DE3144861C2 - - Google Patents

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DE3144861C2
DE3144861C2 DE19813144861 DE3144861A DE3144861C2 DE 3144861 C2 DE3144861 C2 DE 3144861C2 DE 19813144861 DE19813144861 DE 19813144861 DE 3144861 A DE3144861 A DE 3144861A DE 3144861 C2 DE3144861 C2 DE 3144861C2
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Description

Die Erfindung betrifft einen Deckel nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Das Gefäß kann zur Aufnahme eines Serums in der Art einer Se­ rumampulle ausgebildet sein, mit einem zusammengesetzten Dec­ kel, der das Öffnen der dichtverschlossenen Ampulle etwa in der gleichen Weise ermöglicht wie bei einer ganz aus Glas hergestellten Ampulle, jedoch ohne Glasbruch. Die Auslegung des Deckels gestattet es, den Deckel und die Dichtungsein­ richtung wie einen Stopfen vollständig von der Serumampulle oder einem anderen Gefäß vor dem Füllen eine Injektions­ spritze aus der Ampulle abzunehmen.
Die Erfindung bezieht sich vorwiegend auf Gefäße und Ver­ schlüsse mit kleinen Abmessungen, z. B. Einzelampullen für Medikamente zum Einnehmen, für Serumkonserven, Flüssigkeits­ phiolen, dosierte Erzeugnisse in Pulverform und andere Er­ zeugnisse zur einmaligen Verwendung. Bei Verwendung ent­ sprechender Abmessungen kommen im Rahmen der Erfindung auch größere Gefäße in Betracht.
Die Gefäße und deren zusammengesetzte Deckel sind vorwie­ gend zur einmaligen Verwendung gedacht, sind billig, sicher und gewährleisten das Lösen des Verschlusses und der Dich­ tungseinrichtung vom Gefäßkörper ohne Glasbruch.
Bisher wurden verschiedene Arten von Gefäßen mit dazuge­ hörigen Verschlußdeckeln entwickelt, von denen einige auf leichtes Lösen des Verschluß- und Dichtungsdeckels vom Gefäß ausgelegt waren.
Die Gefäße und deren Verschlußdeckel können aus verschie­ denen Materialien hergestellt sein, und die einzelnen Ty­ pen unterscheiden sich wesentlich voneinander im bezug auf das Zusammenwirken des Stopfens und der Dichtungsein­ richtung mit den Entnahmeöffnung der Gefäße.
Verschiedene Arten von Gefäßen mit verschiedenen Verschluß­ arten zur Aufnahme kleiner Materialmengen kommen in zahl­ reichen verschiedenen Formen und Ausführungen vor. Die Art, in der die Gefäße geöffnet werden, ist von großer Bedeutung, insbesondere in bezug auf diejenigen Gefäße, die im medizinischen Anwendungsbereich für die Aufnahme von Medikamenten, Seren oder dergleichen vorgesehen sind. Außer der leichten Lösbarkeit müssen diese Ausführungen bruchsicher und/oder gegen Verunreinigung des Gefäßinhalts geschützt sein.
Manche dieser Gefäß- und Verschlußkombinationen erfüllen nicht vollkommen die Anforderungen oder Wünsche der Be­ nützer in verschiedenen Anwendungsbereichen. Einige Aus­ führungen nach dem Stand der Technik waren kompliziert und teuer in der Herstellung. Andere Ausführungen brachten Probleme im Hinblick auf den Glasbruch beim Öffnen zur Ent­ nahme des Inhalts mit sich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verschlußdec­ kel mit einer Dichtungseinrichtung für Gefäße zu schaffen, wobei es möglich sein soll, den Deckel und die Dichtungsein­ richtung in einem Stück von einem Gefäß, z. B. einer Serumam­ pulle, vor dem Füllen einer Injektionsspritze aus der Ampulle, oder von anderen Gefäßarten abzunehmen, bei denen ein leich­ tes und sicheres Lösen des Deckels vom Gefäß erforderlich ist. Trotz der Möglichkeit eines weiten Anwendungsbereichs soll insbesondere eine neue Art von Metall- oder Metall/Kunststoff­ deckel geschaffen werden, der nach abdichtendem Aufsetzen auf ein Gefäß, wie z. B. eine Serumampulle, die Möglichkeit bietet, die auf diese Weise verschlossene und abgedichtete Ampulle leicht, rasch und mit einer weitgehend gesicherten Ausschal­ tung der Bruchgefahr des Gefäßmaterials zu öffnen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmale gelöst.
