DE3147130A1 - Verfahren zur reinigung und abtrennung von vitamin b12 - Google Patents
Verfahren zur reinigung und abtrennung von vitamin b12Info
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Description
3U7130
- 3 B'e s ch reibung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Abtrennung von Vitamin B12 in reiner Form aus einer Vitamin B12 enthaltenden
Flüssigkeit mit einem Gehalt an Verunreinigungen, beispielsweise eine Vitamin B12 enthaltende Flüssigkeit,
die man bei einem Fermentationsverfahren erhält, und einer Vitamin B12 enthaltenden Flüssigkeit, die man bei
einem zellularen Extraktionsverfahren erhält. Die Erfindung betrifft insbesondere ein Verfahren zur Abtrennung
von Vitamin B12 in reiner Form, gemäß dem Vitamin B12 in
hoher Reinheit abgetrennt und in hoher Ausbeute in einem hohen Wiedergewinnungsverhältnis von beispielsweise mehr
als etwa 98% und manchmal so hoch wie 100% gemäß einem
einfachen und leichtem Adsorptions- und Eluierungsverfahren erhalten wird. Weiterhin sind keine Vorrichtungen für
zusätzliche Verfahrensstufen, wie zusätzliche Reinigungsoder Vorreinigungsstufen, erforderlich, während die
schnellen Geschwindigkeiten bei der Adsorption und Elution und die gute Beständigkeit des Adsorptionsmittels beibehalten
werden.
Die Erfindung betrifft insbesondere ein Verfahren zur Abtrennung
von Vitamin B12 in reiner Form, gemäß dem eine
Vitamin B12 enthaltende Flüssigkeit mit einem Gehalt an
Verunreinigungen in Kontakt mit einem Harz gebracht wird, welches aus der Gruppe ausgewählt wird, die (A) ein Divinylbenzol/Styrol-Copolymerisat
mit einem häufigsten Porendurchmesser von mindestens etwa 200 A und einem Gesamtporenvolumen
über 0,6 ml/g und (B) ein Copolymerisat von Divinylbenzol/Styrol/ungesättigtem Alkylester einer
aromatischen Polycarbonsäure der FormelK-H C^OOR)n umfaßt,
worin R eine ungesättigte Alkylgruppe mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen mit einer Kohlenstoff-Kohlenstoff-
Doppelbindung bedeutet und η für 2 oder 3 steht, wobei
das Copolymerisat (B) eine Oberfläche von mindestens etwa 700 m /g aufweist, und gemäß dem das Vitamin B12 an dem
Harz adsorbiert und das Vitamin B12 m^ einem Eluierungsmittel
eluiert und das aktive Eluat gesammelt wird.
Es ist bekannt, Vitamin B12 v°n einer Vitamin B12 enthaltenden
Flüssigkeit mit einem Gehalt an Verunreinigungen gemäß einem Adsorptions-Eluierungs-Verfahren unter Verwendung
von Adsorbentien, wie Aktivkohle, aktiviertes Aluminiumoxid, Sephadex und Ionenaustauschharzen, abzutrennen.
Es hat sich jedoch gezeigt, daß ein solches Verfahren bei der industriellen Durchführung ungeeignet ist,
da die Menge an Vitamin B12, die an den Adsorbentien adsorbiert
wird, gering ist und die "selektive Adsorptionsfähigkeit der Adsorbentien niedrig ist. Weiterhin ist der
Reinigungsgrad des Vitamin B12 in der aktiven Fraktion
niedrig, und wendet man zusätzliche Reinigungsverfahren an, ist es trotzdem schwierig, das Vitamin B12 in ausreichender
Reinheit abzutrennen. Weiterhin hat ein Reinigungsverfahren, bei dem mehrere Stufen kombiniert werden,
den Nachteil, daß sich der Verlust an Vitamin B12 während
des Reinigungsverfahrens erhöht. Die physikalische Festigkeit der bei solchen Verfahren verwendeten Adsorbentien
ist ebenfalls niedrig. Bei einer Wiederholung des Adsorptions-Eluierungs-Vorgangs
ist es wahrscheinlich, daß die Adsorbentien blockiert bzw. verbraucht sind,und die
gewünschte Strömungsrate kann daher nicht aufrechterhalten werden.
Bei einem Versuch, diese Nachteile zu beseitigen, hat man
Verfahren zur Reinigung von rohem Vitamin B12 entwickelt,
bei denen Harze der Amberlite XAD-Reihe (Styrol/Vinylbenzo1-Harze,
hergestellt von Rohm & Haas Co.) verwendet werden. Die Verwendung von Harzen dieser Art ist jedoch
ebenfalls nicht zufriedenstellend.
Untersuchungen der Anmelderin haben gezeigt, daß die Harze der Amberlite XAD-Reihe einen häufigsten Porendurchmesser
von etwa 50 bis 100 2. und ein Gesamtporenvolumen
von 0,3 bis 0,6 ml/g aufweisen, daß aber ihre Kapazität für die Adsorption von Vitamin B12 nicht so hoch ist, wie
es wünschenswert ist, und dieser Nachteil tritt noch stärker hervor bei Vitamin B12 enthaltenden Flüssigkeiten mit
einem Gehalt an relativ großen Mengen von Verunreinigungen, wie eine Vitamin B12 enthaltende Flüssigkeit, die
gemäß einem Fermentationsverfahren erhalten wird, und eine Vitamin B12 enthaltende Flüssigkeit, die bei einem
zellularen Extraktionsverfahren erhalten wird. Hierbei beobachtet man eine stark verschlechterte Adsorptionskraft für diese rohes Vitamin B12 enthaltende Flüssigkeiten.
