DE3242086C2 - Verfahren zur Minimierung des Reduktionszerfalls von Eisenerzen und Eisenerzagglomeraten als Hochofenmöller - Google Patents

Verfahren zur Minimierung des Reduktionszerfalls von Eisenerzen und Eisenerzagglomeraten als Hochofenmöller

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DE3242086C2
DE3242086C2 DE3242086A DE3242086A DE3242086C2 DE 3242086 C2 DE3242086 C2 DE 3242086C2 DE 3242086 A DE3242086 A DE 3242086A DE 3242086 A DE3242086 A DE 3242086A DE 3242086 C2 DE3242086 C2 DE 3242086C2
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Abstract

Die Ergebnisse zeigen somit, daß der Reduktionszerfall von Eisenerzen und Agglomeraten in jedem Fall durch Halogene bzw. ihre chemischen Verbindungen minimiert werden kann. Der Grad der Verbesserungen hängt von der Konzentration ab, da zu ihr proportional bei gleicher aufgenommener Lösungsmenge die eingebrachte Wirkstoffmenge abhängig ist. Im weiteren hat die Art des Reagenz Einfluß, da diese stöchiometrisch verschieden hohe Anteile Halogene enthalten. Im allgemeinen gilt, daß der Reduktionszerfall um so stärker zurückgeht, je höher die Lösungskonzentration ist. Um die mit den Lösungen eingebrachten chemischen Elemente so gering wie möglich zu halten, sollte für jeden Möllerstoff die geringstmögliche Konzentration ermittelt werden.

Description

1(1 50 g/l Anteile an Halogenen enthalten.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Halogene enthaltenden flüssigen Reagenzien auf Eisenerze bzw. Elsenerzagglomerate aufgesprüht werden.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Eisenerze bzw. Elsenerzagglomerate zur Halogenaufnahme In ein Tauchbad mit Halogenen enthaltende Lösung eingebracht werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in fester Form vorliegenden Reagenzien
durch Bepudern auf Elsenerze bzw. Eisenerzagglomerate aufgebracht werden.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Halogenverbindungen behandelten Eisenerze bzw. Eisenerzagglomerate vor der Auswaschung mit Wasser geschützt werden.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung der Elsenerze 2" bzw. Elsenerzaggiomerate mit Halogene enthaltenden Reagenzien unmittelbar vor dem Einsatz in Verhüt-
tungsaggregaten erfolgt.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Minimierung des Kornzerfalls Im Hochofen bzw. Niederschachtofen von Eisenerzen sowie Eisenerzagglomeraten gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Von der Fachwelt wird der Kornzerfall von Eisenerzen sowie Elsenerzagglorieraten im Hochofen bei beginnender Reduktion (Reduktionszerfall) Im Bereich niedriger Temperaturen von rd. 400° C bis 600° C In schwach reduzierender
•!|1 Atmosphäre als äußerst negative Eigenschaft eines Hochofenmollerstoffes beurteilt. Starker Reduktlonszerfall führt bekanntlich zu hohem Gichtstaubanfall und zur Ansatzblldung, behindert die Durchgasung, erhöht den Reduktions- und Brennstoffverbrauch, mindert die Erzeugungslelstung und verschlechtert die Roheisenqualität. Die aufgeführten technischen Nachtelle bedeuten zugleich auch nicht unbedeutende wirtschaftliche Nachtelle. So kann starker Reduktionszerfall z. B. den Brennstoffverbrauch in Form von Koks und ggf. Öl bis zu 10% des
x normal üblichen Verbrauches, der z. Z. bei rd. 400 bis 500 kg/t Roheisen !legt, ansteigen lassen.
Um den Kornzerfall des Hochofenmöllers gering zu halten, werden an die wichtigsten Möllereinsatzstoffe -
Sinter und Pellets - bestimmte Mindestanforderungen gestellt, die ständig kontrolliert und bei Unterschreitung S
der Grenzwerte korrigiert werden müssen. Jj
Diese Korrekturen werden z. B. durch Veränderungen der Baslzltätswerte, der Art der Basenträger, der Oxlda- J
•w tionsgrade oder durch betriebliche Maßnahmen vorgenommen, die nur durch höhere Brennstoffeinsätze, die A
eine Größenordnung von 5 bis 10% der Normalwerte erreichen können, erkauft werden.
