DE3204620C2 - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Zündholzinnenschachteln und dergleichen - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Zündholzinnenschachteln und dergleichenInfo
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Abstract
Bei einem Verfahren zur Herstellung von Zündholzinnenschachteln, welche einen Boden, an den Boden anschließenden Stirnlappen und Längsseitenlappen sowie an den Längsseitenlappen anschließende Stirnfaltlappen besitzen, wird vorgeschlagen, daß die Längsseitenlappen gegenüber der 90 °-Aufrichtstellung zum Boden überfaltet werden, um ein Rückfedern und Ausbauchen der Längsseitenlappen zu verhindern oder zu reduzieren.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Einrichtung zur
Durchführung dieses Verfahrens.
Eine hohe Durchlaufgeschwindigkeit der Schachteln durch die Faltmaschine ist nur erzielbar, wenn die Stirnfaltlappen vor dem Auffalten der Längsseitenlappcn gefaltet werden, da sie dann alle aus der Ebene des Sehaehtclbodens gleichzeitig durch ein einziges Werkzeug in
gleicher Richtung hochgeklappt werden können.
Bei dem eingangs genannten bekannten Verfahren der gattungsgemäßen Art werden im Hinblick auf einen
schnellen Durchlauf der Faltschachteln durch die Faltmaschine die Stirnfaltlappen vor dem Auffalten der
Längsseitenlappen gefaltet (DE-GM 19 18 060). Dabei entsteht jedoch das Problem, daß ein Überfalten der
Längsseitenlappen über ihre ganze Länge wegen der gegen den Spachtelboden anstehenden Stirnfaltlappen
nicht möglich ist, so daß die Längsseitenlappen der fertigen Schachteln in unerwünschter Weise zurückfedern,
was zu einer die Weiterverarbeitung der Schachteln erschwerenden Auswölbung des Schachteloberrandes
führt. Bei einem anderen bekannten Verfahren werden die Seitenwände der Schachtel nach deren Fertigstellung nur in ihrem mittleren Bereich überfaltet, was zu
einer Deformation der ganzen Schachtel führt, ein unerwünschtes Zurückfedern der Seitenwände jedoch nur
unvollkommen verhindert (US-PS 42 83 190).
Es könnte deshalb naheliegen, die Längsseitenlappen vor dem Umklappen der StirnfaltIapp-\-n aufzufalten, um
sie über ihre ganze Länge überfalten zu können. Ein derartiger Verfahrensablauf stellt sich jedoch einem
schnellen Durchlauf der Schachteln durch die Faltmaschine entgegen, da in diesem Fall für alle Stirnfalllappen
jeweils ^!gene Faltwerkzeuge mit unterschiedlicher
Wirkrichtung vorgesehen werden müssen, wobei insbesondere die bezüglich der Transportrichtung nachlaufenden
Stirnfaltlappef! bei schnellaufendem Betrieb nur
unter Schwierigkeiten zu falten sind.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren der gattungsgemäßen Art dahingehend zu verbessern, daß
ein Überfalten der Längsseitenlappen über deren ganze Lange auch dann möglich ist, wenn der schnellaufende
Betrieb aufrecht erhalten wird.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch ein Verfahren
mit den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 enthaltenen Merkmalen gelöst.
Es werden also im Hinblick auf einen schnellen Durchlauf der Schachteln zuerst die Stirnfaltlappen und
danach die Längsseitenlappen gefaltet. Durch die besondere, erfindungsgemäßc Stellung der Stirnfaltlappen
sowie der Stirnlappen ist dennoch ein Vorbeigang der Stirnfaltlappen am Boden bzw. den Stirnlappen beim
Überfalten der Längsseitenlappen über ihre ganze Länge möglich.
Zweckmäßige Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den Unteransprüchen 2 und 3
angegeben.
Weiter betrifft die Erfindung eine Einrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens entsprechend
dem Oberbegriff des Anspruchs 4. Es soll mit konstruktiv einfachen Mitteln das Überfalten während
des Durchgangs durch eine möglichst stetige Transportbahn erreicht werden. Hierzu dienen die Maßnahmen
nach dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 4.
