DE3236476C2 - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D209/00—Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
- C07D209/56—Ring systems containing three or more rings
- C07D209/80—[b, c]- or [b, d]-condensed
- C07D209/82—Carbazoles; Hydrogenated carbazoles
- C07D209/86—Carbazoles; Hydrogenated carbazoles with only hydrogen atoms, hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, directly attached to carbon atoms of the ring system
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Photoreceptors In Electrophotography (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft Carbazolderivate, die wertvolle
organische Photoleiter für die Verwendung in der Elektrophotographie
und als optische Aufheller darstellen,
sowie ein Verfahren zu ihrer Herstellung.
In der Elektrophotographie wird bekanntlich ein Photoleiter
zuerst elektrisch aufgeladen, beispielsweise durch
Coronaaufladung in der Dunkelheit, und anschließend
durch bildmäßiges Belichten selektiv entladen, wobei
die elektrischen Ladungen in den belichteten Bereichen
des Photoleiters selektiv abgeführt werden, während in
den nicht-belichteten Bereichen ein latentes elektrostatisches
Bild zurückbleibt. Dieses latente elektrostatische
Bild kann dann zu einem sichtbaren Bild entwickelt
werden, indem man feinteilige elektroskopische
Markierungsteilchen, die als Tonerteilchen bezeichnet
werden, die färbende Materialien, wie Farbstoffe oder
Pigmente enthalten, auf dem Photoleiter abscheidet.
Photoleiter, die in der Elektrophotographie eingesetzt
werden, müssen die folgenden Grundeigenschaften aufweisen:
- (1) Sie müssen in der Dunkelheit auf ein vorgegebenes Potential elektrisch aufladbar sein;
- (2) sie müssen die elektrische Ladung in der Dunkelheit hinreichend beibehalten, d. h. der Dunkelabfall des Photoleiters muß gering sein; und
- (3) die elektrische Ladung auf dem Photoleiter muß bei Belichtung schnell abgeführt werden, d. h. der Lichtabfall des Photoleiters muß hoch sein und dementsprechend muß auch die Lichtempfindlichkeit hoch sein.
Außerdem ist es erforderlich, daß organische Photoleiter
in Lösungsmitteln, wie sie auf dem Gebiet der Elektrophotographie
in der Regel eingesetzt werden, löslich
sind. Zu geeigneten Lösungsmitteln gehören beispielsweise
aromatische Kohlenwasserstoffe einschließlich
Toluol und Xylol, Ketone einschließlich Methylethylketon,
heterocyclische Verbindungen einschließlich Dioxan
und Tetrahydrofuran und halogenierte Kohlenwasserstoffe
einschließlich Methylenchlorid und 1,2-Dichlorethan
oder Gemische dieser Lösungsmittel.
Ein organischer Photoleiter muß ferner in Harzen, wie
z. B. Polyethylenharz, Polypropylenharz, Polycarbonatharz,
Polyesterharz und Acrylharz, löslich sein. Außerdem
muß bei Verwendung des Photoleiters als Ladungstransportmaterial
in elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterialien
vom Doppelschichten-Typ, die eine Ladungstransportschicht
und eine Ladungen erzeugende
Schicht, die beide auf einen Träger aufgebracht sind, aufweisen,
die Ladungstransportschicht transparent oder annähernd
transparent sein.
Es gibt jedoch nur wenige organische Photoleiter, die
den vorstehend beschriebenen Anforderungen genügen.
Zwar sind in "Chemische Berichte (Berichte der deutschen
Chemischen Gesellschaft)", Band 95 (1962), Seiten
2775 bis 2781, 9-Methylcarbazol-Derivate beschrieben,
die als organische Photoleiter verwendet werden können,
diese haben jedoch den Nachteil, daß sie in den obengenannten
Harzen unlöslich sind. Wenn diese Derivate
dennoch in transparenten Harzen gelöst werden, neigen
sie zur Kristallisation, wodurch das Harzgemisch trübe
wird.
Auch aus der DE-OS 27 17 006 sind als Photoleiter geeignete
Carbazolverbindungen beschrieben, diese haben jedoch
den Nachteil, daß ihr Restpotential nach dem Belichten
verhältnismäßig hoch ist und bei ihrem längeren Gebrauch
starke Ermüdungserscheinungen auftreten.
