DE3214231C2 - Spannrolle für Riementriebe - Google Patents
Spannrolle für RiementriebeInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Spannrolle mit einem gegen die Kraft einer Spannfeder auf einem Spannbolzen schwenkbar gelagerten Tragkörper für ein den Rollenmantel aufnehmendes Lager. Der Tragkörper weist einen durch Seitenwände begrenzten zylindrischen Innenraum für die Spannfeder auf und ist in Spritzgußtechnik aus Kunststoff hergestellt. Um diesen Tragkörper preiswert fertigen zu können, sind in dessen Seitenflächen Ausnehmungen vorgesehen, die ein Hindurchführen eines aus zwei Hälften bestehenden Formwerkzeuges ermöglichen.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Spannrolle für Riementriebe, bestehend aus einem schwenkbar gegen
die Kraft einer Spannfeder auf einem Spannbolzen exzentrisch gelagerten Tragkörper mit einem durch die
Seitenwände begrenzten, zylindrischen Innenraum für die Spannfeder und in den Seitenwänden exzentrisch
zur Drehachse der Spannrolle angeordneten Bohrungen für den Spannbolzen und aus einem auf dem Tragkörper
über ein Lager drehbar angeordneten Rollenmantel.
Eine Spannrolle dieser Art ist bereits durch die DE-OS 25 24 744 bekannt. Die konstruktive Gestaltung des
Tragkörpers dieser bekannten Ausführung ist in der Druckschrift nicht näher beschrieben. Aus der Zeichnung
geht jedoch hervor, daß dieser aus einem topfförmigen Körper und einer Deckplatte besteht. Sowohl der
Boden des topfförmigen Körpers als auch die Deckplatte weisen exzentrisch angeordnete Bohrungen für den
Spannbolzen auf, die erst nach dem Verbinden der beiden Einzelteile eingearbeitet werden können. Wenn die
Bohrungen vor dem Verbinden angebracht werden, ist ein erheblicher Aufwand erforderlich, um diese miteinander
fluchtend zu justieren. Sowohl die angedeutete Schweißnaht als auch die direkt in den Mantel des Tragkörpers
eingearbeitete Laufbahn fär die Kugeln des Lagers weisen darauf hin, daß die Einzelteile aus metall!-
schem Werkstoff bestehen. Weiterhin weist die bekannte Spannrolle einen Anschlagstift auf, der die Schwenkbewegung
des Tragkörpers um den Spannbolzen begrenzt und getrennt gefertigt und eingebaut werden
muß. Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Ausführung besteht darin, daß beide freien Enden der Spannfeder
axial abgebogen sind und beim Zusammenbau in entsprechende Bohrungen des Tragkörpers bzw. des
Spannbolzens eingeführt werden müssen. Die bekannte Spannrolle ist sowohl bei der Einzelteilfertigung als
auch beim Zusammenbau extrem aufwendig, so daß sich damit eine zwar funktionsfähige, aber sehr teure Lösung
ergibt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Spannrolle der eingangs genannten Art zu schaffen, deren Tragkörper
preiswert zu fertigen ist, aus wenigen Einzelteilen besteht und sich darüber hinaus einfach zusammenbauen
•aßt.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Tragkörper einstückig in Spritzgußtechnik hergestellt ist, eine in
eine der Seitenwände eingeformte Ausnehmung mit die Schwenkbewegung gegenüber dem Spannbolzen begrenzenden,
radial verlaufenden Anschlagflächen und in der anderen Seitenwand des Tragkörpers weitere Ausnehmungen
vorgesehen sind, wobei die Bohrung und Ausnehmungen der einen Seitenwand und die der anderen
Seitenwand sich zu einer vollen Kreisfläche ergänzend angeordnet sind.
Durch die einstückige Ausführung, beispielsweise aus Kunststoff gefertigt, ergibt sich ein äußerst preisgünstiger
Tragkörper, der selbst keinerlei Zusammenbauarbeit mehr erfordert Der Innenraum für die Spannfeder,
die exzentrischen Bohrungen für den Spannbolzen, die beiden Anschlagflächen zur Begrenzung der Schwenkbewegung
und eine entsprechende Form des Mantels zur Aufnahme eines Lagers können in einem einzigen
Arbeitsgang mit einem entsprechenden Formwerkzeug hergestellt werden. Die beiden Anschlagflächen sind dabei
die Seitenflächen einer Ausnehmung in einer der Seitenwände des Tragkörpers und begrenzen über eine
am Spannbolzen befestigte Anschlageinrichtung die Schwenkbewegung der Spannrolle.
