DE3236268C2 - Verschleißfeste Gußeisenlegierung - Google Patents

Verschleißfeste Gußeisenlegierung

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DE3236268C2 DE19823236268 DE3236268A DE3236268C2 DE 3236268 C2 DE3236268 C2 DE 3236268C2 DE 19823236268 DE19823236268 DE 19823236268 DE 3236268 A DE3236268 A DE 3236268A DE 3236268 C2 DE3236268 C2 DE 3236268C2
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    • C22C37/00Cast-iron alloys
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Abstract

Es wird eine verschleißfeste Gußeisenlegierung zur Verwendung als Material für Walzen beim Warmwalzen beschrieben, die dadurch gekennzeichnet ist, daß sie, auf das Gewicht bezogen, im wesentlichen aus 2,4 bis 3,5 C, 0,5 bis 1,3 Si, 0,3 bis 0,8 Mn, nicht mehr als 3 Ni, 2 bis 7 Cr, 2 bis 9 Mo, nicht mehr als 10 W, 6 bis 14 V, nicht mehr als 4 Co und zum Rest Fe und erschmelzungsbedingten Verunreinigungen besteht.

Description

Die Erfindung betrifft eine Gußeisenlegierung, die zur Verwendung als Material für die Walzen beim Warm-
is walzprozeß geeignet ist. Die erfindungsgemäße Legierung hat eine extrem hohe Verschleißfestigkeit.
Im allgemeinen muß die Oberflächenschicht einer beim Warmwalzen verwendeten Walze sowohl den Anforderungen hinsichtlich der Verschleißfestigkeit eis auch der Hltzerlßblldungsbectändlgkelt bei hoher Temperatur genügen. Hierfür werden bislang durch Verbundguß hergestellte Walzen aus Hartguß oder Schalenbartguß verwendet. Das Material Ist eine Legierung, die beispielsweise aus 3,3% C, 0,75% Sl, 0,6% Mn, 3,5% Nl, 1,6% Cr, 0,4% Mo, Rest Fe und erschmelzungsbedlngte Verunreinigungen besteht. Die Härte der aus dieser Legierung hergestellten Walze beträgt höchstens HRC 62.
Andererseits besteht zum Erhalt einer höheren Walzproduktivität ein steigendes Bedürfnis an Walzen mit höherer Härte und Verschleißfestigkeit. Die Herstellung von Walzen mit einer Härte von mehr als HRC 62 durch einen Verbundguß, bei dem der Mantel und der Kern Integral gegossen werden. Ist aber ziemlich schwle rig durchführbar, was auf einige die Produktion betreffende Gründe sowie hauptsächlich auf die Restspannun gen nach dem Gießen zurückzuführen Ist. Es ist daher notwendig, eine kombinierte Walzenherstellung anzuwenden, wobei der Mantel und der Kern der Walze unabhängig voreinander geformt werden und die beiden Komponenten sodann durch Schrumpfpassung, wie beispielsweise in der JA-PS 6 022/73 beschrieben, oder Verbindung, wie beispielsweise in der JA-PS 3 249/72 beschrieben, zusammengestellt werden.
Die Spannungen der Schrumpfpassung neigen dazu, den Mantel unter Spannung zu setzen und zu dehnen. Dazu kommt noch, daß In der Inneren Umfangsoberfläche des Walzenmantels in der gleichen Richtung, in der die Schrumpfpassungsspannung wirkt, auch der Walzdruck eine Spannung ausbildet.
Diese Spannungen treten in den bekannten Verbundgußwalzen nicht auf. Damit sie diesen Spannungen widerstehen können, müssen die genannten kombinierten Walzen nicht nur eine hohe Verschleißfestigkeit, sondern auch eine hohe Zugfestigkeit und hohe Zähigkeit besitzen.
