DE3201438C2 - Aktionsanlage für Werbe- oder Spielzwecke - Google Patents
Aktionsanlage für Werbe- oder SpielzweckeInfo
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Abstract
Mit der Erfindung wird eine Aktionsanlage für Werbe- oder Spielzwecke beschrieben, mit einem einachsigen, kreiselartig bewegbaren Fahrzeug, das mit seiner Achse an zwei mindestens auf einem Teil ihrer Länge parallel zueinander verlaufenden Führungsschienen magnetisch haftet und läuft. Erfindungsgemäß wird das Fahrzeug dadurch angetrieben, daß für die Führungsschienen eine Antriebsvorrichtung vorgesehen ist, über die die Führungsschienen angetrieben werden, so daß das einachsige Fahrzeug mit seiner Achse auf den Führungsschienen läuft. Das Fahrzeug kann dann aus der Bewegung der Führungsschienen Energie aufnehmen, ohne daß es selbst einen Antrieb für seine Achse benötigt. Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind die Führungsschienen zu einer Wendelschiene zusammengeschlossen und werden von der Antriebsvorrichtung zu einer Schwenkbewegung angeregt. Das Fahrzeug führt dabei eine ständige Auf- und Abbewegung auf der Wendelschiene aus.
Description
Die Erfindung betrifft eine Aktionsanlage für Werbeoder
Spielzwecke, mit einem einachsigen, kreiselartig bewegbaren Fahrzeug, das mit seiner Achse an zwei
mindestens auf einem Teil ihrer Länge parallel zueinander verlaufenden Führungssbahnen magnetisch
haftet und läuft.
Aus der DE-OS 29 22 648 ist eine derartige Aktionsanlage für Werbezwecke bekannt. Bei der dort
beschriebenen Aktionsanlage wird das Fahrzeug mittels eines Elektroantriebes bewegt. Die Stromzuführung zu
dem Fahrzeug erfolgt über die Fahrzeugachse und die Führungsbahnen für das Fahrzeug, die als Stromführungsschienen
ausgebildet sind. Um den erzielbaren Werbeeffekt möglichst groß zu halten, wird die
Stromführung mit im Inneren der Laufbahnen verlegten
Kabeln vorgenommen, die an einzelne, gegeneinander isolierten Abschnitten der Laufbahn verlötet werden.
Das kreiselartige Fahrzeug selbst ist mit einem Elektromotor versehen und besitzt zwei gegeneinander
verdrehbare Hälften, so daß der Elektromotor nach Strombeaufschlagung der Führungsschienen Ober die
Achsen die beiden Hälften des Fahrzeuges gegeneinander in eine Drehbewegung versetzt, wodurch das
Fahrzeug anfängt, sich entlang der Führungsschienen kreiselartig zu bewegen. Es hat sich gezeigt, daß eine
solche Aktionsanlage für Werbezwecke sehr geeignet ist, jedoch den Nachteil besitzt, daß ihre Herstellung
relativ teuer ist, insbesondere die Herstellung der in
Abschnitte, die gegeneinander isoliert sind, unterteilten Führungsschienen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Aktionsanlage der genannten Art mit wesentlich
einfacheren Mitteln und geringeren Kosten zu realisieren, so daß sie beispielsweise auch für Spielzwecke
Verwendung finden kann.
Die Erfindung besteht darin, daß für die Führungsschienen eine Antriebsvorrichtung vorgesehen ist, über
die die Führungsschienen derart angetrieben werden, daß das einachsige Fahrzeug mit seiner Achse auf den
Führungsschienen läuft Der Antrieb des Fahrzeuges erfolgt dadurch mechanisch, so daß alle für einen
elektrischen Antrieb notwendigen Teile entfallen können. Das Fahrzeug kann dann als einfacher Kreisel
aufgebaut werden, mit einer magnetischen Achse, die an den Führungsschienen haftet Die Kreiselflächen können
beispielsweise aus Kunststoffmaterial hergestellt und auffallend bunt bemalt werden. Auch die Führungsschienen
können als einfache Drahtschiener» ausgebildet sein, so daß sie ebenfalls sehr billig hergestellt und
entsprechend der gewünschten Bahn gebogen werden können.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform werden die Führungsschienen von einer ihrer Form nach bekannten,
wendelförmig ausgebildeten, durchlaufenden Schiene (Wendelschiene) gebildet, die an einer im Zentrum
der Windungen (Führungsschienen) der Wendel angeordneten Stützsäule gehalten ist, wobei an dem
fußseitigen Ende der Stützsäule die Antriebsvorrichtung angreift Jeweils zwei benachbarte Windungen der
Wendelschienen stellen dann die Anlagepunkte der Achse des Fahrzeuges dar, so daß dieses bei einem
entsprechenden Antrieb der Wendelschiene die Stätzsäule spiralförmig umkreist, wobei sich eine auf- und
absteigende Bewegung des Fahrzeugs ergibt, die geeignet ist, als Blickfang in einem Schaufenster die
Aufmerksamkeit der Betrachter auf sich zu lenken, oder aber für Kinder einen Anreiz zum Spielen gibt.
