DE320357C - Verfahren zur Leimung von Papier - Google Patents

Verfahren zur Leimung von Papier

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DE320357C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H17/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its constitution; Paper-impregnating material characterised by its constitution
    • D21H17/60Waxes

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  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zur Leimung von Papier. Die Erfindung betrifft ein Papier, das im Holländer zugleich geleimt und gewachst wird und das die Eigenschaften des harzgeleimten Päpieres mit den Eigenschaften des mit Wachs getränkten Papieres vereinigt. Die Erfindung betrifft ferner die für -die Herstellung eines derartigen Papieres verwendete Wachs-Harzleim-Emulsion.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, Papier, das undurchlässig ist für Wasser, Alkohol und andere Flüssigkeiten, anstatt es mit einem Überzug von Wachs oder ähnlichem Material zu versehen, dadurch herzustellen, daß man Wachs, Öl, Fett o. dgl. dem zum; Leimen des Papierstoffes benutzten Harzleim zusetzt. Es war aber bisher nicht möglich, mittels des nach den bekannten Verfahren hergestellten Leims ein Wachspapier oder ein Hälbwachspapier herzustellen, da das Paraffin, Wachs, Öl, Fett o. dgl. sich bei der Emulsion vom freien Harze trennt.
  • Der Zweck der Erfindung ist, eine permanente Emulsion von Harzseife herzustellen, die in fein verteiltem Zustand freies Harz und unverseifbares oder schwer verseifbares Wachs enthält, wobei das Wachs mehr als 15 Prozent des Gewichtes des Harzes beträgt und sich nicht von dem Harz trennt, und ferner mittels dieser Emulsion ein Papier herzustellen, das einen guten Ersatz für das bekannte Wachspapier bietet.
  • Das gemäß der Erfindung hergestellte Papier ist weder so hart wie gewöhnliches harzgeleimtes Papier noch so weich wie gewöhnliches Wachspapier; es kann weit billiger hergestellt werden als gewöhnliches Wachspapier tznd die Undurchlässigkeit des neuen Papieres kann durch Veränderung in der Zusammensetzung des Z'Vachs-Harzleim-Ztisatzes nach Belieben geregelt werden.
  • Gemäß der Erfindung wird der Harz-Wachsleim in der Weise hergestellt, daß der freies Harz enthaltenden Harzseife eine bestimmte Menge Wachs zugesetzt und die Mischung, bei bestimmter Temperatur durch Druck fein zerstäubt, in -eine bestimmte Menge Wasser eingespritzt wird, um sich im Wasser zu emulgieren. Die Wachs-Harzleim-Emulsion wird dem. Papierstoff im Holländer in bekannter Weise zugesetzt, wodurch ein Wachs- oder Halbwachspapier erzeugt wird, ohne daß es nötig wäre, das Papier nach dem gebräuchlichen Wachsverfahren zu behandeln.
  • Das zugesetzte Wachs verbindet sich mit dem freien Harz des Harzleimes und bildet ein Produkt mit niedrigerem Schmelzpunkt als gewöhnliches Harz.
  • Beim Leimen von Papier mit Harzleim, der unverseiftes Harz enthält, erfolgt die Leimung zum Teil durch das Schmelzen des in den Papierfasern enthaltenen freien Harzes durch die Wärme der Trockenzylinder. Es kommt vor, daß dieses Resultat darum nicht erreicht wird, weil die Wärme der Trockner nicht genügt, das freie Harz zu schmelzen. Dieser Nachteil wird durch den Zusatz von Wachs vermieden, das sich mit dem im Harzleim gleichfalls fein verteilten freien Harz verbindet und der Harzseife einverleibt wird. Es ist schwierig, diesen Wachs-Harzleim zu emulgieren, und dlie Temperatur muß so geregelt werden, daß die Wärme der verdünnten Lösung nicht höher ist als der Schmelzpunkt der Wachs-Harz-Verbindung.
