DE3207825C2 - - Google Patents

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DE3207825C2
DE3207825C2 DE19823207825 DE3207825A DE3207825C2 DE 3207825 C2 DE3207825 C2 DE 3207825C2 DE 19823207825 DE19823207825 DE 19823207825 DE 3207825 A DE3207825 A DE 3207825A DE 3207825 C2 DE3207825 C2 DE 3207825C2
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Description

Die Erfindung betrifft eine Reinigungsmittelzusammensetzung mit 0,01 bis 70 Gew.-% Alkali-Cellulasen im pH-Wertbereich von 7 bis 11 und einer enzymatischen Aktivität von mindestens 0,001 Einheiten/mg Feststoff.
Eine derartige Reinigungsmittelzusammensetzung ist aus der DE 31 17 250 A1 bekannt. Bei dieser bekannten Reinigungsmittelzusammensetzung soll ein Textilweichmacher für ein Waschmittel zur Verfügung gestellt werden, das insbesondere für Baumwolle enthaltende Textilien geeignet ist.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Waschkraft dieser Reinigungsmittelzusammensetzung zu erhöhen und insbesondere eine Reinigungsmittelzusammensetzung der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, die besonders bei der Entfernung anorganischen Feststoffschmutzes, wie etwa feinen Schlammpartikeln, geeignet ist und die Reinigungskraft phosphorfreier Reinigungsmittel zu verstärken.
Handelsüblich verfügbare und allgemeine bekannte Cellulasen besitzen einen optimalen pH-Wert im Säurebereich oder im neutralen Bereich, wobei sie in einem alkalischen Bereich nicht eingesetzt wurden, da die Cellulaseaktivität im alkalischen Bereich herabgesetzt wird.
So beschreibt die DE-OS 27 48 212 Cellulasen im pH-Wertbereich von 8,5 bis 10,5, wobei hiermit jedoch die Lagerbeständigkeit eines Flüssigwaschmittels verbessert werden soll.
Allgemein beschrieben ist die Herstellung alkalischer Cellulase in der DE-OS 22 47 832.
Gemäß der Erfindung zeichnet sich die Reinigungsmittelzusammensetzung der eingangs genannten Art dadurch aus, daß die Alkali-Cellulase durch einen Pilz des Bazillus N (FERM 1138, ATCC 21 832; FERM 1141, ATCC 21 833) oder einen Cellulase-212 erzeugenden Pilz (FERM 2306, ATCC 31 085, der zum Stamm Aeromonas gehört, hergestellt ist und aus dem Hepatopancreas der Seemollusken extrahiert ist.
Die Mechanismen der Reinigungseffekt der Alkalicellulasen gemäß der Erfindung ist bislang noch nicht voll erklärt, wobei man jedoch weiß, daß die Effekte nicht nur auf der Expansion der Fasern beruhen, ungleich einem Phänomen, das man beim Einsatz von oberflächenaktiven Mitteln beobachtet.
Große Vorteile der Erfindung liegen darin, daß das Waschmittel besonders wirkungsvoll ist bei der Erfindung anorganischen Feststoffschmutzes, wie etwa feinen Schlammpartikeln, die mit herkömmlichen Reinigungsmitteln nicht hinreichend zu entfernen sind, wie auch zur Entfernung anderen Schmutzes, wie Flecken an Hemdenkragen oder Manschetten von Kleidungsstücken sowie Ölflecken an Kleidern, während ein besonderer Nutzen darin liegt, die Reinigungskraft phosphorfreier Reinigungsmittel zu verstärken, was auch für Reinigungsmittel mit einem sehr geringen Phosphorgehalt gilt. Phosphatsalze waren sehr wirkungsvoll bei der Entfernung feiner Schlammpartikel, die in die Fasern hineingeraten waren. In jüngster Zeit drängt man jedoch auf die Verringerung der Menge an Phosphatsalzen in Reinigungsmitteln, wegen des Problems der Eutrophierung. Das Erfordernis für den Einsatz phosphatfreier Reinigungsmittel macht die Entfernung von Schlammpartikeln äußerst schwierig. Im besonderen die Entfernung von Schlammpartikeln, die in Baumwollgewebe eingedrungen sind, ist äußerst schwierig, was hinlänglich bekannt ist. Darüber hinaus hat sich gezeigt, daß die Entfernung schlammiger Flecken von Baumwollschuhen den Verwendern beim Waschen der Schuhe große Schwierigkeiten bereitete.
Die vorliegende Erfindung wirft ein neues Licht auf diese Probleme. Gemäß der Erfindung wird eine ausgezeichnete Waschkraft erzielt, die gleich oder sogar besser ist als die eines schwachalkalischen Pulverreinigungsmittels, das eine hinreichende Menge an Sulfatsalz enthält, indem man 1) die Erfindung auf ein alkalisches Reinigungsmittel anwendet, welches keine Phosphate oder nur geringe Mengen von Phosphaten enthält, oder 2) die Erfindung auf ein schwachalkalisches flüssiges, phosphorfreies Reinigungsmittel einsetzt für die Reinigung schlammiger Flecken in Zellulosefasern oder Tuchen aus gemischten Fasern, die Zellulosefasern und andere Fasern enthalten.
Ein weiterer großer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß sie auf Waschmittel in jeder beliebigen Form anwendbar ist. Die Alkali-Zellulase kann eingebracht werden in eine Zusammensetzung in der Form eines sprühgetrockneten Pulvers, einer pulvrigen Pulvermischung, Tabletten oder eine Flüssigkeit, wobei man jeweils die Zusammensetzung des Reinigungsmittels gemäß der Erfindung erhält.
Bei der spezifischen Cellulase, die erfindungsgemäß eingesetzt wird, handelt es sich um eine Cellulase, erzeugt durch einen Pilz des Bazillus N oder eines Cellulase-212-erzeugenden Pilz, der zum Stamm der Aeromonas gehört. Der Bazillus N ist offenbart in der japanischen Patentveröffentlichung Nr. 28 515/75 und verfügbar von The Fermentation Research Institute, The Agency of Industrial Science and Technology. Er wurde in die Mikroorganismus-Sammlung aufgenommen unter der Nr. FERM Nr. 1138 (ATCC 21 832) und 1141 (ATCC 21 833). Die Aeromonas Fungus wurde auch aufgenommen in die dauerhafte Mikroorganismus Sammlung in dem Fermentation Research Institute, The Agency of Industrial Science and Technology, als FERM Nr. 2306 (ATCC 31 085) und ist in der japanischen Patentveröffentlichung 39 191/81 offenbart.
Die erfindungsgemäß verwendete Zellulase umfaßt eine Zellulase extrahiert aus dem Hepatopancreas der Seemollusken (Dolabella Auricula Solander), die beschrieben ist in Biochem. J. (1966) 99, 214-221.