Gleichwohl sind oft trotz aller dieser Maßnahmen die heute geforderten Ansprüche In bezug auf den Reduk- '
tlonszerfall überhaupt nicht zu erreichen. Hinzu kommt, daß bei gewissen Elsenerzpelletsorten schon nach einer ;
Lagerzelt von 2 bis 3 Wochen die Neigung zum Zerfall bei beginnender Reduktion im Ofen stark zunimmt.
Zwar kann dem durch Lagerung eintretenden Zerfall durch kürzere Lagerungszeiten oder durch Zugabe von
gewissen Anteilen basischer Zuschlagstoffe begegnet werden. Dies lsi jedoch nur In begrenztem Umfang zu ι
realisieren und durch erhöhte Herstellkosten der Pellets sowie z. T. durch metallurgische Nachtelle zu erkaufen. Oft bleibt nur die Wahl, die Produkte dem augenblicklichen Bedarf direkt anzupassen. Häufige Betriebsstil- f
le^ungen sind die Folge.
5" Hier schafft die Erfindung Abhilfe. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren vorzuschlagen, >';
bei dem der Kornzerfall von mit dem Hoehofenmöller Im Hochofen eingesetzten Eisenerzen und Eisenerzagglomeraten beim Beginn der Reduktion Im Bereich niedriger Temperaturen vermindert wird.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen :
5" Gemäß der Erfindung kann jeglicher Reduktlonszerfall eines. Möllerstoffes ganz entscheidend verringert werden, wenn der Möllerstoff vor seinem Einsatz In den Hochofen mit halogenhaltigen Lösungen behandelt wird. Diese Halogene bzw. Ihre Verbindungen enthaltenden Lösungen oder Suspensionen können als z. B. NaCl, CaCI2, KCI, KJ, KBr, NajSlFi, bestehen. In der einfachsten Form können die Halogene z. B. aus Meerwasser (NaCl) eingebracht werden.
''" Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind darin zu sehen, daß die Behandlung In einfacher Welse durch Bepudern oder durch Besprühen oder durch Eintauchen des Möllerstoffes In die entsprechenden noch In ;Vi großer Verdünnung wirkenden Lösungen vor sich geht. Als Folge der Behandlung tritt eine je nach Art des Möllers, der Reagenz sowie seiner Konzentralion verschieden stark wirkende Verringerung des Kornzerfalls ein. Die übrigen Qualitätsmerkmale, wie mechanische Festigkeit. Reduzlerbarkcii. Standverhalten bei 10500C
h* Reduktionsiemperalur oder Schwellen, werden durch die Behandlung In keiner Weise verändert.
Besondere Bedeutung kommt daher auch der Möglichkeit zu. bewußt über verminderten Brennstoffeinsalz Agglomerate herzustellen, die den mechanischen Fcstlgkciisunsprüchen noch genügen, in Ihren Zerfallswerlen jedoch unzureichend sind Durch Behandlung dieser Agglomerate gemäß dem Gegenstand der Lehre der Eriln-
dung wird die Reduktionsfestigkeit auf die gelorderten Werte angehoben. Auf diese Weise ist es möglich, schon bei der Agglomeration Energie einzusparen.
Die z. B. in einen Hochofen mit dem Möller eingebrachten Schadstoffe aus der Behandlung werden entweder mit der Schlacke oder im Gichtgas aus dem Ofen ausgetragen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand einiger Beispiele näher erläuten. Sofern nicht ausdrücklich anders erwähnt, wurden die untersuchten Möllerstoffe in die entsprechend verwendete halogenhalt Ige Lösung kurzfristig eingetaucht und nach Abtropfen der Lösung im Trockenschrank bei 105cC± 5° C getrocknet. Durch Wiegen der Möllerstoffe vor und nach dem Trocknen wurde die aufgenommene Lösungsmenge ermittelt und daraus eine Reagenzaufnahme berechnet. Analytische Kontrollen ergaben ausgezeichnete Übereinstimmungen mit den errechneten Werten. Die metallurgischen Untersuchungen wurden dann direkt an den behandelten Möllerstoffen ausgeführt.
