DE3200943C2 - Vulkanisiervorrichtung - Google Patents

Vulkanisiervorrichtung

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Abstract

Die erfindungsgemäße Vulkanisiervorrichtung umfaßt ein im wesentlichen kreisförmiges Gehäuse (1) aus einem festen Unterteil (2) und einem daran angelenkten Oberteil (3), ein zylindrisches Nabenteil (4), das mit dem Unterteil (2) des Gehäuses (1) verbunden ist und an seinem Umfang Öffnungen (4Δ) zur Gaszirkulation aufweist und als Montagefelge für den Luftreifen dient, eine erste elastische Ringmembran (6), die zwischen dem äußeren Umfang des Nabenteils (4) und dem Umfang (2Δ) des Unterteils (2) des Gehäuses (1) vorgesehen ist, eine zweite elastische Ringmembran (6Δ), die zwischen dem Umfang (31) des Oberteils (3) und einem ringförmigen, fest mit der Innenfläche (3Δ) des Oberteils (3) verbundenen und koaxial zum Nabenteil (4) angeordneten Sitz (3ΔΔ) vorgesehen ist, der einen Felgenrand bildet, wobei der Abstand zwischen den beiden Ringmembranen (6, 6Δ) in Axialrichtung einen Raum für den zu vulkanisierenden Luftreifen (P) vorgibt, Gebläse (8, 13) elektrische Heizwiderstände (9, 14), die mit im Gehäuse (1) vorgesehenen Temperaturfühlern verbunden sind, sowie eine Steuereinrichtung (C) für die Gebläse (8, 13) und/oder die elektrischen Heizwiderstände (9, 14).

