DE3147519C2 - - Google Patents
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- A22C—PROCESSING MEAT, POULTRY, OR FISH
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Description
Die Erfindung betrifft eine zweischichtige Hülle aus
einem Textilgewebe und einer Acrylharzbeschichtung, ein
Verfahren zu ihrer Herstellung sowie unter Verwendung
dieser Hülle hergestellte Lebensmittel, insbesondere Wurst
waren. Die traditionelle Lebensmitteltechnologie bediente
sich in großem Umfang der Konservierung durch Erhitzen der
Lebensmittel. Als Alternative oder als zusätzliche Maßnahme
wurden für das Wachstum von Mikroorganismen ungünstige Be
dingungen hergestellt, beispielsweise durch Zusatz von Koch
salz und anderen Konservierungsstoffen, durch hohen Zucker-
oder Alkoholgehalt u. ä. oder auf physikalischem Wege durch
Einfrieren, Verpacken im Vakuum usw.
Die traditionelle Lebensmitteltechnologie hat gewisse Er
scheinungsformen für Lebensmittel geprägt, mit denen der
Konsument die Vorstellung eines unverfälschten und ur
sprünglichen Lebensmittels verbindet, z. B. Wurst im Natur
darm. Tatsächlich ist - abgesehen von der Verfügbarkeit -
die Verwendung von Naturdärmen keineswegs unproblematisch,
da Naturdärme z. B. einen mehr oder minder hohen Gehalt an
hitzeresistenten Sporen von Anärobiern aufweisen können.
Daher hat sich die Technik schon seit langem um geeignete
Substitutionsprodukte für natürliches Darmmaterial bemüht.
Zunächst bot sich Kollagen aus tierischer Haut an, das sich
bekanntlich aus Lösungen rekonstituieren und zu Wursthüllen
u. ä. verarbeiten läßt. Da auch die Bindegewebeschicht
der Naturdärme aus Kollagen besteht, besitzen beide Typen
von Hüllmaterial ähnliche Eigenschaften, d. h. sie sind
wasserdampf- und gasdurchlässig, sie sind raucherfähig und
sie schrumpfen während des Trocknungsvorgangs beim Reifen
der Wurstwaren mit dem Wurstbrät mit, so daß die Hülle stets
den Wurstbrät wie eine Haut umschließt. In großem Umfang
werden Wursthüllen aus regenerierter Cellulose (Viskose
schläuche) verwendet. Sie sind zwar ebenfalls durchlässig
für Wasserdampf und Gase, machen aber den Schrumpfungsprozeß
nur in geringem Umfang mit, so daß die Wurstware nach der
Reifung von einer faltigen Hülle umgeben ist. Der Endver
braucher schließt daraus, daß es sich nicht um frische Wurst
waren handelt.
Spezialarten der Viskoseschläuche sind innenseitig mit einer
dünnen Imprägnierschicht beispielsweise aus gehärteter
Gelatine (DE-PS 6 09 129), hochmolekularen Kohlenwasserstoffen
oder Estern hochmolekularer Fettsäuren in Verbindung mit einem
Filmträger, wie z. B. Methylcellulose versehen (DE-PS 8 59 107).
Weiter befinden sich Viskosedärme mit wasserdampf- und gas
undurchlässiger Kunststoffbeschichtung auf dem Markt. Aus der
DE-PS 19 17 265 ist ein entsprechendes Hüllmaterial bekannt,
das aufgebaut ist aus einer speziellen Viskoseschicht aus
einem thermoplastisch verschweißten, aus zwei Schichten aufge
bauten Vlies aus Viskosefasern mit einem Anteil an thermopla
stischen Bindefasern, die mit einer Imprägnierung aus Gela
tine, Methylcellulose oder Protein versehen sind, wobei auf
der oberen Schicht des Vlieses eine Polyvinyliden-Chlorid
schicht aufgebracht ist.
Aus der DE-OS 21 28 613 ist ein Kunstdarm zur Her
stellung von Roh- und Brühwürsten bekannt, der aus zu
einem Spinnvlies verarbeiteten Kunststoff-Fasermaterial
gebildet wird. Zur mechanischen Stabilisierung der Spinn
vliese können gemäß der DE-OS Lacke bzw. Dispersionen
aus PVC/PVDC-Mischpolymerisaten, Acrylaten, Isocyanaten,
Polyurethanen, Caseinaten und andere Kunststoffausrüstungen
verwendet werden.
Wie weiter oben beschrieben, bringen Därme, was dann auch auf
Kunstdärme zutreffen muß, bestimmte Eigenschaften mit, damit sie
als Hüllmaterialien von Lebensmitteln, wie z. B. von verschiedenen
Wurstarten, geeignet sind. Dispersionen aus Acrylaten sind im
einfachsten Fall, so wie sie aus der DE-OS 21 28 613 herausgelesen
werden müssen, Polyalkyacrylate. Polyalkylacrylate geben
wasserdampf- und gasundurchlässige Filme. Die so
stabilisierten Vliese sind nicht für die Einhüllung von
Lebensmitteln, durch die noch ein Gasaustausch stattfinden muß,
geeignet. Der Stand der Technik nach der DE-OS 21 28 613 gibt
daher noch keine Lehre zum technischen Handeln für die Herstellung
entsprechender Hüllmaterialien für Lebensmittel aus Textilgeweben
und Acrylharzen.
