DE3149655C2 - Lichtmeßschaltung für eine Kamera - Google Patents
Lichtmeßschaltung für eine KameraInfo
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Abstract
Eine Lichtmeßschaltung hat einen Differenzierer (Differenzierkondensator C2), der in Kaskadenschaltung an eine Integrierschaltung (Operationsverstärker OP1, Integrierkondensator C1) mit einem Integrierkondensator (C1) angeschlossen ist, der einen Fotostrom (Is), welcher von einem zur Lichtmessung benutzten fotoelektrischen Meßgrößenumformer (PD1) erzeugt wird, direkt integriert. Auf diese Weise wird vom integrierten Ausgang der Integrierschaltung ein Foto stromausgang abgeleitet.
Description
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lichtmeßschaltung für eine Kamera mit direkter Integration
des Photostroms gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 derart weiterzubilden, daß bei einfachem
Aufbau auch eine Information über den momentanen Wert des Photostroms zur Verfugung steht Diese
Aufgabe wird erfindungsgftmäß durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die erfindungsgemäße Lösung, bei der das Ausgangssignal
des Integrators, der den Photostrom direkt integriert, von einem nachgeschalteten Differenzierglied
differenziert wird, führt zu einem einfachen Schaltungsaufbau. Darüber hinaus hat sie gegenüber anderen
Alternativen, wie beispielsweise einer denkbaren Schaltung, bei der das Ausgangssignal des Wandlers einmal
direkt integriert und daneben in anderer Weise weiterverarbeitet wird, insbesondere den Vorteil, daß nur ein
Vorverstärker, nämlich der des Integrators zur Verstärkung
des vergleichsweise kleinen Photostronv- benötigt wird, und daß in der restlichen Schaltung von einem verstärkten
Signal ausgegangen werden kann.
Bei der erfindungsgemäßen Weiterbildung gemäß Anspruch 2 ist es von besonderem Vorteil, daß die Verwendung
einer getrennten Korrektur-Lichtmeßschaltung unnötig wird und die Korrektur-Lichtmeßschallung
mit dem aus dem Ausgangssignal des Integrators abgeleiteten Signal arbeiten kann. In den Ansprüchen 3
bis 6 sind vorteilhafte schaltungstechnische Reaiisierungen der erfindungsgemäßen Lösung angegeben.
Dabei hat insbesondere die Lichtmeßschaltung gemäß Anspruch 4 den Vorteil, daß die Schaltung zur logarithmischen
Kompression und zur Differentation des Ausgangssignals
des Integrators mit einem einzigen Operationsverstärker verwirklicht wird, wodurch der Schaltungsaufwand
weiter herabgesetzt wird.
Ausfuhrungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden untT Bezugnahme auf die Zeichnung näher
beschrieben, in der zeigt
Fig. I einen Schaltplan einer Lichtmeßschaltung gemäß eines ersten Ausfiihrungsbeispiels der Erfindung,
Fig. 2 einen Schaltplan einer Lichtmeßschaltung für
Reflexions-Lichtmessung gemäß ein. s zweiten Ausführungsbeispiels
der Erfindung unter Benutzung der in Fig. 1 dargestellten Schaltungsanordnung,
Fig. 3(A) eine Darstellung eines fotometrischen Ansprechverhaltens ein-'s zur Lichtmessung in der
Lichtmeßschaltung gemäß Fig. 2 verwendeten fotoelektrischen. Meßgrößenu.nformers in bezug auf ein
Bildfeld,
Fig. 3(B) und 3 (C)grafische Darstellungen beispielhafter
Änderungen des vom in Fig. 2 dargestellten Meßgrößenumformer erzeugten Photostroms und
F i g. 3 (D 1), 3 (D 2) und 3 (D 3) Ablaufdiagramme zur
Verdeutlichung der Arbeitsweise der in Fig. 2 dargestellten Lichtmeßschaltung.
Die in Fig. 1 dargestellte Lichtmeßschaltung für eine Kamera hat einen zur Lichtmessüng benutzten fotoelektrischen
Meßgrößenumformer PD 1, beispielsweise in Form einer Silizium-Fotodiode, einen ersten Operationsverstärker
OPX, mit dessen invertierender und nichtinvertierender Eingangsklemme der Meßgrößenumformer
PD 1 gegensinnig verbunden ist, einen Inte- 6" grierkondensalor Cl, df' an die invertierende Eingangsklemme
und die Ausgangsklcmme des Operationsverstärkers OPX angeschlossen ist, einen Diflerenzierkondensator
Cl, dessen eine Seite in Kaskadenschaltung mit der Ausgangsklemme des Operationsverstärkers
OPl verbunden ist, einen zweiten Operationsverstärker OPl, an dessen invertierende Eingangsklemme
die andere Seite des Differenzierkondensators Cl angeschlossen ist, und eine an die invertierende
Eingangskiemime und die Ausgangsklemme des Operationsverstärkers OPl in Vorwärtsrichtung angeschlossene
Diode D1 für die logarithmische Kompression.