In den Seitenwänden des Tragkörpers sind zusätzlich zu den Bohrungen für die Spannbolzen und der Ausnehmung
zur Bildung der Anschlagflächen weitere Ausnehmungen vorgesehen, um die Formwerkzeuge zur Bildung
eines zylindrischen Innenraumes für die Spannfeder entsprechend anzuordnen und nach dem Spritzen
des Tragkörpers wieder axial entfernen zu können. Dabei bleiben vorteilhafterweise genügend Verstrebungen
bzw. Stützabschnitte, um eine zuverlässige und stabile Lagerung des Tragkörpers auf dem Spannbolzen zu gewährleisten.
Eei einer anderen Ausführung der Erfindung ist das am Spannbolzen fixierte freie Ende der Spannfeder die
Schwenkbewegung des Tragkörpers über dessen Anschlagflächen begrenzend angeordnet.
Das freie Ende der Spannfeder ist dabei beispielsweise radial abgebogen und mit dem Spannbolzen verbunden,
ragt in die entsprechende Ausnehmung des Tragkörpers und begrenzt über die Anschlagflächen die
Schwenkbewegung der Spannrolle. Die lichte Weite der Ausnehmung in Umfangsrichtung bestimmt dabei die
freie Beweglichkeit des freien Endes der Spannfeder und damit den Schwenkbereich.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Tragkörper in die Bohrung des Lagers eingepreßt und
durch an den Seitenflächen des Lagers anliegende Borde axial fixiert.
Dadurch können handelsübliche Normlager ohne weitere Befestigung direkt auf den Tragkörper aufgezo-
gen werden. Weiterhin ist es möglich, die Wandstärke des Tragkörpers zu erhöhen, um diesen an das Bohrungsmaß
verschiedener Normlager anzupassen. Da der Tragkörper aus Kunststoff gefertigt ist, wirkt sich
das zusätzliche Gewicht dabei nicht nennenswert aus.
Die Erfindung wird im folgenden anhand des in der Zeichnung dargestellten Beispieles beschrieben. Es
zeigt
F i g. 1 den Längsschnitt einer Spannrolle mit einstükkigem
Tragkörper,
F i g. 2 eine perspektivische Darstellung des Tragkörpers von der rechten Seite der in F i g. 1 gezeigten
Spannrolle gesehen und
F i g. 3 eine perspektivische Darstellung des Tragkörpers von der linken Seite der in F i g. 1 gezeigten Spannrolle
gesehen.
Die in F i g. 1 dargestellte Spannrolle besteht aus einem Tragkörper 1 mit einem darauf über ein Kugellager
2 drehbar gelagerten Rollenmantel 3 für einen nicht dargestellten Riemen. Der Tragkörper 1 ist auf einem
Spannbolzen 4 exzentrisch schwenkbar gelagert. Die Schwenkbewegung erfolgt gegen die Ki^-ft einer
Spannfeder 5, die konzentrisch auf dem Spannholzen 4 und in einem zylindrischen Innenraum 6 des Tragkörpers
1 angeordnet ist. Der Tragkörper 1 ist einstückig ausgeführt und in Spritzgußtechnik, z. B. aus Kunststoff,
hergestellt. Die Seitenwände 7, 8 begrenzen den zylindrischen Innenraum 6 und sind mit exzentrisch zur
Drehachse der Spannrolle angeordneten Bohrungen 9 für den Spannbolzen 4 versehen. Über die Rächen dieser
Bohrungen 9 ist der Tragkörper 1 auf der Mantelfläche des Spannbolzens 4 gleitgelagert. Eines der freien
Enden 10 der Spannfeder 5 ist axial nach außen abgebogen und in einer der Drahtstärke entsprechenden Bohrung
11 in der in der F i g. 1 dargestellten linken Seitenwand 7 des Tragkörpers 1 angeordnet Das andere freie
Ende der Spannfeder 5 ist zunächst ebenfalls axial nach außen und danach radial abgebogen. Der axial verlaufende
Abschnitt 12 dieses freien Endes liegt in einer Axialnut 13 eines mit größerem Durchmesser ausgeführten
Bordabschnittes 14 des Spannbolzens 4. Der radial verlaufende Abschnitt 15 des freien Endes der
Spannfeder 5 ragt in eine weitere sektorförmige Ausnehmung 16 der in der F i g. 1 dargestellten rechten Seitenwand
8 des Tragkörpers 1 und begrenzt beim Beruhren der Anschlagflächen 17 die durch die sektorförmige
Ausnehmung 16 gebildet werden, den Schwenkbereich des Tragkörpers 1 und damit der Spannrolle auf dem
Spannbolzen 4 in beide Richtungen. Beim Verdrehen oder Schwenken des Tragkörpers 1 um den Spannbolzen
4 spannt sich die Spannfeder 5. Der außenliegende Flansch 18 Ues Spannbolzens 4 weist nicht dargestellte
Angriffsflächen für ein Spannwerkzeug auf. Über eine durch eine Bohrung im Spannbolzen 4 hindurchgesteckte
Schraube 19 wird die gesamte Spannrolle an einem feststehenden Gehäuse 20 oder dgl. nach dem Spannen
des Riemens befestigt. Mittels einer Distanzscheibe 21 ist die Spannrolle in genügendem Abstand von der Befestigungsfläche
des Gehäuses 20 angebracht und kann sich auch im befestigten Zustand innerhalb des
Schwenkbereiches um den Spannbolzen 4 bewegen. Für die Positionierung des Kugellagers 2 weist der Tragkörper
1 angeformte Borde 22 auf. Eine kegelförmige Gleitfläche 23 erleichtert das Einpressen des Tragkörpers 1
in die Bohrung des Kugellagers 2.
