DE3217057C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Logikanalysator zur
Messung von im Zeitmultiplex-Betrieb übertragenen Gruppen
logischer Signale.
Bekanntlich werden digitale elektronische Apparate mit Mikro
prozessoren bestückt um intelligente Funktionen zu ermöglichen.
Zur Entwicklung, zur Eichung und zur Fehlersuche derartiger
elektronischer Apparate sind leistungsfähige logische Meß
instrumente erforderlich. Ein logisches Meßinstrument ist
ein Logikanalysator mit einer Speichereinrichtung, zur
Speicherung logischer Eingangssignale, mit einem Wortdetektor
zur Erkennung eines vorgegebenen Kennwortes von logischen
Signalen, mit einer Anzeigevorrichtung zur Sichtbarmachung
der in der Speichereinrichtung gespeicherten Signale und mit
einer Steuereinrichtung. Der Logikanalysator ist ein nütz
liches und vielseitiges Werkzeug, weil er aus mehreren Bits
bestehende Worte messen kann, beispielsweise Worte beste
hend aus 4, 8, 16 oder 32 Bits und weil er einen erwünschten
Teil der eingegebenen Daten messen kann und dies insbesondere
vor und/oder nach einem vorgegebenen Kennwort der eingege
benen Daten.
Bei manchen Mikroprozessor-Systemen werden Gruppen von
Datensignalen und Adressensignalen zeitlich nacheinander
über eine Sammelschiene übertragen. Da bekannte Logikanalysato
ren für jeden Eingangskanal je eine Speicherschaltung be
sitzen und jede Speicherschaltungsanordnung das gleiche
Taktsignal empfängt, werden die Datensignale und die Ad
ressensignale abwechselnd mit Hilfe der Speicherschaltungs
anordnungen gespeichert. Die Anzeigevorrichtung zeigt die in
den Speicherschaltungsanordnungen gespeicherten Signale in der
Reihenfolge der Speicheradressen, das heißt, die Datensignale
und die Adressensignale werden abwechselnd sichtbar gemacht.
Daraus ergibt sich eine irreführende Darstellung und der
Beobachter muß gedanklich berücksichtigen, zu was die Beobach
tungen zugeordnet sind.
Viele bekannte Kommunikations-Systeme verwenden digitale
Zeitmultiplex-Übertragungssysteme. Wenn konventionelle
Logikanalysatoren verwendet werden um diese Systeme zu messen,
dann ergibt sich ebenfalls das beschriebene Problem.
Einen allgemeinen Überblick über bekannte Logikanalysatoren
vermittelt der Aufsatz "Logic Analysers", der auf den Seiten
122-127 des Hewlett - Packard Kataloges 1979 abgedruckt ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
Logikanalysator anzugeben, mit dem eine Unterscheidungsmög
lichkeit für im Zeitmultiplex-Betrieb übertragene logische
Signale unterschiedlicher Signalgruppen möglich ist.
Die Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe ist
aus den Merkmalen im Kennzeichen des vorliegenden Patentan
spruches 1 ersichtlich.
Der erfindungsgemäße Logikanalysator zeichnet sich dadurch aus,
daß er die Zuordnungen mehrerer unterschiedlicher Signal
gruppen in übersichtlicher Weise ermöglicht.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung
anhand der Fig. 1-3 erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Blockschaltbild eines bevorzugten Ausführungs
beispiels der vorliegenden Erfindung,
Fig. 2 mehrere Zeitdiagramme zur Erläuterung der Wirkungs
weise der in Fig. 1 dargestellten Anordnung und
Fig. 3 einen Bildschirm eines gemäß Fig. 1 vorgesehenen
Sichtgerätes.
