu hohem Druck bläst sich die Austrittsöffnung im Schüttgut frei, so daß es nicht zu der gewünschten Auslösung des Druckschalters kommt. Ein weiterer Nachteil liegt darin, daß das Gebläse staubanfällig ist und einer ständigen Wartung und überwachung bedarf.
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Glawe, DeIfs, Moll & Partner = ρ 10188/81 - Seite 5
Für Klinkerkühler sind pneumatische Fühler noch nicht angewendet worden, weil in den Kammern unterschiedliche und je nach den Betriebsbedingungen wechselnde Drücke herrsehen, die in Anbetracht des geringen Meßdrucks zuverlässige Funktion ausschließen. Zwar könnte man daran denken,, zur Vermeidung des Einflusses des wechselnden Kammerdrueks die Meßluft an der Saugseite des Gebläses der Kammer selbst zu entnehmen; in der Praxis scheidet eine solche Möglichkeit jedoch wegen der Staubbeladung der Kammerluft aus.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung der eingangs genannten Art zu schaffen, die mit geringem Aufwand große Funktionssicherheit erreicht.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht einerseits in der Verwendung des bekannten pneumatischen Meßsystems, also der Verwendung einer von einer Druckluftquelle über eine Luftleitung gespeisten, bei dem vorbestimmten Füllstand angeordneten Luftaustrittsöffnung und einer auf die Entleerungsorgane einwirkenden Einrichtung zur Messung des Drucks in der Luftleitung, und andererseits in den Merkmalen, daß der Differenzdruck zwischen der Luftleitung und der Kammer gemessen wird und als Druckluftquelle eine Stelle des Kühlluftwegs vom Kühlluftgebläse zu der Kammer verwendet wird, die mindestens im Normal betrieb einen höheren Druck als die Kammer aufweist.
Die Erfindung nutzt den Umstand, daß zwisehen dem Kühlluftgebläse und der Kammer ein gewisser Druckverlust stattfindet, Zumindest wird die dynamische Druckhöhe der Kühlluft nicht
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Glawe, DeIfs, Moll & Partner - ρ 10188/81 - Seite 7
Die Erfindung wird im folgenden näher unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert, die ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Darin zeigen: Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt durch einen Rostkühler und
Fig. 2 eine gegenüber Fig. 1 vergrößerte Schemadarstellung eines Trichters mit Kühlgebläse und Meßanordnung.
Das vom Ofen 1 kommende Gut 2 wird auf dem Kühlrost 3 durch den Kühler befördert. Der Rostunterraum ist in mehrere Bereiche 4» 5, 6 aufgeteilt, denen die Kühlluft durch ein gemeinsames Kühlluftgebläse 7 oder mehrere jeweils einem Bereich zugeordente Kühlluftgebläse zugeführt wird. Unterhalb der Bereiche 4» 5, 6 wird durch den Rost 3 durchfallendes Gut in Trichtern 8 gesammelt, die Entleerungsorgane
9 besitzen, durch die es diskontinuierlich einem Förderband
10 zugeführt wird, das es zum Kühlerausgang befördert. Jeder Trichter weist einen Füllstandsmesser 11 auf, von dem aus die Entleerungsorgane 9 automatisch gesteuert werden.
Die Steuerungsanordnung'ist schematisch in Fig. 2 veranschaulicht.
Der Füllstandsfühler 11 im Trichter 8 wird von der Öffnung der Luftleitung 12 gebildet, die von einem Staurohr 13 ausgeht, dessen Aufnahmeöffnung im Spiralgehäuse des Gebläses 7 entgegen der Strömungsrichtung angeordnet ist. An die Leitung 12 ist nahe dem Staurohr 13 eine Meßleitung 14· angeschlossen, die zur Kammer 8 beziehungsweise dem zugehörigen Bereich 4, 5, 6 führt und einen 'Differenzdruckschalter 15 enthält.
..8
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Glawe, Delfs, Moll & Partner - ρ 10188/81 - Seite 8
Da zwischen dem Geblise 7 und der Kammer 8 in der Kühlluftleitung 16 Druck Verluste entstehen, und die dynamische Druckhöhe nicht voll in statische Druckhöhe umgewandelt wird, steht an der Aifnahmeöffnung des Staurohrs 13 ein größerer wirksamer Druck zur Verfügung als an der Luftaustrittsöffnung 11. Die Druckdifferenz ist gering und soll auch aus dem oben geschilderten Gründen gering sein. Sie reicht für die Meßzwecke eines pneumatischen Kühlers vollständig aus. Sie liegt beispielsweise in der Größenordnung von einem bis wenigen mb. Unter dieser Druckdifferenz stellt sich in der Luftleitung 12 ein Luftstrom ein, solange die Mündung 11 offen ist. Wird sie durch Ansteigen des Guts geschlossen, endet der Luftstrom.
Bei geschlossener Mündung 11 wirkt am Druckschalter 15, von der Meßleitung 14 her der um-den Staudruck (dynamische Druckhöhe) vermehrte statische Druck im Staurohr 13. Bei offener Mündung 11 ist der wirksame Druck geringer, nämlich vermindert um die der Strömungsgeschwindigkeit in der Luftleitung 12 entsprechende dynamische Druckhöhe sowie um den Druckabfall zwischen der Öffnung des Staurohrs 13 und der Abzweigung der Meßleitung 14· Der Druckabfall in diesem Leitungsstück kann durch geeignete Maßnahmen im Vergleich mit dem Druckabfall in der Luftleitung 12 zwischen dem Abzweig der Meßleitung 14 und der' Mündung 11 gegebenenfalls angehoben werden. Der Druckschalter 15 ist so eingerichtet, daß die Umschaltung der Kontakte zwischen diesen beiden Druekdifferenzwerten stattfindet. Er ist in solcher Weise mit den Stelleinrichtungen für das Entleerungsorgan 9 verbunden, daß beim Auftreten des höheren Druekdifferenzwertes das Entleerungsorgan geöffnet und bei der Rückkehr des geringeren Druckdifferenzwertes dieses wieder geschlossen wird.
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Glawe, DeIf s, Moll St. Partner -""p"iOi 88/81 - Seite 9
Das Fühlerrohr kann mit geringem Aufwand gegen die hohen Temperaturen und den Verschleiß geschützt werden. Es ist ein einfaches, prexsgünstiges Ersatzteil und kann leicht ausgewechselt werden.
Wenn mehrere Meßanordnungen von einem Gebläse her zu. versorgen sind, wie dies im allgemeinen der Fall ist, wenn ein Gebläse mehrere Kammern beaufschlagt, werden ihre Staurohre zweckmaßigerweise axial nebeneinander angeordnet, damit sie gleichen Druck erhalten.
...10