Die Untersuchungen haben weiter gezeigt, daß diese Harze nichtionische, adsorptionsfähige Harze mit hoher
Porosität sind, was durch ihre Oberfläche von etwa 700 m / g offensichtlich ist. Da die adsorptionsfähige Oberfläche
der Harze hydrophobe oder nicht-polare Moleküle aufweist, ist es vermutlich nur der hydrophobe Teil des Vitamin B12,
das sowohl einen hydrophoben Teil als auch einen hydrophilen Teil in seiner Molekülstruktur aufweist, welcher
an der Adsorption teilnimmt. Es ist daher sehr schwierig, die obigen Nachteile der verringerten Adsorptionskapazität
zu beseitigen.
Die Anmelderin hat Untersuchungen vorgenommen, um die zuvor erwähnten technischen Schwierigkeiten, die bei der
Abtrennung von gereinigtem Vitamin B12 bei Adsorptionsund
Eluierungsverfahren aus einer Vitamin B12 enthaltenden
Flüssigkeit mit einem Gehalt an Verunreinigungen auftreten, zu beseitigen und ein Verfahren zur Verfügung zu
stellen, gemäß dem Vitamin B12 mit hoher Reinheit in
hoher Ausbeute mit industriellem Vorteil aus einer rohes Vitamin B12 enthaltenden Flüssigkeit abgetrennt werden kann.
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Diese Untersuchungen haben zu der Erfindung geführt, daß ein Harz, welches aus der Gruppe ausgewählt wird, die
enthält: (A) ein Divinylbenzol/Styrol-Copolymerisat mit
einem häufigsten Porendurchmesser von mindestens 200 2. und einem Gesamtporenvolumen von mehr als 0,6 ml/g und (B)
ein Copolymerisat von Divinylbenzol/Styrol/ungesättigtem Alkylester einer aromatischen Polycarbonsäure der Formel
, worin R einen C^-1 Q ungesättigten Alkyl-
rest mit einer Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung bedeutet
und η für 2 oder 3 steht, wobei das Harz (B) eine Oberfläche von mindestens etwa 700 m /g besitzt, eine
ausgezeichnete Fähigkeit aufweist, die selektive Adsorption großer Mengen an Vitamin B12 aus einer Vitamin B12
enthaltenden Flüssigkeit mit einem Gehalt an Verunreinigungen zu ermöglichen. Es wurde weiterhin festgestellt,
daß Vitamin B12 in einem hohen Wiedergewinnungsverhältnis
von mehr als 98% und selbst 100% gemäß einem einfachen
und leichten Adsorptionsverfahren und einer Vorrichtung abgetrennt werden kann, ohne daß zusätzliche Reinigungsmaßnahmen und/oder vorläufige Reinigungsmaßnahmen erforderlich
sind.
Es wurde weiterhin gefunden, daß mit dem erfindungsgemäßen, spezifizierten Harz-Adsorptionsmittel zufriedenstellende
Adsorptions-Eluierungs-Strömungsgeschwindigkeiten bei der Behandlung einer Vitamin B12 enthaltenden
Flüssigkeit mit einem Gehalt an Verunreinigungen erhalten werden und daß bei wiederholten Verfahren die Schwierigkeiten
des Verbrauchs des Harz-Adsorptionsmittels bzw. des Blockierens vermieden werden und daß das Harz eine
hohe Dauerhaftigkeit bzw. Stabilität und Beständigkeit aufweist und mit Vorteil zur Verbesserung bei der industriellen"
Reinigung und Abtrennung von Vitamin B12 aus
Vitamin B12 und Verunreinigungen enthaltenden Flüssigkeiten
führt.
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Erfindungsgemäß wurde weiterhin gefunden, daß Vitamin B12
mit hoher Reinheit abgetrennt werden kann, ohne daß es erforderlich ist, zusätzliche Reinigungsmaßnahmen und/oder
Vorreinigungsmaßnahmen durchzuführen. Man erhält ein sehr
hohes Wiedergewinnungsverhältnis von mehr als 98% und
manchmal bis zu 100%, was im Gegensatz zu dem Vitamin B12"
Wiedergewinnungsverhältnis von 75 bis 90% bei bekannten Wiedergewinnungsverfahren steht, bei denen organische Lösungsmittel,
wie Phenol, verwendet werden, oder einem Vitamin B12-Wiedergewinnungsverhältnis von 63 bis 95% gemäß
einem bekannten Adsorptions-Eluierungs-Verfahren, bei dem übliche Adsorbentien, wie Aktivkohle, aktives Aluminiumoxid
oder lonenaustauschharze, verwendet werden. Es wurde weiterhin gefunden, daß das erfindungsgemäße Harz die
zuvor erwähnten, ausgezeichneten Reinigungs- und Abtrennungswirkungen selbst in 100 Zyklen bei einem Dauerhaftigkeitstest
aufweist.
Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren zur Abtrennung von Vitamin
B12 in reiner Form zur Verfügung zu stellen.
Das bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendete Harz
(A) ist ein Divinylbenzol/Styrol-Copolymerisat mit einem
häufigsten Porendurchmesser von mindestens etwa 200 2. und einem Gesamtporenvolumen von mehr als 0,6 ml/g. Das adsorptionsfähige
Harz (A), welches die Bedingungen hinsichtlich des häufigsten Porendurchmessers und des Gesamtporenvo
lumens einheitlich erfüllt, besitzt eine makroretikulare Struktur und ist hoch porös und zeigt eine
etwa 2- bis etwa 4fach bessere Fähigkeit, Vitamin B12 zu
adsorbieren als die früher verwendeten, nichtionischen, adsorptionsfähigen Harze, wie Amberlite XAD-2.
