DE324281C - Verfahren zur Herstellung von Vulkanfibermassen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Vulkanfibermassen

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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21H—PULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H17/00—Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its constitution; Paper-impregnating material characterised by its constitution
    • D21H17/63—Inorganic compounds
    • D21H17/67—Water-insoluble compounds, e.g. fillers, pigments

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Description

  • Verfahren,-zur Herstellung von Vulkanfibermassen. Die an sich bekannte Herstellung von Vulkanfibermassen durch - Einwirkung konzentrierter Metallsalzlösungen, vor allem Zinkchloridlösung, auf Zellulose, in Form von Papier, Pappe oder Textilstoff, Zusammenschweißen einzelner Schichten und Entfernen des Pergamentierungsmittels durch Auswaschen usw. bietet verschiedene Schwierigkeiten.
  • So tritt z. B. bei Verwendung ungeleimten Papieres als Ausgangsmaterial - in der Literatur findet sich an verschiedenen Stellen die Vorschrift, es solle nur ein reines Baumwollpapier ohne jede Leimung und Beschwerung Verwendung finden - oft bei. nur kurzer Überschreitung der Einwirkungsdauer der Metallsalzlösung bzw. bei höherer Tempe-Tatur ein zu weitgehender Abbau der Zellulose, begleitet von einem Verschwinden der Faserstruktur, ein.
  • Anderseits ist bei Vetwendung halb öder ganzgeleimten bzw. gebeizten oder gefärbten Papieres die quellende -Wirkung der Metallsalzlösung ungenügend, auch haben die Schichten aus solchen Papieren hergestellten Stoffes nicht genügenden Zusammenhalt.
  • Der Grund dieser Schwierigkeiten ist in beiden Fällen derselbe, einmal in positiver, das andere Mal in negativer Richtung. Im ersten Fall ist die Einzelfaser vollkommen von der Pergamentierungsflüssigkeit umspült, derselben dadurch eine zu große Angriffsfläche bietend, während im zweiten Fall die Einzelfaser mit einer Haut oder Membran von Leimungsmittel, Farblack .usw. umgeben ist,-die der Einwirkung -der Pergamentierungsflüssigkeit zuviel Widerstand entgegensetzt.
  • Abhilfe gegen beide Arten von Schwierigkeiten läßt sich erzielen, wenn man. die Einzelfaser mit, einem punktierten Überzug eines Füllstoffes versieht, dessen -Poren der Pergamentierungsflüssigkeit genügend. Angriffsfläche bieten, ohne daß die Einzelfaser in ihrer ganzen Ausdehnung davon umspült wird. -Einen derartigen -porösen Überzug kann man auf der Zellulosefaser infolge des Adsorptionsvermögens derselben erzeugen, dadurch, daß man dieselbe mit in Wasser fein verteilten -Teilchen anorganischer oder organischer Stoffe zusammenbringt.
  • So entsteht auf der Zellulose z. B. durch fein verteilte Mineralfarben (vor allem Oxyde des Fe, Al, er; Si enthaltende) tlürch bloße Adsorption ohne jeden Zusatz eines Befestigungsmittels eine ziemlich echte Färbung in Form des erwähnten porösen -Überzuges.
  • Es werden jedoch auch -die verschiedensten anderen wasserunlöslichen, fein verteilten Stoffe - u. a. Metalle - sowie auch für- sich allein nicht adsörptionsfähiger, z. B. Ruß, durch Mischen mit adsorptionsfähigen, von der Zellulosefaser in gleicher -Weise adsorbiert. .
  • Naturgemäß darf nur höchstens so viel an Füllstoffen Verwendung finden, wie von. der Einzelfaser durch Adsorption an sich gezogen wird; ein Zusatz von Füllstoffen hierüber hinaus, der nur mechanisch von den Maschen der verfilzten bzw. verwebten Fasern festgehalten wird, wirkt für den vorliegenden Zweck schädlich.
  • Ein weiterer Vorzug in der beschriebenen Weise vorbehandelten Rohmaterials besteht darin, daßi jjsi_(;h hiie-?P#.ttikelchen des Überzuges in der- c#ur-cb ..die 60uellung erhöht aufnahmefäliig^'gewWo'rtle'hen Faserwand ablagern, beim Trocknen mit derselben verschmelzen __Und sie so künstlich inkrustieren. Es besteht dadurch die Möglichkeit, die physikalischen Eigenschaften der Fasern bzw. des Fertigproduktes in beliebiger Richtung - Härte, Zähigkeit, Biegsamkeit usw. - zu ändern. ,Ausführungsbeispiele: Die Rohpapiere werden hergestellt, indem man zu den in Wasser aufgeschwämmten -entsprechend gemahlenen - Zellulosefasern etwa zo Prozent vom Gewicht der Zellulose mit Wasser angeriebenen Füllstoff gibt, die Mischung z Stunde im Holländer oder Rühr- I Bütte umlaufen läßt und alsdann auf einer Papiermaschine in der üblichen Weise zu Papier verarbeitet. Es verbleiben so etwa 5 bis 8 Prozent des Füllstoffes im Papier; der Rest läuft mit dem Siebwasser ab.
  • Die so erhaltenen Papiere werden alsdann in trockenem Zustand in der Weise zu einer einheitlichen gehärteten Masse verarbeitet, daß man die einzelnen Blätter mit einer 85prozentigen Lösung von einer Temperatur von beispielsweise 50° tränkt, sie durch Anpressen mittels einer auf 9o° erwärmten Walze lagepweise zusammensch-weißt, aus dem Produkt das Zinkchlorid durch Auswaschen entfernt, die Masse-trocknet und glättet.
  • Die vorliegende Erfindung besteht in der Verwendung von in beschriebener Weise vorbehandelter Zellulosefasern zur Herstellung gehärteten Fasermaterials durch Pergamentieren. mittels konzentrierter Metallsalzlösungen.

Claims (1)

  1. PATEN,r-ANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Vulkanübermassen durch Härtung von Zellulose in Form von Papier, Pappe oder Textilstoff mit konzentrierten Metallsalzlösungen, vor allem. Zinkchloridlösung, und Zusammenpressen der einzelnen Schichten, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelfasern des Zellulosematerials vor der Härtung mit. einem porösen Überzug eines Füllstoffes, ohne Zuhilfenahme eines Kleb-oder Befestigungsmittels, lediglich unter Benutzung des Adsorptionsvermögens der Zellulosefäser versehen werden.
DE1918324281D 1918-10-22 1918-10-22 Verfahren zur Herstellung von Vulkanfibermassen Expired DE324281C (de)

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