Ferner gibt es Wursthüllen aus thermoplastischen Kunst
stoffen für Brühwürste, welche die Erhaltung des Gewichts
gewährleisten. Damit werden Erlöseeinbußen für Hersteller
und Verkäufer infolge der Gewichtsverluste vermieden. Für
den gleichen Zweck wurden auch Wursthüllen aus Kollagen ein
gesetzt, die mit einer zweiten Hülle aus einem thermo
plastischen Kunststoff umgeben sind.
Allerdings gelten zur Herstellung von Rohwurst nur wasser
dampf- und gasdurchlässige Wursthüllen als geeignet, weil
sie den unter Gasaustausch und Flüssigkeitsdurchtritt ver
laufenden Reifungsprozeß nicht beeinträchtigen. Praktisch
verwendet werden für diesen Zweck in größerem Maßstab tex
tile Gewebe, wie Nessel u. ä.
In der Praxis besteht ein Bedürfnis, qualitativ hochwertige
Wurstprodukte auch optisch von den billigeren Erzeugnissen
unterscheiden zu können. Hüllmaterial auf textiler Basis
ist in dieser Hinsicht besonders geeignet, da sich durch
entsprechendes Zuschneiden und Zusammennähen fast beliebige
Formen herstellen lassen, z. B. die vom Naturdarm her geläu
figen Formen, wie Blase, Butte, Hammel, Kappe, aber auch
abweichende Formen, wie Flaschen-, Schweinchen- oder Oster
hasen-Formen usw.
Derartige textile Wursthüllen eignen sich für die Her
stellung von Rohwurst, da der Rohwurstbrät verhältnis
mäßig grobteilig und trocken ist. Für die Herstellung
von Brühwurst eignet sich diese textile Umhüllung nicht,
da aus entsprechendem Brät Flüssiganteile durch das Ge
webe hindurchtreten. Auch der entsprechende optische
Eindruck wäre unbefriedigend, zumal beim Brühen die aus
getretene Masse koaguliert und auf der Wursthaut einen
Belag bildet.
Der so entstandene Belag bildet einen ausgezeichneten
Nährboden für Mikroorganismen, was die Haltbarkeit un
günstig beeinflußt. Wie zu erwarten, führt das Aus
treten von Wurstmasse dazu, daß die Wurst ein faltiges
Aussehen erhält.
Als Abhilfe wäre eine Beschichtung der textilen Hüllen
mit Kunststoffen zu erwägen gewesen. Dagegen sprach die
geringe, zu erwartende Wasserdampf- und Gasdurchlässigkeit.
Bei äußerlicher Beschichtung besteht allerdings die Ge
fahr, daß es zu einer besonderen Haftung des Wurstbräts
auf dem textilen Gewebe kommt mit entsprechenden Schwierig
keiten beim Ablösen der Wursthaut. Wird die Kunststoffbe
schichtung dagegen innen vorgenommen, so besteht u. a. die
Gefahr, daß Beschichtungspartikel bei der Wurst verbleiben.
Eine andere Möglichkeit liegt in der Beschichtung von tex
tilem Hüllgewebe mit einem Leimsud, wie dies z. B. in der
DE-PS 2 32 022 vorgeschlagen wird. Bei Anwendung von Leim
därmen tritt jedoch häufig Fleckenbildung auf.
Es besteht daher die Aufgabe, textiles Hüllmaterial
für Lebensmittel zur Verfügung zu stellen, das mög
lichst uneingeschränkt verwendbar sein sollte, dessen
Aussehen der des Lebensmittels in seiner traditionellen
Form möglichst nahe kommen, das flüssigkeits- und fett
dicht und das gut schälbar sein sollte. Weiter waren
gute Lagerfähigkeit und relative Unempfindlichkeit gegen
über dem Befall mit Mikroorganismen zu wünschen.
Darüber hinaus war eine Gewichtseinsparung gegenüber
alternativen Formen der Konservierung im Falle der Wurst,
z. B. gegenüber Naturdärmen anzustreben. Außerdem sollte
das Hüllmaterial, wenn möglich, räucherfähig sein. Weiter
hin war im Hinblick auf die Anwendung als Wursthülle ein
bestimmtes Reißverhalten erwünscht.
Es wurde nun gefunden, daß textile Flächengebilde, ins
besondere textile Gewebe, die mit Acrylatharzen beschichtet
sind, die Anforderungen der Technik weitgehend erfüllen.