Eine der bekanntesten Methoden zur Erhöhung der Härte von Gußelsen besteht darin, den Kohlenstoff C In Carbide, hauptsächlich FejC, umzuwandeln, wie es häufig bei Hartguß durchgeführt wird. Die Carbide sind jedoch Im Vergleich zu der Matrix sehr hart, so daß die Härte und damit auch die Verschleißfestigkeit des Produkts erhöht wird, wenn der Gehalt der Carbide ansteigt. Die Erhöhung des Carbldgehalts verschlechtert jedoch In erheblichem Ausmaß die Festigkeit und die Zähigkeit des Materials, und zwar teilweise, weil die Carbide sehr brüchig und schwach sind, und teilweise, well die Carbide In tafelförmiger Form, wenn der Kohlenstoffgehalt hoch Ist, und In einer solchen Form, daß sie den Austenitprlmärkrlstal! umgeben, wenn der Kohlenstoffgehalt niedrig Ist, vorliegen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Gußelsenleglerung zur Verfügung zu stellen, mit welcher der oben beschriebene Stand der Technik verbessert wird.
Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst. Gegenstand der Erfindung Ist eine verschleißfeste Gußelsenleglerung zur Verwendung als Material für Walzen beim Warmwalzen, die dadurch gekennzeichnet Ist, daß sie. auf das Gewicht bezogen, aus 2,4 bis 3,5% C, 0,5 bis 1,3% Sl, 0,3 bis 0,8% Mn, nicht mehr als 3% Nl, 2 bis 7% Cr, 2 bis 9% Mo, nicht mehr als 10% W, 6 bis 14% V, nicht mehr als 4% Co, Rest Fe und erschmelzungsbedingte Verunreinigungen besteht.
Erfindungsgemäß werden, da die Eisenlegierung die oben angegebene spezielle Zusammensetzung hat, die Carbide des Vanadins (VC oder V4Cj, die hierin als »VC« bezeichnet werden) direkt aus der Metallschmelze ausgefällt, und hierauf fällt der Austenlt In einer solchen Welse aus, daß der das VC umgibt. Das so ausgefällte Prlmär-VC mit klümpchenartiger Form hat Im Vergleich zu anderen Carbiden eine erheblich geringere Neigung zur Verschlechterung der Festigkeit des Materials. Es Ist daher möglich, ein Gußprodukt mit einem großen VC-Gehalt zu erzeugen, das dem Erfordernis der hohen Festigkeit genügt, ohne daß eine zusätzliche Warmbearbeitung, wie bislang, durchgeführt werden muß. Das VC hat eine Härte von etwa Hv 2800, die Im Vergleich zu der Härte anderer Carbide, wie MiC, M6C, M7C, M!3Ct, sehr hoch Ist. Letztere haben eine Härte, die Im allgemeinen zwischen 1300 und 1800 Hegt. Diese trägt daher erheblich zu der Verbesserung der Verschleißfestigkeit bei.
Es 1st möglich, den Effekt der Zugabe von VC zu verstärken, Indem man das Austenltgefüge zu einem Gefüge umwandelt, das dazu Imstande Ist, eine genügende Hochtemperaturfestigkeit durch eine Wärmebehandlung, wie ein Härten und Vergüten, aufrechtzuerhalten.
Zur erfindungsgemäßen Herstellung einer Gußwalze wird eine Metallschmelze mit einer Zusammensetzung von 2,4 bis 3,5% C, 0,5 bis 1,3% Si, 0,3 bis 0,8% Mn, 0 bis 3% Nl, 2 bis 7* Cr, 2 bis 9% Mo, 0 bis lOor, W, 6 bis 14% V, 0 bis 4% Co, Rest Fe und erschmelzungsbedlngte Verunreinigungen hergestellt. Nach dem Erstarren und der Abkühlung wird ein Anlassen bzw. Glühen (Diffusionsanlassen bzw. -glühen, wenn erforderlich) und eine spanabhebende Rohbearbeitung durchgeführt. Das so hergestellte Gußstück zeigt eine Härte von HRC 37 im aneelassenen Zustand, so daß die spanabhebende Bearbeitung leicht durchgeführt werden kann. Danach werden
Härten und Anlassen durchgeführt, um die gewünschte Härte von HRC 59 bis 67 zu erhalten. Das Härten wird
i| in der Welse durchgeführt, daß das Gußstück gewöhnlich auf eine Temperatur von 1000 bis 1100° C erhitzt und
Il scdann durch Luft abgekühlt wird, obgleich auch ein anderes Kühlmedium verwendet werden kann.