Zweckmäßige Weiterbildungen der Einrichtung nach Anspruch 4 sind in den Unteransprüchcn 5 bis 8 angegeben.
Die Figuren erläutern die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels; es stellt dar
F i g. 1 eine perspektivische Ansicht eines aus einem endlosen Kartonband hergestellten Zuschnittes einer
Zündholzinnenschachtel zur Weiterverarbeitung.
Fig. 2 und 3 perspektivische Ansichten verschiedener
Stufen der Fertigstellung einer Zündholzinnenschachtel vor der Überfaltung;
F i g. 4 bis 6 perspektivische Ansichten verschiedener Stufen bei der Überfallurig einer in Herstellung befindlichen
Zündholzinnenschachlei;
Fi g. 7 bis 9 perspektivische Ansichten verschiedener
Stufen der Fertigstellung einer Zündholzinnenschachtcl nach der Überfaltung;
Fig. 10 Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Einrichtung;
Fig. 11 und 12 Teilseitenansichten der Einrichtung wie in Fig. IC, jedoch in vergrößertem Maßstab;
Fig. 13 und 14 die Überfaltung des rückwärtigen Längsseitenlappens;
Fig. 15 die Überfaltung des vorderen Längsseitenlappens.
Anhand der F i g. 1 bis 9 sei zunächst die Herstellung einer Zündholzinnenschachtel, wie sie in einer Einrichtung
erfolgen soll, erläutert.
Von einer Kartonrolle, welche dia Breite a des Schachtelzuschnittes 1 hat, wird ein endloses Kartonband
abgewickelt Aus diesem Kartonband wird der Zuschnitt 1 ausgestanzt und vom Kartonband abgeschnitten.
Vor dem Stanzen und Abschneiden wurde in das Kartonband die zur Faltung notwendige Rillung eingedrückt.
An dem Zuschnitt I werden zuerst die Stirnfaltlappen 2 um Faltkanten Λ gegenüber den Längsseitenlappen 3
ίο nach oben gefaltet, wie aus F i g. 2 ersichtlich ist
Anschließend werden die beiden Längsseitenlappen 3 mit ihren Stirnfaltlappen 2 um Faltkanten Λ nach oben
gefaltet, wobei die Stirnfaltlappen 2 in abewinkelter Lage zu den Längsseitenlappen 3 gehalten werden. Die
Konturen der entstehenden Zündholzinnenschachtel werden damit bereits vorgegeben. Der nun erreichte
Zustand ist in F i g. 3 dargestellt.
Die beiden Längsseitcnlappen 3 sind nur um 90° abgewinkelt
worden. Sie haben das Bestreben, sich annähemd in die gestreckte Lage zurückzubiegen, wenn sie
von den Formwerkzeugen nicht mehr gehalten werden.
Deshalb werden sie in der Einrichtung, wie F i g. 4 bis 6 /eigen, um mehr als 90° gefaltet. Dies geschieht so:
Die Stirnlappen 4 werden gemäß F i g. 4 um die FaItkanten
fA nach unten gebogen, so daß die Stirnfaltlappen
2 eines Längsseitenlappens 3 Platz haben, wenn einer der beiden Längsseitenlappen 3 gemäß F i g. 5 über 90°
hinaus gefaltei wird. Die als Abklappmittel dienenden feststehenden Seitenführungen 5 der Maschine, welche
dafür sorgen, daß die Stirnfaltlappen 2 der Längsseitenlappen 3 im abgewinkelten Zustand bleiben, sind im
Bereich der Überfaltung nicht ganz an den Schachtelzuschnitt 1 hingerückt, sondern sie sind von ihm etwas
abgerückt, damit alle Stirnfaltlappen 2 zu ihren Seitenlappen 3 nicht rechtwinklig, sondern in einem stumpfen
Winkel stehen. Dies ist in Fig. 4 dargestellt. Durch diese Maßnahme wird verhindert, daß die beiden Stirnfaltlappen
2 bei der Überfaltung des Längsseitenlappens 3 vom Stirnlappen 4 an ihrer Bewegung nach unten
gehindert werden.