Der Operationsverstärker OPl bildet zusammen mit dem Integrieirkondensator Cl einen Integrator und
erhält an seiner nichtinvertierenden Eingangsklemme eine Bezugsspannung VR. Der Differenzierkondensator
Cl bildet ein Differenzierglied. Der Operationsverstärker OP 2 bildet zusammen mit der Diode D1 eine Schaltung
für die logarithmische Kompression und erhält an seiner nichtinvertierenden Eingangsklemme die
Bezugsspannung VR. Die Ausgangsklemme des ersten Operationsverstärkers OP1 ist mit p»ner nicht dargestellten
automatischen Belichtungssicüerschaltung verbunden,
wogegen die Ausgangsklemme des zweiten Operationsverstärkers OP 2 beispielsweise an ein nicht
dargestelltes Anzeigegerät anschließbar ist.
Die Arbeitsweise ist folgende: Wenn auf den Meßgrößenumiormer
PD1 Licht auffallt, erzeugt er einen Photostrom
Is, der vom Integrierkondensator C1 integriert
wird. Abhängig davon tritt am Ausgang des Operationsverstärkers OJ31 eine Ausgangsspannung VO1 zum
Laden des Differenzierkondensators Cl auf. Die Ausgangsspannung VO1 läßt sich folgendermaßen darstellen:
VO1 = -— /id / = -^- ι + VR
Daraus ergibt sich, daß die Spannung linear mit der Zeit / zunimmt. Die Ausgangsspannung VO 1 wirrt einer
nicht dargestellten automatischen Belichtungssteuerschaltung zugeführt, um z. B. das Schließen eines Verschisses
zu steuern.
Der Differenzierkondensator Cl wird von einem von der Größe der Ausgangsspannung vo 1 abhängigen
Ladestrom Is1 durchflossen und speichert dadurch eine
Ladung Q, die sich, ausgehend von der Gleichung (1), folgendermaßen ausdrücken läßt:
Q = ClVOl = ^j Ist + ClVR
Daher ist der Ladestrom Is':
Is'
dQ _ Cl
Cl
Cl
dt
Is
Der Ladestrom Is' tritt in die invertierende Eingangsklemme
des Operationsverstärkers OPl ein. Weil das Verhältnis ClIC 1 konstant ist, ist die Größe des Ladestroms
Is' dem Fhotostrom Is proportional und stellt somit eine Fotostrominformation dar. Der Ladestrom
Is' wird durch die Kombination aus der D'ode D1 und
dem Operationsverstärker OPl logarithmisch komprimiert, und der Operationsverstärker OP2 erzeugt eine
Ausgangsspannung >Ό 2, die folgendermaßen definiert
ist:
.... , kT . . , kT , / Cl Λ
VOl = In /.s = In j Is)
α
η
\ Γ \ I
worin /c die Boltzmann-Konstante ist, Γ die absolute
Temperatur und q die Einheitsladung. Bei der Ableitung der Gleichung (4) wird der Rückwärts-Sättigungsstrom der Diode D !vernachlässigt. Die Ausgangsspannung VO 1 kann beispielsweise einem nicht dargestell-
ten Anzeigegerät zum Anzeigen der Heiligkeit eines Aufnahmegegenstandes zugeführt werden.