  • Die Menge des Wachszusatzes hängt von dem gewünschten Ergebnis und den Eigenschaften des herzustellenden Papieres ab.
  • Es hat sich herausgestellt, daß der Wachszusatz mehr als 15 Prozent des Gewichtes des Harzes, betragen muß, um dem Papier die neuen kennzeichnenden Eigenschaften zu geben. Der Wachszusatz kann. aber bis zu 5o Prozent des Gewichtes des Harzes betragen.
  • Die nach der Erfindung hergestellte Wachs-Harzleim-Emulsion leimt Papierstoff weit besser als Harzleim allein. Durch Veränderung der Menge des emulgierfähigen Wachszusatzes vom Minimum bis zum Maximum hat man die Möglichkeit, Papiere herzustellen, deren Charakter zwischen harzgeleimtem Papier und Wachspapier liegt. Papier dieser Art eignet sich besser als gewöhnliches Wachspapier zum wasserdichten Verschluß von Flaschen, zur Herstellung. von Papiertrinkgefäßen u. dgl. und bildet einen guten Ersatz für Papier, das zuerst harzgeleimt und dann mit geschmolzenem Wachs behandelt worden ist.
  • Mit der Wachs-Harzleim-Verbindung kann man auch Halbwachspapier herstellen, was mit der bekannten Emulsion und dem bekannten Verfahren nicht möglich ist. Die Oberfläche des mit Wachs-Harzleim-Lösung hergestellten Papieres ist besser als die des mit dem gewöhnlichen Harzleim hergestellten Papieres, da beim Kalandrieren des letzteren die Leimung, infolge .der Brüchigkeit des Harzes oft leidet. Die neue Leimung ist dagegen weit schmiegsamer und fügt sich der Form der Kalanderwalzen an. Der Wachszusatz im Leim macht diesen ferner unempfindlicher gegen schädliche Einwirkungen. der chemischen Rückstände und ergibt mit Alaun u. dgl. einen besseren kolloidalen Niederschlag.
  • Es ist klar, daß nach der Erfindung weit weniger Wachs zur Herstellung des undurchlässigen Papieres nötig ist, als -wenn das in bekannter Weise zuerst harzgeleimte Papier mit Wachs getränkt oder bestrichen wird, in welchem Falle das Papier bis zu 15 Prozent seines Gewichtes an Wachs aufnimmt, Da dieser hohe Wachszusatz ebensoviel kostet oder noch teurer ist als Papier, vermindert die Erfindung die Herstellungskosten des undurchlässigen Papieres ganz bedeutend.
  • Um ein undurchlässiges Papier herzustellen, das einen guten Ersatz für das gewöhnliehe Wachspapier bildet, genügt ein Wachsharzzusatz von 2 bis 3 Prozent des Wachs-Harzleimes.
  • Die Analyse des in bekannter Weise hergestellten Wachspapieres zeigt, daß die Menge des Wachses im Papier weit größer ist, als die Menge des Harzes, da das Harz höchstens 3 Prozent des Papiergewichtes beträgt, das Wachs aber io bis 15 Prozent.
  • Die Analyse des neuen undurchlässigen Papieres hat gezeigt, daß das Papier nur 2 bis d. Prozent seines Gwichtes an Harz und Wachs zusammen enthält, wobei die Harzmenge größer ist als die Wachsmenge.
  • Die physikalischen Eigenschaften dieses neuen Harz-Wachspapieres sind verschieden von denjenigen des gewöhnlichen Wachspapieres; es ist stärker, hat größere Reißiänge und ist widerstandsfähiger gegen Bruch bei gleichem Gewicht, da das gewöhnliche Wachspapier beim Wachsen durch die hohe Temperatur leidet und brüchig wird.
  • Die Masse, welche die Undurchlässigkeit des Papieres hervorruft, ist in dem neuen Papier gleichmäßiger verteilt als im gewöhnlichen Wachspapier, das mehr Wachs auf der Oberfläche als im Papier hat. Da weniger Wachs verbraucht wird und da nach der Erfindung bei der Herstellung die kostspieligste Behandlungsstufe ausfällt, kann ein dem gewöhnlichen Wachspapier gleichwertiges Papier mit wesentlich geringeren Kosten hergestellt werden.
  • Das neue Harz-Wachspapier kann höhere Temperaturen aushalten als das gewöhnliche Wachspapier, bei dem Wachs auf der Oberfiche liegt, weshalb es sich besser als dieses mit heißen Flüssigkeiten verwenden läßt.