Es wurden samtliche Zerfallprüfungen gemäß Entwurf Stahl-Eisen-Prüfblatt No. 1771 des VDEh vom 24. 10. 1979 ausgeführt.
Beispiel 1
Untersucht wird der Einfluß der Konzentration von NaCl-haltlger Lösung auf den Reduktionszerfall von Eisenerzpeliets nach Tab. 1
Tabelle 1
Chemische Analyse der Eisenerz-Pellets (in Gew.-%)
Fe 64,1 .-% - 0,5 mm S : <0,01 2,5 Μ-ιΛΊ 10 g/l
FeO 0,5 P : 0,02 [Ndd
SiO2 2,90 Na2O : 0,049 g/l 5 g/l
Al2O., 0,73 K2O : 0,045 85 95
CaO 2,61 Cl : < 0,005 88 96
MgO 1,23 95
Basengrad CaO : SiO2 = 0,9 9 95 4
Tabelle 2
Versuchsergebnisse 4
^\^ Lösung ohne
Reduktion^^ Konzentration
zerfall \ Ig/l
Reduktionsfestigkeit
Gew.-% + 6,3 mm 71
Gew.-% + 3,15 mm 77 73
Reduktionsabrieb 78
Gew 20
17
Analyse der Pellets
in bezug auf (in Gew.-%)
Na2O 0,049
K2O 0,045
Cl <0,005
0,051 0,053 0,057 0,062 0,045 0,045 0,045 0,045 0,007 0,009 0,013 0,019
Der Tabelle 1 Ist die chemische Analyse der untersuchten Pellets In Gewichtsprozenten zu entnehmen.
Aus Tabelle 2 Ist ersichtlich, daß Reduktionsfestigkeit und Reduktionsabrieb mit Zugabe von NaCl-haltiger Lösung verbessert wird, und zwar steigen die Werte dann gegenüber unbehandehen Pellets an, wenn entsprechend die NaCI-Konzentratlon höher gewählt wird. Die Ergebnisse zeigen, daß bei einer Behandlung der Pellets mit einer 2,5 g/l = 0,251JhIgCn NaCI-Lösung schon die ZerfallsfestigkeU von 71 auf 85 Gew.-"t, > 6.3 mm verbessert und der Zerfallsabrieb von 20 auf 9 Gew-% < 0,5 mm verringert wird; Werte also, die den gegenwärtig geforderten Bestimmungen voll entsprechen. Versuche haben ergeben, daß eine Steigerung über eine Konzentration von 10 g/l hinaus zu keiner weiteren Verbesserung der Festigkeil führt.
Wie die Werte der Tabelle 2 fernerhin zeigen, erhöhen sich bei einer NaCl-Konzentratlonssteigerung die von den Pellets aufgenommenen Na2O- und Cl" -Anteile, und zwar proportional zur Konzentrationserhöhung. Allgemein gesehen Ist die Zunahme allerdings gering und unbedeutend. Wie Tabelle 2 zeigt, hat sich z. B. durch die Behandlung mit einer 0,25%igen NtCl-Lösung der Na2O-Gehalt der Pellets um 0,004% oder 40 g/t Pelletb erhöht, ebenfalls um den gleichen Betrag der Cl -Gehalt. Pro Tonne Rohelsen entspricht das Insgesamt einer Zunahme von rd. 60 g/t. Die kritische Belastung des Hochofens wird durch diese geringen Mengen nicht beeinflußt.
Beispiel 2
Im folgenden wird der Einfluß der Art der Lösungen auf den Reduktionszerfall von Eisenerzpellets untersucht. Die chemische Analyse der Eisenerzpellets entspricht der in Beispiel 1 untersuchten Pellets entsprechend Tabelle 1.
