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Azetylenentwickler für tragbare, mit Gasabsteller.Versehene Lampen.
Bei den im Hauptpatent beschriebenen Azetylengasentwicklern kann es unter gewissen
Umständen vorkommen, daß einige Zeit nach dem Anzünden der Flamme, nämlich wenn
der durch Nachentwicklung von Azetylen entstandene Gasvorrat verbraucht ist, die
Flämme erlischt, bevor die Entwicklung von Azetylengas von neuem begonnen hat. Es
ist dies darauf zurückzuführen, daß bei den nach dem reinen sogenannten Saugsystem
arbeitenden Karbidbehältern das Eindringen des Wassers nicht nur einen gewissen
Überdruck, sondern vor allem auch eine gewisse Zeit erfordert und der Beginn lebhafterer
Gasentwicklung außerdem erst eintritt, wenn. das eingedrungene Wasser das noch unzersetzte
Karbid erreicht. Da die unteren Karbidschichten zuerst aufgebraucht werden, so wird
die Verzögerung des Wiederbeginnes der Karbidentwicklung um so stärker, je weiter
die Erschöpfung des Karbidvorrates vorgeschritten ist.
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Da das durch die erwähnte Verzögerung des Beginnes der Entwicklung
verursachte Erlöschen der Flamme bei geöffnetem Hahn eintritt, so kann sie unter
Umständen zu nachteiliger Gasausströmung Veranlassung geben. Man kann diesen Mangel
zwar dadurch mehr oder weniger unschädlich machen, daß man den oberhalb des bzw.
der Entwicklungsbehälter befindlichen Gassammelraum reichlich groß macht; indessen
werden hierdurch die Abmessungen des oberen Gefäßes der Lampe stark vergrößert.
Um diese Abmessungen in möglichst engen Grenzen halten und dabei doch den Vorteil
der Abstellbarkeit bei einer solchen Karbidlampe zu erhalten, wird nach vorliegender
Erfindung der Karbid-bzw. Gasentwicklungsbehälter an seinem oberen Teile mit einer
Tropfdüse neben der am unteren Ende vorgesehenen, nach dem Saugsystem arbeitenden
Eintrittsöffnung versehen. Diese obere Eintrittsöffnung, welche natürlich zweckmäßig
zugleich als Austrittsöffnung für das Gas dient; ist so ausgebildet, daß sie nur
in Tätigkeit treten kann, wenn der Karbidbehälter außen von Wasser überflutet wird.
Dabei ist dieser Karbidbehälter so tief angeordnet, daß oberhalb des die Tropfvorrichtung
in Tätigkeit setzenden Wasserstandes noch ein genügend großer Gassammelraum freibleibt,
um bis zum Eintreten der Gasentwicklung nach Beginn des Arbeitens der Druckvorrichtung
die Flamme des Brenners zu speisen.
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Die Zuführung von Gasentwicklungswasser in den Karbidbehälter durch
die Tropfvorrichtung bietet, da sie die oberen erst zuletzt sich erschöpfenden Schichten
der Karbidfüllung unmittelbar trifft, den Vorteil einer sehr schnellen Wirkung,
so daß die Gasentwicklung jeweilig kurz vor Erschöpfung des von der Nachentwicklung
herrührenden Gasvorrates schnell einsetzt und daher der Gasvorratsraum, welcher
oberhalb des Karbidbehälters liegt, verhältnismäßig klein genommen werden kann.
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Auf der Zeichnung ist eine so ausgestaltete Azetylentischlampe in
Fig. x in Seitenansicht, in
Fig. 3 in senkrechtem Mittelschnitt
dargestellt; Fig.-3 zeigt einen Querschnitt der Linie 3-3 der Fig. ?,; Fig. q. stellt
im einzelnen einen senkrechten Schnitt durch den Verschlußdeckel und die Tropfvorrichtung
in größerem Maßstube dar.
