DE3227092C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Steuern
eines Niederhalters für Zuschnitte aus Wellpappe oder
dergleichen, welche zur Schuppenbildung nacheinander
von einem ersten Förderer auf einen langsamer laufenden
zweiten Förderer übergeben werden, wobei der Niederhalter
bewegbar im Eingangsbereich des zweiten Förderers
angeordnet ist.
Im Produktionszug von Wellpappen u. dgl. wird eine
Bahn von Wellpappe in Zuschnitte einer vorbestimmten
Länge durch einen Kreisschneider zerschnitten, und diese
Zuschnitte werden durch einen ersten Förderer, der mit
etwas höherer Geschwindigkeit als die Bahngeschwindigkeit
läuft, transportiert und dann einander überlappend
bzw. geschuppt auf einem zweiten Förderer zugeführt,
der mit etwas geringerer Geschwindigkeit als der erste
Förderer läuft. Am Zuführende des zweiten Förderers ist
normalerweise ein Niederhalter vorgesehen. Der erste
Förderer dient dazu, ein Verkeilen oder Stauchen des
gerade geschnittenen Zuschnittes mit dem Vorderende der
Bahn und/oder dem Schneidemesser des Kreisschneiders zu
verhindern. Der zweite Förderer dient dazu, die nacheinander
zugeführten Zuschnitte einander überlappend anzuordnen.
Der Niederhalter dient dazu, die mit höherer
Geschwindigkeit zugeführten Zuschnitte niederzudrücken
oder niederzuhalten, um zu vermeiden, daß sie ihre Bahn
verlassen oder sich miteinander verkeilen.
Der beste Zeitpunkt für das Niederhalten des Zuschnittes
durch den Niederhalter ist der Moment, wo der Zuschnitt
den ersten Förderer verläßt oder kurz bevor oder danach.
Wenn der Zeitpunkt zu spät liegt, könnten sich die Zuschnitte
aufstauchen oder verkeilen, wodurch Schwierigkeiten
entstehen. Wenn der Zeitpunkt zu früh liegt, so
daß der Zuschnitt durch den Niederhalter niedergedrückt
wird, bevor er den ersten Förderer verläßt, so kann der
Zuschnitt durch den ersten Förderer abgerieben werden,
dem nächsten Zuschnitt in die Quere kommen oder zwischen
ersten und zweiten Förderer gebogen werden.
Auch muß der Zeitraum, während dessen der Niederhalter
die Zuschnitte berührt, jedesmal geändert werden, wenn
die Zuschnittlänge oder die Zuschnittgeschwindigkeit
geändert wird. Ferner muß die Länge des ersten Förderers
für eine Optimalsynchronisation mitberücksichtigt werden.
Herkömmlich mußte die Bewegung des Niederhalters überwacht
und jedesmal von Hand korrigiert werden, wenn die
Zuschnittlänge oder die Zuschnittgeschwindigkeit sich
änderte.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Steuersystem
für einen Niederhalter zu schaffen, welches die
Notwendigkeit der Überwachung und von Handkorrektur
des Niederhalters auch bei jeder Änderung der Zuschnittlänge
oder Zuschnittgeschwindigkeit vermeidet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine
- - Einrichtung zum Setzen eines zur Länge der vom ersten Förderer zugeführten Zuschnitte proportionalen Wertes und eines zum Abstand, um welchen sich der Niederhalter in einem Betriebszyklus gegen die Zuschnitte und wieder weg bewegt, proportionalen Wertes,
- - eine Einrichtung zur Erzeugung eines der Geschwindigkeit der zugeführten Zuschnitte proportionalen Signals und eines zur Geschwindigkeit des Niederhalters proportionalen Signals,
- - eine Einrichtung zum Berechnen der Werte (l/L) Φ A und (l/L) Φ A-Φ B,
- - eine Einrichtung zum Kombinieren der zum Wert (l/L) Φ A-Φ B proportionalen Fehlerspannung mit dem dem Wert (l/L) Φ A proportionalen Bezugsspannung in eine Geschwindigkeitsbezugsspannung, die über eine
- - Einrichtung den Antrieb des Niederhalters steuert.
