DE3145217C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Linearantriebseinheit
gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine bekannte derartige Linearantriebseinheit (DE-OS
24 49 560) weist ein zweistufiges Stirnradgetriebe zwischen
dem Antriebsmotor und der Gewindespindel auf. Der getriebe
seitige Abschlußdeckel des Gehäuses ist ohne direkten
Kontakt mit dem Gehäuse mittels Schrauben an einer Getriebe
tragplatte befestigt, in der die Getriebezwischenwelle mit
einem Ende gelagert ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungs
gemäße Linearantriebseinheit mit kompaktem, konstruktiv
günstig eingepaßtem Getriebe zu schaffen.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Linearantriebseinheit
erfindungsgemäß so ausgebildet, wie im kennzeichnenden Teil
des Anspruchs 1 angegeben.
Eine Linearantriebseinheit mit einem Planetengetriebe
zwischen dem Antriebsmotor und dem Umsetzungstrieb, der
Rotationsbewegung in Linearbewegung der Antriebsstange
umsetzt, ist an sich bekannt (DE-PS 8 55 785). Hierbei handelt
es sich jedoch nicht um eine Linearantriebseinheit der
jenigen Bauart, bei der eine Gewindespindel in die Hohl
welle des Antriebsmotors ragt und die Antriebsstange in
den Ringraum zwischen der Gewindespindel und der Hohlwelle
ragt. Das innenverzahnte Ringteil des Planetengetriebes
ist in das Gehäuse eingesetzt, aber es ist kein mit dem
Ringteil verschraubter, getriebeseitiger Abschlußdeckel
des Gehäuses vorhanden.
Bei einem bekannten Getriebemotor, der rotierende Antriebs
bewegung liefert, ist das innenverzahnte Ringteil des
Planetengetriebes stirnseitig außen auf den Gehäuseab
schlußdeckel aufgesetzt und mit diesem verschraubt (DE-GM
19 52 875).
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung ist im Anspruch
2 angegeben. Die patentgemäße Linearantriebseinheit läßt
sich mit einem Raumbedarf bauen, der Hydraulik- oder
Pneumatikzylindern vergleichbar ist.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines zeichnerisch
dargestellten Ausführungsbeispiels noch näher erläutert.
Die einzige Figur zeigt einen Axialschnitt durch eine
Linearantriebseinheit.
Ein Antriebsmotor 2 der Linearantriebseinheit besteht im wesentlichen aus
einem hohlzylindrischen Vergußkörper 4 und einer in dem Vergußkörper
4 gelagerten, hohlen Motorwelle 6, wobei der Vergußkörper 4
in seinem axial mittleren Bereich die Statorwicklung 8 mit
Wickelköpfen 10 enthält und wobei die Motorwelle 6 in dem der
Statorwicklung 8 radial gegenüberliegenden Bereich die mit der
Statorwicklung 8 zusammenwirkende Läuferausbildung 12 trägt.
Der Motor 4 kann als Drehstrommotor, als Wechselstrommotor oder
als Gleichstrommotor vorgesehen sein, wobei im erstgenannten
Fall der Läufer 12 beispielsweise als Kurzschlußläufer oder
Käfigläufer ausgebildet sein kann. Die Vergußmasse des Verguß
körpers 4 besteht aus Epoxidharz mit Quarzsandfüllung und um
schließt die Statorwicklung 8 und die Wickelköpfe 10 voll
ständig. An beiden axialen Enden des Vergußkörpers 4 sind
Kunststoffringkörper mit eingegossen, die nicht gesondert ge
zeichnet sind.
Am in der Figur rechten Axialende des Vergußkörpers 4 ist an
diesem ein Getriebegehäuse 16 mit axialen Schrauben 18 be
festigt. Das Getriebegehäuse 16 ist etwa topfförmig mit nach
rechts offener Stirnseite und besteht beispielsweise aus Kunst
stoff oder aus Aluminiumguß. In das Getriebegehäuse 16 ist ein
ringförmiges Teil 20 eingesetzt, das eine Innenverzahnung 22
besitzt. Das ringförmige Teil 20 ist durch einen rechts vorge
setzten Seeger-Ring 24 gehalten. Ein rechts aufgesetzter Lager
deckel (Abschlußdeckel) 26 schließt die Linearantriebseinheit rechts ab. Der
Lagerdeckel 26 ist mit in das Ringteil 20 führenden
Schrauben 27 befestigt.
Die Welle 6 besitzt an ihrem in der Zeichnung rechten Ende am
Außenumfang eine Verzahnung 28. Zwischen der Außenverzahnung
28 und der Innenverzahnung 22 rotieren am Umfang verteilt
mehrere Planetenräder 30, die jeweils mit den beiden genann
ten Verzahnungen kämmen. Die Lagerungsachsen 32 der Planeten
räder 30 ragen jeweils von einem Planetenträger 34 axial nach
links. Der Planetenträger 34 ist drehfest auf einer Gewinde
spindel 36 befestigt. Der Planetenträger 34 befindet sich
axial zwischen den Planetenrädern 30 und dem Lagerdeckel 26.
