DE3247741C2 - Silo mit einem mit vertikaler Mittelachse auf einem Standgestell montierten Behälter - Google Patents
Silo mit einem mit vertikaler Mittelachse auf einem Standgestell montierten BehälterInfo
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Abstract
Ein Silo mit einem mit vertikaler Mittelachse auf einem Standgestell 102 montierten Behälter 101 wird über eine vertikal neben dem Behälter montierte, pneumatische Einfülleitung 90 beschickt. Diese Einfülleitung 90 mündet über einen 90°-Krümmer 1 oben in der Seitenwand des Behälters 101. Der Krümmer 1 weist in Verlängerung der Einfülleitung eine Erweiterung mit einer Tasche auf, in der sich das Fördergut sammelt und dadurch die dahinterliegende Krümmerwandung vor Abrieb schützt.
Description
Silo der eingangs genannten Art ist deshalb keine Lösung
der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe.
Vorzugsweise wird der Krümmer als Gußteil ausgebildet
Dann nämlich kann man die Innen- und Außenform in Abhängigkeit von den Förderbedingungen und
dem zu fördernden Gut im Sinne der eingangs genannten Aufgabenstellung geometrisch optimieren. Dabei
empfiehlt sich Gußstahl in Form von Kugelgraphitguß, der durch Beimischung von Mangan oder dergleichen
hochverschleißfest ist A_m besten ist es, den ganzen
Krümmer einschließlich der Anschlüsse einstückig aus Stahl zu gießen.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert
In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 einen fix und fertig montierten, in Betriebsstellung aufgestellten Silo,
F i g. 2 den Krümmer dieses Silos im Längsschnitt,
F i g. 3 und 4 die Querschnitte II und III aus F i g. 2,
F i g. 5 den Krümmer in Ansicht aufgebrochen und
F i g. 6 ein Versatzstück mit einem Flansch für diesen
Krümmer.
In der Zeichnung ist allgemein mit 101 der Behälter und mit 102 das Standgestell bezeichnet, das mit dem
fertig montierten Behälter verschraubt ist Der Behälter 101 besteht aus mehreren, zum Beispiel drei Behälterabschnitten
103,104,105, die sich nach unten konisch erweitern, so daß sie demontiert mit Spiel ineinandersteckbar
sind.
In montiertem Zustand paßt der obere Rand eines jeden Behälterabschnittes formschlüssig in den unteren
Rand des nächst oberen Behälterabschnittes und die sich so formschlüssig umgebenden Ränder sind ringsherum
unter Ausnutzung vorgebohrter Löcher verschraubt, wie dies beispielsweise für eine Verschraubung
in F i g. 1 vergrößert herausgezeichnet ist Dort ist der untere Rand 107 des Behälterabschnitts 104 sichtbar,
wie er den oberen Rand 108 des Behälterabschnitts 105 formschlüssig, also stramm anliegend, umgibt
Der oberste Behälterabschnitt 103 ist vorgefertigt durch einen Deckel 111 verschlossen. Entlang des oberen
Randes 112 des Behälterabschnittes 103 ist durch nicht dargestellte Verschraubungen ein Schutzgitter
113 angeschraubt, das demontiert ein offener Ring ist.
Der unterste Behälterabschnitt 105 weist einen nach außen vorspringenden Flanschrand 114 auf, der mit einem
entsprechend ausgebildeten, nach außen vorspringenden Flanschrand 115 eines unten angesetzten Auslaufkonus
116 mit Hilfe vorgebohrter Löcher verschraubt ist. Durch den Auslaufkonus 116 verjüngt sich
der Behälter 101 auf eine unten am Auslaufkor.us angebrachte Auslauföffnung 118, die verschließbar is; und an
die zum Beispiel eine pneumatische Förderleitung, eine Austragschnecke oder dergleichen zum Entleeren des
Behälters anschließbar ist.
Der Flanschrandll5 ist vorbereitet zum Anschrauben des Standgestells 102, das aus vier vertikalen Standfüßen
120,121,122,123 besteht, die mit diversen Verstrebungen
gegeneinander abgestützt sind. Die Standfüße und die Verstrebungen sind miteinander verschraubt.
Zum Befüllen dient eine über einen Krümmer 1 oben im Behälter 101 mündende pneumatische Einfülleitung
90, die außen entlang dem Behälter 101 vertikal geführt verlegt ist und mit Schellen 91,92,93 am Behälter gesichert
werden kann, die an einzelnen Verschraubungen, wie zum Beispiel der Verschraubung 109, mit festgeschraubt
werden kann.