Aus der DE-AS 22 28 146 ist eine Vorrichtung zum Steuern
einer Aufdruckvorrichtung für Flachmaterial bekannt. Bei
dieser Vorrichtung soll die Rotationsgeschwindigkeit einer
Druckwalze mit dem zu bedruckenden Material synchronisiert
werden. Diese Druckwalze ist aber im Gegensatz zum erfindungsgemäßen
Niederhalter ortsfest angeordnet, so daß
lediglich die Drehungsgeschwindigkeit der Druckwalze mit
dem Materialvorschub synchronisiert werden muß. Demgegenüber
gehen bei der Steuerung gemäß der Erfindung vier
Parameter in die Steuerung ein, nämlich zwei Geschwindigkeitswerte
und zwei Größenwerte. Diese vier Werte werden
zu einer Geschwindigkeitsbezugsspannung verarbeitet, die
über eine Steuereinrichtung den Antrieb des Niederhalters
steuert.
Vorteilhafterweise wird beim Auftreten einer Positionsabweichung
des Niederhalters ein Kompensationswert proportional
zur Abweichung hinzugefügt.
Von weiterem Vorteil ist, wenn bei jedem Verlassen eines
Zuschnitts vom Förderer die Berechnung der Geschwindigkeitsbezugsspannung
auf der Basis der Länge des Zuschnitts
gestartet wird, welcher dem Zuschnitt benachbart ist, der
gerade den Förderer verlassen hat.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels
genauer beschreiben. Es zeigt
Fig. 1 eine Ansicht eines herkömmlichen Niederhalters,
Fig. 2 eine ähnliche Ansicht eines Niederhalters gemäß
der Erfindung,
Fig. 3 ein Blockdiagramm eines erfindungsgemäßen Steuersystems
und
Fig. 4 ein Blockdiagramm eines Beispiels des ersten Zählers
und des Teilers.
Fig. 2 zeigt einen Niederhalter, bei dem die Erfindung
angewendet werden soll.
Eine Bahn 1 von Wellpappe wird durch ein Paar von Zuführrollen
2 zu einem Kreisschneider 3 zugeführt, wo
sie in Zuschnitte B von vorbestimmter Länge zerschnitten
wird. Die Zuschnitte werden auf einen Doppelbandförderer
4 zu einem Bandförderer 5 geführt, welcher die
Zuschnitte zur nächsten Station fördert. Der Doppelbandförderer
weist mindestens ein Paar von Bändern auf, zwischen
welchen der Zuschnitt für die Förderung eingeklemmt
wird. Die Geschwindigkeit des Doppelbandförderers 4
ist gleich oder etwas höher als die Geschwindigkeit der
Bahn 1, um Schwierigkeiten durch Störungen zwischen dem
Vorderende der Bahn 1 und dem Hinterende des Zuschnitts B
zu vermeiden. Auch ist die Geschwindigkeit des Bandförderers
5 geringer als die von sowohl Förderer 4 als auch der
Bahngeschwindigkeit und das Zufuhrende des Bandförderers
5 liegt unterhalb des Ausgabeendes des Förderers 4, so
daß die Zuschnitte für den Transport zur nächsten Station
auf dem Band des Förderers 5 einander überlappend angeordnet
sind. Um zu vermeiden, daß die Zuschnitte (die
mit ziemlich hoher Geschwindigkeit gefördert werden) sich
verkeilen, ist eine Niederhaltbürste 6 am Zufuhrende des
Förderers 5 so vorgesehen, daß sie jeden der Zuschnitte
ungefähr dann berührt oder niederhält, wenn der Zuschnitt
den Doppelbandförderer 4 verläßt.
Bei den herkömmlichen Niederhaltern war die Bürste 6
so montiert, daß sie, wie in Fig. 1 durch den Pfeil gezeigt,
hin- und herbewegbar war. Herkömmlich mußte die Stellung
des Niederhalters manuell entsprechend der Länge
des Zuschnitts und der Geschwindigkeit der Zuschnitte
vorwärts und rückwärts adjustiert werden.
Der allgemein mit 9 bezeichnete Niederhalter von
Fig. 2 weist eine Niederhaltebürste 6 auf, die fest
auf einem Arm 10 mittels einer Befestigungsstange 11
befestigt ist, wobei der Hebelarm 10 über eine Stange
12 mit einer Kurbelscheibe 13 verbunden ist. Durch
diese Anordnung wird die Rotation der Kurbelscheibe
in eine Schwenkbewegung der Niederhaltebürste 6 umgewandelt.
