DE320928C - Verfahren zum Bearbeiten grosser, rahmenfoermiger Werkstuecke - Google Patents

Verfahren zum Bearbeiten grosser, rahmenfoermiger Werkstuecke

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DE320928C
DE320928C DE1918320928D DE320928DD DE320928C DE 320928 C DE320928 C DE 320928C DE 1918320928 D DE1918320928 D DE 1918320928D DE 320928D D DE320928D D DE 320928DD DE 320928 C DE320928 C DE 320928C
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milling
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RUDOLF STAHLSCHMIDT DIPL ING
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23CMILLING
    • B23C3/00Milling particular work; Special milling operations; Machines therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Milling Processes (AREA)

Description

Bei der Herstellung von großen, rahmenförnrgen Werkstücken, beispielsweise den Rahmen von Lokomotiven oder sonstigen Eisenbahnfahrzeugen, Brücken- und anderen Trägern usw., hat man bisher die auszusparenden Stücke aus den Blechen'mittels autogener Schneidbrenner herausgeschnitten, dann mehrere so vorbearbeitete Werkstücke derselben Gattung gemeinsam aufgespannt und die Kanten der Aussparungen nach Lehren gefräst.
Dieses Verfahren hat sich in der Praxis gut eingeführt, obwohl es insofern gewisse Nachteile aufweist, als zwei Arbeitsgänge, zunächst das Schneiden und dann das Fräsen, nötig sind und außerdem die Wirtschaftlichkeit keine besonders gute ist, da die Preise für Wasserstoff und Sauerstoff verhältnismäßig hoch sind. Diese Nachteile treten nun in erhöhtem Maße in die Erscheinung, sobald es sich um die Herstellung von übermäßig starken Werkstücken, beispielsweise sogenannten Barrenrahmen, handelt, wie sie im modernen Lokomotivbau gegenwärtig'bevorzugt werden.
Während das autogene Schneiden von Blechen besondere Schwierigkeiten nicht bietet, wachsen diese beim Schneiden sehr starker Bleche oder Schmiedestücke, wie es'die genannten Barrenrahmen sind. Infolgedessen wird der Verbrauch an Sauerstoff und Wasserstoff^ unverhältnis-
mäßig groß und dadurch die Herstellung entsprechend teurer. Abgesehen von diesen nach der wirtschaftlichen Seite hin liegenden Nachteilen treten aber auch noch solche technischer Natur auf, da infolge der beimJSchneiden so starker Barren auftretenden großen Erwärmung die Struktur des der Schneidstelle benachbarten.:
Materials ungünstig beeinflußt wird, so daß sich das Werkstück verzieht und in bezug auf seine Festigkeit leidet, Spannungen hervorgerufen werden und Risse auftreten. Hierzu kommt noch, daß die Schnittfläche verbrennt und dem Werkzeug bei weiterer Bearbeitung erhöhten Widerstand entgegensetzt, so daß die Fräser leicht ausbrechen oder schnell stumpf werden.
Der Zweck der Erfindung ist es nun, diese Nachteile zu beseitigen und ein Verfahren zu schaffen, das die bisher bekannten sowohl in technischer als auch wirtschaftlicher Beziehung in hohem Maße übertrifft. Dies geschieht der Erfindung gemäß dadurch, daß die auszusparenden Teile eines Werkstückes mit Hilfe eines kleinkalibrigen, durch das Werkstück hindurchgehenden, gegebenenfalls durch Schablone geführten Walzenfräsers laubsägeartig aus dem Ganzen herausgefräst werden. Dieses neue Arbeitsverfahren ermöglicht es, das Werkstück in einem Arbeitsgange bei nur einmaliger Aufspannung fertig zu bearbeiten. Bei den geschlossenen Aussparungen wird hierbei zunächst vorzugsweise mit derselben Vorrichtung ein Loch gebohrt, der Fräser durch dieses Loch . hindurchgesteckt und dann das Material durch Längsführen des Fräsers, ähnlich wie bei Ausführung von Laubsägearbeiten, längs der Vorzeichnung bzw. unter Zuhilfenahme von Schablonen herausgefräst. An sich ist es bekannt, ein Langloch mit Hilfe eines Walzenfräsers herzustellen, der durch das vorher mit einem Loch versehene Werkstück hindurchgesteckt und während des Fräsens geführt ist.
Auf der Zeichnung ist beispielsweise eine
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens in Seitenansicht dargestellt.