Ein geeigneter Antrieb der Wcndelschiene ist möglich, wenn zwischen dem Angriffspunkt der
Antriebsvorrichtung und der letzten, dem fußseitigen Ende der Stützsäule zugewandten Führungsschiene der
Wendelschiene eine Schwenklagerung für die Wendelschiene vorgesehen ist. Durch eine Schwenkbewegung
der Wendelschiene kann dem kreiselartigen Fahrzeug Energie zugeführt werden, so daß es ätieh eine
aufsteigende Bewegung entlang der Windungen ausführen kann.
Die Antriebsvorrichtung umfaßt in vorteilhafter Weise einen Elektromotor und eine Antriebsscheibe, die
über eine Schlupfkupplung mit dem Elektromotor verbunden ist. Der F'-ektromotor kann mit einer
Batterie oder über ein Netzteil gespeist werden und treibt dann eine Antriebsscheibe über die Schlupfkupplung
an. Die Schlupfkupplung bietet insbesondere dann Vorteile, wenn der Antriebssinn der Antriebsschiene für
eine auf- und absteigende Bewegung des Fahrzeugs beibehalten werden soll, da dieses an den Wendepunkten
die Drehrichtung gegenüber der Antriebsscheibe ändert und der dadurch auf die Wendelschiene
übertragene Rückstoß so aufgenommen werden kann, daß die Koordination der Schwenkbewegung der
Wendelsdiiene mit der Drehbewegung des Fahrzeugs
ίο beibehalten wird.
Wenn der Fuß der Stützsäule exzentrisch zum Antriebsscheibenmittelpunkt in einem Stützkugellager
abgestützt ist und als Schwenklager eine koaxial über der Antriebsscheibe in eine Halterung eingebrachte
Durchgangsbohrung dient, durch die die Stützsäule gesteckt und in das Stützkugellager auf der Antriebsscheibe
eingeschoben wird, läßt sich der Schwenkantrieb der Wendelschiene einfach verwirklichen. Zur
Festlegung der Stützsäule in dem Sinne, daß diese keine
Drehung um ihre Achse vollführe, sondern lediglich geschwenkt wird, kann an der Stützsäule ein Fixierten
ausgebildet sein, daß in eine zweite, in der Halterung eingebrachte längliche Bohrung eingreift
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird der Abstarvd zwischen dem Schwenklager und der Antriebsscheibe
so bemessen, daß der Winkel, den die Stützsäule mit der verlängerten Achse durch den Antriebsscheibenmittelpunkt
und die Durchgangsbohrung bildet, (Schwenkwinkel) größer als der Steigungswinkel der
Wendelschienenwindungen wird. Es ist dann möglich, durch die Schwenkbewegung der Wendelschiene bei
einer Aufwärtsbewegung des Fahrzeugs die jeweils parallelen Führungsschienen in eine solche Lage zu
schwenken, in der sie eine abwärts geneigte Bahn für das Fahrzeug darstellen, so daß diese auch durch die
Schwerkraft angetrieben wird und eine ansteigende Bewegung ausführt.