Der Niederhalter 9 ist in einer solchen
Stellung angeordnet, daß die Bürste 6 alle Zuschnitte
niederhält in einer festen Stellung nahe ihrem Ende,
auch wenn die Zuschnittlänge minimal ist. Die Bürste
kann jeden Zuschnitt an seiner festen Stelle berühren,
während sie in einer vertikalen Ebene schwingt.
Der Doppelbandförderer 4 wird durch einen ersten
Antriebsmotor 7 betrieben, mit welchem ein erster Impulsgenerator
8 zum Erzeugen von Impulsen verbunden ist,
deren Anzahl proportional zu den Umdrehungen des Motors
7 ist. Die Kurbelscheibe 13 wird durch einen zweiten
Antriebsmotor 14 betrieben, mit welchem ein Tachometergenerator
15 verbunden ist, der ein Signal liefert,
welches proportional zur Geschwindigkeit des Motors 14
ist und mit einem zweiten Impulsgenerator 16 zum Erzeugen
von Impulsen, deren Anzahl proportional zur Umdrehungszahl
des Motors 14 ist.
Um festzustellen, daß eine jede Schwenkbewegung der
Bürste 6 vollendet ist, ist auf der Kurbelscheibe 13 eine
Markierung 17 fest angebracht und ein Detektor 18 in der
Nähe der Kurbelscheibe vorgesehen, um die Markierung festzustellen
und ein Feststellsignal S zu geben. Der Detektor
18 kann sein Feststellungssignal liefern, wenn die Niederhaltebürste
6 beginnt, den Zuschnitt B niederzuhalten.
Im folgenden wird ein Steuerschaltkeis für den erfindungsgemäßen
Niederhalter unter Bezugnahme auf Fig. 3
beschrieben.
Zuerst werden zwei Werte l und L in einem ersten Setzer
30 gesetzt. Die Werte L und l sind proportional zur Länge
des Zuschnitts B bzw. dem Umfang der Kurbelscheibe 13.
Diese Werte L und l werden in ein Dividierwerk 31 gegeben,
welches den Wert l durch den Wert L dividiert, um den
Koeffizienten K=(l/L) zu erhalten.
Ein Multiplizierwerk 32 multipliziert den Koeffizienten
K mit einem Impulssignal Φ A vom ersten Impulsgenerator 8,
welches proportional zur Länge ist, um welche der Zuschnitt
gefördert worden ist. Das Signal K · Φ A vom Multiplizierwerk
32 wird in einen ersten Frequenz/Spannung-(F/V)-Konverter
33 gegeben, welcher die Frequenz des Signals K Φ A in eine
Spannung konvertiert, die als Bezugsspannung V A für den
zweiten Motor 14 verwendet wird.
Ein erster Zähler 34 startet das Zählen des Impulssignales
Φ A in Abhängigkeit von einem externen Signal A
und gibt das Synchronisierungssignal T, wenn das Zählen
einen Wert X erreicht hat, der proportional zum Abstand
ist zwischen dem Bahnschneidepunkt und dem Ausschubende
des Doppelbandförderers 4. Das externe Signal A ist
ein Signal, das anzeigt, daß der Zuschnitt zum Doppelbandförderer
4 zugeführt wurde, z. B. ein Schnittbeendigungssignal,
das in dem Moment gegeben wird, wenn der
Kreisschneider 3 sein Schneiden beendet hat. Der erste
Zähler 34 und das Dividierwerk 31 werden später genauer
beschrieben.
Ein Positionskompensationsschaltkreis 35 empfängt ein
Impulssignal Φ B vom zweiten Impulsgenerator 16, das Synchronisiersignal
T und das Feststellungs- oder Detektorsignal
S überprüft die Stellung der Markierung 17 jedesmal,
wenn das Synchronisationssignal T auftritt und liefert
einen Kompensationswert E proportional zum Maß der Abweichung
von der korrekten Stellung der Kurbelscheibe 13 (die
Bürste soll immer dann in ihre Betriebsstellung kommen,
wenn das Synchronisiersignal T auftritt.
Der Kompensationswert soll negativ sein, wenn die
Markierung 17 der korrekten Stellung vorläuft und
positiv beim Nachlaufen.