Tabelle 3 ohne NaCl
10 g/l
KCI
10 g/l
CaCI;
IU g/l
Na2CO.,
10 g/l
Na4P3O7
10 g/l
(Versuchsergebnisse)
^■v^^ Lösung
/^^ Konzentralion
Reduktions-\^^
zerfall ^\^
71 95 85 96 70 70
Reduktionsfestigkeit 77 96 87 97 75 73
Gew.-% + 6,3 mm
Gew.-% + 3,15 mm 20 4 11 3 22 21
Reduktionsabrieb
Gew.-% - 0,5 mm 0,049 0,062 0,049 0,049 0,061 0,060
Analyse der Pellets
in bezug auf (in Gew.-%)
0,045 0,045 0,064 0,045 0,045 0,045
Na2O < 0,005 0,019 0,019 0,025 < 0,005 < 0,005
K:O 2,61 2,61 2,61 2,63 2,61 2,61
Cl 0,02 0,02 0,02 0,02 0,02 0,02
CaO
P
Tabelle 3 zeigt, daß durch eine Behandlung der Pellets mit halogcnidhaltlgen Lösungen von NaCl, KCI und CaCl2 die Reduktionsfestigkeit verbessert wird, hingegen zeigen die Werte für Na2CO-,- und Na<P2O7-Lösungen keinen Einfluß. Um den Nachweis zu erbringen, daß auch die übrigen Halogene, wie Jod, Brom und Fluor, wlrsame Komponenten für eine Behandlung darstellen und Halogenide enthaltende Lösungen unabhängig von Ausgangss'offen - Eisenerz-Pelletsorten - die Reduktlonsfestlgkkeit positiv beeinflussen, sind in den Tabellen 5 und 6 die Ergebnisse aus Untersuchungen zusammengestellt.
B e I s ρ I c I 3
Zu diesem Beispiel wird der Einfluß der Art der Lösungen auf den Reduki Ionszerfall von Elsenerzpellets nach Tabelle 4 gezeigt.
Tabelle 4
Chemische Analyse der Eisenerzpellets
Fe : 63,7 S - 0,20 i.O : <0,0l
FeO : 0.2 P O : 0,10
SiO: : 4,82 N; : 0,06
ΛΙ:Οι : l,8(i K? : 0.05
Ca O : 0.95 Cl : < 0,005
MgO : 0,38 J : ^ 0.005
Busengrad QiO : SiO2
ohne 32 42 086 KJ
10 g/l
KUr
10 g/l
Na;Sil:
5 g/l
Tabelle 5
(Versuchsergebnisse) 33 80 85 58
N^ Lösung
j , /\. Konzentration
Reduktion.?-\_^
zerfall ^\^
53 NaCl
5 g/l
NaCl
10 g/l
88 90 70
Reduktionsl'cstigkeil
Gew.-% + 6,3 mm τ« 56 94 1 6 1 ^
1 /
Gew.-% + 3,15 mm 73 95
Reduktionsabrieb
Gew.-% - 0,5 mm !4 Λ
Analyse der Pellets
in bezug auf (in Gew.-%)
Na2O K2O CI-J- Br
0,06 0,071 0,082 0,06 0,06 0,074
0,05 0,05 0.05 0,06 0,07 0,05
< 0,005 0,017 0,029 < 0,005 < 0,005 < 0,005
< 0,005 < 0,005 < 0,005 0,032 < 0,005 0,018
< 0,005 < 0,005 < 0,005 < 0,005 0,026 < 0,005
Die ermittelten und in Tabelle 5 zusammengestellten Werte aus einer Behandlung der Pellets gemäß Tabelle 4 mit KBr, KJ und Na2SiFb-haltlgen Lösungen zeigen, daß deren Anwendung ebenso einen Reduktionszerfall wie NaCI, KCl und CaCl2-haltige Lösungen vermindern. Somit können als zerfallshemmend oder -mindernd Chloride, Bromide, Jodide und Fluoride unabhängig von In einer Verbindung vorhandenen Kationen angesehen werden.
Beispiel 4
Mit Beispiel 4 wurde der Einfluß der Behandlung mit einer NaCl-Lösung auf den Reduktionszerfall verschiedener Pelletsorten untersucht.
