DE3145960C2 - Schaltungsanordnung zur Pilottrennung - Google Patents
Schaltungsanordnung zur PilottrennungInfo
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- H04B3/00—Line transmission systems
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- H04B3/04—Control of transmission; Equalising
- H04B3/10—Control of transmission; Equalising by pilot signal
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Abstract
In einer Schaltungsanordnung zur Trennung eines Pilotsignals aus einem Übertragungsband und zur Sperrung des Pilotsignals im Nutzsignal des Übertragungsbandes ist eine Gabelschaltung vorgesehen, an deren einem Gabelast ein auf die Pilotfrequenz abgestimmtes Schmalbandfilter liegt. Um ein Pilot-Sperrfilter einzusparen, weist das Schmalbandfilter einen frequenzabhängigen Eingangs-Scheinwiderstand auf, der bei der Pilotfrequenz ein annähernd reeller Wirkwiderstand, jedoch bei anderen Frequenzen des Übertragungsbandes ein davon stark abweichender Blindwiderstand ist. Im zweiten Gabelast liegt eine Nachbildung des genannten Wirkwiderstandes. Das Nutzsignal des Übertragungsbandes ist am Gabelquerzweig abgegrifffen.
Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Trennung eines Pilotsignals aus einem Übertragungsband und zur Sperrung des Pilotsignals im Nutzsignal
des Übertragungsbandes mit einer Gabelschaltung, die einen Gabelstiel als Eingang, einen Gabelquerzweig und
zwei Gabeläste aufweist, an dessen erstem ein auf die Pilotfrequenz abgestimmtes Schmalbandfilter liegt.
Eine derartige Schaltung ist beispielsweise aus der Literaturstelle »Fernmelde-Praxis«, Bd. 50/1973, Nr. 3,
S. 110, bekannt. Bei der bekannten Schaltung liegt am
zweiten Gabelast ein Sperrfilter, das das Pilotsignal sperrt und das Nutzsignal des betreffenden Übertragungsbandes
durchläßt. Im Gabelquerzweig liegt ein Scheinwiderstand, der den Eingangswiderstand des
Gabelstiels nachbildet. Nachteilig ist bei dieser Schaltung, wie weiter unten näher erläutert wird, daß eh
aufwendiges Sperrfilter nötig ist.
In der DE-AS 19 21 021 ist eine Schaltungsanordnung zur Trennung eines Nutzsignals von einem im selben
Übertragungsband enthaltenen Pilotsignal beschrieben. Dort ist ein Pilotbandpaß, der zur Aussiebung des
Pilotsignals aus dem Übertragungsband erforderlich ist, zusätzlich zur Sperrfunktion herangezogen. Eine eigene
Pilotsperre erübrigt sich dabei. Eine Gabelschaltung ist hier nicht vorgesehen. Der Pilotbandpaß ist als
aufwendiger Differenzverstärker ausgebildet.
Eine Frequenzweiche mit je einem Übertragungsweg mit Bandsperren- und Bandpaßcharakter ist in der
DE-AS 12 22 599 angegeben.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schaltungsanordnung der eingangs genannten Art vorzuschlagen, deren
Aufbau vereinfacht ist und die aus passiven Bauelementen aufgebaut ist.
Erfindungsgemäß ist obige Aufgabe dadurch gelöst, daß das Schmalbandfilter einen Eingangs-Sc!einwiderstand
aufweist, der bei der Pilotfrequenz ein annähernd reeller Wirkwiderstand, jedoch bei anderen Frequenzen
des Übertragungsbandes ein davon stark abweichender Blindwiderstand ist, daß an dem zweiten Gabelast eine
Nachbildung des genannten Wirkwiderstandes liegt und daß am Gabelquerzweig das Nutzsignal des Übertragungsbandes
abgegriffen ist. Damit ist bei der Pilotfrequenz der Scheinwiderstand bzw. de--sen Wirkwiderstandsteil
>n beiden Gabelästen gleich, so daß der
ίο Gabelquerzweig stromlos d. h. gesperrt ist, so daß also
das Pilotsignal nicht am Gabelquerzweig ansteht. Bei von der Pilotfrequenz abweichenden Frequenzen
ändert sich der Eingangs-Scheinwiderstand des Schmalbandfilters, ohne daß sich der reelle Wirkwiderstand des
zweiten Gabelastes ändert, so daß am Gabelquerzweig das Nutzsignal ansteht.