Aufgabe der Erfindung war es daher, neue organische
Photoleiter zu finden, welche die vorstehend geschilderten
Eigenschaften nicht aufweisen, die insbesondere
bei ihrer Verwendung in der Elektrophotographie ein
niedriges Restpotential nach der Belichtung aufweisen
und auch bei länger andauerndem Gebrauch keine Ermüdungserscheinungen
zeigen.
Es wurde nun gefunden, daß diese Aufgabe erfindungsgemäß
gelöst werden kann mit Carbazolderivaten der nachstehend
angegebenen allgemeinen Formel (I) und Verfahren
zu ihrer Herstellung.
Gegenstand der Erfindung sind Carbazolderivate der
allgemeinen Formel
worin bedeuten:
- R einen Alkylrest mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eine Benzylgruppe;
- X¹ ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, einen Alkoxyrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, ein Halogenatom, eine Nitrogruppe, eine Aminogruppe oder einen Alkylaminorest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und
- n die ganze Zahl 1 oder 2.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel
worin bedeuten:
- R einen Alkylrest mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eine Benzylgruppe,
- X² ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, einen Alkoxyrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, ein Halogenatom oder eine Nitrogruppe, und
- m die ganze Zahl 0 oder 1,
können dadurch hergestellt werden, daß man in an sich
bekannter Weise ein Phenylderivat der allgemeinen
Formel
in der X² die vorstehend angegebene Bedeutung hat,
m 0 oder 1 ist und Y einen Triphenylphosphoniumrest der allgemeinen Formel
in der Z⊖ ein Halogenatom bedeutet, oder
einen Dialkylphosphonatrest der allgemeinen Formel
-PO(OR′)₂
darstellt, worin R′ einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
bedeutet,
mit einem Aldehyd der allgemeinen Formel
in der R die oben angegebene Bedeutung hat, umsetzt.
Die erfindungsgemäßen Carbazole genügen den weiter
oben angegebenen Anforderungen als Photoleiter für
die Verwendung in der Elektrophotographie und sind
besonders gut geeignet als Ladungstransportmaterialien
in elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterialien
vom Doppelschicht-Typ, die eine Ladungstransportschicht
und eine Ladungen erzeugende Schicht, aufgebracht
auf einen Träger, enthalten, da sie in herkömmlichen
Lösungsmitteln und herkömmlichen Harzen zur
Bildung der Ladungstransportschicht löslich sind, ohne
die Schicht zu trüben.
Die zur Durchführung des Verfahrens eingesetzten Phenylderivate
der allgemeinen Formel (III) können
leicht hergestellt werden durch Erhitzen eines Gemisches
einer entsprechenden Halogenmethylverbindung dieser
Phenylderivate, d. h.
(m = 0 oder 1)
und eines Trialkylphosphits oder Triphenylphosphits oder durch Erhitzen des Gemisches in einem Lösungsmittel, wie z. B. Toluol oder N,N-Dimethylformamid (DMF).
und eines Trialkylphosphits oder Triphenylphosphits oder durch Erhitzen des Gemisches in einem Lösungsmittel, wie z. B. Toluol oder N,N-Dimethylformamid (DMF).
Als Trialkylphosphit werden vorzugsweise Verbindungen
verwendet, die einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
aufweisen, und besonders bevorzugt sind Trialkylphosphite,
die eine Methyl- oder Ethylgruppe enthalten.
Die auf diese Weise hergestellten Phenylderivate der allgemeinen
Formel (III) werden dann mit Aldehyden der allgemeinen Formel (IV)
umgesetzt, wobei man erfindungsgemäße Carbazole der
allgemeinen Formel (II) erhält,
worin R einen Alkylrest mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eine
Benzylgruppe bedeutet und diese Reaktion in Gegenwart eines
basischen Katalysators innerhalb eines Temperaturbereiches
von Raumtemperatur bis etwa 100°C durchgeführt wird.
Als basischer Katalysator können beispielsweise Natriumhydroxid,
Kaliumhydroxid, Natriumamid und Alkoholate, wie Natriummethylat
und Kalium-tert.-butoxid, eingesetzt werden.
Als Lösungsmittel für die oben genannte Reaktion können beispielsweise
Methanol, Äthanol, Propanol, Toluol, Xylon, Dioxan, N,N-Dimethylformamid,
Dimethylsulfoxid und Tetrahydrofuran eingesetzt
werden.
