DE3241981C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Simulationsanordnung zur
Simulation einer Regelstrecke in einem Regelkreis mit
einem Regler und einem Simulator, dessen Eingangssignal
das Stellsignal und dessen Ausgangssignal ein simuliertes
Prozeß-Ausgangssignal ist.
Eine derartige Simulationsanordnung ist aus der DE-OS
24 13 168 bekannt. Diese bekannte Anordnung dient speziell
zur adaptiven Steuerung der Einstellung der Regelbeiwerte
eines Reglers, dem eine von der Stellgröße beaufschlagte
nicht lineare Regelstrecke in Form eines Trag- oder Füh
rungsmagneten eines Magnetschwebefahrzeuges nachgeschal
tet ist, der mit einer als Magnetanker dienenden Schiene
einen Luftspalt einnimmt.
Das wesentliche dieser bekannten Anordnung besteht darin,
daß die Anordnung ein Rechenmodell mit einer Vielzahl von
Rechenkanälen aufweist, mittels denen die Variation des
Gesamtmagnetflusses bei eingeprägtem Strom des Magneten
durch Zerlegung in eine der Anzahl der Rechenkanäle ent
sprechende Anzahl Teilmagnetflüsse gemäß einer spezifi
schen Formel in Echtzeit berechnet wird. Die Rechenkanäle
bestehen jeweils aus einem Mischer, dem die Größe des den
Magneten eingeprägten Stromes zugeführt wird und an des
sen Ausgang eine Zustandsgröße des betrachteten Teil
systems Magnetschiene anliegt, ferner aus einem ersten
Operator, dem jeweils die erwähnte Zustandsgröße und die
gemessene Größe des Luftspaltes zuführbar ist und an des
sen Ausgang eine nur von der Eisenstrecke des Magneten
abhängige Zustandsgröße des betrachteten Teilsystems an
liegt, aus einem zweiten Operator, der diese Zustands
größe aufgrund der bekannten Magnetisierungseigenschaften
des Magneteisens zu einem Teilmagnetfluß verarbeitet, und
aus einem Differenzierglied, das mit dem Ausgang des
zweiten Operators verbunden ist und das mit den weiteren
Eingängen der Mischer aller einzelnen Rechenkanäle ver
bunden ist.
Ferner ist der Ausgang des zweiten Operators mit einem
dritten Operator verbunden, in dem in Abhängigkeit von
der gemessenen Größe des Luftspaltes eine Zustandsgröße
des betrachteten Teilsystems berechnet wird, wobei die
Gesamtheit der Zustandsgrößen dem Regler zur Änderung der
Regelbeiwerte zugeführt wird.
Aus der deutschen Zeitschrift "Spektrum der Wissen
schaft", 1979, Seiten 91 bis 102, ist das Prinzip der
Steuerung durch eine Hierarchie von Mikroprozessoren be
kannt, und zwar speziell auch in Verbindung mit Produk
tionsanlagen, die aus Teilsystemen bestehen, wobei die
dabei verwendeten Computer jeweils ein Teilsystem über
wachen können.
Um die Mikroprozessoren eines dezentralisierten Steue
rungssystems möglichst wirtschaftlich miteinander zu
verbinden, wurden verschiedene Konzepte entwickelt, von
denen sich jedoch nur drei auf breiter Basis durchsetzen
konnten: Das sogenannte Ring- oder Schleifensystem, der
gemeinsam genutzte Unibus und der geschaltete Unibus.
Beim Ringsystem sind die Prozessoren sowie die Ein- und
Ausgabegeräte durch einfache Schnittstellen miteinander
verbunden. Diese können aktiv oder passiv sein. Eine ak
tive Schnittstelle ist Bestandteil des Ringes und verar
beitet jedes Bit jeder Information. Passive Schnittstel
len gehören dagegen nicht zum Ring im eigentlichen Sinne.
Sie kopieren lediglich die an sie adressierten Informa
tionen.
Die Schnittstellen sind auch so ausgebildet, um Nachrich
ten in den Ring einspeisen zu können.
Der gemeinsam genutzte Unibus ist im Gegensatz zum Ring
system eine offene Sammelleitung. Dagegen wird beim ge
schalteten Unibus eine Nachricht gewöhnlich zunächst an
eine Schaltstation geschickt, die sie dann an das Ziel
weitergibt. Hierbei sind zyklische Abfragen der Schnitt
stellen üblich.