Die perspektivischen Ansichten in den F i g. 2 und 3 zeigen deutlich die konSiraktive Ausführung des Tragkörpers
1. Damit der zylindrische Innenraum 6 mit einfachen Werkzeugen geformt und dadurch der gesamte
Tragkörper 1 einstückig in Spritzgußtechnik hergestellt werden kann, sind zusätzliche Ausnehmungen 24 in der
in F i g. 3 sichtbaren Seitenwand 7 vorgesehen.
Nachfolgend soll noch kurz auf die Herstellung des Tragkörpers eingegangen werden. Das für die Herstellung
des Tragkörpers 1 erforderliche Formwerkzeug für den Innenraum 6 und die Seitenwände 7,8 besteht im
wesentlichen aus zwei Hälften, von denen eine die Querschnittsform der beiden in F i g. 3 sichtbaren Ausnehmungen
24 und die andere die Querschnittsform der in F ί g. 2 sichtbaren, aus der Bohrung 9 für den Spannbolzen
4 und der sektorförmigen Ausnehmung 16 zur Bildung der Anschlagflächen 17 tür den Schwenkbereich
bestehenden Ausnehmung aufweist. Diese Hälften des Formwerkzeuges werden entgegengesetzt zusammengeschoben
und ergänzen sich im Bereich des Innenraumes 6 des Tragkörpers 1 zu einem zylindrischen Werkzeugabschnitt.
Das gesamte Formwerkzeug weist darüber hinaus noch weitere die äußere Form des Tragkörpers
1 formende Teilabschnitte auf. Nach dem Einspritzen
bzw. gießen des Kunststoffes werden die beiden Werkzeughälften lediglich geradlinig in axialer Richtung
voneinanderweg bewegt und damit aus dem soeben hergestellten Tragkörper I entfernt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Spannrolle für Riementriebe, bestehend aus einem schwenkbar gegen die Kraft einer Spannfeder
(5) auf einem Spannbolzen (4) exzentrisch gelagerten Tragkörper (1) mit einem durch Seitenwände (7,
8) begrenzten, zylindrischen Innenraum (6) für die Spannfeder (5) und in den Seitenwänden (7,8) exzentrisch
zur Drehachse der Spannrolle angeordneten Bohrungen (9) für den Spannbolzen (4) und aus einem
auf dem Tragkörper (1) über ein Lager (2) drehbar angeordneten Rollenmantel(3), dadurch gekennzeichnet,
daß der Tragkörper (1) einstükkig in Spritzgußteclmik hergestellt ist, eine in eine
der Seitenwände (8) eingeformte Ausnehmung (16) mit die Schwenkbewegung gegenüber dem Spannbolzen
(4) begrenzenden, radial verlaufenden Anschlagflächen (17) und in der anderen Seitenwand (7)
des Tragkö.-pers (1) weitere Ausnehmungen (24) vorgesehen sind, wobei die Bohrung (9) und Ausnehmungen
(24) der einen Seitenwand (7) und die Bohrung (9) und die Ausnehmung (16) der anderen Seitenwand
(8) sich zu einer vollen Kreisfläche ergänzend angeordnet sind.
2. Spannrolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das am Spannbolzen (4) fixierte freie Ende (12) der Spannfeder (5) die Schwenkbewegung
des Tragkörpers (1) über dessen Anschlagflächen (17) begrenzend angeordnet ist.
3. Spannrolle nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragkörper (1) in die
Bohrung des Lagers (2) eingepreßt und durch an den Seitenflächen des Lagers (2) anlegende Borde (22)
axial fixiert ist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: SKF GMBH, 8720 SCHWEINFURT, DE |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |