DE320433C - Anordnung zum Empfang elektrischer Schwingungen - Google Patents
Anordnung zum Empfang elektrischer SchwingungenInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03J—TUNING RESONANT CIRCUITS; SELECTING RESONANT CIRCUITS
- H03J3/00—Continuous tuning
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Description
- Anordnung zum Empfang elektrischer Schwingungen. Die Erfindung betrifft eine Schaltanordnung -zum Empfang elektrischer Schwingungen für .die Zwecke der drahtlosen Telegraphie. Bei den üblichen Empfangsschaltungen nimmt die Antenne infolge ihrer starken Dämpfung alle möglichen Schwingungszahlen auf, also etwa den gewünschten Empfang und irgendwelche in der Nähe befindliche Störer, während der Empfangskreis aus dem in der Antenne befindlichen Schwingungsgemisch die gewünschte Schwingungszahl durch Abstimmung und geringe Dämpfung aussondert. Gemäß der Erfindung wird nun eine neuartige Empfangsschaltung dadurch geschaffen, daß .die Wirkungen des Antennen- und. Empfangskreises miteinander vertauscht werden. Dies. bedeutet, d.aß nach der Erfindung der Antenne diejenige Aufgabe zugewiesen wird, welche bisher der Sekundärkreis ausübte, so daß bereits die Antenne nicht gewünschte Schwingungen gar nicht erst aufnimmt. Dies wird dadurch erreicht, daß in ,die Antenne ein Wechselstromwiderstand eingeschaltet wird, der durch künstliche Mittel für eine einzige, ganz bestimmte Schwingungszahl aufgehoben wird. Dieser Wechselstromwiderstand besteht zweckmäßig aus einer gioßen Spule, die infolge . ihres hohen Wechselstromwiderstandes zunächst praktisch überhaupt keine Schwingungen durchlä.ßt. Auch die gewünschte Schwingungszahl kann diese Spule nicht passieren, solange nicht durch besondere Mittel diese Möglichkeit geschaffen wird.. Das Durchgehen vom Hochfrequenzschwingungen durch die Spule wird dadurch verhindert, daß die Selbstinduktion dieser großen Spule die Entstehung eines stärkeren Stromflusses unmöglich macht. Erfindungsgemäß wird nun diese Selbstinduktion für die gewünschte Schwingungszahl dadurch aufgehoben, daß ein Hilfsfeld von genau gleicher Periodenzahl wie die zu empfangende Schwingung, aber entgegengesetzter Phase in der Spule erzeugt wird. Die Spule wird so gewissermaßen für eine bestimmte Frequenz bifilar gemacht, indem die Wirkung einer bifilaren Wicklung, nämlich die Aufhebung des Feldes, durch die Überlagerung des entgegengesetzt gerichteten Feldes gleicher Periodenzahl ersetzt wird. Es läßt sich auf diese Weise erreichen, daß, die in die Antenne eingeschaltete Spule hoher Selbstinduktion für Periodenzahlen, die ganz nahe den Periodenzahlen liegen, für welche sie in ihrer Wirksamkeit aufgehoben ist, wieder mit ihrer- vollen Größe in Wirksamkeit tritt, was daran erkannt: werden kann, daß für solche benachbarte Wellen eine starke Induktanz .in der Antenne *zu liegen scheint. Das r völlige oder teilweise Aufheben der Induktanz durch das Hilfsfeld kanh an einem Lautstärkeminimum in einem in das Feld der Spule gebrachten Prüfkreis beobachtet werden.. Die Empfangsenergie kann aus der Antenne oder dem -Gegenstromkreis allein oder aus beiden entnommen -werden. Die Aufhebung des Feldes durch aus der Antenne selbst entnommene Energie ist ohne weiteres dadurch möglich, daß durch entsprechend gering' gedämpfte Kreise beliebig hohe i Strom- und damit Feldamplituden geschaffen werden. . Gegebenenfalls kann auch von den bekannten Verstärkern Gebrauch gemacht werden, die j a auch sonst zur @ Verstärkung der in der Antenne schwingenden Energie verwendet werden.