Als textile Grundlage kommen neben verfestigten Vliesen
und Spinnvliesen vor allem Gewebe infrage. Es kann sich
dabei um Naturfaser, modifizierte Naturfaser, Chemie
fasern oder Gemische handeln. Genannt seien Baumwolle,
Leinen, Wolle, Seide, Celluloseester, Regeneratcellulose,
Polyester, Polyamide, Polyacrylnitrilfasern, Polypropylen
fasern, Polyvinylchloridfasern.
Bei den erfindungsgemäß zur Beschichtung geeigneten Acry
latharzen handelt es sich um vorwiegend hydrophob einge
stellte Emulsionspolymerisate bzw. Copolymerisate der Ester
der Acryl- und/oder Methacrylsäure, vorzugsweise der Acryl
säure gemäß den Ansprüchen. Die zur Auftragung vorgesehenen
Acrylharze können in Form von Lösungen in organischen
Lösemitteln, vorzugsweise jedoch in Form von wäßrigen
Dispersionen zur Anwendung kommen. Bei der Auswahl der
Bestandteile der Polymerisate ist zunächst darauf zu
achten, daß einerseits die Beschichtung nicht klebrig
wirkt, andererseits aber auch nicht versprödet. Mit be
sonderem Vorteil können daher, wie später näher ausge
führt wird, Gemische von Polymerisaten eines "weicheren"
und eines "härteren Typs, gegebenenfalls in Kombination
mit einem "Trockenstellmittel" zur Anwendung kommen.
Der Anteil an lipophilen bzw. nichtwasserlöslichen Mono
meren (Komponente A, A′, A′′) am Gesamtpolymerisat liegt
bei allen infragekommenden Typen von Emulsionspolymeri
saten hoch, in der Regel bei mindestens 90 Gew.-%, vor
zugsweise bei 93 Gew.-%. Bei dem lipophilen Anteil handelt
es sich überwiegend bis ausschließlich um Ester der Acryl-
bzw. der Methacrylsäure, daneben können aber auch noch
andere Comonomere in solchen Anteilen verwendet werden,
daß die gewünschten Eigenschaften der Polymerisate einge
stellt werden, insbesondere die gewünschten mechanischen
Eigenschaften der Überzüge. In erster Linie kommen die
Ester niederer Alkanole in Frage, beispielsweise von C1
bis C5-Alkoholen, wobei darauf zu achten ist, daß der An
teil an Methylmethacrylat nicht zu hoch sein soll, d. h.
in der Regel 40 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtpolymerisat,
nicht überschreitet. Vorteilhaft ist die Anwesenheit eines
überwiegenden Anteils an Estern der Acrylsäure, beispiels
weise <60 Gew.-% im Polymerisat. Als besonders geeignet
haben sich Acrylsäureester mit C4-Alkoholen erwiesen. Neben
den Acryl- bzw. Methacrylsäureestern sind als Comonomere
vom Typ A z. B. Styrol, α-Methylstyrol, Vinylacetat
geeignet. Im allgemeinen liegt ihr Anteil an der Kompo
nente A bei 0 bis 10 Gew.-%.
Vorteilhafterweise enthalten die erfindungsgemäß ver
wendbaren Polymerisate in relativ geringen Mengen, im
allgemeinen unter 5 Gew.-%, vorzugsweise unter 2 Gew.-%,
bezogen auf das Gesamtpolymerisat eine Komponente B
bzw. B′ mit Säureeigenschaften. Als Monomere kommen die
Acrylsäure und/oder die Methacrylsäure, insbesondere
die letztere infrage, daneben aber auch Crotonsäure,
Itaconsäure, Maleinsäure, Fumarsäure u. ä. bzw. deren
Anhydride.
Schließlich können die erfindungsgemäß verwendbaren Poly
merisate noch Vernetzer (Komponente C bzw. C′′) in den üb
lichen, untergeordneten Anteilen enthalten, in der Regel
unter 7 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 4 und 6 Gew.-%,
bezogen auf das Gesamtpolymerisat.
Als Vernetzer seien z. B. bifunktionelle, polymerisations
fähige Monomere, wie Acryl- bzw. Methacrylsäuresster von
Polyolen, z. B. Äthylenglykoldimethacrylat, Butandioldi
methacrylat, Triglykoldimethacrylat, Trimethylolpropan
trimethacrylat usw. sowie Allylverbindungen, wie z. B.
Allylmethacrylat oder Triallylcyanurat genannt.
Ferner vernetzungsfähige Monomere vom Typ der Nitrile,
Amide, der N-Methylolamide und der N-Methylolätheramide,
insbesondere Acryl- und Methacrylamide und deren N-Methylol
verbindungen, weiter N, N′-Methylenbisacrylamid und -meth
acrylamid.