Die aus dem Zuschnitt 1 entstehende Zündholzinnenschachtel
wird in Pfeilrichtung der F i g. 4 bzw. 5 bewegt. Durch das Abrücken der Seitenführungen 5 im Bereich
der Überfaltung wird auch verhindert, daß die beiden Stirnfaltlappen 2 des zu überfaltenden Längsseitenlappens
3 bei deren Überfaltungsbewegung von den beiden Stirnfaltlappen 2 des nicht überfalteten Seitenfaltlappens
3 gestört werden. Aus diesem Grunde wird erfindungsgemäß zunächst ein Längsseitenlappen 3
so überfaltet, und dann, wenn dieser Längsseitenlappen 3 in seine rechtwinklige Stellung wieder zurückgefedert
ist, wird erst der zweite Längsseitenfaltlappen 3 überfallet. In einem Ausführungsbeispiel der Einrichtung wurde
zuerst der in Laufrichtung rückwärtige Längsseitenlappen 3 überfaltet und nach dessen Rückfederung in
seine rechtwinklige Ausgangslage der vordere. In
F i g. 5 ist die Überfaltung des rückwärtigen Längsseitcnlappcns
3 dargestellt.
Die Überfaltung des vorderen Längsseitenlappens 3
tiu ist in F i g. 6 gezeigt. Auch hier sind — wie oben schon
beschrieben — der Stirnlappen 4 nach unten gebogen, die Scitenführungen 5 vom Zuschnitt 1 etwas abgerückt.
Nach der Überfaltung stehen die beiden Längsseitenlappen 3 wieder senkrecht. Durch die Überfaltung wur-
h5 de ihre Rückstellkraft erheblich verringert. — Die Seitenführungen
5 sind in diesem Bereich wieder eng an die entstehende Schachtel herangerückt, so daß auch die
Stirnfalllappen 2 fast genau rechtwinklig zu den Längs-
5 6
seitenlappen 3 stehen. Die beiden Stirnlappen 4 wurden den beim Slanzvorgang die gestanzte Kartonbahn 6
ebenfalls wieder in ihre Ausgangslage zurückgelassen. durch, so daß der Zuschnitt 1 entsteht.
Die entstehende Zündholzinnenschachtel gleicht nun Dieser wird im Bereich der nachfolgenden Übergabe-
wieder der in F i g. 3 dargestellten. kette 17 vorgcf altet, so daß er die Gestalt gemäß F i g. 2
Im weiteren Verlauf der Herstellung werden die bei- 5 hat. Die Übergabekette 17 transportiert den Zuschnitt
den Stirnlappcn 4 beleimt. In einer nachfolgenden Sta- weiter, so daß er zwischen das Eindrückrad 18 und das
tion der Maschine werden die beiden Stirnlappen 4 Formrad 19(siehe Fig. 12)gelangt. Eindrückrad 18und
durch Faltscheiben oder Faltschienen um die Faltkantcn Formrad 19 sind ebenso angetrieben wie die Übergabe-
U in eine senkrechte Lage nach oben gefaltet. Dieser kette 17. Das Eindrückrad 18 dreht sich im Uhrzeiger-Stand
der Fertigung der Zündholzinnenschachtel ist in io sinn, das Formrad 19 dagegen. Vom Eindrückrad 18
F i g. 7 dargestellt wird der Zuschnitt in das Formrad 19 eingedrückt. Das
Anschließend werden die Stimlappenendteile Ab Formrad 19 hat dazu U-förmige Ausnehmungen. Durch
durch Faltscheiben oder Faltschienen um die Faltkanten die feststehenden Seitenführungen 5 werden die Stirn-
Ub in eine zum Boden 1' der Schachtel parallele Lage faltlappen 2 in abgewinkelter Stellung zu den Längssei-
gefaitet Die Zündhoizinnenschachtei hai nun die Gc- r>
tetiiappen 3 gehalten. Der Zuschnitt 1 hat, nachdem er in
statt gemäß der F i g. 8. das Formrad 19 eingedrückt wurde, die Gestalt gemäß
Danach werden die Stimlappenendteile 46 durch Ein- F i g. 3. Die Führungen 5 haben in diesem Bereich rechtdrücken
der Schachteln in ein Formstück nochmal um eckigen Querschnitt. Ihre Unterseite 20 liegt oberhalb
90° um die Faltkanten Λ j, gefaltet gegenüber den Stirn- der flachgestreckten Stirnlappen 4.