Wird als eine der Verbindungen der allgemeinen Formel (III) ein
Triphenylphosphonium-Derivat eingesetzt, um eine Verbindung der
allgemeinen Formel (II) herzustellen, so wird nach Abschluß der
Kondensations-Reaktion das Reaktionsgemisch so weit konzentriert,
daß das Lösungsmittel für die Reaktion auf 0 bis 20% seines ursprünglichen
Volumens abnimmt. Das Reaktionsgemisch wird sodann mit
einer wäßrigen Methanol-Lösung, die 60% Methanol enthält, gewaschen.
Anschließend wird ein Lösungsmittel, wie beispielsweise Toluol,
Xylol, o-Dichlorbenzol oder DMF und eine geringe Menge Jod zugegeben.
Sodann wird das Reaktionsgemisch erhitzt, wodurch die Ausbeute
der Verbindung der allgemeinen Formel (II) gesteigert werden
kann.
3-(4-Aminostyryl)-9-äthyl-carbazol kann durch Reduktion von beispielsweise
3-(4-Nitrostyryl)-9-äthyl-carbazol in einem herkömmlichen
Verfahren hergestellt werden.
Ferner kann 3-(4-Diäthylaminostyryl)-9-äthyl-carbazol durch Alkylierung
von beispielsweise 3-(4-Aminostyryl)-9-äthyl-carbazol hergestellt
werden.
Beispiele für die erfindungsgemäßen Carbazole sind nachfolgend aufgeführt:
Die folgenden Ausführungsbeispiele erläutern die Herstellung der
erfindungsgemäßen Verbindungen.
27,3 g (0,1 Mol) 4-Nitrobenzyl-diäthyl-phosphonat und 22,3 g
(0,1 Mol) 3-Formyl-9-äthyl-carbazol wurden in 200 ml Toluol gelöst.
Zu diesem Gemisch wurde stufenweise unter Rühren eine Lösung aus
6,5 g (0,12 Mol) Natriummethylat und 30 ml Methanol bei Raumtemperatur
zugegeben. Nach der Zugabe der Natriummethylat-Lösung wurden
orangefarbene Kristalle abgeschieden. Nach einem weiteren 3-stündigen
Rühren des Reaktionsgemisches bei Raumtemperatur wurden die
Kristalle unter Absaugen filtriert und getrocknet. Das so erhaltene
Produkt wurde aus Toluol umkristallisiert. Es wurde das 3-(4-
Nitrostyryl)-9-äthyl-carbazol mit einem Schmelzpunkt von 224,0°C
bis 225,0°C erhalten. Die Ausbeute betrug 29,3 g (85,7% der theoretischen
Menge).
Das Reaktionsprodukt wurde durch Elementaranalyse als das erwartete
Carbazol identifiziert. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.
Beispiel 1 wurde wiederholt mit der Maßgabe, daß jeweils das
4-Nitrobenzyl-diäthyl-phosphonat durch eines aus einer Vielzahl
von Phosphonaten, die in Tabelle 1 angegeben sind, ersetzt wurde,
wodurch eine Vielzahl von erfindungsgemäßen Carbazol-Derivaten hergestellt
wurde, die in Tabelle 1 angegeben ist.
34,2 g (0,1 Mol) 3-(4-Nitrostyryl)-9-äthyl-carbazol, welches in
Beispiel 1 hergestellt worden war, und 28,0 g (0,5 Mol) Eisenpulver
wurden in 250 ml DMF dispergiert. Zu dieser Dispersion wurde
langsam tropfenweise und unter Rühren bei Raumtemperatur eine Lösung
aus 14,2 ml (0,16 Mol) einer 35%igen Chlorwasserstoffsäure
und 14,2 ml Wasser zugegeben.
Nach 2stündigem Rühren des Gemisches bei 100°C bis 105°C wurde
eine wäßrige Natriumhydroxid-Lösung aus 8,2 g (0,19 Mol) eines
93%igen Natriumhydroxids und 8,2 ml Wasser bei Raumtemperatur
dem Reaktionsgemisch zugesetzt. Die Reaktionslösung wurde bei
70°C bis 80°C filtriert. 1000 ml Wasser wurden dem Filtrat zugesetzt
und es schieden sich Kristalle ab, welche unter Absaugen
filtriert und anschließend getrocknet wurden. Das so erhaltene
Produkt wurde aus Toluol umkristallisiert, so daß das 3-(4-Aminostyryl)-9-äthyl-carbazol
mit einem Schmelzpunkt von 167,5°C bis
168,5°C erhalten wurde. Die Ausbeute betrug 22,0 (70,5% der theoretischen
Menge).
Das Reaktionsprodukt wurde durch Elementaranalyse als das erwartete
Carbazol identifiziert. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 angegeben.