Die Herstellung der Wendelschiene und eier Suitzsäu-Ie
ist dann besonders einfach, wenn die Wendelschiene und die Stützsäule von einem durchgehenden magnetischen
Drahtmaterial gebogen sind. In an sich bekannter Weise wird die Wendelschiene dabei so gebogen, daß
der Abstand an den oberen Endabschnitten der Wendelschiene größer als im Bereich der parallel
zueinander verlaufenden Windungen ausgebildet ist. Der Abstand wird dabei zumindest so vergrößert, daß er
ein Wechseln des Fahrzeugs von der Außenseite auf die Innenseite bzw. umgekehrt ermöglicht, d. h. also, dieser
Abstand erweitert sich mindestens so, daß er größer als die Länge der Fahrzeugachse wird. Durch diese an sich
bekannte Maßnahme wird dann auch bei dieser Aktionsanlage sichergestellt, daß das Fahrzeug am
V'enu'epunkt seinen Rotationssinn beibehält, den
Drehsinn gegenüber der Wendelschiene aber ändert.
Damit ist eine durchgehende Auf- und Abbewegung
möglich.
Es genügt, die Antriebsscheibe mit gleichbleibendem Drehsinn anzutreiben. Dies geschieht dann so, daß dem
Fahrzeug zur Aufwärtsbewegung Energie zugeführt wird, was dann möglich ist, wenn die Schwenkrichtung
der Wendelschiene mit der Umlpufrichtung des Fahrzeugs gleichsinnig ist Bei der Aufwärtsbewegung·
wird das Fahrzeug so auf die Wendelschienen gesetzt, daß es am Außenunfang der Wendelschienen umläuft
Erreicht es den Umkehrpunkt am oberen Ende der Wendelschiene, so wechselt es auf die Innenseite der
Windungen und läuft dann entgegen der Schwenkrichtung der V/endelschiene, so daß es aus der Schwenkbe-
wegung keine Energie aufnimmt. Da jedoch das Gefälle an den Innenflächen der Wendelschiene größer als an
den Außenflächen ist (der zurückgelegte Weg für eine bestimmte Höhe ist geringer) bewirkt allein die
Schwerkraft und die Trägheit des Fahrzeuges, daß dieses sich bis zum unteren Umkehrpunkt bewegt. Es
können aber auch nahe den Umkehrpunkten des Fahrzeugs Schaltkontakte vorgesehen sein, die in
Wechselschaltung oder über ein Relais den Elektromotor am oberen Umkehrpunkt aus und am unteren
Uinkehrpunkt im selben Drehsinn wieder einschalten, wodurch das Fahrzeug nach oben befördert wird. Diese
Maßnahmen können beispielsweise dann vorteilhaft sein, wenn die Antriebsvorrichtung aus einer Batterie
gespeist wird, weil damit die Lebensdauer der Batterie verlängert werden kann.
Zur Erhöhung des mit der Aktionsanlage erzielbaren Effekts können auch zwei in Länge, Steigung und
Durchmesser völlig gleiche Wenucischieneri mit ihren
Enden um 180° versetzt in die Stützsäule einmünden, die
damit eine Doppelspirale mit zwei getrennten Spuren bilden, auf welchen zwei Fahrzeuge bewegt werden
können. In einer vorteilhaften Weiterbildung können dabei die jeweiligen Enden einer Wendelschiene
gegenüber der anderen Wcndclschiene elektrisch isoliert sein, so daß die Wendelschienen mit Strom
beaufschlagt werden können. Dann ist es möglich, die Fahrzeuge beispielsweise mit Glühbirnen auszurüsten
und zu beleuchten. Auch ergibt sich dadurch die Möglichkeit, Fahrzeuge anzusetzen, die durch Aufnahme
von Strom aus den beiden Wendelschienen bewegt werden, ohne daß hierzu komplizierte Innenverlötungen
an der Wendelschiene vorgenommen werden müßten. In diesem Falle kann die Antriebsvorrichtung
für die Wendelschienen auch abgeschaltet werden. Die Fahrzeuge können sich dann infolge der Stromzuführung
zu den. Wendelschienen durch ihren Eigenantrieb bewegen. Es ist dann auch denkbar, mehrere durch
Diodenschaltung getrennt steuerbare, auch beleuchtbare Kreiselfahrzeuge anzusetzen, so daß ein Spielen im
Sinne einer Rennbahn möglich wird. Wenn die so gebildete Doppelwendelschiene über eine Antriebsvorrichtung
mit Schlupfkupplung betrieben wird, ist darauf zu achten, daß die beiden angesetzten Fahrzeuge einen
symmetrischen Lauf nehmen, d. h. das eine Fahrzeug einen oberen Umkehrpunkt erreicht, wenn das andere
Fahrzeug den unteren Umkehrpunkt erreicht hat. Wenn anstelle der Schlupfkupplung eine feste Schwenkbewegungsübertragung
auf die Wendelschienen erfolgt, und eine Schwungmasse mit dem Antrieb zusammenwirkt,
können die Fah; zeuge durch ihr Eigengewicht eine gleichförmige Spiralschwenkung nicht rhythmisch beeinflussen.