Als besonders vorteilhaft hat sich die Anwendung eines
Gemisches aus einer "weich" eingestellten Acrylharzdis
persion (Emulsionspolymerisat I), d. h. einem Harz mit
einem ganz überwiegenden Anteil an Acrylsäureestern
(<90 Gew.-%), insbesondere an Butylacrylat und einer
"härteren" Acrylharzdispersion (Emulsionspolymeri
sat II), die einen überwiegenden Anteil an Methyl
methacrylat (<60 Gew.-%) besitzt und zweckmäßiger
weise eines festen "Trockenstellmittels" (Emulsions
polymerisat III) sowie gegebenenfalls eines für Lebens
mittel zugelassenen Verdickungsmittels erwiesen.
Das Emulsionspolymerisat I enthält vorzugsweise noch
einen Vernetzer (gemäß Komponente C s. oben) in Anteilen
um 3 ± 1 Gew.-%, eine Säurekomponente B (s. oben) in
Anteilen von ca. 1 Gew.-%, insbesondere Methacrylsäure,
und gegebenenfalls als "härteres" Monomere Methylmeth
acrylat in untergeordneten Mengen beispielsweise von
0 bis 5 Gew.-%, der pH dieser Dispersion liegt bei der
Anwendung im sauren Bereich beispielsweise um 2.
Die minimale Filmbildungstemperatur (nach DIN 53 787)
des Emulsionspolymerisats I liegt beispielsweise im Be
reich von ca. 0°C. Die T λ max (nach DIN 53 445) liegt
in der Regel unter 0°C, vorzugsweise im Bereich von -30
bis -34°C.
Die Viskosität des Emulsionspolymerisats I liegt im allge
meinen im Bereich von 400 bis 2000 mPa.s, die Teilchen
größe liegt vorteilhaft im Bereich 300 bis 600 nm, vor
zugsweise 340-400 nm.
Das Emulsionspolymerisat II enthält als Komponente A
neben einem überwiegenden Anteil (<60 Gew.-%) an Methyl
methacrylat noch "weichere" Monomere, wie z. B. Ester der
Acrylsäure mit niederen Alkoholen, insbesondere Butylacry
lat in Anteilen <40 Gew.-%, als Richtwert mit ca. 35 Gew.-%,
und als Komponente B eine monomere Säure, wie z. B. Meth
acrylsäure in Anteilen unter 5 Gew.-%, als Richtwert ca.
1 Gew.-%.
Die minimale Filmbildungstemperatur des Emulsions
polymerisats II liegt in der Regel im Bereich von
30 bis 50°C, als Richtwert gelte ca. 40°C. Die T λ max
liegt im Bereich oberhalb 30°C, vorzusgweise bei
55 bis 70°C.
Als Richtwert kann ca. 60°C gelten.
Als Anhaltspunkt für die Teilchengröße können Werte
zwischen 200 und 400 nm, vorzugsweise 240-280 nm,
gelten.
Bei dem Trockenstellmittel (Emulsionspolymerisat III)
handelt es sich vorzugsweise um sprühgetrocknete Dis
persionen, mit in der Regel einer Teilchengröße <5 µm.
Geeignet sind z. B. die aus der DE-OS 28 33 601 bekannten
Produkte. Genannt seien beispielsweise sprühgetrocknete
Dispersionen aus etwa gleichen Teilen Methylmethacrylat
und Butylmethacrylat und vorzugsweise einem Anteil von
ca. 5 Gew.-% an einem vernetzenden Monomeren.
Als für Lebensmittel zugelassene Verdickungsmittel kommen
beispielsweise die in Ullmanns Encyclopädie der Technischen
Chemie, 4. Auflage, Bd. 16, S. 80, genannten infrage,
insbesondere modifizierte Cellulose bzw. Celluloseäther,
wie Hydroxyäthylcellulose.
Die Emulsionspolymerisate I, II und das feste Material aus
dem Emulsionspolymerisat III werden vorzugsweise im Verhält
nis 50-100 Gew.-Teile Emulsionspolymerisat I zu 0-50
Gew.-Teilen Emulsionspolymerisat II zu 0-5 Gew.-Teilen
Emulsionspolymerisat III eingesetzt, wobei in der Regel
jedoch das Emulsionspolymerisat III anwesend ist.
Ein bewährtes Verhältnis stellt z. B. ca. 80 Gew.-Teile
Polymermaterial I zu ca. 20 Gew.-Teilen des Polymer
materials II dar.
Weiter können zweckmäßige Zuschlagsstoffe, wie für Lebens
mittel zugelassene Farbstoffe, insbesondere fettunlös
liche Pigmentfarbstoffe, zugesetzt werden.
In der Regel werden weder Weichmacher noch Haftvermittler
zugesetzt. Ebenso kann im allgemeinen der Zusatz von
Lebensmittelkonservierungsstoffen unterbleiben.
Die erfindungsgemäßen Beschichtungsmittel können beispiels
weise durch Mischen der Komponenten in an sich bekannter
Weise gewonnen werden.
Beispielsweise können die Emulsionspolymerisate I, II und
III gemischt und unter Zusatz des Verdickungsmittels ver
dickt werden, bis eine streichfähige Masse mit einer Vis
kosität von ca. 20 000-80 000 mPa.s erreicht worden ist.