Description

— wobei ein zylindrisches Nabenteil, das mit dem Unterteil des Gehäuses verbunden und konzentrisch zum Unteneil ausgebildet ist als Montagefelge für den zu vulkanisierenden Luftreifen dient, und
— zwei elastische Ringmembranen vorgesehen sind, die in einem axialen Abstand voneinander und den innenflächen des Oberteils und des Unterteils auf einem zum Nabenteil koaxialen Sitz angeordnet sind, der einen Felgenrand bildet, wobei der Abstand in Axialrichtung zwischen den Ringmembranen einen Raum für den zu vulkanisierenden Luftreifen einschließt,
dadurch gekennzeichnet,
— daß das zylindrische Nabenteil (4) an seinem Umfang Öffnungen (4') zur Gaszirkulation aufweist,
— daß die Ewei elastischen Rviigmembranen (6, 6') zwischen dem äußerer. Umfang des Nabenteils (4) und dem Umfang (2') de:> Unterteils (2) und dem Umfang (31) des Oberteils (3) des Gehäuses (1) angeordnet sind,
— daß ein Ringraum (10) zwischen dem Unterteil (2) des Gehäuses (1), der ersten Ringmembran (6) und dem Nabenteil (4) sowie ein Ringraum (10') zwischen dem Oberteil (3) des Gehäuses (I). der zweiten Ringmembran (6') und dem ringförmigen Sitz (3") angeordnet ist, wobei die Ringräume (10, 10') über einen Anschluß (10/4, 10B) mit einer Quelle für ein Druckfluid verbindbar sind,
— daß ein Gebläse (8) vorgesehen ist, das koaxial zum Nabenteil (4) angeordnet ist,
— daß ein elektrischer Heizwiderstand (9) ebenfalls koaxial zum Nabenteil (4) angeordnet ist,
— daß ein Gebläse (13) im Scheitelbereich zwischen dem Unterteil (2) und dem Oberteil (3) do Gehäuses (1) mittig zu den beiden Ringmembranen (6,6') vorgesehen ist,
— daß ein elektrischer Heizwiderstand (14) auf der Innenseite des Gehäuses (1) längs seines Umfangs(l') zwischen den beiden Ringmembranen (6,6') vorgesehen ist,
— daß ein durch einen auf das Nabenteil aufgelegten Luftreifen (P) abgeteilter Ringraum (11) zwischen dem Scheitel (Ps) des Luftreifens (P), den beiden Ringmembranen (6, 6') und dem Umfang (V) des Gehäuses (1) über einen Anschluß (1 λ A) mit einer Quelle für ein Druckfluid verbindbar ist,
und
— daß ein radial innerhalb des Ringraums (11) lie-
gender und durch das Innere eines eingesetzten Luftreifens (P) und das Nabenteil (4) begrenzter Innenraum (12), über einen Anschluß (12A^ unabhängig vom Ringraum (11) mit einer Quelle für ein Druckfluid verbindbar ist.
2. Vulkanisiervorrichtung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
Ringmembranen (6, 6'), deren Dicke νοίΐ ihrem Innenumfang zu ihrem Außenumfang hin abnimmt-
3. Vulkanisiervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch
eine Steuereinrichtung (C),
die mit im Gehäuse (1) vorgesehenen Temperaturfühlern verbunden ist
und
die elektrischen Heizwiderstände (9, 14) sowie gegebenenfalls die Gebläse (8,13) steuei t.
Die Erfindung betrifft eine Vulkanisiervorrichtung zum Zusammenvulkanisieren von miteinander in Kontakt stehenden Luftreifenteilen aus vulkanisierbarem Kautschuk unter Druck und Erhitzen mit einer Wärmeträgerflüssigkeit, mit unter Einwirkung eines Druckfluids verformbaren Membranen, mit einem im wesent-
JO liehen kreisförmigen Gehäuse, einem Unterteil und einem am Unterteil angelenten kreisförmigen Oberteil, das auf einem Traggestell befestigt ist, wobei ein zylindrisches Nabenteil, das mit dem Unterteil des Gehäuses verbunden und konzentrisch zum Unterteil ausgebildet ist als Montagefelge für den zu vulkanisierenden Luftreifen dient, und zwei elastische Ringmembranen vorgesehen sind, die in einem axialen Abstand voneinander und den Innenflächen des Oberteils und des Unterteils auf einem zum Nabenteil koaxialen Sitz angeordnet sind, der einen Felgenrand bildet, wo-:.:ei der Abstand in Axialrichtung zwischen den Ringmembranen einen Raum für den zu vulkanisierenden Luftreifen einschließt.
Eine derartige Vulkanisiervorrichtung zeigt die US-PS 37 52 726. Diese bekannte Vorrichtung hat verschiedene Nachteile, die einmal in der Herstellung der Vorrichtung selbst begründet sind und zum anderen ist aber auch die Montage auf den Luftreifen schwierig und bedarf großer Sorgfalt. Es können sich Deformationen einstellen, die beim Schließen der Form zu Quetschrissen führen.
Weiter zeigt die US-PS 41 11 732 eine Vorrichtung zur Runderneuerung von Luftreifen, bei der die Aufheizung mit einer Flüssigkeit erfolgt, was zu einer relativ kompliziert aufgebauten Installation aus Rohrleitungen, Verbindungsstücken, Ventilen und dgl. führt. Ein weiterer Nachteil dieser herkömmlichen Vorrichtung besteht darin, daß sich die verwendeten Membranen nicht nur gegen die Scitenwände von Luftreifen im Grcnzflächen-
