DE3209256C2 - Rührvorrichtung für Flüssigmist od. dgl. - Google Patents

Rührvorrichtung für Flüssigmist od. dgl.

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Abstract

Es wird eine Rührvorrichtung für Flüssigmist od.dgl., insbesondere mit einem Elektroantrieb vorgeschlagen, die den Zweck hat, den Inhalt von Flüssigmistgruben in eine pumpfähige Konsistenz zu überführen. Um die Vorrichtung auch in niedrigen, schmalen und winkligen Gängen von Viehställen und ohne Verwendung von Hebegeräten, Frontladern od.dgl. betreiben zu können, wurde die Propellerwelle als knickbare und/oder trennbare Propellerwelle ausgeführt. Hierdurch kann die Vorrichtung auf engstem Raum gehandhabt werden und braucht insbesondere auch nicht zur Einführung durch eine Grubenöffnung angehoben zu werden. Mit herkömmlichen, starren Vorrichtungen ist es oft überhaupt nicht möglich, an bestimmten Gruben zu arbeiten.

Description

Die Erfindung betrifft eine Rührvorrichtung für Flüssigmist od. dgl., insbesondere mit einem Elektroantrieb.mit einer in das zu rührende Medium eintauchenden, von einem Schutzrohr umgebenen Propellerwelle, wobei das Schutzrohr und die Propellerwelle mehrteilig und an einer Trennstelle trennbar ausgebildet sind.
Flüssigmist-Rührvorrichtungen haben den Zweck, den Inhalt von Flüssigmistgruben in eine pumpfähige Konsistenz zu überführen, d. h. zu einem mehr oder weniger dünnflüssigen Brei zu verrühren. Flüssigmist enthält schwimmfähige und sich absetzende Bestandteile. Die vorwiegend organischen schwimmfähigen Teile bilden im Laufe der Zeit eine Schwimmdecke, die sich immer mehr verfestigt. Es ist deshalb notwendig, sowohl die Schwimmdecke zu zerstören, als auch den Bodensatz aufzurühren, um solche Flüssigmistgruben auf lange Sicht betreiben zu können. Ohne eine Umwälzung würrlen sie sonst völlig »zuwachsen«.
Man unterscheidet heute Flüssigmist-Rührvorrichtungen für große leicht zugängliche Gruben, die von einem Ackerschlepper angetrieben werden, und die kleineren Elektrorührer, bei denen die Propellerwelle von einem Mantelrohr umschlossen und an dessen beiden Enden belagert ist. Der Propeller sitzt auf dem überstehenden Wellenstummel. Auch bei diesen verhältnismäßig leichteren Elektrorührern ist die Propel- e>5 lerwelle zwischen 3 und 4V2 m lang. Es ergeben sich deshalb Schwierigkeiten, wenn diese Rührvorrichtungen auf engem Raum, insbesondere in niedrigen, schmalen und winkligen Gängen von Viehställen, an den Einsatzort transportiert und dort in kleine Grubenöffnungen eingesteckt werden sollen.
Es ist zwar eine zerlegbare Rührvorrichuing der einleitend bezeichneten Art aus dem deutschen Gebrauchsmuster 1838107 bekannt Hierbei handelt es sich um eine Vorrichtung mit Doppelfunktion als Jauchepumpe mit Rührer und als Futterrührer für einen Futterwagen. Für den reinen Rührbetrieb kann die Pumpe abgenommen und die Propellerwelle und das Schutzrohr gekürzt werden, da der Futterwagenbehälter nicht so tief wie die Jauchegrube ist Damit ist ein Transport durch enge, abgewinkelte Gänge möglich, jedoch erweist sich das Zerlegen und Wiederzusammenbauen dieser sog. Mixpumpe als sehr umständlich. Ihre Teile werden vollkommen voneinander getrennt und einzeln transportiert Es fallen auch vielerlei Schrauben und andere Kleinteile an, die leicht verloren gehen können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rühr vorrichtung zu schaffen, die als Geräteeinheit ohne Hilfsmittel über schmale, scharf abgewinkelte Gänge transportiert und auf engstem Raum einfach und unge fährlich aufgestellt und in Betrieb genommen werden kann.
Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Rührvorrichtung der eingangs genannten Art oadurch gelöst, daß die Schutzrohrteile mittels eines auftrennbaren Gelenks und die Propellerwellenteile mittels einer formschlüssigen Schaltkupplung miteinander verbunden sind. Die Vorrichtung braucht somit nicht in zwei Teile getrennt zu werden, sondern das Schutzrohr ist durch Gelenk abknickbar gestaltet, so daß sowohl zum Transport als auch zum Auf- und Abbau des Rührgeräts weniger Platz benötigt wird.