Bei jeder Zellulase, die durch diese Pilze erzeugt wird, handelt es sich um eine spezielle Zellulase, die eine hohe Aktivität auch unter alkalischen Bedingungen aufrechterhält und eine Alkaliwiderstandskraft besitzt.
Die Reinigungsmittelzusammensetzung gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß diese spezielle Zellulase als zwingender Bestandteil hierin enthalten ist. Im besonderen wird durch die Erfindung eine Reinigungsmittelzusammensetzung geschaffen, die eine besondere Waschkraft bezüglich anorganischer Flecken besitzt, unabhängig von der inneren Aktivität der Zellulase, und zwar im besonderen auf Kragenverschmutzungen, die aus Mischungen von anorganischen Flecken und Ölen bestehen, die von der Hautoberfläche abgegeben werden und die sich über einen Zeitraum ändern.
Wenn die Reinigungsmittelzusammensetzung eine spezielle Zellulase umfaßt, die eine hohe Aktivität unter alkalischen Bedingungen aufweist und außerdem eine Alkaliwiderstandskraft besitzt, die erzeugt ist aus einem Pilz, ausgewählt von dem Bazillus N (hinterlegt bei FRI unter den Nummern 1138 bis 1141) und einem Zellulase 212-erzeugenden Pilz, der zu dem Stamm Aeromonas gehört, kann man einen ausgezeichneten Wascheffekt erzielen über einen weiten pH-Wert-Bereich des Waschbades.
Dieser ausgezeichnete Effekt macht bei weitem die Verminderung der Waschkraft wett, die auf der Reduktion der Alkalikapazität des Builders auf die Reduktion des pH-Wertes des Wachbades beruht.
Die enzymatische Aktivität der Zellulase, die erfindungsgemäß eingesetzt wird, bestimmt man nach dem folgenden Verfahren.
50 mg Avicel (für die Chromatographie) oder Carboxymethyl-Zellulose (CMC) werden in 4 ml einer Glycin-NaCl-NaOH-Pufferlösung (mit einem pH-Wert von 8,3) eingebracht, und die Schwebe wird vorerhitzt bei 37°C fünf Minuten lang, worauf 1 ml einer Enzymflüssigkeit der Schwebe hinzugefügt wird. Die Schwebe wird hinreichend gemischt, und die Reaktion wird für die Dauer von einer Stunde durchgeführt. Nach Beendigung der Reaktion wird die Menge an reduziertem Zucker bestimmt nach dem 3,5-Dinitrosalicylsäure-Verfahren. Im einzelnen wird die flüssige Reaktionsmischung gefiltert und 3 ml von 3,5-Dinitrosalicylsäure wird einem ml des Filtrats hinzugefügt, worauf die Mischung 10 Minuten lang auf 100°C erhitzt wird, um eine Färbung zu bewirken. Die Mischung wird gekühlt, worauf sie dann mit deionisiertem Wasser gemischt wird, so daß sich das Gesamtvolumen auf 25 ml erhöht. Die sich ergebende Flüssigkeit wird einer Colorimetrie bei einer Wellenlänge von 500 mµ unterworfen.
Wenn ein mg des Enzyms als Feststoff Zucker in einer Menge erzeugt, die 1 µ Mol der Glycose entspricht, eine Stunde lang unter den obengenannten Bedingungen, definiert man die enzymatische Aktivität als eine Einheit/mg des Feststoffes.
Die vorliegende Erfindung wird erzielt, indem man diese Alkali-Zellulasen mit bekannten Reinigungsmittelzusammensetzungen kombiniert. Bezüglich des Alkali-Zellulase-Gehaltes wird bevorzugt, daß die Zusammensetzung 0,01 bis 70 Gew.-% und im besonderen 0,1 bis 10 Gew.-% einer Alkali-Zellulase mit einer enzymatischen Aktivität von mindestens 0,001 Einheiten/mg Feststoffe enthält [eine Einheit/mg Feststoffe bildet 1,0 µ Mol Glucose von Zellulose in einer Stunde bei 37°C und einem pH-Wert von 8,3]. Auch die Menge an alkalischer Zellulase ist so groß, daß die enzymatische Aktivität der Alkali-Zellulase in dem Bad vorzugsweise 0,1 bis 1000 Einheiten/l, im besonderen 1 bis 100 Einheiten/l ausmacht.
Obwohl die Reinigungsmittelzusammensetzung gemäß der Erfindung in einem unbegrenzten pH-Wert-Bereich von einem sauren bis zu einem alkalischen pH-Wert eingesetzt werden kann, bevorzugt man, um den Reinigungseffekt der Alkali-Zellulase hinreichend herauszustellen, daß das Reinigungsbad alkalisch ist (im besonderen, daß ein pH-Wert von 7 bis 11 vorliegt).
Bei der Reinigungsmittelzusammensetzung gemäß der Erfindung sind die neben der Zellulase verwendeten Bestandteile nicht besonders eingeschränkt. So können beispielsweise die folgenden Bestandteile in die Zusammensetzung gemäß der Erfindung, entsprechend ihren wesentlichen Eigenschaften eingesetzt werden.
[1] Oberflächenaktive Mittel
  • (1) Geradkettige oder verzweigte Alkylbenzolsulfonatsalze mit einer Alkylgruppe von 10 bis 16 Kohlenstoffatomen im Durchschnitt.
  • (2) Alkyl- oder Alkenyläthersulfatsalze mit einer gradkettigen oder verzweigten Alkyl- oder Alkenylgruppe mit 10 bis 20 Kohlenstoffatomen im Durchschnitt, 0,5 bis 8 Mol im Durchschnitt an Äthylenoxid, Propylenoxid im Molekül und einem Zusatzverhältnis von Äthylenoxid/Propylenoxid von 0,1/9,9 bis 9,9/0,1 oder Äthylenoxid/Butylenoxid von 0,1/9,9 bis 9,9/0,1.
  • (3) Alkyl- oder Alkenylsulfatsalze mit einer Alkyl- oder Alkenylgruppe von 10 bis 20 Kohlenstoffatomen im Durchschnitt.
  • (4) Olefinsulfonatsalze mit 10 bis 20 Kohlenstoffatomen im Durchschnitt im Molekül.
  • (5) Alkansulfonatsalze mit 10 bis 20 Kohlenstoffatomen im Durchschnitt im Molekül.
  • (6) Gesättigte oder ungesättigte Fettsäure mit 10 bis 24 Kohlenstoffatomen im Durchschnitt im Molekül.