Die Vorrichtung besteht aus dem Bett ι, auf dem ein oder mehrere senkrechte Ständer 2 angeordnet sind, die in an sich bekannter Weise mit Hilfe der Spindel 3 auf dem Bett 1 hin und her bewegt werden können. Jeder der Träger 2 ist mit einem Spindelstock 4 ausgerüstet, der unter Vermittlung einer Spindel 5 auf den Führungen 6 auf und ab bewegt werden kann. Der Spindelstock 4 ist natürlich (auf der Zeichnung nicht dargestellt) ausbalanziert. Wagerecht im Spindelstock 4 ist die Fräserspindel 7 gelagert, die durch Kegelräder 8 von der senkrecht am Ständer 2 gelagerten Welle 9 oder in anderer zweckentsprechender Weise angetrieben wird. Der Antrieb der Spindeln 3 und 5 und der Welle 9 kann beliebig geschehen, vorzugsweise aber durch Elektromotoren. Oben am Spindelstock 4 ist ein kräftiger Ansatz 10 vorgesehen, der sich in einem nach abwärts gerichteten Bügel 11, ähnlich dem bei einer hydraulischen Nietmaschine, fortsetzt. Das in Richtung der Achse der Spindel 7 befindliche Ende des Bügels ist zu einem zweiten Lager 12 für den Walzenfräser 13 ausgebildet. Dieses Lager 12 ist in beliebiger Weise nachstellbar eingerichtet, wie durch die Stellschraube 14 angedeutet. ' Vor dem Bett 1 ist ein Auf spann tisch 15 angeordnet, auf dem verstellbar mehrere Böcke 16 ruhen, die unter Vermittlung von Winkelanschlägen 17 das Werkstück 18 tragen.
Das Werkstück 18, beispielsweise ein ein- j zelner Barrenrahmen für Lokomotiven oder , mehrere Blechrahmen übereinander, wird zunächst eingespannt und dann gegebenenfalls mit derselben Vorrichtung nach Umwechslung des Fräsers mit einem Bohrer am Rande eines auszunehmenden Rahmenteiles ein Loch gebohrt. Durch dieses Loch wird sodann der Fräser 13 hindurchgesteckt, bei 12 gelagert und längs der Vorzeichnung durch Verschieben
, des Ständers 2 auf dem Bett 1 einerseits und -des Spindelstockes 4 auf den Führungen 6 des Ständers 2 anderseits hingeführt. Um an Kraft und Zeit zu sparen, muß der Durchmesser des
' Walzenfräsers 13 möglichst klein und die Schnittgeschwindigkeit möglichst groß gewählt
: werden, so daß sich der Fräser ähnlich dem Blatte einer Laubsäge durch das Material hindurcharbeitet. Die Führung des Fräsers kann entweder von Hand oder noch besser durch Schablonen geschehen, die dem Spindelstock 4 die gewünschte Bewegung in wagerechter und senkrechter Richtung geben.
Die dargestellte und beschriebene Vorrichtung ist nur ein Ausführungsbeispiel, mit Hilfe welches das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren verwirklicht werden kann. Vor allen Dingen steht auch dem nichts im Wege, die Fräserspindel senkrecht und das Werkstück wagerecht anzuordnen; es müßte dann natürlich der das Werkstück umgreifende Bügel wagerecht liegen. Die Wahl wird sich in der Hauptsache nach der Art des Werkstückes zu richten haben, jedenfalls hat sich für Lokomotivrahmen die dargestellte und beschriebene Vorrichtung als besonders praktisch erwiesen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Bearbeiten großer, rahmenförmiger Werkstücke, beispielsweiseBarrenrahmen für Lokomotiven, dadurch gekennzeichnet, daß die auszusparenden Teile mit Hilfe eines kleinkalibrigen, durch das Werkstück hindurchgehenden, gegebenenfalls durch Schablone geführten Walzenfräsers laubsägeartig aus dem Ganzen herausgefräst werden..
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    - BEHUN: GEDRUCKT IN DER
DE1918320928D 1918-02-21 1918-02-21 Verfahren zum Bearbeiten grosser, rahmenfoermiger Werkstuecke Expired DE320928C (de)

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DE320928T 1918-02-21

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DE (1) DE320928C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0160217A1 (de) * 1984-04-04 1985-11-06 Eugen Lutz GmbH & Co. Maschinenfabrik Fräsaggregat
EP0400943A3 (de) * 1989-06-02 1991-09-11 Hunter Douglas Industries B.V. Verfahren und Vorrichtung zum Schneiden von Verbundplatten

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0160217A1 (de) * 1984-04-04 1985-11-06 Eugen Lutz GmbH & Co. Maschinenfabrik Fräsaggregat
EP0400943A3 (de) * 1989-06-02 1991-09-11 Hunter Douglas Industries B.V. Verfahren und Vorrichtung zum Schneiden von Verbundplatten

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