Vorgzugsweise wird das auftrennbare Gelenk durch am Schutzrohraußenumfang angebrachte ösen mit durchsteckbaren Gelenkbolzen gebildet. Wenn beispielsweise solche ösen oben und unten am Schutzrohraußenumfang angebracht sind, läßt sich das Schutzrohr wahlweise nach oben oder unten abknicken. Man wird also zum Transport den Propeller mit dem unteren Teil der Propellerwelle samt Schutzrohr nach oben klappen und dazu den unteren Gelenkbolzen entfernen. Andererseits kann zum leichteren Einbringen des Propellers in die Grubenöffnung das Schutzrohrende nach unten abgeknickt werden, wozu der untere Gelenkbolzen eingesteckt und der obere entfernt wird.
Da die Gelenkachsen von der Propellerwelle einen Abstand haben, wird letztere beim Abknicken getrennt, weshalb an der Trennstelle eine formschlüssige Schaltkupplung vorgesehen ist. Die Kupplung braucht nur im linearen und nicht geknickten Zustand der Propellerwelle einzugreifen. Eine bevorzugte Ausführungsform der Schaltkupplung besteht darin, daß die Propellerwellenteile im Bereich der Trennstelle eine Profilierung (Hirth-Verzahnung) aufweisen und daß die Verbindung mittels einer entsprechend profilierten Überwurfmuffe mit Schaltgabel erfolgt. Selbstverständlich kann aber auch durch die Verwendung eines Kardangelenks ein Betrieb in geknickter Stellung erfolgen, sofern die Propellerwellenteile längenveränderbar ausgebildet sind.
Vorteilhaft ist weiterhin, daß sich die Knick- bzw. Trennstelle etwa am Ende des ersten Drittels der gesamten Propellerwellenlänge befindet. Da die Propellerwelle durch die erfindungsgemäße Einrichtung leicht zum Transport nach oben geschwenkt werden kann, haben sich diese Abmessungen für ein Gerät mit Elek-
troantrieb und Fahrgestellt bewährt Selbstverständlich kann die Trennstelle jedoch auch an anderer Stelle liefen. Dies gilt insbesondere bei sehr lang ausgebildeten Propellerwellen.
Um Hebezeuge oder andere vorrichtbngsfremde Hilsmittel bei der Inbetriebnahme der Rührvorrichtung entbehrlich zu machen, wird vorgeschlagen, daß das Zusammenfügen der Schutzrohrteile und der jeweils darin enthaltenen propellerellenteile mittels einer Exzenter-Spannvorrichtung erfolgt Diese wird am besten auf der Oberseite des Schutzrohrs derart angeordnet, daß sie die beiden oberen Gelenkteile zusammenzieht wenn das Schutzrohr nach unten abgeknickt war und in die gestreckte Betriebsstellisng zurückgeführt werden solL
Ein vorteilhaftes und zweckmäßiges Auführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert Es zeigt
F i g. 1 die erfindungsgemäße Vorrichtung in Transportstellung zum Transport auf engstem Rauia, F i g. 2 normale Transportstellung,
F i g. 3 Einbringstellung mit nach unten abgeknickter Propellerwelle,
F i g. 4 Arbeitsstellung der Rührvorrichtung.
Die in den Figuren dargestellte Rührvorrichtung ist im bevorzugten Ausführungsbeispiel als fahrbarer Elektrorührer ausgebildet Wie in F i g. 4 in Arbeitsstellung dargestellt besteht die Rührvorrichtung 10 aus einer Propellerwelle 11 mit Propeller 12, die in den Flüssigmist 13 durch eine öffnung hineinragen. Die Propellerwelle 11 wird mittels eines Elektromotors 15 über ein in einem Getriebekasten 16 befindliches Getriebe angetrieben. Die Rührvorrichtung 10 weist zum besseren Transport ein Fahrgestell 17 auf.
Die Propellerwelle 11 ist trennbar ausgeführt. Hierzu weist sie an der Trennstelle 18 eine Klauenkupplung 19 auf.
