DE3248052A1 - Verschlusselement fuer eine druckentlastungsoeffnung eines reaktorgebaeudes - Google Patents

Verschlusselement fuer eine druckentlastungsoeffnung eines reaktorgebaeudes

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DE3248052A1
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Heinz Ing.(grad.) 6940 Weinheim Walter
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ABB Reaktor GmbH
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Brown Boveri Reaktor 6800 Mannheim GmbH
Brown Boveri Reaktor GmbH
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    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21CNUCLEAR REACTORS
    • G21C9/00Emergency protection arrangements structurally associated with the reactor, e.g. safety valves provided with pressure equalisation devices
    • G21C9/004Pressure suppression
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
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Description

  • Verschlußelement für eine Druckentlastungsöffnung eines
  • Reaktorgebäudes.
  • Die Erfindung betrifft ein Verschlußelement für eine Druckentlastungsöffnung, die sich in einer Wand eines Reaktorgebäudes befindet und mit einer Metall- oder Kunststoff-Folie verschlossen ist, wobei die Folie mittels einer über Spannschrauben einstellbaren Klemmverbindung an ihrem Rand gehalten ist, deren Festhaltekraft nur so groß ist, daß beim Aufbau eines unzulässigen Druckes die Folie aus ihrer Randbefestigung schlüpft.
  • Zwischen verschiedenen Räumen einer Kernreaktoranlage befinden sich verschlossene Druckentlastungsöffnungen die bei Auftreten eines unzulässigen Druckes freigegeben werden müssen.
  • Während des ungestörten Betriebszustandes der Reaktoranlage herrscht in den aneinandergrenzenden Räumen der gleiche Druck. Gegebenenfalls kann aus radiologischen Gründen ein geringer Differenzdruck von etwa 100 N/m2 erforderlich sein. Falls keine abschirmende Wirkung notwendig ist, genügt zum luftdichten Verschluß der Entlastungsöffnungen eine Metall- oder Kuststoff-Folie.
  • Ein Verschlußelement der eingangs genannten Art ist in der deutschen Patentanmeldung P 31 06 044.7-33 beschrieben. Dort wird unter Zwischenschaltung von Unterlegscheiben die Folie mittels Schrauben gegen einen Dichtstreifen gespannt. Obwohl ein gleichmäßiges Anziehen aller einer Entlastungsöffnung zugeordneten Schrauben mit Hilfe eines Drehmomentschlüssels möglich ist, ergibt sich dort eine starre Verbindung in die auch die Folie einbezogen ist. Aufgrund dieser starren Verbindung ist es beim Auftreten eines unzulässigen Druckes nicht auszuschließen, daß die Folie reißt und nicht in der erwünschten Weise aus schlüpft. Weiterhin hat es sich als nachteilig gezeigt, daß die Unterlegscheiben nur auf einen Teilbereich des außerhalb des Querschnitts der Entlastungsöffnung befindlichen Folienrandes wirken, so daß ein Einreißen der Folien im Bereich des Außenrandes einer Unterlegscheibe möglich ist. Außerdem ist der Abstand zwischen zwei Unterlegscheiben so groß bemessen, daß der Verschluß undicht werden kann. Ein verspätetes Ansprechen der Entlastungsöffnung sowie ein während des Normalbetriebes der Reaktoranlage unerwünschter Luftübertritt wäre die Folge. Die Verwendung unterschiedlicher Werkstoffe für Unterlegscheibe und Dichtstreifen führt wegen des unterschiedlichen Reibwiderstandes zur Behinderung des Schlüpfvorganges.
  • Die Erfindung stellt sich daher die Aufgabe für ein Verschlußelement der eingangs genannten Art eine verbesserte Befestigung der Folie anzugeben, die einen gleichmäßigen und leicht einstellbaren Anpreßdruck im gesamten Randbereich der Folie gewährleistet sowie ein Schlüpfen der Folie aus der Klemmverbindung bei Auftreten eines unzulässigen Druckes sicherstellt.
  • Gelöst wird die Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß die Folie in ihrem eingeklemmten Randbereich zwischen zwei Dichtungen angeordnet ist, deren der Folie zugewandten Flächen den gleichen Reibungswiderstand aufweisen und daß die Spannschrauben unter Zwischenschaltung eines einstellbaren Tellerfederpaketes einen den Randbereich abdeckenden Spannrahmen gegen eine Dichtung presst.
  • Ein gleichmäßiger Anpreßdruck und gleiche Reibungswiderstände im gesamten Klemmbereich schaffen ein präzis ansprechendes Verschlußelement.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist der Spannrahmen aus einzelnen Spannleisten gebildet, die jeweils an ihren Stoßstellen von einer zwei aneinandergrenzenden Spannleisten zugeordneten Spannschraube durchsetzt sind.