Die in Fig. 2 dargestellte Lichtmeßschaltung gemäß einem zweiten Ausfiihrungsbeispiel, in welcher die in
Fig. 1 dargestellte Lichtmeßschaltung verwendet wird, hat zusätzlich zu letzterer folgende Hauptbauelemente:
eine Abtast- und Halteschaltung (sample and hold circuit) L die mit dem Ausgang des zur Lichtmeßschaltung gemäß Fig. 1 gehörenden zweiten Operationsverstärkers OPl verbunden ist, eine aus der Abtast- und
Halteschaltung 1 gespeiste Korrekturspannungs-Schaltung Z ein spannungsgesteuerter veränderbarer Widerstand RT, der sich aus zwei monolithisch integrierten
Feldeffekttransistoren FTl und FTl zusammensetzt,
wobei die Drain des ersten Feldeffekttransistors FTX an den Ausgang der Korrekturspannungs-Schaltung 2
angeschlossen ist und die Steuerelektroden der beiden Feldeffekttransistoren FTl und FTl miteinander verbunden sind, einen dritten Operationsverstärker OPX
der mit seiner invertierenden Eingangsklemme an die Source und mit seinem Ausgang an die Steuerelektrode
des ersten Feldeffekttransistors FTl angeschlossen ist, einen vierten Operationsverstärker OPA, der mit seiner
invertierenden Eingartgsklemme an die Source und mit seiner Ausgangsklemme an die Drain des zweiten Feldeffekttransistors FTlangeschlossen ist, einen zum Integrierkondensator Cl parallelgeschalteten Trigger-Analogschalter AS L und einen Folgeregler 3, der zwischen
die Steuerelektrode des Analogschalters AS 1 und eine Steuerklemme der Abtast- und Halteschaltung 1 zwischengeschaitet ist.
An der nichtinvertierenden Eingangsklemme des dritten Operationsverstärkers OP 3 liegt die Bezugsspannung VR an, wogegen seine invertierende Eingangsklemme über einen Widerstand R 1 an Masse -to
angeschlossen ist. Der dritte Operationsverstärker OPZ erzeugt eine Ausgangsspannung und gibt sie an die
Steuerelektroden der beiden Feldeffekttransistoren FTl und FTl ab, wodurch eine Spannung, die seiner
invertierenden Eingangsklemme über den Feldeffekttransistor FTl aus der Korrekturspannungs-Schaltung 2
zugeführt wird, gleich gemacht wird der Bezugsspannung VR, die an seinem nichtinvertierenden Eingang
anliegt. Beide Feldeffekttransistoren /Tl und FTl des spannungsgesteuerten veränderbaren Widerstandes RT so
haben gleiches /ß-Kc^Ansprechverhalten und zeigen
nachstehend als Einschalt-Widerstände bezeichnete Gleichstrom-Widerstände Ä0V1 und R0N2 von gleichem
Wert, wenn die Source-Drain-Strecke beider Feldeffekttransistoren FTl und FTl leitend ist.
Die invertierende Eingangsklemme des vierten Operationsverstärkers OP4 ist über einen Widerstand Rl
mit der Ausgangsklemme des ersten Operationsverstärkers OPl verbunden, wogegen an seinem nichtinvertierenden Eingang die Bezugsspannung VR anliegt. Der
Operationsverstärker OP 4 bildet zusammen mit dem Widerstand R 1 und dem Einschalt-Widerstand R0M
des zweiten Feldeffekttransistors FTl einen invertierenden Verstärker mit veränderbarem Verstärkungsfaktor, der bestimmt wird durch das Verhältnis a= Rosi/
R1 Weil der Widerstandswert des Widerstandes R 2
konstant ist, ändert sich der Verstärkungsfaktor mit der Größenänderung des Einschalt-Widerstandes Rora-
Der Meßgrößenumformer PD1 ist einem nicht dargestellten Schlitzverschluß gegenüber an einer außerhalb
des Aufnahmestrahlenganges der Kamera gelegenen Stelle so angeordnet, daß er gemäß Fig. 3 (A) eine mittenbetonte Lichtmessung in einem Bildfeld 4 vorzunehmen vermag. Die vom Meßgrößenumformer PD 1 vorgenommene Messung von am Bildfeld 4 reflektiertem
Licht wird abhängig von einem Signal aus dem Folgeregler 3 ausgelöst durch das Öffnen des Analogschalters
ASl in einem Zeitpunkt /,, unmittelbar vor Beginn
einer Belichtung einer Filmoberfläche durch Ablaufen eines ersten Verschlußvorhangs [s. Fig. 3(D 1)].
Außer dem Schließen und Öffnen des Analogschalters AS 1 hat der Folgeregler 3 die Aufgabe, der Abtast-
und Halteschaltung 1 Abtastimpulse A und B in Zeitpunkten I2 und /3 zuzuführen, die unmittelbar vor und
nach dem Durchlauf des ersten Vorhangs durch das Zentrum des Bildfeldes 4 liegen [s. Fig. 3(D2) und 3
(D 3)]. Diese Abtastimpulse A und B dienen der Abtast- und Halteschaltung 1 zum Abtasten und Halten
der dann vom Operationsverstärker OPl abgegebenen, dem Photostrom entsprechenden Ausgangsspannungen V02Aund VOIB. Der Korrekturspannungs-Schaltung 2 wird eine Differenzspannung A VH = VOIA -VOlB zugeführt, und die Schaltung 2 erzeugt eine
Bezugssp^nnung Vs von solcher Größe, daß die Einschalt-Widerstände Rot/[ undR0H2AtTFeldeffekttransistoren FTl und /T2 gleich gemacht werdendem Widerstandswert des Widerstandes R 2, bis der erste Vorhang
vollständig geöffnet ist. Nach dem vollständigen Öffnen des ersten Vorhangs erzeugt die Korrekturspannungsschaltung 2 jedoch eine Korrekturspannung Vc als
Summe der Bezugsspannung Vs und der Differenzspannung A V„ (Vc = Vs plus A VH).
