DE3235577C2 - - Google Patents

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DE3235577C2 DE19823235577 DE3235577A DE3235577C2 DE 3235577 C2 DE3235577 C2 DE 3235577C2 DE 19823235577 DE19823235577 DE 19823235577 DE 3235577 A DE3235577 A DE 3235577A DE 3235577 C2 DE3235577 C2 DE 3235577C2
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    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F17/00Preparation of fertilisers characterised by biological or biochemical treatment steps, e.g. composting or fermentation
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbereiten von kompostierfähigem Material, insbesondere von gegebenenfalls mit Klärschlamm versetztem Müll, unter Herstellung einer Miete aus mehreren Schichten, wobei jede Schicht mit einer ebenen Oberfläche versehen und unbelastet einer Verpilzung ausgesetzt sowie am Ende des Verpilzungsvorganges die näch­ ste Schicht aufgelegt werden.
Ein solches Verfahren ist aus der DE-OS 29 09 515 bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Durchlüftung und gegebenenfalls auch die Befeuchtung der aus mehreren verpilzten Schichten bestehenden Miete zu verbessern.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die inzwischen nach längerer Standzeit verdichtete Miete dadurch aufgelockert wird, daß ein an einer Förderbrücke befestigtes Fräswerk mit Fräswalzen in die Miete abgesenkt wird, wobei das Fräswerk Bahnen in oder gegen eine Richtung z zieht, die im rechten Winkel zur Herstellungsrichtung x der Miete liegt.
Die Kompostmiete kann also mit der Tragkonstruktion ihrer Förderbrücke od. dgl. sowohl hergestellt als auch zur Durch­ lüftung durchgefräst werden. Dadurch, daß die Bahnen des Fräswerkes im wesentlichen im rechten Winkel zur Herstel­ lungsrichtung der Schichten liegen, ist eine ganz besonders gute Auflockerung und Durchlüftung gegeben.
In einer besonderen Weiterbildung können mit Düsen verse­ hene und an der Förderbrücke schwenkbar angebrachte Tele­ skoplanzen an der dem Fräswerk gegenüberliegenden Front­ weite der Förderbrücke in die Miete abgesenkt werden, so daß Luft in wählbarer Höhe und an beliebigen Rasterpunkten in die Miete eingeblasen wird.
Dadurch ergibt sich eine weitere Verbesserung der Durchlüf­ tung.
Schließlich kann in einer Weiterbildung mit Hilfe von Sprühdüsen, die an dem Fräswerk und an den Teleskoplanzen vorgesehen sind, die Miete befeuchtet werden.
Durch all diese Maßnahmen ergibt sich eine moderne Flächen­ kompostierung mit guter zusätzlicher Zerkleinerung, hohem Belüftungseffekt und zusätzlicher Befeuchtung. Es entsteht ein Wasser/Luft-Austausch, der zu einem Temperaturanstieg und damit zu einer zusätzlichen Entseuchung und Verpilzung führt.
Die Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung bevor­ zugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung nä­ her erläutert; diese zeigt in:
Fig. 1 eine Müll-Kompostierungsanlage in schematischer Darstellung;
Fig. 2 einen vergrößerten Detailschnitt nach Linie II-II mit Vorderansicht einer Förderbrücke;
Fig. 3 die Förderbrücke nach Fig. 2 in Seitenansicht in einem vergrößerten Teilschnitt durch die Anlage der Fig. 1 gemäß deren Linie III-III.
Eine Anlage zur Aufbereitung und Kompostierung von gege­ benenfalls mit Klärschlamm versetzten Müll weist nach einer Brückenwaage 1 an der Annahmestelle A einen Tiefbunker 2 auf. Über diesem ist ein Greifer 3 vorgesehen, welcher Müll M chargenweise aus dem Tief­ bunker 2 einem Dosiersilo 4 zuführt. Von diesem gelangt der Müll M über ein Förderband 5 und eine Dosierein­ richtung 6 zu einer Hammermühle 7. Der darin zerkleinerte Müll M wird auf einem Trogkettenförderer 8 zu einem Magnetabscheider 9 gebracht, der einerseits ausgeklaubten Schrott S an eine Schrottpresse 10 sowie anderseits den nun schrottfreien - mit dem Unterlaut U eines Klär­ schlammbeckens 11 zusammengeführten - Müll M an eine Drehtrommel 12 abgibt. An deren Austrag 13 erfolgt eine Trennung des Rohkompostes K von groben Siebresten R; letztere trägt ein weiterer Trogkettenförderer 14 zu einem Siebrestbunker 15.