  • Damit wird die Herstellung des Spannrahmens vereinfacht und trotzdem eine den gesamten Folienrand erfassende Klemmwirkung erzielt. Außerdem erfolgt eine bessere Anpassung an die Dichtungen.
  • Zur gleichmäßigen Einstellung der Federkraft ist jedem Tellerfederpaket eine Distanzhülse mit einer der erforderlichen Anpreßkraft entsprechenden Längserstreckung zugeordnet.
  • Anhand eines Ausführungsbeispiels und der Zeichnungen Fig. 1-3 wird das Verschlußelement beschrieben.
  • Dabei zeigt Fig. 1 einen Teilbereich einer Kernreaktoranlage, Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II der Fig. 1, Fig. 3 einen in größerem MaBstab dargestellten Teilbereich eines Schnittes durch eine Entlastungsöffnung entlang der Linie III der Fig. 2.
  • In Fig. 1 ist ein Raum 1 einer nicht weiter dargestellten Kernreaktoranlage im Längsschnitt dargestellt, der von einer Betonabschirmung 2 umgeben und von einem Betonriegel 3 verschlossen ist. Die Betonabschirmung 2 stellt Innenwände einer Kernreaktoranlage dar. Im Raum 1 ist ein Dampferzeuger 4 angeordnet, zu dem eine von einem nicht dargestellten Kernreaktor kommende Primärkühlmittelleitung 5 führt. Während dem Normalbetrieb der Reaktoranlage wird aufgrund des aktivitätsführenden Primärkühlmittels im Raum 1 gegenüber dem angrenzenden Raum 6 ein Unterdruck von höchstens 100 N/m2 herrschen.
  • Damit wird sichergestellt, daß bei Normalbetrieb der Anlage keine eventuell aktivierte Luft über undichte Wände in den Raum 6 gelangen kann. Bei einem unzulässigen Druckanstieg im Raum 1 frei werdende Druckentlastungsöffnungen 7 sind während des Normalbetriebs der Anlage mit einer 0,2 mm dicken Metallfolie verschlossen. In der Fig. 2 sind mehrere Entlastungsöffnungen 7 zu erkennen die von über den Öffnungsrand 8 hinausragenden Folien 9 verschlossen sind.
  • Wie aus der Fig. 3 zu ersehen ist, ist die Folie 9 auf einer Zwischenkonstruktion 10 befestigt, die praktisch eine Verlängerung der in der Betonabschirmung 2 angeordneten Entlastungsöffnung 7 ist. Dazu ist an einem Stahlwinkel 11, der eine Randverstärkung der Entlastungsöffnung 7 darstellt, ein Kragen 12 aus U-förmigem Stahlprofil angeschweißt. Ein Winkelprofil 13 ist unter Zwischenlage eines Dichtungsstreifens 14 mittels Schrauben 15 an dem Kragen 12 befestigt. Mit seinem freien Schenkel 14 bildet das Winkelprofil 13 einen umlaufenden Rand innerhalb dessen das erfindungsgemäße Verschlußelement angeordnet ist. Die Folie 9 ist an ihrem zu klemmenden Randbereich zwischen zwei Flachdichtungen 15, 16 angeordnet. Dabei weisen die der Folie zugewandten Flächen der Dichtungen 15,16 den gleichen Reibungswiderstand auf. Auf der Oberseite der dem Winelprofil 13 abgewandten Dichtung 16 ist ein aus mehreren Spannleisten 17 bestehender Spannrahmen 18 angeordnet. Spannschrauben 19 durchsetzen die Spannleisten, die zwei Dichtungen, die Folie sowie das Winkelprofil und greifen in ein im Kragen 12 befindliches Gewinde 20. Zwischen einer Scheibe 21 und dem Spannrahmen 18 ist ein Tellerfederpaket 22 angeordnet. Über eine das Tellerfederpaket übergreifende Distanzhülse 23 läßt sich die Federkraft einfach und präzise einstellen. Jeder Spannschraube des Verschlußelements ist ein Tellerfederpaket mit der gleichen Anzahl Tellerfedern und eine Distanzhülse gleicher Höhe zugeordnet. Die Spannschrauben werden soweit angezogen, daß sich die zwischen der Scheibe 21 und dem Spannrahmen 18 erstreckende Distanzhülse noch axialspielfrei drehen läßt. Die Folie erfährt dadurch an allen Spannstellen den erforderlichen Anpreßdruck. Sind aufgrund der Geometrie der Entlastungsöffnung die Abstände zwischen den einzelnen Spannschrauben und somit auch die erforderliche Anpreßkraft pro Spannschraube unterschiedlich, so wird die Länge der jeweiligen Distanzhülse auf die notwendige Anpreßkraft abgestimmt. Durch die Anordnung zwischen zwei Dichtungen gleicher Oberflächenbeschaffenheit und somit gleichen Reibungswiderstandes verbunden mit dem gleichen Anpreßdruck wird bei dem Ansprechen des Verschlußelements die Folie ohne Beschädigung aus der Randbefestigung schlüpfen. An den Stoßstellen 24 der Spannleisten 17 befindet sich jeweils eine Spannschraube 19, die die Enden zweier Spannleisten beaufschlagt. Bei entsprechender Wahl des Spannleistenquerschnitts und der Länge der einzelnen Spannleisten bringt eine Verspannung ausschließlich an den Stoßstellen eine ausreichende Klemmwirkung. Damit die Folie 9 durch den Schaft der Spannschrauben beim Aus schlüpfen nicht gehindert wird ist die Durchführung jeder Spannschraube 19 durch die Folie als Schlitzloch (nicht dargestellt) ausgebildet, das nach dem Folienrand hin offen ist.
  • - Leerseite -