Der zusammengesetzte Deckel enthält einen Dichtungsstopfen, der abdichtend in die Gefäßöffnung einsetzbar ist, und einen Deckel oder Deckelteil zum leichteren Öffnen des Gefäßes.
Der Deckel besteht aus einem oberen länglichen röhrenförmi­ gen Teil mit einem offenen unteren Ende. Unmittelbar über dem offenen unteren Ende ist rundum ein verbreiterter hohler äußerer Randteil zum Anlegen über den Stopfen des Gefäßes und über die Gefäßöffnung vorgesehen. Der Randteil liegt mechanisch kraftschlüssig sowie abnehmbar gegen die Gefäß­ öffnung an, die er umgibt. Der Randteil umschließt den Stopfen und hält ihn verschließend und abdichtend in der Gefäßöffnung fest.
Der Deckel und die Dichtungseinrichtung sind gemeinsam vom Behälter als eine Einheit abnehmbar, um die Öffnung durch Anlegen einer seitlichen Kraft am oberen Ende des länglichen Deckelteils abzulösen, wobei der Deckel nach der Seite ge­ kippt wird. Dadurch wird der zusammengesetzte Deckel vom Ge­ fäß gelöst, um dessen Inhalt freizugeben.
Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
Anhand der Figuren werden Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen Aufriß einer Ausführungsform der Erfindung, wobei gestrichelt eine teilweise abgehobene Stellung des Deckels und der Dichtungseinheit vom Gefäß dar­ gestellt ist, während der geschlossene Zustand mit Vollstrich ausgeführt ist und einige Teile zur Sichtbarmachung von Einzelheiten geschnitten darge­ stellt sind;
Fig. 2 einen Aufriß einer anderen Ausführungsform des Dec­ kels mit eingekerbtem Rand;
Fig. 3 eine Draufsicht auf einen Deckel, wobei die Stellung beim Lösung des Deckels gestrichelt dargestellt ist;
Fig. 4 einen Aufriß des Deckels mit einer Einrichtung zur Anzeige des unbefugten Öffnens;
Fig. 5 einen Aufriß einer weiteren Ausführungsform des Deckels in Metall-/Kunststoffausführung, teilweise im Schnitt;
Fig. 6 einen Schnitt durch einen Kunststoffteil in einer von der Darstellung in Fig. 5 abweichenden Form;
Fig. 7 eine Draufsicht auf den Deckel von Fig. 5;
Fig. 8 einen Schnitt durch eine weitere Ausführungsform eines Kunststoffeinsatzes zur Verwendung in dem in Fig. 5 gezeigten Deckel.
In der Zeichnung sind die Teile des Deckels gemäß der Erfin­ dung im Zusammenhang mit einer typischen Glas-Serumampulle erläutert. Dieses Gefäß ist in Fig. 1 allgemein mit 10 be­ zeichnet. Das Gefäß besitzt die übliche Öffnung, die durch einen Pfeil 12 am oberen Ende bezeichnet ist. Beim Fehlen eines Stopfens oder einer Dichtung über der Öffnung ist der Inhalt des Gefäßes unabhängig von der Art desselben zugäng­ lich. Die Öffnung des Gefäßes ist von einem normalen Bund 14 umgeben, der in bekannter Weise wulstartig ausgeführt ist.
Der zusammengesetzte Deckel ist allgemein mit 16 bezeichnet. Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform ist der Deckel vorzugsweise außen ganz aus Metall ausgeführt und besitzt, wie dargestellt, einen oberen röhrenförmigen länglichen Teil 18. Mit diesem röhrenförmigen oberen Teil ist aus einem Stück ein unterer, in Umfangsrichtung verbreiterter äußerer hohler Randteil 20 ausgebildet. Die untere Umfangskante des Randteils 20 ist derart ausgelegt, daß sie rundum unter die untere Fläche des Bundes 14 gebördelt werden kann, wie all­ gemein mit 22 bezeichnet.
Ein typischer Gummistopfen 24 oder dergleichen ist in den unte­ ren Randteil eingesetzt und weist einen verbreiterten Kopfteil 26 auf, dessen Außenabmessungen auf die Innenabmessungen des Randteils 20 abgestimmt sind. Die Größe des unteren Teils 28 des Stopfens ist derart gewählt, daß er genau und abdichtend in die Öffnung 12 des Gefäßes 10 paßt.
Der in Fig. 1 dargestellte Deckel wird vor der Befestigung am Gefäß 10 zusammengefügt, indem der Kopf in den Rand ein­ gesetzt und das Stopfenmaterial oder dergleichen fest mit dem Deckelmaterial verbunden wird, z. B. durch ein Klebemittel an der allgemein mit 30 bezeichneten Stelle. Ein typischer Aufbau besteht aus einer Heißschmelzscheibe, die auf die Oberseite des Kopfes des Stopfens gelegt wird, bevor die untere Umfangskante des Randes bei 22 angesetzt und umge­ bördelt wird.
In der Praxis wird normalerweise der Metalldeckel mit einer auf eine scheibenartige Unterseite des Deckels aufgeklebten Heißschmelz-Scheibe an den Verbraucher geliefert, jedoch ohne Stopfen. Der Verbraucher füllt das Gefäß, dichtet es mit einem separaten Stopfen ab, steckt die Baugruppe Deckel/ Heißschmelz-Scheibe darauf, bördelt den Rand des Deckels um und verklebt schließlich den Deckel mit dem Stopfen durch eine Wärmebehandlung des Heißschmelz-Materials nach dem Bördelvorgang.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform besteht der äußere Deckelteil vorzugsweise ganz aus Metall, z. B. aus Aluminium, doch können auch andere Werkstoffe verwendet werden, und es kommen verschiedene Verbindungsmöglichkeiten mit Dichtungsteilen oder Stopfen in Betracht. Eine typische Bördelung, die bei 22 ausgeführt ist, verbindet wirksam die verschiedenen Einzelteile des durch Kippen lösbaren Deckels mit dem Gefäß 10. Die endgültige Ausführung ist in der Figur mit Vollstrich ausgeführt.
In gestrichelter Linie 18 A ist in Fig. 1 die Art dargestellt, in der der durch Kippen lösbare Deckel durch die Hand des Benützers abgelöst wird. Dies erfolgt im allgemeinen durch Anwenden eines seitlichen Drucks gegen den oberen Teil des länglichen Deckelteils 18. Im wesentlichen ist dieser Öffnungsvorgang der gleiche wie beim Entfernen des oberen Teils einer Glasampulle, die durch eine daran angreifende Kraft aufgebrochen wird. Die Länge des Deckels dient beim Lösen als Hebelarm.
Das Abnehmen des zusammengesetzten Deckels, wie bei 18 A gestrichelt dargestellt, erfolgt durch Aufbiegen eines Teils der umgebördelten Unterkante des Randteils (Fig. 3). Das Aufbiegen erfolgt beim Öffnen der Ampulle durch Kraft­ anwendung der Hand des Benützers, die durch den mechanischen Vorteil der Hebelwirkung aufgrund des länglichen oberen röhrenförmigen Deckelteils 18 in klar ersichtlicher Weise verstärkt wird. Da der Teil 18 und der Stopfen 24 z. B. durch Klebstoff fest miteinander verbunden sind, wird beim Abnehmen des Deckels auch der Stopfen mit dem unteren Stöp­ selteil aus der Gefäßöffnung herausgezogen, und der durch Kippen lösbare Deckel wird als gemeinsame Einheit abgenommen. Es kann eine leichte Verformung des gebördelten Teils statt­ finden (Fig. 3).