Ü Erftndungsgemäß kann das Gußstück mit verhältnismäßig nlerirlgen Kosten hergestellt werden, well es in
H einfacher Weise durch Gießen, Wärmebehandlung und Zerspanen hergestellt werden kann, ohne daß eine
H spezielle Warmbearbeitung, wie Schmieden, notwendig ist, und weil aufgrund der verhältnismäßig niedrigen
■ Härtungstemperatur von 1000 bis 1100° C kein spezieller Ofen, wie ein Salzbadeofen, erforderlich ist.
' Zur Herstellung einer Warmwalze unter Verwendung des erfindungsgemäß gegossenen Walzeiirohllngs wird
^ dieser fertig bearbeitet und an einem gesondert hergestellten Kern nach einem bekannten Verfahren, wie es
If beispielsweise In der JA-OS 76 951/78 beschrieben Ist, befestigt.
W. Nachstehend werden die Funktionen der Komponenten, die die erfindungsgemäße Legierung bilden, sowie
ff die bevorzugten Gehaltbereiche dieser Komponenten näher erläutert.
U V ist ein wesentliches Element zur Bildung von VC mit hoher Härte. Zur Ausfällung des Primärkristalls VC
If sind etwa 5% V bei Anwesenheit der weiteren, nachstehend angegebenen Elemente notwendig. Unter Berück-
;:; sichtigung Irgendwelcher Schwankungen oder Seigerungserschelnungen wird es jedoch bevorzugt, mindestens ]5
Γ 6% V zuzusetzen, um eine genügende Ausfällung des Primär-VC zu gewährleisten. Eine Erhöhung des V-
;ΐ Gehalts erhöht dementsprechend den VC-Gehalt, wodurch eine höhere Verschleißbeständigkeit erhalten wird,
>.' jedoch die Bearbeitbarkeit in unerwünschter Weise verschlechtert wird. Die Verminderung der Bearbeitbarkeit
:: ist nachteilig, wenn man berücksichtigt, daß die Walze nach dem Gebrauch über einen bestimmten" Zeitraum
abgeschliffen oder geschnitten werden muß, um irgendwelche Deformationen zu korrigieren, die wahrend des Walzens entstanden sind. V-Gehalte über 14% werden nicht bevorzugt, da derart große V-Gehalte den Bereich, der durch VC eingenommen wird, auf über etwa 40% erhöhen, wodurch es schwierig wird, die Walze durch Drehen wieder aufzuarbeiten. V 1st ein Element mit einem extrem hohen Schmelzpunkt. Eine Erhöhung des V-Gehalts erhöht daher den Schmelzpunkt der Legierung. Um es zu ermöglichen, fehlerfreie Gußstücke bei einer Gießtemperatur herzustellen, die unterhalb der Temperatur liegt, die In Öfen aus üblichem Material erzeugt werden kann, d. h. bei einer Temperatur von höchstens 1700° C, wird der V-Gehalt nicht über 14% erhöht.
C bildet das VC In Kombination mit dem oben erwähnten V und bildet zusammengesetzte Carbide In Kombination mit anderen Elementen, wie Cr, W, Mo, Fe oder Mn. Weiterhin bildet C eine feste Lösung in der Matrix, wodurch die Matrix verfestigt wird. Wenn der C-Gehalt zu niedrig 1st, dann Ist es notwendig, eine große Menge von V zuzusetzen, um eine Ausfällung des VC-Primärkrlstalls zu erhalten. Da weiterhin ein großer Teil des C bei der Bildung des VC verbraucht wird, geht nur ein kleiner Teil In der Matrix in feste Lösung, wodurch die Festigkeit der Matrix In unerwünschter Welse erniedrigt wird. Um eine genügend große Menge von C in der Matrix zu binden, Ist es zweckmäßig, der folgenden Bedingung bzw. Bemessungsregel im Zusammensetzungsbereich der erfindungsgemäßen verschleißfesten Gußeisenlegierung zu genügen:
35 C ä 0,7 + 0,18xV(Gew.-%)
Von diesem Standpunkt aus wird die Untergrenze des C-Gehalts auf einen Wert von 2,4% festgesetzt. Die Menge der zusammengesetzten Carbide wird erhöht, wenn der C-Gehalt ansteigt. Diese zusammengesetzten Carbide sind welcher als VC, aber härter als die Matrix, so daß sie zu einer Verbesserung der Verschleißfestigkeit beitragen. Jedoch werden so große Gehalte dieser zusammengesetzten Carbide nicht bevorzugt, well sie dazu neigen, als Eutektlkum In den Austenltkorngrenzen auszufallen. Die Obergrenze des C-Gehalts ist daher auf 3,5% festgesetzt.