Im Positionskompensationsschaltkreis 35 wird ein
zweiter Zähler 36 zum Zählen der Impulssignale Φ B vom
zweiten Impulsgenerator 16 jedesmal dann zurückgesetzt
und neu gestartet, wenn der Detektor 18 die Markierung
17 feststellt und sein Detektionssignal S gibt. Der Zählwert
N im zweiten Zähler 36 wird in der Speichereinheit 37
in Abhängigkeit vom Synchronisierungssignal T gespeichert.
Der Wert l, welcher der gleiche ist, der im ersten Setzwerk
30 gesetzt wird, wird in einem zweiten Setzwerk 38
gesetzt und an einen Komparator 39 gegeben, der den Zählwert
N von der Speichereinheit 37 mit dem Wert l/2 vergleicht
und einen Wert E liefert (E = -N wenn N<l/2 und
E=l-N wenn N≧l/2). Der Vergleich von N mit l/2 wird
gemacht, um zu überprüfen, ob die Markierung 17 in der
richtigen Stellung ist oder vor- oder nachläuft, wenn das
Synchronsignal T auftritt. Der Zählwert N kann auch mit
dem Wert l/3 oder einem anderen geeigneten Wert verglichen
werden. Da die Kontrolle nicht sehr genau sein muß, kann
der Positionskompensationsschaltkreis 35 so gestaltet
sein, daß sein Ausgang Null ist, wenn der absolute Kompensationswert
E unter einem bestimmten Wert liegt.
Ein dritter Zähler 40 zählt das Signal K · Φ A vom
Multiplizierwerk 32 aufwärts und die Impulssignale Φ B
vom zweiten Impulsgenerator 16 abwärts. Er liest auch
den Kompensationswert E vom Stellungskompensationsschaltkreis
35 in Abhängigkeit vom Synchronsignal T vom ersten
Zähler 34 und liefert das Ergebnis der Berechnung,
M=K · Φ A -Φ B +E, an einen Digitalanalogkonverter 41,
der den Wert M in eine analoge Fehlerspannung Vc konvertiert.
Die Fehlerspannung Vc und die Bezugsspannung
V A werden in den Operationsverstärker 42 gegeben, der
sie miteinander kombiniert und eine Geschwindigkeitsbezugsspannung
Vo=(V A+Vc) für den zweiten Motor liefert.
Ein zweiter F/V-Konverter 43 konvertiert das Impulssignal
Φ B vom zweiten Impulsgenerator 16 in die Spannung
V B proportional zu dieser Frequenz. Eine Geschwindigkeitssteuereinheit
44 vergleicht die zurückgeführte Spannung
V B mit der Geschwindigkeitsbezugsspannung Vo, um zu überprüfen,
ob der zweite Motor 14 für den Niederhalter mit
einer Geschwindigkeit arbeitet, die der Referenzspannung
entspricht. Wenn irgendeine Differenz dazwischen besteht,
addiert die Geschwindigkeitssteuereinheit 44 diese zur
Bezugsspannung Vo oder subtrahiert sie davon, so daß der
Motor genau bei Vo rotiert. Wenn die Spannung Vo Null
ist, stoppt die Geschwindigkeitssteuereinheit 44 den Motor
14. Der Niederhalter wird so gesteuert, daß die Kurbelscheibe
13 eine volle Drehung macht jedesmal, wenn ein
Zuschnitt vom Doppelbandförderer 4 zugeführt wird.
Kurz gesagt, ein Rechenwerk 45, welches beeinhaltet
das Setzwerk 30, Dividierwerk 31, Multiplizierwerk 32,
F/V-Konverter 33, Zähler 34 und 40, D/A-Konverter 41 und
den Operationsverstärker 42, multipliziert das Impulssignal
Φ A vom ersten Impulsgenerator 8 mit dem Koeffizienten K
(gleich dem Umfang l der Kurbelscheibe 13 dividiert durch
die Länge L der Zuschnitte), zählt das Produkt K · Φ A
aufwärts und das Impulssignal Φ B vom zweiten Impulsgenerator
abwärts, und kombiniert die Spannung Vc, die dem Ergebnis
des Zählens entspricht, K · Φ A -Φ B oder K · Φ A -Φ B +E
(E ist der Kompensationswert vom Schaltkreis 35) mit der
Spannung V A, die dem Produktsignal K · Φ A entspricht,
und liefert eine Spannung V A+Vc.