Offensichtlich ist bei diesem Aufbau der Bruch einer ty­ pischen Glasampulle oder eines Gefäßes aus ähnlichem Ma­ terial unwahrscheinlich. Im wesentlichen erfüllt daher der zusammengesetzte, durch Kippen lösbare Deckel und die Ver­ schlußeinrichtung gemäß der Erfindung den normalen Zweck, ein Gefäß, z. B. eine zerbrechliche Glasampulle, zu ver­ schließen und abzudichten, und ermöglicht es dabei, die Ampulle in üblicher Weise durch Ausüben einer Kraft durch die Hand des Benützers zu öffnen. Der Aufbau ermöglicht ein vollständiges Abnehmen des Deckels und des Stopfens von der Ampulle, um den Inhalt der Ampulle zugänglich zu machen. Die Möglichkeit, daß beim Öffnen Glas oder sonsti­ ges Material zu Bruch geht, wird verhindert, und jegliche Gefahr einer Fingerverletzung und/oder des Eindringens von Glasteilchen in das Medikament wird ausgeschaltet, was vom medizinischen Standpunkt aus einen wesentlichen Vorteil dar­ stellt. Die Auslegung und die Funktion des beschriebenen, durch Kippen lösbaren Deckels ist ganz einfach. Zu beachten ist auch, daß hier das Öffnen genauso erfolgt wie bei den bekannten Glas­ ampullen, vor allem aufgrund des großen länglichen oberen Dec­ kelteils. Der äußere Deckelteil kann natürlich in bekannten Ver­ fahren und mit bekannten Maschinen hergestellt werden. Der Stopfen ist von bekannter und herkömmlicher Weise verwendeter Art.
Fig. 2 zeigt eine leicht veränderte Ausführungsform der Erfin­ dung. Hier ist der erweiterte rundum verlaufende Rand, der dem unteren Randteil 20 in Fig. 1 entspricht, mit 32 bezeichnet, und mehrere genau dimensionierte Einkerbungen 34, die das Material teilweise durchsetzen, sind in der unteren Kante des Randes vorgesehen. Diese Einkerbungen erleichtern das Abnehmen des Deckels durch Reduzierung der seitlich gegen den oberen Deckelteil anzuwendeten Kippkraft. Aufbau und Betrieb sind im übrigen die gleichen wie bei dem Deckel in Fig. 1.
Fig. 4 zeigt eine weitere abgeänderte Form des äußeren Deckels, wobei im Randteil 36 eine unterbrochene rundum verlaufende Kerblinie 38 vorgesehen ist. Diese Kerblinie schafft einen Bör­ delverschluß mit einer Anzeige unbefugten Öffnens ähnlich wie bei bekannten Schraubdeckeln. Wenn der zusammengesetzte Deckel ge­ löst werden soll und eine seitliche Kraft gegen den oberen läng­ lichen Deckelteil angewandt wird, bricht das Material des Randes längs dieser rundum verlaufenden Kerblinie ab. Jeder Versuch, das Gefäß wieder zu verschließen oder das Öffnen der Ampulle zu verbergen wird bei dieser Ausführungsform leicht sichtbar.
Weitere abgeänderte Ausführungsformen der Erfindung sind in Fig. 5, 6, 7 und 8 dargestellt. Fig. 5 und 7 zeigen einen ge­ rippten Kunststoff-Einsatzteil 40, der zum festen Einsetzen in einen unteren Randteil 42 aus Metall ausgebildet ist, vor­ zugsweise aus einem Metall wie es bei der Ausführungsform von Fig. 1 verwendet wird. Der Kunststoffteil 40 entspricht in seiner Funktion und Betätigung dem oberen röhrenförmigen länglichen Deckelteil 18 von Fig. 1. Der Kunststoffeinsatz und der Rand sind durch eine Rastlippe 44 zusammengehalten, die in die Innenkante 46 einer Mittelöffnung 48 im unteren Randteil 42 eingreift. Der Rand ist aus Metall und kann einfach in Schalenform mit einer mittleren Öffnung gezogen werden.
Der Kunststoffeinsatz 40 besitzt eine volle Scheibenfläche 50, die für eine wirksame feste Verbindung ausgelegt ist, z. B. durch eine klebende Berührungsfläche mit der Oberseite eines Stopfens, wie bei 24 in Fig. 1 dargestellt.
Der Kunststoffeinsatz 40 weist zahlreiche vorteilhafte Merkmale für die Ausbildung und den Betrieb des Erfindungs­ gegenstands auf. Dieser Teil enthält mehrere Längsrippen 52. Der Teil kann leicht in Spritzguß hergestellt werden, und dem Kunststoff kann eine kennzeichnende Färbung verliehen werden. Wie bereits erwähnt, kann eine größtmögliche Ver­ klebungsfläche mit dem Stopfen vorgesehen und zusammen mit dem unteren Metall-Randteil eine schnelle mechanische Kraft­ verbindung erzielt werden. Fig. 7 ist eine Draufsicht auf die Darstellung von Fig. 5 und zeigt eine aus zwei Komponen­ ten bestehende Metall-Kunststoff-Version des Deckels.