W ist ein Element, das der Matrix eine Beständigkeit gegenüber einem Erweichen verleiht. Es bewirkt In der Matrix eine Anlaßhärtung und eine Hochiemperaturhärte. Zur vollständigen Erzielung der Effekte des W Ist es notwendig, die Härtungstemperatur zu erhöhen. Bei der erfindungsgemäßen verschleißfesten Gußlegierung sind eine Ausfällung von zusammengesetzten Carbiden mit niedrigem Schmelzpunkt in den Korngrenzen des Austenltprlmärkrlstalls und auch eine Selgerung der Verbindungen mit niedrigem Schmelzpunkt, wie von Verunreinigungen, wie S, P und dgl., unvermeidbar, well es sich bei der erfindungsgemäßen verschleißfesten Gußlegierung um eine Legierung mit hohem Kohlenstoffgehalt handelt. Wenn daher die Härtungstemperatur erhöht wird, wird In unerwünschter Welse ein Teil der Verbindungen mit niedrigem Schmelzpunkt geschmolzen, wodurch Defekte In Form von Hohlräumen bewirkt werden. Von diesem Gesichtspunkt her 1st es nicht zulässig, die Härtungstemperatur auf über 1100° C zu ernöhen. Bei niedriger Härtungstemperatur wird der Effekt der Erhöhung der Härte der Matrix selbst dann nicht mehr gesteigert, wenn der W-Gehalt auf über 7% erhöht wird. Das W dient jedoch als Ersatz für einen Teil des V in dem VC-Prlmärkrlstall, wodurch das spezifische Gewicht von VC erhöht wird und ein Aufschwimmen und ein Seigern des VC während der Erstarrung des Metalls verhindert wird. Die Zugabe von W wird Insbesondere dann bevorzugt, wenn das Gußstück große Dimensionen hat. Irgendwelche überschüssigen W-Gehalte fördern jedoch In unerwünschter Welse die Ausfällung von eutektlschen Carbiden an den Austenltkorngrenzen, wodurch die Zähigkeit vermindert wird. Deshalb wird die Obergrenze des W-Gehalts auf 10% festgesetzt. Well der Effekt des W zur Erhöhung der Härte und der Verschleißfestigkeit bis zu einem gewissen Ausmaß auch durch Mo erreichbar ist und well bei kleindimensionierten Gußstücken nicht die Gefahr besteht, daß VC aufschwimmt kann die Untergrenze des W-Gehalts 0 (Null) % sein.