Fig. 1 zeigt den Taster 10, der die logischen Informatio
nen - beispielsweise 8-Bitworte - bereit stellt und dem
Pegelumsetzer 12 zuführt, der den logischen Eingangspegel
auf einen vorgegebenen logischen Pegel umsetzt, beispiels
weise auf einen TTL-Pegel, wie er bei der in Fig. 1 dar
gestellten Anordnung verwendet wird. Die umgesetzten lo
gischen Signale werden den Pufferregistern 14 und 16 zu
geführt, die wie Abtaster arbeiten. Das Ausgangssignal des
Pufferregisters 14 wird einerseits dem Speicher 18 mit
wahlfreiem Zugriff und andererseits dem Wortdetektor 20
zugeführt. In ähnlicher Weise wird das Ausgangssignal
des Pufferregisters 16 dem Speicher 22 und dem Wortdetek
tor 24 zugeführt. Die Steuereinrichtungen 26 und 28 ent
halten Adressenzähler, um die Adressen der Speicher 18
und 22 zu bestimmen und um die schreib/lese Betriebsart
der Speicher 18 und 22 zu kontrollieren. Die Steuerein
richtungen 26 und 28 empfangen die schreib/lese Instruk
tionen über die Sammelschiene 30, welche sich aus Daten
leitungen, Adressenleitungen und Steuerleitungen zusam
men setzt. Die Steuereinrichtungen 26 und 28 geben auch
Adresseninformationen an die Sammelleitung 30 ab. Die von
den Speichern 18 und 22 ausgelesenen Signale werden der
Sammelschiene 30 zugeführt.
Die Wortdetektoren 20 und 24 erkennen vorgegebene Kenn
worte, die in den Ausgangssignalen der Pufferregister 14
und 16 enthalten sind, und geben Ausgangsimpulse an die
Sammelschiene 30, an das UND Tor 32 und an den Multiplexer
34 ab. Die vorgegebenen Kennworte werden eingestellt durch
Instruktionen von der Sammelschiene 30. Der Multiplexer 34
übernimmt die Ausgangssignale der Wortdetektoren 20 und 24
und des UND Tores 32, gemäß den Instruktionen der Sammel
schiene 30 und gibt ein Ausgangssignal an die Auslöse
schaltung 36. Ein Impulssignal an Klemme 38 wird Taktein
gängen zugeführt des Pufferregisters 14, des Wortdetek
tors 20, der Steuereinrichtung 26 und der Auslöseschal
tung 36. Ein Impulssignal an Klemme 40 wird Takteingän
gen zugeführt des Pufferregisters 16, des Wortdetektors
24 und der Steuereinrichtung 28. Die Auslöseschaltung 36
enthält einen programmierbaren Zähler, der mit der Zäh
lung der Impulse von Klemme 38 beginnt, wenn der Multi
plexer 34 ein Ausgangssignal abgibt. Wenn der Zähler eine
vorgegebene Anzahl von Impulsen zählt - die durch Instruk
tionen der Sammelschiene 30 eingebbar sind - dann gibt
die Auslöseschaltung 36 ein Stopsignal zur Sammelschiene
30 und zu den Steuereinrichtungen 26, 28, um den Schreib-
Betrieb der Speicher 18 und 22 zu stoppen. Mit Hilfe der
Auslöseschaltung 36 kann der Auslösepunkt unter folgenden
Möglichkeiten ausgewählt werden: Vorauslösung (Speicherung
der logischen Signale vor dem Kennwort), Mittenauslösung
(Speicherung der logischen Signale vor und nach dem Kenn
wort) oder Nachauslösung (Speicherung der logischen Sig
nale nach dem Kennwort).
Die Sammelschiene 30 ist verbunden mit der zentralen Da
tenverarbeitung 42, beispielsweise einem Mikroprozessor,
einem Festwertspeicher (ROM) 44 und mit dem Speicher 46
mit wahlfreiem Zugriff, der zeitweise als Speicher der
Einrichtung 42 dient. Diese Stufen 42, 44 und 46 enthal
ten eine Kontrolleinrichtung des in Fig. 1 dargestellten
Logikanalysators. Das Sichtgerät 48 kann beispiels
weise eine Kathodenstrahlröhre sein, zur Darstellung der
in den Speichern 18 und 22 gespeicherten Signale und auch
zur Darstellung anderer Informationen. Das Bedienungspult
50 ist mit der Sammelschiene 30 verbunden, um die Kenn
worte festzulegen, den Auslösepunkt, den Betrieb des Mul
tiplexers 34 oder ähnliches. Der interne Taktgenerator 52
erzeugt ein Taktsignal, dessen Impulsfolgefrequenz durch
Instruktionen der Sammelschiene 30 bestimmt wird. Der Takt
wird den Stufen 26, 28 und 42 über 50 zugeführt, wobei
die Verbindungsleitungen nicht dargestellt sind.
