DE3219762A1 - Verfahren zur verhinderung der thiosulfatbildung bei oxidativen schwefelwasserstoffwaeschen - Google Patents

Verfahren zur verhinderung der thiosulfatbildung bei oxidativen schwefelwasserstoffwaeschen

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DE3219762A1
DE3219762A1 DE19823219762 DE3219762A DE3219762A1 DE 3219762 A1 DE3219762 A1 DE 3219762A1 DE 19823219762 DE19823219762 DE 19823219762 DE 3219762 A DE3219762 A DE 3219762A DE 3219762 A1 DE3219762 A1 DE 3219762A1
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Günter Dr. 8157 Linden Weber
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Linde GmbH
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    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/08Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors
    • C10K1/10Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids
    • C10K1/12Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids alkaline-reacting including the revival of the used wash liquors
    • C10K1/128Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids alkaline-reacting including the revival of the used wash liquors containing organic oxygen transferring compounds, e.g. sulfoxides
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
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Description

I · fill
LINDE AKTIENGESELLSCHAFT
(H 1326) H 82/39
Sti/fl 25.5.82
Verfahren zur Verhinderung der Thiosulfatbildung bei oxldativen Schwefelwasserstoffwaschen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verhinderung von Thiosulfatbildung bei oxidativen Schwefelwasserstoffwaschen mit einem wäßrigen, alkalischen, ein Oxidationsmittel enthaltenden Waschmittel, wobei der Schwefelwasserstoff in einer Waschsäule von dem Waschmittel absorbiert und unter
•ijjO Reduktion des Oxidationsmittels hauptsächlich zu elementarem Schwefel oxidiert wird, wonach das Waschmittel durch Begasen mit einem sauerstoffhaltigen Gas zur Rückoxidation des Oxidationsmittels regeneriert und wiederverwendet wird.
Bei bekannten Verfahren dieser Art wird das zu reinigende Gas mit einer wäßrigen, alkalischen Lösung, wie einer Natriumcarbonatlösung, mit einem pH-Wert zwischen 8 und 9, gewaschen, die ein lösliches Salz, wie das Natriumsalz der Anthrachinondis ulfonsäure c und ein Metallvanadat enthält, wobei das Vanadin in der fünfwertigen Oxidationsstufe vorliegt (z.B. GB-PS 1 488 659). Der absorbierte Schwefelwasserstoff dissoziiert in der Lösung unter Bildung von HS~-Ionen, die das Vanadin reduzieren (in die vierwertige Oxidationsstufe), wobei elementarer Schwefel
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freigesetzt wird. Das reduzierte Vanadin kann durch eine Oxidationsreaktion mit einem sauerstoffhaltigen Gas in Gegenwart der Anthrachinondisulfonsäure rückoxidier« werden,
Dabei wurde gefunden, daß ein Teil des Schwefelwasserstoffes zu löslichem Natriumsulfat und Natriumthiosulf at oxidiert wird, die sich mit der Zeit in der Waschlösung anreichern und entfernt werden müssen. Während das Ausschleusen von Natriumsulfat beispielsweise durch eisafache ^Kristallisation bewerkstelligt werden kann, ist dies bei : \-~- ,Natriumthiosulfat wegen der großen Löslichkeit nich^E; mög- |"i~ lieh. Da Natriumthiosulf at überdies eine wegen seines
hohen biologischen Sauerstoffbedarfes umweltschädigende , . Substanz darstellt, kann die verwendete Waschlösung nach • ) 15 Anreicherung nicht einfach verworfen werden.
Es wurde hierzu bereits vorgeschlagen (P 32 16 160.3), durch Senken des pH-Wertes in der Waschlösung das B^ldungs- \ verhältnis von Sulfat zu Thiosulfationen zugunsten eier Sulfationen zu verschieben und damit die Bildung von Thiosulfat zu unterdrücken,
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein weiteres Verfahren zur Verfügung zu stellen, das es gestatte-·, ' - 25 au- einfache und kostengünstige Weise die Bildung von • Thiosulfat zu verhindern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß dem Waschmittel ein Rhodanid oder eine zur RhodanidiSildung befähigte Verbindung zugegeben wird.
Mit besonderem Vorteil v/ird dabei das Rhodanid oder die zur Rhodanidbildung befähigte Verbindung in einer Konzentration von 0,06 bis 0,5 Mol/l, bevorzugt 0,2 bis 0 .,4 Mol/l1 verwendet.
Form. 8729 7.78
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Die Erfindung beruht auf der überraschenden Erkenntnis, daß die Thiosulfatbildung bei oxidativen Schwefelwasserstoffwäschen bei Zugabe von Rhodanid, wie z.B. Natrium-, Kalium- ffj oder Ammoniumrhodanid, oder zur Rhodanidbildung befähigten Verbindungen, wie z.B. Cyaniden, unterbunden wird. Somit wird erfindungsgemäß auf einfache Weise das Problem der Anreicherung des Waschmittels mit umweltschädlichem Thiosulf at vermieden.
Untersuchungen haben dabei ergeben, daß die Menge des \ zur Vermeidung der Thiosulfatbildung benötigten Rhodanide oder der zur Rhodanidbildung befähigten Verbindung direkt proportional der Vanadinkonzentration des Waschmittels ist.
Beispiel;
In einer Kreislaufapparatur, die im prinzipiellen Aufbau einer technischen Anlage entspricht, wurden oxidative Schwefelwasserstoffwäschen bei einem pH-Wert von 8,5 durchgeführt. Das Waschmittel enthielt in einer Versuchsreihe als Oxidationsmittel 1,5 g Vanadin/1, Anthrachinondisulfonsäure in einer Menge von 3 g/l und außerdem 20 g Natrium~ carbonat/1. In einer weiteren Versuchsreihe wurden dem Waschmittel überdies 30 g (entspricht 0,37 Mol) pro Liter Waschmittel zugegeben.
Die Waschlösungen wurden nacheinander in 16 Zyklen beladen, oxidiert und regeneriert, wobei nach diesen 16 Zyklen in der ersten Versuchsreihe {ohne Rhodanid) insgesamt 2,1 g Natriumthiosulfat pro Liter Waschmittel bzw. 0,13 g Thiosulfat pro Liter und Zyklus festgestellt wurden. In der Waschlösung mit Rhodanidzugabe dagegen konnte nach über 1000 Betriebsstunden keine meßbare Thiosulfatbildung festgestellt werden.

Claims (1)

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1326) H 82/39
Sti/fl
25.5.82
35 Patentansprüche 15 1 . Form. 5729 Verfahren zur Verhinderung der Thiosulfatbildung bei oxidativen Schwefelwasserstoffwaschen mit einem wäßrigen, - . % alkalischen, ein Oxidationsmittel enthaltenden Waschmit tel, wobei der Schwefelwasserstoff in einer Waschsäule von dem Waschmittel absorbiert und unter Reduktion des τ 20 Oxidationsmittels hauptsächlich zu elementarem Schwefel oxidiert wird, wonach das Waschmittel durch Begasen mit einem sauerstoffhaltigen Gas zur Rückoxidation des Oxidationsmittels regeneriert und wiederverwendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß dem Waschmittel ein 25 Rhodanid oder eine zur Rhodanidbildung befähigte Ver bindung zugegeben wird. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rhodanid oder die zur Rhodanidbildung befähigte Verbindung in einer Konzentration von 0,06 bis 0,5 Mol/l/ bevorzugt 0,2 bis 0,4 Mol/l verwendet wird. 7.7»
DE19823219762 1982-05-26 1982-05-26 Verfahren zur verhinderung der thiosulfatbildung bei oxidativen schwefelwasserstoffwaeschen Ceased DE3219762A1 (de)

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