DE3146949C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Ultraschallwandler
zur Aufnahme von Ultraschallwellen in einem flüssigen
Übertragungsmedium mit einem dünnen piezoelektrischen
Grundkörper aus Polyvinylidenfluorid PVDF, der auf seinen
Flachseiten mit Elektroden versehen ist, von denen eine
als Punktkontakt gestaltet ist und die aktive Fläche des
Empfängers bestimmt. Derartige Ultraschallwandler sind
bekannt unter der Bezeichnung "Hydrophon".
Damit ein Ultraschallwellenfeld originalgetreu abge
bildet wird, darf das Hydrophon die Schallwellen nicht
stören. Ferner muß die Eigenresonanzfrequenz des
Hydrophons höher liegen als die geforderte Bandbreite.
Bei einer Bandbreite von beispielsweise etwa 10 MHz
bedeutet dies eine Ausdehnung des piezoelektrischen
Grundkörpers in Schallausbreitungsrichtung von höchstens
etwa 100 µm.
Ein bekanntes Hydrophon, das zur Verwendung in Wasser
als Übertragungsmedium vorgesehen ist, enthält als
piezoelektrischen Grundkörper eine Folie mit einer Dicke
von etwa 25 µm, die an ihrem Rand in einen Rahmen
eingespannt ist. Die Folie ist an ihren Flachseiten mit
Elektroden versehen, von denen eine als Punktkontakt mit
einer Ausdehnung von etwa 0,5 mm2 gestaltet ist und die
aktive Fläche des Empfängers bestimmt. Die Gegenelektrode
dient zugleich zur Abschirmung. Das Gerät ist verhältnis
mäßig kompliziert und empfindlich gegen mechanische
Beschädigungen (J. Accoust. Soc. Am. 69 (3), März 1981,
Seiten 853 bis 859).
Es ist ferner ein Ultraschallwandler bekannt, der zugleich als
Sender und Empfänger dient. Bei diesem bekannten Ultraschall
wandler ist eine Sende-Schicht mit hoher Schallimpedanz und
eine Empfangsschicht mit niedriger Schallimpedanz vorgesehen.
Diese Empfangsschicht dient zugleich als Anpassungsschicht für
den Sender. In dieser bekannten Ausführungsform werden durch
die hohe Schallimpedanz somit die Empfangswellen in der Sende
schicht reflektiert (deutsche Auslegeschrift 29 14 031).
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen Ultra
schallwandler zur Aufnahme von Ultraschallwellen in einem Hydro
phon anzugeben, bei dem ein Impedanzsprung im Empfänger vermie
den wird und das zugleich eine stabile Bauform ermöglicht, die
in einfacher Weise hergestellt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst mit den kennzeichnen
den Merkmalen des Anspruchs 1. Der Träger hat wenigstens annä
hernd die gleiche Schallimpedanz wie das Übertragungsmedium. Er
bildet mit der als Grundkörper dienenden PVDF-Folie eine mecha
nisch stabile, im Betrieb leicht zu handhabende und dennoch
flexible Baueinheit. In Verbindung mit Wasser als Übertragungs
medium kann der Träger vorzugsweise aus vulkanisierbarem, un
gesättigtem Äthylen-Propylen-Kautschuk bestehen, der Diene ent
hält und bekannt ist unter der Bezeichnung EPDM-Gummi. Dieser
Träger hat mit 1,5 · 106 kg/m2s näherungsweise die gleiche Schall
impedanz wie das Übertragungsmedium Wasser und stört das zu
messende Ultraschallwellenfeld somit nicht. Der Träger ist we
sentlich dicker als der Grundkörper und wirkt zugleich als
Dämpfungskörper, der die Ultraschallwellen vollständig absor
biert.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die Zeichnung
Bezug genommen, in der ein Ausführungsbeispiel eines Ultra
schallwandlers zur Aufnahme von Ultraschallwellen nach der Er
findung schematisch veranschaulicht ist.
In der dargestellten Ausführungsform eines Ultraschallwandlers
als Hydrophon ist ein Grundkörper 2 in der Form einer Folie aus
piezoelektrischem Material, insbesondere Polyvinylidenfluorid
PVDF, mit einer Dicke d von höchstens 100 µm vorgesehen. Dieser
Grundkörper 2 ist an seiner vorderen
Flachseite, die einem Übertragungsmedium 4, beispielsweise Was
ser, zugewandt ist, mit einer Metallisierung versehen, die als
Elektrode 6 dient. Auf der gegenüberliegenen Flachseite ist
der Grundkörper 2 mit einer Elektrode versehen, die als Punkt
kontakt 8 mit einer Flächenausdehnung von etwa 0,5 mm2 gestal
tet ist und die aktive Fläche des Empfängers 10 bildet, welcher
in der Figur gestrichelt angedeutet ist. Der Punktkontakt 8
kann beispielsweise aus aufgedampftem Chrom/Silber mit einer
Schichtdicke von wesentlich weniger als 1 µm bestehen und ist
mit einem elektrischen Anschlußleiter 9 versehen. Der Grundkör
per 2 ist an einem Träger 12 mit einer Dicke D von beispiels
weise etwa 2 cm befestigt, beispielsweise mittels eines Kle
bers 14. Der Träger 12 hat wenigstens annähernd die gleiche
Schallimpedanz wie das Übertragungsmedium 4 und kann vorzugs
weise aus EPDM-Gummi bestehen. Der Grundkörper 2 ist von einer
Einfassung 16 umgeben, deren einander gegenüberliegend metal
lisierte Flachseiten mit den Elektroden 6 und 8 des Grundkör
pers 2 elektrisch leitend verbunden sind und die mit elektri
schen Anschlußleitern 18 bzw. 19 eines Koaxialkabels 20 verbun
den sind, das zur Signalübertragung vorgesehen ist. Zur Strom
übertragung vom Grundkörper 2 zur Einfassung 16 können besonde
re Überbrückungsleiter 22 und 23 vorgesehen sein, die bei
spielsweise aus Golddrähten bestehen können. In der dargestell
ten Ausführungsform liegt die Elektrode 6 über die Leiter 18
und 22 auf Nullpotential und dient damit zugleich als Abschir
mung. Eine Schutzschicht ist in der Figur mit 24 bezeichnet.
Ist als Trägermedium 4 beispielsweise Wasser mit einer
Impedanz von 1,5 · 106 kg/m2s vorgesehen und besteht der
Träger 12 beispielsweise aus EPDM-Gummi mit einer
Impedanz von ebenfalls 1,5 · 106 kg/m2s, so tritt ledig
lich am Übergang zur PVDF-Folie des Grundkörpers 2 mit
einer Impedanz von 3,5 · 106 kg/m2s ein geringer Impedanz
sprung auf. Mit einer Dicke d der PVDF-Folie von bei
spielsweise 30 µm beträgt die Durchlässigkeit bei einer
Frequenz von beispielsweise 2 MHz etwa 97% und bei
einer Frequenz von beispielsweise 10 MHz etwa 63%. Bei
einer Frequenz von 2 MHz beträgt die Wellenlänge etwa
1 mm und bei einer Frequenz von 10 MHz ergibt sich eine
Wellenlänge von 0,2 mm. Mit einer Foliendicke des Grund
körpers 2 von beispielsweise 30 µm ist somit die Welle
wesentlich länger als die Dicke d des Grundkörpers und
die durchlaufende Welle wird somit originalgetreu als
elektrisches Signal wiedergegeben. Eine Störung der Welle
durch den Träger 12 tritt nicht auf.
Dieser piezoelektrische Ultraschallwandler kann wegen
der Flexibilität der wesentlichen Einzelelemente der
Baueinheit, nämlich des Grundkörpers 2, des Trägers 12
sowie der Einfassung 16, in nahezu beliebiger sphäri
scher Form hergestellt werden. Durch Herausätzen aus der
Metallisierung der Rückseite des Grundkörpers 2 können
einzelne Piezoelemente jeder Form und Größe leicht her
gestellt werden. Die Breitbandigkeit ist bereits durch
die Eigenschaften der Folie selbst sichergestellt. Mit
der dünnen Folie des Grundkörpers 2 liegt man mit einer
Dickenresonanz von etwa 30 MHz und einem erwarteten
Empfindlichkeitsminimum bei etwa 60 MHz verhältnismäßig
weit oberhalb der erwarteten Bandbreite von etwa 10 MHz.
Im Ausführungsbeispiel ist in Verbindung mit Wasser als
Übertragungsmedium 4 ein Träger 12 aus EPDM-Gummi
angenommen. In Verbindung mit einem anderen Übertra
gungsmedium, beispielsweise Öl, wird auch das Material
des Trägers entsprechend gewählt.
Die im Ausführungsbeispiel dargestellten Anschlußleiter
18 und 19 können auch direkt zu einem in der Figur
nicht dargestellten Vorverstärker führen.
Claims (2)
1. Ultraschallwandler zur Aufnahme von Ultraschallwellen in
einem flüssigen Übertragungsmedium (4) mit einem dünnen piezo
elektrischen Grundkörper (2) aus Polyvinylidenfluorid PVDF, der
auf seinen Flachseiten mit Elektroden (6, 8) versehen ist, von
denen eine als Punktkontakt (8) gestaltet ist und die aktive
Fläche des Empfängers (10) bestimmt, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Grundkörper (2) auf einem
mechanischen Träger (12) angeordnet ist, der wenigstens an
nähernd die gleich akustische Impedanz wie das Übertragungs
medium (4) hat.
2. Ultraschallwandler nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Träger (12) aus EPDM-Gummi
besteht.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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Family
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
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1981
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Also Published As
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Legal Events
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