Der Krümmer 1 aus F i g. 1 vollzieht eine Strömungsumlenkung
um 90°. Dementsprechend ist die Strömungsrichtung 3 an der Eingangsseite zur Strömungsrichtung 2 an der Ausgangsseite senkrecht Die Strömungsumlenkung
4 ist ein strichpunktiert eingezeichneter Kreisbogen, zu dem die Strömungsrichtungen 2 und
3 Tangenten sind. Der Mittelpunkt der Strömungsumlunkung
ist mit 5 bezeichnet Ein nicht erweitertes Krümmerelement ist ein Rohrstück, dessen Mittellinie
mit der Strömungsumlenkung 4 zusammenfällt Die ίο Ebene 6 der Strömungsumlenkung fällt mit der Zeichenebene
der F i g. 2 zusammen.
Der dem Mittelpunkt 5 am nächsten gelegene Wandabschnitt 7 ist, bezogen auf die Ebene 6, entsprechend
dem Radius 40 um den Mittelpunkt 5 gekrümmt. Er kann, in Abänderung, auch abschnittsweise um Mittelpunkte
gekrümmt sein, die in der Nähe des Mittelpunktes 5 liegen, etwa in dem Gebiet, das durch die strichpunktierte
Linie 8 umgeben ist.
Der Wandabschnitt 7 ist der in der Schnittfläche aus Fig.4 unten gelegene Teil. Dieser Wandabschnitt ist
nicht begrenzt er geht fließend in die anderen Wandabschnitte über und das gilt auch für alle anderen Wandabschnitte.
Der dem Wandabschnitt 7 gegenüberliegende Wandabschnitt 9 ist entsprechend dem Radius 43 über ein
oder mehrere Krümmungsmittelpunkte gekrümmt, die in dem durch die strichpunktierte Linie 10 umfahrenen
Bereich liegen und erheblich gegenüber dem Bereich, der durch die strichpunktierte Linie 8 umgeben ist, nach
außen versetzt sind, dies alles bezogen auf die Ebene 6 der Strömungsumlenkung 4. Dadurch entsteht eine Auswölbung
12 und eine entsprechende Ausweitung des Strömungskanals, die sich radial nach außen erstreckt
und die, wie aus F i g. 4 ersichtlich, auch nach den Seiten fortgesetzt ist Die an dem außen gelegenen Wandabschnitt
9 beidseitig angrenzenden Wandabschnitte 14, 15 sind zur jeweiligen Seite nach außen gewölbt, und
zwar etwas schwächer als der Wandabschnitt 9. Auf diese Weise ergibt sich eine radial nach außen und zur
Seite gerichtete Auswölbung und eine entsprechende Erweiterung 24 des Strömungskanals, die um so stärker
ist, je stärker in dem betreffenden Bereich die Abriebkräfte normalerweise erwartet werden müssen.
Die einströmende Strömung gemäß Pfeil 3 ist auf einen Wandabschnitt 45 gerichtet, der ein Teil des
Wandabschnittes 9 ist. Dieser Wandabschnitt 45 ist deshalb vom Abrieb besonders gefährdet und aus diesem
Grunde verstärkt ausgebildet gegenüber den benachbarten Wandabschnitten 9, 14 und 15, wie aus F i g. 2
so und 4 ersichtlich. Die Wandstärke gemäß Pfeil 48 ist demzufolge größer als die Wandstärke gemäß Pfeil 41
und Pfeil 44.
Mit 80 ist ein gegen die Strömung gerichtetes Hemmnis bezeichnet, das in die Erweiterung 24 hineinragt und
als innerer Vorsprung des radial auswärts gelegenen Wandabschnittes 9 ausgebildet ist. Das Hemmnis 80
schließt unmittelbar an die Austrittsmuffe 20 an und es entsteht durch das Hemmnis eine Stufe, die den Strömungskanal
verengt Im Bereich dieser Stufe bleibt aber ein kreisrunder Querschnitt für den Strömungskanal —
so groß wie der Austriüsquerschnitt gemäß Doppelpfeil 22 — mindestens frei. Das Hemmnis 80 bildet mit dem
angrenzenden, radial außen gelegenen Wandabschnitt 9 und den beidseitig angrenzenden, seitlichen Wandabschnitten
14 und 15 eine gegen die Strömung offene Tasche 16, in der das einströmende Fördergui festgehalten
wird, wodurch die angestrebte Ablagerung des Fördergutes in der Erweiterung begünstigt wird, und zwar
wird das bei Neubeginn der Förderung zuerst zuströmende Fördergut in der Tasche aufgefangen, so daß von
vornherein der gewünschte Abriebschutz gegeben ist, auch wenn die Tasche bei der voraufgegangenen Unterbrechung
der Förderung leergelaufen ist.
Der Krümmer 1 ist als Stahlgußteil aus Kugelgraphitguß geformt Bei dem Gußstahl handelt es sich um solchen
Stahl, der durch Zusätze an Mangan oder dergleichen hochverschleißfest gemacht ist Die beiden Anschlüsse
sind als Muffen 20 und 21 ausgebildet und mitgegossen und mit Innengewinde 81,82 ausgestattet Der
Eintrittsquerschnitt gemäß Doppelpfeil 23 ist kreisrund und genauso groß wie der Austrittsquerschnitt gemäß
Doppelpfeil 22. In Abänderung des dargestellten Ausführungsbeispiels kann man den Austrittsquerschnitt 22
etwas größer machen als den Eintrittsquerschnitt 23, um der Tatsache Rechnung zu tragen, daß die Strömung
innerhalb des Krümmers verlangsamt wird. Eine entsprechende Reduzierung kann man auch bei gleichen
Querschnitten durch Einsatz eines Reduzierstückes erzielen.
Die sich in dem Krümmer ausbildende Strömung ist durch sich in der Erweiterung 24 ablagerndes Schüttgut
begrenzt Die sich dabei ergebende Begrenzung, die fließend ist ist durch die gestrichelte Linie 25 angedeutet
Die Einfülleitung 90 ist, wie aus F i g. 5 ersichtlich, in
die Muffe 21 eingeschraubt In die Muffe 20 ist ein Reduzierstück 63 eingeschraubt, auf dessen mit Außengewinde
versehenes Ansatzstück 65 ein Flansch 64 aufgeschraubt ist Mit diesem Flansch ist der Krümmer 1 am
Behälter 101 angeflanscht Der Behälter 101 weist fluchtend mit dem Austrittsquerschnitt 22 eine Eintrittsöffnung
94 in seiner Wandung 95 sowie Löcher 96 für die Flanschverschraubung97 auf (siehe F i g. 6).
35
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Silo mit einem mit vertikaler Mittelachse auf gelegenen Wandbereichen erhöhtem Abrieb, der
einem Standgesteil montierten Behälter, der durch 5 schließlich zu Wanddurchbrüchen fuhren kann. Bei eieinen unten angesetzten Auslauftrichter auf eine nem solchen Wanddurchbruch wird die weitere BeIaverschließbare Auslauföffnung nach unten verjüngt dung gestört, weil das Fördergut unkontrollierbar durch
ist, und an dem oben eine vertikal montierte pneu- die aufgebrochene öffnung des Krümmers herausgematische Einfülleitung mündet, die einen oben am blasen wird. Das hat zur Folge, daß man sofort die BeIa-Behälter montierten Krümmer aufweis:; dessen Aus- 10 dung unterbrechen und den Krümmer auswechseln
trittsmuffe etwa horizontal in das Behälterinnere ge- muß, und das ist sehr umständlich, weil man dazu ein
richtet ist und dessen Eintrittsmuffe etwa vertikal Gerüst oder dergleichen benötigt, um an den hoch gelenach unten zum Anschluß an die Einfülleitung ge- genen Krümmer zu gelangen.
richtet ist, dadurch gekennzeichnet, Aufgabe der Erfindung ist es, Silos der eingangs ge-
daß der Krümmer (1) zwischen den beiden Muffen 15 nannten Art so auszugestalten, daß solche Störungen
(20,21) eine Auswölbung (12) aufweist, die sich, be- möglichst vermieden werden.