Der Standort beider Fahrzeuge zueinander ist dann beliebig. Günstig ist dabei dann auch, wenn
anstatt einem runden Drahtmaterial für die Wendelschienen ein Flachbanddrahtmaterial verwendet wird,
da dessen Bandbreite so gewählt werden kann, daß es etwas mehr als das Maß zweier Magnetspitzenlängen
(Spitzen der Fahrzeugachsen) betragen kann. Dadurch wird zuverlässig eine Berührung sich überholender
Fahrzeuge auf benachbarten Spuren vermieden.
Zweckmäßig ist es, die Antriebsvorrichtung auf einer Grundplatte in einem Gehäuse zu befestigen, wobei die
Antriebsscheibe in einer zur Grundplatte parallelen Ebene umläuft und die Stützsäule aus dem Gehäuse
herausragt Dann kann das Gehäuse entsprechend verziert werden, beispielsweise mit Mustern beklebt
werden, so daß dem Betrachter der Antrieb nicht sichtbar ist. Wenn die Aktionsanlage dann aufgestellt
wird, ragt die Stützsäule mit den Wendelschienen unter Bildung des Schwenkwinkels zur Vertikalen nach oben
aus dem Gehäuse heraus. Es kann aber auch vorgesehen sein, das Gehäuse an einem Ständer in einer bestimmten
Höhe zu befestigen, und die Stützsäule mit den Wendelschienen nach unten aus dem Gehäuse herausragen
zu lassen.
Zur Realisierung der Schlupfkupplung kann im ίο einfachsten Fall ein Gummiring verwendet werden.
Die Merkmale und Vorteile der Erfindung werden im folgenden anhand der in den Figuren dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert und beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Aktionsanlage in perspektivischer Darstellung,
Fig. 2 eine mögliche Betriebsart der Aktionsanlage
und
ι lg.«/ «.tut» rtivtiviijuniugi. tut* a-*isppw*«-tit*«.,.»«.,,««.*·%..
Die Aktionsanlage ist in Fig. I im ganzen mit 1 bezeichnet und besteht im wesentlichen aus dem
kreiselartig sich bewegenden, einachsigen Fahrzeug 2, der Wendelschiene 3 und einer Antriebsvorrichtung 6
für die Wendelschiene 3. Die einzelnen Windungen der Wendelschiene 3 stellen die Führungsschienen 3a bis 3e
für das Fahrzeug 2 dar und verlaufen in einem Abstand a2 parallel zueinander. An den Endbereichen der
Wende! .chiene wird der Abstand a\ zwischen der
letzten Windung und der jeweils benachbarten so groß gewählt, daß die Achse 2a des Fahrzeugs 2 von der
Außenseite auf die Innenseite (bzw. umgekehrt) der Wendelschiene gelangen kann, d. h. der Abstand a\ muß
größer als die Länge der Fahrzeugachse 2a bemessen sein. Die Wendelschiene 3 ist einstückig mit einer im
Mittelpunkt der Windungen verlaufenden Stüizsäule 4 hergestellt, an deren fußseitigen Ende Aa die Antriebsvorrichtung
6 angreift.
Die Antriebsvorrichtung 6 ist auf einer Grundplatte 5 befestigt und besteht aus einem Elektromotor 9, der
über einen Gummiring 12 eine Antriebsscheibe 7 antreibt, auf der das fußseitige Ende 4a der Stützsäule 4
in einem Stützkugellager 8 mit der Stützkugel 16 abgestützt und geführt isL Die Halterung 10 besitzt eine
Bohrung 13, die koaxial mit der Antriebsscheibenachse angeordnet ist und durch die die Stützsäule 4 gesteckt
wird. Diese Durchgangsbohrung 13 dient als Schwenklagerung für die Wendelschiene 3. Um eine Drehung der
Stützsäule 4 um ihre eigene Achse zu verhindern, ist an der Stützsäule 4 ein Fixierteil 15 angebracht, welches in
eine zweite längliche Bohrung 14 in der Halterung 10, die geschnitten gezeigt ist, gesteckt ist. Damit kaiin die
Wendelschiene 3 zwar eine Schwenkbewegung, jedoch keine Drehung um die Achse der Stützsäule 4 ausführen.