Diese Form weist viele gleiche Betriebsmerkmale auf wie die Ausführungsform von Fig. 1 und kann zusätzlich wünschens­ werte Merkmale z. B. durch gefällige Färbung liefern und kann als Spritzgußteil hergestellt werden. Falls gewünscht, kön­ nen die in Fig. 2 und 4 gezeigten Einkerbungen mit der Aus­ führungsform von Fig. 5 verbunden werden.
Eine leicht abgeänderte Ausführungsform ist in Fig. 6 dar­ gestellt. Diese gleicht in den meisten Merkmalen dem Kunst­ stoffeinsatz 40 von Fig. 5, wobei der Kunststoffeinsatz 54 hülsenartig ausgebildet ist. Die Merkmale sind im wesent­ lichen die gleichen wie in Fig. 5, jedoch ist bei 56 eine glatte Außenfläche ausgebildet und die Rippen sind wegge­ lassen. Die Rastlippen-Ausbildung ist die gleiche wie in Fig. 5.
Eine weitere geänderte Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 8 dargestellt. Bei dieser Ausführungsform wird ein röhrenförmiger, oben offener Kunststoffeinsatz 58 verwen­ det. Dieser Kunststoffeinsatz 58 weist viele Merkmale der in Fig. 5 und 6 gezeigten Ausführungsformen auf. Zusätzlich ist bei dieser offenen Ausführung des Einsatzes der Spritz­ gußvorgang erleichtert, und wie bei den vorangehenden Aus­ führungsformen kann eine glatte saubere Außenfläche 60 mit einer kennzeichnenden Färbung ähnlich wie bei 56 ausgeführt werden, und die Grundfläche 62 bildet wiederum eine größt­ mögliche Verklebungsfläche für den Stopfen 24. Diese Aus­ führungsform gestattet ebenfalls den raschen mechanischen Zusammenbau mit dem Metall-Randteil, wie bei 42 in Fig. 5 dargestellt.
Es ist zu beachten, daß die verschiedenen dargestellten und beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung jeweils z. B. einen abstehenden länglichen, verhältnismäßig schmalen, im allgemeinen röhrenförmigen oder zylindrischen Betätigungs­ teil aufweisen, der in einem im wesentlichen flachen Flansch­ bereich endet, sowie einen ringsum verlaufenden breiteren Randteil, dessen Unterkante derart ausgelegt ist, daß sie unter den Abschlußbund des Gefäßes gebördelt werden kann. Ein herkömmlicher Gummistopfen mit einem Stöpselteil, der in die Öffnung des Gefäßes paßt, ist zusammenwirkend mit dem oberen Teil verbunden. An der Verbindungsstelle ist ein Klebemittel vorgesehen.
Dem im wesentlichen flachen Flansch am unteren Ende des länglichen Betätigungsteils kommt die wichtige Rolle zu, den Stopfen oder den Verschlußteil zusammenzudrücken und dadurch eine Abdichtung der Gefäßöffnung zu schaffen. Der Gesamtzweck bzw. das Ergebnis dieser Ausführung liegt da­ rin, daß beim Kippen des Deckels in der in Fig. 1 strich­ punktiert dargestellten Weise das Lösen des Verschlußstop­ fens als festem Bestandteil der zusammengesetzten Deckel­ ausführung aus der Öffnung und die Freigabe der Gefäßöffnung bewirkt wird.
Obwohl in der Zeichnung ein spezieller Gummistopfen darge­ stellt ist, können selbstverständlich abweichende Ausführun­ gen verwendet werden.

Claims (15)

1. Zusammengesetzter, durch Kippen lösbarer Deckel, der zum Verschließen und zum Abdichten des Inhalts auf ein Gefäß aufsetzbar ist, gekennzeichnet durch einen länglichen schmalen äußeren Oberteil (18, 40, 54, 58) und durch einen mit diesem zusammenwirkenden unteren offenen Randteil (20, 42), dessen untere Kante (22) abnehmbar an dem Gefäß (10) rund um dessen Öffnung (12) anbringbar ist, wobei der zusammengesetzte Deckel (16) mit der Verschlußdichtung (24) gemeinsam als eine Einheit zum Öffnen und Entnehmen des Inhalts durch Anlegen einer seitlichen Kippkraft gegen den länglichen äußeren Oberteil (18) des Deckels (16) an dem der Verbindungsstelle zwischen Deckel (16) und Gefäß (10) abgewandten Ende des Deckels (16) abnehmbar ist.
2. Deckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußdichtung (24) durch ein Klebemittel (30) mit dem Deckel (16) fest verbunden ist.
3. Deckel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Randteil (20) in einer im wesentlichen flachen oberen flanschartigen Innenfläche endet, daß die Ver­ schlußdichtung (24) einen Scheibenteil (26) enthält, der mit der flachen flanschartigen Innenfläche zusammen­ wirkend verbunden ist und den Deckel (16) und die Ver­ schlußdichtung (24) zu einer einzigen Einheit zusammen­ faßt, wobei der Flansch auf den Scheibenteil (26) einen Druck zum Abdichten der Gefäßöffnung ausübt.
4. Deckel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die als Stopfen ausgebildete Ver­ schlußdichtung (24) einen Verschlußstöpsel aufweist, der vom Scheibenteil (26) nach unten verläuft und in die Ge­ fäßöffnung (12) eingesetzt ist.
5. Deckel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Stopfen (24) aus Gummimaterial besteht.
6. Deckel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Deckelteil (18, 20, 42) aus Metall besteht.
7. Deckel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gefäß (10) rund um die Öffnung (12) mit einem Bund (14) versehen ist, daß die Unterkante (22) des Randteils (20, 42) über den Bund (14) gebördelt ist und den zusammengesetzten Deckel (16) am Gefäß (10) abnehmbar befestigt, wobei durch Ausüben einer seitli­ chen Kippkraft auf den Oberteil (18, 40, 54, 58) die ge­ bördelte Unterkante (22) wenigstens teilweise aufbiegbar ist, um den Deckel (16) vom Gefäß (10) zu lösen.
8. Deckel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß in der Unterkante (22) des Randteils (20, 42) zur Reduzie­ rung der zum Lösen des Deckels (16) vom Gefäß (10) erfor­ derlichen seitlichen Kippkraft in Umfangsrichtung mehrere Einkerbungen (34) im Abstand voneinander vorgesehen sind.
9. Deckel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Randteil (20, 42) eine unterbrochene gekerbte Linie (38) in Umfangsrichtung vorgesehen ist, die eine Bruchlinie zum Nachweis des Versuchs einer unbefugten Entnahme oder einer möglichen Verunreinigung des Inhalts des Gefäßes (10) bildet.
10. Deckel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der längliche äußere Oberteil (40, 54, 58) aus Kunststoff besteht und eine Bodenscheibe (50, 62) aufweist, daß der Randteil (42) vom Oberteil (40, 54, 58) getrennt ist und einen oberen Teil aufweist, durch den eine Öffnung (48) verläuft, daß der Oberteil (40, 54, 58) durch diese Öffnung (48) verläuft, wobei die Bodenscheibe (50, 62) durch Verbindung der Teile des zusammengesetzten Deckels (16) beim Zusammenbau fest mit einer Innenfläche des oberen Teils des Randteils (42) verbunden ist.
11. Deckel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenscheibe (50, 62) eingeklebt ist.
12. Deckel nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß am Oberteil (40, 54, 58) mehrere äußere Rippen (52) ausgebildet sind.
13. Deckel nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekenn­ zeichnet, daß zwischen dem Oberteil (40, 54, 58) des Dec­ kels (16) und der oberen Fläche des Randteils (42) eine von Rastlippen (44) gebildete Vertiefung vorgesehen ist, wobei die Vertiefung mit dem Umfang (46) der Öffnung (48) auf der Oberseite des Randteils (42) zum Zusammensetzen der Teile des Deckels (16) zusammenwirkt.
14. Deckel nach einem der Ansprüche 10, 11 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenseite des Oberteils (54, 58) eine glatte Oberfläche aufweist.
15. Deckel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Oberteil (18, 40, 54, 58) hohl ist.
DE19813144861 1981-06-24 1981-11-11 Zusammengesetzter, durch kippen loesbarer deckel fuer gefaesse Granted DE3144861A1 (de)

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