Da das Ringteil 20 durch die Schrauben 27 drehfest im
Getriebegehäuse 16 befestigt ist, stellt der Planetenträger
34 die Abtriebsseite des Planetengetriebes 28, 30, 22, 34 dar.
Die Gewindespindel 36 ist in der Zeichnung rechts mittels
eines Kugellagers 38 im Lagerdeckel 26 gelagert. Die Gewinde
spindel 36 erstreckt sich nach links durch die hohle Motor
welle 6 etwa bis zum linken Lager 14 des Motors 2. Die Ge
windespindel 36 ist in ihrem Bereich links vom Planetenträger
34 am Außenumfang mit einem eingängigen oder einem mehrgängigen
Gewinde, beispielsweise Trapezgewinde, versehen.
Zwischen dem Außenumfang der Gewindespindel 36 und dem Innen
durchmesser der Motorwelle 6 ist radial ausreichend Raum für
eine hohle Antriebsstange 40. An der hohlen Antriebsstange 40
ist eine Wandermutter 42 befestigt, die innen ein zum Gewinde
der Gewindespindel 36 passendes Gewinde besitzt und mit der
Gewindespindel zusammenwirkt und die außen am Innenumfang der
Hohlwelle 6 axial verschiebbar geführt ist. Die Wandermutter
42 kann aus Kunststoff bestehen. Die Wandermutter 42 stellt
zugleich die linke Lagerungsstelle für die Gewindespindel 36
sowie die rechte Lagerungsstelle für die Antriebsstange 40 dar.
Die Antriebsstange 40 erstreckt sich von der Wandermutter 42
nach links durch die Linearantriebseinheit und tritt links
durch einen dortigen Abschlußdeckel 44 aus der Linearantriebs
einheit aus. Am linken Ende besitzt die Antriebsstange einen
Anschlußpunkt 46, an dem die Linearverschiebungskraft abge
nommen werden kann. Die Antriebsstange 40 ist im Abschluß
deckel 44 gelagert bzw. geführt. Bei ganz nach rechts gefahre
ner Antriebsstange 40 befindet sich die Wandermutter etwa im
Bereich des rechten Lagers 14 der Motorwelle 6 und befindet
sich die Anschlußstelle 46 ziemlich nah am Abschlußdeckel 44.
Bei ganz nach links ausgefahrener Antriebsstange 40 befindet
sich die Wandermutter und mit ihr das rechte Ende der Antriebs
stange 40 etwa im Bereich des linken Lagers 14 der Motorwelle 6.
Der Abschlußdeckel 44 kann beispielsweise aus Kunststoff oder
aus Aluminiumguß bestehen, wobei sich im letztgenannten Fall
das Einsetzen einer Kunststoffbüchse zur Führung der Antriebs
stange 40 empfiehlt.
Die Antriebsstange 40 ist durch ihren Anschluß an ein anzu
treibendes Teil gegen Verdrehen gehalten, so daß auf diese
Weise auch die mit der Antriebsstange 40 verbundene Wander
mutter 42 gegen Verdrehen gehalten ist. Es ist aber auch mög
lich, die Wandermutter 42 auf andere Weise gegen Verdrehen zu
sichern, beispielsweise durch nicht-runde Gestaltung des
Innenumfangs der Hohlwelle 6 und entsprechende Gestaltung
des Außenumfangs der Wandermutter 42.
In den Planetenträger 34 ist von links her ein Axiallager 48
eingesetzt, dessen linker Ring mit dem rechten Stirnende der
Hohlwelle 6 zusammenwirkt. Auf diese Weise ist eine Bewegung
des Planetenträgers 34 und der Gewindespindel 36 nach links
beim in die Linearantriebseinheit hineinziehenden Antreiben
der Antriebsstange 40 verhindert. Beim aus der Linearantriebs
einheit herausschiebenden Antreiben der Antriebsstange 40
stützt sich der Planetenträger 34 über den Innenring des
Lagers 38 nach rechts am Lagerdeckel 26 ab. Auch die Gewinde
spindel 36 stützt sich in diesem Fall nach rechts am Lager
deckel 26 ab.
Zwischen dem Abschlußdeckel 44 und der linken Stirnseite des
Vergußkörpers 4 ist ein im wesentlichen topfförmiges, nach
links offenes Endschaltergehäuse 50 zwischengeschaltet. Das
Endschaltergehäuse 50 und der Abschlußdeckel 44 sind durch
axiale Schrauben mit dem Vergußkörper 4 verschraubt.