Mo Ist ein Element, das Im wesentlichen die gleichen Effekte wie W mit sich bringt. Wenn die Härtungstemperatur nledig Ist, dann zeigt das Mo einen größeren Effekt zur Erhöhung der Härtbarkelt der Matrix als W. Die erflnduf'gsgemäße verschleißfeste Gußlegierung Ist zur Verwendung als Material für Warmwalzen vorgesehen. Selbst (lie kleinste Walze, die zum Walzen von Drähten verwendet wird. Ist erheblich größer als die Werkzeuge aus Itochgeschwindlgkeltswerkzeugstahl. Weiterhin wird das erfindungsgemäße Walzenmaterial durch
Gießen hergestellt. Bei Produkten aus erflndungsgemäßem Guß liegen daher In unvermeidbarer Welse Im Vergleich zu geschmiedeten Produkten lokale brüchige Phasen vor. Bei der erfindungsgemäßen Gußlegierung besteht daher die Gefahr einer Kühlrlßblldung, wenn das Härten Intensiv durchgeführt wird, beispielsweise durch ein Abschrecken mit Öl oder Wasser. Deshalb Ist es notwendig, eine sogenannte HalbkUhlzeltperlode von 10 bis 45 min bei der Rate beizubehalten, bei der der Gegenstand eine Temperatur erreicht, die zwischen der Härtungstemperatur und der Raumtemperatur liegt. Um einen genügenden Härtungseffekt und eine Beständigkeit der Matrix gegenüber einem Erweichen selbst bei einem derart mäßigen Abkühlen zu erreichen, wird der Mo-Gehalt auf mindestens 2% angesetzt. Eine Erhöhung des Mo-Gehalts erhöht jedoch die Ausfällungsneigung von flockenartigen eutektlschen Carbiden an den Korngrenzen der Austenltprlmärkrlstalle, die ähnlich Ist, wie sie Im Zusammenhang mit C erläutert wurde, selbst dann, wenn die C- und V-Gehalte unverändert sind. Die Obergrenze des Mo-Gehalts wird daher auf einen Wert von 9% festgesetzt.
Nl wird Im allgemeinen als ein Element angesehen, das In unerwünschter Welse die Härtungscharakteristik In Warmarbeltsstählen, Insbesondere In Hochgeschwlndlgkeltswerkstählen, Instablllslert. Dieses Element verbessert jedoch In erheblicher Welse die Härtbarkeit der Matrix, die Zugabe von Nl wird daher eher bevorzugt, um einen
iS höheren Härtungseffekt beim Gießen von Gegenständen mit großen Dimensionen und bei einer Härtung mit geringer Geschwindigkeit, wie es Im Fall von Walzen erfolgt, bevorzugt. Der Härtungseffekt wird genügend verbessert, ohne daß er von einer erheblichen Verminderung der Beständigkeit gegenüber einem Erweichen begleitet wird, Indem man bis zu 3% Nl zusetzt. Da die Zugabe von überschüssigen Mengen von Nl den Härtungseffekt Instabil macht, wird der Nl-Gehalt entsprechend der Notwendigkeit für die Einstellung der Härte Innerhalb des Bereichs von nicht mehr als 3% eingestellt.
Eine Zugabe von bis zu 4% Co bewirkt, daß die Beständigkeit gegenüber einem Erweichen beim Anlassen erhöht und der Grad der festen Auflösung der Carbide In der Matrix gefördert wird, wodurch die Sekundärhärtung verstärkt wird. Jedoch verschlechtert die Zugabe von überschüssigen Mengen von Co die Härtbarkeit. Es ist in diesem Fall schwierig, eine genügend hohe Härte zu erhalten, wie sie für das Walzenmaterlal, das Gegenstand der Erfindung ist, erforderlich Ist. Erfindungsgemäß wird daher die Zugabe von bis zu 4% Co zugelassen, und zwar Insbesondere in dem Fall, daß speziell eine hohe Beständigkeit gegenüber einem Erweichen, d. h. eine Hochtemperaturverschlelßfestlgkelt, erforderlich ist.
Cr 1st ein Element, das die Härtbarkelt der Matrix verbessert, während die Anlaßhärtung und die Hochtemperaturhärte des Materials erhöht werden. Der Effekt der Zugabe von Cr wird nicht realisiert, wenn der Cr-Gehalt kleiner als 2% ist, und er wird nicht mehr gesteigert, wenn der Cr-Gehalt über 7% hinaus erhöht wird.
Si ist ein Element, das die Oxidation des V und Mo Im Verlauf des Schmelzens verhindert und die Fließfähigkeit der Metallschmelze während des Gießens verbessert. Zum Erhalt solcher Effekte reicht eine Zugabe von 0,59b öder mehr Sl aus. Vorzugswelse geht aber der Sl-Gehalt nicht über 1,3» hinaus, da der Sl-Gehalt die Festigkeit der Matrix vermindert und die lokale Bildung von VC In Form eines Eutektlkums bewirken kann.