Die Arbeitsweise ist folgende: Beim Niederdrücken eines nicht dargestellten Verschiußausiöseknopfes der
Kamera wird der Schlitzverschluß ausgelöst und der Lauf des ersten Vorhanges eingeleitet. Wenn der erste
Vorhang abzulaufen beginnt, wird der Analogschalter ASl durch den Folgeregler 3 im Zeitpunkt /, geöffnet,
der unmittelbar vor der Belichtung der Filmoberfläche liegt [s. Fig. 3(Dl)]. Folglich fällt das von der Oberfläche des ersten Vorhangs reflektierte Licht am Meßgrößenumformer PD1 auf, der dann den Photostrom Is
erzeugt, welcher die Aufladung des Integrierkondensators Cl einleitet. Wie weiter oben im Zusammenhang
mit der Arbeitsweise der in Fig. 1 dargestellten Lichtmeßschaltung erläutert, erzeugt der erste Operationsverstärker OPl die nach der Gleichung (1) definr.rte
Ausgangsspannung VO1, der zweite Operationsverstärker OPl dagegen die nach der Gleichung (4)
bestimmmte Ausgangsspannung VO1.
Im Zeitpunkt I2, unmittelbar bevor die Kante des
ersten Vorhanges das Zentrum des Bildfeldes 4 passiert, führt der Folgeregler 3 der Abtast- und Halteschaltung 1
den Abtastimpuls A zu [s. Fig. 3 (D2)], wodurch die anliegende Ausgangsspannung VOIA des Operationsverstärkers OPl von der Abtast- und Halteschaltung 1
festgehalten wird. Im Zeitpunkt I2 hat der erste Vorhang
das Zentrum des Bildfeldes 4 noch nicht passiert, so daß der Meßgrößenumformer PDl hauptsächlich an der
Oberfläche des ersten Vorhangs reflektiertes Licht mißt. Bezeichnet man den auf dem Reflexionsvermögen der
Oberfläche des ersten Vorhangs basierenden Photostroms mit /51 (s. F i g. 3 (B) und 3 (C), läßt sich die Ausgangsspannung VOlA aus der Gleichung (4) folgendermaßen ableiten:
(5)
Danach, im Zeitpunkt /,, unmittelbar nach dem Vorbeilaufen
der Kante des ersten Vorhangs am Zentrum des Bildfeldes 4, fuhrt der Folgeregler 3der Abtast- und HaI-iesch&.\ung
1 den Abtastimpuls B zu [s. Fig. 3(D3)], wodurch die Größe der Ausgangsspannung VOlB des
Operationsverstärkers OPX welche im Zeitpunkt I3 vorherrscht,
von der Abtast- und Halteschaltung 1 festgehalten wird. Da der erste Vorhang im Zeitpunkt i} das
Zentrum des Bildfeldes 4 bereits passiert hat, mißt der Meßgrößenumformer PDi hauptsächlich an der Filmoberfläche
reflektiertes Licht. Bezeichnet man den auf dem Reflexionsvermögen der Filmoberfläche basierenden
Photostrom mit As2[s. Fig. 3(B) und 3(C)], läßt sich die Ausgangsspannung VOlB aus der Gleichung
(4) folgendermaßen abieilen:
(6)
= VOlA - VOlB <0
Wenn dagegen das Reflexionsvermögen eines in die Kamera eingelegten bestimmten Films kleiner ist als
die des Standardfilms, bleibt der vom Meßgrößenumformer PD1 erzeugte Photostrom Isb'is zum Zeitpunkt
h. im wesentlichen konstant, nimmt zwischen den Zeitpunkten
ς und % allmählich ab und bleibt nach dem
Zeitpunkt ς im wesentlichen konstant [s. Fig. 3(C)].