Die Halterung 10 kann einstückig mit einem Sockel 10a versehen sein, der eine Bohrung für eine Batterie 11 für
den Antrieb des Motors aufweist. Der Motor könnte natürlich ebenso über ein Netzteil betrieben werden.
Der Abstand b zwischen der Halterung 10 und dem Auflagepunkt des fußseitigen Endes 4a der Stützsäule 4
ist so gewählt, daß der Schwenkwinkel α größer als der Steigungswinkel β der Führungsschienen 3a bis 3e der
Wendelschiene 3 wird.
Zur Inbetriebnahme wird der Elektromotor 9 in Gang gesetzt so daß sich die Antriebsscheibe 7, beispielsweise
in Drehrichtung D dreht Die Wendelschiene 3 führt dann eine Schwenkbewegung aus, deren Drehsinn durch
Pfeile in der Kurve S, die die vom oberen Ende des Stützfußes 4 durchlaufene Bahn beschreibt dargestellt
32 Ol
ist. Das Fahrzeug 2 kann nun mit seiner mindestens an
den beiden Endbereichen aus permanentmagnetischem Material hergestellten Achse la an die aus magnetischem
Material hergestellte Wendelschiene 3 gesetzt werden und von Hand in eine Rotationsbewegung in die
Rotationsrichtung R versetzt werden. Dadurch läuft das Fahr^ug 2 an den Außenflächen der Führungsschienen
in Richtung zum oberen Ende der Wendelschiene 3. Wenn der Schwenkwinkel <x nun größer als der
Steigungswinkel β gewählt ist, stellt .sich für das Fahrzeug auch bei einer an sich erfolgenden Aufwärtsbewegung
in Richtung zum oberen Ende der Wendelschiene ein Gefälle für das Fahrzeug ein, so daß dieses
schon aufgrund der Schwerkraft steigt. Zusätzlich erfährt es aber noch eine Beschleunigung durch die '5
Schwenkbewegung der Wendelschiene, so daß bei einer Schwenkung der Wendelschiene 3 im angedeuteten
Sinn die Abrollbewegung mit der Rotationsrichtung R unterstützt wird. Erreicht das Fahrzeug 2 den Bereich, in
dem die Führungsschiene 3a gegenüber der Führungsschiene 3b den erweiterten Abstand a\ besitzt, so
wechselt das Fahrzeug auf die Innenseite der Wendelschiene und behält dabei seine Rotationsrichtung R bei.
Dabei ändert sich aber der Bewegungssinn gegenüber der Wendelschiene, d. h. die Abwärtsbewegung des
Fahrzeugs 2 erfolgt gegensinnig zur Schwenkrichtung. Während dieser Abwärtsbewegung kann, wenn die
Schwenkbewegung der Wendelschiene beibehalten wird, das Fahrzeug 2 keine Energie aus der Schwenkbewegung
aufnehmen, es rollt jedoch infolge der Schwerkraft und seines erhaltenen Drehimpulses bis
zum unteren Umkehrpunkt.
Dadurch, daß der Antrieb der Antriebsscheibe 7 über eine Schlupfkupplung (Gummiring 12) vorgenommen
wird, kann während der Abwärtsbewegung des Fahrzeugs 2 die Wendelschiene 3 eine durch das
Gewicht und bei der Änderung des Drehsinns im oberen Umkehrpunkt eingeleitete elliptische Bewegung ausführen.
Die Bremswirkung durch Beibehaltung der Drehrichtung der Wendelschiene während der Abwärtsbewegung
des Fahrzeugs 2 bleibt dadurch vernachlässigbar. Am unteren Umkehrpunkt wechselt
die Achse 2a des Fahrzeugs 2 unter Beibehaltung der Rotationsrichtung R wieder auf die Außenseite der
Wendelschiene und kann wegen des nunmehr wieder *5 übereinstimmenden Umlaufsinns mit der Schwenkrichtung
Energie aus der Schwenkbewegung aufnehmen und wird dadurch nach oben befördert. Somit ergibt sich
eine auf- und absteigende, durchgehende Bewegung des Fahrzeugs 2, die geeignet ist, die Aufmerksamkeit eines
Betrachters zu wecken, wenn eine solche Aktionsaniage beispielsweise in einem Schaufenster aufgestellt ist.