Mn dient dazu, die Oxidation von Elementen In der Metallschmelze zu verhindern und das mit dem Material und dem Ofenmaterial eingeführte schädliche S zu fixleren, indem es In MnS umgewandelt wird. Die Zugabe von M in einer Menge zwischen 0,3 und 0,8%, d. h. dem Bereich, der bei üblichem Gußelsen angewendet wird, wird daher bevorzugt.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Flg. 1 eine Mikrophotographie (lOOfache Vergrößerung) eines Walzenmantels, der aus einer erfindungsgemäßen verschleißfesten Gußeisenlegierung gegossen Ist, wobei die weißen Klümpchen das VC darstellen, während die Flocken und die dunklen Teile zusammengesetzte Carbide bzw. die Matrix sind;
Flg. 2 eine Querschnittsansicht einer kombinierten Walze mit einem Walzenmantel, der aus einer erfindungsgemäßen Gußlegierung hergestellt worden Ist; und
Fig. 3 eine Teil Vorderansicht einer Walze mit einem Kaliber.
Beispiel 1
Ein hohler zylindrischer Rohling für einen Walzenmantel wurde hergestellt. Indem eine Metallschmelze der
so folgenden Zusammensetzung bei einer Gießtemperatur von 16000C gegossen wurde: 3,1% C, 0,9% Sl, 0,45% Mn, 3,9% Cr, 6,5* Mo, 6% W, 9,3» V, 1,4* Co, Rest Fe und erschrneizungsbedingte Verunreinigungen. Die beim Gießen verwendete Form war eine hohle, zylindrische Sandform mit einem Außendurchmesser von 300 mm, einem Innendurchmesser von 185 mm und einer Länge von 250 mrn. Das Gießen erfolgte in die stehende Form. Der gegossene Rohling wurde grob spanabhebend bearbeitet und sodann einem Anlassen unterworfen, das aus 5stündigem Halten bei 850° C und Abkühlen Im Ofen bestand. Sodann wurde eine Härtung derart durchgeführt, daß 5 h im Vakuum bei 1050° C gehalten und sodann durch Aufblasen von Luft abgekühlt wurde. Das Abkühlen wurde so durchgeführt, daß die Halbtemperaturzelt von 15 min erhalten wurde. Sodann wurde der Rohling drei Anlaßzyklen unterworfen, wobei der Rohling jeweils 2 h bei 540° C gehalten wurde und hierauf an der Atmosphäre abgekühlt wurde. Der Rohling wurde sodann zu einem Walzenmantel 1 mit einem Außendurchmesser D, von 285 mm, einem Innendurchmesser D2 von 200 mm und einer Länge L von 200 mm fertig bearbeitet. Dieser Walzenmantel wurde auf einen Walzenkern 2 mit einem Außendurchmesser von 200 mm durch Schrumpfen aufgepaßt. Ein aus CrMo-Stahl hergestellter Ring 3 wurde auf jedes Ende des Walzenmantels 1 aufgepaßt, wodurch die Zusammenstellung der kombinierten verschleißfesten Walze für das Warmwalzen beendet wurde. Der Walzenmantel 1, der aus der erfindungsgemäßen Gußeisenlegierung hergestellt worden war, zeigte eine Härte zwischen HRC 63 und 64.
Beispiel 2
Ein Walzenmantel 1 wurde wie in Beispiel I aus einem Rohling hergestellt, der aus einer Metallschmelze mit folgender Zusammensetzung gegossen worden war: 2,7% C, 1,0* SI, 0,43% Mn, 4,0% Cr, 7,0% Mo, 4% W, 8,0% V, 2,6% Co, Rest Fe und erschmelzungsbedlngte Verunreinigungen. Mit diesem Walzenmantel 1 wurde eine kombinierte verschleißfeste Walze für das Warmwalzen wie In Beispiel 1 hergestellt. Diese Walze zeigte eine Härte Im Bereich von HRC 61 und 62.
Mit der verschleißfesten Walze wurde eine Reihe von Tests durchgeführt, wobei die Walzenmäntel der Beispiele 1 und 2 verwendet wurden. Die Einzelheiten der Tests und Ihre Ergebnisse werden nachstehend beschrieben.