M) bereich der zusammenzuvulkanisierenden Teile anlegen, sondern auch an den Laufstreifen des Luftreifens über seine ganze Breite. Bei vorgeformten Laufstreifen mit Nuten kann die Membran, die den Laufstreifen umgibt, den Nutgrund nicht erreichen, so daß der Druck nicht über die gesamte Breite des Laufslreifens konstant ist, was zu einer schlechten Haftung und damit zu Reifenschäden führen kann.
Aus der FR-PS 21 84 515 sind ferner ein Verfahren
32 OO 943
und eine Vorrichtung zur Vulkanisation von Luftreifen bekannt, bei denen Heißluft zur Beheizung verwendet wird, die durch ein auf der Drehachse des Luftreifens vorgesehenes Gebläse in das Reifeninnere eingeblasen wird Ein Nachteil dieser bekannten Vorrichtung besteht darin, daß sie nur Luftreifen einer bestimmten passenden Größe aufnehmen kann, da sie starre Halbformen aufweist Der Umstand, daß die Heißluft ferner nur mit der Reifeninnenwand des Luftreifens in Kontakt kommt bedingt ferner längere Heizzeiten in der Vorrichtung als bei Beheizung auch der Außenwand des Luftreifens.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vulkanisiervorrichtung der eingangs geschilderten Art dahingehend zu verbessern, daß sie leicht herstellbar ist daß die Montage und die Demontage der einzelnen Teile ebenfalls wesentlich erleichtert werden, daß ein ausgezeichnetes Produkt entsteht und daß die Ausschußrate bei der Fertigung wesentlich vermindert wird.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 gelöst
Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung lassen sich die einzelnen Teile ohne Schwierigkeit montieren und demontieren. Die Herstellung der Vorrichtung bereitet keine Probleme, vor allem aber kann mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung unter Verminderung der Ausschußrate ein Produkt geschaffen werden, das nach Aussehen und Qualität ausgezeichnet ist.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezug auf die Zeichnung näher erläutert; es zeigt
F i g. 1 eine Vulkanisiervorrichtung mit einem darin eingesetzten Luftreifen im radialen Querschnitt
sowie
F i g. 2 die Draufsicht auf die Vulkanisiervorrichtung von Fig. 1 in kleinerer Darstellung und ohne eingesetzten Luftreifen.
Das kreisförmige Gehäuse 1 weist ein Unterteil 2 auf, an dem um eint vertikale Achse ein Oberteil 3 angelenkt ist, und ist senkrecht auf einem Untergestell A angeordnet, wie aus F i g. 2 hervorgeht.
Um den zu vulkanisierenden Luftreifen /'aufnehmen zu können, besitzt das Unterteil 2 ein zylindrisches Nabenteil 4, dessen geometrische Achse 5, die gleichzeitig auch die Achsj des Gehäuses insgesamt darstellt waagrecht verläuft. Die Innenfläche 3' des Oberteils 3 weist koaxial zum Nabenteil 4 einen Sitz 3" in Form einer kreisförmigen Rippe auf, deren Innendurchmesser etwa dem Außendurchmesser de;; Nabenteils 4 entspricht. Zur Aufnahme von Luftreifen, deren Wulste P'" einen größeren Durchmesser als das Nabenteil 4 aufweisen, können (nicht dargestellte) Zwischenringe zwischen die Wulste und das Nabenteil eingesetzt werden.
Zwischen dem Umfang 2' des Unterteils 2 und dem Nabenteil 4 erstreckt sich eine Ringmembran 6. die insgesamt parallel zum Unterteil 2 sowie in einem Abstand dazu verläuft; zwischen dem Umfang 31 des Oberteils 3 und dem ringförmigen Sitz 3" erstreckt sich eine weitere Ringmembran 6', die insgesamt parallel zu dem Oberteil 3 sowie in einem Abstand dazu verläuft. Die Ringmembranen 6 und 6' liegen einander in einem Abstand gegenüber, der etwa der größten axialen Breite des Luftreifens P entspricht. Der Zwischenraum /wischen den beiden Membranen stellt den Raum zur Aufnahme des Luftreifens dar.
Das Nabenteil 4 weist an - einem Umfang Öffnungen 4' auf, durch die das Innere des Luftreifens P mit dem Raum 4" des Nabenteils 4 in Verbindung steht der durch dessen Umfang und zwei zur Mittelebene X-X' des Gehäuses parallele Wände 7, 7' begrenzt ist. In diesem Raum 4" befinden sich ein koaxial zum Nabenteil angeordnetes Gebläse 8 sowie Heizwiderstände 9.
Der Ringraum 10 zwischen der Ringmembran 6, dem Unterteil 2 des Gehäuses 1, dem Umfang 2' des Unterteils und dem Nabenteil 4 sowie der Ringraum 10' zwisehen der anderen Ringmembran 6', dem Oberteil 3, dem Umfang31 des Oberteils3 sowie dem ringförmigen Sitz 3" sind über Anschlüsse 10/4 bzw. iOB mit einer Quelle für ein Druckfluid verbindbar, mit dem die Ringmembranen 6, 6' gegen den Luftreifen P angelegt werden können.
