DE3215263C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erhöhung der magnetischen Permeabilität
einer amorphen magnetischen Kobaltlegierung
durch Wärmebehandlung.
Amorphe magnetische Materialien finden starke Beachtung,
weil sie eine hohe magnetische Permeabilität ohne irgendeine
magnetische Anisotropie, die von einer Kristallstruktur
herrührt, aufweisen. Es gibt insbesondere ein
amorphes magnetisches Material mit Kobalt Co als Hauptkomponente
mit einer Zusammensetzung, die eine Sättigungs-
Magnetostriktionskonstante λ s nahezu von null aufweist.
Die Verwendung eines solchen Materials für Magnetköpfe
ist umfangreich untersucht worden. Bei einem
herkömmlichen Verfahren zur Herstellung eines amorphen
Materials mit einer hohen magnetischen Permeabilität aus
einer Legierung, die Kobalt als Hauptkomponente enthält
und die keine Magnetostriktion aufweist, ist es erforderlich,
daß die Legierung eine solche Zusammensetzung
hat, daß die Curie-Temperatur T c niedriger ist als die
Kristallisationstemperatur T x und daß man sie bei einer
Temperatur T a , die der Beziehung T c < T a < T x genügt,
über einen bestimmten Zeitraum hält, um thermische Spannungen,
die bei der Bildung des amorphen Materials erzeugt
worden sind, zu entfernen. Genauer gesagt, die
obengenannte Temperatur T x gibt eine Kristallisationsanfangstemperatur
in dem Falle an, daß die Temperatur
der Legierung mit einer Geschwindigkeit von etwa 5°C/min
erhöht wird. Wenn die Legierung bei einer Temperatur gehalten
wird, die der Kristallisationsanfangstemperatur
T x gleich ist oder die höher ist als diese Temperatur,
dann schreitet im allgemeinen die Kristallisation voran
und die magnetische Charakteristik wird zerstört. Wenn
jedoch eine Legierung mit einer Zusammensetzung, daß die
Curie-Temperatur T c niedriger ist als die Kristallisationsanfangstemperatur
T x , in der oben beschriebenen Weise
wärmebehandelt wird, dann ist die Sättigungsflußdichte
B s der Legierung höchstens 9,0 KG. In diesem Fall ist
die Legierung daher nicht zufriedenstellend, um einen
Magnetkopf herzustellen, der den derzeitigen Anforderungen
für eine hohe Aufnahmedichte genügt. Um dieses Problem
zu lösen, sind schon verschiedene Vorrichtungen entwickelt
worden. So ist beispielsweise schon die Wärmebehandlung
eines magnetischen Materials in einem rotierenden
Magnetfeld oder einer anderen Einrichtung durchgeführt
worden, um ein amorphes Material mit hoher magnetischer
Permeabilität durch Wärmebehandlung bei einer
Temperatur unterhalb der Kristallisationstemperatur T x
(und naturgemäß unterhalb der Curie-Temperatur T c ) des
magnetischen Materials herzustellen. Die obengenannte
Wärmebehandlung in einem rotierenden Feld ist jedoch notwendig,
um das magnetische Feld rotieren zu lassen, und
dieses Verfahren hat vom praktischen Standpunkt aus gesehen
viele Schwierigkeiten.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur
Erhöhung der magnetischen Permeabilität
einer amorphen magnetischen
Kobaltlegierung durch Wärmebehandlung
zur Verfügung
zu stellen.
Die Lösung erfolgt mit
den Maßnahmen des
Patentanspruchs.
Ein amorphes magnetisches Material (Co0,94Fe0,06)75,3-
Si4,7B₂₀ mit einer Kristallisationstemperatur T x von
490°C, einer Curie-Temperatur T c von 510°C, einer Sättigungsflußdichte
B s von 9800 G und einer Sättigungs-Magnetostriktionskonstante
λ s von nahezu gleich null wurde
der erfindungsgemäßen Wärmebehandlung unterworfen. Die
Wärmebehandlung wurde in einer Weise durchgeführt, daß
eine ringförmige Probe aus dem obigen Material in einen
bei vorgewählter Temperatur gehaltenen Ofen eingesetzt
wurde, in dem Ofen über eine vorgewählte Zeitspanne gehalten
wurde und sodann mit Wasser (mit einer Abkühlungsgeschwindigkeit
von mehr als 10²⁰ C/s) abgekühlt
wurde. Die magnetische Permeabilität des so behandelten
amorphen magnetischen Materials wurde in einem
Wechselfeld mit einer Frequenz von 1 KHz und einer Feldstärke
von 5 mOe gemessen. Die Meßergebnisse sind in Tabelle
I zusammengestellt.