zogen auf die Ebene (6) der Strömungsumlenkung Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der
(4) radial nach außen und zu beiden Seiten erstreckt, Krümmer zwischen den beiden Muffen eine Auswöl-
daß der in Verlängerung der einströmseitigen Muffe bung aufweist, die sich, bezogen auf die Ebene der Strö-
(21) gelegene Wandabschnitt (45) der Auswölbung 20 mungsumlenkung radial nach außen und zu beiden Sei·
(12) verstärkt ist, ten erstreckt, daß der in Verlängerung der einströmsei-
daß ein gegen die Strömung gerichtetes Hemmnis tigen Muffe gelegene Wandabschnitt der Auswölbung
(80) vorgesehen ist, verstärkt ist, daß ein gegen die Strömung gerichtetes
daß das Hemmnis (80) durch einen inneren Vor- Hemmnis vorgesehen ist, daß das Hemmnis durch einen
sprung eines auswärts gelegenen Wandabschnittes 25 inneren Vorsprung eines auswärts gelegenen Wandab-
(9) gebildet ist, schnittes gebildet ist, daß das Hemmnis in die durch die
daß das Hemmnis in die durch die Auswölbung (12) Auswölbung gebildete Erweiterung hineinragt, daß das
gebildete Erweiterung (24) hineinragt, Hemmnis unmittelbar an die austrittsseitige Muffe an-
daß das Hemmnis (80) unmittelbar an die austritts- schließt und daß das Hemmnis mit dem auswärts gele-
seitige Muffe (20) anschließt und 30 genen Wandabschnitt und beidseitig angrenzenden seit-
daß das Hemmnis (80) mit dem auswärts gelegenen liehen Wandabschnitten eine gegen die Strömung offe-
Wandabschnitt (9) und beiseitig angrenzenden seitli- ne Tasche bildet
chen Wandabschnitten (14,15) eine gegen die Strö- Das Fördergut fängt sich in der Tasche und bildet die
mung offene Tasche (16) bildet gewünschte Ablagerung, die die dahinterliegenden
2. Silo nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, 35 Wandbereiche vor dem Abrieb des vorbeiströmenden
daß alle Krümmungsmittelpunkte (10) des auf der Fördergutes schützt Eine solche Tasche fängt auch den
Außenseite gelegenen Wandabschnittes (9) wesent- für Verschleiß besonders kritischen ersten Stoß des Förlich radial nach außen versetzt sind gegenüber dem dergutes auf und zwingt das zuerst angeförderte För-Krümmungsmittelpunkt (5) des radial innen gelege- dergut zur Ablagerung, so daß von Anfang an Abriebnen Wandabschnittes (7), und 40 schutz gewährleistet ist Die beim Stand der Technik
daß der Krümmungsmittelpunkt (5) des radial innen dem erhöhten Abrieb ausgesetzten Wandbezirke des
gelegenen Wandabschnittes (7) mit dem Krüm- Krümmers werden nach der Erfindung durch die AbIamungsmittelpunkt (5) der Strömungsumlenkung (4) gerungen vor Abrieb geschützt
zusammenfällt. Aus der DE-PS 1096 830 ist ein Krümmer bekannt,
3. Silo nach einem der vorhergehenden Ansprü- 45 der eine Auswölbung aufweist, die nach außen gerichtet
ehe, gekennzeichnet durch die Ausgestaltung des ist Die Auswölbung geht aber stufenlos glatt in die
Krümmers (1) als einstückiges Gußteil aus hochver- angrenzenden Rohrabschnitte über, so daß das in dieser
schleißfestem Kugelgraphitstahlguß. Auswölbung sich möglicherweise sammelnde Material
leicht wieder ausgetrieben werden kann. Ein dem
50 Hemmnis nach der Erfindung entsprechendes Konstruktionselement, das die schützenden Ablagerungen
in der Ausnehmung hält, ist nicht vorgesehen.
Die Erfindung betrifft einen Silo mit einem mit verti- Außerdem sind die kritischen Wandbereiche auch
kaier Mittelachse auf einem Standgestell montierten nicht verstärkt und die Auswölbung erstreckt sich nicht
Behälter, der durch einen unten angesetzten Auslauf- 55 zu beiden Seiten, so daß die Seitenwände, wenn Übertrichter auf eine verschließbare Auslauföffnung nach haupt, allenfalls nur mäßig durch die Ablagerungen geunten verjüngt ist, und an dem oben eine vertikal mon- schützt sind.
tierte pneumatische Einfülleitung mündet die einen Aus der DE-PS 5 01 591 ist ein Krümmer vorbekannt,
oben am Behälter montierten Krümmer aufweist, des- der eine ebenfalls nur nach außen gerichtete Auswölsen Austrittsmuffe etwa horizontal in das Behälterinne- 60 bung aufweist, die mit einer Stufe an den angrenzenden
re gerichtet ist und dessen Eintrittsmuffe etwa vertikal Rohrabschnitt anschließt. Eine solche Stufe kann unter
nach unten zum Anschluß an die Einfülleitung gerichtet Umständen das vollständige Leerblasen der Endbereiist. ehe der Ausnehmung in erwünschter Weise verhindern.
Silos dieser Art, wie sie beispielsweise aus der DE- Eine gegen die Strömung geöffnete Tasche ist nicht vor-OS 23 25 189 vorbekannt sind, sind haushoch und die- 65 gesehen. Außerdem sind bei diesem Krümmer die kritinen zur Aufbewahrung von pneumatisch förderbarem, sehen Seitenwände nicht geschützt durch Ablagerungen
rieselfähigem Gut, zum Beispiel Zement. Dieses Gut und die kritischen Wandbereiche sind auch nicht verwird pneumatisch über die Einfülieitung oben in das stärkt. Der Einsatz dieses bekannten Krümmers beim
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| DE3247741A1 DE3247741A1 (de) | 1984-06-28 |
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