Bei zu großer Verdünnung dringt das Polymerisat zu stark
ins Gewebe ein, bei zu hohem Verdickungsgrad bleibt es zu
sehr auf der Oberfläche sitzen.
Der Auftrag der streichfähigen Masse auf die textile Grund
lage kann mittels der für die Textilbeschichtung üblichen
Beschichtungsvorrichtungen, beispielsweise mit Luftrakel,
Walzenrakel, Gummituchrakel, Rotationsschablone, vorgenommen
werden. Glättung und Prägen entfallen. Der Auftrag kann
ein- oder beidseitig erfolgen. Er kann bei Bedarf auch
wiederholt werden um eine höhere Auflage zu erreichen.
Im allgemeine soll die Struktur der Grundlage sichtbar
erhalten bleiben und es soll ein gewisser Grad an Trans
parenz vorhanden sein.
Die Auflagemengen können in gewisser Abhängigkeit
von der textilen Unterlage, sowie der Bestimmung der
erzeugten Hüllen in gewissen Grenzen variieren.
Als Anhalt kann gelten: Von ca. 30 g Polymerisat als
Trockensubstanz pro m2 (etwa als Beschichtung der Hüllen
von Koch- und Brühwürsten) bis ca. 90-100 g Polymeri
sat als Trockensubstanz pro m2, wenn z. B. die Hülle gegen
über dem Durchtritt von Wasser abgedichtet werden soll.
Als Richtwert für das Flächengewicht eines Zellwollge
webes mit Leinwandbindung und 27/27 Fäden je cm und
50/50 Den kann gelten:
70-150 g/m2, vorzugsweise 80-130 g/m2, speziell 100-125 g/m2 Gewebe.
70-150 g/m2, vorzugsweise 80-130 g/m2, speziell 100-125 g/m2 Gewebe.
Die Auftragsmodalitäten hängen in gewissem Umfang vom
Typ der Beschichtungsvorrichtung ab.
Im allgemeinen wird die Trocknungstemperatur bei 120-
140°C die Trocknungszeit zwischen ca. 30 sec und 2 min
liegen, in Abhängigkeit von der Trocknungskapazität des
Trockners. Bei einer Auflage von 100 g/m2 kann ein zwei
maliges Durchlaufenlassen (gegen den Strich) vorteilhaft
sein.
Die erfindungsgemäß beschichteten textilen Gewebe eignen
sich zum Abdecken von einer großen Breite von Lebens
mitteln, z. B. auf Protein-, Kohlehydrat- und Fettbasis.
Sie eignen sich auch zum Räuchern der Lebensmittel.
Neben Rohwurst, Brüh- und Kochwurst, sind auch nahezu alle
anderen Typen von Würsten mit dieser Art von Umhüllung
herstellbar.
Besonders vorteilhaft ist, daß sich die Hüllen in
nahezu beliebiger Art und Weise zuschneiden bzw. der
Gestalt des Lebensmittels anpassen lassen.
Genannt sei z. B. Wurst auf der Grundlage von Fisch
protein (Fischwurst).
Weiter die Verwendung zum Umhüllen von in Aspik oder
Gelee eingebetteten Lebensmitteln. Ferner die Umhüllung
von Käse; z. B. auch Streichkäse. Weiter kommt die Um
hüllung von nicht-pastenartigen oder streichfähigen
Lebensmitteln, z. B. kochfertigen Suppen, Erbswürsten
usw. in Frage. Schließlich können auch Fette oder fett
haltige Lebensmittel, Marzipan, Schokolade u. ä. umhüllt
werden.
Die erfindungsgemäß umhüllten textilen Gewebe können gas-
und wasserdampfdurchlässig eingestellt werden. Sie machen
den Schrumpfungsprozeß der bei der Reifung der Lebensmittel
(Wurst, Käse) eintritt, in ausreichendem Umfang mit. Weiter
halten sie zuverlässig das in der Hülle eingeschlossene
Material (Wurstware) zurück.
Darüber hinaus ist Alterungsbeständigkeit und die ge
ringe Anfälligkeit gegenüber mikrobakteriellem Befall her
vorzuheben.
Das beschichtete Gewebe hat im Gegensatz zu den Beschich
tungen des Standes der Technik eine nur geringe Tendenz zur
Haftung am Lebensmittel, beispielsweise an Wurstbrät, d. h.
Umhüllung und Wurstmasse lassen sich leicht trennen.
Ferner besitzen die erfindungsgemäß beschichteten Umhüllungen
gerade die "richtige" mechanische Konsistenz, z. B. eine Reiß-
und Wetterreißfestigkeit in Angleichung an das verhalten von
Naturdärmen.
Die Beschichtung kann sich innen und außen auf der
Umhüllung befinden.