Auch wenn in dieser Ausführungsform das Produktsignal
K · Φ A zuerst erhalten wird und dann das Bezugssignal V A
daraus abgeleitet wird, kann V A auch auf andere Weise erhalten
werden, z. B. durch Konversion des Impulssignals
Φ A in eine Spannung und Multiplikation dieser Spannung
mit dem Koeffizienten K.
Der erste Zähler 34 in Fig. 4 enthält einen 4-bit-Ringzähler
47 zum Zählen des externen Signals A, vier setzbare
Zähler 48 a bis 48 d und einen Oder-Schaltkreis 50. Das
Dividierwerk 31 enthält eine Dividiereinheit 51, vier
Speicher 49 a bis 49 d und einen Datenwähler 52. Die Zähler
und Speicher mit gleichem Suffix am Bezugszeichen bilden
jeweils ein Paar. Der Ringzähler 47 liefert ein Signal
zum Auswählen eines der Zähler 48 und seines zugehörigen
Speichers 49 nacheinander jedesmal, wenn er das externe
Signal A empfängt. Der ausgewählte Zähler startet das
Zählen in Abhängigkeit vom Signal vom Ringzähler 47 und
liefert ein Signal an den Oder-Schaltkreis 50, wenn sein
Zählen den vorgesetzten Wert X erreicht. Der Oder-Schaltkreis
50 liefert ein Synchronsignal T in Abhängigkeit
vom Signal von einem der Zähler 48. Der gewählte Speicher
49 registriert den Ausgang des Dividierwerks 51, welches
die Werte L und l vom Setzwerk 30 liest und führt die
Division l/L durch.
Der Datenwähler 52 liefert an das Multiplizierwerk
32 den Wert, der im Speicher 49 gespeichert ist, welcher
zu dem Zähler 48 gehört, von welchem ein Signal geliefert
wurde, von dem Zeitpunkt wenn ein Zähler ein Signal gegeben
hat, bis zu dem Zeitpunkt wenn der nächste Zähler ein
Signal liefert. Zum Beispiel liefert er den Wert des
Speichers 49 a von dem Zeitpunkt, wo der Zähler 48 a ein
Signal geliefert hat bis zu dem Zeitpunkt, wo der Zähler
48 b ein Signal liefert.
Die Anzal der Zähler 48 und der Speicher 49 muß die
gleiche sein und kann entsprechend der Länge der Zuschnitte
und der des Dopelbandförderers 4 vorbestimmt und
somit der Wert X sein. Der Datenwähler 52 kann ein
Speicherschaltkreis sein, der in Abhängigkeit vom
Signal von einem der Zähler 48 den Wert speichert,
der im zugehörigen Speicher 49 registriert ist.
Die Änderung des Setzwerkes 30 von einer Zuschnittlänge
L (das ist die Schnittlänge) zu einer anderen,
wird zur gleichen Zeit gemacht, in der das externe
Signal A auftritt, z. B. in der folgenden Weise. Der
Kreisschneider 3 liefert ein Schneidendesignal, d. h.
das externe Signal. In Antwort auf dieses Signal wird
eine neue Schneidlänge in ein Setzwerk in der Geschwindigkeitskontrolle
für den Kreisschneider 3 gesetzt. Gleichzeitig
wird sie in das Setzwerk 30 des Steuersystems
nach der Erfindung gesetzt.
Auch wenn das Dividierwerk 31 von Fig. 4 eine Vielzahl
von Speichern 49 und Datenwähler 52 aufweist, können,
wenn die Bahnschneidelänge, d. h. die Zuschnittlänge
sich nicht ändert, sondern festliegt, die Speicher und
der Datenwähler weggelassen werden. In diesem Falle
registriert das Dividierwerk 31 nur den Wert L (Zuschnittlänge)
vom Setzwerk 30, dividiert den Wert l
durch den Wert L und liefert das Divisionsergebnis an
das Multiplizierwerk 32.