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Der häufigste Porendurchmesser beträgt mindestens etwa 200 &, bevorzugt mindestens 250 ft, beispielsweise etwa
200 bis 1200 2., bevorzugt 250 bis 1200 Ä, und das Gesamtporenvolumen
beträgt mehr als 0,6 ml/g bis etwa 1,2 ml/g, bevorzugt 0,68 bis 1,2 ml/g*
Zusätzlich zu den obigen Parametern sollte das Harz (A),
das bei der vorliegenden Erfindung verwendet wird, bevorzugt die Forderung erfüllen, daß Poren mit einem Porendurchmesser von mindestens etwa 200 £ in ihm ein Porenvolumen von mindestens 0,1 ml/g, bevorzugt 0,2 bis 1,0 ml/g,
aufweisen.
Das bei- dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendete Harz
(B) ist ein Copolymer! sat von Divinylbenzöl/Styrol/ungesättigtem
Alkylester einer aromatischen Polycarbonsaure mit der zuvor erwähnten Formel und einer Oberfläche von
mindestens etwa 700 m/g. Während die üblichen Harze der Amberlite XAD-Reihe keine polare Oberfläche aufweisen,
besitzt das Harz (B) eine mäßige polare Oberfläche, die sich von dem ungesättigten Alkylester der aromatischen
Polycarbonsaure ableitet. Das Harz (B) weist eine etwa
4- bis 8fach bessere Fähigkeit auf* Vitamin B^ zu. adsorbieren,
verglichen mit den bekannten Harzen* Die Oberfläche des Harzes (B) beträgt mindestens etwa 700 m /g,
bevorzugt mindestens etwa 800 m/g, beispielsweise etwa
700 bis etwa 1200 m /g» bevorzugt etwa 8ÖÖ bis etwa
1200 m2/g.
Die Form der bei der vorliegenden Erfindung verwendeten Harze (A) und (B) kann frei gewählt werden* Beispielsweise können sie in Form eines Pulvers, als Granulat,
als Pellets und dergl* vorliegen*
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Der häufigste Porendurchmesser und das Gesamtporenvoluraen
des Harzes (A) und die Oberfläche des Harzes (B) werden nach den folgenden Verfahren bestimmt.
Jedes der Harze (A) und (B) wird in eine Säule mit einem Durchmesser von 8 mm und einer Länge von 500 mm gegeben.
Eine Chloroformlösung von jeweils zehn Arten Polystyrol mit bekannten Molekulkettenlängen und eine Chloroformlösung
von Styrol werden jeweils durch die mit Harz gefüllte Säule geleitet. Das Volumen des jeweiligen eluierten
Polystyrols Vi (ml) wird gemessen.
Jedes Polystyrol besitzt eine Molekülkettenlänge von 10 A bis 102A und die Molekülkettenlängen-Verteilung
ist sehr eng.
Unter Verwendung der Molekülkettenlänge (X) und des Eluierungsvolumens
Vi (ml) und des Gewichts W (g) eines in eine Säule gefüllten Harzes werden das Gesamtporenvolumen
(V ml/g), das Porenvolumen (V200 ml/g) der Poren mit
einem Porendurchmesser von mindestens etwa 200 A und die
Oberfläche (S m /g) aus den folgenden Gleichungen berechnet:
(1) Vi (ml/g) = (Vm - Vn)/W
(2) Si (m2/g) = 8-Vi-104/(m + n)
i=8000
(3) V (ml/g) = £Vi
i=15
i=8000
(4) V200 (ml/g) = 1 Vi
200 i=200
0 i=8000
(5) S (nr/g) = Σ Si
i=15
Darin bedeuten:
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- ίο -
Vi = das Porenvolumen von mA bis nA Vm = das eluierte Volumen von Polystyrol von mA
Vn = das eluierte Volumen von Polystyrol von nA Si = die Oberfläche von mA bis nA
m und η = die Molekülkettenlänge.
Der häufigste Porendurchmesser ist als Volumen von (m + n)/2 bei einem maximalen Wert von Vi in einem Histogramm
definiert, welches hergestellt wird, indem man Vi auf der Ordinate und (m + n)/2 auf der Abszisse aufträgt.
Der Ausdruck "häufigster Porendurchmesser"entspricht dem angelsächsischen Ausdruck "mode pore diameter"; als
"häufigster Porendurchmesser" könnte man auch den Ausdruck "tatsächlicher Porendurchmesser" oder "Modusporendurchmesser"
verwenden.
Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Harze (A) und (B) können nach an sich bekannten Suspensions-
Polymerisations-Verfahren in wäßrigen Medien hergestellt werden. Das Harz (A) ist im Handel unter den Warenzeichen
Diaion HP-10, HP-20, HP-30, HP-40 und HP-50 (Produkte
der Mitsubishi Chemical Co., Ltd.) erhältlich.
Das Harz (A) kann sich von Divinylbenzol und Styrol oder
seinen funktioneilen Derivaten ableiten. Das Harz (B) kann sich von Divinylbenzol, Styrol oder seinen funktionellen
Derivaten und dem ungesättigten Alkylester einer aromatischen Polycarbonsäure ableiten. Beispiele von funktioneilen
Derivaten von Styrol umfassen alkylsubstituierte Derivate mit C., g-Alkylgruppen, wie Methylstyro.l, Äthylstyrol,
Dimethylstyrol und Propylstyrol. Beispiele ungesättigter Alkylester einer aromatischen Polycarbonsäure
sind Di- oder TrI-C^10-alkenylester, wie Triisopropenyl,
1,2,4-Benzoltricarboxylat und Diisopropenylterephthalat.