Die Herstellung der zur Beschichtung geeigneten Acryl
harze ist an sich bekannt. So kann die Herstellung der
Dispersionen in bekanter Weise, beispielsweise in Be
folgung der Lehre bzw. in Anlehnung an die DE-OS
18 04 159, 19 10 488, 19 10 532, 22 28 515 und 28 33 601
vorgenommen werden.
Vorteilhafterweise bedient man sich bei der Beschichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung Dispersionen mit hohem
Feststoffgehalt, beispielsweise der Dispersionen mit min
destens 55 Gew.-% gemäß der DE-OS 19 10 488.
Dabei wird die aus den Komponenten A, A′, B bzw. B′ und
C bestehenden Monomerenphase als Emulsion in einer wäßrigen
Phase in Gegenwart eines anionischen Emulgators und eines
radikalbildenden Polymerisationsinitiators polymerisiert,
wobei
- a) die Emulgatorkonzentration bei Polymerisations beginn zwischen dem 0,3- und 3fachen der kritischen Mizellbildungskonzentration, berechnet auf die vor gelegte Wassermenge, so gewählt wird, daß die gebil deten Dispersionen Teilchen einer solchen mittleren Teilchengröße und einer solchen Teilchengrößenver teilung aufweisen, daß sie beim Zentrifugieren der auf 10% Trockengehalt verdünnten Disperion während 15 min bei 20°C und beim 10 000fachen der Erdbe schleunigung und bei einem maximalen freien Sedi mentationsweg von 43 mm ein Sediment von 10 bis 80 Gew.-%, vorzugsweise von 20 bis 60 Gew.-%, des Kunst stoffanteils bilden,
- b) die gesamte Monomerenphase, die gegebenenfalls mit Hilfe eines anionischen Emulgators in einem Teil der Wasserphase emulgiert ist, gegebenen falls zusammen mit einem Teil des Polymerisations initiators, allmählich unter Polymerisationsbe dingungen zu der Wasserphase zugegeben wird,
- c) während der Polymerisation weitere Mengen des Emulgators zugegeben werden und
- d) die Gesamtmenge der Monomerenphase mindestens 55 Gew.-% der Dispersion ausmacht.
Die Emulsionspolymerisation wird mit den dafür bekannten,
allgemein üblichen, anionischen Emulgatoren, wie den Alkali-
und Ammoniumsalzen von sulfatierten Fettalkoholen, aro
matischen Sulfonsäuren oder sulfierten Ethylenoxidaddukten
durchgeführt.
Geeignete anionische Emulgatoren sind z. B. sulfierte und
mit Alkali neutralisierte, oxyäthylierte Alkylphenole, die
z. B. aus Nonylphenol- oder Triisobutylphenoladdukten mit
3 bis 30 Ethylenoxideinheiten pro Molekül hergestellt sein
können. Es kann nach dem Monomerenzulaufverfahren oder
nach dem Emulsionszulaufverfahren vorgegangen werden.
Mit besonderem Vorteil bedient man sich des Emulsionszu
laufverfahrens. Bei diesem Verfahren wird nur ein Teil der
Wasserphase, in der Regel 10 bis 25% der Gesamtmenge, im
Polymerisationsgefäß vorgelegt. Im verbleibenden Teil der
Wasserphase, die einen Teil des Emulgiermittels und in der
Regel auch des Polymerisationsinitiators enthält,
wird die Monomerenphase unter Bedingungen, unter
denen noch keine Polymerisation eintritt, emulgiert
und die entstehende Emulsion wird allmählich in das
Reaktionsgefäß eingeführt, wo Polymerisationsbe
dingungen herrschen. In jedem Fall ist es von wesent
licher Bedeutung, daß in der vorgelegten Wasserphase
zu Beginn der Polymerisation die oben festgelegte Emul
gatorkonzentration besteht. Die Verfahren können in
mannigfaltiger Weise abgewandelt werden. So kann man
z. B. den Initiator oder einen Teil des Emulgiermittels
getrennt von der Monomerenphase allmählich zulaufen
lassen oder portionsweise eintragen. Als Polymerisa
tionsinitiator wird überwiegend Alkali- oder Ammonium
persulfat verwendet, jedoch können daneben oder statt
dessen auch andere, vorzugsweise wasserlösliche Ini
tiotoren, wie z. B. 4,4′-Azobis-4,4′-docyano-valerian
säure oder Redoxsysteme, wie Persulfate, Sulfoxy
verbindungen und Eisensalze oder Wasserstoffperoxyde
und Eisen-II-Salze, eingesetzt werden. Die letzteren
werden getrennt von der Monomerenphase zugesetzt, da
sie schon bei Raumtemperatur die Polymerisation auslösen.
Die Umsetzungstemperatur richtet sich nach der Zerfalls
temperatur des Initiators und liegt im allgemeinen
zwischen 10 und 100°C.
Die nachfolgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der
Erfindung.