Auch wird dadurch der Spieltrieb angeregt In der Nähe des oberen und unteren Umkehrpunktes können auch,
ohne daß dies hier gezeigt ist, Umschaltkontakte vorgesehen sein, über die der Motor 9 abgeschaltet bzw.
zugeschaltet wird, wenn das Fahrzeug am oberen bzw. unteren Umkehrpunkt angelangt ist.
Eine Betriebsmöglichkeit der Aktionsaniage ist in Fig.2 gezeigt Die Antriebsvorrichtung ist in einem
Gehäuse 17 untergebracht welches auf Stützfüßen 18 in einer von der Wendelschiene 3 abhängigen Höhe
gehalten wird. Der Stützfuß und die Wendelschiene 3 ragen nach unten aus dem Gehäuse 17 heraus und
werden in dem angegebenen Sinne angetrieben. Das S5
Fahrzeug führt dann die anhand der in F i g. 1 beschriebene Bewegung aus. Die Flächen des Gehäuses
17 können dann beispielsweise auch als Werbeflächen verwendet werden.
In Fig.3 ist eine weitere, erfindungsgemäße Führungsbahn
dargestellt, die aus zwei in eine Stützsäule 4 um 180° versetzt einmündenden Wendelschienen 20
und 21 besteht. Die beiden Wendelschienen 20 und 21 sind in Länge, Steigung und Durchmesser völlig gleich.
Dadurch wird eine Doppelspirale mit zwei getrennten Spuren gebildet, auf welcher zwei Fahrzeuge 23 und 24
bewegt werden können. Die beiden Fahrzeuge 23 und 24 werden möglichst gleichzeitig nach Einschalten der
Schwenkvorrichtung, die dank ihrer Schlupfkupplung von Hand am oberen Stützsäulenende angehalten
werden kann, angesetzt und synchron in Lauf gebracht. Für den Synchronlauf ist zu beachten, daß ein Fahrzeug
23 kurz nach dem oberen Umkehrpunkt innenseitig und das andere Fahrzeug 24 kurz nach dem unteren
Umkehrpunkt außenseitig angesetzt wird, wie dies in der Zeichnung angedeutet ist. Die beiden Fahrzeuge
umkreisen danach die Doppelspirale mit einander entgegengesetzten Richtungen. Sie gelangen dann
praktisch gleichzeitig zu den entgegengesetzten Umkehrpunkten, die jeweils in Flucht entlang den Linien U\
bzw. Ui liegen. Die Schlupfkupplung unterstützt dabei
den rhythmischen Schwenklauf der Doppelspirale synchronisierend. Der Rhythmus folgt der Schwerkraft
der wechselweise um 180° versetzten Begegnungsmomente beider Fahrzeuge diesseits und jenseits der
Doppelspirale, die so konstruiert ist, daß die Umkehrpunkte am oberen bzw. unteren Ende gegensätzliche
Spuren einschließen.
In Funktion begegnen sich im mittleren Bereich der Doppelspirale unmittelbar die unteren und oberen
Magnetachsenenden beiderseits einer Drahtstelle. Um in diesem Moment eine Verminderung der magnetischen
Haftung zu vermeiden, wird durch Markierung der Pole ermöglicht, daß sich immer gegensätzliche Pole
begegnen, so daß sie sich im Begegtiungsmorneni zwar
anziehen, jedoch nicht bremsen. Ein Abstoßen und damit ein eventuelles Herausfallen eines Fahrzeugs wird
dadurch verhindert.
Wie in F i g. 3 ebenfalls angedeutet ist, sind die beiden Wendelschienen 20 bzw. 21 gegeneinander an den
Isolationsstellen 22 elektrisch isoliert. Dies ermöglicht zum einen eine Stromzufuhr zu den Wendelschienen, so
daß beispielsweise an den Fahrzeugen angebrachte Glühbirnen o. dgl. zum Aufleuchten gebracht werden
können. Es können aber auch ein oder mehrere Fahrzeuge angesetzt werden, die einen eigenen Antrieb
aufweisen, so daß in diesem Falle die Stützsäule 4 nicht angetrieben zu werden braucht. Die Doppelspirale kann
dann auch dem Schwenkmechanismus entnommen werden und mit dem unteren Säulenende in einen festen
Fuß eingebracht werden.