Bei dieser Schaltung erübrigt sich ein Pilot-Sperrfilter für das Übertragungsband. Denn das Schmalbandfilter
übernimmt in der Gabelschaltung dessen Funktion. Das Schmalbandfilter selbst kann ohne aktive Bauteile
aufgebaut sein. In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist das Schmalbandfilter ein gekoppeltes
Bandfilter mit zwei Quarzen.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
>5 ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines
Ausführungsbeispjels und den Unteransprüchen. In der
Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine Gabelschaltung zur Trennung und Sperrung eines Pilotsignals nach dem Stand der Technik
und
Fig.2 eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung.
In Fig. 1 bildet eine Wicklung WX eines Gabelstiels
GX die Eingangsklemmen EX und £2 für ein
Übertragungsband,das die Nutzsignalfrequenzen f\...
J5 (2 und die Pilotfrequenz fp enthält. An die Wicklung
W1 sind die Wicklung W2 eines Gabelastes G 2 und die
Wicklung Wi eines Gabelastes G 3 angekoppelt. Zwischen den Gabelästen G 2 und C 3 liegt der
Gabelquerzweig C 4.
An Ausgangsklemmen A 1, A 2 des Gabelastes G 2 ist
ein Sperrfilter F1 angeschlossen. An Ausgangsklemmen
BX, B 2 des Gabelastes C 3 ist ein Schmalbandfilter F2
angeschlossen. Das Sperrfilter F\ sperrt die Pilotfrequenz fp und läßt die Nutzsignalfrequenzen f\ ... f2
durch. Das Schmalbandfiller F2 ist auf die Pilotfrequenz fp abgestimmt. Im Gabelquerzweig GA liegt an
Klemmen CX und C2 ein Gabelnachbildwiderstand N.
der auf den Eingangswiderstand ZE des Gabelstiels G 1 abgestimmt ist. Die beiden Ausfänge A 1, A 2 und B 1.
B 2 sind voneinander entkoppelt. Bei gleichen Eingangs-Scheinwiderständen
ZA und ZB der beiden Filter Fl und Fl bleibt der Nachbildwiderstand A/stromlos, wenn
die Wicklungsverhältnisse W2/W3 im Verhältnis V,
stehen.
In der Praxis ist das Sperrfiter F\ ein aufwendiges Quarzfilter. Bei dem in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung erübrigt sich dieses Sperrfilter.
In F i g. 2 ist der Gabelstiel G 1 von einer Querspule
so W\ gebildet, die direkt am Ausgang eines Gruppenfil·
ters F3 liegt. Die Wicklungen W2 und W3 sind auf
diese Querspule Wi aufgebracht. Dadurch wird ein zusätzlicher Übertrager eingespart.
An dem Ausgang B 1, 0 2 des Gabelastes C 3 liegt das
hi Schmalbandfilter F2, das von zwei in Reihe geschalteten
Filterquarzen Q 1 und ζ)2 und einerr Querkondensator
C gebildet ist. Dem Filter F2 ist ein Querwiderstand R 1 und ein Pilotverstärker Vnachgeschaltet.
Der Eingangs-Scheinwiderstand Zßdes Schmalbandfilters
FI ist frequenzabhängig. Die Resonanzfrequenz
des Filters F2 liegt bei der Pilotfrequenz fp. Bei der Pilotfrequenz fp ist damit der Eingangs-Scheinwiderstand
ZB nahzu reell und durch den Resonanzwiderstand der Quarze Q 1 und Q 2 bestimmt. Unterhalb und
oberhalb der Pilotfrequenz fp wird der Scheinwiderstand
der Quarze Qi und Q 2 hoch. Damit wird der
komplexe Eingangswiderstand in seinem Blindwiderstand
hoch. Ό
Im Gabelast G 2 liegt ein Wirkwiderstand RZ der
den reelien Eingangswiderstand des Filters F2, den
dieses bei der Pilotfrequenz aufweist, nachbildet An den Klemmen Ci, C2 des Gabelquerzweiges G4 wird das
Nutzsignal fi... f2 abgegriffen.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Schaltung ist
etwa folgende:
Für die Pilotfrequenz fp liegen in den Gabelästen G 2
und G 3 die gleichen Widerstände. Aufgrund der brückenschaltungsartigen Anordnung tritt dann an den
Ausgangsklemmen C\,C2 das Pilotsignal nicht auf. Das
Pilotsignal wird lediglich über das Schmalbandälter F2
dem Verstärker V zugeführt.