Dementsprechend ist die Ausgangsspannung VOlA größer als die Ausgangsspannung VOlR, und daher
folgt:
VH = VOl A -
VOlB >0
10
15
20
Die Ablast- und Halteschaltung 1 erzeugt folglich eine Differenz zwischen den Ausgangsspannungen
VOlA und VOlB:
Wenn das Reflexionsvermögen eines in die Kamera eingelegten bestimmten Films größer ist als das eines
Standardfilms, erzeugt der Meßgrößenumformer PD1,
welcher so angeordnet ist, daß er eine mittenbetonte Lichtrnessurig irr· Bildfeld 4 vornimmt, einen Photostrom
Is, der bis zum Zeitpunkt I2 im wesentlichen konstant
bleibt, zwischen den Zeitpunkten I1 und k allmählich
zunimmt und nach dem Zeitpunkt 4 im wesentlichen konstant bleibt [s. Fig. 3(B)], wobei unterstellt
wird, daß sich die Heiligkeit eines Aufnahmegegensiandes
während des Durchlaufs des ersten Vorhangs nicht ändert. Dies beruht darauf, daß das Reflexionsvermögen des ersten Vorhangs gleich mit dem des Standardfilms eingestellt ist. Dementsprechend ist die Größe der
Ausgangsspannung VOlA kleiner als die der Ausgangsspannung VOl B, und daher folgt:
(8)
50
(9)
Sobald die Filmoberfläche völlig freiliegt und der erste Vorhang sich vollständig geöffnet hat, wird von der
Korrekturspannungs-Schaltung 2, die die Bezugsspannung
Vs erzeugt hat, durch welche die Einschaltwiderstände Äov, und R0N2 der Feldeffekttransistoren FTl
und FT'i mit dem Widerstandswert des Widerstandes
Ä2 gleich gemacht wurden, nunmehr die Korrekturspannung
Vc als Summe der Korrekturspannung Ks und der Bezugsspannung AVn(Vc = Vs + A V11), die an die
Senke des ersten Feldeffekttransistors FTl angelegt wird.
An die Source des Feldeffekttransistors FTl wird eine
Spannung angelegt, die durch die Wirkung des Operationsverstärkers OPi die an seiner nichtinvertierenden
Eingangsklemme anliegende Spannung und die Spannung an seinem invertierenden Eingang ausgleicht,
nämlich die Bezugsspannung VR. Durch den zwischen der Source des Feldeffekttransistors FTl und Masse
geschalteten Widerstand R 1 fließt der Strom /Ä1, der
sich folgendermaßen definieren läßt:
55
60
VR
Rl
(10)
Der Strom Ix , fließt durch den Feldeffektransistor
/Tl, und folglich läßt sich der Einschalt-Widerstand A0V1 über Drain und Source des Feldeffekttransistors
FTl folgendermaßen darstellen:
Vc - VR
(11)
Durch Einsetzen der Gleichung (10) in Gleichung (11) ergibt sich:
30
<■»
Wie bereits weiter oben erwähnt, ist der spannungsgesteuerte veränderbare Widerstand Ä7"als monolithisch
integriertes Bauelement ausgebildet, so daß die beiden
Feldeffekttransistoren FTl und FTl identisches Ansprechverhalten besitzen. Weil ihre Steuerelektroden
gemeinsam an die Ausgangsklemme des Operationsverstärkers OP3 angeschlossen sind, ist der Einschalt-Widerstand
Rom des zweiten Feldeffekttransistors FTl
gleichgroß wie der Einschalt-Widerstand Ä0,Vi des
ersten Feldeffekttransistors FTl. Somit ist
* OM
(13)
In der Gleichung (13) ist sowohl der Widerstandswert des Widerstandes R1 als auch die Bezugsspannung VR
konstant, und daher ist der Einschaltwiderstand ROfn
eine Funktion der Korrekturspannung Vc.
Vor der vollständigen Öffnung des Verschlusses ist die Korrekturspannung Vc gleich der Bezugsspannung Vs,
und die Schaltungsparameter sind so gewählt, daß der Einschalt-Widerstand R0N7 in diesem Zeitpunkt von
gleicher Größe ist wie der Widerstandswert des Widerstandes R1. Es folgt daher:
Rl
(14)
Der Einschalt-Widerstand A0^2 über Drain und
Source des zweiten Feldeffekttransistors FTl ist gemäß der Gleichung (13) eine Funktion der Korrekturspannung
Vc, und da diese die Summe aus der Bezugsspannung Vs und der Differenzspannung A V11 ist, folgt, daß
der Einschalt-Widerstand R0N2 eine Funktion der Differenzspannung
A V11 ist Da der Verstärkungsfaktor ar des
vom Operationsverstärker OPA gebildeten invertierenden
Verstärkers mit veränderbarem Verstärkungsfaktor als das Verhältnis des Widerstandes R 2 zum Einschalt-Widerstand
äo,y2 dargestellt ist, ergibt sich aus Gleichung
(13):
ben erhält man:
Vc - VT Vs - (VT- 1) VR
Durch Verwenden der Beziehungen Vc
ergibt sich:
ergibt sich:
(JL -λ AL
(15)
\VR
J Rl
[ '
JV11(VT-I)(Vs-VR)
Durch Einsetzen der Gleichung (14) in die Gleichung (IS) und Umschreiben unter Benutzung der Beziehung
Vc= Vs + A VH ergibt sich die folgende Gleichung:
1 +
AVn
VR
Rl
Rl
(16)
Somit ändert sich der Verstärkungsfaktor α mit der Differenzspannung A VH.