  • Ein solches Papier :ist nur dadurch herzustellen, daß die Fasern des Papierstoffes im Holländer gleichmäßig mit dem Niederschlag einer Verbindung -von Harz und Wachs in geeignetem, regelbarem Verhältnis überzogen werden und solche Papiere, obgleich undurchlässig, sind dennoch fähig, Wachs aufzunehmen; wenn man sie einer Wachsung unterwirft.-Ausführungsbeispiel. Die Harzseife wird in- der gewöhnlichen Weise in einem offenen Behälter gekocht, und zwar in der Weise, daß auf ioo kg Harz io bis 12 kg Soda verwendet werden.
  • Die Kochdauer beträgt q. bis 5 Stunden, und gegen das Ende der Kochdauer wird der Harzseife das -gewünschte Verhältnis von Wachs zugesetzt.
  • Es werden z. B. 25 kg Wachs auf ioo kg Harz verwendet.
  • Die Kochtemperatur zur Herstellung des Harzes ist die gleiche als die, welche zum Kochen von Wasser unter atmosphärischem Druck verwendet wird.
  • Nachdem das Wachs der Harzseife gehörig einverleibt worden ist, hält man die Mischung in Rührung und überführt die dicke, heiße Harzseife in den Meßbehälter in den gewünschten Mengen, vielleicht zwischen 5o und i5o kg Harz enthaltend. Nachdem diese Mengen in den Druckkessel eingebracht sind, wird dieser geschlossen zur Ansammlung des erforderlichen Druckes, und die Erhitzung und Bewegung wird aufrechterhalten. Die Bewegung der Masse erfolgt in der Hauptsache durch den Kochprozeß, der durch den Dampf verursacht wird, welcher die Harzseife im Druckkessel durchströmt.
  • Die Erhitzung und Bewegung wird aufrechterhalten, bi§ der Druckkessel je nachdem zwischen 3 bis 7 Atmosphären inneren Druck hat. Sobald der gewünschte Druck erreicht ist, wird das zur Zerstäubungsplatte (Feinsieb) führende Ventil geöffnet und die dicke Harzseife durch Expansion in dem Heißwasserrohr emulgiert, um alsdann in den Emulsionskessel zu gelangen.
  • Solange das Wachs in Mischung mit der dicken Harzseife gehalten wird, muß es- in der verdünnten Lösung vollständig eulgiert sein.
  • Die verdünnte Harzseife kommt im Emulsionskessel mit kaltem Wasser in Berührung, so daß die Lösung verhältnismäßig kühl von Anfang an hergestellt wird, um zu verhindern, daß Ausscheidung entsteht. Das Ausblasen aus dem Druckkessel und die Überführung in den Emulsionskessel beansprucht zwischen i bis zo Minuten, je nachdem, welcher Druck im Kessel verwendet wird und je nach der Größe der Öffnungen in der Zerstäubungsplatte.
  • Das zugrunde liegende Prinzip ist, der Harzseife, welche freies Harz enthält, soviel Wachs einzuverleiben, wie sie in der gegebenen Konzentration halten kann, um alsdann und bevor Ausscheidungen stattfinden können, die dicke Harzseife in der beschriebenen Weise in kaltes Wasser überzuführen.
  • Die Temperatur der Harzseife im Druckkessel ist etwas niedriger als die Dampftemperatur des im Kessel obwaltenden Druckes.

Claims (1)

  1. PA TRNT-A14 SPRÜCFIE: i. Verfahren zur Leimung von Papier, dadurch gekennzeichnet, daß der Papierstoff im Holländer mit einer unter Druck iii Wasser zerstäubten emulgierten Verbindung von freies Harz enthaltender Harzseife und Wachs behandelt wird, in welcher das Wachs mehr als 15 Prozent des Gewichtes des Harzes beträgt. 2: Verfahren nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Emulsion von Harz und Wachs verwendet wird, deren Wachsgehalt mehr als 15 Prozent des Gewichtes des Harzes, aber weniger als 5 Prozent des Papiergewichtes beträgt.
DE1915320357D 1915-10-03 1915-10-03 Verfahren zur Leimung von Papier Expired DE320357C (de)

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