Der Rohkompost K wird auf einem Förderer 16 zu einem Kompostierungsplatz 17 bzw. einer Rottehalle H gebracht (in Fig. 1 in Draufsicht).
Der Kompostierungsplatz 17 ist in dem für Fig. 1 ausge­ wählten Beispiel in Aufgaberichtung z in drei Lager­ flächen 17 a, 17 b, 17 c unterteilt, die jeweils an einer Lagerflächengrenze eine Förderstraße 18 a, 18 b, 18 c flankiert; diese Förderstraßen 18 sind mit dem Förderer 16 durch ein querliegendes Förderband 19 verbunden, welches parallel zu drei - in und gegen die Aufgabe­ richtung z fahrbaren - Förderbrücken B verläuft.
Unterhalb des Bodens 20 jeder Lagerfläche 17 a, 17 b, 17 c ist gemäß Fig. 1 ein seitlicher Unterflurförderer 21 angebracht.
In Fig. 2 weist jede der Förderbrücken B Querträger 22 mit seitlichen Fahrwerken, z. B. Rollen 23, auf; diese sind auf als Fahrsockel dienenden Kranbahn­ schienen 24 eines Traggerüstes 25 aus Vertikalbäumen 26 der Höhe i und Dachträgern 27 verfahrbar. Im Ab­ stand c über der in Fig. 2 rechten Ende des Quer­ trägers 22 ist die Förderstraße 18 a in Form eines zwischen Trommeln 29 gespannten endlosen Bandes 28 erkennbar. Auf bzw. zwischen den Querträgern 22 der Förderbrücke B ist eine Übergabevorrichtung 30 ange­ bracht, deren Abstreifsteg 31 den herangeführten Roh­ kompost K in den Innenraum J der Übergabevorrichtung 30 leitet, wo er von einer Verteilerschnecke 32 erfaßt und einem Zellenrad 33 ausgegeben wird. Dieses be­ schleunigt den Rohkompost K und wirft ihn gegen ein geneigtes Stahlförderband 34 von verhältnismäßig kurzer Längserstreckung. Die Hartstoffpartikel N rutschen entweder dank der einstellbaren Neigung des Stahl­ förderbandes 34 von diesem ab oder prallen aufwärts gegen eine Prallplatte 35, die sie einem oberen Quer­ förderband 36 zulenkt.
Der Feinkompost Kf wird vom Stahlförderband 34 - oder bei einer nicht wiedergegebenen Ausführung von einem geneigten stationären Blech mit unterer Prallnase - in Pfeilrichtung y mitgenommen und fällt an der jener Prallplatte 35 gegenüberliegenden Wand 37 der Übergabevorrichtung 30 abwärts durch einen Teleskopschacht, z. B. einen Faltenbalg 38, auf eine unterhalb des Querträgers 22 angeordnete und mit diesem durch Hubelemente in Form von Teleskopstempeln 38 verbundene Fördereinrichtung 40. Der Abstand zwischen dieser und dem Querträger 22 ist mittels der Teleskopstempel 39 verstellbar.
Hauptbestandteil der Fördereinrichtung 40 ist ein zwischen Traversen 41 ruhender Siebboden 42, beidseits dessen unendliche Förderketten 43 an ihnen befestigte Querstege 44 in Förderrichtung x führen; die erforderlichen Ketten­ sterne und Antriebe sind in der Zeichnung übersicht­ lichkeitshalber vernachlässigt.
Der auf den Siebboden 42 fallende Feinkompost Kf wird von den Querstegen 44 mitgenommen und fällt entlang des Förderweges durch die Siebboden­ öffnungen 45 abwärts; auf dem Siebboden 42 verbleibende Grobteile Kg werden am Haupt 46 des Stegkettenförderers 42-45 einem vertikalen Teleskopschacht 47 übergeben und gelangen durch diesen auf den beschriebenen seit­ lichen Unterflurförderer 21; dieser trägt die Grobteile Kg sowie die vom oberen Querförderer 36 durch einen Falten­ balg 48 kommenden Hartstoffanteile N aus.