Im Zusammenhang mit Tabelle I kann die magnetische Permeabilität
µe des amorphen magnetischen Materials 1200
oder mehr beim praktischen Gebrauch sein. Obgleich weiterhin
die Wärmebehandlungszeit kurz genug sein muß, um
die Kristallisation des amorphen magnetischen Materials
zu verhindern, kann sie nicht festgelegt werden, da es
einige Parameter mit Einschluß der Temperatur der Wärmebehandlung
gibt. Wenn beispielsweise die Behandlungstemperatur
490°C ist, dann ist die Wärmebehandlungszeit weniger
als 5 min. Die Untergrenze der Behandlungszeit verändert
sich je nach der Temperatur der Wärmebehandlung.
Wenn beispielsweise die Wärmebehandlungstemperatur 560°C
ist, dann ist die Wärmebehandlungszeit mindestens 30 s.
In Tabelle I ist die Wärmebehandlungstemperatur 490°C≐
0,96 T c und 560°C≐1,1 T c . Wenn die Temperatur höher
als 1,1 T c ist, dann kann der Effekt der Wärmebehandlung
verschlechtert werden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform
wird die Wärmebehandlungstemperatur T vorzugsweise
als T ≲ 1,1 T c ausgewählt.
Die Behandlungsmethode nach dem Stand der Technik bei
480°C (= 0,94 T c ) in Tabelle I unterscheidet sich von
der erfindungsgemäßen Behandlung nur hinsichtlich der
Wärmebehandlungstemperatur.
Ein amorphes magnetisches Material {(Co0,918Fe0,005-
Mn0,077)78,3Si12,7B₉}99,5Ru0,5 mit einer Kristallisationstemperatur
T x von 420°C, einer Curie-Temperatur
T c von 420°C, einer Sättigungsflußdichte B s von 9600 G
und einer Sättigungs-Magnetostriktionskonstante λ s von
nahezu null wurde einer erfindungsgemäßen Wärmebehandlung
unterworfen. Die Wärmebehandlung wurde in der Weise
durchgeführt, daß eine ringförmige Probe aus dem
obengenannten Material in einen bei vorgewählter Temperatur
gehaltenen Ofen eingesetzt wurde, in dem Ofen über
einen vorbestimmten Zeitraum gehalten wurde und sodann
mit Wasser (mit einer Abkühlungsgeschwindigkeit von mehr
als 10²⁰ C/s) abgekühlt wurde. Die magnetische Permeabilität
des so behandelten amorphen magnetischen Materials
wurde in einem Wechselfeld mit einer Frequenz von 1 KHz
und einer Feldstärke von 5 mOe gemessen. Die Meßergebnisse
sind in Tabelle II zusammengestellt. Aus Tabelle II
wird ersichtlich, daß eine maximale Permeabilität von
20 000 in einem Temperaturbereich oberhalb der Curie-Temperatur
T c erhalten wurde.
Bei den oben beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung
wurde die Probe in einem bei vorgewählter Temperatur
gehaltenen Ofen wie bei herkömmlichen Methoden gehalten.
Vom technischen Gesichtspunkt aus gesehen ist es
jedoch mehr zu bevorzugen, die Erhitzungsgeschwindigkeit,
mit der die Temperatur der Probe erhöht wird, zu erhöhen,
indem man ein sofortiges Erhitzen, beispielsweise Infrarot-
Erhitzen, anwendet.
Claims (1)
- Verfahren zur Erhöhung der magnetischen Permeabilität einer amorphen magnetischen Kobaltlegierung durch Wärmebehandlung, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Kobaltlegierung hoher Sättigungsflußdichte, bei der die Curie-Temperatur T c gleich oder höher ist als die Kristallisationstemperatur T x , die Wärmebehandlung in der Weise durchgeführt wird, daß die Glühtemperatur T gemäß den Beziehungen T ≧ 0,95 T c und
T ≧ T x gewählt wird und neben Aufheiz- und Abkühlgeschwindigkeit die Glühzeit so kurz bemessen wird, daß die Kristallisation vermieden wird.
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