Bei der Herstellung des Harzes (B) können ein oder mehrere
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Styrolmonomere, ausgewählt unter Styrol und seinen funktioneilen
Derivaten, und ein oder mehrere ungesättigte Alkylester der aromatischen Polycarbonsäuren verwendet
werden.
In den Harzen (A) oder (B) können die Gehalte an Styrolmonomerem oder ungesättigtem Alkylester einer aromatischen
PoIycarbonsäure auf geeignete Weise ausgewählt und
geändert werden. Die Menge an Styrolmonomerem beträgt bevorzugt etwa 30 bis etwa 80 Gew.%, besonders bevorzugt
etwa 45 bis etwa 70 Gew.%, bezogen auf die Gesamtmenge an Styrolmonomerem und Diviny!benzol. Die Menge an ungesättigtem
Alkylester einer aromatischen Polycarbonsäure beträgt
vorzugsweise bis zu etwa 30 Gew.%, bevorzugter etwa 0,1 bis etwa 30 Gew.% und besonders bevorzugt etwa 1 bis
etwa 10 Gew.%, bezogen auf die Gesamtmenge an Divinylbenzol,
dem Styrolmonomeren und dem ungesättigten Alkylester
der aromatischen Polycarbonsäure.
Im Handel erhältliches Divinylbenzol enthält etwa 40 bis etwa 70 Gew.% m- und p-Divinylbenzole und etwa 30 bis
etwa 60 Gew.% o-, m- und p-Äthylstyrol. Dieses im Handel
erhältliche Divinylbenzol kann ebenfalls als solches, wie das zuvor erwähnte Divinylbenzol und Styrolmonomere, verwendet
werden.
Die Copolymerisationsreaktion kann nach per se bekannten Verfahren erfolgen. Beispielsweise können die Harze (A)
oder (B) duich Copolymerisation in Suspension von Divinylbenzol und Styrol oder seinen funktioneilen Derivaten
und weiter dem ungesättigten Alkylester einer aromatischen Polycarbonsäure in Anwesenheit eines Polymerisationsinitiators
hergestellt werden.
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Bekannte Radikalpolymerisationsinitiatoren, die in den
zuvor erwähnten Monomeren löslich sind, können bei der obigen Copolymerisationsreaktion verwendet werden. Beispiele
sind Benzoylperoxid, Lauroylperoxid, tert.-Butylperacetat,
tert.-Butylperpivalat und Azo-bis-isobutyronitril. Die Menge an Polymerisationsinitiator kann auf geeignete
Weise gewählt werden und beträgt beispielsweise etwa 0,1 bis etwa 10 Gew.%, bevorzugt etwa 0,5 bis etwa
3 #
Bevorzugt wird bei der wäßrigen Suspensionscopolymerisation ein Dispersionsmittel verwendet, um ein granuläres
Copolymerisat zu erhalten. Beispiele solcher Dispersions mittel sind schwer lösliche Metallsalze anorganischer
Säuren, wie Bariumsulfat, Calciumcarbonat und Tricalcium
phosphat; schwer lösliche Tonmineralien, wie Bentonit und Ton; und natürliche oder synthetische, wasserlösliche,
polymere Materialien, wie Stärke, Methylcellulose, Gelatine, Polyvinylalkohol, teilweise verseifter Polyvinylalkohol
und Salze von Polyacrylsäuren, wie PoIy-(natriumacrylat)
oder Poly-(kaliumacrylat). Die Menge an Dispersionsmittel kann auf geeignete Weise ausgewählt
werden und beträgt beispielsweise etwa 0,1 bis etwa 10 Gew.%, bevorzugt etwa 0,5 bis etwa 7 Gew.%, bezogen
auf die Gesaratmenge an monomerem Gemisch.
Bei der Durchführung der wäßrigen Suspensionsoopolymerisation
kann auch ein Dispersionsstabilisator verwendet werden. Der Dispersionsstabilisator kann beispielsweise
Natriumdodecylbenzolsulfonat und andere verschiedene, oberflächenaktive Mittel enthalten. Die Verwendung eines
Dispersionsmittels mit oder ohne Dispersionsstabilisator verhindert die Zunahme der Größe des Gels, welche
durch Koaleszieren des Lösungsmittels und der Monomeren teilweise bei der Suspensionspolymerisation auftritt,
land erlaubt die leichte Bildung des Copolymerisats aus
Divinylbenzol/Styrol oder des Copolymerisats aus Divinylbenzol/Styrol/ungesättigtem
Alkylester einer, aromatischen Polycarbonsäure mit einheitlicher Teilchengröße. Als
Ergebnis wird die Teilchengrößenverteilung der entstehenden Harzteilchen verbessert und Harzteilchen (A) oder
Harzteilchen (B) mit ausgezeichneter Fähigkeit, Vitamin B^2 zu adsorbieren, werden erhalten.
Gegebenenfalls kann ein Gemisch aus Lösungsmitteln, die für mindestens eine der Verbindungen (Divinylbenzol und
ungesättigter Alkylester der aromatischen Polycarbonsäuren) ein gutes Lösungsmittel sind, verwendet werden.