Wird Kompost K gefördert, dessen Korngröße i. w. über der Maschenweite d der Siebbodenöffnungen 45 liegt, öffnet man einen unter dem (in Fig. 2 rechten) Faltenbalg 38 liegenden Schieber 49, durch welchen der Kompost K auf eine Bodenplatte 50 der Länge e fällt; über deren Kante 51 kann der Kompost K in Pfeilrichtung q abwärts fallen.
Zur Herstellung einer ersten Kompostschicht K₁ der Höhe h₁ von beispielsweise 40 mm wird die Fördereinrichtung 40 an den hydraulisch oder pneumatisch betätigten Teleskopstempeln 39 in die in Fig. 2 mit den Konturen 40 t angedeutete Position gesenkt, in welcher sie dank der Teleskopschächte 38, 47, 48 an die Zu- und Abförderorgane 18 a, 21, 36 angeschlossen bleibt. Im Bereich der seitlich durch die Bodenblechkante 51 und (in Fig. 2 links) 51 a einer anderen Bodenplatte 50 a begrenzten Ausnehmung 52 der Fördereinrichtung 40 entsteht in beschriebener Weise ein Schüttkegel (Seitengrenzen Ks) mit durch die Abstreifkante/n Q der Fördereinrichtung 40 geglätteter Oberfläche T₁. Bei Förderung von großkörnigem Kompost K wird dieser über die Kanten 51 der Bodenplatte 50 und anschließend über die bereits vorhandene Oberfläche T₁ des Schüttkegels Ks geschoben. Hier können zum Verteilen des Kompostes K die Mitnehmer oder Stege 44 im Untertrum des Stegkettenförderers 42-45 in Pfeilrichtung x geführt werden; die Förderrichtung des Stegkettenförderers 42-45 ist also hier umgekehrt worden.
An den beiden Kanten 51, 51 a der Bodenplatten 50, 50 a, welche die seitlichen Kanten des Schüttgutkegels Ks oder der Tafelmiete bestimmen, können elektrische Füllstandkontrollen m vorgesehen werden, welche den Fördervorgang überwachen und der Förderbrücke B einen Impuls geben, wenn sich jene um die Breite v des Stegkettenförderers 42-45 verschieben soll, um einen neuen Kompoststreifen v₁ anzusetzen. In dieser Weise sollen Kompostflächen von etwa 28 m Breite und 100 m Länge - der Höhe h₁ - hergestellt werden.
Fig. 3 zeigt eine Kompostmiete W der Höhe h₅ aus mehreren in beschriebener Form gelegten Kompostschichten K₁ bis K₅, in die ein Fräswerk 60 mit Fräswalzen 61 abgesenkt wird, um die inzwischen nach längerer Standzeit verdichtete Kompostmiete W aufzulockern. Verschiedene Höhenlagen des an Vertikalsäulen 62 hängenden Fräswerkes 60 sind in Fig. 2 bei 60 h und 60 t angedeutet.
Mit der Tragkonstruktion der Förderbrücke B wird also die Kompostmiete W sowohl hergestellt als auch durchgefräst; während die Herstellung der Kompoststreifen in Pfeilrichtung x geschieht, ziehen die Fräswalzen 61 Bahnen in oder gegen Pfeilrichtung z.
Auf der dem Fräswerk 60 gegenüberliegenden Frontseite 63 der Förderbrücke B sind Teleskoplanzen 65 schwenkbar angebracht, deren Spitzen 66 vertikal oder geneigt - Kontur 65 s - in die Kompostmiete W abgesenkt werden können. Diese Lanzenspitzen 66 sind mit Düsen 67 ausgerüstet, durch welche Luft in wählbarer Höhe h und an beliebigen Rasterpunkten E (Fig. 1) eingeblasen zu werden vermag.
Nach dem Herausziehen der Lanzen 65 verbleiben in der Kompostmiete W sogenannte Pfeifen 68 als zusätzliche Belüftungskanäle.
Sowohl die Fördertätigkeit während des Herstellens der Kompostmiete als auch der Fräsvorgang oder das Eindüsen der Luft an vorgewählten Rasterpunkten E wird vollautomatisch gesteuert, so daß jede Stelle der Kompost- oder Tafelmiete optimal belüftet werden kann.
