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Lichtelement für Dekorations- und
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Werbe zwecke Die Erfindung bezieht sich auf ein Lichtelement für
Dekorations- und Werbezwecke, mit einem länglichen Träger, längs dessen viele Leuchtelemente
aufgereiht sind, die einzeln intermittierend einschaltbar sind.
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Lichtelemente dieser Art sind für die Dekoration von Schaufenstern
in Gestalt sogenannter Tichischlangen bekannt, die aus transparenten Schläuchen
bestehen, in denen Glühlampen hintereinander angeordnet sind.
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Die Glühlampen sind so zusammengeschaltet, daß beispielsweise immer
jeweils die fünften Glühlampen miteinander verbunden sind.
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Es wird zu einem ersten Zeitpunkt die erste Gruppe eingeschaltet,
zu einem kurz danach gelegenen Zeitpunkt die in einer Richtung längs des Schlauches
folgende Gruppe usw., so daß der Eindruck eines längs des Schlauches laufenden Lichtes
besteht.
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Derartige Lichtelement, die also flexibel sind und in Kurven verlaufen,
sind nur in bestimmten Fä1en ein setzbar, wenn die Art der Dekoration dies zul.ißt.
Die einzelnen Leuchtelemente, nämlich die Glüh]ampen, weisen eine ganz bestimmte
starre Leuchtfolge auf, die genau
ngehalten werden muß, wenn der
optische Eindruck des laufenden Lichts nicht gestört werden soll. Zwar können die
zeitlichen Abstände des Einschaltens der einzelnen Gruppen von Leuchtelementen verkürzt
oder verlängert werden, so daß das Licht schneller oder langsamer zu laufen scheint
- die Einbindung des einzelnen Leuchtelements in einen starren Takt bleibt aber
bestehen.
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Es sind natürlich auch Beleuchtungsanordnungen bekannt, bei denen
in einer Reihe angeordnete Glühlappen oder sonstige lichtimittierende Elemente gemeinsam
im Takt ein- und ausgcschaltet werden. Diese quasi militärische Einschaftfolge ein
- aus - ein -aus" wird oft als störend oder aufdringlich empfunden und als "Las
Vegas-Effekt" bezeichnet. Der Grund hierfür ist wiederum die starre Phasenbeziehung,
der die Einschaltfolge des einzelnen Leuchtelements im Verhältnis zu seinem benachbarten
Leuchtelementen folgt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Lichtelement der dem
Oberbegriff entsprechenden Art so auszugestalten, daß es ein gut handhabbares Gebilde
mit fester Außengestalt ist und die unangenehmen optischen Wirkungen einer zeitlich
und räumlich, d.h.
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im Verhältnis zu den benachbarten Leuchtelementen, starren Einschaltfo?.ce
derselben nicht auftritt.
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Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Trager
als gerader Stab ausgebildet und die Leuchtelemente voneinander verschiedene, insbesondere
nach einer zufälligen Verteilung voneinander unabhängige Einschaltfoolgen aufweisen.
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Hierdurch ist erreicht, daß jeglicher militärische Eindruck nicht
stattfindet. Irgendeine geordnete Phasenbeziehung zwischen den Einschaltzuständen
der einzelnen Leuchtelemente des Lichtelen,-nts ist nicht zu erkennen.
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Es entsteht vielmehr, je nach den Einschaltfolgen der einzelnen Leuchtelemente,
der Eindruck eines mehr oder weniger gleichmäßigen
Flimmerns oder
Flackerns des Lichtelements, welcher sich von dem Eindruck der bekannten Lichtelemente
für Dekorations- und Werbezwecke gänzlich unterscheidet.
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Es fällt zwar unter die Erfindung, daß auch die Einschaltfolge des
einzelnen Leuchtelements unregelmäßig ist. Aus Gründen der Einfachheit der Ansteuerung
der einzelnen Leuchtelemente ist jedoch bevorzugt, daß die Einschaltfolgen der einzelnen
Leuchtelemente eine im wesentlichen gleichmäßige Frequenz aufweisen und die Frequenzen
verschiedener Leuchtelemente des Lichtelements mit einer Toleranz von # 50% um einen
festen Wert liegen.