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Der als Gasvorratsbehälter ausgebildete breite Fuß io der Lampe trägt
mit seinem zugleich als Traggriff dienenden, stark verengten Mittelteil 9 ein breites
und genügend hohes Aufnahmegefäß ii, in dem ein Zwischenboden 13 so angebracht ist,
daß er oberhalb des mittleren verengten Vorrätsraumteiles 9 noch eine erweiterte
Gaskammer 14 von dem oberen Behälter abteilt. Der im Querschnitt enge Mittelraum
9 dient zur Aufnahme des K-arbidbehälters i, welcher durch die darüber angeordnete,
von dem Deckel 5 abgeschlossene Öffnung des Zwischenbodens 13 eingesetzt werden
kann.
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Der Deckel 13 wird vorzugsweise mittels vier Flügelmutterschrauben
15 oder in einer anderen Weise befestigt, welche unterhalb eines am Zwischenboden
13 angebrachten -Flansches 16 mit Ösen auf einem Drahtring 17 drehbar angeordnet
sind und sich in außen offene Schlitze 18 des Flansches 16 und des Deckelrandes
von außen einschlagen lassen. Die Abdichtung des Deckels wird mittels eines Gummiringes
bewirkt. Der Deckel trägt in der Mitte das Gasrohr 6, welches durch Vermittlung
des Absperrhahnes 7 zum Brenner 8 der Lampe führt.
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Der Steigeraum ii oberhalb des Zwischenbodens 13 ist durch zwei enge
Steigerohre i2 mit dem Fußbehälter io verbunden, wo diese Rohre nahe dem Boden ausmünden.
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Der Karbidbehälter i ruht vorzugsweise auf einem in dem engen Mittelteil
9 des. Vorratsbehälters befestigten Stege 1g und wird mit dem vor dem Einsetzen
etwas zu lösenden Schraubdeckel 2 nach unten eingesetzt. Im oberen Boden des Karbidbehälters
ist ein unten mit verjüngter Spitze versehener, oben offener Tropfstutzen 2o dicht
eingesetzt, welcher einerseits nahe seiner unteren Spitze und anderseits weiter
oben dicht unter der Befestigungsstelle im oberen Boden des Karbidbehälters enge
Öffnungen 21 bzw. 22 hat. Die untere Öffnung liegt vorzugsweise etwas seitlich der
Spitze des Tropfstutzens 2o, so daß das durch diese Öffnung dringende Wasser von
der Spitze leicht abtropfen kann. Die oberen Öffnungen, dicht unter dem Boden des
Behälters, dienen dem Austritt des sich in diesem entwickelnden Gases. Die Höhe
des engen Mittelteiles 9 der Gassammelkammer einerseits ist ungefähr gleich der
Höhe des Karbidbehälters i, so daß der Wasserspiegel beim Ansteigen oberhalb dieses
Mittelteiles schnell die obere Öffnung des Tropfstutzens 2o erreicht, diesen füllt
und eine gewisse Menge Wasser in die Karbidbehälter von oben her tropfen läßt. Die
dadurch eingeleitete Gasentwicklung drückt im allgemeinen den Wasserspiegel aus
dem oberen TeiL der Gassammelkammer schnell wieder in den engen Mittelteil 9 zurück,
so daß der Überdruck der oberhalb der unteren durch die Zwischenräume der Gewindegänge
des Schraubdeckels 2 gebildeten Eintrittsöffnung stehenden Wassersäule sich verhältnismäßig
schnell vermindert. Hierdurch wird erreicht, daß das Eindringen von Entwicklungswasser
durch die untere Öffnung - nach kräftiger anfänglicher Wirkung schnell abgeschwächt
wird, so daß das Wasser - auch dann nur in beschränktem Maße von unten her eintritt,
wenn infolge teilweiser Erschöpfung des Karbidvorrates das von unten her eingetretene
Wasser das noch gasbildende Karbid erst langsam erreicht. Es wird dadurch verhütet,
daß in solchen Fällen vor dem Beginn der wirksamen Gasentwicklung eine erhebliche
Wassermenge in den Karbidbehälter eindringt, welche eine zu starke Nachentwicklung
von Gas zur Folge haben würde. Es läßt sich daher durch das Zusammenwirken der oberen
und unteren Wasserzuführung nach dem Saugsystem einerseits und nach dem. Tropfsysterri.
anderseits, welche beide automatisch wirken, die Größe des erforderlichen Gassammekaumes
innerhalb des Fußes und des entsprechenden' Steigeraumes für das absperrende Wässer
in mäßigen Grenzen halten.