lappenbodenansatzteilen 4a, und zwar nach unten, so 20 In Fig. 12 und 10 ist links vom Eindrückrad 18 über
daß sie auf der Innenseite der Schachtel an den Stirnfalt- dem Formrad 19 die Überfalteinrichtung angeordnet,
lappen 2 der Längsseitenlappen anliegen. In diesem Zu- Das Überfaltorgan, das den in Laufrichtung rückwärtistand,
der in F i g. 9 dargestellt ist. umgibt somit der gen Längsseitenlappen 3 überfaltet, ist mit 21 bezeich-Stirnlappen
4 die Stirnfaltlappen 2 von der Außen- und net Das Überfaltorgan, das den in Laufrichtung des
der Innenseite der Schachtel, so daß die Stirnwände der 25 Zuschnittes vorderen Längsscilenlappen 3 überfaltet, ist
Schachtel aus 3 Kartonschichten bestehen. Diese 3 Kar- mit 22 bezeichnet. Während der in das Formrad 19 eintonschichten
werden fest aneinandergepreßt, so daß ei- gedrückte Zuschnitt von dem sich gegen den Uhrzeigerne
gut geklebte Zündholzinnenschachtel entsteht sinn drehenden Formrad 19 mitgenommen wird, werden
In Fig. i0 ist 6 eine Kartonbahn mit der Breite a des die beiden Stirnlappen 4 von den kurvenförmig nach
Schachtelzuschnittes 1. Die Kartonbahn wird von einer 30 unten geformten Seiten 20 der feststehenden Seitenfühnicht
weiter dargestellten Bobine 7 abgerollt. Ein ange- rungen 5 nach unten umgebogen. Die Seitenführungen 5
triebenes Rillwalzenpaar 8, 9, das kontinuierlich läuft, befinden sich auf beiden Seiten des Formrades 19. was
rollt die Kartonbahn 6 ab, indem diese Kartonbahn zwi- auch aus den F i g. 4 bis 6 hervorgeht Ungefähr im Besehen
der unteren Rillwalze 8 und der oberen Rillwalze reich des Übcrfaltorgans 21. das den rückwärtigen
9 hindurchtransportiert wird. In die Karlonbahn 6 wer- 35 Längsseitenlappen 3 überfallet, haben die Seitenführunden
dabei die für die Schachtelfaltung notwendigen RiI- gen 5 und die Stirnlappen 4 die Form gemäß F i g. 4.