Die Wirkungsweise der vorliegenden Erfindung wird nun an
hand der Fig. 1-3 diskutiert. Gemäß den Fig. 1 und
2 wird ein 8-Bitsignal A vorausgesetzt, das zeitlich nach
einander aus Adressensignalen und aus Datensignalen be
steht. Dieses Signal A stammt von einem zu prüfenden Mi
krocomputersystem und wird digital über einen nicht dar
gestellten Multiplexer dem in Fig. 1 dargestellten Taster
10 zugeführt. Die Adressen-Abtastimpulse B und die Daten-
Abtastimpulse D stammen von dem Mikrocomputersystem. Die
nicht dargestellten Spitzen des Tasters 10 sind mit dem
bereits erwähnten digitalen Multiplexer verbunden, um
das digitale Signal A zu gewinnen. Über die Klemmen 38
bzw. 40 werden die Abtastimpulse B bzw. D zugeführt. Das
Signal A gelangt über den Pegelumsetzer 12 zu den Puffer
registern 14 und 16. Da das Pufferregister 14 nur das
Adressen-Abtastsignal B erhält - als Taktsignal - über
nimmt das Register 14 nur die Adressenkomponente des lo
gischen Signals A. In ähnlicher Weise übernimmt das Re
gister 16 nur die Datenkomponente des logischen Signals A
in Abhängigkeit vom Daten-Abtastsignal D. Der Adressen
zähler der Steuereinrichtung 26 zählt die Adressenabtast
ungen, um jene Adresse des Speichers 18 zu bestimmen, wel
che die Adressenkomponente des logischen Signals A
speichert. Der Speicher 22 speichert die Datenkomponente
des logischen Signals A in Abhängigkeit vom Ausgangssig
nal des Adressenzählers der Steuereinrichtung 28 der die
Daten-Abtastimpulse D zählt.
Wenn der Wortdetektor 20 auf die Erkennung der Adresse
Nr. 1 als Kennwort des logischen Signals A eingestellt
ist (mit Hilfe der Datenverarbeitungseinrichtung 42 und
des Pultes 50) dann erzeugt der Wortdetektor 20 den Aus
gangsimpuls C. Wenn das Pult 50 über die Einrichtung 42
den Wortdetektor 24 derart einstellt, um das Datensignal
Nr. 1 des Signals A zu erkennen, dann erzeugt der Wortde
tektor 24 den Ausgangsimpuls E. Das Ausgangssignal des
UND Tores 32 ist der Impuls F. Der Multiplexer 34 über
nimmt einen der Impulse C, E oder F in Abhängigkeit von
den Instruktionen des Pultes 50 über die Einrichtung 42.
Wenn die Auslöseschaltung 36 ein Ausgangssignal des Multi
plexers 34 erhält, dann beginnt sie die Adressen-Abtast
impulse B zu zählen, bis eine vorgegebene Zahl erreicht
ist, welche mit Hilfe des Pultes 50 eingestellt wird.
Wenn die Auslöseschaltung 36 ein Stopsignal erzeugt, dann
beenden die Steuereinrichtungen 26 und 28 den Schreibbe
trieb der Speicher 18 und 22. Bei Lesebetrieb werden die
gespeicherten logischen Signale von den Speichern 18 und
22 zeitlich nacheinander ausgelesen, entsprechend den
Adressensignalen der Zähler in den Steuereinrichtungen 26
und 28, welche die Takte des Taktgenerators 52 zählen.
Die ausgelesenen Signale werden auf dem Sichtgerät 48 dar
gestellt, entweder in Form eines Zeitdiagrammes oder in
Form einer Zustandstafel. Es sollte bemerkt werden, daß
die Adressenkomponenten und die Datenkomponenten des Sig
nals A individuell dargestellt werden. Wenn die Zustands
tafel dargestellt wird, dann werden die von den Speichern
18 und 22 ausgelesenen Signale als Nummern dargestellt,
beispielsweise im Rahmen eines Binärsystems, eines Oktal
systems oder eines Hexadezimalsystems. Dies geschieht mit
Hilfe der Einrichtung 42 und mit Hilfe des festverdrah
teten Festwertspeichers 44. Ein Beispiel der Darstellung
wird in Fig. 3 gezeigt. In der Darstellung beziehen sich
die Buchstaben A bzw. B auf die Inhalte der Speicher 18
bzw. 22 und auf die Adressenkomponenten bzw. auf die Da
tenkomponenten. Die Buchstaben SEQ bezeichnen die Adres
sen der Speicher 18 und 22. Die Buchstaben HEX bedeuten
"Hexadezimal". Da die Adressenkomponenten und Datenkompo
nenten parallel dargestellt sind, können sie von einem
Beobachter leicht abgelesen werden.