Das die Propellerwelle 11 umgebende Schutzrohr 20 weist an der Trennstelle 18 oben und unten Gelenkoder Lagerösen auf. Durch diese Lagerösen 21, 22 wird im oberen Bereich ein Lagerbolzen 23, im unteren Bereich ein Lagerbolzen 24 eingeschoben. Entfernt man nun z. B. den unteren Lagerbolzen 24, so läßt sich der vordere Teil der Propellerwelle U einschließlich Schutzrohr 2C nach oben hin schwenken (siehe F i g. 1). Die Drehbewegung geschieht dabei um das durch die Teile 21,23 gebildete Lager oder Gelenk.
Umgekehrt kann man durch Entfernung des oberen Lagerbolzens 23 die Propellerwelle 11 nach 'inten hin verschwenken (siehe F i g. 3). Entfernt man beide Lagerbolzen 23,24, so läßt sich der vordere Teil der Propellerwelle 11 einschließlich zugehörigem Schutzrohr 20 von der übrigen Rührvorrichtung 10 vollständig trennen.
Die in F i g. 1 wiedergegebene Darstellung zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung beim Transportvorgang auf engstem Räume, z. B. in schmalen winkligen Stallgängen. Hier eignet sich die Vorrichtung zum Einbringen durch kleinste Grubenöffnungen z. B. ab 60 cm Durchmesser. Die Vorrichtung selber kann z. B. durch schmale, winklige Stallgänge ab ca. 50 cm Breite beförden werden.
Fig.2 zeigt die Verrichtung kurz vor Inbetriebnahme. Die nach oben abgeschwenkte Propellerwelle wurde wieder ausgerichtet und die Klauenkupplung 19 in Eingriff gebracht (siehe Fig. 2). Zum besseren Einführen der Vorrichtung durch die Öffnung 14 kann der obere Lagerbolzen 23 entfernt werden, wodurch die Propellerwelle nach unten hin schwenkbar isl (Fig. 3).
ohne die Vorrichtung anheben zu müssen. Bei der in Fig.4 dargestellten Betriebsstellung der Vorrichtung ist die Propellerwelle wieder ausgerichtet d. h. die Klauenkupplung in Eingriff. Dies geschieht durch Einbringen beider Lagerbolzen 23,24 in die Lagerösen 21,22.
Statt die Propellerwellenteile an- und abzukuppeln, können sie an der Knickstelle auch durch ein Kardangelenk verbunden sein. Die Propellerwelle kann dann ebenfalls zum Transport bzw. zum Ein- und Ausbringen in die Grubenöffnung geknickt werden. Hiermit sind ebenfalls eine Reihe von bereits geschilderten Vorteilen verbunden. Falls der Drehpunkt beim Knicken nicht in der Propellerwellenachse liegt, muß diese axialverschiebbar ausgeführt sein.
Zum besseren Zusammenfügen der Kupplungshälften hat sich eine Exzenter-Spannvorrichtung 25 bewährt Die auf das Schutzrohr 20 aufgesetzte Spannvorrichtung besteht aus einem drehbaren Rohr 26 mit aufgesetztem Spannhebel 27. Ein am ebenfalls rotierenden Befestigungshaken 28 angebrachter Zugbügel 29 zieht die Kupplungshälften zusammen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Rührvorrichtung für Flüssigmist od. dgl, insbesondere mit einem Elektroantrieb, mit einer in das zu rührende Medium eintauchenden, von einem Schutzrohr umgebenen Propellerwelle, wobei das Schutzrohr und die Propellerwelle mehrteilig und an einer Trennstelle trennbar ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzrohr- teile (20) mittels eines auftrennbaren Gelenks (21 bis 24) und die Propellerwellenteile (11) mittels einer formschlüssigen Schaltkupplung (19) miteinander verbunden sind.
2. Rührvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das auftrennbare Gelenk durch am Schutzrohraußenumfang angebrechte Ösen (21, 22) mit duichsteckbaren Gelenkbogen (23, 24) gebildet ist
3. Rührvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, daß die Propellerwellenteile (11) im Bereich der Trennstelle (18) eine Profilierung (Hirth- verzahnung) aufweisen und daß die Verbindung mittels einer entsprechend profilierten Überwurfmuffe mit Schaltgabel erfolgt.
4. Rührvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Trennstelle (18) etwa am Ende des ersten Drittels der gesamten Propellerwellenlänge befindet
5. Rührvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Zusammenfügen der Schutzrohrteile (20) und der jeweils darin enthaltenen Propellerwellenteile (11) mittels einer Exzenter-Spannvorrichtung (25) erfolgt.
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