  • (7) Alkyl- oder Alkenyläthercarboxylatsalze mit einer Alkyl- oder Alkenylgruppe von 10 bis 20 Kohlenstoffatomen im Durchschnitt, 0,5 bis 8 Mol im Durchschnitt von Äthylenoxyd, Propylenoxid oder Butylenoxid im Molekül und einem Zusatzverhältnis von Äthylenoxid/Propylenoxid von 0,1/9,9 bis 9,9/0,1 oder Äthylenoxid/Butylenoxid von 0,1/9,9 bis 9,9/0,1.
  • (8) α-Sulfo-Fettsäuresalze oder Ester der allgemeinen Formel: wobei Y eine Alkylgruppe repräsentiert mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen oder einem Gegenion, während Z ein Gegenion und R eine Alkyl- oder Alkenylgruppe mit 10 bis 20 Kohlenstoffatomen darstellt.
    Als Gegenionen von anionischen oberflächenaktiven Mitteln sind beispielsweise zu erwähnen Ionen von Alkalimetallen, wie Natrium und Kalium, Erdalkalimetalle wie Calcium und Magnesium, Ammonium, Alkanolamide mit einem Gehalt von 1 bis 3 Alkanolgruppen mit 2 oder 3 Kohlenstoffatomen, wie Monoäthanolamin, Diäthanolamin, Triäthanolamin und Triisopropanolamin.
  • (9) Oberflächenaktive Mittel des Aminosäuretyps der allgemeinen Formel:
    Nr.1 wobei R₁ eine Alkyl- oder Alkenylgruppe mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen, R₂ Wasserstoff oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 2 Kohlenstoffatomen, R₃ einen Aminosäurerückstand und X ein Alkalimetall oder ein Erdalkalimetallion darstellt.
    Nr. 2 wobei R₁, R₂ und X die gleichen Bedeutungen wie oben besitzen, während n eine ganze Zahl von 1 bis 5 darstellt.
    Nr. 3 wobei R₁ die gleiche Bedeutung wie oben besitzt und m eine ganze Zahl von 1 bis 8 darstellt.
    Nr. 4 wobei R₁, R₃ und X die gleiche Bedeutung wie oben besitzen, während R₁ Wasserstoff oder eine Alkyl- oder Hydroxyalkylgruppe mit 1 bis 2 Kohlenstoffatomen darstellt.
    Nr. 5 wobei R₂, R₃ und X die gleiche Bedeutung wie oben besitzen und R₅ eine β-Hydroxyalkyl- oder β-Hydroxyalkenylgruppe mit 6 bis 28 Kohlenstoffatomen darstellt.
    Nr. 6 wobei R₃, R₅ und X die gleiche Bedeutung wie oben besitzen.
  • (10) Phosphatester oberflächenaktive Mittel:
    Nr. 1 Saure Alkyl-(oder Alkenyl-)Phosphate: wobei R′ eine Alkyl- oder Alkenylgruppe darstellt mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen, während n′+m′ 3 und n′ eine Zahl von 1 bis 2 bedeutet.
    Nr. 2 Alkyl-(oder Alkenyl-)Phosphate: wobei R′ die gleiche Bedeutung wie oben besitzt, während n′′+m′′ 3 und n′′ eine Zahl von 1 bis 3 darstellt.
    Nr. 3 Alkyl-(oder Alkenyl-)Phosphatsalze: wobei R′, n′′ und m′′ die gleiche Bedeutung wie oben besitzen, während M, Na, K oder Ca darstellt.
  • (11) Amphoterische oberflächenaktive Mittel des Sulfonsäuretyps der folgenden Formel
    Nr. 1 wobei R₁₁ eine Alkyl- oder Alkenylgruppe mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen, R₁₂ eine Alkenylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, R₁₃ eine Alkenylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen, R₁₄ eine Alkenylen- oder Hydroxyalkylengruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen darstellt.
    Nr. 2 wobei R₁₁ und R₁₄ die gleichen Bedeutungen wie oben besitzen, während R₁₅ und R₁₆ jeweils eine Alkyl- oder Alkenylgruppe mit 8 bis 24 oder 1 bis 5 Kohlenstoffatomen darstellt.
    Nr. 3 wobei R₁₁ und R₁₄ die gleiche Bedeutung wie oben besitzen, während nl eine ganze Zahl von 1 bis 20 darstellt.
  • (12) Amphoterische oberflächenakitve Mittel des Betaintyps der allgemeinen Formel:
    Nr. 1 wobei R₂₁ eine Alkyl-, Alkenyl-, β-Hydroxyalkyl- oder β-Hydroxyalkenylgruppe mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen, R₂₂ eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und R₂₃ eine Alkylen- oder Hydroxyalkylengruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen darstellt.
    Nr. 2 wobei R₂₁ und R₂₃ die gleiche Bedeutung wie oben besitzen, während n2 eine ganze Zahl von 1 bis 20 darstellt.
    Nr. 3 wobei R₂₁ und R₂₃ die gleiche Bedeutung wie oben besitzen, während R₂₄ eine Carboxyalkyl- oder Hydroxyalkylgruppe mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen darstellt.
  • (13) Polyoxyäthylenalkyl- oder -Alkenyläther mit einer Alkyl- oder Alkenylgruppe von 10 bis 20 Kohlenstoffatomen im Durchschnitt und 1 bis 20 Mol zugefügtem Äthylenoxid.
  • (14) Polyoxyäthylen-alkylvinyläther mit einer Alkylgruppe von 6 bis 12 Kohlenstoffatomen im Durchschnitt und 1 bis 20 Mol zugefügtem Äthylenoxid.
  • (15) Polyoxypropylenalkyl- oder Alkenyläther mit einer Alkyl- oder Alkenylgruppe von 10 bis 20 Kohlenstoffatomen im Durchschnitt und 1 bis 20 Mol zugefügtem Propylenoxid.
  • (16) Polyoxybutylenalkyl- oder -Alkenyläther mit einer Alkyl- oder Alkenylgruppe von 10 bis 20 Kohlenstoffatomen im Durchschnitt und 1 bis 20 Mol hinzugefügtem Butylenoxid.
  • (17) Nicht ionische oberflächenakive Mittel mit einer Alkyl- oder Alkenylgruppe von 10 bis 20 Kohlenstoffatomen im Durchschnitt und 1 bis 30 Mol insgesamt an zugefügtem Äthylenoxid und Propylenoxid oder Äthylenoxid und Butylenoxid (das Verhältnis von Äthylenoxid zu Propylenoxid oder Butylenoxid ist 0,1/9,9 bis 9,9/0,1).
  • (18) Höhere Fettsäurealkanolamide oder Alkylenoxidaddukte davon, der allgemeinen Formel: wobei R′₁₁ eine Alkyl- oder Alkenylgruppe mit 10 bis 20 Kohlenstoffatomen, R′₁₂ H oder CH₃, n3 eine ganze Zahl von 1 bis 3 und m3 eine ganze Zahl von 0 bis 3 bedeutet.