- Die Zeichnung zeigt die Schaltung nach der -Erfindung in einem Ausführungsbeispiel.
- In die Antenne z ist eine Spule To großer Selbstinduktion eingeschaltet, so daß die starke Induktanz der Antenne nur für eine ganz bestimmte Periodenzahl, nämlich für die Eigenschwingung der Antenne, durch - die Kapazität der Antenne ausgeglichen ist. Das von der Spule.io erzeugte Feld kann dadurch zum Verschwinden gebracht werden, daß aus der Antenne i durch Induktion mittels der Spulen 2, 3 etwas Energie der ankommenden Schwingungszahl entnommen und damit über Spulen 5,,7 eine Spule i i gespeist Wird. Eine vollständige Aufhebung des Feldes' der -Spule io wird dann eintreten, wenn die Spule ii ein Feld erzeugt, das dem Feld der Spule entgegengesetzt und in der Größe gleich ist. Zu diesem Behufe sind die Kondensatoren 6, 13 und die Selbstinduktionen .I, 1-. entsprechend einzustellen. Nötigenfalls kann der -Spule i i eine Selbstinduktion i2 parallel geschaltet sein. Die Aufhebung des Feldes der Spule io kann mittels einer in dieses Feld gebrachten Prüfspule 9 erkannt werden, die über einen Detektor 8 an ein zu einem. Kondensator 16 parallel' geschaltetes Telephon 15 angeschlossen-ist. Für die Periodenzahl, für welche der Ausgleich der Felder erfolgt, übt . die Prüfspule 9 keine Wirkung auf das Telephon 15 aus, während: für jede andere- Periodenzahl diese Kompensation nicht stattfindet. Es hängt von -der Dämpfung des Antennengegenstromkreises ab, in welchem Maße die Spule io bei Änderung der ankommenden Periodenzahl wieder in Wirksamkeit tritt. Das Abhören - der - gewünschten Schwingungszahl känn entweder aus der Antenne oder aus dem Gegenstromkreis oder auch bei entsprechender Schaltung der Kopplungsspulen aus beiden Kreisen erfolgen. Gegenüber den. üblichen Schaltungen, bei denen die Spule io von vornherein fehlt, wird durch die neue Schaltung vor allem eine ganz erhebliche Erhöhung der Störungsfreiheit erreicht. -
Claims (2)
- PATENT-ANsPRÜCHE: z. Anordnung --zum Empfang elektrischer Schwingungen, dadurch gekennzeichnet, daß - unter Vertauschung der Wirkungen von Antenne und Empfangskreis in deri Antennenkreis eine Induktanz eingefügt ist, welche durch Regelung von Amplitude und Phase eines von einer Hilfsspule erzeugten.. Hilfsfeldes ganz oder teilweise aufgehoben werden kann, wobei diese Kompensation an einem Lautstärkeminimum in einem in- das Spulenfeld gebrachten Prüfkreis beobachtet werden kann.
- 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Empfangsenergie-aus der Antenne oder dem Gegenstromkreis allein oder den beiden unter Berücksichtigung der- Phase entnommen wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE320433T | 1915-07-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE320433C true DE320433C (de) | 1920-09-17 |
Family
ID=6155120
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1915320433D Expired DE320433C (de) | 1915-07-13 | 1915-07-13 | Anordnung zum Empfang elektrischer Schwingungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE320433C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5271928A (en) * | 1990-04-02 | 1993-12-21 | Sintetica S.A. | Stable microbubbles suspensions injectable into living organisms |
-
1915
- 1915-07-13 DE DE1915320433D patent/DE320433C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5271928A (en) * | 1990-04-02 | 1993-12-21 | Sintetica S.A. | Stable microbubbles suspensions injectable into living organisms |
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