Das Dividierwerk 31 kann aus einer Vielzahl von Zuschnittlängespeichern
in Paarung mit Zählern 48 und eine
Divisionseinheit aufweisen. Jedesmal, wenn sich der Zählwert
des Ringzählers 47 ändert, registriert der zugehörige
Zuschnittlängenspeicher die Zuschnittlänge L, welche zum
gleichen Zeitpunkt ausgewählt wird, wenn der zugehörige
Zähler ein Signal gibt, wobei das Dividierwerk den Koeffizienten
K=(l/L) bestimmt und ihn an das Multiplizierwerk
32 liefert. So ist die Aufgabe für das Dividierwerk an
das Multiplizierwerk 32, einen Koeffizienten zu liefern,
der auf der Basis der Länge des Zuschnitts bestimmt wurde,
der dem Zuschnitt benachbart ist, der gerade den Doppelbandförderer
4 verlassen hat.
Im folgenden wird beschrieben, wie der Niederhalter
gesteuert wird, wenn die Zuschnittlänge sich geändert hat.
Als erstes soll angenommen werden, daß die Bahn durch
den Kreisschneider in Zuschnitte der Länge L₁ geschnitten
würde und daß L₁ im Setzwerk 30 gesetzt ist und daß alle
Speicher 49 a bis 49 d den Koeffizienten K₁=l/L₁ enthalten.
Wenn der letzte Schneidvorgang mit Länge L₁ vollendet ist,
ändert sich die Zuschnittlänge, die im Setzwerk 30 gesetzt
ist, von L₁ zu L₂ (wie oben erwähnt, wurde L₂ vorher gesetzt)
in Abhängigkeit vom Schneidendesignal für das letzte Schneiden
mit Länge L₁. Nun liefert die Divisionseinheit 51 den
Wert K₂=l/L₂. In Antwort auf das Schneidendesignal, welches
das externe Signal A ist, ändert sich der Ringzähler 47 in
seinem Zählen und liefert ein Signal, um ein Paar von
Zählern 48 und Speicher 49 entsprechend seinem neuen
Zählwert auszuwählen. Wenn der Zähler 48 a und der Speicher
49 a z. B. ausgewählt sind, startet der erstere sein Zählen
und der letztere registriert von neuem den Koeffizienten
K₂=l/L₂ von der Dividiereinheit 51. Wenn der Zählwert
X erreicht, liefert der Zähler 48 a ein Signal. Mit anderen
Worten, in dem Moment, wo der letzte Zuschnitt der
Länge L₁ den Doppelbandförderer 4 verlassen hat, liefert
der Zähler 48 a ein Ausgangssignal. Der Datenwähler 52
wählt den Speicher 49 a aus, welcher den Koeffizienten
K₂=l/L₂ an das Multiplizierwerk liefert. Der Rest ist
der gleiche, als wenn die Zuschnittlänge festliegen würde.
Der Niederhalter ist so gesteuert, daß die Bürste den
Zuschnitt mit der neuen Länge L₂ in korrekter Synchronisation
niederdrückt, wenn dieser gerade den Doppelbandförderer
verlassen hat.
Die Schaltkreisanordnung ist so, daß das Ergebnis der
Berechnung M=(K · Φ A -Φ B +E) vom Zählwerk 40 Null ergibt.
Wenn M kleiner als Null ist (<0), wird die Fehlerspannung
Vc negativ. Dann ist die Geschwindigkeitsbezugsspannung
Vo gleich V A+(-|Vc|)=V A-|Vc|. Das bedeutet, daß sie
kleiner ist als die Bezugsspannung V A und zwar um den
absoluten Wert der Fehlerspannung V C. Deshalb wird der
zweite Motor 14 für den Niederhalter gebremst, so daß
das Impulssignal Φ B abfällt. So kehrt M=(K · Φ A -Φ B +E)
zurück zu Null.
Wenn M größer Null wird (<0), wird Vc positiv. So
ist Vo=(V A+Vc) größer als die Bezugsspannung V A und
zwar um die Fehlerspannung Vc. Der zweite Motor 14 wird
beschleunigt, so daß das Impulssignal Φ B anwächst. So
kehrt M wieder zurück zu Null. Kurz gesagt, wird die
Steuerung so durchgeführt, daß der Wert M Null ist. Das
bedeutet, daß der zweite Motor 14 für den Niederhalter so
gesteuert wird, daß er sich in einem vorbestimmten Umdrehungsverhältnis
bezüglich des ersten Motors 8 für den
Förderer dreht.