  • (19) Sucrose/Fettsäureester mit Fettsäuren, die 10 bis 20 Kohlenstoffatome im Durchschnitt aufweisen und Sucrose.
  • (20) Fettsäure/Glycolmonoester mit Fettsäuren, die 10 bis 20 Kohlenstoffatome im Durchschnitt aufweisen und Glycerol.
  • (21) Alkylaminoxide der allgemeinen Formel: wobei R′₁₃ eine Alkyl- oder Alkenylgruppe mit 10 bis 20 Kohlenstoffatomen und R′₁₄ sowie R′₁₅ jeweils eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen darstellen.
  • (22) Kationische oberflächenaktive Mittel der allgemeinen Formel:
    Nr. 1 wobei mindestens eines von R′₁, R′₂, R′₃ und R′₄ eine Alkyl- oder Alkenylgruppe mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen und die übrigen eine Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen darstellen, während X′ ein Halogen repräsentiert.
    Nr. 2 wobei R′₁, R′₂, R′₃ und X′ die gleiche vorgenannte Bedeutung besitzen.
    Nr. 3 wobei R′₁, R′₂ und X′ die gleiche Bedeutung wie oben besitzen, während R′₅ eine Alkylengruppe mit 2 bis 3 Kohlenstoffatomen und n4 eine ganze Zahl von 1 bis 20 darstellen.
Die Zusammensetzung enthält vorzugsweise mindestens eines der obengenannten oberflächenaktiven Mittel in einer Menge von mindestens 10 Gew.-%.
Als bevorzugte oberflächenaktive Mittel sind die folgenden zu erwähnen 1), 2), 3), 4), 5), 6), 11)-Nr. 2, 12)-Nr. 1, 13), 14), 15), 17) und 18).
[2] Zweiwertige Metallionsequestriermittel
Die Zusammensetzung kann 0 bis 50 Gew.-% einer oder mehrerer Builderkomponenten enthalten, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Alkalimetallsalzen oder Alkanolaminsalzen der folgenden Verbindungen:
  • 1) Salze der Phosphorsäuren, wie Orthophosphorsäure, Pyrophosphorsäure, Tripolyphosphorsäure, Metaphosphorsäure, Hexametaphosphorsäure und Phytinsäure.
  • 2) Salze von Phosphorsäuren, wie Äthan-1,1-Diphosphonsäure, Äthan-1,1,2-Triphosphonsäure, Äthan-1-Hydroxy-1,1-Diphosphonsäure und deren Derivate, Äthan-1-Hydroxy-1,1,2-Triphosphonsäure, Äthan-1,2-Dicarboxy-1,2-Diphosphonsäure und Metanhydroxyphosphonsäure.
  • 3) Salze von Phosphoncarboxylsäuren, wie 2-Phosphonbutan-1,2-Dicarboxylsäuren, 1-Phosphonbutan-2,3,4-Tricarboxylsäuren und α-Methylphosphonsuccinsäure.
  • 4) Salze von Aminosäuren, wie Aspartinsäure, Glutaminsäure und Glycin.
  • 5) Salze von Aminopolyessigsäuren, wie Nitriltriessigsäure, Imindiessigsäure, Äthylendiamintetraessigsäure, Diäthylentriaminpentaessigsäure, Glycolätherdiamintetraessigsäure, Hydroxyäthyliminodiessigsäure, Triäthylentetraminhexaessigsäure und Dienkolsäure.
  • 6) Hochmolekulare Elektrolyte, wie Polyacrylsäure, Polyaconitinsäure, Polyitaconsäure, Polycitraconsäure, Polyfumarsäure, Polymaleinsäure, Polymesaconinsäure, Poly-α-Hydroxyacrylsäure, Polyvinylphosphonsäure, Sulfonierte Polymaleinsäure, Maleinanhydrid/Disiobutylencopolymer, Maleinanhydrid/ Styrolcopolymer, Maleinanhydrid/Methylvinyläthercopolymer, Maleinanhydrid/Äthylencopolymer, Maleinanhydrid/Äthylenmischpolymerisat, Maleinanhydrid/Vinylacetatcopolymer, Maleinanhydrid/Acrylnitrilcopolymer, Maleinanhydrid/Acrylatestercopolymer, Maleinanhydrid/Butadiencopolymer, Maleinanhydrid/Isoprencopolymer, Poly-β-Ketocarboxylsäure abgeleitet von Maleinanhydrid und Kohlenmonoxid, Itaconsäure/ Äthylencopolymer, Itaconsäure/Acetonsäurecopolymer, Itaconsäure/ Maleinsäurecopolymer, Itaconsäure/Acrylsäurecopolymer, Malonsäure/Methylencopolymer, Mesaconsäure/Fumarsäurecopolymer, Äthylenglycol/Äthylenterephthalatcopolymer, Vinylpyrrolidon/ Vinylacetatcopolymer, 1-Buten-2,3,4-Tricarboxylsäure/ Itaconsäure/Acrylsäurecopolymer, quarternäre Ammoniumgruppen enthaltende Polyesterpolyaldehydcarboxylsäuren, Cis-Isomer der Epoxysuccinsäure, Poly[N,N-bis(Carboxymethyl)Acrylamid], Poly(Hydroxycarboxylsäure), Stärkesuccinat-, Stärkemaleat-, Stärketerephthalat- und Stärkephosphatester, Dicarboxystärke, Dicarboxymethylstärke sowie Zellulosesuccinatester.
  • 7) Nicht dissoziierende, hochmolekulare Bestandteile, wie Polyäthylenglycol, Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrrolidon und kalkwasserlöslicher Urethanierter Polyvinylalkohol.
  • 8) Salze von Dicarboxylsäuren, wie Oxalsäure, Malonsäure, Succinsäure, Glutarinsäure, Adipinsäure, Pimelinsäure, Suberinsäure, Acelainsäure und Decan-1,10-Dicarboxylsäure; Salze von Diglycolsäure, Thiodiglycolsäure, Oxalessigsäure, Hydroxydisuccinsäure, Carboxymethylhydroxysuccinsäure und Carboxymethyltatronsäure; Salze von Hydroxycarboxylsäuren, wie Glycolsäure, Apfelsäure, Hydroxypivalinsäure, Tartarinsäure, Zitronensäure, Milchsäure, Guluconsäure, Mucinsäure, Glucuronsäure, sowie Dialdehydstärkeoxide, Salze der Itaconsäure, Methylsuccinsäure, 3-Methylglutarinsäure, 2,2-Dimethylmalonsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Glutaminsäure, 1,2,3-Propantricarboxylsäure, Aconitinsäure, 3-Buten-1,2,3-Tricarboxylsäure, Butan-1,2,3,4-Tetracarboxylsäure, Äthantetracarboxylsäure, Äthentetracarboxylsäure, n-Alkenyl-Aconitinsäure, 1,2,3,4-Cyclopentantetracarboxylsäure, Phthalsäure, Trimesinsäure, Hemimellitinsäure, Pyrromellitinsäure, Benzolhexacarboxylsäure, Tetrahydrofuran-1,2,3-4-Tetracarboxylsäure und Tetrahydrofuran-2,2,5,5-Tetracarboxylsäure; Salze von sulfonierten Carboxylsäuren, wie Sulfoitaconsäure, Sulfotricarballylsäure, Cysteinsäure, Sulfoessigsäure und Sulfosuccinsäure; Carboxymethylierte Sucrose, Lactose, und Raffinose, Carboxymethyliertes Pentaerythritol, Carboxymethylierte Glyconsäure, Kondensate von mehrwertigen Alkoholen oder Sacchariden mit Maleinanhydrid oder Succinanhydrid, Kondensate von Hydroxycarboxylsäuren mit Maleinanhydrid oder Succinanhydrid sowie organische Säuresalze wie CMOS und Builder M.