Bei anderen Frequenzen ändert sich zwar der
frequenzabhängige Eingangswiderstand ZB des Schmalbandfilters F2, nicht jedoch der frequenzunabhängige
Widerstand R 2, so daß das Nutzsignal /1.. /2 des Ubertragungsbandes an dem Ausgang Ct1 C2
ansteht Das Schmalbandfilter F2 sperrt das Nutzsignal im Pilotweg.
Die Dämpfung des Nutzsignals wird durch den Widerstand R2 bestimmt Für das Nutzsignal ist der
Eingangswiderstand ZB des Schmalbandfilters F2 hochohmig.
Das beschriebene Schmalbandfilter F2 mit den beiden Quarzen Q1 und Q 2 erfüllt die Selektionsanforderungen
und ist im Hinblick hierauf und im Hinblick auf seine Doppelfunktion wenig aufwendig.
Anstelle des in Fig.2 als Ausführungsbeispiel
verwendeten Schmalbandfilters mit zwei Quarzen sind auch andere Filterschaltungen einsetzbar, wenn sich ihr
Eingangsscheinwiderstand von einem reellen Wert im Durchlaßbereich auf einen sehr b; i'.en oder sehr
niedrigen Wert im Sperrbereich entsprechend schnell ändert
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Schaltungsanordnung zur Trennung eines Pilotsignals aus einem Übertregungsband und zur
Sperrung des Pilotsignals im Nutzsignal des Übertragungsbandes mit einer Gabelschaltung, die
einen Gabelstiel als Eingang, einen Gabelquerzweig und zwei Gabeläste aufweist, wobei an dem ersten
Gabelast ein auf die Pilotfrequenz abgestimmtes Schmalbandfilter liegt, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schmalbandfilter (F2) einen Eingangs-Scheinwiderstand (ZB) aufweist, der bei
der Pilotfrequenz (fp) ein annähernd reeller Wirkwiderstand, jedoch bei anderen Frequenzen des
Übertragungsbandes davon stark abweichender Blindwiderstand ist, daß an dem zweiten Gabelast
(C 2) eine Nachbildung (R 2) des genannten Wirkwiderstandes liegt und daß am Gabelquerzweig
(C4) da* Nutzsignal (fX ... f2) des Übertragungsbandes abgegriffen ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schmalbandfilter (F2) ein
gekoppeltes Bandfilter mit zwei in Reihe geschalteten Quarzen (Q 1, C 2) und einem Querkondensator
CQ ist.
3. Schaltungsanordnung .nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Querspule (WX)
eines Gruppenfilters (F3) direkt an Wicklungen (W 2, W3) der Gabeläste (G 2, G 3) angekoppelt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813145960 DE3145960C2 (de) | 1981-11-20 | 1981-11-20 | Schaltungsanordnung zur Pilottrennung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813145960 DE3145960C2 (de) | 1981-11-20 | 1981-11-20 | Schaltungsanordnung zur Pilottrennung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3145960A1 DE3145960A1 (de) | 1983-07-14 |
| DE3145960C2 true DE3145960C2 (de) | 1983-12-22 |
Family
ID=6146777
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813145960 Expired DE3145960C2 (de) | 1981-11-20 | 1981-11-20 | Schaltungsanordnung zur Pilottrennung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3145960C2 (de) |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE554758A (de) * | 1955-07-02 | |||
| DE1921022B2 (de) * | 1969-04-24 | 1972-04-13 | Siemens AG, 1000 Berlin u. 8000 München | Bandfilter fuer elektrische signale |
-
1981
- 1981-11-20 DE DE19813145960 patent/DE3145960C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3145960A1 (de) | 1983-07-14 |
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