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Es hat sich gezeigt, daß der erwünschte Flimmer-oder Flackereffekt
des Lichtelements insgesamt vollkommen erhalten bleibt, auch wenn das einzelne Leuchtelement
gleichmäßig ein- und ausgeschaltet wird. Dcm Auge drängt sich in erster Linie der
Gesamteindruck des Lichtelements auf, während es innerhalb di(cies Gesamteindrucks
nur unter Aufwendung besonderer Konzentration möglich ist, überhaupt festzustellen,
daß das einzelne Leuchtelement eine gleichmäßige Einschaltfolge aufweist. Die durch
die Taktverschiebunq der einander benachbarien Leuchtelemente sich einstellenden
Effekte überwiegen.
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Wichtig für den Effekt ist auch, daß die Frequenzen der verschiedenen
Leuchtelemente von gleicher Größenordnung sind, d.h. mit einer gewissen Toleranz
einem festen Wert benachbart sind. Es soll also nicht so sein, daß ein Leuchtelement
eine sehr hohe Einschaltfrequenz aufweist, die für das Augc praktisch ein Dauerleuchten
darstellt, während ein benachbartes Leuchtelement nur in größeren Abständen von
einigen Sekunden einmal aufleuchtet. Der Eindruck soll vielmehr der
eines
gleichmäßigen Arbeitens aller Leuchtelemente sein.
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In Betracht kommendc Frequenzen liegen im Bereich von 0,2 bis 2 Hz.
In diesem Bereich wird das Arbeiten der Leuchtelement noch deutlich als Ein- und
Ausschalten empfunden, wobei die Einschaltfolge aber immer noch schnell genug ist,
um insgesamt einen bewegten Eindruck, d.h. ein Flimmern und Flackern, nicht aber
einen statischen Eindruck zu erzeugern.
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Die Länge des Trägers beträgt vorzugsweise 0,2 bis 2,0 m, der wirksame
Durchmesser der Leuchtelemente 0,3 bis 5 cm, der Abstand der Leuchtelemente auf
dem Träger 2 bis 20 cm.
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Die einzelnen Leuchtelemente umfassen vorzugsweise Leuchtdioden,
weil diese klein sindr kaum Wärme entwickeln und eine hohe Lichtausbeute aufweisen.
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Die Verwendung von Leuchtdioden für dekorative Zwecke ist für sich
genommen an Schmuckstücken durch GP-PS 1 389 165 und die DE-OS 21 41 631 bekannt.
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Die Wirkung läßt sich erhöhen, wenn die Leuchtelemente aus Gruppen
von eng benachbarten Leuchtdioden bestehen, wie'es wiederum für sich genommen an
einem Beleuchtungskörper anderer Art aus dem DE-GM 80 14 497 bekannt ist.
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Ein zusätzlicher Effekt tritt ein, wenn die aufeinanderfolgenden
Gruppen von Leuchtdioden untereinander gleich ausgebildet sind und mindestens eine
innerhalb der Gruppe an jeweils gleicher Stelle angeordnete Leuchtdiode dauernd
einschaltbar ist.
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Die Leuchten der Gruppe spielen dabei um die dauernd eingeschaltete
I,euchtdiode herum, wobei die Gesamtheit der dauernd eingeschalteten Leuchtdioden
den Eindruck einer über die Länge des Lichtelements durchgehenden stehenbleibenden
Linie vermittelt,
was durch eine abweichende Farbe der dauernd einschaltbaren
Leuchtdioden noch betont werden kann.
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Die abweichenden Frequenzen der benachbarten Leuchtelemente können
auf relativ einfache Weise dadurch hergestellt werden, daß jedes Leuchtelement eine
eigene, die Einschaltfolge nur di dì(ses Leuchtelements herstellende cl ek Lroni
sche Schwing- oder Kippschaltung aufweist.