Ein Zellwollgewebe, Gewicht 110 g/m2, rohweiß und
entschlichtet, wird mit einer Streichmasse folgender
Zusammensetzung beschichtet:
666 Gew.-Teile einer 60%igen Dispersion eines Emulsionspolymerisats I
200 Gew.-Teile einer 50%igen Dispersion eines Emulsionspolymerisats II
50 Gew.-Teile Emulsionspolymerisat III
8 Gew.-Teile Hydroxyäthylcellulose
70 Gew.-Teile Wasser.
666 Gew.-Teile einer 60%igen Dispersion eines Emulsionspolymerisats I
200 Gew.-Teile einer 50%igen Dispersion eines Emulsionspolymerisats II
50 Gew.-Teile Emulsionspolymerisat III
8 Gew.-Teile Hydroxyäthylcellulose
70 Gew.-Teile Wasser.
Das Emulsionspolymerisat I ist hergestellt gemäß
DE-OS 19 10 488 aus folgendem Monomerengemisch:
95 Gew.-% Butylacrylat
3 Gew.-% N-Methylolmethacrylamid
1 Gew.-% Methacrylsäure
1 Gew.-% Glykoldimethacrylat.
95 Gew.-% Butylacrylat
3 Gew.-% N-Methylolmethacrylamid
1 Gew.-% Methacrylsäure
1 Gew.-% Glykoldimethacrylat.
Das Emulsionspolymerisat II ist hergestellt gemäß
DE-OS 22 28 515 aus folgendem Monomerengemisch:
65 Gew.-% Methylmethacrylat
34 Gew.-% Butylacrylat
1 Gew.-% Methycrylsäure.
65 Gew.-% Methylmethacrylat
34 Gew.-% Butylacrylat
1 Gew.-% Methycrylsäure.
Das Emulsionspolymerisat III ist hergestellt gemäß
DE-OS 28 33 601 aus einem Monomerengemisch, bestehend
aus:
47,5 Gew.-% Methylmethacrylat
47,5 Gew.-% Butylmethacrylat
5 Gew.-% Glykoldimethacrylat.
47,5 Gew.-% Methylmethacrylat
47,5 Gew.-% Butylmethacrylat
5 Gew.-% Glykoldimethacrylat.
Der Trockengehalt der Paste beträgt ca. 56%.
Die Paste wird mit einem Luftrakel aufgetragen und die
beschichtete Ware im gespannten Zustand bei 120-140°C
im Flachbahntrockner getrocknet.
Harzauflage ca. 40 g TrS/m2.
Der Griffausfall der Ware ist weich und die Oberfläche
klebfrei. Die Beschichtung ist kochbeständig und luft
durchlässig.
Die erfindungsgemäße Wursthülle kann für die Herstellung
von Frisch- und Dauerwürsten verwendet werden. Durch die
gute Luftdurchlässigkeit ist beim Räuchern eine gleich
mäßige Rauchaufnahme gewährleistet. Die Gewebehülle läßt
sich problemlos von der Wurst abziehen, ohne daß durch
an der Pelle anhaftendes Wurstgut die Oberfläche der Wurst
verletzt wird.
Beispiel 1 wird wiederholt mit dem Unterschied,
daß die Streichpaste folgende Zusammensetzung hat:
535 Gew.-Teile einer 60%igen Dispersion eines Emulsionspolymerisates I
160 Gew.-Teile einer 50%igen Dispersion eines Emulsionspolymerisates II
50 Gew.-Teile Emulsionspolymerisat III
9 Gew.-Teile Hydroxäthylcellulose
50 Gew.-Teile Lebensmittel-Pigmentfarbstoff braun (50%ige Paste)
196 Gew.-Teile Wasser.
535 Gew.-Teile einer 60%igen Dispersion eines Emulsionspolymerisates I
160 Gew.-Teile einer 50%igen Dispersion eines Emulsionspolymerisates II
50 Gew.-Teile Emulsionspolymerisat III
9 Gew.-Teile Hydroxäthylcellulose
50 Gew.-Teile Lebensmittel-Pigmentfarbstoff braun (50%ige Paste)
196 Gew.-Teile Wasser.
Trockengehalt der Streichpaste: 48,5%.
Um eine Harzauflage von 90-100 g/TrS/m2 zu erreichen,
wird mit einem Walzenrakel gestrichen.
Trocknung siehe Beispiel 1.
Dieses beschichtete Gewebe wird für die Herstellung von
Koch- und Brühwurst eingesetzt, da es nur eine ganz ge
ringe Wasserdampfdurchlässigkeit aufweist. Beim Kochen
oder Brühen macht es den Schrumpfprozeß der Wurst mit,
so daß die fertige Wurst von einer glatten Hülle umgeben
ist.