31,2 g (0,1 Mol) 3-(4-Aminostyryl)-9-äthyl-carbazol, welches in
Beispiel 7 hergestellt worden war, und 31,8 g (0,3 Mol) wasserfreies
Natriumcarbonat wurden in 230 ml Toluol dispergiert. Dieser
Dispersion wurden langsam tropfenweise und unter Rühren bei Raumtemperatur
46,2 g (0,3 Mol) Diäthylsulfat zugesetzt. Nach 10stündigem
Rühren des Gemisches bei 80°C bis 90°C wurde dem Reaktionsgemisch
bei Raumtemperatur eine wäßrige Lösung von Natriumhydroxid
aus 13,0 g (0,3 Mol) eines 93%igen Natriumhydroxids und 150 ml
Wasser zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde weiter 3 Stunden
bei 80°C bis 90°C gerührt. Eine Ölschicht wurde von dem Reaktionsgemisch
abgetrennt. Das in dem Öl enthaltene Lösungsmittel wurde
entfernt. In der Ölschicht abgeschiedene Kristalle wurden unter
Absaugen filtriert und getrocknet. Das so erhaltene Produkt wurde
aus Cyclohexan umkristallisiert, so daß das 3-(4-Diäthylaminostyryl)-9-äthyl-carbazol
mit einem Schmelzpunkt von 131,0°C bis
132,0°C erhalten wurde. Die Ausbeute betrug 25,1 g (68,2% der
theoretischen Menge).
Das Reaktionsprodukt wurde durch Elementaranalyse als das erwartete
Carbazol identifiziert. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 angegeben.
40,3 g (0,1 Mol) 2-Methylbenzyl-triphenylphosphoniumchlorid und
22,3 g (0,1 Mol) 3-Formyl-9-äthyl-carbazol wurden in 200 ml Toluol
dispergiert. Diese Dispersion wurde langsam unter Rühren mit einer
Lösung aus 13,4 g (0,12 Mol) Kalium-tert.-butoxid und 50 ml Methanol
bei Raumtemperatur versetzt. Das Rühren wurde für 2 Stunden bei
Raumtemperatur fortgesetzt. Nach Beendigung der Reaktion wurde das
Lösungsmittel von dem Reaktionsgemisch abgetrennt und das Reaktionsgemisch
wurde mit 200 ml einer wäßrigen Methanol-Lösung, die 60%
Methanol enthielt, gewaschen. Das so gewaschene Reaktionsgemisch
wurde mit 200 ml Toluol und 6,3 g (0,05 Mol) Jod versetzt. Das Reaktionsgemisch
wurde 3 Stunden bei 110°C gerührt und nachfolgend gekühlt.
Aus dem Reaktionsgemisch schieden sich Kristalle ab, die
unter Absaugen filtriert und getrocknet wurden. Das so erhaltene
Produkt wurde aus Toluol umkristallisiert, so daß das 3-(2-Methylstyryl)-9-äthyl-carbazol
mit einem Schmelzpunkt 156,0°C bis 157,0°C
erhalten wurde. Die Ausbeute betrug 28,6 g (92,0% der theoretischen
Menge).
Das Reaktionsprodukt wurde durch Elementaranalyse als das erwartete
Carbazol identifiziert. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 angegeben.
Beispiel 9 wurde wiederholt, mit der Maßgabe, daß das 2-Methylbenzyltriphenylphosphoniumchlorid
-durch 2-Chlorbenzyl-triphenylphosphoniumchlorid
ersetzt wurde, wodurch 3-(2-Chlorstyryl)-9-
äthyl-carbazol erhalten wurde.
Die Ergebnisse der Elementaranalyse und der Schmelzpunkt sind in
Tabelle 2 angegeben.
Beispiel 9 wurde wiederholt mit der Maßgabe, daß das 2-Methylbenzyltriphenylphosphoniumchlorid
-durch 3-Methylbenzyltriphenylphosphoniumchlorid
ersetzt wurde, wodurch 3-(3-Methylstyryl)-9-
äthyl-carbazol erhalten wurde.
Die Ergebnisse der Elementaranalyse und der Schmelzpunkt sind in
Tabelle 2 angegeben.
22,8 g (0,1 Mol) Benzyldiäthylphosphonat und 25,1 g (0,1 Mol)
3-Formyl-9-n-butyl-carbazol wurden in 100 ml DMF gelöst. Dieses
Gemisch wurde stufenweise unter Rühren mit einer Lösung aus 13,4 g
(0,12 Mol) Kalium-tert.-butoxid und 50 ml DMF bei Raumtemperatur
versetzt. Das Rühren wurde bei Raumtemperatur 3 Stunden fortgesetzt.
