Die Erfindung betrifft die Verwendung einer Mischung
zur Bekämpfung des Schnarchens ausgenommen bei
mucosaler Kongestion oder Rhinitis.
Schnarchen ist ein Phänomen, das auf einer rasselnden
Atmung beruht, die beim Menschen während des
Schlafes auftreten kann. Wegen der Belästigung, die
Schnarchen für Mitmenschen bedeuten kann, sind viele
Versuche unternommen worden, diesem Phänomen abzuhelfen.
Ursache des Schnarchens sind Obstruktionen (Unebenheiten)
im Bereich der oberen Luftwege. Beim Ein- und
Ausatmen wird die Luft über komplexe Strömungswege
geführt. Unebenheiten im Bereich derselben führen notwendigerweise
zu Turbulenzen in der Luftströmung. Diese
bedeuten Atmungsbehinderungen, die unterhalb der
Bewußtseinsschwelle liegen. Die Behinderungen im
Strömungsweg und die dadurch verursachten Turbulenzen
haben zur Folge, daß örtlich ein Unterdruck (Sog)
entsteht. Dieser führt zu flatternden Bewegungen von
weichen, erschlafften Strukturen im Bereich des Luftströmungsweges.
Insbesondere wird der weiche Gaumen
durch die genannten Turbulenzen hin- und herbewegt.
Obwohl zur Verhinderung des Schnarchens bereits
zahlreiche Untersuchungen durchgeführt worden sind,
haben sie bisher nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt.
Man ist dabei von Mitteln ausgegangen, die
auf der Grundlage von Chemotherapeutika oder Antibiotika,
vasoaktiven Substanzen, Corticoiden oder Antihistaminika
aufgebaut waren. Diese Mittel haben sich
aber entweder nicht als wirksam genug erwiesen, um das
Schnarchen auf Dauer zu verhindern, oder sie haben bei
längerer Einnahme zu einer Schädigung der Nasen- und
Rachenschleimhaut geführt. Dies trifft auch für die
aus früherer Zeiten bekannten Versuche mit etherischen
Ölen, wie z. B. Menthol, Kamille, Eukalyptusöl etc.,
zu. Erst in neuerer Zeit konnte gezeigt werden, daß
Obstrukionen, die als Ursache des Schnarchens angesehen
werden können, insbesondere durch Austrocknen der
Schleimhäute, durch zusätzliche trockene Schleimfelder
mit Mikrorissen, durch Ablagerungen von zähem Schleim
etc. entstehen.
Auf das Schnarchphänomen ist auch in Proc. Roy. Soc.
Med. 61, 575-582 (1968) näher eingegangen. Auf Seite
581 ist in dem die Spalten 1 und 2 überbrückenden Absatz
darauf hingewiesen, daß bestimmte Faktoren zu
nasaler Kongestion führen können und daß es bei geringem
Ausmaß mucosaler Kongestion möglich ist, daß
"simple decongestive nasal drops" eingesetzt werden
und erfolgreich sein können. In der medizinischen Fachsprache
versteht man unter nasaler bzw. mucosaler
Kongestion einen krankhaften Andrang von Blut in der
Nase bzw. den Nasenschleimhäuten (der sogenannten
Muschel).
Menschen, die an einem derartigen krankhaften Zustand
mit entsprechenden Beschwerden leiden, werden
"decongestive nasal drops" verabreicht. Typische
solche Zubereitungen sind beispielsweise in der US-PS
29 89 437, wo der Begriff "decongestant nasal composition"
bereits im Titel verwendet worden ist, beschrieben.
Derartige dekongestive Nasentropfen zielen darauf
ab, den Blutandrang in der Muschel herabzusetzen und
dadurch eine Restriktion der Muschel zu erreichen.
Nasentropfen des dekongestiven Typus sind breithin
bekannt und zeichnen sich üblicherweise dadurch aus, daß
sie auf einer vasoaktiven Komponente aufbauen. Diese
vasoaktive Komponente bewirkt normalerweise eine Vasokonstriktion.