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Die Schwing- oder Kippschaltungen können sehr einfach aus billigsten
elektronischen Schaltelementen hergestellt sein, deren natürliche Toleranz-en der
elektrischen Werte schon für die angestrebten unterschiedlichen Frequenzen der verschiedenen
Leuchtelemente sorgen. Die kleinen Schwing- oder Kippschaltungen können somit aus
nominell gleichen Teilen in Serie hergestellt werden.
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Der Träger besteht vorzugsweise aus einem länglichen, im Querschnitt
rechteckigen Gehäuse aus Profilmaterial, in welchem die Schwing- oder Kippschaltungen
untergebracht und auf einer von dessen Seiten die Leuchtelemente angeordnet sind.
Ein solches Gehäuse kann z.B. aus Kunststoff bestehen, längsgeteilt sein und durch
bloßes Einschnappen unter Hintergreifen von Vorsprüngen zu einem geschlossenen Gebilde
zusammenfügbar sein.
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Zweckmäßig werden zusätzliche Verbindungselemente vorgesehen, mittels
deren jeweils mindestens zwei Lichtelemente miteinander mechanisch verbindbar sind.
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Derartige Verbindungselemente können etwa als eine Art von Zwingen
ausgebildet sein, mit denen aus den einzelnen nach Art von Bauelementen verwendeten
Lichtelementen größere leuchtende Gitter- oder ähnliche Strukturen zusammensetzbar
sind.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
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Fig. 1 zeigt eine Vorderansicht eines Lichtelements.
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Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt aus Fig. 1 in vergrößertem Maßstab;
Fig. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie III-III in Fig. 2.
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Das als Ganzes mit 10 bezeichnete Lichtelement in Fig. 1 umfaßt einen
Träger 1, der als gerader Stab aus einem RechLeck Hohlprofil ausgebildet ist und
auf dessen Vorderseite 1 Leuchtelemente 3, 3', 3, in einer geraden Reihe mit-gleichmäßigen
Abständen angebracht sind. Der Träger 1 ist an den Enden durch Deckel 4 verschlossen
und weist eine elektrische Zuleitung 5 zur Stromversorgung auf.
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Die Leuchtelemente 3, 3', 3'' werden im Wechsel ein- und ausgeschaltet,
wobei das einzelne Leuchtelement 3, 3', 311 eine im wesentlichen gleichmäßige Freaenz
hat, die Frequenzen benachbarter Leuchtelemente 3, 3', 3'' jedoch nach einer willkürlichen
Verteilung voneinander verschieden sind. Die Frequenzen der einzelnen Leuchtelemente
3, 3', 3' sind von gleicher Größenordnung, etwa 1 lIz, liegen aber in einem Toleranzfeld.
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von etwa 50 z um diesen Wert. Dadurch ist zwischen den verschiedenen
Leuchtelementen 3, 3', 3' des Lichtelements 10 keinerlei Phasenbeziehung erkennbar,
vielmehr-blinken die Leuchtelemente 3, 3', 3'' völlig willkürlich durcheinander,
so daß beim Anblick des Lichtelements 10 insgesamt ein Eindruck eines Flimmerns
oder Flackerns längs des Lichtelements 10 entsteht.
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Die vergrößerte Darstellung der Fig. 2 yibt etwa die tatsächl ichen
Abmessungen des Ausführungsbeispiels wieder. Die Breite des Trägers 1 beträgt etwa
3 cm, die Gesamtlänge ca. 1 m, die Abstände der einzelnen Leuchtelemente längs des
Tlit3ers 1 ca. 3,2 cm, der wirksame Durchmesser des einzelnen Leuchtelements ca.
2 cm. Derartige Abmessungen haben sich für die Verwendung des Lichtelements zur
Dekoration eines Schaufensters oder eines Messestandes oder.
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dergleichen als geeignet erwiesen.
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Es versteht sich jedoch, daß diese Abmessungen nicht bindend sind,
sondern daß insbesondere hinsichtlich der Abstände und Durchmesser der Leuchtelemente
3, 3', 3'' Abwandlungen möglich sind. Auch brauchen die Leuchtelemente 3, 3', 3''
auf dem Träger 1 nicht in einer einzigen geraden Linien angeordnet zu sein.