Darüber hinaus sind auch bereits Simulatoren zur Simula
tion einer Regelstrecke bekannt geworden.
Fig. 1 zeigt in Form eines typischen Blockschaltbildes
einen solchen herkömmlichen Simulator. Ein derartiger
Simulatortyp enthält beispielsweise einen Regler 1 zur
Regelung eines Heißwalzstandes, wobei dieser Regler Ein
gangssignale erhält, welche den Zustand simulieren, wenn
ein zu walzendes Material zugeführt ist oder nicht zuge
führt ist und auch wie schnell dieses Material zugeführt
wird. Der Simulator 2 liefert beispielsweise über eine
Relaislogik 3, die in Fig. 2 veranschaulicht ist, zum
Regler 1 ein konvexioniertes Prozeß-Eingangssignal D p .
Bei diesem Simulatortyp gelangt ein Prozeß-Eingangssignal
Pv zum Regler 1, um über die Relaislogik 3 eine Anlagen
steuerung vorzunehmen. Mit anderen Worten liefert die
Relaislogik 3 in Fig. 2 ein Eingangssignal ei zum Regler
1, und zwar auf der Grundlage einer logischen Verarbei
tung bzw. Durchschaltung eines Prozeß-Eingangs-Istsignals
Pv und des simulierenden Signals D p mit Hilfe eines
Simulierbetriebsartensignals Ms (Fig. 2), welches einen
Eingangsanschluß einer Torsteuerschaltung 31 zugeführt
wird und Instruktionen darüber liefert, ob der Simulator
sich in Betrieb befindet oder nicht. Der Regler 1 führt
die erforderlichen Operationen abhängig von dem Eingangs
signal ei (beispielsweise eine PID Regeloperation) aus
und gibt ein Steuersignal Po ab, welches den vorherr
schenden Prozeß triggern kann. Das Steuersignal Po wird
zum Eingangsanschluß des Simulators 2 zurückgeführt.
Der herkömmliche Simulator ist jedoch mit Nachteilen
behaftet, dahingehend, daß, je größer die Anlage ist,
desto größer die rückgeleitete Eingangsgröße des Simula
tors ist, und auch dahingehend, daß die Relaislogik für
die Eingangsgröße jedes Reglers 1 erforderlich ist. Da
durch wird jedoch das System kompliziert und erfordert
auch eine Abänderung in großem Maßstab, wenn die Simula
tionslogik geändert wird. Wenn die Relaislogik aus Schal
tern aufgebaut ist, läßt sich die Logik einfach abwan
deln, es ergibt sich dabei jedoch ein Problem, wie bei
spielsweise eine Pfadverzögerung, da die Eingangsgröße
zum Regler 1 mit Hilfe der Schalter aufgebaut wird.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin,
eine Simulationsanordnung der gattungsgemäßen Art zu
schaffen, bei der die Prüfung von Reglern der verschie
densten Ausführungsart mit ein und demselben Simulator
ermöglicht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kenn
zeichnungsteil des Anspruches 1 aufgeführten Merkmale
gelöst.
Bei der erfindungsgemäßen Simulationsanordnung kann durch
die Verwendung der Schnittstellen als Koppelmittel ein
und derselbe Simulator an verschiedenste Signalniveaus
und Signalarten angepaßt werden.
Besonders vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildun
gen der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen 2 und 3.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungs
beispielen unter Hinweis auf die Zeichnung näher erläu
tert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild eines typischen Bei
spiels eines herkömmlichen Simulators,
Fig. 2 eine Schaltungsanordnung der Relaislogik,
die bei dem Simulator nach Fig. 1 Verwen
dung findet;
Fig. 3 ein allgemeiner Schaltplan der Simulationsanordnung
mit Merkmalen nach der Erfindung;
Fig. 4 ein Blockschaltbild eines Beispiels einer
Station, die in Fig. 3 gezeigt ist; und
Fig. 5 eine erläuternde Zeichnung, welche den
Austausch von Signalen zwischen dem Anlagen-
Regler und der Prozeß-Eingabe/Ausgabevor
richtung veranschaulicht.