Die Aktionsaniage ist mit allen Ausführungsformen sehr billig herstellbar, die Wendelschiene 3, 20 und 21
und der Stützfuß können einstückig aus einem Drahtmaterial, im Falle der Ausführungsform nach
Fig.3 vorzugsweise aus einem Flachbandmaterial, gebildet werden, auch die Antriebsvorrichtung läßt sich
mit einfachsten Mitteln realisieren, so daß die gesamte Anlage sehr billig hergestellt werden kann. Die
Fahrzeuge 2, 24 und 23 können aus einem einfachen Grundkörper bestehen, der von der Achse 2a durchsetzt
wird. Wenn zwei Fahrzeuge an einer Doppelwendelsehiene nach Fig.3 über einen Schlupfkupp'ungsantrieb
bewegt werden sollen, sollten die Fahrzeuge in Größe, Form und Gewicht völlig gleich sein. Die Körper
können dann beispielsweise zentrisch axial mit je einer
Bohrung versehen sein, die in ihrer Mitte einen Dauermagneten aufnehmen kann, der dann beiderseits
zum Anschlag eingepreßte Achsspitzen, vorzugsweise aus Eisen, magnetisiert. Die Spitzen können dabei leicht
konisch verlaufen, was nicht näher gezeigt ist. In allen Fällen können die Flächen des Grundkörpers, um eine
besondere Wirkung zu erzielen, beispielsweise mit
10
Leuchtfarben oder anderen optisch auffallenden Verzierungen versehen sein.
Natürlich ist es auch möglich, auf einen elektrischen Antrieb der Antriebsscheibe zu verzichten und an dieser
beispielsweise eine Handkurbel anzubringen, so daß auch damit die Fahrzeuge angetrieben werden können.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (18)
1. Aktionsanlage für Werbe- oder Spielzwecke, mit einem einachsigen, kreiselartig bewegbaren
Fahrzeug, das mit seiner Achse an zwei mindestens auf einem Teil ihrer Länge parallel zueinander
verlaufenden Führungsschienen magnetisch haftet und läuft, dadurch gekennzeichnet, daß
für die Führungsschienen (3a bis 3e) eine Antriebsvorrichtung (6) vorgesehen ist, über die die
Führungsschienen (3a bis 3e) derart angetrieben werden, daß das einachsige Fahrzeug (2) mit seiner
Achse (2a) auf den Führungsschienen (3a bis 3e) läuft
2. Aktionsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschienen (3a bis
3e) von einer ihrer Form nach an sich bekannten, wendelförmig ausgebildeten, durchlaufenden Schiene
(Wendelschiene 3) gebildet werden, die im Zentrum <fecr Windungen der Wendel an einer
angeordneten Stützsäule (4) gehalten ist und daß an
dem fußseitigen Ende (4a) der Stützsäule (4) die Antriebsvorrichtung (6) angreift
3. Aktionsanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Angriffspunkt
der Antriebsvorrichtung (6) und der letzten, dem fußseitigen Ende (4a,Jder Stützsäule (4) zugewandten
Führungsschiene (3e) der Wendelschiene (3) eine Schwenklagerung (Durchgangsbohrung 13) für die
Wendelschiene (3) vorgesehen ist
4. Aktionsrilage nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß die
Antriebsvorrichtung einen fclektromotor (9) und
eine Antriebsscheibe (7) umteQt, die über eine
Schlupfkupplung (Gummiring \'t) mit dem Elektromotor
(9) verbunden ist
5. Aktionsanlage nach einem der vorangegangenen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß der Fuß (4a) der Stützsäule (4) exzentrisch zum
Antriebsscheibenmittelpunkt in einem Stützkugella- *o
ger (8) abgestützt ist
6. Aktionsanlage nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß als
Schwenklager eine koaxial über der Antriebsscheibe (7) in einer Halterung (10) eingebrachte Durchgangsbohrung
(13) dient, durch die die Stützsäule (4) gesteckt und in das Stützkugellager (8) auf der
Antriebsscheibe (7) eingeschoben ist.