Wenn sich ein Luftreifen P auf dem Nabenteii 4 zwischen den Ringmembranen 6,6' befindet, unterteilt sein Scheitel Ps den Raum zwischen den bsiiden Ringmembranen und dem Umfang Γ eines Gehäuses 1 in einen Ringraum 11 und einen Innenraum 12. Der Ringraum 11 ist kreisförmig und grenzt an den Ur/-.ng Γ an, während der !iinenraum 12 radial innerhalb des Scheitels Ps des Luftreifens fliegt und mit dem Raum 4" des Nabenteils 4 in Verbindung steht Der Ringraum 11 sowie der Innenraum 12 sind unabhängig voneinander über Anschlüsse \*-A bzw. 12/4 mit einer Quelle für ein Druckfluid verbindbar.
Im Scheitelbereich des Ringsraums 11 ist radial innerhalb eines Heizwiderstands 14, der sich bei diesem Ausführungsbeispiel über den ganzen Umfang des Gehäuses 1 erstreckt, ein Gebläse 13 vorgesehen.
Um zu verhindern, daß die Aufheiztemperatur im oberen Teil des Ringraums 11 nicht erheblich höher ist als in seinem unteren Teil, ist zwischen dem Heizwiderstand 14 und dem Scheitel Ps des Luftreifens P eine Hitzeschutzwand 15 eingeschaltet, die Öffnungen 15' aufweist, deren Anzahl und/oder Abmessungen vom oberen Teil (oberer Mittelbereich) zum unteren Teil (unterer Mittelbereich) des Ringraums 11 hin zu: chmen.
Die Gebläse 8 und 13 und/oder die Heizwiderstände 9 und l"i.sind ferner mit einer Steuereinrichtung C (Thermostaten-Reglerkasten) verbunden, die die Gebläse und/oder die Heizwiderstände je nach den von (nicht dargestellten) Temperaturfühlern, die mit dem Eingang E der Steuereinrichtung C verbunden sind, erfaßten Temperaturen im Scheitelbcreich sowie im unteren Bereich des Ringraums 11 und des Innenraums 12 steuert. Um eine gute Anlage der elastischen Ringmembranen 6, 6' an der Karkasse P" und den Rändern des Laufstreifens P'des Luftreifens P unter der Einwirkung des Drucks des in die Ringräume 10, 10' eingeführten Druckfluids zu gewährleisten, ist es vorteilhaft, daß die Ringmerribranen in dem Bereich, der mit der Zone, längs deren die Ränder des Laufslreifens P'des Luftreifens an seiner Karkasse P"aa!':cgen, in Kontakt kommt «ό dünn wie möglich sind.
Im Gegensatz dazu ist es zweckmäßig, daß die Ringmembranen, wie aus F i g. I hervorgeht, in dem Bereich
bo der Wülste f""des Luftreifens dicker sind, um den verschiedenartigen Beanspruchungen in diesem Bereich besser widerstehen zu können.
Um ein formschlüssiges Anliegen der beiden Ringmembranen an der Außenform der Karkasse P" des Luftreifens zu erzielen, ist erfindungsgemäß ferner vorgesehen, daß einerseits tiire radiale Dicke zwischen ililem äußeren und ihrem inneren Umfang größer ist als die Differenz D zwischen dem Radius R des Bereichs
32 OO
ihrer Befesligung am Außenumfang und dem Radius r des Bereichs ihrer Befestigung am mnenumfang; andererseits kann hierzu ein an sich bekanntes (und nicht dargestelltes) Unterdrucksystem, das mit einer Vakuumquelle verbunden ist. zwischen den Ringmernbranen und den Seitenwänden P" des Luftreifens fin der vom Innenumfang und vom Außcnumfang des Luftreifens vorgegebenen Oberfläche bis zur Grenze der Ränder des Laufstreifens P' vorgesehen sein, die einen Abdichtbereich bilden. Hierzu kann ferner in an sich bekannter Weise ein Textilband verwendet werden, das innerhalb der Membranen 6 bzw. 6' auf die Seitenwiinde des Luftreifens aufgelegt wird.
Der auf dem Nabenteil 4 zwischen den beiden Ringmembranen 6, 6' aufgesetzte Luftreifen P wird zum ei- r> nen am Außenumfang seines Scheitels Ps mit Heizgas, das vom Heizwiderstand 14 und vom Gebläse 13 stammt, sowie /um anderen an seiner Innenwand mit Heizgas beheizt, das vom Heizwiderstand 9 und vom Gebläse S kuiiimi. wobei die Riiigrüuine iO, iO' und der jo Ringraum 11 auf einem Druck gehalten werden, der etwa gleich den Druck ist. der im Inneriraum 12 herrscht.
Wenn die Beheizung des Luftreifens beendet ist, wird im gesamten Innenraum des Gehäuses wieder Atmosphärendruck eingestellt, so daß das Oberteil 3, an dem die Ringmembran 6' befesiigt ist, aufgeklappt werden kann. Der Luftreifen /'kann dann vom Nabenteil 4 abgenommen werden, worauf ein anderer Luftreifen darauf befesiigt werden kann.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
-15

Claims (1)

32 OO 943 Patentansprüche:
1. Vulkanisiervorrichtung
zum Zusammenvulkanisieren von miteinander in Kontakt stehenden Luftreifenteilen aus vulkanisierbarem Kautschuk unter Druck und Erhitzen mit einer Wärmeträgerflüssigkeit, mit unter Einwirkung eines Druckfluids verformbaren Membranen,
mit einem im wesentlichen kreisförmigen Gehäuse,
einem Unterteil und
einem am Unterteil angelenkten kreisförmigen Oberteil, das auf einem Traggestell befestigt ist,
DE3200943A 1981-01-14 1982-01-14 Vulkanisiervorrichtung Expired DE3200943C2 (de)

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