Fig. 3 zeigt einen allgemeinen Schaltplan einer Simulationsanordnung
mit Merkmalen nach der Erfindung. In dieser Figur
ist mit 1 ein Anlagenregler bezeichnet, mit 2 ein Simulator,
der ein Simulationssignal abgibt, mit 4 eine Prozeßein
gabe/Ausgabevorrichtung, mit 5 ein Ring-Datenbus
und mit 6 A, 6 B und 6 C Stationen bzw. Schnittstellen, die in den Ring-Daten
bus 5 eingeschleift sind. Der Anlagenregler 1, der Simu
lator 2 und die Prozeß-Eingabe/Ausgabevorrichtung 4 sind
über die Schnittstellen 6 A, 6 B und 6 C mit dem Ring-Datenbus
5 verbunden. Es ist möglich, einen Anlagen
regler wie beispielsweise einen programmierbaren Regler,
als Simulator 2 zu verwenden. In Fig. 3 ist nur ein Anla
genregler und Prozeß-Eingabe/Ausgabevorrichtung gezeigt,
es werden jedoch gewöhnlich mehrere dieser Einheiten ver
wendet.
Das Prozeßeingangssignal Pv, welches von der Prozeß-Ein
gabe/Ausgabevorrichtung 4 eingespeist wird, gelangt als
Eingangsgröße zum Anlagenregler 1 und zwar über die Schnittstelle
6 C, den Ring-Datenbus 5 und die Schnittstelle 6 A und es wird in
diesem Regler eine Regeloperation durchgeführt. Dagegen
wird die Regelausgangsgröße des Reglers über die Schnittstelle
6 A, den Ring-Datenbus 5, die Schnittstelle 6 C und die Prozeß-Einga
be/Ausgabevorrichtung 4 übertragen. Bei diesem Fall gelangt
sowohl die Eingangsgröße zum Anlagenregler 1 als auch die
Ausgangsgröße desselben über die Schnittstelle 6 B, die an den
Simulator 2 angeschaltet ist. Indem man nun der Schnittstelle
6 B eine Funktion gibt, die äquivalent zu derjenigen der
Relaislogik 3 in Fig. 1 ist, kann der Simulator 2 ein
Prozeßeingangssignal Pv behandeln bzw. verarbeiten und
dieses Signal zum Anlagenregler 1 übertragen.
Fig. 4 zeigt ein detailliertes Blockschaltbild eines Bei
spiels für die Schnittstelle 6 A, die in den Ring-Datenbus 5 einge
schaltet ist.
Die Daten und das Prozeßeingangssignal, welche über den
Ring-Datenbus 5 übertragen werden, werden über das Eingangs
pufferregister 61 in einen Eingangs-Pufferspeicher 60 B
eingeschrieben, der Teil einer Speicherschaltung 60 ist,
und gelangen dann als Ausgangsgröße zum Anlagenregler 1.
Andererseits wird die Ausgangsgröße des Anlagenreglers 1
in den Ausgangs-Pufferspeicher 60 A eingeschrieben, der
ebenfalls einen Teil der Speicherschaltung 60 bildet.
Die Ausgangsgröße gelangt über ein Ausgangspufferregister
62 zu einem logischen ODER-Glied 63 und zwar entsprechend
einer gewünschten Zeitsteuerung. In dem ODER-Glied 63
wird die Ausgangsgröße logisch zu den Daten addiert, die
in einer zugeordneten Adresse des Eingangspufferregisters
61 gespeichert sind, wobei die zugeordnete Adresse der
jenigen des Ausgangspufferregisters entspricht. Die Aus
gangsgröße des ODER-Gliedes 63 gelangt dann zur nachfolgen
den Schnittstelle 6 B.
Der Aufbau der Schnittstelle 6 B, die an den Simulator 2 ange
schaltet ist und der Aufbau der Schnittstelle 6 C, die an die
Prozeß-Eingabe/Ausgabevorrichtung 4 angeschaltet ist, ist
gewöhnlich dergleiche wie derjenige nach Fig. 4. In der
Schnittstelle 6 B wird das vom Simulator 2 stammende Signal zum
Ring-Datenbus 5 über den Ausgangspufferspeicher 60 A übertragen
und gelangt als Eingangsgröße zum Anlagen-Regler 1, dessen
Ausgangssignal dann zum Simulator 2 über den Eingangspuf
ferspeicher 60 B übertragen wird. In der Schnittstelle 6 C wird
das Prozeßeingangssignal über den Ausgangspufferspeicher
60 A zum Ring-Datenbus 5 übertragen und gelangt als Eingangs
größe zum Anlagenregler 1, dessen Ausgangssignal dann zu
der I/O-Vorrichtung (Eingabe/Ausgabevorrichtung) über den
Eingangspufferspeicher 60 B gelangt.