Sodann wurde das Reaktionsgemisch in 1000 ml Wasser eingegossen.
Es schieden sich Kristalle ab. Die Kristalle wurden unter
Absaugen filtriert und getrocknet. Das so erhaltene Produkt wurde
aus Toluol umkristallisiert, so daß 3-Styryl-9-n-butyl-carbazol
mit einem Schmelzpunkt von 84,0°C bis 85,0°C erhalten wurde. Die
Ausbeute betrug 27,4 g (84,3% der theoretischen Menge).
Das Reaktionsprodukt wurde durch Elementaranalyse als das erwartete
Carbazol identifiziert. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 angegeben.
Beispiel 12 wurde wiederholt mit der Maßgabe, daß das 3-Formyl-9-
n-butyl-carbazol durch 3-Formyl-9-benzyl-carbazol ersetzt wurde,
so daß 3-Styryl-9-benzyl-carbazol mit einem Schmelzpunkt von 172,0°C
bis 173,0°C erhalten wurde. Die Ausbeute betrug 28,8 g (80,2% der
theoretischen Menge).
Das Reaktionsprodukt wurde durch Elementaranalyse als das erwartete
Carbazol identifiziert. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 angegeben.
Im folgenden wird die Eignung
der Verbindungen der allgemeinen Formel (I) als Ladungstransportsubstanz
mit der in der DE-OS 27 17 006
bevorzugt beschriebenen Verbindung der Formel (II)
verglichen.
Als repräsentatives Beispiel für die Verbindungen
der Formel (I) wird die Verbindung mit X¹ = H; n = 1
der Formel (I′) gewählt.
Beide zu vergleichenden Verbindungen wurden als
Ladungstransportmaterialien in einem elektrophotographischen
Aufzeichnungmaterial mit einer photoleitfähigen
Doppelschicht verwendet, wobei eine
identische Ladungserzeugungssubstanz verwendet wurde.
76 mg einer Bisazoverbindung der nachfolgenden Formel
(vgl. DE-OS 31 17 076) wurden zusammen mit 5,0 g einer 0,5%-
Lösung eines handelsüblichen Polyesterharzes in Tetrahydrofuran
in einen Glasbehälter gegeben, der etwa 16,2 g
Aluminiumkugeln (Kugeldurchmesser 4 mm) enthielt, und
in diesem bei Raumtemperatur unter Bildung einer Dispersion
3 Stunden vermahlen.
Die erhaltene Dispersion wurde auf die Aluminiumseite
eines aluminiumbedampften Polyesterfilms mit Hilfe einer
Rakel aufgetragen und dann bei Raumtemperatur getrocknet,
so daß eine Ladungerzeugungsschicht mit einer Dicke von
etwa 0,1 µm auf dem bedampften Polyester-Schichtträger
erhalten wurde.
Auf diese Schicht wurden jeweils Ladungstransportschichten aufgebracht,
die die zu vergleichenden Verbindungen (I′) und
(II) enthielten. Dabei wurde einheitlich wie folgt vorgegangen:
1,0 der Carbazolverbindung (I′) bzw. (II) wurden mit
9,0 g einer 11,1 Gew.-%igen Lösung eines handelsüblichen Polycarbonatharzes
unter Bildung einer Dispersion vermischt.
Die erhaltene Dispersion wurde auf die wie vorstehend
angegeben erzeugte Ladungserzeugungsschicht mit Hilfe
einer Rakel aufgetragen und dann bei 80°C zwei Minuten
und danach bei 105°C fünf Minuten getrocknet, so daß
Ladungstransportschichten einer Dicke von etwa 20 µm
erhalten wurden.
Die erhaltenen Aufzeichnungsmaterialien A (Verb. I′)
und B (Vergleichsverbindung II) wurden im Hinblick
auf ihre Eigenschaften miteinander verglichen.
Die Oberfläche der photoleitfähigen Schicht jedes
der Aufzeichnungsmaterialien A und B wurde in der
Dunkelheit unter Einwirkung einer -5,4 kV Corona-
Entladung unter Verwendung eines handelsüblichen
elektrostatischen Papieranalysators 20 s
aufgeladen, wonach man sie in der Dunkelheit 20 s
ohne Einwirkung einer Ladung stehenließ. Zu diesem
Zeitpunkt wurde das Oberflächenpotential V₀ gemessen.