  • 9) Alumosilicate:
    Nr. 1 Kristalline Alumosilicate der Formel x′ (M′₂O or M′′O) · Al₂O₃ · y′ (SiO₂) · w′ (H₂O)wobei M′ ein Alkalimetallatom, M′′ ein Erdalkaliatom austauschbar mit Calcium, x′, y′ und w′ Molzahlen der jeweiligen Komponenten repräsentieren, wobei allgemein die folgende Größenordnung gilt:
    0.7 ≦ x′ ≦ 1.5, 0.8 ≦ y′ < 6 und w′ gleich eine positive Zahl.Nr. 2 Reinigungsmittelbuilder mit der folgenden allgemeinen Formel werden besonders bevorzugt:Na₂O · Al₂O₃ · n SiO₂ · w H₂Owobei n eine Zahl von 1,8 bis 3,0 und w eine Zahl von 1 bis 6 darstellt.Nr. 3 amorphe Alumosilicate der Formel:x (M₂O) · Al₂O₃ · y (SiO₂) · w (H₂O)wobei M ein Natrium und/oder Calciumatom und x, y und w die Molzahlen der jeweiligen Komponenten darstellen mit den folgenden Bereichen:0.7 ≦ x ≦ 1.2
    1.6 ≦ y ≦ 2.8
    w: jede positive Zahl einschließlich 0.Nr. 4 amorphe Alumosilicate der Formel:X (M₂O) · Al₂O₃ · Y (SiO₂) · Z (P₂O₅) · ω (H₂O)wobei M Na oder K bedeutet, während X, Y, Z und Molzahlen der jeweiligen Komponenten in den folgenden Bereichen darstellen:0.20 ≦ X ≦1.10
    0.20 ≦ Y ≦ 4.00
    0.001 ≦ Z ≦ 0.80
    ω: jede positive Zahl einschließlich 0.
[3] Alkalische oder anorganische Elektrolyte
Die Zusammensetzung kann auch 1 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 30 Gew.-% eines oder mehrerer Alkalimetallsalze enthalten, ausgewählt aus den folgenden Bestandteilen als Alkali oder anorganischer Elektrolyt: Silicate, Carbonate und Sulfate. Außerdem kann die Zusammensetzung organische Alkali enthalten, wie Triäthanolamin, Diäthanolamin, Monoäthanolamin und Triisopropanolamin.
[4] Antiredepositionsmittel
Die Zusammensetzung kann 0,1 bis 5% eines oder mehrerer der folgenden Bestandteile als Antiredepositionsmittel enthalten: Polyäthylenglycol, Polyvinylglycol, Polyvinylpyrrolidon und Carboxymethylzellulose.
Im besonderen zeigt eine Kombination von Carboxymethylzellulose oder Polyäthylenglycol mit der Alkalizellulose gemäß der Erfindung einen Synergismus bei der Entfernung von schlammigem Schmutz.
Um die Zersetzung der Carboxymethylzellulose durch die Alkalizellulase in der Reinigungsmittelzusammensetzung zu verhindern, setzt man vorzugsweise die Carboxymethylzellulose in der Form eines Granulats oder in überzogener Form ein.
[5] Bleichmittel
Eine Kombination der Alkalizellulase der Erfindung mit einem Bleichmittel wie etwa Natriumpercarbonat, Natriumperborat, Natriumsulfat/Wasserstoffperoxidaddukt oder Natriumchlorid/Wasserstoffperoxidaddukt oder/und ein photoempfindlicher Bleichfarbstoff, wie Zink- oder Aluminiumsalz von sulfoniertem Phthalocyanin fördert weiter die Reinigungswirkung.
[6] Enzyme (Enzyme, die deren wesentliche enzymatische Effekte in dem Reinigungsschritt zeigen)
Als Enzyme können die folgenden erwähnt werden (klassifiziert in bezug auf ihre enzymatische Reaktionsfähigkeit):
Hydrolasen, Hydrasen, Oxidoreduktasen, Desmolasen, Transferasen und Isomerasen; alle diese Enzyme können gemäß der Erfindung eingesetzt werden. Die besonders bevorzugten Enzyme sind Hydrolasen, wie Protease, Esterase, Carbonhydrolase und Nuclease.
Beispiele für Proteasen sind Pepsin, Trypsin, Chymotrypsin, Collagenase, Keratinase, Elastase, Subtilisin, BPN, Papain, Bromelin, Carboxypeptidasen A und B, Aminopeptidase und Aspergillopeptidasen A und B.
Beispiele für Esterasen sind gastritische Lipasen, pancreatische Lipase, Gemüselipasen, Phospholipasen, Cholinesterasen und Phosphotasen.
Carbonhydrolasen neben den Alkalizellulasen umfassen Maltase, Saccharase, Amylase, Pectinase, Lysozym, α-Glucosidase und β-Glucosidase.