Im Endschaltergehäuse 50 ist mindestens ein Endschalter 52
angeordnet. Der Betätigungsstift 54 des Endschalters 52
gleitet auf dem relativ zum feststehenden Endschalter 52
bewegten Außenumfang der Antriebsstange 40 entlang. Die An
triebsstange 40 besitzt rechts in der Nähe der Wandermutter
42 und links im passenden Abstand zur Anschlußstelle 46 je
weils eine Ringnut 56 am Außenumfang. Wenn sich der Betäti
gungsstift 54 unter Federkraft in eine der beiden Ringnuten
56 hineinbewegt, wird der Antriebsmotor 2 stillgesetzt. Auf
diese Weise ist eine sichere Abschaltung in beiden Endlagen
der Antriebsstange 40 gewährleistet. Der Endschalter 52 kann
in Axialrichtung der Antriebsstange 40 verstellbar sein. Es
können auch mehrere Endschalter 52 axial nebeneinander zur
Festlegung mehrerer Schaltstellungen der Antriebsstange 40
vorgesehen sein. Im Endschaltergehäuse 50 befindet sich auch
eine Anschlußklemme 58 für ein Stromzuführungskabel zum
Antriebsmotor 2.
Beim gezeichneten Ausführungsbeispiel ist der Lagerdeckel 26
mit einem nach rechts vorstehenden Befestigungsauge 60 ver
sehen. Alternativ oder zusätzlich können am Außenumfang des
Vergußkörpers 4 Befestigungsaugen und/oder ein Befestigungskragen
vorgesehen sein.
Insbesondere wenn die Linearantriebseinheit hohe Verschiebe
geschwindigkeiten der Antriebsstange 40 und niedrige Linear
kräfte liefern soll, kann die Linearantriebseinheit ohne wesent
liche konstruktive Änderungen auch ohne Planetengetriebe ge
liefert werden. In diesem Fall kann man statt der Planeten
räder 30 einen Ring mit einer Innenverzahnung einsetzen, die
auf die Außenverzahnung 28 der Welle 6 paßt. Am Ort der La
gerungsachsen 32 besitzt dieser Ring nach rechts vorstehende
Vorsprünge, die nach Art einer Kupplung in die vorhandenen
Bohrungen des Teils 34 ragen. Auf diese Weise wird durch ein
fachsten Austausch mit minimalem Aufwand eine unmittelbare
Drehmomentübertragung von der Hohlwelle 6 auf die Gewinde
spindel 36 bewerkstelligt.
Die geschilderte Ausbildung des Vergußkörpers 4 bringt nicht
nur einen besonders kompakten Aufbau, sondern auch einen her
metischen Abschluß der Statorwicklung 8 und der Wickelköpfe
10 gegenüber Feuchtigkeit, Spritzwasser, aggressive Gase,
aggressive Dämpfe und dergleichen mit sich.
Die Außendurchmesser des Getriebegehäuses 16, des Endschalter
gehäuses 50, des Lagerdeckels 26 und des Abschlußdeckels 44
entsprechen im wesentlichen dem Außendurchmesser des Verguß
körpers 4, so daß die gesamte Linearantriebseinheit nicht
durchmessergrößer als ihr Antriebsmotor 2 ist.
Claims (3)
1. Linearantrieb mit
- - einem Antriebsmotor, dessen Welle als Hohlwelle ausge bildet ist;
- - einem an den Antriebsmotor angeschlossenen Getriebe;
- - einem Gehäuse mit getriebeseitigem Abschlußdeckel;
- - einem an das Getriebe angeschlossenen Mutter-Gewinde spindel-Trieb, dessen mit einem Endbereich in dem Abschlußdeckel gelagerte Gewindespindel in die Hohlwelle ragt;
- - und einer an den Mutter-Gewindespindel-Trieb angeschlosse nen, hohlen Antriebsstange, die sich mit einem Teil ihrer Länge zwischen der Gewindespindel und der Hohlwelle be findet,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß das Getriebe ein Planetengetriebe (28, 30, 20, 22, 34) ist, welches ein innenverzahntes Ringteil (20) und einen mit der Gewindespindel (36) verbundenen Planetenträger (34) aufweist;
- - daß das Ringteil (20) axial in das Gehäuse (16) eingesetzt ist;
- - und daß der am Gehäuse (16) aufliegende Abschlußdeckel (26) mit dem Ringteil (20) verschraubt ist.
2. Linearantriebseinheit nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen dem Ringteil (20) und dem
Abschlußdeckel (26) ein Seeger-Ring (24) angeordnet ist
und daß das Ringteil (20) am Seeger-Ring (24) anliegend
durch die Verschraubung kraftschlüssig gegen Verdrehen
gesichert ist.
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Publications (2)
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
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