Fig. 5 ist eine erläuternde Zeichnung, welche den Aus
tausch von Signalen zwischen dem Anlagenregler 1 und der
Prozeß-Eingabe/Ausgabevorrichtung 4 veranschaulicht. Mit
der strichlierten Linie 50 in Fig. 5 ist der Fluß des
Prozeßeingangssignals angegeben und mit der strichpunk
tierten Linie 51 ist der Fluß des Ausgangssteuersignals
oder Regelsignals des Anlagenreglers 1 angegeben. Im Simu
lationszustand nimmt der Simulator 2 die Stelle der Vor
richtung 4 ein.
Bei einer derart aufgebauten Simulationsanordnung gelangt bei dem
gewöhnlichen Regelzustand das Prozeßeingangssignal Pv
über die Prozeß-Eingabe/Ausgabevorrichtung 4, die Schnittstelle
6 C und den Ring-Datenbus 5 zum Anlagenregler 1. Im Simu
lationszustand wird die Ausgangsgröße des Simulators 2
logisch mit dem Prozeßeingangssignal Pv bei der Schnittstelle
6 B summiert und das Ausgangssignal des Simulators 2 kann
über den Ring-Datenbus 5 als Eingangssignal zum Anlagenregler
verwendet werden.
Mit anderen Worten ist es beispielsweise im Falle einer
Steueranlage einer Heißwalzstraße möglich den Zustand
entsprechend dem Nichtvorhandensein von Material in einer
tatsächlichen Anlage (logische "0") anzuzeigen und ferner
den Zustand anzuzeigen, der dessen Vorhandensein angibt
(logisch "1") und zwar über den Simulator 2.
Der Anlagenregler 1 funktioniert somit so als ob Material
vorhanden wäre und es wird von demselben eine Simulations
operation durchgeführt. Da der Simulator 2 Ausgangsgrößen
erzeugen kann, welche die verschiedenen Anlage-Bedingungen
oder Zustände angeben, ist eine Simulation des Anlagenreg
lers 1 unter den verschiedensten Bedingungen oder Zustän
den möglich.
Bei dem zuvor erläuterten Ausführungsbeispiel sind die
Eingangsgrößen und Ausgangsgrößen in den Schnittstellen 6, wie
in Fig. 4 gezeigt ist, getrennt, sie können jedoch auch
in einer Station vorhanden sein.
Wie ausgeführt wurde werden die Signale, wenn die Prozeß-
Eingabe/Ausgabesignale über den Ring-Datenbus übertragen werden,
bei dem Durchgang ausgetauscht. Daher wird beim Gegenstand
nach der vorliegenden Erfindung keine spezielle Hardware
benötigt und es wird ein Simulator mit hoher Betriebsge
schwindigkeit und der Möglichkeit einer einfachen Wartung
realisiert.
Claims (3)
1. Simulationsanordnung zur Simulation einer Regel
strecke in einem Regelkreis mit einem Regler und
einem Simulator, dessen Eingangssignal das Stell
signal und dessen Ausgangssignal ein simuliertes
Prozeß-Ausgangssignal ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Regler (1), der Simulator (2) und eine Prozeß-Ein
gabe/Ausgabeeinrichtung (4) über je eine Schnitt
stelle (6 A, 6 B, 6 C) mit Eingabe/Ausgabepuffer
speichern an einen Ring-Datenbus (5) gekoppelt sind.
2. Simulationsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Schnittstelle (6 A) des Reglers (1) ein Eingangs-
Pufferregister (61) und einen mit dem Eingangs-
Pufferregister (61) gekoppelten Eingangs-Puffer
speicher (60 B), ferner einen Ausgangs-Puffer
speicher (60 A) und ein mit diesem gekoppeltes Aus
gangs-Pufferregister (62) enthält, wobei der Aus
gangs-Pufferspeicher (60 A) die Ausgangsgröße des
Reglers (1) aufnimmt.
3. Simulationsanordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Eingangs-Pufferregister (61) über ein ODER-Glied (63)
mit dem Ausgangs-Pufferregister (62) gekoppelt ist,
und daß der Ausgang des ODER-Gliedes (63) mit dem
Ring-Datenbus (5) verbunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| JP56182530A JPS5884305A (ja) | 1981-11-12 | 1981-11-12 | シミユレ−シヨン装置 |
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Family Applications (1)
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