Zum Wirkungsmechansimus solcher dekongestiven
Produkte wird z. B. auf "Laryngoskop" 91,
1614-1621 (1981) verwiesen.
In Proc. Roy. Soc. Med. 61, 575-582 (1986) finden sich
keine Hinweise auf Zubereitungen, mit denen das Schnarchen
wirksam bei Menschen unterbunden werden kann, die
nicht unter pathologischem Blutandrang im Nasenbereich
leiden. Abgesehen von dem Hinweis (im diskutierten
Zusammenhang) auf Nasentropfen des dekongestiven
Typs werden auch keinerlei konkrete Gestaltungen eventuell
einsetzbarer Zubereitungen für Patienten, die nicht
an mucosaler Kongestion oder Rhinitis leiden, angegeben,
zumal aus der Literatur, beispielsweise aus dem Handbuch
Hals-, Nasen-, Ohren-Heilkunde, Band I (Obere und Untere
Luftwege), Stuttgart (1964), Georg-Thieme-Verlag, S. 218-222,
oder aus der gutachtlichen zu wertenden Arbeit in extrakta
otorhinolaryngologica, Bd. 4, Heft 6 (1982), S. 370-371,
bekannt war, daß bei einer großen Zahl der üblichen vasokonstriktorisch
wirkenden Substanzen die Gefahr einer
Sucht oder Gewöhnung besteht. Im vorliegenden Fall ist
jedoch bei Verwendung der beanspruchten oberflächenaktiven
Substanzen mit Sucht oder Gewöhnung in keinem Fall zu
rechnen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Verwendung
einer Mischung zur Bekämpfung des Schnarchens zur Verfügung
zu stellen,
mit welcher auch harte Fälle von Schnarchen unterbunden
werden können, ohne daß sich dabei schädliche Nebenwirkungen
durch Beeinträchtigung der Nasen- und Rachenschleimhaut
einstellen.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die Verwendung
einer Mischung aus physiologischer Kochsalzlösung,
0,05 bis 2 Gew.-% - bezogen auf das Gesamtgewicht der Mischung -
Polyoxyethylen-sorbitanester, einem Konservierungsmittel
und/oder einer auf den Schleimhäuten bakterizid
oder fungizid wirkenden Substanz zur Bekämpfung des
Schnarchens gelöst.
Mischungen dieses Typs (z. B. unter der Handelsbezeichnung
"Prorhinel") sind aus anderem Zusammenhang bereits
bekannt. Sie werden zur Behandlung von bzw. Desinfektion
bei Rhinitis oder Rhinopharyngitis vertrieben,
wobei Nasenspülungen in Portionen zu 10 ml empfohlen
werden. Es war aber nicht bekannt, daß solche langjährig
vertriebenen Zubereitungen eine Wirkung gegen das
Schnarchphänomen besitzen und weiter daß dies auch
beim Einsatz relativ geringer Mengen der Fall ist.
Eine Verabreichung solcher Mittel an Menschen, die
keine Rhinitis, Rhinopharyngitis oder andere Störungen
im Nasenbereich aufweisen, war bislang auch nicht in
Betracht gezogen worden.
Mit Hilfe der erfindungsgemäß verwendeten Mischung
kann überraschenderweise das Schnarchen verhindert bzw.
vermindert werden, wenn diese auf die Nasen- und
Rachenschleimhaut der betroffenen Personen aufgebracht
wird, wobei sie die Nasen- und Rachenschleimhäute
in angefeuchtetem Zustand zu halten und womöglich
von trockenen Schleimresten zu reinigen vermag.
Das erfindungsgemäß verwendete Mittel sorgt in mehrfacher
Weise für eine Glättung der die Strömungswege
begrenzenden Oberflächen. Die unter täglicher Noxenbelastung
stehende Schleimhaut kann sich erholen, zäher
Schleim verflüssigt sich und breitet sich in physiologisch
notwendiger Weise wieder aus. Damit verbunden
ist ein Pflegevorgang sowie eine Steigerung der
Normalfunktionen bis zum optimalen Normalfunktionieren.