Claims (3)

  1. Patentan sprüche Verschlußelement für eine Druckentlastungsöffnung, ie sich in einer Wand eines Reaktorgebäudes befindet, und mit einer Metall- oder Kunststoff-Folie verschlossen ist, wobei die Folie mittels einer über Spannschrauben einstellbaren Klemmverbindung an ihrem Rand gehalten ist, deren Festhaltekraft nur so groß ist, daß beim Aufbau eines unzulässigen Druckes die Folie aus ihrer Randbefestigung schlüpft, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (9) in ihrem eingeklemmten Randbereich zwischen zwei Dichtungen (15, 16) angeordnet ist, deren der Folie zugewandten Flächen den gleichen Reibungswiderstand aufweisen und daß die Spannschrauben (19) unter Zwischenschaltung eines einstellbaren Tellerfederpaketes (22) einen den Randbereich abdeckenden Spannrahmen (18) gegen die Dichtung (16) presst.
  2. 2. Verschlußelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannrahmen (18) aus einzelnen Spannleisten (17) gebildet ist, die jeweils an ihren Stoßstellen (24) von einer zwei aneinandergrenzenden Spannleisten (17) zugeordneten Spannschraube (19) durchsetzt sind.
  3. 3. Verschlußelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Tellerfederpaket (22) eine Distanzhülse (23) mit einer der erforderlichen Anspreßkraft entsprechenden Längserstreckung zugeordnet ist.
DE19823248052 1982-12-24 1982-12-24 Verschlusselement fuer eine druckentlastungsoeffnung eines reaktorgebaeudes Granted DE3248052A1 (de)

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DE3248052C2 (de) 1988-08-25

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