Die Aufzeichnungsmaterialien wurden dann mit einer
Wolframlampe so belichtet, daß die Beleuchtungsstärke
auf der beleuchteten Oberfläche des Aufzeichnungsmaterials
4,5 lx betrug, und es wurden die Belichtungen
E 1/2, E 1/5 und E 1/10 (jeweils in lx · s) gemessen, die
erforderlich waren, um das anfängliche Potential V₀
auf 1/2, 1/5 bzw. 1/10 seines Wertes abzusenken.
Dabei wurde das Aufzeichnungsmaterial insgesamt 30 s
auf die beschriebene Weise belichtet.
Nach dieser 30sekundigen kontinuierlichen Belichtung
wurde das Restpotential V 30 auf der Oberfläche des
Aufzeichnungmaterials ermittelt.
Die ermittelten Werte, die für beide zu vergleichenden Aufzeichnungsmaterialien
sind nachfolgend in der Tabelle I zusammengefaßt.
Nach der oben beschriebenen 30 s-Belichtung wurde
jedes Aufzeichnungsmaterial 32,6 s mit einer Wolframlampe
so belichtet, daß die Beleuchtungsstärke auf
der Oberfläche 11 400 lx betrug. Während dieser Belichtung
wurden abermals die Werte für V₀, E 1/2, E 1/5 und
E 1/10 ermittelt. Diese Belichtung wurde zehnmal wiederholt.
Auf diese Weise wurden Tests zur Ermittlung der beschleunigten
Lichtermüdung durchgeführt, um für die zu vergleichenden
Aufzeichnungsmaterialien die Ermüdungseigenschaften
beim anhaltenden Gebrauch zu bestimmen.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle IIa und IIb
wiedergegeben.
Die in den Tabellen I und II zusammengefaßten Versuchsergebnisse
zeigen eine klare Überlegenheit der Verbindung
(I′) gegenüber der Verbindung (II), wenn beide
Verbindungen unter gleichen Bedingungen bestimmungsgemäß
verwendet werden.
Tabelle I belegt eine deutliche Überlegenheit des Aufzeichnungsmaterials
A, wobei darauf hinzuweisen ist,
daß ein Aufzeichnungsmaterial umso besser ist, je größer
der Wert für V₀ ist und je kleiner die Werte für E 1/2,
E 1/5, E 1/10 und V 30 sind.
Ferner geht aus Tabelle II hervor, daß das Restpotential
des Aufzeichnungsmaterials B mit andauerndem Gebrauch
anstieg, während das Aufzeichnungsmaterial A diese Erscheinung
in sehr stark abgeschwächter Form zeigte.
Das bedeutet, daß sich der Kontrast der mit dem Aufzeichnungsmaterial
B erhaltenen Bilder gegenüber denen des
Aufzeichnungsmaterials A erheblich verschlechterte, wenn
beide Aufzeichnungsmaterialien über längerer Zeit benutzt
wurden.
Die Ergebnisse der Vergleichsversuche zeigen somit klar,
daß Ladungstransportschichten unter Verwendung der erfindungsgemäßen
Verbindungen solchen unter Verwendung der
aus der DE-OS 27 17 006 deutlich überlegen sind.
Claims (3)
1. Carbazolderivate der allgemeinen Formel
worin bedeuten:
- R einen Alkylrest mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eine Benzylgruppe;
- X¹ ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, einen Alkoxyrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, ein Halogenatom, eine Nitrogruppe, eine Aminogruppe oder einen Alkylaminorest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und
- n die ganze Zahl 1 oder 2.
2. Verfahren zur Herstellung eines Carbazolderivates der allgemeinen
Formel
worin bedeuten:
- R einen Alkylrest mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eine Benzylgruppe,
- X² ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, einen Alkoxyrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, ein Halogenatom oder eine Nitrogruppe, und
- m die ganze Zahl 0 oder 1,
dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich
bekannter Weise ein Phenylderivat der allgemeinen Formel
in der X² die vorstehend angegebene Bedeutung hat, m 0 oder 1
ist und Y einen Triphenylphosphoniumrest der allgemeinen Formel
in der Z⊖ ein Halogenatom bedeutet, oder einen
Dialkylphosphonatrest der allgemeinen Formel
-PO(OR′)₂darstellt, worin R′ einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
bedeutet,
mit einem Aldehyd der allgemeinen Formel
in der R die oben angegebene Bedeutung hat, umsetzt.
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