Der Test Nr. 1 wurde mit einem Paar kombinierter Walzen 5 durchgeführt, die jeweils einen Walzenmantel aus dem gleichen Material wie In Beispiel 1 hatten und die an Ihrer Umfangsoberfläche mit Kalibern 4 für das Walzen von Drähten versehen waren. Flg. 5 zeigt einen Teil dieser Walze. Es wurde eine Walzung mit diesem Paar Walzen Im Fertiggerüst durchgeführt. Die gewalzte Menge (Tonnen) pro Kaliber, das Ausmaß des Verschleißes des Kalibers wurden gemessen und die erhaltenen Ergebnisse In der Tabelle zusammengestellt. Beim Test Nr. 2 wurden ais waizen des Fertiggerüsis ein Paar Walzen verwendet, die Walzenmantel wie in Beispiel 2 aufwiesen. Die Menge (Tonnen) des gewalzten Materials pro Kaliber, das Ausmaß des Verschleißes des Kalibers sind in der gleichen Tabelle angegeben.
Die Bezeichnung »Menge von gewalztem Material pro Kaliber« soll diejenige Menge Draht angeben, nach der das Kaliber praktisch nicht mehr verwendbar war, was auf eine durch den Verschleiß bedingte Veränderung des Querschnitts zurückzuführen war. Der »Verschleiß des Kalibers« Ist der Wert, der erhalten wird, wenn man den Durchmesser des verschlissenen Teils d; (vgl. Flg. 3) vom ursprünglichen Durchmesser di abzieht.
Zu Vergleichszwecken wurden die gleichen Tests bei den gleichen Testbedingungen wie In den Tests Nr. 1 und 2 mit Walzen durchgeführt, deren Walzenmäntel aus einer herkömmlichen Gußeisenlegierung, bestehend aus 3,3% C, 0,75% Si, 0,6% Mn, 3,5% Nl, 1,6% Cr, 0,4% Mo, Rest Fe und Verunreinigungen gegossen worden waren. Die Ergebnisse dieses Versuchs sind gleichfalls In der Tabelle gezeigt.
Tabelle
Test Außen Verwen Material der Gewalzte Ver Gewalzte Verhältnis
Nr. durch dungs Walze Menge schleiß Tonnen/Kallber- zu der
messer zweck pro des Verschlelß Walze nach
der Walze der Walze Kaliber Kalibers ι l \ dem Stand
(mm) (t) (mm) ( )
mm
der
Technik
285
285
Fertiggerüst
Draht
Vorgerüste
Draht
Walzenmantel des Beispiels 1 Walzenmantel nach dem Stand der Technik
Walzenmantel des Beispiels 2 Walzenmantel nach dem Stand der Technik
60
30
60
30
400
60
300
55
6,7
1
5,5
1
Es wird ersichtlich, daß es erfindungsgemäß möglich Ist, eine verschleißfeste Gußelsenleglerung für zum Warmwalzen bestimmte Walzen herzustellen, die eine erheblich bessere Verschleißfestigkeit hat, als herkömmliche Materialien. Obgleich das erfindungsgemäße Material speziell für das Gießen vorgesehen ist, kann ein aus dem erfindungsgemäßen Material gegossener Gegenstand auch einem Schmieden als Nachbehandlung nach dem Gießen unterworfen werden.
45
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
55

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verschleißfeste Gußelsenlegierung, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus 2,4 bis 3,5% C, 0,5 bis 1,3« Sl, 0,3 bis 0,8% Mn, nicht mehr als 3% Nl, 2 bis 7« Cr, 2 bis 9% Mo, nicht mehr als 10% W, 6 bis
S 14% V, nicht mehr als 4% Co, Rest Fe und erschmeizungsbedingte Verunreinigungen besteht.
2. Gußeisenlegierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Gefüge hat. In dem Carbide in einer Matrix, die gehaust und angelassen worden ist, dlsperglert sind.
3. Verwendung einer verschleißfesten Gußelsenleglerung nach Anspruch 1 oder 2 als Werkstoff zur Herstellung von Walzen für das Warmwalzen.
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