Claims (5)

Ansprüche
1./ Anordnung an einem Brenngutkühler zum füllstandsabhängigen Steuern der Entleerungsorgane einer von einem Kühlluftgebläse beaufschlagten Kammer zum Sammeln und diskontinuierlichen Entleeren von im Förderweg durchfallendem Brenngut, dadurch gekennzeichnet» daß zur Feststellung des Füllstands in an sich bekannter Weise ein pneumatischer Fühler verwendet ist, der aus einer von einer Druckluftquelle über eine Luftleitung (12) gespeisten, bei dem vorbestimmten Füllstand angeordneten Luftaustrittsöffnung (11) und einer auf die Entleerungsorgane (9) einwirkenden Einrichtung (15) zur Messung des Drucks in der Luftleitung (12) besteht, wobei diese Einrichtung zur Messung des Differenzdrucks zwischen der Luftleitung (12) und der Kammer (At 5, 6, 8) eingerichtet ist, und daß als Druckluftquelle eine Stelle des Kühlluftwegs verwendet ist, die mindestens im Normalbetrieb einen höheren Druck als die Kammer aufweist.
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Glawe, DeIfs, Moll δ Partner - ρ 10188/81 - Seite 2
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die als Druckluftquelle verwendete Stelle eine Staueinrichtung (13) aufweist.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das druckseitige Ende der Luftleitung (12) als Staurohr angeordnet ist.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Druckluftquelle eine Stelle im Spiralgehäuse des Kühlluftgebläses (7) verwendet ist.
5. Anordnung nach Anspruch 3 und 4-, dadurch gekennzeichnet, daß das Staurohr (13) nahe dem Umfang des Gebläselaufrads angeordnet ist.
DE19813143708 1981-11-04 1981-11-04 Anordnung an einem Brenngutkühler zum füllstandsabhängigen Steuern der Entleerungsorgane einer von einem Kühlluftgebläse beaufschlagten Kammer zum Sammeln und diskontinuierlichen Entleeren von im Förderweg durchfallendem Brenngut Expired DE3143708C2 (de)

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