7. Aktionsanlage nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der
Stützsäule (4) ein Fixierteil (15) ausgebildet ist, das in eine zweite, in der Halterung (10) eingebrachte
längliche Bohrung (14) eingreift
8. Aktionsanlage nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Abstand (b) zwischen dem Schwenklager (13) und der Antriebsscheibe (7) so bemessen ist, daß der
Winkel («), den die Stützsäule (4) mit der verlängerten Achse durch den Antriebsscheibenmittelpunkt
und die Durchgangsbohrung (13) bildet (Schwenkwinkel) größer als der Steigungswinkel (j3)
der Führungsschienen (3a bis 3e) wird.
9. Aktionsanlage nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wendelschiene (3) und die Stützsäule (4) von einem durchgehenden, magnetischen Drahtmaterial gebildet
sind und daß in an sich bekannter Weise der Abstand (a\) an den Endabschnitten der Wendelschiene
(3) größer als im Bereich der parallel zueinander verlaufenden Führungsschienen (36, c, d)
ausgebildet ist
10. Aktionsanlage nach einem der vorangegangenen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß die Antriebsscheibe (7) mit gleichbleibendem Drehsinn
angetrieben wird.
11. Aktionsanlage nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß nahe
den Umkehrpunkten des Fahrzeuges (2) Schaltkontakte vorgesehen sind, die in Wechselschaltung oder
über ein Relais am oberen Umkehrpunkt aus- und am unteren Umkehrpunkt unter Beibehaltung des
Drehsinnes (D) den Elektromotor (9) wieder einschalten.
12. Aktionsanlage nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß zwei in
Länge, Steigung und Durchmesser völlig gleiche Wendelschienen (20, 21) mit ihren Enden um 180°
versetzt in die Stützsäule (4) einmünden.
13. Aktionsaniage nach Ansprach Ί2, dadurch
gekennzeichnet daß jeweils die beiden Enden einer Wendelschiene (21, 20) gegenüber der anderen
Wendel elektrisch isoliert (22) sind.
14. Aktionsanlage nach Anspruch 12 und 13, dadurch gekennzeichnet daß als Antrieb der beiden
Wendelschienen (20,21) ein starrer Schwenkantrieb vorgesehen ist (ohne Schlupfkupplung) und daß an
der Antriebsvorrichtung eine Schwungmasse integriert ist
15. Aktionsanlage nach einem der Ansprüche 12
bis 14, dadurch gekennzeichnet daß die beiden Wendelschienen (20, 21) aus einem Flachbandmaterial
gebogen sind.
16. Aktionsanlage nach einem der vorangegangenen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung (6) auf einer Grundplatte (5) in
einem Gehäuse (17) befestigt ist, wobei die Antriebsscheibe (7) in einer ?;.jr Grundplatte (5)
parallelen Ebene umläuft und die Stützsäule aus dem Gehäuse (17) herausragt
17. Aktionsanlage nach Anspruch 16, dadurch
gekennzeichnet daß das Gehäuse (1) auf einem Ständer (18) gehalten wird und daß die Wendelschiene
(3, 20, 21) nach unten aus dem Gehäuse (17) herausragt.
18. Aktionsanlage nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als
Schlupfkupplung ein Gummiring (12) vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823201438 DE3201438C2 (de) | 1982-01-19 | 1982-01-19 | Aktionsanlage für Werbe- oder Spielzwecke |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823201438 DE3201438C2 (de) | 1982-01-19 | 1982-01-19 | Aktionsanlage für Werbe- oder Spielzwecke |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3201438A1 DE3201438A1 (de) | 1983-07-28 |
| DE3201438C2 true DE3201438C2 (de) | 1983-11-17 |
Family
ID=6153353
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19823201438 Expired DE3201438C2 (de) | 1982-01-19 | 1982-01-19 | Aktionsanlage für Werbe- oder Spielzwecke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3201438C2 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| US6698761B1 (en) * | 2002-09-20 | 2004-03-02 | Marty Clague | Magnet movement gaming device |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2922648A1 (de) * | 1979-06-02 | 1980-12-11 | Gerhard Lauschke | Aktionsanlage fuer werbezwecke o.dgl. |
-
1982
- 1982-01-19 DE DE19823201438 patent/DE3201438C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3201438A1 (de) | 1983-07-28 |
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