Zusammenfassend wird in diesem Steuersystem folgendes
gemacht: Das Impulssignal Φ A proportional zur Zuschnittfördergeschwindigkeit
wird mit dem Koeffizienten K=(l/L)
multipliziert, das Signal K · Φ A wird als Bezugsgeschwindigkeit
für den zweiten Motor 14 für den Niederhalter 9
verwendet, die aktuelle Geschwindigkeit des Doppelbandförderers
4 wird mit der Bezugsgeschwindigkeit verglichen,
und wenn ein Unterschied dazwischen besteht, wird der
zweite Motor 14 beschleunigt oder abgebremst, um diesen Unterschied
auszugleichen. Wenn irgendeine Zeitdifferenz
zwischen dem Auftreten des Detektionssignals S und dem
Synchronsignal T auftritt (das bedeutet, daß die Kurbelscheibe
13 sich zu schnell oder zu langsam dreht, um den
Zuschnitt ausreichend niederzupressen), so wird auch dann
der zweite Motor 14 beschleunigt oder abgebremst in Abhängigkeit
vom Maß des Zeitunterschiedes. Diese Kompensation
wird durchgeführt mit Hilfe des Stellungskompensationsschaltkreises
35.
Der Doppelbandförderer 4 kann durch irgendeinen anderen
Typ von Förderer ersetzt werden, z. B. durch einen Ansaugförderer.
Auch wenn in einer bevorzugten Ausführungsform für den
Niederhalter eine Bürste verwendet wird, kann diese durch
eine Walze oder ein anderes geeignetes Teil ersetzt werden.
Auch wenn in der bevorzugten Ausführungsform die Bürste
eine Schwenkbewegung ausführen kann, kann sie auch so ausgestaltet
sein, daß sie eine Auf- und Ab- oder eine andere
Bewegung durchführt.
Das Steuersystem für den Niederhalter gemäß der Erfindung
kann bei irgendeiner anderen Art von Förderer als Förderer 5
verwendet werden, z. B. bei einem vertikal beweglichen Stapler,
auf dem die Zuschnitte übereinander gestapelt werden.
Für das erfindungsgemäße Steuersystem für einen Niederhalter
kann ein Computer, wie z. B. ein Mikrocomputer, unter Benutzung
von Programmen für einen Teil oder die
gesamte Steuerung verwendet werden.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Steuern eines Niederhalters für
Zuschnitte aus Wellpappe oder dergleichen, welche zur
Schuppenbildung nacheinander von einem ersten Förderer
auf einen langsamer laufenden zweiten Förderer übergeben
werden, wobei der Niederhalter bewegbar im Eingangsbereich
des zweiten Förderers angeordnet ist, gekennzeichnet
durch
- - eine Einrichtung (30) zum Setzen eines zur Länge der vom ersten Frderer (4) zugeführten Zuschnitte proportionalen Wertes (L) und eines zum Abstand, um welchen sich der Niederhalter (9) in einem Betriebszyklus gegen die Zuschnitte und wieder weg bewegt, proportionalen Wertes (l),
- - eine Einrichtung (8, 16) zur Erzeugung eines der Geschwindigkeit der zugeführten Zuschnitte proportionalen Signals ( Φ A) und eines zur Geschwindigkeit des Niederhalters (9) proportionalen Signals ( Φ B),
- - eine Einrichtung (31, 32, 40) zum Berechnen der Werte (l/L) Φ A und (l/L) Φ A-Φ B,
- - eine Einrichtung zum Kombinieren der zum Wert (l/L) Φ A-Φ B proportionalen Fehlerspannung (Vc) mit der dem Wert (l/L) Φ A proportionalen Bezugsspannung (V A) in eine Geschwindigkeitsbezugsspannung (Vo), die über eine
- - Einrichtung (44) den Antrieb (14) des Niederhalters (9) steuert.
2. Steuersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß beim Auftreten einer Positionsabweichung
des Niederhalters (6) von der korrekten Position
ein Kompensationswert (E) proportional zur Abweichung
hinzugefügt wird und der Wert (l/L) · Φ A-Φ B+E
ermittelt wird, um die Fehlerspannung zu erhalten.
3. Steuersystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß bei jedem Verlassen eines
Zuschnitts vom Förderer (4) die Berechnung auf der Basis
der Länge des Zuschnitts gestartet wird, welcher dem Zuschnitt
benachbart ist, der gerade den Förderer verlassen
hat.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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