Tabelle 6
(Versuchsergebnisse)
Sorte A Mil
NaCI
Lösung
B Mit
NaCI
Lösung
C Mit
NaCI
Lösung
D Mit
NaCI
Lösung
E Mit
NaCI
Lösung
F Mit
NaCl
Lösung
G Mit
NaCI
Lösung
Chemische
Zusammensetzung
der Pellets
ohne
Behand
lung
5 g/l ohne
Behand
lung
IO g/l ohne
Behand
lung
5 g/l ohne
Behand
lung
2.5 g/l ohne
Behand
lung
5 g/l ohne
Behand
lung
5 g/l ohne
Behand
lung
5 g/l
(Gew.-1!'»)
Basengrad CaO : SiO2
Ausgangserz Tür Pelletherstellung
Reduktionszerfall Reduktionsfestigkeit
Gew.-°'o + 6.3 mm Gew.-%+ 3,15 mm
Reduktionsabrieb Gew.-°/o— 0,5 mm
Über NaCl-Lösung ein gebrachte Feuchte %
0.09
0.03
< 0.005
64,7 0.4 6.10 0.34 0,34 0.30
: o.oi
0.02 0.102 0,03 0,018
0,06 Magnetit
63.7
0,2
4,82
1,86
0,95
0,38 : 0,01
0,10 0,082 0,05
0,06 0,05 < 0,005 O.C 0,20 Magnetit
63.5
0,9
8.22
0.30
0,10
0.20
< 0,01
0.02
0.04 0.046
0,04 0.04
< 0.005 0.012
0.01
Magnet il/Hämatit
0.049
0.045
< 0.005
64.1 0.5 2.90 0.73 2,61 1.23 : 0.01 0.02 0.053 0,045 0.009 0.9 Hämatit
65.2
0,5
3.33
0.75
2,41
0,03
: ο,οι
ο,οι
0,021
0,01
0.018
0,72
Hämatit/Limonit
< 0.005
65.0 0.2 3.55 0.38 3.08 0.13
: o.oi
0.03 0.020 0.015 0.016
0.87 Hämatit/Limonit
0,01
0.015
< 0.005
65,0 0,8 2.80 0.94 2.84 0.23 : 0.01 0,03 0.039 0.03 0.016 1.01 Hämatit/Limonit
0.03
0.03
< 0.0Ü5
58 87 33 94 71 81 71 85 78 93 60 79 75 85
85 93 53 95 90 90 77 88 82 94 62 81 78 86
6 4 28 4 4 4 20 9 15 5 37 17 19 12
_ 4,2 3,4 _ 3,5 - 2,9 - 4,1 - 3,5 - 3,5
Untersucht wurden, wie Tabelle 6 zeigt, sieben unterschiedliche Klsencrz-I'ellcisorten, hergestellt aus unterschiedlichen Ausgangsrohstoffen. Als Halogcnid-Trägcr wurden NaCI-Lösungen In Konzentralionen von 2,5 bis 10 g/l gewählt. Es Ist zu ersehen, daß schon durch eine Behandlung der Pellets mit einer 0,5l\>lgen NaCl-haltigen Lösung die Zerfallsfestigkeit erhöht wird. Als Beispiel dient die Peileisorte A, bei der die Reduktionsfestigkeit von 58 Gew.-1A, > 6,3 mm vor der Behandlung auf 87 Gew.-",, ,· 6,3 mm nach der Behandlung verbessert wird. Der Reduktionszerfall vermindert sich somit von 6 Gew.-",, < 0,5 mm vor der Behandlung auf 4 Gew-% < 0,5 mm nach der Behandlung.
Zwangsläufig ergibt sich bei der Behandlung der Pellets eine HjO-Aufnahme. Diese liegt bei den Beispielen der Tabelle 6 zwischen 2,9 und 4,2% H2O. Ein Feuchtigkeitsgehalt in dieser Größenordnung liegt jedoch im zulässigen Rahmen von handelsüblichen Pellets. Gleichwohl können diese Gehalte reduziert werden, wenn die Konzentration an Halogen in Lösungen erhöht wird, insbesondere bei Verwendung von Meerwasser bzw. meerwasserähnllchen Lösungen In höheren Konzcntratlonsberelchen von etwa 30 g/l als NaCI. Die reale Menge ist jeweils durch einfache Versuche feststellbar.