Für AVH > 0, oder wenn das Reflexionsvermögen
eines in die Kamera eingelegten bestimmten Films kleiner
ist als das des ersten Vorhangs, folgt aus Gleichung (16), daß der Verstärkungsfaktor «größer als 1 ist. Mit
anderen Worten, das vom Operationsverstärker OPX
gelieferte integrierte Ausgangssignal KOl des Photostroms
ist um das »fache größer als der Wert, der bei Benutzung des Standardfilms erhalten wird. Das verstärkte
Ausgangssignal des Operationsverstärkers OPA gleicht somit eine Reduzierung des integrierten Ausgangssignals
VOX aus, die sich aus dem geringeren Reflexionsvermögens des Films ergibt.
Für A V11 <0, oder wenn das Reflexionsvermögen des
eingelegten Films größer ist als das des ersten Vorhangs, ist der Verstärkungsfaktor α kleiner als 1. Mit anderen
Worten, das integrierte Ausgangssignal VO X des Operationsverstärkers OPX erscheint am Ausgang des Operaiiönsvcrsiärker»
OFA um den Faktor β gegenüber dem
Wert Tür den Standardfilm verkleinert und gleicht somit eine Erhöhung des integrierten Ausgangs VO X aus, die
sich aus dem größeren Reflexionsvermögen des Films ergibt.
Für A V11 - 0, oder wenn das Reflexionsvermögen des
eingelegten Films gleich ist dem des ersten Vorhangs, ist der Verstärkungsfaktor α gleich 1, und folglich
erscheint das integrierte Ausgangssignal VO X am Ausgang des Operationsverstärkers OPA ohne jede Verstärkung
oder Reduzierung.
Es sei beispielsweise angenommen, daß ein Film mit -0,5 Ev benutzt wird, verglichen mit dem Reflexionsvermögen
des Standardfilms oder des ersten Vorhangs; in diesem Falle braucht der Ausgang des Operationsverstärken
OPi nur mit einem Faktor In 2°· - vTkorrigiert
zu werden. Folglich ist der Einschalt-Widerstand Ros2 des Feldeffekttransistors FTl geändert, so daß
Rl
VT
(17)
VTRl
V VR J
RX
(18)
Durch Dividieren beider Seiten der Gleichung (18) durch beide Seiten der Gleichung (14) und Umschrei-Bei
einer praktischen Schaltungsanordnung werden die Schaltungsparameter wie z. B. die Bezugsspannungen
Vs und VR, die Widerstände R X und R1 und die
Kondensatoren Cl und Cl unter Berücksichtigung des h - ^zw-Ansprechverhaltens der Feldeffekttransistoren
FTX und FTl so gewählt, daß A V11, wie durch die
Gleichung (20) definiert, mit dem Differenzausgleichssignal VOlA - VOlBdes Operationsverstärkers OP2
zusammenfiim. Umgekehrt gibt die Korrekturspar;-nungs-Schaltung
2 die Korrekturspannung Vc ab. welche die Gleichung (19) erfüllt, und der integrierte
Ausgang VOX des Operationsverstärkers OPl wird bei der Abgabe durch den Operationsverstärker OPA von
diesem mit einem Faktor VTkorrigiert.