Der Speicher 46 speichert gewisse Betriebsinformationen,
beispielsweise Kennworte, Auslösepunkte und diese Infor
mationen können dargestellt werden. Diese Operationen
werden durch die Einrichtung 42 und durch die Festver
drahtung im Festwertspeicher 44 gesteuert. Zusammenfas
send wird ein Merkmal der vorliegenden Erfindung darin
gesehen, daß die zeitlich nacheinander übertragenen logi
schen Signale individuell in entsprechenden Speicherein
richtungen gespeichert werden, entsprechend den bezeich
neten Gruppen von logischen Signalen. Jede Speicherein
richtung entspricht einer speziellen Gruppe, das heißt,
eine erste Speichereinrichtung speichert nur Adressensig
nale und eine zweite Speichereinrichtung speichert nur Da
tensignale. Um die verschiedenen Gruppen der Eingangssig
nale zu unterscheiden, werden Abtastsignale als Taktim
pulse benutzt und Pufferregister als Abtaster. Die in den
Speichereinrichtungen gespeicherten Signale werden gleich
zeitig ausgelesen und werden parallel sichtbar gemacht.
Zusätzlich können mehrere Wortdetektoren vorgesehen sein -
je einer für jede Gruppe der logischen Eingangssignale,
so daß eine komplexe Kombination von Kennworten zur Ver
fügung steht, um die Auslösepunkte zu bestimmen.
Claims (6)
1. Logikanalysator zur Messung von im Zeitmultiplex-Betrieb
übertragenen Gruppen logischer Signale, dadurch gekenn
zeichnet, daß
den Gruppen der logischen Signale jeweils Tastsignale (B; D), Speicheranordnungen (14, 18; 16, 22) und Steuereinrichtungen (26; 28) zugeordnet sind,
daß die Gruppen der logischen Signale mit Hilfe der Tast signale (B; D) in die zugeordneten Speicheranordnungen (14, 18; 16, 22) übernommen werden
und daß die Steuereinrichtungen (26; 28) zur Steuerung des Schreib- und Lesebetriebes sowie der Auswahl von Speicheradressen der Speicheranordnungen (14, 18; 16, 22) dienen.
den Gruppen der logischen Signale jeweils Tastsignale (B; D), Speicheranordnungen (14, 18; 16, 22) und Steuereinrichtungen (26; 28) zugeordnet sind,
daß die Gruppen der logischen Signale mit Hilfe der Tast signale (B; D) in die zugeordneten Speicheranordnungen (14, 18; 16, 22) übernommen werden
und daß die Steuereinrichtungen (26; 28) zur Steuerung des Schreib- und Lesebetriebes sowie der Auswahl von Speicheradressen der Speicheranordnungen (14, 18; 16, 22) dienen.
2. Logikanalysator nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein
Sichtgerät (48) zur optischen Einzeldarstellung der in den
Speicheranordnungen gespeicherten Signale.
3. Logikanalysator nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch
Wortdetektoren (20; 24) zur Erfassung vorgegebener
Kennwörter in den logischen Signalen.
4. Logikanalysator nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Speicheranordnungen
(14, 18; 16, 22) jeweils ein Pufferregister (14; 16)
zur Auswahl der zugeordneten Gruppe von logischen Signalen
sowie jeweils einen Speicher (18; 22) mit wahlfreiem
Zugriff zur Speicherung der Pufferausgangssignale auf
weisen.
5. Logikanalysator nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtungen (26; 28)
jeweils einen Zähler für die Tastsignale zur Erzeugung
von Adressensignalen für die Speicheranordnungen (14, 18;
16, 22) enthalten.
6. Logikanalysator nach einem der Ansprüche 1 bis 5, ge
kennzeichnet durch eine Trigger-Folgesteuerschaltung (36)
zur Festlegung eines Triggerpunktes zwecks Beendigung
des Einschreibbetriebes der Speicheranordnungen (14, 18;
16, 22) in Abhängigkeit von den mit den Wortdetektoren
(20; 24) erfaßten Kennwörtern.
Applications Claiming Priority (1)
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