Somit beruht die Wirkung der erfindungsgemäßen Verwendung
darauf, daß das Schnarchen, welches u. a.
durch eine Austrocknung der Nasen- und Rachenschleimhaut
verursacht wird, durch Befeuchtung sowie eventuelle
Reinigung der Schleimhäute den Schnarchvorgang
verhindert.
Die Befeuchtung der Schleimhäute wird bei der erfindungsgemäß
verwendeten Mischung durch eine physiologische
Kochsalzlösung in Verbindung mit Polyoxyethylensorbitanester
als oberflächenaktivem Stoff erreicht.
Der Polyoxyethylen-sorbitanester spielt bei dem erfindungsgemäß
verwendeten Mittel eine wesentliche
Rolle, um den Kontakt zwischen der physiologischen
Kochsalzlösung und den Nasen- und Rachenschleimhäuten
zu verbessern und zu erhalten. Dabei ist die
Schleimhautverträglichkeit des genannten oberflächenaktiven
Stoffes von besonderem Vorteil.
Als bevorzugte oberflächenaktive Stoffe werden gemäß
der Erfindung Polyoxyethylen-Derivate der Sorbitanester
eingesetzt, d. h. Sorbitanester, deren freie
Hydroxylgruppen mit einer gewisssen Zahl von Ethylenoxidmolekülen
verethert sind. Die gebräuchlichsten dieser
Ether sind jene, an die ungefähr 20 Mole Ethylenoxid
und mehr ankondensiert sind.
Ein besonders geeignetes Produkt stellt Polysorbat 80
(Tween 80, eingetragenes Warenzeichen) dar, eine
nicht-ionische oberflächenaktive Substanz, die im
wesentlichen aus einem Monoölsäureester des Sorbitans
besteht, der mit ungefähr 80 Molen Ethylenoxid verethert
ist.
Im weiteren eignet sich Tween 20 (eingetragenes Warenzeichen),
das ebenfalls ein Polyoxyethylen-Derivat
von Sorbitanhydrid darstellt, einen Laurylrest enthält
und mit etwa 20 Oxyethylengruppen verethert ist.
Ebenso geeignet sind Polyoxyethylen-sorbitanmonopalmitat
(Tween 40, eingetragenes Warenzeichen) und Polyoxyethylen-
sorbitanmonostearat (Tween 60, eingetragenes
Warenzeichen).
Wie wesentlich die Polyoxyethylen-sorbitanester für die
Bekämpfung des Schnarchens sind, zeigt ein Vergleich mit
physiologischer Kochsalzlösung, die bereits in der Zeitschrift
Tout A Vous, la mdicine de A Z, Heft 88, vom
27.6.1972, S. 2102-2103 zur Bekämpfung des Schnarchens
vorgeschlagen worden war. Wie dem weiter hinten folgenden
nachgereichten Versuchsbericht zu entnehmen ist, konnte die physioloische
Kochsalzlösung allein in 60% der Fälle das
Schnarchphänomen nicht unterdrücken, während die erfindungsgemäße
Mischung in allen Fällen eine gute oder zufriedenstellende Wirkung
zeigte.
Auch eine zusammenfassende Beurteilung aller vorbekannten
Literaturzitate, die teilweise bereits recht alt sind,
legt die erfindungsgemäße Verwendung der Mischung zur Bekämpfung
des Schnarchens keineswegs nahe. In den vielen
Jahren nach Veröffentlichung der Literaturstellen bestand
zweifellos der Bedarf an einem Antischnarchmittel, was
wohl keines weiteren Beweises bedarf; die entgegengehaltene
Literatur führte also nicht zu der erfindungsgemäß
verwendeten Mischung. Auch in der Praxis hat sich bereits
die erfindungsgemäße Verwendung der Mischung bestens bewährt.
Die erfindungsgemäß verwendeten Mischungen können hinsichtlich
ihrer Zusammensetzung in verschiedener Weise
variieren. Der oberflächenaktive Stoff wird in einer Konzentration
von 0,05 bis 2 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Mischung, zugegeben.
In den meisten Fällen ist es bevorzugt,
mit niederen Konzentrationen an oberflächenaktivem
Mittel zu arbeiten. Hierzu wird das oberflächenaktive
Mittel bevorzugt in einer Konzentration
von 0,1 bis 0,5 Gew.-%, besonders bevorzugt von 0,15
bis 0,30 Gew.-%, eingesetzt.
Im weiteren ist es vorgesehen, dem erfindungsgemäß
verwendeten Mittel ein Konservierungsmittel zuzugeben.
Das ist insbesondere erforderlich, um ein
mikrobielles Wachstum in dem Mittel selbst, insbesondere
nach dessen Ingebrauchnahme zu verhindern.
Besonders bevorzugt ist es, wenn das zugegebene Konservierungsmittel
darüber hinaus auf die Schleimhäute des Nasen-
und Rachenraumes bakterizid und/oder fungizid zu wirken vermag.
Sofern das eingesetzte Konservierungsmittel diese Wirkung
nicht oder nicht in genügendem Maße ausübt, ist dem
erfindungsgemäßen verwendeten Mittel eine geeignete, auf den Nasen- und
Rachenschleimhäuten bakterizid und/oder fungizide wirkende
Substanz als Schleimhautdesinfizienz zuzugeben.
Als Konservierungsmittel können in den erfindungsgemäß verwendeten
Mitteln allgemein in pharmazeutischen Präparaten verwendete
Konservierungsmittel eingesetzt werden, die ein mikrobielles
Wachstum unterbinden. Hierfür eignen sich z. B. Ethanol, Ester
der p-Hydroxybenzoesäure, 2-Phenoxyethanol, Benzoesäure und
deren Salze, Sorbinsäure und deren Ester, etc.
Geeignete Schleimhautdesinfizienzien, die sowohl als Desinfektionsmittel
als auch als Antiseptika wirken können, stellen
Aktridin- und Chinolin-Derivate, quaternäre Ammoniumverbindungen
sowie Verbindungn mit Amidin-Strukturen dar.
Besonders gute Ergebnisse wurden gemäß der Erfindung mit
Benzalkoniumchlorid erhalten, das ein mildes, schleimhautverträgliches
Desinfizienz darstellt. Es verhindert, daß eine
eventuelle rasche Neuverschleimung stattfindet, indem es Reizungen
durch Verunreinigungen der Nasenschleimhaut abwehrt und
damit vermindert. Rasch auftretende übermäßige Schleimbildung
würde bei den damit verbundenen Austrocknungsmöglichkeiten des
Schleimes den Schnarchvorgang vorzeitig wieder auslösen.
Neben dem vorstehend genannten Benzalkoniumchlorid sind auch
andere quaternäre Amine, sofern sie nicht schleimhautunverträglich
sind, als Desinfizienzien in den erfindungsgemäßen Mitteln
geeignet.
Als weiteres Schleimhautdesinfizienz hat sich auch die
Verwendung von Benzododecinium als geeignet erwiesen.
Als fungostatisch wirkendes Mittel eignet sich die Zugabe von
Chlorobutanol, einer Verbindung, die sowohl bakterizid als
auch fungostatische Wirkung hat.
Die Konservierungsmittel werden den erfindungsgemäßen Mitteln
gegebenenfalls zusammen mit bakterizid oder fungizid wirkenden
Substanzen in einer Konzentration von 0,1 bis 4 Gew.-%,
bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels, zugegeben. Bevorzugt
beträgt die Konzentration der bakteriziden und fungostatischen
Verbindungen 0,01 bis 0,05 g, bezogen auf 1000 ml des
erfindungsgemäßen Mittels.
Außderdem enthält das erfindungsgemäße Mittel Substanzen,
die eine geschmeidigmachende bzw. erweichende Wirkung auf
die Nasen- und Rachenschleimhaut ausüben.
Aufgabe der die Schleimhaut erweichenden Mittel ist es,
Mikrorisse in derselben zu verhindern bzw. abklingen zu
lassen.
Hierzu eignen sich z. B. Polyalkohole, die die Oberflächenabtrocknung
der Schleimhaut verhindern und darüber hinaus die
Oberflächenspannung der Wasserphase senken. Geeignete Polyalkohole
sind Ethylenglykol, Diethylenglykol, Propylenglykol,
Dipropylenglykol, Glycerin, Diglycerin, Butylglykol-1,3,
Sorbit.
Besonders geeignet sind Glycerin und Sorbit.
Außerdem hat sich auch die Verwendung von Panthenol als
Mittel zum Geschmeidigmachen der Schleimhäute als vorteilhaft
erwiesen. Panthenol ist schleimhautfreundlich und zeigt eine
Wirkung ähnlich der von Pantothensäure. Panthenol hat
zugleich eine regenerierende Oberflächenwirkung auf die
Schleimhäute.
Die Substanzen zum Erweichen bzw. Geschmeidigmachen der
Schleimhäute sind in dem erfindungsgemäßen Mittel in einer
Konzentration von 0,1 bis 1 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
des Mittels, enthalten. Der bevorzugte Konzentrationsbereich
beträgt 0,2 bis 0,4 Gew.-%.
Dem erfindungsgemäß verwendeten Mittel können darüber hinaus schleimhautverträgliche
Substanzen, welche die Bildung von Mikrorissen
verhindern oder die Beseitung oder Auflösung von Störsubstanzen
begünstigen, zugegeben werden.
Diese Zusätze sollen vor allem dazu beitragen, Ablagerungen
oder die Ausbildung von zähem Schleim auf der Schleimhaut
zu beseitigen bzw. zu verhindern. Daher ist es auch vorteilhaft,
dem erfindungsgemäß verwendeten Mittel als Zusatz ein schleimhautverträgliches
Enzympräparat zuzugeben, welches die Auflösung
von Störsubstanzen fördert. Als Enzympräparate eignen
sich insbesondere Hydrolasen, Lipasen und Proteasen. Dabei ist
es bevorzugt, Enzympräparate einzusetzen, die in dem auf der Nasen-
und Rachenschleimhaut vorzufindenden pH-Bereich zumindest
annähernd ihr pH-Optimum aufweisen und unter den gegebenen
Bedingungen möglichst stabil sind.
Als schleimhautverträgliche Zusätze eignen sich z. B. auch
Vitamine, wie Vitamin A, in einer Menge von ca. 15 000 IE/ml,
und Vitamin E, z. B. als Acetat, in einer Menge von ca. 20 mg/ml.
Außerdem ist es vorteilhaft, dem erfindungsgemäß verwendeten Mittel
schleimhautverträgliche Substanzen, wie Sekretolytika, z. B. Acetylcystein
sowie Verbindungen aus der Reihe der Sympathomimetika,
wie z. B. Tuaminoheptan (2-Amino-heptan), Forthane, 2-Amino-6-
methylheptan zuzugeben.
Die nachstehenden Formulierungen sollen das erfindungsgemäß verwendete
Mittel näher definieren, ohne es jedoch auf die gegebenen
Beispiele zu beschränken:
| Rezeptur 1 |
| Natriumchlorid |
| 8,5 bis 9,5 g |
| oberflächenaktives Mittel (Polysorbat 80, eingetr. Warenz.) |
1,3 bis 3,5 g |
| Glycerin |
2,0 bis 4,0 g |
| Ethylalkohol 90° (Vol/Vol) |
3,0 bis 8,0 g |
| Panthenol |
1,5 bis 4,0 g |
| Benzalkoniumchlorid |
0,01 bis 0,15 g |
| entmineralisiertes Wasser bis auf |
1000 ml |
| Rezeptur 2 |
| Polysorbat 80, (eingetr. Warenz.)|2 g |
| Glycerin |
3 g |
| Ethylalkohol 90° (Vol/Vol) |
6 g |
| Panthenol |
2 g |
| Benzalkoniumchlorid |
0,02 g |
| aufgefüllt mit physiologischer
@ |
Kochsalzlösung auf |
1000 ml |
Das erfindungsgemäß verwendete Mittel wird auf die Nasen- und Rachenschleimhäute
der betroffenen Personen mit Hilfe einer geeigneten
Vorrichtung und in ausreichenden Mengen appliziert.
Zur Erzielung des gewünschten Effektes genügen verhältnismäßig
geringe Menge des Mittels,
z. B. etwa 0,5 bis 10 ml, vorzugsweise 1,0 bis 2,0 ml.
Hierzu wird das Mittel unter Einsatz
eines geeigneten Gerätes bzw. einer geeigneten Vorrichtung
in jedes Nasenloch eingeführt bzw. eingeträufelt, so daß
die Flüssigkeit auf die Nasen- und Rachenschleimhaut aufgebracht
wird. Geeignete Geräte zur Durchführung dieses Verfahrens
sind bekannt. Beispielsweise kann das Mittel durch ein
Arosolgerät, durch einen Zerstäuber, eine Spülpipette mit
Einzelampullen oder Portions-Einzelampullen mit Pipette
oder durch Pipettenflaschen, die das Mittel enthalten, appliziert
werden. Das Mittel wird am Abend vor dem Schlafengehen
angewendet, und zwar im Liegen oder im Stehen bei zurückgebeugtem
Kopf. Die Anwendung kann während der Nacht wiederholt werden.
Die durchgeführten Versuche am Menschen haben gezeigt, daß
das Mittel keinerlei Unverträglichkeiten hervorruft, auch nicht
bei Anwendung über eine längere Zeit, weil die Komponenten
in den angegebenen Konzentrationen nicht toxisch sind und die
entsprechenden Komponenten individuell in der Rhinologie bereits
angewendet wurden.
Außerdem haben die nachgereichten Versuche gezeigt, daß das erfindungsgemäß
verwendete Mittel besonders wirksam ist und damit
das Schnarchen entweder völlig unterbunden oder zumindest
stark gemildert werden kann. Diese Versuche wurden
unter Einsatz von Polyoxyethylen-sorbitanmonooleat
als oberflächenaktiver Komponente in physiologischer
Kochsalzlösung, wobei der Mischung Benzalkoniumchlorid
als Konservierungsmittel zugefügt war, an einer Reihe von
Testpersonen durchgeführt. Hierbei wurde bei ca. 65% der
Probanden eine völlige Unterbindung des Schnarchgeräusches
bzw. dessen Herabsetzung auf ein nicht mehr störendes Niveau
erreicht. Ähnlich gute Ergebnisse wurden bei Verwendung
von Polyoxyethylen-sorbitanmonolaurylat bzw.
Polyoxyethylen-sorbitanmonostearat in der genannten Mischung
festgestellt.
Den Versuchen mit den zuletzt genannten oberflächenaktiven
Substanzen lag die nachstehende Formulierung
zugrunde:
| Polyoxyethylen-sorbitanmono(oleat, laurylat, stearat) |
| 0,2 Gew.-% |
| Glycerin |
0,3 Gew.-% |
| Panthenol |
0,1 Gew.-% |
| Benzalkoniumchlorid |
0,02 Gew.-% |
| Natriumchlorid |
0,9 Gew.-% |
| Aqua demin |
ad 100 |
Dabei ergaben sich folgende Werte:
Das Ergebnis ist wie folgt bewertet:
"GUT" wenn Schnarchen völlig unterblieb oder
nicht störte,
"BEFRIEDIGEND" wenn Schnarchen durch weitere Dosis unterbunden
wurde oder nicht störte,
"MANGELHAFT" wenn keine der oben aufgeführten Wirkungen
auftrat.
Auf die gleiche Weise wurde mit der gleichen Formulierung,
die als oberflächenaktive Substanz im vorliegenden Fall
Polyoxyethylen-sorbitanmonooleat enthielt, Vergleichsversuche
gegenüber physiologischer Kochsalzlösung durchgeführt,
wobei die Ergebnisse in der gleichen Weise mit
gut, befriedigend oder mangelhaft bewertet wurden. Die
nachstehende Tabelle zeigt die überlegene Wirkung der erfindungsgemäß
verwendeten Formulierungen.