len eingeprägt Die Rillwalzen 8, 9 ziehen das Karton- Nun wird der rückwärtige Längsseitenlappen 3 vom
band 6 nicht nur von der Bobine 7 ab, sie schieben dieses Überfaltorgan 21 überfaltet. Der Zuschnitt hat die Form
Kartonband gemäß der Darstellung von F i g. 10 auch gemäß F i g. 5. Der Überfaltvorgang ist aus F i g. 13 und
noch weiter nach links zwischen das untere Stanzwerk- 40 14 ersichtlich. Das Überfaltorgan 21 dreht sich im Uhrzeug
10 und das obere Stanzwerkzeug 11, siehe F ig. 11. zeigersinn und hat eine erheblich höhere Umfangsge-
Das obere Stanzwei kzeug 11 ist auf einer angetriebe- schwindigkeit als das Formrad 19 mit dem darauf sitzennen
Exzenterwelle 12 gelagert. Es ist über eine nicht den Zuschnitt 1. In der Ausführungsform der erfinweiter
dargestellte Längsführung 13 mit dem unteren dungsgemäßen Maschine dreht sich das Überfaltorgan
Stanzwerkzeug 10 längsverschiebbar verbunden. Das 45 21 um seine Achse 23 einmal im Uhrzeigersinn, während
untere Stanzwerkzeug 10 ist auf einer feststehenden sich das Formrad 19 nur um eine Teilung — d. h. bis der
Welle 14 drehbar gelagert. Durch die Drehbewegung nächste Zuschnitt 1 an der gleichen Stelle ist — gegen
der Exzenterwelle 12 im Uhrzeigersinn wird das obere den Uhrzeigersinn dreht Durch Höher- bzw. Tiefcrstel-Stanzwerkzeug
11 exzenterförmig bewegt Infolge der len der Achse 23 sowie durch Phasenverschiebung zwilängenverschiebbaren
Verbindung mit dem unteren 50 sehen dem Überfaltorgan 21 und dem Formrad 19 kann
Stanzwerkzeug 10 wird dieses letztere hin- und herge- der Grad der übenaiiung cingesielli werden,
schwenkt, jedoch nicht auf-und abbewegt wie das obere Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Über-Stanzwerkzeug
11. Während der Exzenterbewegung faltorgan 22 für die Überfaltung des in Laufrichtung
des oberen Stanzwerkzeugs 11 werden beide Stanz- vorderen Längsseitenlappens 3 in unmittelbarer Nähe
werkzeuge 10 und 11 zueinander zwar auseinander-und 55 des Überfaltorganes 21 angeordnet und zwar in .Laufzusammenbewegt
jedoch sie bleiben wegen der Längs- richtung des Zuschnittes 1 nach dem Überfaltorgan 21.
führung 13 in einer gemeinsamen Längsachse und im Ersichtlich ist das Überfaltorgan 22 aus den Fig. 10,12
gleichen Winkel zueinander. Im Augenblick des Stanz- und 15. Das Überfaltorgan 22 ist zusammen mit noch
Vorganges haben sie in Laufrichtung der Kartonbahn 6 drei anderen Überfaltorganen 22 zu einem Rad yereidie
gleiche Geschwindigkeit wie diese, so daß die Kar- 60 nigt das angetrieben ist und sich um die Achse 22' dreht
tonbahn ohne Unterbrechung ihres Laufes gestanzt Die Umfangsgeschwindigkeit des Überfaltorganes 22
wird. ist niedriger als die des Zuschnittes 1 im Formrad 19. Am unteren Stanzwerkzeug 10 ist gemäß F i g. 11 auf Und zwar dreht sich die Achse 22' um eine Viertehimder
linken Seite ein unteres Schneidmesser 15 befestigt drehung, d. h. von einem Überfaltorgan 22 zum näch-Diesem
gegenüber ist am oberen Stanzwerkzeug 11 ein b5 sten, während sich das Formrad 19 um eine Teihing
oberes Schneidmesser 16 befestigt Mit der Bewegung dreht d. h. bis der nächste Zuschnitt 1 an der gleichen
der Stanzwerkzeuge 10 und 11 werden auch die Stelle ist Die Überfaltung des vorderen Langsseitenlap-Schneidmesser
15 und 16 bewegt Die letzteren schnei- pens 3 erfolgt durch die langsamere Geschwindigkeit
des Überfaltorganes 22. Der Zuschnitt 1 wird vom
Formrad 19 unter dem sich langsamer bewegenden Überfaltorgan 22 vorbeigeführt (Fig. 15), und dabei
wird der vordere Längsseitenlappen 3 umgebogen. Der Winkel, um den der Längsseitenlappen 3 überfaltet
wird, ist durch Höhenverstellung der Achse 22' sowie durch Phasenverschiebung der Oberfaltorgane 22 gegenüber
dem Formrad 19 einstellbar.
Der seitliche Abstand der Seitenführungen 5 vom Zuschnitt 1 ist im Bereich der Übcrfaltung etwas vergrößert.
Das heißt, die Seitenführungen 5 liegen in diesem Bereich nicht ganz so nahe am Zuschnitt 1 an wie vor
oder nach der uberfalteinrichtung. Die Stirnfaltlappcn 2 bilden mit den Längsseitenlappen 3 im Bereich der
Überfaitung keinen rechten Winkel. Dieser Zustand ist in F i g. 4 dargestellt. Die beiden Seitenführungen 5 sind
im Bereich der Uberfalteinrichtung, d. h. im Bereich der Faltorgane 21 und 22 auf ihren Innenseiten etwas ausgenommen,
d. h. etwas dünner gemacht, damit der Abstand vom Zuschnitt 1 zu den Innenseiten der Seitenführungen
5 vergrößert wird.
Diese Ausnehmungen sind nicht nur dazu da, daß die Stirnfaltlappen 2 bei der Überfallung nicht an den Stirnlappen
4 anstoßen, sondern auch daß die Stirnfaltlappen 2 dabei nicht an der Kante des Schachtelbodens anstoßen.
Außerdem stören die Stirnfaltlappen 2 bei der Überfaitung einander nicht, da ihre Abstände voneinander
infolge der Schräge größer werden, d. h. der Abstand zwischen dem in Laufrichtung vorderen Stirnfaltlappen
2 und dem in Laufrichtung rückwärtigen Stirnfaltlappen 2 wird größer.
Die Übergänge an den Innenseiten der Seitenführungen 5 zwischen diesen Ausnehmungen und den normalen,
eng an den Zuschnitten 1 anliegenden Innenseiten sind abgeschrägt, so daß die an den Innenseiten der
Seitenführungen 5 entlanggleitenden Stirnfaltlappen 2 störungsfrei von ihrer rechtwinkligen Stellung in die
stumpfwinklige und wieder zurück in die rechtwinklige Stellung geführt werden. Gemeint sind damit die Übergänge
zur Uberfalteinrichtung und aus ihr heraus.
Der Zuschnitt 1 wird, nachdem er nach der Überfaltung
wieder in den Zustand gemäß F i g. 3 zurückfederte, in diesem Zustand im Formrad 19 verbleibend an
einem angetriebenen Leimauftragsrad 24 vorbeigeführt und auf den Stirnlappen 4 beleimt. Auf jeden Stirnlappen
4 werden zwei Leimstriche ungefähr längs den strichpunktierten Linien c aufgetragen, so daß die Stirnlappen
4 auf den Außenseiten und den Innenseiten der Stirnfaltlappen 2 festgeklebt werden können.
Anschließend an das Leimauftragsrad 24 ist links und rechts vom Formrad 19 Faltmittel 25 angeordnet, welche
jeweils als drehbare Faltscheiben ausgebildet sind und durch welche die Stirnlappen 4 aus ihrer normalen
Lage in eine senkrechte Lage nach oben (wie F i g. 7) gefaltet werden. Der Zuschnitt wird in diesem Zustand
von den feststehenden Seitenführungen gehallen, indem er an diesen vorbeigleitet.
Danach erreicht er eine Faltstation, in der links und rechts vom Formrad 19 aus je einer drehbaren Faltscheibe
gebildete Fällmittel 26 angeordnet sind. Von diesen Faltscheiben 26 werden die Stirniappencndteile
4b in eine zum Schachtelboden parallele Lage umgefaltet. Der Zuschnitt 1 hat dann den Zustand gemäß F i g. 8.
Im weiteren Verlauf der Schachtelfertigung wird eine Formkette 27 an das Formrad 19 herangeführt. Die
Formkette 27 wird von einem Kettenrad 28 angetrieben. Sie wird auch Ober ein Umlenkrad 29 geführt Ein
Teil der Kettenglieder der Fonnkette 27 wird von Formstücken 30 gebildet. Die Formstücke entsprechen
den Innenmaßen der aus dem Zuschnitt 1 entstehenden Zündholzinnenschachlei. — Durch nicht dargestellte
Ausstoßer werden die Zuschnitte 1 aus dem Formrad 19 ausgestoßen und über die Formstücke 30 gestülpt. Bei
diesem Vorgang werden die Stirnlappenendteile 4b nochmals um 90° gefaltet, so daß sie an der Innenseite
der Schachtel an den Stirnfaltlappen 2 anliegen.