Beispiele solcher guten Lösungsmittel sind alky!substituierte
Benzole, wie Diäthylbenzol, Trimethylbenzol
und Methylisopropylbenzol, als gute Lösungsmittel für Divinylbenzol; und aliphatische Alkohole, wie tert.-Isoamylalkohol
und tert.-Butylalkohol, als gute Lösungsmittel
für die ungesättigten Alkylester aromatischer Polycarbonsäuren. Wenn beispielsweise ein Gemisch aus
tert.-Isoamylalkohol und Diäthylbenzol als Lösungsmittel verwendet wird, wirkt es als gutes Lösungsmittel für eines
der Monomeren, jedoch als schlechtes Lösungsmittel für das andere Monomere. Dementsprechend dient es dazu,
den entstehenden Harzteilchen eine gleichmäßige makroretikulare Struktur zu verleihen, und erhöht somit die
Porosität des gesamten Harzes. Dies ist für die Verringerung des Quellgrads der Adsorbensharze, die bei der
vorliegenden Erfindung verwendet werden, wirksam und dient dazu, den Harzen eine bessere Fähigkeit, Vitamin
B12 zu trennen, zu verleihen.
Bevorzugt wird die wäßrige Suspensionscopolymerxsation normalerweise in Inertgasatmosphäre, wie Stickstoff,
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durchgeführt. Die Copolymerisationstemperatur und -zeit
können auf geeignete Weise, abhängig von der Art des Polymerisationsinitiators etc., ausgewählt werden. Beispielsweise
können eine Temperatur von etwa 0 bis etwa 1100C, bevorzugt etwa 50 bis etwa 10O0C, und eine Zeit von etwa
8 Stunden bis etwa 16 Stunden als Beispiele aufgeführt werden.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine Vitamin
B^p enthaltende Flüssigkeit mit einem Gehalt an Verunreinigungen
in Kontakt mit dem Harz (A) und/oder dem Harz (B) gebracht, wodurch eine Adsorption des Vitamins
B^2 an dem Harz stattfindet. Das Vitamin B12 wird mit einem
Eluierungsmittel eluiert und das aktive Eluat wird gesammelt. Als Ergebnis kann hochreines Vitamin B12 in
hoher Ausbeute gemäß einem einfachen und leichten Adsorptions- und Eluierungsverfahren und einer einfachen
Vorrichtung abgetrennt werden, ohne daß zusätzliche Reinigungsmaßnahmen und/oder Vorreinigungsmaßnahmen erforderlich
sind, während bei der Adsorption und Eluierung ausreichende Strömungsgeschwindigkeiten erhalten werden und
das Adsorbensharz eine hervorragende Beständigkeit aufweist.
Die Vitamin B12 enthaltende Flüssigkeit mit einem Gehalt
an Verunreinigungen, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gemäß einer Adsorption und Eluierung behandelt
wird, ist z.B. eine rohes Vitamin B12 enthaltende Flüssigkeit,
die man erhält, indem man Vitamin B12, das in
der Kulturbrühe akkumuliert ist, oder gezüchtete Mikrobenzellen, erhalten durch Züchten eines Vitamin B2 erzeugenden
Mikroorganismus in einem Nährmedium,mit Wasser oder einem Alkohol, wie Methanol, Äthanol oder Isopropanol,
extrahiert; eine rohes Vitamin B12 enthaltende Flüssigkeit,
die man erhält, indem man die zellularen Membranen
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von Vitamin B12 enthaltenden, gezüchteten Mikrobenzellen
durch Mahlen und andere mechanische Maßnahmen oder Ultraschall zerstört; oder eine rohes Vitamin B12 enthaltende
Flüssigkeit, die man bei der Extraktion mit Wasser oder einem Alkohol der zuvor erwähnten, rohes Vitamin B12 enthaltenden
Flüssigkeit erhält, die man durch zellulare Membranzerstörung hergestellt hatte.
Die Herstellung von Vitamin B12 gemäß einem Fermentationsverfahren
und die Vitamin B12 erzeugenden Mikroorganismen
sind bekannt und können für die Bildung der rohes Vitamin B12 enthaltenden Flüssigkeiten, die nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren behandelt werden, verwendet werden.
Beispiele bekannter Vitamin B12 erzeugender Mikroorganismen
sind Mikroorganismen, die zu den Genera Propionibacterium, Streptomyces, Arthrobacter, Corynebacterium,
Rhodopseudomonas, Mycobacterium und Pseudomonas gehören. Spezifische Beispiele dieser bekannten Mikroorganismen
werden im folgenden aufgeführt. Sie sind von den angegebenen Hinterlegungsstellen für Mikroorganismen erhältlich.
Propionibacterium freudenreichii (ATCC 6207); Propionibacterium shermanii (ATCC 8262);
Streptomyces olivaceus (ATCC 3335); Arthrobacter hyalinus (ATCC 31263); Arthrobacter simplex (ATCC 6946);
Rhodopseudomonas spheroides (ATCC 11167); Rhodopseudomonas capsulata (ATCC 11166);
Corynebacterium sp. (IFO 12320); Mycobacterium smegmatis (IFO 3082); und
Pseudomonas denitrificans (ATCC 13867).
Ein Verfahren zur Erzeugung von Vitamin B12 durch Fermentation
unter Verwendung bekannter, Vitamin B12 erzeugender
Mikroorganismen, wie sie oben als Beispiele aufgeführt
wurden, ist bekannt und wird beispielsweise in Microbial
Technology, 2. Edition, Band 1, Seiten 497-519, 19791
Academic Press, Inc., beschrieben.
Das erfindungsgemäße Verfahren umfaßt das In-Kontakt-Bringen
der zuvor erwähnten, rohes Vitamin B12 enthaltenden
Flüssigkeit mit dem Harzadsorbens (A) und/oder dem Harzadsorbens (B), wodurch eine Adsorption des Vitamins
B12 &n dem Harz stattfindet, Eluieren des adsorbierten
Vitamins B12 von dem Harz mit einem Eluierungsmittel und
Sammeln des aktiven Eluats.
Für die Kontaktierungsstufe kann man irgendeine Maßnahme,
die einen vollständigen Kontakt der beiden Bestandteile sicherstellt, verwenden. Beispielsweise kann man ein diskontinuierliches
Verfahren verwenden, bei dem das adsorbierende Harz mit der Vitamin B12 enthaltenden Flüssigkeit
vermischt wird .und gegebenenfalls das Gemisch gerührt
wird, um einen Kontakt der beiden Bestandteile zu bewirken. Man kann ebenfalls ein Säulenchromatographie-Verfahren
verwenden, gemäß dem das adsorbierende Harz in eine geeignete Säule gefüllt wird und die Vitamin B12
enthaltende Flüssigkeit durch die gefüllte Harzschicht geleitet wird. Bei dem diskontinuierlichen Verfahren wird
der pH-Wert der Vitamin B12 enthaltenden Flüssigkeit auf
einen geeigneten Wert, z.B. etwa 5 bis etwa 8, bevorzugt etwa 7, eingestellt und eine geeignete Menge (z.B. etwa
1 bis etwa 50 Vol-Teile/Vol-Teil rohes Vitamin B12 enthaltender
Flüssigkeit) des Adsorbens wird zugesetzt. Dann wird das Gemisch mäßig während etwa 10 min bis etwa 2 h,
normalerweise etwa 20 min bis etwa 1 h, gerührt. Die bei dem Adsorptionsvorgang verwendete Temperatur kann Zimmertemperatur
sein, sie ist jedoch so niedrig wie möglich und beträgt beispielsweise etwa 10 bis etwa 30°C.
Das Säulenchromatographie-Verfahren kann ebenfalls durchgeführt werden, indem man die Vitamin B12 enthaltende
Flüssigkeit durch eine Schicht aus dem gefüllten Adsorptionsmittel bei ähnlichen pH- und Temperaturbedingungen
leitet, wie man sie bei dem diskontinuierlichen Verfahren anwendet.
Nach der Adsorptionsbehandlung wird das Harz gewaschen. Dann wird es mit einem Eluierungsmittel eluiert. Beispielsweise
ist es bevorzugt, daß das adsorbiertes Vitamin B12
enthaltende Harz mit Wasser oder einem wasserhaltigen Alkohol mit niedriger Konzentration, wie mit 5?Sigem wäßrigem
Methanol, 2%igem wäßrigem Äthanol oder 1%igem wäßrigem
Isopropanol, gewaschen und dann mit dem Eluierungsmittel eluiert wird.
Durch die Elution von Vitamin B12 aus dem adsorbierenden
Harz mittels eines Eluierungsmittels erhält man ein aktives Eluat, das gereinigtes Vitamin B12 enthält.
Übliche Eluierungsmittel können verwendet werden und Beispiele sind wäßrige Lösung von niederen aliphatischen Alkoholen,
Säuren, Alkalien und Salzen. Spezifische Beispiele umfassen niedere aliphatische Alkohole, wie Methanol,
Äthanol und Isopropanol; Säuren, z.B. anorganische Säuren, wie Phosphorsäure, Borsäure und Chlorwasserstoffsäure,
und organische aliphatische Carbonsäuren, wie Essigsäure; Alkalien, wie Natriumhydroxid, Monoammoniumphosphat, Diammoniumphosphat
und Ammoniumnitrat; sowie Salze, wie Natriumcarbonat, Natriumacetat, Natriumphosphat und Kaliumphosphat.
Das Eluierungsmittel kann auf geeignete V/eise, abhängig von der Art und der Menge an Verunreinigungen
und dem Typ des adsorbierenden Harzes, ausgewählt werden. Wäßrige Lösungen von niederen aliphatischen Alkoholen
sind bevorzugt. Beispielsweise können wasserhaltige Aiko-
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hole mit einer Alkoholkonzentration von weniger als etwa 50%, wie 25- bis 50#iges Methanol, 15- bis 40%iges
Äthanol und 6- bis 20%iges Isopropanol, verwendet werden.
Der Eluierungsvorgang kann bei Zimmertemperatur durchgeführt
werden und Erhitzen oder Kühlen ist nicht besonders erforderlich. Gegebenenfalls kann man ein Erhitzen oder ein
Kühlen durchführen. Beispielsweise kann der Eluierungsvorgang bei etwa 30 bis etwa 800C durchgeführt werden.
Bei dem obigen Verfahren wird ein aktives Eluat erhalten,
und gegebenenfalls kann dieses konzentriert, umkristallisiert oder auf andere Art und Weise aufgearbeitet werden.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
100 ml granuläres Divinylbenzol/Styrol-Copolymerisat mit
einem häufigsten Porendurchmesser von 320 2. und einem
Gesamtporenvolumen von 0,91 ml/g, welches gemäß einem wäßrigen Suspensionspolymerisationsverfahren unter Verwendung
von industriellem Divinylbenzol (Reinheit etwa 5556»
wobei der Rest Äthylvinylbenzol ist) erhalten wurde, wird in eine Glassäule gefüllt.
Poren mit einem Porendurchmesser von mindestens etwa 200 2. in diesem Harz besitzen ein Porenvolumen von
0,50 ml/g.
Ein gemahlenes Produkt aus Mikrobenzellen, die Vitamin B1 ρ
enthalten, welches durch Zentrifugenabtrennung von einer Kulturbrühe aus Propionibacterium shermanii (IFO 12391),
einem Vitamin B12 erzeugenden Mikroorganismus, erhalten
wurde, wird mit 80$>igem wäßrigem Äthanol mit einem Gehalt
- :. .:■- 3U7130
- 19 -
an KCN extrahiert. Die entstehende, Vitamin B12 enthaltende
Flüssigkeit mit einem Gehalt an Verunreinigungen wird auf das 1Ofache konzentriert und mit Wasser in einer
Menge, die um das 1Ofache größer ist als das Konzentrat,
verdünnt, wobei man eine Flüssigkeit erhält, die Vitamin B^2 und Verunreinigungen (Vitamin B^-Gehalt = 23 ppm)
enthält.
1 1 der Vitamin B12 enthaltenden Flüssigkeit kann durch
die granuläre Harzschicht der Säule mit einer Strömungsrate von 4 ml/min fließen und wird an dem Harz adsorbiert.
Kontinuierlich werden 2 1 entionisiertes Wasser durch das Harz geleitet, damit die Verunreinigungen in die Adsorptionsabfallflüssigkeit
gehen.
Dann werden 3 1 4O?6iges wäßriges Methanol durch die Säule
zur Eluierung des Vitamins B12 geleitet. Die Strömungsrate beträgt 3 ml/min. 1 1 aktives Aluat wird gesammelt,
und die Konzentration an Vitamin B12 in dem aktiven Eluat
wird mittels eines mikrobiologischen Analyseverfahrens bestimmt. Sie beträgt 23 ppm. Das Wiedergewinnungsverhältnis
des Vitamins B12 aus der Vitamin B12 und Verunreinigungen
enthaltenden Flüssigkeit beträgt somit 100$ό.
100 ml eines technischen Divinylbenzol/Styrol-Copolymerisats (Diaion HP-20; häufigster Porendurchmesser = 460 2.;
Gesamtporenvolumen = 1,08 ml/g) werden in eine Glassäule
gefüllt und 1 1 der gleichen Flüssigkeit, wie sie in Beispiel 1 verwendet wurde, die Vitamin B12 und Verunreinigungen
enthält (Vitamin Bi2-Gehalt = 23 ppm), wird auf
die Säule gegeben und kann durch die Harzschicht in einer Strömungsrate von 4 ml/min fließen, wobei eine Adsorption
von Vitamin B12 stattfindet. Kontinuierlich v/erden 2 1
entionisiertes Wasser abwärts durch die Säule in einer
Rate von 4 ml/min geleitet, wobei die Verunreinigungen in die Abfallflüssigkeit gehen. Dann wird Vitamin B12 niit
4O?4igem wäßrigem Methanol verdünnt bzw. eluiert. 1 1 aktives
Eluat wird gesammelt, und die Konzentration an Vitamin B12 wird gemäß einem mikrobiologischen Analysenverfahren
bestimmt. Sie beträgt 23 ppm, wie in Beispiel 1. Das Wiedergewinnungsverhältnis von Vitamin B12 aus der
Vitamin B12 und Verunreinigungen enthaltenden Flüssigkeit
beträgt somit 100%.
In einen 150 1 Rührtank gibt man 5,0 kg industrielles Divinylbenzol
(Reinheit etwa 55%', wobei der Rest Äthylvinylbenzol
ist), 1 kg Tripropenyl-1,2,4-benzoltricarboxylat,
6,0 kg Diäthylbenzol, 3,0 kg Isoamylalkohol, 80 kg Benzoylperoxid, 100 1 Wasser, 4 kg Tricalciumphosphat und
6 g Natriumdodecylbenzolsulfonat, und unter Rühren wird
das Gemisch der Suspensionspolymerisation bei 90°C während 8 h unterworfen, wobei ein granuläres, vernetztes
Polymerisat erhalten wird.
Das entstehende, granuläre Polymerisat wird filtriert,
mit Methanol und Chloroform in einer Säule gewaschen und erneut filtriert und unter verringertem Druck bei 60 bis
800C getrocknet, wobei man 5,3 kg weißes, nicht-transparentes,
granuläres Polymerisat erhält.
Das Polymerisat besitzt eine Oberfläche von 874 m /g und ein Gesamtporenvolumen von 1,7 ml/g.
Poren mit einem Porendurchmesser von mindestens etwa
200 8. in dem Harz besitzen ein Porenvolumen von 0,30 ml/g.
: ' -; -: ■ 3U7130
Dieses Harz zeigt eine Infrarot-Absorption bei 1740 cm , die für die Carbonylgruppe charakteristisch ist. Diese
Tatsache zeigt, daß Tripropenyl-1,2,4-benzoltricarboxylat
wirksam in das Polymerisat durch Copolymerisation einverleibt ist.
Ein Vitamin B12 enthaltendes Produkt, das durch Kultivieren
von Propionibacterium shermanii (IFO 12391), eines Vitamin B12 liefernden Mikroorganismus, erhalten wird,
wird zentrifugiert und Vitamin B12 wird zusammen mit
den Verunreinigungen von den abgetrennten Mikrobenzellen unter Verwendung von 80%igem wäßrigem Äthanol mit
einem Gehalt an KCN extrahiert. Die entstehende Lösung wird auf das 1Ofache mittels eines Eindampfungsvorgangs
konzentriert, wobei eine rohe Vitamin B12-KuIturflüssigkeit
(Vitamin B12~Gehalt = 500 ppm) erhalten wird. 100 ecm
der Kulturflüssigkeit werden durch eine Säule geleitet, die mit 3 1 der obigen Harzteilchen gepackt ist, wobei
man eine Rate von 200 ccm/min und ein absteigendes Verfahren verwendet, wodurch Vitamin B12 adsorbiert wird.