[7] Bläuemittel und fluoreszierende Farbstoffe
Verschiedene Bläuemittel und fluoreszierende Farbstoffe können, falls erforderlich, in die Zusammensetzung eingebracht werden. Hierbei sind beispielsweise Verbindungen mit den folgenden Strukturformeln zu empfehlen:
Sowie Bläuemittel der folgenden allgemeinen Formel:
Dabei repräsentiert D einen Rückstand eines Blau- oder Purpur-, Monoazo-, Disazo- oder Anthraquinon-Farbstoffes, X und Y stehen für eine Hydroxylgruppe, eine Aminogruppe, eine aliphatische Aminogruppe, die substituiert werden kann durch Hydroxyl, Sulfonsäure, Carboxylsäure oder Alkoxylgruppe, oder eine aromatische oder alizyklische Aminogruppe, die substituiert werden kann durch ein Halogenatom oder Hydroxyl, Sulfonsäure, eine niedere Alkyl- oder niedere Alkoxylgruppe, R steht für ein Wasserstoffatom oder eine niedere Alkylgruppe, jedoch ausschließlich solcher Fälle, in welchen (1) R ein Wasserstoffatom und sowohl X als auch Y eine Hydroxylgruppe oder ein Alkanolamin gleichzeitig darstellen und (2), wenn R ein Wasserstoffatom und X oder Y eine Hydroxylgruppe bedeutet, während der jeweils andere eine Alkanolamingruppe darstellt, und n steht für eine ganze Zahl von mindestens 2 und
dabei repräsentiert D einen Rückstand eines Blau- oder Purpur-, Azo- oder Anthraquinonfarbstoffes, während X und Y gleich oder unterschiedlich sein können und einen Alkanolaminrückstand oder eine Hydroxylgruppe darstellen.
[8] Verkrustungsverhinderungsmittel
Die folgenden Verkrustungsverhinderungsmittel können in die pulverförmige Reinigungsmittelzusammensetzung eingebracht werden: p-Toluolsulfonsalze, Xylolsulfonatsalze, Acetatsalze, Sulfosuccinatsalze, Talk, Feinpulverisierte Kieselerde, Ton, Calciumsilicate, (wie etwa Micro-Cell der Firma Johns-Manvill Co.), Calciumcarbonat und Magnesiumoxid.
[9] Maskier- oder Abdeckungsmittel für Faktoren, die die Alkalizellulaseaktivität behindern
Die Alkalizellulasen werden in manchen Fällen deaktiviert in der Anwesenheit von Kupfer-, Zink-, Chrom-, Quecksilber-, Blei-, Mangan- oder Silberionen und deren Verbindungen. Verschiedene Metallgelatiermittel und Metallausfällungsmittel wirken auf diese Inhibitoren ein. Sie umfassen beispielsweise zweiwertige Metallionensequestriermittel, wie sie weiter oben unter [2] unter Bezugnahme auf die optimalen Zusätze aufgelistet sind, wie auch Magnesiumsilicat und Magnesiumsulfat.
Zellubiose, Glucose und Gluconolacton wirken manchmal wie die Inhibitoren. Man bevorzugt dementsprechend mit der Alkalizellulase so weit wie möglich zu verhindern. Wenn die gleichzeitige Anwesenheit unvermeidbar ist, wird es erforderlich, einen direkten Kontakt der Saccharide mit der Alkalizellulase zu verhindern, indem man sie beispielsweise überzieht.
Starke Chelatiermittel, wie Äthylendiamintetraacetatsalze, anionische oberflächenaktive Mittel und kationische oberflächenaktive Mittel wirken in manchen Fällen als Inhibitoren. Man kann jedoch die gleichzeitige Anwesenheit dieser Substanzen mit der Alkalizellulase zulassen, wenn ein direkter Kontakt hiermit verhindert wird, wie etwa durch Tablettieren oder durch Überziehungsverfahren.
Die obenerwähnten Maskiermittel und -verfahren können, falls erforderlich, im Zusammenhang mit der Erfindung eingesetzt werden.
[10] Alkalizellulaseaktivatoren
Die Aktivatoren variieren in Abhängigkeit von den unterschiedlichen Alkalizellulasen. In der Anwesenheit von Proteinen, Kobalt und dessen Salzen, Calcium und dessen Salzen, Calium und dessen Salzen, Natrium und dessen Salzen oder Monosacchariden, wie Manose und Xylose, werden die Alkalizellulasen aktiviert und deren Reinigungskraft wird bemerkenswert verbessert.
[11] Antioxidiermittel
Die Antioxidiermittel umfassen beispielsweise Tert-Butylhydroxytoluol, 4,4′-Butylidenbis(6-Tert-Butyl-3-Methylphenol), 2,2′-Butylidenbis(6-Tert-Butyl-4-Methylphenol), Monostyreniertes Cresol, distyreniertes Cresol, monostyreniertes Phenol, distyreniertes Phenol und 1,1′- Bis(4-Hydroxyvinyl)Cyclohexan.
[12] Lösungsvermittler
Die Lösungsvermittler umfassen beispielsweise niedere Alkohole, wie Äthanol, Benzolsulfonatsalze, niedere Alkylbenzolsulfonatsalze, wie p-Toluolsulfonatsalze, Glycose, wie Propylenglycol, Acetylbenzolsulfonatsalze, Acetamide, Pyridindicarboxylsäureamide, Benzoatsalze und Harnstoffe.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung noch eingehender. In den folgenden Bezugsbeispielen wird die Herstellung einer Alkalizellulase erläutert. Falls nicht anders angegeben, bedeuten die Prozentsätze in den folgenden Beispielen jeweils Gew.-%.
Bezugsbeispiel 1 Herstellung von Alkalizellulase
Alkaliresistente Zellulasen gemäß der Erfindung erhält man beispielsweise durch eine Technik, wie sie offenbart ist in G. Okada, T. Nishizawa und K. Nishizawa "Biochem. J. 99, 214 (1966)". Im einzelnen wurde eine Rohenzymlösung extrahiert aus dem Hepatopancreas von Seemollusken (Dolabella sp.). Die Rohenzymlösung wurde einer Stärkezonenelektrophorese unterworfen, und die Carboxymethylzellulosezuckerbildende Aktivität der sich ergebenden Fraktion wurde gemessen. Die Carboxymethylzellulose-zuckerbildende Aktivität bei einem pH-Wert von 8,3 wurde bestimmt durch eine dekadische Extinktion (ΔOD) bei 660 mµ unter Verwendung eines alkalischen Kupferreaktionsmittels und Arsenmolybdat, nachdem die Fraktion mit Carboxymethylzellulose reagiert hatte.
Fraktion Nr.
Zellulaseaktivität bei einem pH-Wert von 8,3 (ΔOD)
10
0,05
15 0,55
20 0,47
30 0,40
35 0,12
Es zeigt sich, daß die Fraktionen Nr. 15, 20 und 30 Zellulasen enthalten, die unter schwachen alkalischen Bedingungen eine hohe Aktivität besitzen.
Beispiel 1
Wie nachfolgend gezeigt wird, ist die Einwirkung von Alkalizellulase wesentlich stärker als diejenige anderer Enzyme auf Baumwolltuch, das künstlich mit schlammigem Schmutz befleckt ist:
1) Reinigungsmittelzusammensetzungen
2) Schmutzbefleckte Kleidung (künstlich befleckte Kleidung):
Kanuma sekigyoku-Boden für gärtnerischen Einsatz wurde getrocknet bei 120°C ±5°C vier Stunden lang und dann pulverisiert. Bodenpartikel, die durch ein Sieb mit einer Maschenweite von 100 µm hindurchgingen, wurden bei 120°C ±5°C zwei Stunden lang getrocknet. 150 g der Bodenpartikel wurden in 1000 ml Perclen dispergiert. Ein Kaliko Nr. 2023 Tuch wurde mit der Dispersion in Kontakt gebracht und gebürstet. Nach der Erfindung der Dispersion wurde der überschüssige Schlamm, der auf den Kleidern verblieb, entfernt. (Japanische Patentveröffentlichung Nr. 26 473/1980)
Die Teststücke mit einer Größe von 10 cm × 10 cm wurden präpariert und den Untersuchungen zugrundegelegt.
3) Reinigungsbedingungen und -verfahren sowie Auswertung:
Ein Reinigungsmittel wurde in Wasser mit einer Härte von 4° DH gelöst, zur Erzielung von 1 l einer 0,133%igen wäßrigen Reinigungsmittellösung. Fünf Stücke des mit schlammigem Schmutz künstlich befleckten Tuches wurden in die wäßrige Lösung eingetaucht. Nachdem man sie zwei Stunden lang bei 40°C stehen ließ, wurde die Reinigungsmittellösung und die Stücke künstlich befleckten Tuches in einen Edelstahlbecher des Turgotometers übertragen und bei 100 Umdrehungen/Minute und 20°C 10 Minuten lang in dem Turgotometer gerührt. Nach dem Waschvorgang unter fließendem Wasser wurden sie mit einem Eisen geplättet, und ihre Reflektionskraft wurde gemessen. Das Reinigungsmaß wurde nach der folgenden Formel berechnet:
Die Reflektionskraft des ursprünglichen Tuches vor dem Waschen und diejenige des befleckten Tuches vor und nach dem Waschen wurden mit Hilfe eines selbsttätig aufzeichnenden Colorimeters (ein Produkt von Shimadzu Seisaku-sho) gemessen, und das Reinigungsmaß (%) wurde aufgrund der folgenden Formel berechnet:
Ein Durchschnitt von fünf Proben wurde in Tabelle 1 aufgetragen.
Die wäßrige Reinigungsmittellösung vor dem Waschen besaß einen pH-Wert von 10,6.
4) Verwendete Enzyme
5) Ergebnisse:
Tabelle 1
Bezugsbeispiel 2
Ein Kulturmedium (mit einem pH-Wert von 10) enthaltend 1,0% Pepton, 1,0% Fleischextrakt, 1,0% Carboxymethylzellulose (CMC), 0,5% Natriumchlorid, 0,1% Caliumdihydrogenphosphat und 1,0% wasserfreies Natriumcarbonat wurde geimpft mit Bazillus N4, einer neuen Spezies, die zu dem Stamm Bazillus gehört (hinterlegt am FRI unter dem Hinterlegungszeichen 1141), getrennt von dem Boden, der bei Hirosawa, Wako City, Saitama Prefectur gesammelt wurde, worauf ein Schütteln durchgeführt wurde bei 37°C 72 Stunden lang. Die Zellen wurden entfernt durch Zentrifugaltrennung, zur Erzielung eines Rohenzyms. Das Rohenzym wurde getrocknet mit Äthanol, entsprechend der üblichen Methode, zur Erzielung eines Zellulasepulvers. Somit wurden 10 g/l eines Zellulaseenzyms (mit einer enzymatischen Aktivität von 0,6 Einheit/mg des Feststoffes bei einem pH-Wert von 6) (nachfolgend als "Zellulase N4" bezeichnet) erhalten.
Bei einem pH-Wert von 9 behielt das so erhaltene Enzym 85% der Aktivität bei einem pH-Wert von 6. Nebenbeibemerkt besaß eine handelsüblich verfügbare Zellulase mit einem Ursprung aus Asperpillus Niger eine Aktivität von 0% bei einem pH-Wert von 9. Das bedeutet, daß die Zellulase keine Aktivität bei einem pH-Wert von 9 besaß.
Bezugsbeispiel 3
In eine Flasche wurden 9 ml eines Kulturmediums eingebracht, enthaltend 0,5% Ammoniumsulfat, 1,5% Pulpenblockierungsmittel, 0,02% Glucose, 1,0% Hefenextract, 0,02% MgSO₄ · 7 H₂O und 0,2% K₂HPO₄, und das Kulturmedium wurde sterilisiert bei 120°C 20 Minuten lang. Das sterilisierte Kulturmedium wurde gekühlt und mit 10 ml einer 0,7%igen wäßrigen Lösung von NaHCO₃, die unabhängig sterilisiert worden war, vermischt. Das Kulturmedium wurde dann geimpft mit einer Zellulase 212 erzeugenden Spezies, die zu dem Stamm der Aeromonas gehört (hinterlegt bei dem FRI unter der Hinterlegungsnr. 2306), worauf ein schüttelndes Kultivieren durchgeführt wurde bei 37°C während einer Dauer von 72 Stunden. Die Zellen wurden durch Zentrifugaltrennung entfernt, und man erhielt eine Rohenzymflüssigkeit der Zellulase 212. Die Rohenzymflüssigkeit wurde mit Äthanol getrocknet, entsprechend dem üblichen Verfahren, und man erhielt ein Zellulasepulver mit einer enzymatischen Aktivität von 0,55 Einheit/mg des Feststoffes bei einem pH-Wert von 6 (nachfolgend als "Zellulase 212" bezeichnet). Bei einem pH-Wert von 9 behielt das so erhaltene Enzym 70% der enzymatischen Aktivität, die es bei einem pH-Wert von 6 hatte.
Die Enzyme, die in den Beispielen 2 bis 7 eingesetzt wurden, sind nachfolgend angegeben.
  • (1) Zellulase N4
  • (2) Zellulase 212
  • (3) Zellulase (geliefert von Sigma Co., abgeleitet von Aspergillus Niger, 1,35 Einheiten/mg)
  • (4) Lipase (geliefert von Gist Brocades N. V. abgeleitet von R. Oryzae)
  • (5) Amylase (Termamil 60G, geliefert von Novo Industries Co)
  • (6) Protease (Alkalase 2,0M, geliefert von Novo Ind. Co.)
Beispiel 2
Ein hochalkalisches, pulverförmiges Reinigungsmittel für Kleider wurde, entsprechend dem nachfolgenden Rezept, hergestellt. Der pH-Wert einer 0,133%igen wäßrigen Lösung des Reinigungsmittels war 11,2.