Die Zündholzinnenschachtel hat nunmehr ihre endgültige Form erreicht. Zur Stabilisierung der Schachtel
sind an den die Formstücke 30 bildenden Kettengliedern Stege 31. welche die Längsseitenlappen 3 von außen
umschließen, so daß diese nach Verlassen des Formrades 19 ihre Form beibehalten.
Die Slirniappen 4 werden durch Anpreßorgane, weiche durch Druckscheiben 32 und Druckrollen 33 gebildet
sind, fest mit den Stirnfaltlappen 2 zusammengepreßt, so daß eine gut geklebte Zündholzinnenschachtel
entsteht. Die Schachtel ist in Fig.9 dargestellt. Diese
Schachtel wird dann im Ausstreifer 34 aus dem Formstück 30 ausgestreift und verläßt über den Führungskäfig
35 die Maschine, indem sie von den nachfolgenden Schachteln geschoben wird.
Hierzu 8 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Verfahren zur Herstellung von Zündholzinnenschachteln und dgl. aus entsprechenden Zuschnitten
(1) während des kontinuierlichen Durchlaufs dieser Zuschnitte (1) bzw. der entstehenden Schachteln
durch eine Transport- und Bearbeitungsbahn, wobei die Zuschnitte (1) bestehen aus einem Boden (Γ). aus
an den Boden längs bahnparailelcr Faltkanten (U)
anschließenden Stirnlappen (4). aus an den Boden (1') längs querliegender Faltkanten (fy anschließenden Längsseitenlappen (3) und aus an den Längsseitenlappen (3) längs bahnparalleler Faltkanten (fy anschließenden Stirnfaltlappen (2); und wobei die
Stirnfaltlappen (2) um die zugehörigen Faltkanten (Ti) um annähernd 90° gegenüber den Längsseitenlappen (3) geklappt werden, die Längsseitenlappen
(3) um die zugehörigen Faltkanten (f3) gegenüber
dem Boden (1') um annähernd 90° aufgerichtet werden, die Stirnlappen (4) um die zugehörigen Faltkanten (U) gegenüber dem Boden (V) um annähernd 90°
aufgerichtet werden zur Anlage an den außenliegenden Seitenflächen der Stirnfaltlappen (2) und die
Stirnfaltlappen (2) überragende Endteiie (4b) der Stirnlappen (4) um bahnparallele weitere Faltkanten
(f<b) um annähernd 180° umgeklappt werden zur
Anlage an den Innenseitenflächen der Stirnfaltlappen (2), dadurch gekennzeichnet, daß die
Längsseitenlappen (3) in einem Zwischenstadium gegenüber der 90°-Aufrichtstellung zum Boden (1')
überfaltet werden, nachdem die Stirnfaltlappen (2) bereits in eine 90° noch übersteigende Stellung zu
den Längsseitenlappen (3) gebracht worden sind, wobei beim Überfalten der Längsseitenlappen (3)
die Stirnlappen (4) in einer gegenüber dem Boden (V) nach unten abgeklappten Stellung gehalten werden, welche den Vorbeigang der Stirnfaltlappen (2)
am Boden (1') und an den Stimlappcn (4)gestattet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der vorlaufende und der nachlaufende
Längsseitenlappen (3) nacheinander überfaltet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst der nachlaufende Längssci-
tenlappen (3) überfaltet wird und anschließend der vorlaufende Längsseitenlappen (3).
4. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, umfassend eine
Transport- und Bearbeitungsbahn, Zuliefermittel zum Zuliefern der Zuschnitte zu der Transport- und
Bearbeitungsbahn, erste Faltmittel (bei 17) in der Transport- und Bearbeitungsbahn zum Umfalten
der Stirnfaltlappen (2) gegenüber den Längsseitenlappen (3), in Bahnrichtung bewegte, im wesentli-
chen U-förmige und quer zur Bahnrichtung offene Aufnahmeschächte (in 19) zum Aufnehmen der Zuschnitte (1) unter Aufrichtung der Längsseitenlappen (3) gegenüber dem Boden (!'). synchron mit den
Aufnahmeschächten bewegte Einstoßorgane (bei t>o 18) zum Einstoßen der Zuschnitte (1) in die Aufnahmeschächte (in 19), zweite Faltmittel (25) zum Aufrichten der Stirnlappen (4) gegenüber dem Boden
(V), dritte Faitmittel (26) zum Umfalten der Stirnlappenendteile (4b) in Parallelstellung zum Boden (!'), t,5
Einstoßorgane (30) zum Beiklappcn der Stirnlappenendteile (4b) an die Innenseitenflächen der Stirnfaltlappen (2) und Anpreßorgane (32, 33) zum Zusam
mendrücken der aus den Stirnlappenbodenansatzteilen (4a), den Stirnfaltlappen (2) und den Stirnlappenendteilen (4b) bestehenden Dreierschichtung,
dadurch gekennzeichnet, daß im Mittelbereich der Langsseitcnlappen (3) in den quer zur Bahnrichtuüg
liegenden Begrenzungswänden der Aufnahmeschächte (in 19) Ausnehmungen (Fig. 15) vorgesehen sind, daß über der Transport- und Bearbeitungsbahn in deren Längsrichtung stationäre, rotierende
Überfaltorgane (21, 22) vorgesehen sind, welche durch die jeweilige Ausnehmung hindurch zum Eingriff mit den Längsseitenlappen (3) kommen, und
daß an einer Stelle in Bahnrichtung vor den Überfaltorganen (21, 22) Abklappmittel (5) vorgesehen
sind, welche die Stirnlappen gegenüber dem Boden abklappen.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abklappmittel (5) von stationären
Seitenführungen gebildet sind.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der stationären Seitenfülirungen (5) voneinander größer ist als die Erstrekkur.g des Bodens (V) quer zur Bahnrichtung.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das dem Überfalten
des nachlaufenden Längsseitenlappcns \3) dienende Üborfakorgan (21) von einem einzigen Daumen einer umlaufenden Achse (23) gebildet ist, dessen Umlaufgeschwindigkeit in dem der Bahn zugekehrten
Umlaufbereich der Transportgeschwindigkeil der Zuschnitte gleichgerichtet ist und größer ist als diese.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das dem vorlaufenden
Langsseitcnlappen (3) zugeordnete Überfaltorgan (22) von jeweils einem Zacken eines Sternrades (22)
gebildet ist, dessen Umlaufgeschwindigkeit in dem der Transportbahn nahen Bereich der Transportgeschwindigkeit des Zuschnitts (1) gleichgerichtet ist
und geringer ist als diese.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3204620A DE3204620C2 (de) | 1982-02-10 | 1982-02-10 | Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Zündholzinnenschachteln und dergleichen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3204620A DE3204620C2 (de) | 1982-02-10 | 1982-02-10 | Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Zündholzinnenschachteln und dergleichen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3204620A1 DE3204620A1 (de) | 1983-08-18 |
| DE3204620C2 true DE3204620C2 (de) | 1984-11-15 |
Family
ID=6155293
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3204620A Expired DE3204620C2 (de) | 1982-02-10 | 1982-02-10 | Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Zündholzinnenschachteln und dergleichen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3204620C2 (de) |
Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE3515775A1 (de) * | 1985-05-02 | 1986-11-06 | Focke & Co (GmbH & Co), 2810 Verden | Verfahren und vorrichtung zum herstellen von packungen mit abgerundeten oder abgeschraegten kanten |
| DE4027395A1 (de) * | 1990-08-30 | 1992-04-02 | 4 P Nicolaus Kempten Gmbh | Verfahren und maschine zum aufrichten einer faltschachtel |
Family Cites Families (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE1918060U (de) * | 1964-05-06 | 1965-06-16 | United Shoe Machinery Corp | Maschine zum herstellen von kartonagen. |
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-
1982
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3204620A1 (de) | 1983-08-18 |
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