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In dem dargestellten Ausführungsbeispiel bestehen die einzelnen Leuchtelemente
3, 3', 3'' jeweils aus Gruppen von sieben l,euchtdioden 6, von denen eine in der
Mitte und die sechs andercn regelmäßig darum herum angeordnet sind. Die Leuchtdioden
6 sind einander dicht benachbart, d.h. ihre Abstände liegen in der Größenordnung
ihres Durchmessers. Der-Umkreis der Leuchtdiodenanordnung ergibt den wirksamen Durchmesser
der durch die gebildeten Leuchtelemente 3, 3', 3''.
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Die Sechseckanordnung ist nur ein Merkmal des Ausführungsbeispiels;
natürlich sind auch andere Konfigurationen, beispielsweise nur eine einzelne Leuchtdiode,
eine Anordnung im Dreieck, im Quadrat oder dergleichen verwendbar.
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In dem Querschnitt der Fig. 3 ist erkennbar, daß der Träger 1 aus
einem in Längsrichtung geteilten Rechteck-Hohlprofil aus Kunststoff besteht, dessen
die Vorderseiteiaufweisendes Oberteil 1' im sçesentlichen U-Form aufweist und an
den Rändern der beiden Schenkel einspringende Rillen 7 besitzt, die in entsprechende
Rillen an den Rändern der Schenkel des ebenfalls U-förmigen Unterteils 1' eingreifen.
Die Teile 1', 1'' sind nachgiebig und können durch bloßes Zusammendrücken unter
Einschnappen längs der Rillen 7 znsax nongefügt und ebenso durch bloßes Auseinanderziehen
wieder getrennt werden.
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Auf der Oberseite 2 des Teils 1' ist für jedes Leuchtelement eine
Bohrung 8 vorgesehen, durch die die die Leuchtelemente bildenden Gruppen von Leuchtdiodenbvom
Innern des Trägers 1 her nach außen durchgreifen. Die Leuchtdioden sitzen mit ihren
Anschlüssen jeweils in einer kleinen Platine 9, die sich von innen gegen die Oberseite
2 legt.
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Die Platine 9 trägt Leiterbahnen, die die zusammenzuschaltenden Leuchtdioden
6 miteinander verbinden und an die eine als Ganzes mit 11 bezeichnete Schwing-oder
Kippschaltung angeschlossen ist, die die Taktfrequenz für das Ein- und Ausschalten
der Leuchtdioden 6 liefert und ihren Strom von einer längs des Trägers 1 in dessen
Inneren verlaufenden Stromversorgungsleitungsanordnung 12 bezieht. Die Schwing-Kippschaltung
11 ist in dem Ausführungsbeispiel auf einer separaten Platine 13 aufgebaut, doch
könnten die Schaltungselemente 14 auch unmittelbar an der oberen Platine angebracht
sein.
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Jedes leuchtelement 3, 3', 3'' hat seine eigene Schwing- oder Kippschaltung
11, wobei die verschiedenen
Kippschaltungen 11 zwar untereinander
nominell gleich bestückt sind, durch die erheblichen Fertigungstoleranzen der Schaltungselemente
14 Frequenzen aufweisen, die gerade in dem gewünschten Maß unterschiedlich sind.
Benachbarte Leuchtelelrlent.e 3, 3', 3' ' sind also nie im Takt.
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Der Innenraum 15 des Träcjers 1 kann mit einem isolierenden Leitmaterial
ausgefüllt, beispielsweise ausgeschäumt sein, um die Komponenten in ihrer Lage zu
halten und Kurzschlüsse durch Feuchtigkeit auf den Platinen zu erschweren.
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Die Lichtelemente 10 haben eine relativ feste Gestalt mit graden
Außenflächen und können mit entsprechenden Zwingen oder ähnlichen Verbindungselementen
zu größeren Gebilden zusammengesetzt werden.
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