Kontinuierlich werden 10 1 einer 1%igen wäßrigen Lösung von Essigsäure durch die Säule geleitet, wodurch die Verunreinigungen
in die Abfallflüssigkeit fließen. Dann wird Vitamin B12 mit 30%igem wäßrigem Methanol eluiert, und
8000 ecm des aktiven Eluats werden gesammelt und getrocknet, wobei man Vitamin B12-Pulver erhält. Das pulverförmige
Vitamin B12 besitzt eine Reinheit von 80%. Die Ausbeute
an Vitamin B12 aus der Kulturflüssigkeit zu Eluat
beträgt 100%.
In einen 150 1 Rührtank gibt man 5,0 kg industrielles Divinylbenzol
(Reinheit etwa 55%; wobei der Rest Äthylvinylbenzol
ist), 0,25 kg Tripropenyl-1,2,4-benzoltricarb-
-:-'. : :. ' ':: 3U7130
- 22 -
oxylat, 4,0 kg Diäthylbenzol, 2,0 kg Isoamylalkohol, 80 g Benzoylperoxid, 100 1 Wasser, 4 kg Tricalciumphosphat
und 45 g polymeres oberflächenaktives Mittel vom Polycarbonsäure-Typ (Caribon-B, Warenbezeichnet), und unter
Rühren wird das Gemisch der Suspensionspolymerisation bei 900C während 8 h unterworfen, w<
res, vernetztes Polymerisat erhält.
bei 900C während 8 h unterworfen, wobei man ein granula-
Das Polymerisat wird filtriert, mit Methanol und Chloroform
in einer Säule gewaschen, erneut filtriert und bei 60 bis 800C unter verringertem Druck getrocknet, wobei
man 4,9 kg eines weißen, nicht-transparenten, granulären
Polymerisats erhält.
Das Polymerisat besitzt eine Oberfläche von 905 m /g und ein Gesamtporenvolumen von 1,6 ml/g.
Poren mit einem Porendurchmesser von mindestens etwa 200 in dem Harz besitzen ein Porenvolumen von 0,JO ml/g.
Dieses Harz .zeigt gegenüber Wasser eine Affinität, wenn
Wasser durch die Säule fließt, und somit wird ein Säulenharz für die Säulenchromatographie leicht erhalten.
Ein Vitamin B12 enthaltendes Produkt, das durch Züchten
von Propionibacterium shermanii (IFO 12391)» einem Vitamin
B^p liefernden Mikroorganismus, erhalten wurde, wird
zentrifugiert und Vitamin B1 ρ zusammen mit Verunreinigungen
wird mit 80%igem wäßrigem Äthanol mit einem Gehalt an KCN aus den abgetrennten Mikrobenzellen extrahiert. Die
entstehende Lösung wird auf das 1Ofache durch Verdampfen
konzentriert, wobei man eine rohes Vitamin B12 enthaltende
Züchtungsflüssigkeit (enthaltend 500 ppm Vitamin B12)
erhält. 100 ecm dieser Lösung werden durch eine Säule ge-
* .1 .:·. 3H7130
leitet, die mit 3 1 der obigen Harzteilchen gefüllt ist. Man verwendet eine Geschwindigkeit von 200 ccm/min und
das absteigende Verfahren, wobei eine Adsorption des Vitamins B^p stattfindet. Kontinuierlich werden 10 1 einer
1%igen wäßrigen Lösung von Essigsäure durch die Säule geleitet, wodurch die Verunreinigungen in die Abfallflüssigkeit
strömen.
Dann wird Vitamin B^ mit 20%igem wäßrigem Isopropanol
eluiert. 6000 ecm des aktiven Eluats werden gesammelt und getrocknet; man erhält ein Vitamin B.p-Pulver. Die
Ausbeute aus der Züchtungsflüssigkeit zu dem Eluat beträgt 98%.
Ende der Beschreibung.
Claims (3)
1. Verfahren zur Abtrennung von Vitamin B12 in reiner
Form, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Vitamin B^2 enthaltende Flüssigkeit mit einem Gehalt an Verunreinigungen
in Kontakt mit einem Harz bringt, welches aus der Gruppe ausgewählt wird, die (A) ein Divinylbenzol/Styrol-Copolymerisat
mit dem häufigsten Porendurchmesser von mindestens etwa 200 A und einem Gesamtporenvolumen über
0,6 ml/g und (B) ein Copolymerisat von Divinylbenzol/ Styrol/ungesättigtem Alkylester einer aromatischen Polycarbonsäure
der FormelΓ<-Η—(- COOR)n umfaßt, worin R für einen
Cv1Q-ungesättigten Alkylrest mit einer Kohlenstoff-Kohlenstoff
-Doppelbindung steht und η für 2 oder 3 steht, wobei das Copolymerisat (B) eine Oberfläche von mindestens
etwa 700 m /g aufweist, damit das Vitamin B12 von dem Harz
adsorbiert wird, das Vitamin B12 mit einem Eluierungsmittel
eluiert und das aktive Eluat sammelt.
2. Verfahren nach. Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vitamin B12 enthaltende Flüssigkeit einen
pH-Wert von etwa 5 bis etwa 8 besitzt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Eluierungsmittel ein wäßrige Lösung verwendet,
die eine Verbindung aus der Gruppe niedrige aliphatische Alkohole, Säuren, Alkalien und Salze enthält.
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