Beispiel 1 wird wiederholt mit dem Unterschied,
daß ein bedrucktes Baumwollgewebe eingesetzt wird
und die Streichpaste eine andere Zusammensetzung
hat:
583 Gew.-Teile einer 60%igen Dispersion eines Emulsionspolymerisates I
300 Gew.-Teile einer 50%igen Dispersion eines Emulsionspolymerisates II
9 Gew.-Teile Hydroxyäthylcellulose
108 Gew.-Teile Wasser.
583 Gew.-Teile einer 60%igen Dispersion eines Emulsionspolymerisates I
300 Gew.-Teile einer 50%igen Dispersion eines Emulsionspolymerisates II
9 Gew.-Teile Hydroxyäthylcellulose
108 Gew.-Teile Wasser.
Trockengehalt der Streichmasse ca. 51%.
Um den Farbdruck nicht zu verschleiern, wird auf das
Emulsionspolymerisat III verzichtet, dafür mußte aber
das Mischungsverhältnis I : II von 8 : 2 auf 7 : 3
verändert werden.
Harzauflage ca. 40 g TrS/m2.
Griffausfall deutlich kräftiger als im Beispiel 1
bzw. 2.
Dieses Muster wird für die Herstellung von Dauerwurst
eingesetzt. Die Wursthaut ist wasserdampfdurchlässig und
zeigte auch nach längerem Lagern keine Luftlöcher oder
Runzeln. Die Würste behalten ihr natürliches Aussehen.
Claims (8)
1. Zweischichtige Hülle zur direkten Umhüllung von Lebensmitteln,
hergestellt aus Textilgeweben unter Verwendung von
Acrylharzen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Textilgewebe beschichtet werden mit dem Acrylat-
Emulsionspolymerisat I gegebenenfalls in Kombination mit den
Acrylat-Emulsionspolymerisaten II und III, wobei das
Emulsionspolymerisat I aufgebaut ist aus
- a) mindestens 90 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Polymerisat I, aus einer lipophilen Monomerenkomponente A auf der Basis von Estern der Acryl- und/oder Methacrylsäure mit niederen Alkanolen und 0 bis 10 Gew.-%, bezogen auf die Komponente A, an weiteren Comonomeren, wobei der Gehalt an Methylmethacrylat 40 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Polymerisat I, nicht überschreitet,
- b) einer hydrophilen Monomerenkomponente B mit Säureeigenschaften in Anteilen unter 5 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Polymerisat I,
- c) einer vernetzenden Monomerenkomponente C in Anteilen unter 7 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Polymerisat
und das Emulsionspolymerisat II aufgebaut ist aus:
- a′) zu mindestens 95 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Polymerisat II aus einer lipophilen Monomerenkomponente A′ auf der Basis von mehr als 60 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Komponente A′ an Methylmethacrylat, und in Anteilen von weniger als 40 Gew.-%, bezogen auf die Komponente A′ an weiteren Estern der Acryl- und/oder der Methacrylsäure mit niederen Alkanolen und 0 bis 10 Gew.-%, bezogen auf die Komponenten A′ an weiteren Comonomeren,
- b′) zu weniger als 5 Gew.-% einer hydrophilen Monomerenkomponente B′ mit Säureeigenschaften
und das Emulsionspolymerisat III ein Trockenstellmittel darstellt,
aufgebaut aus
- a′′) zu mindestens 93 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Polymerisat III, aus einer lipophilen Monomerenkomponente A′′ auf der Basis von 50 ± 5 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Komponente A′′, an Methylmethacrylat, einem Gehalt von 0 bis 10 Gew.-% an weiteren nicht esterartigen Comonomeren und einem dem verbleibenden Rest entsprechenden Prozentgehalt an Estern der Acryl- und/oder Methacrylsäure mit niederen Alkanolen,
- c′′) zu 2 bis 7 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Polymerisat III, an einer vernetzenden Monomerkomponente C′′.
2. Zweischichtige Hülle gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Emulsionspolymerisat I einen Gehalt von mehr als 90
Gew.-% an Acrylsäureestern, vorzugsweise ganz oder überwiegend
bestehend aus Butylacrylat aufweist.
3. Zweischichtige Hülle gemäß den Ansprüchen 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß als Monomerkomponenten B bzw. B′ Acryl-
und/oder Methacryl- und/oder Crotonsäure, Itaconsäure,
Maleinsäure, Fumarsäure und in Anteilen von ca. 1 Gew.-%,
bezogen auf das gesamte Polymerisat I bzw. II, enthalten ist.
4. Zweischichtige Hülle gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Emulsionspolymerisat III eine sprühgetrocknete
Dispersion darstellt, vorzugsweise mit einer Teilchengröße von
kleiner 5 µm.
5. Zweischichtige Hülle gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Emulsionspolymerisate I, II und III im Verhältnis 50-
100 Gew.-Teilen Polymerisat zu 0-50 Gew.-Teilen Polymerisat
zu 0-5 Gew.-Teilen Polymerisat auf 100 Gew.-Teile
Polymerbeschichtung angewendet werden.
6. Zweischichtige Hülle gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zusätzlich noch ein für Lebensmittel zugelassenes
Verdickungsmittel eingesetzt wird.
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