Beispiel 5
Außer Pellets wurden auch Elsenerzsintersorten In die Untersuchung eingezogen. Untersucht wurde die Reduktionsfestigkeit von unterschiedlichen Sintersorten bei einer Behandlung mit NaCI-Lösungen unterschiedlicher Konzentrationen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sind In Tabelle 7 zusammengestellt.
Tabelle 7 Versuchsergebnisse
Chemische Zusammensetzung der Sinter (Gew.-%)
Versuchssinter
Versuchssinter
ohne Behandlung
mit ohne mit
NaCI- Behänd- NaCl-Lösung lung Lösung
10 g/l
30 g/l
Betriebssinter
ohne mit mil
Behänd- NaCI- NaC1-
lung Lösung Losung
10 g/l 30 g/
Al2O3 CaO MgO
Basengrad CaO : SiO2 Ausgangserz Tür Sinterherstellung
Reduktionszerfall Reduktionsfestigkeit Gew.-% + 6,3 mm Gew.-% + 3,15 mm
Reduktionsabrieb Gew.-% - 0,5 mm
Über NaCl-Lösung eingebrachte Feuchte %
57,6
7,2
5,85
1,18
9,20
1,62
0,01
0,035
0,017 0,028
0,029 0,029
<0,01 0,023
1,57
Mischung
verschiedener Erze
56,8 6,8 5,88 1,25 9,60 1,62 0.01 0,038
0,020 0,053 0,037 0,037 <0,01 0,047 1,63
Einzelerz
11 39
21
7
2,0
10
40
19
74 87
7 2,0
0,030 0,060 <0,01
57,7 4,0 5,98 1,28 9,70 0,26 0,01 0,04 0,042 0.060 0,013 1,62
0.055 0,060 0,029
Mischung verschiedener Erze
15 43
20
33 64
13 2,1
54
77
10 2,3
Wie Tabelle 7 zeigt, wirkt eine Behandlung mit NaCI-Lösungen auf alle untersuchten Sintersorten stark zerfallshemmend, und zwar schon in starker Verdünnung, ohne daß die übrigen Qualitätsmerkmale, wie mechanische Festigkeit sowie Reduzierbarkeil und Standverhalten bei 1050° C Reduktionstemperatur verändert werden. Es werden Werte erreicht, wie sie für unbehandelle Sinter absolut unerreichbar sind.
Eine Verbesserung der Festigkeit und dadurch eine Verminderung des Reduktionszerfalls Ist auch erfolgreich bei einer Behandlung mit Halogenide enthaltenden Lösungen bei Slückerzen zu erreichen. Allerdings sind zum Teil hier wesentlich höhere Konzentratrionen an Halogeniden In Behandlungsmitteln erforderlich. Die Lehre gemäß der Erfindung findet demzufolge auch auf Stückerze Anwendung.
Als besonderer Vorteil ist beim Gegenstand der Erfindung zu sehen, daß Behandlungen von Einserzen oder Elsenerzagglomeraten mit Halogenide enthaltenden Reagenzien oder Lösungen sowohl beim Erzeuger wie beim Verbraucher als auch während des Transportes vom Erzeuger zum Verbraucher vorgenommen werden können. Da Transport und Lagerung von Elsenerzen und Pellets überwiegend offen erfolgen, ist im Falle einer vorher vorgenommene Behandlung mit gewissen Auswascheffeklen ?u rechnen. Dieser Einfluß geht aus dem nächsten Beispiel deutlich hervor.
Beispiel 6
Dieses Beispiel macht den Einfluß des Auswaschungseffektes von mit NaCl-Lösung behandelten Pellets auf den Reduktionszerfall und die Na:O-, K;O- und Cl -Gehalte durch Wasseraufnahme deutlich. Chemische Analyse der Pellets wie In Beispiel 3, Tabelle 4.