Natriumlinear-Dodecylbenzol-Sulfonat
20 Gew.-%
Seite (Natriumsalz von Rindertalgfettsäure) 2 Gew.-%
Natriumorthophosphat 20 Gew.-%
Natriummethaphosphat 10 Gew.-%
Natriumcarbonat 15 Gew.-%
Carboxymethylzellulose 1 Gew.-%
Polyäthylenglycol 1 Gew.-%
fluoreszierender Farbstoff 0,4 Gew.-%
Glaubersalz Ausgleich
Enyzm 0 oder 2 Gew.-%
Wasser 5 Gew.-%
Die Ergebnisse des mit den so hergestellten Reinigungsmitteln durchgeführten Waschtests sind in Tabelle 2 und den nachfolgenden Tabellen jedes Reinigungsmittel identifiziert durch die Beispielnr.-Enzymnr. (das enzymfreie Waschmittel ist identifiziert durch die Beispielnr.-(0)
Reinigungsmittel
Waschkraftindex
1-(0) (Bezugsreinigungsmittel)
100
1-(1) (Erfindung) 103,5
1-(2) (Erfindung) 104,0
1-(3) (Erfindung) 101
1-(4) (Erfindung) 100
1-(5) (Erfindung) 100
1-(6) (Erfindung) 100,5
Beispiel 3
Ein schwachalkalisches, pulverförmiges Reinigungsmittel für Kleider wurde, entsprechend dem nachfolgenden Rezept, hergestellt. Der pH-Wert einer 0,133%igen wäßrigen Lösung des Reinigungsmittels war 10,3.
Natrium-α-Olefin-Sulfonat
20 Gew.-%
Seife 1 Gew.-%
Natriumtripolyphosphat 20 Gew.-%
Natriumsilicat (JIS Nr. 2) 10 Gew.-%
Natriumcarbonat 5 Gew.-%
Carboxymethylzellulose 1 Gew.-%
Polyäthylenglycol 1 Gew.-%
fluoreszierender Farbstoff 0,4 Gew.-%
Glaubersalz Ausgleich
Enzym 0 oder 2 Gew.-%
Wasser 10 Gew.-%
In der gleichen Weise wie im Beispiel 1 beschrieben, wurde der Waschtest durchgeführt. Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 3 dargestellt.
Reinigungsmittel
Waschkraftindex
2-(0) (Bezugsreinigungsmittel)
100
2-(1) (Erfindung) 104
2-(2) (Erfindung) 104,5
2-(4) (Erfindung) 100
2-(5) (Erfindung) 100
2-(6) (Erfindung) 100,5
Beispiel 4
Ein neutrales, pulverförmiges Reinigungsmittel für Kleider wurde nach dem folgenden Rezept hergestellt. Der pH-Wert einer 0,133%igen wäßrigen Lösung des Reinigungsmittels war 6,8.
Natrium-Linear-Alkohol (C=14) Sulfat
30 Gew.-%
Polyäthylenglycol 1 Gew.-%
Natriumphosphat 1 Gew.-%
fluoreszierender Farbstoff 0,2 Gew.-%
Glaubersalz Ausgleich
Enzym 0 oder 2 Gew.-%
Wasser 5 Gew.-%
Die Ergebnisse des Waschtests an den so hergestellten Reinigungsmitteln sind in Tabelle 4 dargestellt.
Reinigungsmittel
Waschkraftindex
3-(0) (Bezugsreinigungsmittel)
100
3-(1) (Erfindung) 103
3-(2) (Erfindung) 103,5
3-(4) (Erfindung) 100
3-(5) (Erfindung) 100
3-(6) (Erfindung) 100
Beispiel 5
Ein phosphorfreies, schwachalkalisches Reinigungsmittel wurde nach dem folgenden Rezept hergestellt.
Natrium-Linear-Dodecylbenzol-Sulfonat
15 Gew.-%
Natriumalkyläthoxysulfat (C₁₄-C₁₅, EO-3 Mol) 5 Gew.-%
Builder und Enzyme (siehe Tabelle 5) 20 Gew.-%
Natriumsilicat 15 Gew.-%
Natriumcarbonat 15 Gew.-%
Carboxymethylzellulose 1,5 Gew.-%
Polyäthylenglycol 1,5 Gew.-%
fluoreszierender Farbstoff 0,5 Gew.-%
Glaubersalz Ausgleich
Wasser 5 Gew.-%
Die Ergebnisse des Waschtests sind in Tabelle 5 dargestellt.
Tabelle 5
Beispiel 4
Reinigungsmittel wurden hergestellt, entsprechend dem von Beispiel 3 übernommenen Rezept, unter Verwendung von Kombinationen von Enzymen. Die Ergebnisse des Waschtests, die an diesen Reinigungsmitteln durchgeführt wurden, sind in Tabelle 6 dargestellt.
Tabelle 6
Beispiel 7
Ein schwachalkalisches, pulverförmiges Reinigungsmittel für Kleidung wurde hergestellt, entsprechend dem nachfolgenden Rezept.
Natriumalkylsulfat (C=14,5)
15 Gew.-%
Natriumalkyläthoxysulfat (C=14,5, EO=3) 5 Gew.-%
Seite (Rindertalgtyp) 2 Gew.-%
Natriumpyrophosphat 18 Gew.-%
Natriumsilicat 13 Gew.-%
Natriumcarbonat 5 Gew.-%
Polyäthylenglycol 2 Gew.-%
fluoresziernder Farbstoff 0,2 Gew.-%
Glaubersalz Ausgleich
Magnesiumsilicat 1 Gew.-%
Wasser 5 Gew.-%
Enzym 2 Gew.-%
Natriumpercarbonat 15 Gew.-%
Die Ergebnisse des Waschtests an den so hergestellen Reinigungsmitteln sind in Tabelle 7 dargestellt.
Tabelle 7

Claims (2)

1. Reinigungsmittelzusammensetzung mit 0,01 bis 70 Gew.-% Alkali-Cellulasen im pH-Wertbereich von 7 bis 11 und einer enzymatischen Aktivität von mindestens 0,001 Einheiten/mg Feststoff, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkali-Cellulase durch einen Pilz des Bazillus N (FERM 1138, ATCC 21832; FERM 1141, ATCC 21833) oder einen Cellulase-212 erzeugenden Pilz (FERM 2306, ATCC 31085), der zum Stamm Aeromonas gehört, hergestellt ist und aus dem Hepatopancreas der Seemollusken extrahiert ist.
2. Reinigungsmittelzusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen oder mehrere der nachfolgenden Bestandteile enthält, nämlich oberflächenaktive Mittel, zweiwertige Metallionensequestriermittel, Alkalimittel, anorganische Elektrolyte, Antiredepositionsmittel, Bleichmittel, Enzyme, Bläuemittel, fluoreszierende Farbstoffe, Verkrustungsverhinderungsmittel, Abdeckungsmittel für Faktoren, die die Alkali-Cellulaseaktivität hindern, Aktivatoren für die Alkali-Cellulase, Antioxidiermittel, Lösungsvermittler und andere herkömmliche Zusätze.
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