Beispielsweise ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform der Teleskoplanzen 65 möglich, mittels an deren Spitzen 66 zusätzlich vorgesehenen Temperaturfühlern 70 die Komposttemperatur an bestimmten Stellen zu ermitteln und die Ist-Werte einer Regeleinrichtung 71 aufzugeben, in der die erforderliche Belüftung errechnet und anhand der resultierenden Werte die Steuerung der Anlage vorgenommen wird.
Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel können an der Teleskoplanze 65 auch Druckmeßorgane 80 - oder Probenahme-Einrichtungen - angebracht sein.
Mit 81 sind Sprühdüsen an Fräseinrichtung 60 und Teleskoplanze 65 bezeichnet, mittels denen der Kompost K befeuchtet werden kann - auch die Wasserzufuhr vom Wassernetz oder einem Wasserbehälter 82 kann von der Regeleinrichtung 71 gesteuert werden.
Eine sich über die gesamte Länge der Fördereinrichtung erstreckende Sprühanlage 83 dient auch dem genannten Zweck.
Die beschriebenen Anlage ermöglicht es, die erforderliche Kompostierungsfläche möglichst gering zu halten und mit einer einzigen Ausführungsform einer Förderbrücke B die Förder- und Belüftungsvorgänge durchzuführen. Es kann auch die Sohle K₁ der in beliebiger Höhe entste­ henden Tafelmiete W belüftet werden, die verbleibenden Pfeifen 68 stellen rasterartig verteilte Belüftungsker­ ne dar.
Die drei beschriebenen Vorgänge des Förderns, Fräsens und Belüftens sind bevorzugtermaßen elektrisch mitein­ ander verriegelt, so daß jeder Arbeitsgang getrennt durch ein programmgesteuertes elektrisches System durch­ geführt werden kann und zu einer modernen Flächenkom­ postierung mit guter zusätzlicher Zerkleinerung und hohem Belüftungseffekt führt.
Das Aufbringen der Schichten K1 bis Kn erfolgt in der Weise, daß die Sohlschicht K1 - zur Vermeidung anaerober Zonen - mit einer glatten Oberfläche versehen und mehrere Tage in diesem Zustand belassen wird, bis die Sohlschicht K1 verpilzt ist. In Abhängigkeit von der Konsistenz der Sohlschicht K1 aus rohem, zerkleinertem Müll entsteht mehr oder minder rasch ein Wasser/Luft-Austausch, der zu einem Temperaturanstieg sowie einer Entseuchung und Verpilzung führte.
Nach erfolgter Verpilzung der Sohlschicht K1 wird die nächste Schicht K2 auf dieser aufgebracht und ebenfalls bis zu ihrer Verpilzung unbelastet belassen. Hierbei hat sich eine Schichthöhe h1 von etwa 150 mm als besonders günstig erwiesen. Die Verpilzung erfolgt in einem Zeit­ raum von etwa zwei bis vier Wochen. Die Durchlüftung und Befeuchtung der dann aus mehreren verpilzten Schichten und einer in Verpilzung begriffenen oberen Schicht bestehenden Miete W erfolgt in geschilderter Weise.

Claims (3)

1. Verfahren zum Aufbereiten von kompostierfähigem Mate­ rial, insbesondere von gegebenenfalls mit Klärschlamm versetztem Müll, unter Herstellung einer Miete aus mehreren Schichten, wobei jede Schicht mit einer ebe­ nen Oberfläche versehen und unbelastet einer Verpil­ zung ausgesetzt sowie am Ende des Verpilzungsvorganges die nächste Schicht aufgelegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die inzwischen nach längerer Standzeit verdichtete Miete (W) dadurch aufgelockert wird, daß ein an einer Förderbrücke (B) befestigtes Fräswerk (60) mit Fräs­ walzen (61) in die Miete (W) abgesenkt wird, wobei das Fräswerk (60) Bahnen in oder gegen eine Richtung z zieht, die im rechten Winkel zur Herstellungsrichtung x der Miete (W) liegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit Düsen (67) versehene und an der Förderbrücke (B) schwenkbar angebrachte Teleskoplanzen (65) an der dem Fräswerk (60) gegenüberliegenden Frontseite der För­ derbrücke (B) in die Miete (W) abgesenkt werden, so daß Luft in wählbarer Höhe und an beliebigen Raster­ punkten in die Miete (W) eingeblasen wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe von Sprühdüsen (81), die an dem Fräswerk (60) und an den Teleskoplanzen (65) vorgesehen sind, die Miete (W) befeuchtet wird.
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