Tabelle 8 Versuchsergebnisse
Lösung ohne NaCI NaCl
\ Konzentration IO g/l 10 g/l
Reduktions-X^ Die mit o. a. Lösung
zerfall behandelten Pellets wurden
\ anschließend beregnet
\ mit 100 mm Niederschlag
\ in 6 Stunden; Reduktions-
\ /erf'all und Analyse waren
\ danach wie folgt:
Reduktionsfestigkeit 33 94 63
Gew.-% + 6,3 mm 53 95 76
Gew.-% + 3,15 mm
Reduktionsabrieb 28 4 13
Gew.-% - 0,5 mm
Analyse der Pellets
in bezug auf (in Gew.-'/») 0,06 0,07 0,07
Na2O 0,05 0,05 0,05
K2O < 0,005 0,017 0,010
Ci-
5" Im Ergebnis zeigen die ermittelten Werte, daß die geprüften Pellets zunächst in Folge der Behandlung mit iV.ger NaCl-Lösung ihre Zerfa'.lsr.cigung fast vollständig verloren hatten. Sie hatten lediglich an Na-O 0,01% sowie an Cl" rd. 0,012% aufgenommen. Unter Zugrundelegung einer Niederschlagsmenge von 100 mm hatte die Auswaschung zu einer Abnahme von Na2O und Cl -Anteilen um weniger als 0,01% Na2O sowie 0,007% Cl" geführt, hingegen hat die Zerfallneigung zugenommen auf einen mittleren Wert zwischen unbehandelten und
55 behandelten Pellets.
Beispiel 7
Im folgenden Beispiel wird gezeigt, wie eine durch Auslagerung In seinem Zerfallverhalten verschlechterte w> Pelletsorte durch Behandlung mit einer NaCl-haltlgen Lösung wieder auf ein voll ausreichendes Festigkeitsniveau angehoben werden kann.
Tabelle 9
Chemische Analyse der Pellets (in Gew.-%)
Fe 65,5
FeO 0,5
SiO2 4,00
Al2O3 0,26
CaO 0,28
MgO 0,32
S : <0,01
P : 0,02
Na2O : 0,006
K2O : 0,02
Cl : < 0,005
Basengrad CaO : SiO2 = 0,07
Tabelle 10
Versuchsergebnisse
Ursprung unmittel Nach Nach 4 Wochen Nach 7 Wochen
Lösung bar nach 2 Wochen Lager/eil Lagerzeit
m ller" Lagerteil
Reduktions stellung
zerfall \ ohne ohne ohne NaCI ohne NaCI
\ 5 g/l 10 g/l
Reduktionsfestigkeit
Gew.-% + 6.3 mm 93 75 68 89 65 91
Gew.-% + 3.15 mm 98 96 94 96 96 96
Reduktionsabrieb
Gew.-% - 0.5 mm 2 2 2 I 2 1
Analyse der Pellets
in Bezug auf (in Gew.-%)
Na2O 0,06 0,06 0,06 0,07 0,06 0,08
K2O 0,02 0,02 0,02 0.02 0.02 0.02
Cl" <(),0()5 <(),005 <(),005 0,011 <0,005 0,023
In Tabelle 10 sind die Ergebnisse des Versuchsbeispiels 7 an behandelten Pellets gemäß Tabelle 9 bei verschiedener Lagerzeitdauer zusammengestellt. Die Werte der Tabelle 10 zeigen erneut, daß nach der Lehre der Erfindung hohe Reduktionsfestigkeit gegenüber unbehandelten Pellets erreicht wird und daß darüber hinaus auch bei ausgelagerten Pellets eine hohe Reduktionsfestigkeit wiederhergestellt werden kann, wenn die Lehre der Erfindung Anwendung findet.
Das gleiche Verfahren kann auch für durch Lagerung verschlechterte Sinter angewendet werden.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Minimierung des Kornzerfalls im Hochofen bzw. Niederschachtofen von Elsenerzen sowie Eisenerzaggloroeraten bei beginnender Reduktion Im Temperaturbereich zwischen 400° C und 600° C, dadurch gekennzeichnet, daß Elsenerze vor der Verhüttung bzw. Elsenerzagglomerate nach der Herstellung und vor der Verhüttung mit festen und/oder flüssigen Reagenzien behandelt werden, die Halogene oder Halogene enthaltende Verbindungen aufweisen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als flüssige halogenhaltlge Reagenzien Meerwasser oder meerwasserähnliche Flüssigkeiten verwendet werden, die In der Größenordnung von 0,1 g/l bis
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