Das korrigierte Ausgangssignal a VOX wird einer
nicht dargestellten automatischen Belichtungssteuerschaltung zugeführt, die mit einem Elektromagneten
verbunden ist, welcher einen zweiten Vorhang in der Aufzugsstellung hält. Sobald der Ausgang a VOX einen
entsprechenden Pegel erreicht, hebt die Steuerschaltung die Haltewirkung des Elektromagneten auf den
zweiten Vorhang auf, so daß der Verschluß geschlossen werden kann. Daraus ergibt sich, daß die Belichtungssteuerung
nicht auf dem integrierten Ausgang VO1 des Operationsverstärkers VO X basiert, sondern vom korrigierten
Ausgang a VOX ausgeht, der das Reflexionsvermögen
eines bestimmten Films berücksichtigt. Somit können Aufnahmen stets mit der richtigen Belichtung
gemacht werden, unabhängig von der Sorte eines in die Kamera eingelegten bestimmten Films.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
55
Die Korrekturspannung Vc, die von der Korrekturspannungs-Schaltung
2 ausgegeben werden muß, damit der Einschalt-Widerstand ROfn mit dem Wert VT R1
zustande kommt, läßt sich aus der Gleichung (13) folgendermaßen ableiten:
Claims (6)
1. Lichtmeßschaltung für eine Kamera mit einem photoelektrischen Wandler zur Lichtmessung und
einem unmittelbar nachgeschalteten Integrator, dadurch gekennzeichnet, daß zur Gewinnung
eines dem Photostrom des Wandlers (.PDl) proportionalen Signals dem Integrator (OPl, Cl)
ein Differenzierglied (OPl, Cl) unmittelbar nachgeschaltet
ist.
2. Lichtmeßschaltung nach Anspruch 1 mit mittenbetonter Lichtmessung, eingebaut in eine Verschlußsteuerschaltung
mit einer Korrekturspannungs-Schaltung zur Korrektur der unterschiedlichen
Reflexionsvermögen des ersten Verschlußvorhangs und der Filmoberfläche, dadurch gekennzeichnet,
ds« die Korrekturspannungs-Schaltung (2)
die Korreküyspannung (Vc) entsprechend der Differenz
zwischen dem Ausgangssignal des Differenzierglieds, das durch das an der Oberfläche des
ersten Vorhangs eines Schlitzverschlusses unmittelbar vor dem Durchgang der Kante des ersten Vorhangs
durch das Zentrum des Bildfeldes (4) reflektransistoren (FTl, FTl) ist, die einen spannungsgesteuerten
veränderbaren Widerstand (RT) bilden, und deren Steuerelektroden miteinander verbunden
sind, wobei der andere Feldeffekttransistor (FTl) mit seiner Drain-Elektrode an den Ausgangsanschluß
der Korrekturspannungs-Schaltung (2), mit seiner Source-Elektrode über einen Widerstand
(R 1) mit dem Bezugspotential der Schaltung und ferner mit dem invertierenden Eingangsanschluß
eines Operationsverstärkers (0P3) und mit seiner Steuerelektrode mit dem Ausgangsanschluß des
Operationsverstärkers (OP3) verbunden ist.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Lichtmißschaltung für eine Kamera gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
Es ist bekannt, in Kameras mit Lichtmessung des an der Filmoberfache reflektierten Lichts Lichtmeßschaltungen
zu verwenden, die direkt einen von einem photoelektrischen Meßgrößenumformer erzeugten Photostrom
integrieren und den integrierten Wert zur auto-
tierte Licht hervorgerufen wirO, und dem Ausgangs- 25 matischen Belichtungssteuerung verwenden. Gegensignal
des Differenzierglieds (OPl, Cl) bildet, das über den ebenfalls bekannten Lichtmeßschaltungen
■ ' mit logarithmischer Kompression, bei der der Photostrom
zunächst in eine logarithmisch komprimierte
durch das an der Filmoberfläche unmittelbar nach dem Durchgang des ersten Vorhangs durch das Zentrum
des Bildfeldes (4) reflektierte Licht hervorgeru-Spannung umgewandelt wird, weisen diese Lichtmeß-
fen wird, uno daß ein Verstärker (OPA, RT) mit ver- 30 schaltungen mit direkter Integration folgende Vorteile
änderbarem Verstärku7igsfak;/r (a) vorgesehen ist, auf:
an dessen Eingangsanrchluß das Ausgangssignal
(VOl) des Integrators (Cl, OPi anliegt, und dessen 1.
Verstärkungsfaktor (a) entsprechend der Korrekturspannung (Vc) der Korrekturspannungs-Schaltung 35 2.
zur einwandfreien Korrektur unterschiedlicher
Reflexionsvermögen der Oberfläche des ersten Vorhangs und der Filmoberfläche veränderbar ist.
an dessen Eingangsanrchluß das Ausgangssignal
(VOl) des Integrators (Cl, OPi anliegt, und dessen 1.
Verstärkungsfaktor (a) entsprechend der Korrekturspannung (Vc) der Korrekturspannungs-Schaltung 35 2.
zur einwandfreien Korrektur unterschiedlicher
Reflexionsvermögen der Oberfläche des ersten Vorhangs und der Filmoberfläche veränderbar ist.
3. Lichtmeßschaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Differenzierglied
einen Differenzierkondensator (C2) aufweist.
4. Lichtmeßschaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgangsan-Schluß
des Differenzierglieds (C2, OPl) mit einer Schaltung zur logarithmischen Kompression (Z)I,
OPl) verbunden ist, und daß ein Photostrom-Ausgangssignal (Is') am Ausgang der Schaltung zur logarithmischen
Kompression (Öl, OPl) als logarithmisch komprimiertes Spannungssignal (VOl)
abgebbar ist.
5. Lichtmeßschaltung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstärker
mit veränderbarem Verstärkungsfaktor (a) einen Widerstand (Rl) aufweist, der zwischen den Ausgangsanschluß
des Integrators (Cl, OfI) und den invertierenden Eingangsanschluß eines Operationsverstärkers
(OP4) geschaltet ist, und einen Feldeffekttransistor
(FTl) aufweist, der mit dem invertierenden Eingangsanschluß und dem Ausgangsanschluß
des Operationsverstärkers (OP4) verbunden ist, und daß der Verstärkungsfaktor (ar) durch Verändern
einer an der Steuerelektrode des Feldeffekttransistors (FTl) anliegenden Spannung entsprechend
der Korrekturspannung (Vc) der Korrekturspannungs-Schaltung (2) einstellbar ist.
6. Lichtmeßschaltung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Feldeffekttransistors (FTl)
einer von zwei monolithisch integrierten FeldetTekt-Die Schaltung ist einfacher, ein Temperaturausgleich
kann entfallen.
Eine entsprechende Ausbildung des Integrators ermöglicht eine gute Linearität im Integrier-Ansprechverhalten
und damit eine Echtzeil-Messung eines veränderlichen Phaiu/troms über einen
großen Bereich. Damit ist mit ein und derselben Schaltung sowohl die Messung eines Blitzes eines
elektronischen Blitzgerätes als auch die Messung des Lichts bei einer Nachtaufnahme möglich.
Darüber hinaus ist bei Lichtmeßschaltungen mit direkter Integration die Ansprechverzögerung vernachlässigbar
klein, so daß spezielle Ausgleichsschaltungen entfallen können.
Andererseits haben Lichtmeßschaltungen mit direkter Photostromintegration die folgenden Nachteile
so gegenüber Lichtmeßschaltungen mit logarithmischer kompression:
Der dynamische Lichtmeßbereich ist kleiner.
Informationen bzw. Daten, die für andere Zwecke, wie zur Anzeige benutzt werden können, z. B. die Größe des Photostroms, können nicht direkt erhalten werden, weil der Photostromausgang nur in Form eines integralen Wertes vorliegt.
Informationen bzw. Daten, die für andere Zwecke, wie zur Anzeige benutzt werden können, z. B. die Größe des Photostroms, können nicht direkt erhalten werden, weil der Photostromausgang nur in Form eines integralen Wertes vorliegt.
Darüber hinaus ist bei bekannten Lichtmeßschaltungen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. wie
sie beispielsweise aus der DE-OS 3008 864 bekannt sind, von Nachteil, daß insbesondere bei der Erzeugung
einer Korrekturspannung für abweichende Reflexionsvermögen der verwendeten Filme ein verhältnismäßig
großer Schaltungsaufwand erforderlich ist. um die Korrekturspannung aus dem integrierten Wert des Photostroms
abzuleiten.
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Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP17676280A JPS57100321A (en) | 1980-12-15 | 1980-12-15 | Photometric circuit |
| JP55180064A JPS57102617A (en) | 1980-12-18 | 1980-12-18 | Reflection photometry device of caemera using focal plane shutter |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3149655A1 DE3149655A1 (de) | 1982-06-24 |
| DE3149655C2 true DE3149655C2 (de) | 1985-01-03 |
Family
ID=26497549
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3149655A Expired DE3149655C2 (de) | 1980-12-15 | 1981-12-15 | Lichtmeßschaltung für eine Kamera |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
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| DE (1) | DE3149655C2 (de) |
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| DE19633553C1 (de) * | 1996-08-20 | 1997-10-30 | Leica Camera Ag | Einrichtung zur Belichtungsmessung |
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1981
- 1981-11-30 US US06/325,728 patent/US4390258A/en not_active Expired - Fee Related
- 1981-12-15 DE DE3149655A patent/DE3149655C2/de not_active Expired
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3149655A1 (de) | 1982-06-24 |
| US4390258A (en) | 1983-06-28 |
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